Meine Tochter wünscht sich einen Hund

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SoyLuna

07.08.2017
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Hallo zusammen. Ich brauche einen Rat. Meine Tochter 9, wünscht sich einen Hund. Nach wochenlanger Beratung haben wir dazu ja gesagt. Nachdem eine Freundin davon gehört hat, hat sie mir Ihre Meinung dazu gesagt. Wir
sind berufstätig und sie glaubt wir haben keine Zeit für einen Hund. Am 02.09 soll der Hund zu uns. Ich bin total verunsichert und weiß nicht was ich machen soll. Unsere Tochter ist nur noch am weinen weil ich ihr versucht habe zu erklären, dass es vielleicht doch keine gute Idee war mit dem Hund. Ich bin echt ratlos.
.Der Hund wäre 6 Monate und aus dem Tierschutzverein. Ich rede mir ein das er Nachts jault, das er Tagsüber traurig ist wenn wir weg sind. Das wir Abends keine ruhige Minute mehr durch den Hund haben werden...spinne ich oder wäre es evtl wirklich so schlimm??
 
Windhundliebe

Windhundliebe

24.02.2017
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Hallo,
Also ich denke, generell ist es kein Problem, Kind und Hund unter einen Hut zubekommen. Es kommt immer auf die Hund-Mensch-Konstellation an.
Auch, dass der Hund theoretisch für eure Tochter ist, finde ich nicht schlimm. So lange du dir bewußt bist, dass du die Hauptverantwortung und Erziehung übernimmst. Meine Kinder, 11 und 9 Jahre, machen auch viel mit unseren Hunden. Sie haben Spaß daran, mit ihnen zu spielen und zu füttern und gehen auch schon mal raus in den Hof zum Pullern. Doch das findet alles in einem von mir kontrollierten Rahmen statt.

Vielleicht übertreibt deine Freundin, vielleicht kennt sie euch aber auch sehr gut und sagt deswegen, dass es bei euch nach hinten los geht. Das kann man so anonym jetzt natürlich nicht rausfinden. Das möchte ich jetzt auch nicht.
Ich möchte nur sagen, generell finde ich es schon machbar.

Kritisch finde ich jedoch auch das Alter des Hundes. Mit 6 Monaten kann ein Hund sehr viel Arbeit und Nerven bedeuten. Ob er hibbelig ist oder nachts rumweint, kann in der ersten Zeit schon passieren. Muss aber nicht. Auch muss man eventuell die Stubenreinheit lernen.
Ich bin ehrlich, wenn mich jemand fragt, würde ich für eine Familie, die sich unsicher ist, aber sonst alles bieten kann, einen älteren erfahrenen Hund empfehlen. So tolle Hunde gibt es und die gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Da weißt du, was du hast, sie kommen nicht mehr in die Pubertät und sind einfach schön gefestigt. Steigt man damit ein, verzweifelt man auch nicht daran, sondern hat sehr viel Spaß mit dem Hund ohne sich überfordert zu fühlen.

Das sind alles nur Gedankengänge und Anregungen von mir, ohne dich zu bewerten oder zu verurteilen. :)
 
S

SoyLuna

07.08.2017
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Vielen Dank für deine Antwort 😊
Meine Freundin kennt uns gut. Da kann ich sagen. Sie ist nur der Auffassung das ein Hund nicht allein bleiben darf. Damit meint sie Berufstätige Menschen. Der Hund wäre am Vormittag ca. 5 Stunden alleine. Das macht mir Sorgen und wie gesagt die anderen erwähnten Dinge. Vielleicht mach ich mich einfach auch nur zu verrückt... Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hatte immer (bis ich von zuhsuse ausgezogen bin) Hunde in meinem Umfeld. Ich weiß das die Verantwortung bei uns Erwachsenen liegt. Wir beschäftigen uns nun seit Wochen mit dem Thema. Nur jetzt wo es Ernst wird kommen die Gedanken: was ist wenn...
 
Windhundliebe

Windhundliebe

24.02.2017
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5 Stunden finde ich persönlich vertretbar. Aber auch da kann es sein, dass ein Junghund mehr Aufsehen macht als ein Althund. Wenn du zumindestens mit Hunden aufgewachsen bist, kannst du in etwa abschätzen,was an Arbeit auf dich zukommt.

Wenn du jetzt so Bauchschmerzen hast, kannst du ihn vielleicht nur als Pflegehund nehmen!? So kannst du sehen, ob es passt und wenn nicht, könnt ihr ihn weitervermitteln.
 
seven

seven

24.12.2006
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Im Prinzip kann ich mich da Windhundliebe nur anschließen: Wenn Ihr als Eltern dahintersteht und bereit seid, Euch um den Hund zu kümmern, dann macht es! (die Tochter kommt ja bald ins Teenie-Alter, da können sich Interessen durchaus verlagern, aber wenn man danach geht, ist der richtige Zeitpunkt irgendwie nie da... wichtig ist eben, dass Ihr als Eltern da mitzieht, und dann passt das in meinen Augen!) - das Alter könnte in der Tat ein Problem werden, er ist ja quasi noch ein Welpe und braucht daher sicher noch einiges an Aufmerksamkeit und Erziehung. Was sagt denn der Tierschutzverein dazu? Die geben ja ihre Tiere auch nicht so ohne weiteres an irgendwen raus, sondern schauen doch in der Regel schon, ob das passen könnte?
Ich find´s einerseits gut, dass Ihr so offen und bereit seid - und ich find´s andererseits auch gut, dass Ihr Euch Gedanken macht und eben nicht übereilt sagt: "Joar, machen wir!"
Du kennst Dich ja nun auch schon mit Hunden aus - noch ein Pluspunkt ;)
Und alles andere - wird womöglich eine Erziehungsfrage (z. B. potenzielles nächtliches Jaulen).
Hättest Du evtl. wen, der am Anfang vormittags zwischendurch mal ´ne kurze Runde mit dem Hund drehen könnte? 5 Stunden sind ja eigentlich für einen erwachsenen Hund, der das gewöhnt ist, nicht so das Problem, ist halt die Frage, wie schnell der Hund daran gewöhnt ist, und evtl. wäre es ganz sinnvoll, wenn nach der Hälfte der Zeit mal jemand zumindest einmal mit dem Hund um den Block gehen könnte?
Insgesamt sehe ich Deine Ausgangslage durchaus positiv! Viel Erfolg!

LG seven
 
cherry-lein

cherry-lein

31.03.2012
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Ich kann da gerade mitreden, unsere Hündin war 7 1/2 Monate alt als wir sie geholt haben und ich hatte ähnliche Bedenken wie du. Je nach dem was es für ein Hund kostet es schon Nerven, ich hab an manchen Tagen eher das Gefühl ein Kleinkind hier zu haben statt einem Hund :lol:
Unsere Hündin war angeblich sehr ruhig und ausgeglichen und würde 4 Stunden allein bleiben, davon hat gar nichts zugetroffen. Sie war (und ist es jetzt mit 10 Monaten immer noch) ein richtiges Energiebündel mit vielen Flausen im Kopf die gerade richtig in der Pubertät ist. Allein bleiben klappte überhaupt nicht, nicht mal eine Minute war möglich weil sie sofort bellte und alle Türen zerkratzt hat und leider hatte man ihr bei den Vorbesitzern so gut wie gar nichts beigebracht.
Das klingt alles wie der pure Horror und die ersten 2 Wochen war ich auch völlig am Ende mit meinen Nerven und hab ständig nur geheult und wollte den Hund am liebsten wieder abgeben aber danach wurde es besser.

Wir haben uns eine gute Hundeschule gesucht die wir von Anfang mit ihr besucht haben, das war und ist eine unglaublich große Hilfe weil man sich auch immer Tipps für Zuhause holen kann wenn mal irgendwas nicht so läuft wie man es gern hätte. Für das Problem des Allein seins haben wir uns eine Hundesitterin gesucht die nach unserem Urlaub auf sie aufgepasst hat wenn wir arbeiten waren und haben dann nach der Arbeit das alleine bleiben geübt, jetzt schafft sie schon gut eine Stunde ohne Probleme sodass wir sehr zuversichtlich sind unsere Hundesitterin bald nicht mehr zu brauchen. Um ihre Energie sinnvoll auszupowern habe ich mir hier Gassi Gruppen gesucht mit denen ich mich verabrede sodass sie mit anderen Hunden viel Spielen kann und wir haben uns Bücher gekauft um zu lernen wie man sie auch geistig gut auslasten kann sodass wir einen ausgeglichenen und zufriedenen Hund haben.

Der Welpenblues war bei mir am Anfang echt schlimm aber mittlerweile kann ich mir gar nicht vorstellen wie es ohne sie war und würde sie auch nicht mehr hergeben.
Wenn ihr auch den Wunsch nach einem Hund habt und euch einen Jungspund in der Pubertät zutraut spricht nichts dagegen den Hund zu holen. Ihr werdet bestimmt in den ersten Wochen eine eher unruhige Zeit haben bis der Hund sich eingewöhnt hat und auch ihr euch an den neuen Alltag gewöhnt habt aber danach werdet ihr auch wieder entspannte Abende verbringen und ihr könnt natürlich auch weiterhin ausgehen und Ausflüge mit eurer Tochter unternehmen, ich persönlich finde das es mit Hund sogar noch mehr Spaß macht ;)

Geht einfach nochmal in euch und überlegt was ihr von einem Hund erwartet und vergleicht das mit dem was euer Welpe mitbringen wird. Wenn es doch nicht passt ist es keine Schande sich das einzugestehen und nach einem anderen Hund ausschau zu halten, das ist besser als wenn alle Parteien sich dadurch quälen müssen weil man sich nicht getraut hat abzusagen. Wenn euer Welpe aber alles erfüllt was ihr euch vorgestellt habt traut euch ruhig an diesen neuen Lebensabschnitt ran, es ist eine wunderbare Zeit.
 
S

SoyLuna

07.08.2017
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Danke. Eure Antworten machen mir Mut. Ich denke wir werden das Abenteuer Hund wagen. Fragt sich nur was unsere Katze davon hält. Die hat sich nämlich noch nicht dazu geäußert 😁
 
seven

seven

24.12.2006
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Uiuiuiuiui... warum hab´ ich von der Katze vorher noch nichts gelesen? Oder hab´ ich was überlesen?
Ist es eine Wohnungskatze oder ist sie Freigängerin?
(Und ja, ich komme aus der Katzenfraktion, daher bin ich da etwas pingelig ;) )
Es kann durchaus gut sein, dass die Katze sich mit dem Hund verträgt - da gibt´s genug Beispiele, dass das prima klappt. Es kann aber natürlich auch erstmal sein, dass die Katze den Hund als Eindringling in ihr Revier betrachtet, noch dazu, wenn er noch nicht 100%ig stubenrein ist und evtl. mal was daneben geht - kann passieren, dass die Katze das nicht auf sich sitzen lässt und drüberstrullt (KANN - nicht MUSS!).
Außerdem ist es nicht selten so, dass sich Hunde im Katzenklo "bedienen" - sprich, sie meinen, da gäbe es was zu fressen und fressen durchaus auch mal Katzenkot.... (Ist aber auch wieder KANN, nicht MUSS...)
Joar - in meinen Augen ändert das Ganze mit einer Katze doch ein wenig was - aber unmöglich ist es sicher nicht ;)
(Wobei ich aus Katzensicht jetzt eher erstmal zu einer zweiten Katze tendieren würde, denn die sind einfach keine Einzelgänger, auch wenn sich das Gerücht noch hartnäckig hält....)

LG seven
 
Windhundliebe

Windhundliebe

24.02.2017
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Oh ja, unser Rüde frisst auch zu gern aus dem Katzenklo. Würg... :D aber das lässt sich natürlich alles händeln.

Dann wünsche ich euch viel Freude mit dem kleinen Racker. Was ist es denn für Rasse/Mischling? Und wie heißt er/sie?
 

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