Mein erster Welpe

  • Ersteller des Themas NineBones
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N

NineBones

07.09.2017
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Hallo, ich habe seid Dienstag einen belgischen Schäferhund Welpen bei uns zuhause. Ich habe mir zwei Wochen Urlaub genommen.

Wir haben einen Riesen Hof mit viel Garten.
Es war so geplant dass der Hund nachts drinnen schlafen soll, und tagsüber auf den Hof sein kann. Er
hat dort einen Riesen Raum mit all seinen Sachen die er braucht.

Nun jetzt ist Tag 2. er hat die erste Nacht bei uns im Flur im Welpenauslauf verbracht, vergeblich, er hat nur geweint und gejammert und ist über das Gitter gesprungen.
Also haben wir unsere Matratze neben ihn gelegt. Das war okay.
Wir haben ihn noch nicht nach draußen (alleine) gelassen.

Die zweite Nacht haben wir das Gitter auf gemacht und ein Teil des Flures abgesperrt. Er hat viel entspannter in seinem Korb neben uns geschlafen.

Ich bin am verzweifeln weil ich nicht weiß wie ich ihn an draußen gewöhnen soll. Er jagt dort auch unsere Katzen und lässt sich dann nichts mehr sagen.

Ich will dass er nachts bei uns drin ist und morgens bringe ich ihn raus Weil wir beide dann wieder arbeiten.

Ich bin am ende
 
cherry-lein

cherry-lein

31.03.2012
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Hallo!

Tag 3 und du bist schon am Ende weil der Welpe (ein Baby!!!) nicht so funktioniert wie du das möchtest und nicht hört? :eusa_think:
Tja dann würde ich sagen mach dich auf die nächsten Monate gefasst... Der Hund ist noch gar nicht in der Lage irgendwas auszuführen weil er ja noch gar nichts gelernt hat. So früh würde ich den Hund auch nicht alleine lassen, lass ihn sich erstmal eingewöhnen und fang dann langsam an ihm das Alleine sein beizubringen. Das Alleine bleiben ist für Hunde sehr schwierig und es dauert oft eine ganze Zeit bis sie das zuverlässig können denn bisher war dein Welpe noch nie alleine, unsere Hündin hat zum Beispiel 10 Wochen gebraucht um 4 Stunden stressfrei und zuverlässig alleine zu bleiben.

Der Welpe muss jetzt erstmal lernen wer zu seiner neuen Familie gehört, er muss die neuen Hausregeln lernen und vermisst dazu noch seine Mutter und Geschwister. Ein bis zwei Wochen würde ich ihm zur Eingewöhnung auf jedenfall gönnen und danach kannst du langsam anfangen. Bring ihm erstmal seinen Namen bei und das es sich lohnt zu dir zu kommen wenn du ihn rufst (irgendwas besonders leckeres). Das Alleine sein kannst du trainieren in dem du einfach immer mal das Zimmer wechselst und die Tür hinter dir kurz zu machst (nur ein paar Sekunden) und dann sofort wieder kommst. Irgendwann lernt der Hund das es gar nichts besonderes ist das Frauchen mal kurz verschwindet und wenn es so weit ist kannst du die Haustür mit einbeziehen, da das gleiche Spiel: Kurz raus und direkt wieder rein. Klappt das gut kannst du die Zeiten steigern und dann mal eine Minute draußen bleiben, dann 2, dann 5 usw. Wenn du die erste Stunde geknackt hast können die Sprünge meistens etwas größer sein weil der Hund das Grundprinzip verstanden hat.

Das ein Schäferhund jagt und aufpasst sollte dich ja nicht überraschen, das steckt nun mal in der Rasse und war ja bestimmt von euch auch gewollt sonst hättet ihr euch ja bestimmt keinen Schäferhund angeschafft.
Ich bin absolut kein Fan davon den Hund den ganzen Tag draußen alleine zu lassen und finde das auch nicht wirklich Tiergerecht. Ein Hund ist ein Rudeltier und möchte gern so oft wie möglich bei seinen Menschen sein, gerade Schäferhunde binden sich eng an ihre Menschen und leiden wenn man sie dauerhaft isoliert. Außerdem sind das sehr kluge und sportliche Hunde die viel Beschäftigung brauchen, das ist ja dann auch nicht gegeben wenn er den ganzen Tag draußen alleine ist, nur Aufpassen reicht einem Schäferhund einfach nicht.
Das erste Lebensjahr ist oft sehr nervenaufreibend, der Hund muss alles erst lernen, es gibt immer wieder auch mal Rückschläge und wenn man denkt man hat den Dreh raus kommt die Pubertät.

Ich finde es liest sich bei euch so als hättet ihr euch sehr unüberlegt einen Welpen geholt ohne euch vorher vernünftig Gedanken um die Rasse oder die Bedürfnisse eines Welpen zu machen. Geht bitte nochmal in euch und überlegt euch ob ihr eurem Hund wirklich gerecht werden könnt wenn er den ganzen Tag ohne Ansprache draußen bleiben muss. Es gibt da eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder ihr macht jetzt das Beste draus und fangt an euch über die Bedürfnisse eures Hundes zu informieren und bietet ihm das Leben und die Auslastung die er braucht oder ihr bringt ihn zum Züchter zurück, ein Leben draußen ohne Ansprache sollte keine Option sein.
 
N

NineBones

07.09.2017
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Danke

Danke erstmal für deine Antwort.
Ich bin dankbar für jeden Tipp.
Dass ein Welpe Aufmerksamkeit braucht und Zeit war mir bewusst. Vielleicht stelle ich Zuviel Ansprüche in zu kurzer Zeit.

Es geht mir nur darum, wenn es so wäre wie du es beschreibst, dürfte es keinen Hundebesitzer geben, der voll arbeiten geht.

Ich finde wenn er 5 Stunden bei uns auf dem Gelände tun kann was er will ist das besser als ihn zuhause einzusperren ..

Wenn wir da sind, bzw von der Arbeit kommen gehen wir bei uns im nahegelegenen Hundepark, gehen zur Hundeschule und machen diverse Übungen sodass er ausgelastet wird. Es bleibt ja nicht dabei dass er auf den Hof kommt.

er kann auch ins Haus wenn er mag. Er hat den großen Flur 50m2, Küche und Zugang zur anderen seite des Gartens. Insgesamt haben wir 7000m2.
Sorry aber wenn das kein gutes Leben für einen Hund ist, was dann ?


Ich bin vielleicht einfach überfordert weil ich es nicht kenne so gebunden zu sein, aber jetzt wo er klein ist, werde ich alles dafür geben, dass er sich bei uns wohl fühlt und das bekommt was er braucht.

Ich würde niemals son erwegung ziehen diesen kleinen rabauken wieder abzugeben. Niemals.
 
A

A-Fritz

11.07.2016
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Hallo,
Welpen sind wie kleine Kinder und möchten - können nicht alleine sein,
Hunde als Rudertiere sind aber so wie so darauf ausgerichtet,
immer alles gemeinsam mit ihren Menschen zu machen.

Schäferhunde sind lange darauf selektiert worden,
gemeinsam mit dem Schäfer und auf dessen Kommando eine Herde zu hüten.

Natürlich kann man Hunde auch an des Alleinsein gewöhnen,
doch dieses geht gegen ihre wahre Natur und muß darum langsam und vorsichtig erfolgen,
damit die Tiere dabei keine dauerhaften Ängste oder ein Trauma entwickeln.

Fritz.
 
Foss

Foss

06.07.2010
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Hallo,

Herzlich Willkommen als Belgier-Besitzer! :mrgreen:
Da kommt noch einiges auf dich zu, denn Belgier sind...crazy, verrückt aber man muss sie deswegen doch einfach lieben.

Welche Belgier-Variente ist es denn geworden?

Belgier sind meistens richtige Arbeitsverrückte, sie werden als Diensthunde eingesetzt, beim Militär oder werden als Anti-Terror-Hunde eingesetzt.
Zum "einfachen" Bewachen eines Grundsstücks meiner Meinung nach eine völlig falsche Rassewahl da diese Hunde gefördert werden wollen und nicht auf einem Grundstück vergammeln möchten.
Da entwickeln sich ganz toll sehr viele Unarten wenn man sich damit nicht beschäftigt.

Wenn du wissen willst, für was diese Hunde gezüchtet werden, schau mal hier rein: https://www.tierforum.de/t164523-ringsport-mondioring.html

bei uns auf dem Gelände tun kann was er will ist
Das geht oftmals bei einem Belgier richtig nach hinten los. Wenn die tun und lassen können was sie wollen, suchen sie sich halt eine eigene Beschäftigung...da geht es dann *schwupps* man springt über den 2 Meter Zaun drüber und ist weg oder "Ohh! Lecker! Mensch hat Fleisch im Mund! Spring wir mal hoch und beißen ab!" - und Mensch hat einen Biss im Gesicht.

Wie Keisuke schon mal schrieb: ankommen lassen und Bindung aufbauen. In dem Alter kann man sie wunderbar mit Futter (Futtertreiben) arbeiten um sie langsam und Schrittweise die Unterordnung in dosierten Maßen und die Grundregeln der neuen Familie beizubringen.
Ich bin sicher, dass du dazu sicher so einige Info's findest, wenn du nach "Futtertreiben" suchst.

Belgier bieten zumeist von sich selbst sehr sehr viel an, sodass die Möglichkeit besteht, dass man sie überfördert und dann werden sie je nach Charakter noch hibbeliger und nervöser.
Von daher mein persönlicher Rat: bring' ganz viel Ruhe hinein. Umso ruhiger du/ihr mit dem Hund umgeht, umso angenehmer ist es für euch alle.

Denk dran, das Hundehirn braucht unzählige Wiederholungen bis ein Kommando sitzt.
Und da Hunde auch ortsgebunden lernen, müssen diese Kommandos dann auch in anderen Umgebungen trainiert werden.

Ihr müsst dem Hund in Ruhe und langsam beibringen was er darf und nicht darf. Gutes wird belohnt (Futter, Beutespiele,...) schlechtes ignoriert oder bestraft.
Sehr anbieten dafür würde sich das Clicker-Training:

http://www.spass-mit-hund.de/clicker-welt/clicker-basics/clicker-training-was-ist-das/

Lies dich da mal ein, eventuell hilft euch das weiter.
Bezüglich des Katzenjagens. Jagen ist selbstbelohnend. Heißt, umso öfter er die Chance bekommt, umso mehr brennt sich das Verhalten ein, weil Belohnungsgefühle in dem Hund aufsteigen.
Falls möglich, unterbindet daher das Jagen schnellstmöglich, indem ihr ihn zb. an einem Geschirr mit euch zusammen unter Aufsicht in den Garten lasst und ihr direkt eingreifen könnt.

Falls möglich, sucht euch bitte einen entsprechend guten Trainer, der sich mit Belgiern auskennt und euch von kleinauf an der Hand nimmt und begleitet.

LG Foss
 
Zuletzt bearbeitet:
Julia_93

Julia_93

22.04.2015
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Hallo und Willkommen^^

Im Grunde nach kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen.

Das wichtigste ist das der Welpe erstmal erkennen muss, dass ihr seine Familie seid, ihr seid der "Sichere Hafen", die Anlaufstelle für den Welpen.
In den ersten 2 Wochen haben wir mit unserem Welpen nichts trainiert.
Klar haben wir Hausregeln festgelegt, die auch befolgt werden aber in der Zeit haben wir unserem Welpen gezeigt, dass das jetzt sein neues Zuhause ist und
das wir seine Bezugspersonen sind. Es wurde gespielt, bei uns im Schlafzimmer geschlafen (Körbchen) und alles ums Haus wurde zusammen mit uns entdeckt.
(Jetzt schläft er nicht mehr bei uns, er ist mega laut in der Nacht bellt im Schlaf und klappert mit den Zähnen, ich kann da nicht pennen :roll:)
Es ist wichtig das erst der Bindungsaufbau im Fokus steht.

Das alleine bleiben baut man so auf wie cherry-lein schon geschrieben hat, dem kann ich nichts hinzufügen^^

Hallo, ich habe seid Dienstag einen belgischen Schäferhund Welpen bei uns zuhause. Ich habe mir zwei Wochen Urlaub genommen.
2 Wochen Urlaub finde ich viel zu wenig für einen Welpen.
Du schreibst manchmal "Wir", hast du noch jemanden der sich um den Welpen mit kümmert.
Ich habe das damals so gemacht, dass ich 3 Wochen Urlaub genommen habe und mein Mann anschließend 3 Wochen Urlaub hatte.
So war 6 Wochen lang immer wer beim Welpen. Könnt ihr das noch regeln?

Es geht mir nur darum, wenn es so wäre wie du es beschreibst, dürfte es keinen Hundebesitzer geben, der voll arbeiten geht.
In meinen Augen kann man einem Hund nicht gerecht werden wenn alle Vollzeit arbeiten gehen und der Hund 8+ Stunden alleine bleiben muss.
Einige beauftragen einen Hundesitter für die Zeit, der mal vorbei kommt, ok das kann eine Lösung sein.
Andere können ihren Hund mit auf die Arbeit nehmen, was natürlich ideal ist.
Aber wenn du deinen Welpen in 2 Wochen alleine bleiben lässt, er an das alleine sein nicht gewöhnt ist und das für viele Stunden, kann das echt nach hinten losgehen.
Vielleicht kennst du jemanden der sich zwischendurch wenn du arbeiten bist mit dem Welpen beschäftigt oder du ihn irgendwo hinbringen kannst?

Würde gerne mal ein Foto von dem Kleinen sehen:060:
 
cherry-lein

cherry-lein

31.03.2012
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Es geht mir nur darum, wenn es so wäre wie du es beschreibst, dürfte es keinen Hundebesitzer geben, der voll arbeiten geht.

Ich finde wenn er 5 Stunden bei uns auf dem Gelände tun kann was er will ist das besser als ihn zuhause einzusperren ..

Wenn wir da sind, bzw von der Arbeit kommen gehen wir bei uns im nahegelegenen Hundepark, gehen zur Hundeschule und machen diverse Übungen sodass er ausgelastet wird. Es bleibt ja nicht dabei dass er auf den Hof kommt.
Ich finde wer Vollzeit 8 Stunden oder mehr arbeitet sollte sich auch keinen Hund anschaffen denn mit Fahrtwegen wäre der Hund ja dann gute 9-10 Stunden alleine und das finde ich persönlich einfach zu viel aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
5 Stunden finde ich okay, es klang halt so als würdet ihr den Hund morgens rausschmeißen und er dürfte erst abends irgendwann wieder Kontakt zu euch haben.
Ich würde mir überlegen ob ich ihn 5 Stunden unbeaufsichtigt draußen lasse denn es gibt immer wieder dumme Leute die dann Futter über den Zaun schmeißen oder ähnliches, dazu gibt es auch Hunde die schnell überfordert sind wenn sie so viel Fläche zu bewachen haben und dann negatives Verhalten zeigen, besonders intelligente Hunde denen schnell langweilig wird suchen sich dann einfach zu tun und das ist nicht immer das was dem Halter gefällt. Unsere Hündin wird bevor wir gehen gut beschäftigt mit Spiel und Kopfarbeit und schläft dann die 4-5 Stunden die wir weg sind komplett durch (eine Weile haben wir per Kamera geguckt ob sie schläft oder Blödsinn macht).

Ich muss mich aber auch anschließen das 2 Wochen Urlaub für einen Welpen einfach viel zu wenig sind. Lässt du ihn dann sofort so lange alleine ist die Verlustangst praktisch vorprogrammiert und es wird noch schwerer ihm das alleine sein schmackhaft zu machen. Wir hatten für die Zeit wo unsere noch nicht alleine bleiben konnte einen Sitter organisiert der aufgepasst hat und dann eben das alleine bleiben schrittweise geübt.

Schäferhunde sind tolle Hunde, ich bin u.a. damit groß geworden aber sie sind eben auch richtige Sportskanonen mit viel Köpfchen, das muss man in die richtige Richtung lenken sonst gibts echt Probleme, Foss hat dazu ja schon einiges gesagt.

Dieses Gefühl der Überforderung hatte ich anfangs auch aber ich kann dir sagen das geht vorbei ;) Unsere Hündin war zwar schon 7 Monate alt aber hat gebissen, gekratzt, blieb nicht alleine, war völlig überdreht usw, da saß ich auch jeden Tag hier und hab geheult und wollte nicht mehr aber wenn du durchhälst und die kleinen Erfolge deines Hundes anerkennst wird das Gefühl schnell vergehen und dann hast du auch richtig Freude an deinem Knopf.
 
N

NineBones

07.09.2017
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Hey ihr lieben.
Vielen Dank für eure Antworten.
Tag 2 war übrigens heute schon viel besser. Tagsüber haben wir viel geschlafen und auch die anderen Zimmer erkundet.
Spreche mit meinem Freund wie es weiter gehen soll wenn ich wieder arbeiten gehe. Mein Freund kümmert sich mit um den Hund, das Grundstück gehört uns.
Er ist um 15:00 immer zuhause.
Ich will meinen kleinen nicht raus werfen, ich ihn während der Abwesenheit einfach eine tolle Zeit bescheren. Auch wenn jetzt alle sagen man lässt ihn nicht alleine. Er kann ja auch jederzeit rein ins Haus.

Es bricht mir jetzt schon das Herz wenn ich bald wieder arbeiten muss..

Aber ich denke wir bekommen das hin.
 
N

NineBones

07.09.2017
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Tag 2 war heute besser. Wir haben viel geschlafen :) wo er auch immer meine Nähe gesucht hat.
Haben den Garten weiter erkundet, die Pferde und Meerschweinchen leben noch und die Wohnung ist überall mit Hundeplätzen ausgestattet worden.
Sie ist westenlich entspannter.
Mein Freund und ich kümmern uns um Sie. Wir werden uns die nächsten Tage Gedanken machen.
Ich bin euch dankbar für eure Worte.

Lg
 
Roli2190

Roli2190

09.09.2017
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Mit Welpen direkt habe ich persönlich keine Erfahrung, kenne meinen Hund seit er 5 Monate alt ist und seit ca. 6 Jahren ist er bei mir.
Kann mich den anderen Mitgliedern aber nur anschließen was das allein bleiben betrifft.
Direkter Straßenzugang kann wegen Gift gefährlich sein, und für manchen Hund ist auch ein über 2 Meter hoher Zaun kein Hindernis, und bei deiner Rasse sehr gut möglich.
Meiner geht nicht über 2 Meter, darunter würde ich allerdings nicht gehen und den Hund auch nicht unausgelastet und voller Energie dort allein lassen.

Mein Hund konnte anfangs als ich ihn übernahm nicht allein bleiben und jaulte und bellte trotz gesicherten Zugangs zum Garten (und war damals mindestens schon 2 Jahre alt), mit Training ist es machbar, besser man baut es gleich positiv auf, erspart Hund und auch Halter viel Stress.
Und ein Hundewelpe kann das auch noch nicht so wie ein erwachsener Hund, gerade wenn noch alles neu ist bei euch.
Gerade bei aktiven Hunden wie deinem ist es auch wichtig, dass sie müde sind wenn sie allein bleiben, denn dann schlafen sie und wer schläft kann nicht viel "Blödsinn" anstellen. 😉
 
Knopfstern

Knopfstern

Moderator
10.09.2005
13.436
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Huhu NineBones,

Schön, das ihr Euch gedanken macht und das ihr auch die Worte, die hier geschrieben werden, ernst nehmt.

Ich kann mich hier Foss eigentlich nur anschliessen. Wenn ihr dem Belgier so viel Freiraum gebt, wird es früher oder später nachhinten los gehen...Auf kosten des Tieres.

Ich finde wenn er 5 Stunden bei uns auf dem Gelände tun kann was er will ist das besser als ihn zuhause einzusperren ..
Dies ist defintiv der falsche weg, besonders beim Belgier.
Du wirst damit nicht glücklich und dein Hund auch nicht. Der Hund meiner Freundin, ebenfalls ein Belgier, ist ohne grosse Probleme über einen 2 Meter Zaun... Das ist ganz einfach für diese Rasse. Da wirst du dich noch sehr schnell mit anfreunden müssen, das dein Hund sich sehr schnell auch mal Selbstständig macht...Besonders wenn ihm Langweilig ist. Und das wird ihm schnell, wenn er 5 Stunden alleine im Hof ist. Versprochen. ;)

er kann auch ins Haus wenn er mag. Er hat den großen Flur 50m2, Küche und Zugang zur anderen seite des Gartens. Insgesamt haben wir 7000m2.
Sorry aber wenn das kein gutes Leben für einen Hund ist, was dann ?
Gerade die Belgier brauchen führung und eine konsequente und liebevolle Hand und keinen Freiraum.
ich habe 2015 einen Belgier Mix für 6 Monate in Pflege gehabt. Ich dachte mir auch "bitte, hast das grosse Wohnzimmer, da haste platz etc." vorher waren wir Unterordnung machen und schön spazieren. Und dann durfte er alleine bleiben - dies hat er erst bei mir gelernt und konnte es auch - Jedoch konnte er nur runter kommen, wenn er auf kleinem Raum war und keine grosse Fläche zum Bewachen zur Verfügung hatte. Da ist der nämlich richtig abgegangen und wurde zum Teil auch richtig agressiv. Erst als wir ihm seinen "Freiraum" genommen haben, wurde er entspannter und kam runter.

Ein Hund braucht keine 7000 qm um glücklich zu sein, ein Hund braucht sein Rudel, damit es glücklich und zufrieden ist, ebenso eine klare Führung.
Da für ist der Belgier definitiv nicht gemacht, das er so viel Spielraum kriegt. ;)

Ich will meinen kleinen nicht raus werfen, ich ihn während der Abwesenheit einfach eine tolle Zeit bescheren. Auch wenn jetzt alle sagen man lässt ihn nicht alleine. Er kann ja auch jederzeit rein ins Haus.
Ein Hund hat alleine keine tolle Zeit. ;)
Bitte vermenschliche deinen Hund nicht zu sehr mit diesem Gedanken. Dies ist schlichtweg der falsche weg zu einer vernünftigen Erziehung.

Ich kann dir auch nur sagen, meine Hunde sind während meines Studiums auch gerne mal bis zu 10 Stunden alleine gewesen. Was haben diese gemacht? Gepennt. ;)
Ich finde es absolut Ok, wenn ein Hund bis zu 8 Stunden und in ausnahmefällen auch mal 10 Stunden alleine ist.
Hunde schlafen bzw dösen die meiste Zeit des Tages. Du solltest dich daher mal mit dem Schlafrhytmus des Hundes auseinandersetzen, damit du sehen kannst, wie viel Aktivität ein Hund überhaupt am Tag hat.

Und bitte, lass deinen Hund wirklich nicht alleine draussen. Du wirst sehr schnell, sehr grosse Probleme bei dieser wirklich tollen Rasse bekommen.
Des Weiteren möchte ich dir ans Herz legen, gerade weil es dein erster Welpe ist und dazu noch ein Belgier, das du dir einen Trainer suchst und eine Welpenschule. Das wird euch und besonders dem Zwerg, unfassbar gut tuen.

LG
 
L

lowlife

18.07.2017
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Ich rate dir dringend davon ab den hund 5 Stunden in den Garten zu lassen, Hunde schlafen viel. Ein glücklicher hund schläft die Zeit die der Mensch weg ist durch. Ich würde mit ihm morgens eine Stunde laufen, ihn dann ins Haus bringen und nach den 5 Stunden gleich eine große Runde laufen. Du darfst ihn nicht vermenschlichen.. für dich klingt es super "oh ja so viel Platz" aber mein Trainer sagt sogar das man das Haus begrenzen soll , wenn es zu viel Platz hat. Er ist einfach überfordert dann und versucht alles zu bewachen und im Blick zu haben. Was man danach hat ist ein aufgedrehter hyperaktiver und gestresster hund. Wenn du ein Rudel hast dann mag das funktionieren.. aber nicht am einzelnen. Ich hab 2 Arbeitsplätze an denen ich meinen hund dabei haben kann. Einer hat einen großen Raum mit viel Platz und der andere ist wirklich mehr eine abstellkammer.. Also 3 Leute gehen rein dann ist es zu voll. Rate mal welchen Raum er bevorzugt? Richtig den kleinen. 5 Stunden sind vollkommen okay aber nicht im Garten. Er wird nicht reingehen wenn ihm danach ist weil er denkt er müsse die ganze Zeit aufpassen. Er muss wachen solange wie du weg bist und das wird er tun. Du musst ihm diese Last abnehmen wenn du einen entspannten hund haben willst, oder willst du das er den Garten mit Stress und alleine sein verbindet ?nutzt ihn lieber zum Spielen und toben, wirklich 5 Stunden sind komplett okay, meiner liegt diese 5 Stunden im kleinsten Raum im Haus.. hätte ich ihn im Garten wäre er dauerhaft angespannt. Sowas klappt bei wachhunden aber die werden auch selten Familien Hunde.. denk darüber mal nach ! :) und viel Erfolg
 
danif

danif

12.09.2017
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Also ich würde den Hund nicht dauerhaft draußen lassen. Gerade weil man auch oft liest dass kleine süße Welpen auch mal aus Gärten geklaut werden (Leider Gottes :()
Lasse ihn lieber drin
 
Roli2190

Roli2190

09.09.2017
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Wir haben hier wo wir zur Zeit wohnen (gemietet) auch ca. 5000 qm insgesamt.
Haben ca. 1000 qm davon abgetrennt, hier verläuft auch die offizielle Grenze für unser Mietobjekt.
Die restlichen 4000 qm gehören auch dem Vermieter, wir dürfen sie mit dem Hund nutzen, hier ist er allerdings nie ohne Aufsicht, und das nicht nur weil der Zaun dort sonst zu niedrig wäre.
An dieser Wiese führt auch eine Straße und ein Gehsteig vorbei.
Und auch im restlichen Teil (kein Straßenzugang, hoch eingezäunt) ist er nicht längere Zeit komplett allein, wenn er zB etwas in der Sonne liegen mag, lasse ich ihn und hole ihn nicht extra rein.
Mein Hund reagiert so wie hier beschrieben und rennt dann wegen Allem und Jedem zum Zaun, er liegt selten länger entspannt da, auch wenn er ausgelastet ist.

Darum und wegen der Giftködergefahr lasse ich ihn nicht mehr bis zur vorderen Zaungrenze.
Es sollte auch kein Sichtkontakt dorthin bestehen, sonst kann es sein dass der dann eben weiter hinten das gleiche macht wie vorne am Zaun.
Bei meinem Hund macht es einen ziemlichen Unterschied, ob Kontakt zu einer Straße oder nicht, Nachbarn die er kennt lässt er in Ruhe.
Ich habe früher auch so gemacht, den Hund längere Zeit allein im Garten gelassen.
Ich konnte ihn vom Nachbarn abholen, als seine Hündin läufig war, er hatte sich durch den Zaun gebissen, das machte er bis zu dem Zeitpunkt aus keinem anderen Grund und er kontrollierte ständig seine "Rennbahn" mit Sicht zur Straße.

Mittlerweile sind wir soweit, dass er kurz anschlägt, aber wenn ich ihm zeige dass alles OK ist, hört er auf damit.
Und wenn ich direkt daneben bin fragt er auch schon mit einem Blick, was er jetzt machen soll.
Davor war es allerdings schon so, dass er mich wegknurrte, wenn ich ihn beim bewachen bzw. kontrollieren unterbrechen wollte.
Es war viel Arbeit und eine Zeit lang hing immer eine Leine am Hund, um besser eingreifen zu können.
Das sind die Erfahrungen, die ich mit diesem Hund gemacht habe, es ist sicher nicht bei jedem Hund gleich.
Ich habe diese Fehler gemacht, und versuche bestmöglich daraus zu lernen.
Ich rate im Nachhinein jedem, seinen Hund bei so etwas genau zu beobachten und frühzeitig einzugreifen, sollte es aus dem Ruder laufen.
Oder es wie hier beschrieben so machen, und den Hund nicht zu lange allein draußen lassen, gerade wenn er noch nicht gefestigt und jung ist.
Und bei bei aktiven, leicht aufdrehenden Hunden ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass es extrem wird, wenn man sie einfach machen lässt.
 
S

Simpat

Moderator
06.03.2010
7.180
0
So wie es aussieht hat sich die TE hier leider nicht mehr eingeloggt.

Ich persönlich würde einen so jungen Hund bzw. Welpen auf keinen Fall mehrere Stunden alleine lassen, der braucht doch gerade am Anfang die Geborgenheit seines Rudels. Natürlich sollte er schon von klein auf lernen auch mal allein zu sein, aber regelmäßig 5 Std. und länger, würde ich auf keinen Fall machen. Auch die Stubenreinheit lässt sich so wohl kaum erreichen, der kann sein Geschäft doch noch gar nicht so gut verhalten. Ich würde auch einen ausgewachsenen Hund nicht mehr als 5-6 Std. regelmäßig allein lassen, es sei denn die sind zu zweit und haben immer ausreichend Auslauf und man beschäftigt sich wirklich ausgiebig vor und nach der Arbeit mit ihnen.

Der belgische Schäferhung gehört zu den "Arbeitshunden", dass sind Hunde die wirklich eine Aufgabe brauchen, da ist es mit ein wenig Gassi-Gehen und mal ein Stöckchen werfen auf keinen Fall getan, da er auch einen ausgeprägten Schutztrieb hat, gehört er meiner Ansicht nach nicht in Anfängerhände. Er braucht Führung und genügend Auslastung, aber dann bekommt man wirklich einen ganz tollen vierbeinigen Gefährten, der sehr vielseitig einsetzbar ist bzw. mit dem man wirklich viel unternehmen kann.
 

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