Schulhund: Kromfohrländer oder welche Rasse?

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smoona

08.09.2017
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Hallo liebe Tierfreunde

Ich bin Grundschullehrerin (6-9-jährige Kinder) und auf der Suche nach einem Schulhund. Ich habe schon eine Weile Rassenbeschreibungen durchgeschaut und die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Kromfohrländer würde mir eigentlich gut gefallen: mittelgross, geringer Jagdtrieb, gut erziehbar, freundlich. Allerdings habe ich gelesen, dass er sehr fixiert auf nur eine Begleitperson ist. Grundsätzlich ist das ok, da ich seine Hauptperson wäre. Allerdings frage ich mich, ob der Hund gut auf neue SchülerInnen zugehen kann? Ich habe gelesen, dass er ab dem 2. Lebensjahr anfängt zu "fremdeln" und
skeptischer wird. Als Schulhund wäre der Hund nie alleine mit den Kindern - ich wäre immer dabei. Aber der Hund müsste verschiedene Aufgaben übernehmen und sich z.B. auch zu den Kindern hinlegen wollen (während ich vielleicht in einer anderen Ecke des Zimmers beschäftigt bin). Wenn er nur an mir klebt, macht das wenig Sinn. Ich habe die Rasse noch nicht live erlebt, werde aber vermutlich an einem Kromfi-Spaziergang Ende September teilnehmen. Da erfahre ich bestimmt mehr. Auch würde sich mein Freund auch um den Hund kümmern wollen...

Nun meine Frage:
- Kennt Ihr Kromfohrländer und könnt meine Fragen beantworten?
- Kennt Ihr Alternativen? Golden Retriever und Labradore finde ich tolle Hunde, sie sind mir aber ein bisschen zu gross. Ich wohne in einer Wohnung am Stadtrand (10 Gehminuten entfernt von Feld & Wald). Der Hund müsste auch mit Katzen können (wobei ich denke, dass man die meisten Welpen daran gewöhnen kann). Also der Hund müsste Folgendes mit sich bringen: mittelgross (Weibchen ca. 38-48cm), freundlich, kinderlieb, gut erziehbar, wenig Jagdtrieb, hundesporttauglich, gesund/keine rassetypischen Krankheiten, hübsch anzusehen wäre auch nett. Optisch gefällt mir der Australian Sheperd MEGA! Aber Hirtehunde wären mir zu viel Arbeit (da reicht ja Hundesport/Agility und Schularbeit nicht aus. Ich kenne z.B. Border Collies die täglich stundenlang Schafe treiben und anspruchsvolle Aufgaben brauchen. Das ist nichts für mich. Es muss schon ein Hund sein, der in der Schule auch mal in seiner Ecke zur Ruhe kommen kann und still liegen mag. Natürlich gibt es dort auch anspruchsvollere Aufgaben, aber nicht unbedingt ausdauersportlich sondern eher mit Ruhe und Gelassenheit).

So, hoffe, habe nicht viel zu viel geschrieben. SORRY! :)

Freue mich über Antworten.

Liebe Grüsse
smoona
 
08.09.2017
#1
A

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Guest

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S

smoona

08.09.2017
22
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Anmerkung: Vielleicht Tibet Terrier?
Oder ein Pudel? Wobei mir der Pudel auf den ersten Blick nicht so gefällt... da kommen mir immer die schrecklich föhnfrisierten und pompomartig geschnittenen Hunde in den Sinn. Sowas mag ich gar nicht. Ein Hund muss schon auch dreckig werden dürfen. Ich kannte mal einen Pudel, der war schrecklich empfindlich und wehleidig und wurde wie ein Baby behandelt. Daher bin ich gegenüber Pudeln skeptisch. Aber ich tue ihnen vermutlich Unrecht.
 
Bec
19.02.2011
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Ich bin mit einem Kromfohrländer aufgewachsen und unser Exemplar mochte keine Kinder :D uns zuhause schon, aber er mochte keinen großen Trubel, keine Menschenmengen, zu laut war auch nicht gut...er wäre definitiv nicht dafür geeignet, wie es bei anderen Hunden der Rasse ist, weiß ich nicht. Allerdings denke ich gerade wegen der Prägung ist es schon schwierig ihn als Schulhund dabei zu haben.
Meine Mutter hat nach dem Tod des Kromis einen Mix aus dem Ausland geholt und die ist so kinderlieb, dass sie jetzt als Schulhund mit darf :)

Welche Rasse mir noch einfallen würde wäre der Cavalier King Charles Spaniels. Das sind zwar Jagdhunde gewesen bzw zur Jagd gezüchtet, aber sind totale Familienhunde und lieben es zu kuscheln und genießen Streicheleinheiten sehr. Die sind aber nicht sehr groß, aber als Stadthund auf jeden Fall "haltbar".
 
seven

seven

24.12.2006
15.128
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Soweit ich weiß, muss man als Halter von Schulhunden eine spezielle Ausbildung absolviert haben - ebenso wie die Hunde, bevor sie als Schulhunde zugelassen werden dürfen.
Eine unserer Sonderpädagoginnen (auch Grundschule) hat eben diese Ausbildung und auch einen ausgebildeten Schulhund (Elo), dazu hat sie noch zwei Welpen (1 und 2 Jahre alt), die sie auch immer mitbringt, auch wenn die diese Ausbildung noch nicht absolviert haben - streng genommen dürfte sie das eigentlich gar nicht, aber so rigoros meine Schulleitung in vielen Dingen auch ist, das scheint sie offenbar geflissentlich zu übersehen... ich möchte nicht wissen, wer da für irgendwelche Folgen aufkommt, falls mal was passieren sollte... (wobei die beiden Welpen, ebenfalls Elos, wirklich superlieb und gut erzogen sind, aber trotzdem...)

LG seven
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Danke für Deine Antwort! Oje, ja, das klingt nicht gerade gut mit Eurem damaligen Kromfi. Grundsätzlich habe ich schon gelesen, dass sie kinderlieb sind, aber es kommt schon auf die Prägung an.

Oh, ich finde ja die Cavalier King Charles Spaniels SEHR liebenswert. Aber die sind mit den Kulleraugen, kurzer Schnauze, langen Ohren teilweise schon extrem gezüchtet und gehört für mich eher auf die "Nein"-Liste. Aber süss und lieb sind sie auf jeden Fall. Für meinen Geschmack ein wenig zu klein.

Was hältst Du vom Pudel? Habe in der Zwischenzeit viel gelesen.... Sie sind wohl sehr gute Begleit-/Therapiehunde. Und optisch muss ich sagen, sehen die eigentlich ganz nett aus wenn ungeschoren und z.B. in dunkel-apricot. So silber, weiss und so.... GAR NICHT mein Geschmack. Möchte ja Hunde nicht auf das Äussere reduzieren, aber ein bisschen hübsch muss man seinen Begleiter ja schon finden. ;)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
16
Hey,

ich desillusioniere mal ein bisschen...^^

"Mal in der Ecke liegen" ist leider, so schön man sich das auch erstmal vorstellt, nicht ansatzweise genug.
Schulhunde sind leider Gottes, ja, das klingt gemein, in den letzten Jahren sehr bekannt geworden mit der unschönen Begleiterscheinung, dass diese Hunde häufig den ganzen Schulalltag mit durchstehen müssen.

Besuchs- und Therapiebegleithunde werden mit gutem Grund extrem selten länger als 1 Stunde (!) am Stück eingesetzt.
Und das auch nicht häufiger als 2-3 Tage in der Woche.

Ganz konkret:

Der Hund ist den ganzen Tag mit dabei in der Klasse (selbst 3-4 Stunden sind viel zu viel übrigens).
Das heißt es ist laut, einzelne Kinder sind immer mal unruhig, die Bezugsperson hat realistisch gesehen niemals 50% seiner Aufmerksamkeit beim Hund, sondern ist viel häufiger abgelenkt als gut wäre, Rückzugsmöglichkeiten sind selten räumlich machbar (sprich z.B. ein Nebenraum in den der Hund sich immer von sich aus zurückziehen könnte), gleichzeitig muss der Hund auch noch funktionieren sprich mal hier Platz, mal da Sitz, mal da Männchen.

Das ist für ein Tier, das im Optimalfall zwischen 17-20 Stunden am Tag Ruhe (!) braucht einfach extrem viel.

Die "klassischen" Schulhunde, die ich bisher kennen gelernt habe waren bisher alle vollkommen resigniert bis hin zur Depression, chronisch krank (Beginn der Symptome nach einer Weile im Job) oder aber vollkommen überdreht.
Hier übrigens auch gern mal das Stichwort "Erlernte Hilflosigkeit" googlen.

Will heißen Schulhunde sollten maximal als gelegentliches unterrichtsunterstützendes Element genutzt werden, wenn zwingend eine zweite Fachkraft mit im Unterricht ist.

Alles andere wäre sehr kreativ insbesondere im Umgang mit Versicherungsfragen.
Die Schulen dürfen zwar unabhängig vom Land/Bund entscheiden, ob Hunde eingesetzt werden, die Lehrkraft haftet aber komplett allein für absolut alles.
Und sei es auch nur ein Kratzer am Kind, wenn der Hund mal hochspringt.

Nächste Frage- Eltern.
WOLLEN alle Eltern, dass da ein Hund dabei ist?
Gibt es Allergien?
Wohin mit dem Hund, wenn ein Kind allergisch reagiert?

Kann ich persönlich fachlich zu 100% sagen, dass ich mich so gut mit Hunden auskenne, dass ich am Zwinkern meines Hundes erkennen könnte, dass ihm etwas zu viel wird?
(Ja, das meine ich wörtlich)

Grundsätzlich halte ich übrigens Schulhunde für durchaus sinnvoll, aber nur, wenn der sich der bereits gut erzogene und gut herangeführte Familienhund zusätzlich dazu eignet.

Einen Hund nur mit der Perspektive auf "Der wird mal Schulhund und kann immer mit" anzuschaffen ist absolut fatal.
Ein Großteil der Hunde eignet sich nämlich nicht zu solchen Einsätzen. Was sie nicht zu weniger tollen Familienhunden macht, aber man sollte realistisch sein.
Genau so wie nicht jeder Mensch der perfekte Lehrer ist, ist jeder Hund nur nach genug Erziehung o.ä. der perfekte Schul/Besuchs/Therapiebegleithund.

Im Übrigen habe ich mit meinem Hund exakt diesen Fehler (zu früh zu viel belastet usw.) gemacht- und bereue das jetzt selbst 5 Jahre später immer noch mehr als viele andere dumme Dinge, die ich so getan habe.
Er ist zwar im Einsatz 100%ig, im Alltag aber extrem anstrengend und teilweise fast schon neurotisch.

Worauf ich also hinaus will:

Du solltest dir genau überlegen was für einen Hund DU willst, was in dein PRIVATleben passt und dann erst sollte man schauen inwiefern man den Hund später gezielt und punktuell einsetzen kann.

Wie gesagt- ich will dir das nicht madig machen, unter bestimmten Voraussetzungen ist das Ganze super, aber solche Einsätze sollten eben immer auch im Sinne des Tieres sein.

Wir haben übrigens hier auch eine Userin, die aktiv in einem Besuchshundeverein ist mit allem Zip und Zap, die werde ich auch mal auf den Thread ansetzen:p
 
S

smoona

08.09.2017
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Danke für die Antwort. Werden mir den Elo mal genauer anschauen - den hatte ich noch nicht so auf dem Schirm. Ja, natürlich werde ich eine Spezial-Ausbildung absolvieren mit dem Hund. :)
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Danke für Deine ausführliche Antwort, Midoriyuki. Nichts für Ungut, aber ich habe nicht nach Meinungen zum Bereich Schulhund gefragt sondern lediglich nach Rassen, die ich mir diesbezüglich genauer ansehen könnte. Natürlich müsste der Hund auch privat zu mir passen.

Ganz liebe Grüsse und ich weiss Deine Antwort dennoch zu schätzen. :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
16
Oben erwähnter Neurotiker ist übrigens ein Elo;)

Davon ab: Nein, die MÜSSEN keine Ausbildung haben, weder du noch der Hund.
Absoluter Trugschluss.

Auf gut Deutsch darf jeder Hans und Franz seinen Bello mit in die Schule schleppen, solange der Direktor sagt, dass das ok ist.
Der Direkter muss auch keine Ahnung davon haben.

Die Ausbildungen sind auch dummerweise häufig das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.
Die darf nämlich auch jeder anbieten- bei reiner Theorie-Ausbildung muss nicht mal ein Hundetrainer nach §11 dabei sein.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
16
Hab deine Antwort grad erst gesehen drum noch kurz ergänzend:

Im Prinzip kann man fast jede Rasse einsetzen, wenn man weiß wie.
Einer der tollsten Hunde, die ich in dem Bereich kenne ist ein Bullmastiff.

Die hat man nun wirklich nicht auf dem Schirm;)

Es kommt ganz extrem auf den einzelnen Hund und Halter an.
 
seven

seven

24.12.2006
15.128
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Mido, ich beschreibe mal kurz, wie das bei uns läuft ;)

Meine Kollegin (wie gesagt, Sonderpädagogin an unserer Grundschule) hat 3 Elos - die älteste (ich weiß gar nicht genau, wie alt sie ist -4-5 Jahre?) ist ausgebildeter Schulhund, die beiden Kleinen (knapp 1 und 2 Jahre alt) kommen ebenfalls regelmäßig mit, sind aber noch nicht ausgebildet.
Die Hunde fühlen sich in der Schule wirklich wie zu Hause (das merkt man ihnen an, die tappsen einem hinterher, kennen jeden Winkel, legen sich auf Kommando hin...
Sie haben einen Extra-Ruhe-Raum, wo normalerweise mit Kleingruppen von 2-5 Kindern gearbeitet wird, falls er nicht gerade leersteht, und ansonsten liegen sie auch oft bei unserer Sekretärin im Büro (die hat selbst 2 Windhunde und liebt Hunde über alles - leider verlässt sie uns in wenigen Wochen, mal sehen, was dann mit den Hunden wird). Die Kollegin geht regelmäßig jede Pause mit den Hunden ´ne Runde, und während des Unterrichts nimmt sie halt meist so 2-3 Kinder mit, die dann was mit ihr und den Hunden machen. Da ist dann aber auch meist nur ein Hund im "Einsatz", die anderen haben weiterhin ihre Ruhe.

Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht so wirklich schlüssig, was ich von dem Ganzen halten soll - 3 Elos sind ja schon echt ´ne Hausnummer, das sind ja schon echt große Hunde (und einer davon ist so´n Zottel ;) Da weiß man manchmal nicht, wo vorn oder hinten ist ;) Die anderen beiden (die jüngeren) sind Glatthaar und im Moment natürlich auch noch ein Stückchen kleiner ;) ) Wie gesagt, gut erzogen sind sie wirklich, da kann man nix sagen.
Aber wir haben auch z. B. ´ne Kollegin mit Hundeallergie, und wenn dann bei Konferenzen da 3 Elos im Lehrerzimmer liegen, fängt die Kollegin durchaus mal an zu röcheln... (Und nasse Langhaarhunde - sorry, bei aller Liebe - stinken nach nassem Hund... das steigt dann auch mir manchmal in die Nase, und ich bin ja Katzenpipigestank gewöhnt ;) )
Und bevor ich jetzt noch mehr abschweife, höre ich auf ;)

LG seven

edit: Mido, das mit der Ausbildung hab´ ich anders gehört... Ich hab´ aber auch schon von einem Fall gehört, da musste eine Kollegin die Schule wechseln, weil sie eine Hundeallergie hatte und da eben plötzlich ein Schulhund im Einsatz war....
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
16
Off-Topic
Ich glaube wir hatten das Thema schon mal in einem anderen Thread :mrgreen:
Generell finde ich das ja wie gesagt auch gut, nur müssen halt die Rahmenbedingungen stimmen.

Mir z.B. wären 3 Hunde, die ich gleichzeitig im Blick behalten muss (!) auch bei nur zwei Kindern zu viel.
Bzw. ich würde mir das nicht verzeihen können, wenn das was passieren würde, weil ich mich im falschen Moment umgedreht hätte.

Zur Ausbildung- es gibt eben keine verpflichtenden Regelungen.
Direktoren können Ausbildungen voraussetzen, aber das sind rein schulinterne Regelungen.

Ich zitiere mal einen netten Menschen vom Schulministerium NRW:

"Danach ist einSchulhund kein Lernmittel im Sinne des § 30 SchulG und bedarf keiner Zulassung. Der Einsatz erfolgt vielmehr im Rahmen der schulischen Eigenverantwortung (§ 3 SchulG) nach Entscheidung durch die Schulleitung; ggf. unter Beteiligung schulischer Mitwirkungsgremien. "

Das Zitat stammt aus einer Mail an mich, bei Bedarf kann ich die noch als Quelle nachreichen war mir jetzt nur nicht sicher, ob ich die vollständig zitieren darf so wegen Klarnamen und so :)
 
S

smoona

08.09.2017
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Off-Topic
Ja, mir ist klar, dass das nicht Pflicht ist, Midoriyuki. Da ich aber Dinge grundsätzlich mit Planung und Bedacht angehe, würde ich keinen unausgebildeten Hund in die Schule mitnehmen. Bin übrigens aus der Schweiz und habe von einigen Ausbildungen gelesen, die gar nicht hansig und fransig klangen. :)

Muss trotzdem noch kurz was zu deinem vorigen Text sagen: Meine Klasse ist unglaublich lieb und ruhig (geworden), da ich sehr diszipliniert, ruhig und liebevoll unterrichte. Personen, die bei uns ins Zimmer kommen, sind immer "schockiert", wie ruhig es bei uns ist. Trotz Kindern mit massiven Verhaltensauffälligkeiten, "diagnostizierten Störungen", schwierigem familiären Hintergrund und 17 verschiedenen Sprachen/Kulturen im Klassenzimmer. Der Hund hätte auf jeden Fall seine Ruhe. Aber es müsste halt auch ein gelassener Hund sein. Ein Hund, der einen starken Bewacherinstinkt hat, hat sicher Schwierigkeiten zur Ruhe zu kommen. Aber es gibt ja eben auch - rassenspeziisch - Hunde, die von Geduld und Gelassenheit geprägt sind.

Ja, Bullmastiff hätte ich definitiv nicht auf dem Schirm ! :))) Aber Du hast recht, es steht und fällt mit der Erziehung (und der Frühprägung aus der Zucht würde ich sagen). Mein verstorbener Jack Russell Terrier wäre auch sehr geeignet gewesen trotz temperamentvollem Rassetyp. Er war halt gut erzogen. Ich kenne einen anderen Jack Russell, der ein unglaublicher kläffer ist und einfach schlecht erzogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
16
Off-Topic
Ich belasse es mal im OT:

Es gibt ja auch durchaus einige wenige gute Ausbildungen.
Aber in diesem Bereich wird durchaus viel Unfug getrieben.

Auch eine ruhige Klasse ist wirklich viel für einen Hund.
Das sollte man einfach nicht unterschätzen- Gruppen ab 10 Personen sind idR bei guten (!) Einsatzteams schon absolut nicht mehr üblich. Eher wesentlich weniger.

Gute Erziehung ist auch durchaus Auslegungssache...gute Erziehung in dem Kontext heißt ja z.B. auch, dass der Hund von allein den Raum verlassen kann, wenn ein Kind ihn nervt/bedrängt.
Selbstständigkeit ist da eben auch zwingend notwendig.

Hunde mit absolutem Kadavergehorsam können da sehr kontraproduktiv sein.
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Off-Topic
Ich find Euch herrlich und lass mich auch gerade zum Abschweifen animieren, Seven und Midoriyuki. :) Also 3 Hunde wären mir auch zu viel... aber wenns klappt. Es klingt ja auch so, als ob die Hunde wirklich viele Pausen haben und jeweils nur einer "Einsatz" hat. Ein extra Zimmer haben wir wohl kaum (wir haben Platzmangel), aber dem Hund würden wir schon einen Rückzugsort im Zimmer bauen. Solche Sachen gehe ich ganz kreativ an...

Ehrlich gesagt bin ich ja froh, dass die einzelnen Schulen noch ein wenig Entscheidungsfreiheiten haben. So viel wird vorgegeben... da ist es doch schön, wenn die Schulleiter auch noch entscheiden dürfen und jedes Schulhaus eine eigene Kultur und IDentität entwickeln darf.
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Off-Topic
Ja, da hast Du sicher recht. Ich meine auch nicht, dass der Hund alles über sich ergehen lässt, bis ihm der Kragen platzt. Und Kinder müssten die Regeln klar befolgen. Aber wenn es um Tiere geht, sind die Kinder da einfach viel viel mehr bereit sich an die Regen zu halten. Das habe ich schon beim Besuch bei den Schafen und im Hühnerstall erlebt.
 
Arolec

Arolec

04.05.2010
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Optisch gefällt mir der Australian Sheperd MEGA! Aber Hirtehunde wären mir zu viel Arbeit (da reicht ja Hundesport/Agility und Schularbeit nicht aus.
Ich würde den Aussie so schnell gar nicht ausschließen.
Aussies sind nicht solche Spezialisten wie Border Collies bzw. gibt es gar nicht DEN Aussie, meiner Meinung nach. Sie sind sowas von unterschiedlich.

Ich habe 2 Aussies.
Mein Rüde ist - denke ich - so ziemlich das was du dir wünschst. Er liebt jeden Menschen, geht auf jeden freundlich zu aber ist nicht übergriffig. Er ist total entspannt, legt sich in irgendeine Ecke, wenn er nicht dran ist oder ich ihm das sage, ist aber voll dabei, wenn ich es von ihm verlange. Er ist ein totales Muttersöhnchen aber geht auch mit anderen mit, wenn ich ihm sage, dass das in Ordnung ist/er die Person kennt. Der braucht auch nicht jeden Tag wer weiß wie viel Beschäftigung. Heute waren wir 45min spazieren und er liegt hier und schläft tief und fest.

Meine Hündin (die Tochter des Rüden) ist deutlich reservierter, geht nicht auf Fremde zu, sondern ignoriert sie. Sie ist deutlich mutiger, macht gerne ihr eigenes Ding. Sie hört und arbeitet mit aber nur zu ihren Bedingungen.

Die Mutter meiner Hündin und eine Schwester von ihr sind auch Schulhunde. Ein Bruder lebt bei einer Tagesmutter die täglich fünf 1-3jährige Zuhause rumrennen hat.
Ich denke, ganz ganz viel kommt auch auf die Zucht an, der Züchter wird dir sagen können, welcher Welpe aus seinem Wurf vielleicht am ehesten geeignet wäre. Es sollte vielleicht nicht unbedingt eine Leistungszucht sein, denke besser wäre da eine Showzucht.

LG
 
Julia_93

Julia_93

22.04.2015
270
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Hallo,
nur ganz kurz geschrieben:
Mir würden noch der Sheltie und der Corgi als Rasse einfallen.
Kannst du dir vielleicht auch mal anschauen^^
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Danke, Arolec. Das klingt sehr interessant. Die Aussies sind optisch einfach traumhaft! Wie lastest Du Deine Hunde denn sonts noch aus? Machst Du nebst den Spaziergängen noch Sport mit ihnen?

Liebe Grüsse
Smoona
 
S

smoona

08.09.2017
22
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Danke, Julia_93! Der Corgi ist mir zu klein. Aber den Sheltie schau ich mir gleich mal etwas genauer an! :)
 

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