Wasservögel - Füttern verboten !

Diskutiere Wasservögel - Füttern verboten ! im Wildvogel Forum Forum im Bereich Vogel Forum; Hallo, an den öffentlichen Gewässern findet man immer häufiger Verbotsschilder, die das Füttern der Wasservögeln unter Strafe stellen, dieses hat...
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A-Fritz

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Hallo,
an den öffentlichen Gewässern findet man immer häufiger Verbotsschilder, die das Füttern der Wasservögeln unter Strafe stellen,
dieses hat öfter zur Folge, an den bekannten Futterstellen, da wo es früher noch von Enten, Schwänen, Gänsen, oder Teichhühner wimmelte,
sind Wasservögel zur Seltenheit
geworden, auch sind die wenigen Vögel jetzt scheu und führen ein verstecktes Dasein.

Es hat sich die Meinung durchgesetzt, das Füttern schädlich sei.

Als Argument wird eine Verbesserung der Gewässer angegeben,
welche durch Entenkot und Brotreste verunreinigt werden kann.

Aber war es nicht immer auch ein schönes Erlebnis, wenn man mit kleinen Kindern zum Entenfüttern ging ?

Ebenso ist es mit den Tauben, weil sie Plätze und Dächer beschmutzen können.
Doch beleben solche Vögel nicht auch den urbanen Raum
und sind manche berühmten Plätze dieser Welt nicht gerade mit den Tauben bekannt geworden ?

Die früher überall häufigen Spatzen, sind heute schon eine Seltenheit geworden.
Ich würde es traurig finden, wenn auch Wasservögel und Tauben verschwinden,
oder bald nur noch seltene Besucher unserer Städte währen. :(

Fritz.
 
05.10.2017
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heidi zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Mariama

Mariama

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Hallo,

das Fütterungsverbot an öffentlichen Gewässern ist durchaus sinnvoll, da diese aufgrund von Brotresten und anderem nicht artgerechten Futter umkippen. Wasservögel finden bei nicht geschlossener Eisdecke ihr Futter am Grund der Gewässer und brauchen keine Zufütterung.

Bei geschlossener Eisdecke begeben sie sich an fließende Gewässer und finden dort immer noch ausreichend Futter.

Kindern kann man mit dem entsprechenden Wissen die Lage durchaus erklären. Sie können sich allein durch das Betrachten der Wasservögel erfreuen.

In Bezug auf die Stadttauben sind Fütterungsverbote sinnvoll, wenn es wie bereits in vielen Städten installiert, betreute Taubenschläge gibt, in denen die Tauben gefüttert und die Eier ausgetauscht werden. Als verwilderte Haustiere sind sie auf die Hilfe des Menschen angewiesen und suchen deshalb seine Nähe.

Unkontrollierte Fütterung außerhalb betreuter Taubenschläge lindert die Not zwar geringfügig, löst das generelle Problem aber leider nicht.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Was genau willst du damit jetzt sagen?

Das Füttern ist ein Problem, vor allem wenn Brot usw. gefüttert wird. Brot ist ungesund für die Tiere.
Durch das falsche Futter verändert sich auch die "Konsistenz" und der PH-Wert vom Kot und so entstehen die Schäden.

Und ja, Brot verschmutzt auch das Wasser. Sobald es sich vollgesaugt hat, sinkt es auf den Boden und ist irgendwann Schlamm.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Aber denkt denn niemand an die Kinder!

Hachja, Abend gerettet.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Gar nicht.
Du hast ein gestörtes Verhältnis zur Natur.
 
Roli2190

Roli2190

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Ich habe mich vor nicht allzu langer Zeit wieder intensiver mit dem Thema Wildvogelfütterung beschäftigt. In diesen Quellen wurde unter anderem die Wasservogelfütterung angesprochen.
Dort las ich, das es wirklich schädlich für das Gewässer sein kann, Brot ins Wasser zu werfen, und nebenbei hat es dadurch wenig nutzen für die Tiere, da es relativ schnell absinkt.
Laut dieser Quelle kann man in geringen Mengen Brot füttern (besser "Körnerbrot" als Weißbrot), allerdings nicht im Ganzen ins Wasser geworfen, sondern am Ufer und in kleinen Stücken und auch nur so viel, wie gleich gefressen wird.
Es stand allerdings auch dabei, das man das Brot genauso gut weglassen kann und stattdessen besser auf andere Futtermittel zurückgreifen sollte (zB Getreide, weichgekochte Kartoffeln, ...).

Und auch immer nur so viel am Ufer anbieten, wie auch gleich gefressen wird, erstens damit es nicht gefriert und zweitens damit das Ufer nicht verschmutzt wird.
Auch dass das Füttern mittlerweile öfters verboten ist und man sich dann daran halten soll, stand dabei.
Es wurde auch erwähnt, das man den Wasservögeln oft hilft, indem man das Gewässer etwas von Eis befreit, und das Füttern auch nur wenn überhaupt in harten Wintern nötig ist.
Ich kann nicht sagen ob diese Angaben alle so richtig sind, ich habe es zwar aus einer mir seriös vorkommenden Quelle, aber möchte natürlich auch nicht das es jemand als Anleitung sieht sollte etwas nicht stimmen.
 
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Schweinemama

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Ich finde dieses herumhopsen zwischen - Man muss aber Wildtiere füttern, man darf aber Wildtiere nicht füttern weil... ein wenig konfus.

VOr ein paar jahren gab es hier einen Winter, der extrem kalt, extrem viel Schnee und vor allem Wochenlang Schneestürme... Im Radio wurde mitgeteilt, dass man doch bitte die Vögel füttern soll, da sie sonst bei diesem Wetter sterben, erfrieren oder gar tod vom Himmel fallen, selbst die Donau war zugefroren..

Nun geht man bei uns zur DOnau - setzt sich an ihr Ufer und beobachtet... binnen ein paar Minuten kommen sie an - die Enten die ihre Kreise schwimmen, bis dann ein Epochales Tier- seines Zeichens ein Schwan auftaucht, mitunter mit Gefolge (dass heisst 3-5 Jungtiere). Schon mal versucht, einem Schwan, der jahrelang darauf trainiert wurde "bettelnderweise" etwas abzubekommen - dieses nun zu verbieten..Die können ziemlich böse werden, sollte man direkt neben ihnen sein Brötchen auspacken wollen. Wie machen wir es denn, nur den Großvogel füttern und darauf hoffen dass Konrad Lorenz ein Stümper war und diese Tiere keine Intelligenz besitzen und antrainierte Verhaltensweisen von Elternvögeln abschauen können?

Das selbe gilt für Tauben (die man nicht mag) und Eichkätzchen die hier in Schönbrunn herumlaufen, nahezu handzahm und von Touristen und Einheimischen das eine oder andere Nüsschen zugesteckt bekommen. Dass diese möglicherweise 2000 Tiere in einem Park ohne menschliche Hilfe überleben könnten denke ich nicht. Denn so viele Nussbäume gibts nun auch wieder nicht. Aber sterben lassen, verhungern lassen - möchte man sie auch nicht (wie siehts aus, wenn im Schlosspark von Schönbrunn die Eichkätzchen von Baum fallen, weil sie verhungert sind). Einerseits wäre es natürlich, andererseits will man das der öffentlichkeit nicht antun.

p.s: Die Geschichte erinnert an den Bodensee, der heute dank Umweltauflagen ein Wasser in Trinkwasserqualität entwickelt hat. Die EU hats möglich gemacht. Die Fische die im Bodensee lebten sind zwar schon fast vollständig verschwunden (denn die können in dieser Umwelt nicht mehr überleben), aber man könnte Fischfarmen im Bodensee ansiedeln und dort - dem Tierschutz zuliebe wieder Phosphate zuführen... damit sie nicht verhungern, die armen Tiere.
 
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Cerridwen

Cerridwen

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Warum man Enten nicht mehr füttern sollte, hat ein Flyer des Landratsamts Dachau gut zusammengefasst:
https://www.landratsamt-dachau.de/Dox.aspx?docid=199e7d93-55bb-40ad-b806-ee71be0506c5

In meinem ehem. Landkreis sind vor einigen Jahren fast sämtliche Wasservögel qualvoll verendet, weil zu viel Brot gefüttert wurde. Seitdem ist es streng verboten.
http://www.altenburgerland.de/sixcms/detail.php?id=91089&_lang=de


In einem tierschutzorientierten Forum sollte man sich das vermeidbare Tierleid vor Augen halten, anstatt zu argumentieren, wieviel Spaß Entenfüttern den Kindern macht.
 
S

Schweinemama

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Das Entenfüttern macht leider nicht nur SPass - sondern ist mitunter überlebensnotwendig für die Tiere. Leider auch eine Qualvolle Sache, da die Enten sich wild vermehren und in diversen Parks es zu massenvergewaltigungen von Enten kommt, da sie ständig und andauernd auf Frühjahr gepolt sind.

Dann kommen die moralischen Aspekte auch noch dazu. Darf man einschreiten, muss man einschreiten. Wenn dann die Artenvielfalt plötzlich wegfällt - möchte man das auch nicht (die Mandarinenten, Brandente, Eisente und die unzähligen "Exoten" die auftauchen würden).
 
Micarusa

Micarusa

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Das Entenfüttern macht leider nicht nur SPass - sondern ist mitunter überlebensnotwendig für die Tiere


Das ist völliger Quatsch! Entenvögel sind Zugvögel, selbst die Stockente ist noch einer. Würden nicht mehr gefüttert werden, würden sie im Winter weiter ziehen, an offene Gewässer um sich dort ihre Nahrung zu suchen. Es gibt momentan einen Aktuellen fall von Botulimus in NRW. Die Vögel sterben Qualvoll an ihren Lähmungs erscheinungen, entweder verhungern sie oder ertrinken und das nur wegen der Fütterei.

Es ist ein großer Unterschied zwischen Wasservögeln, die man nicht füttern sollte und Singvögel die mittlerweile durch Menschengemachte futterknappheit, gefüttert werden sollten!
Die Menge an Wasservögeln die es mittlerweile an Gewässern gibt sind viel zu viel. Auch die natürlichen Verhaltensweisen von den Tieren ist gestört. Enten sind grob genommen am späten Nachmittag am Aktivsten, in Stadtparks hingegen prügeln die sich um vergammelte Brotreste, wo sie eigentlich schlafen oder sich ihr Gefieder pflegen sollten.

Was hat denn die arme Natur nur gemacht, bevor der Mensch so dermaßen eingegriffen hat? Da hat keiner im Winter geholfen.
Es sind auch nicht nur die Aspekte das dass Wasser umkippt, sondern auch das viele Vögel durch falsche fütterung Gefiederschäden bekommen und dann wenns drauf ankommt sich nicht mal richtig auf ihre Flügel verlassen können.

Die Eisente zudem ist kein Exot sondern ein natürlicher Gast der nicht hier eingebürgert wurde sondern bei uns Überwintert. Brandgans, Mandarinente, Brautente und Nilgans ,um einen kleinen Teil zu nennen, sind die die hier eigendlich nicht in die (Deutsche) Natur gehören.

Es gehört zu der Natur das Wasservögel im Winter versterben, dafür gibt es ja auch so viel Nachwuchs, damit der Artbestand nicht abnimmt. Im übrigen beginnt die Balz bei Enten schon im Herbst, also ist das vollkommen normal das sich die Erpel so verhalten. Ich finde es sehr schade das die Natur aus den Augen verloren gegangen ist und so falsch interpretiert wird. Viele Kinder wissen schon garnicht mehr wie Spatzen aussehen oder das der häufigste Brutvogel (Singvogel) der Buchfink ist. Wenn Schwäne sich paaren sieht das Brutal aus und einige Menschen kommen auf die dämliche Idee, die Tiere trennen zu wollen. Schwäne töten Gänseküken nur weil viel zu viele Tiere auf zu wenig Wasser vorhanden sind.
Greifvögel werden vertrieben wenn sie einen Vogel, Maus oder ähnliches fangen oder gefangen haben und die böse Elster sollte am besten ausgerottet werden nur weil sie genauso ein anrecht auf leben hat wie die "arme" Amsel (die selbst nicht unschuldig ist. Wer den Zusammenhang nicht versteht, ich erläutere ihn gerne :) )

Kurze Zusammenfassung: Brot füttern ist für alle Tiere schlecht. Wasservögel füttern ist schlecht für die Tiere und Singvögel füttern sollte man durchaus tun!

So jetzt hab ich mich "ausgekotzt" :mrgreen::lol: (ich könnte aber noch mehr:lol:)
 
S

Schweinemama

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Ich befürchte das Einschreiten in die Natur ist grundsätzlich schlecht.

Hier bei uns haben sich Silberreiher und Fischreiher wieder angesiedelt. (zuerst waren es Biber - die die Obstbaumplantagen diverser Nachbarn komplett zerstört haben), nun ist der Fischreiher dran. Angesiedelt im Erholungsgebiet, die Hunde haben ihren Spass dran diese Riesen Wasservögel von A nach B zu jagen, mitunter wird der eine oder andere verletzt auch zum Tierarzt gebracht weil so ein lustiger Hund sie auch erwischt hat (die starten ja nicht so schnell), mitunter könnten sie gar nicht flüchten - nicht mal wenn sie wollten . Aber die grünen Politiker sind sehr stolz (das Thema Biber haben sie kleinlaut unter den TIsch fallen lassen, nachdem Baumängel an diversen Strassen hier auch kundgetan wurden, den auch dort haben sie sich reingebuddelt, sie wurden zähneknirschend ausgesiedelt in eine Region wo sie auch gejagt werden durften ). Seit einem Jahr wird nach der Erklärung gesucht, warum die Brutpaare der Eisvögel hier komplett verschwunden sind...
 
Micarusa

Micarusa

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Der Biber ist aber kein Problem für die Natur, weil er da hin gehört, nur der Mensch hat Probleme mit ihm. Der Biber schafft neue Lebensräume wo sich viele Tierarten ansiedeln können, aber zu nahe am Menschen ist es nicht machbar. Aber wo soll er denn noch hin? Es ist kein Platz mehr für solche Tiere. Das selbe gilt auch bei dem Wolf. Durch den Wolf verändert sich die Natur, er schafft ebenfalls neue Lebensräume. Eisvögel sind weg weil Menschen ihm die möglichkeit zum Brüten nehmen oder ihn so sehr stören (z.b. durch Motorboot, Schifffahrten auf den Kanälen begradigte Flüsse und fein säuberliche flache Kanten am Flussrand).

Kormorane, Graureiher, Silberreiher, Eulen sind alles die Vögel die durch den Waschbären langsam aber stetig "Ausgerottet" werden. Fischfresser sind stets feinde der Menschen weil diese ja den Fisch der ja verkauft werden soll, weg frisst.
Ich mein wenn ich ein Reiher wäre würde ich nicht nein sagen zu solch ein Fischüberfluss, die wissen doch nicht das die das nicht dürfen. Aber all diese sachen findet der Mensch doof deswegen muss es aus der Welt geschaffen werden.

Klar ist jeder eingriff in die Natur schlecht, aber mittlerweile muss man in gewissen sachen eingreifen um die wenigen die noch da sind zu schützen. Das gilt besonders für die Singvögel. Es werden immer weniger, selbst manch ein Leihe erkennt es schon.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Micarusa, ich finde es ja grundsätzlich immer sehr angenehm Beiträge von dir zu lesen, aber an dieser Stelle möchte ich das nochmal sehr explizit erwähnen, dass ich deine vernünftigen und für wirklich absolut jeden verständlichen Erklärungen wirklich sehr schätze :) Und nun genug geschleimt!

:mrgreen:
 
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A-Fritz

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Hallo,
an dem wie die Natur nach den Vorstellungen einiger Experten und Naturschützer bei uns aussehen soll
und wie sie tatsächlich gerade gestaltet ist,besteht ein großer unterschied.

Ich frage mich aber immer, wer soll und darf eigentlich entscheiden, wie unsere Umwelt aussehen soll ?
Kann dieses nicht auch demokratisch entschieden werden, sollen wir dieses dem Zufall überlassen bleiben,
oder sollen wir einfach abwarten, welche Interessengruppen bei uns die Gestaltungshoheit unserer Umwelt für sich entscheidet
und beobachten wie z. B. Industrie , Landwirtschaft, Jäger, oder Naturschutzverbände versuchen die Politik zu gestalten ?

Bei den Wasservögeln ist es natürlich so wie bei allen Lebewesen, das verfügbare Futter bestimmt, wie viele Tiere leben können.
An dem Weiher, in einem kleinen Park, wo es in den Tagen meiner Kindheit nur so von Enten wimmelte und man jedes Jahr auch
etliche Entenmütter mit Küken sehen konnte, gibt es heute, da das Füttern der Enten verboten ist, nun gar keine Ente mehr.
Auf dem Wasser hat sich eine dicker Teppich mit Wasserlinse ausgebreitet und vom Ufer aus wächst ein immer breiter werdender Bewuchs
mit Schilfpflanzen, so wird es wohl in wenigen Jahren zum Verlanden des Gewässers kommen.

Aber was ist nun das Richtige im Umgang mit der Natur, sollen wir eingreifen und lenken, oder der Evolution und dem Zufall seinen Lauf lassen ?

Fritz.
 
Mariama

Mariama

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Hallo Fritz,

das verfügbare Futter für Wasservögel befindet sich auf dem Grund eines gesunden Gewässers. Gesund ist ein Gewässer aber nicht mehr, nachdem es mit Brotresten von gut meinenden Menschen zugemüllt wurde, die den Vögeln zudem noch direkt schaden. Lies dir doch mal die eingestellten Links durch.

Schilf ist ein idealer Rückzugs- und Nistort für die Wasservögel. Durch den immer wieder erfolgenden massiven Kahlschnitt nehmen wir den Vögeln diese Möglichkeit.

Warum der kleine Weiher deiner Kindheit kein geeignetes Domizil für Wasservögel mehr ist, kann mehrere Ursachen haben. Ich sehe bei uns die Gründe einerseits in der Verschmutzung durch ungeeignetes Futter wie beispielsweise Brot, im Vernichten der Nistmöglichkeiten durch Rückschnitt der Uferbepflanzung, im unkontrollierten Freilauf von Hunden in unserem Park, die nahezu jedes Küken töten und nicht zuletzt bei Psychopathen, die Schwäne und Enten mal eben so aus Spaß töten. Ihnen kommt natürlich die relative Zahmheit durch Anfütterung entgegen.



Bei den Wasservögeln ist es natürlich so wie bei allen Lebewesen, das verfügbare Futter bestimmt, wie viele Tiere leben können.
An dem Weiher, in einem kleinen Park, wo es in den Tagen meiner Kindheit nur so von Enten wimmelte und man jedes Jahr auch
etliche Entenmütter mit Küken sehen konnte, gibt es heute, da das Füttern der Enten verboten ist, nun gar keine Ente mehr.
Auf dem Wasser hat sich eine dicker Teppich mit Wasserlinse ausgebreitet und vom Ufer aus wächst ein immer breiter werdender Bewuchs
mit Schilfpflanzen, so wird es wohl in wenigen Jahren zum Verlanden des Gewässers kommen.
 
Micarusa

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Ich verstehe den Zusammenhang leider nicht und würde mich über eine Erklärung freuen :D
Viele Schimpfen auf die Elstern weil sie Amselnester ausrauben und somit angeblich verursachen das die Amsel bzw auch andere Singvögel aussterben. Das stimmt aber nicht. Forschungsberichte zeigen das die Amsel einen stabilen Bestand haben selbst wenn Elstern in der nähe Brüten. Die Singvögel machen gerade maximal 20% als Nahrung aus, der Rest sind Insekten, Sämerein und Pflanzliche Nahrung. Die Amsel brütet nicht um sonst 3 bis sogar 4 mal im Jahr um ihren Bestand aufrecht zu halten. Das machen viele Tiere so, weil die Sterblichkeit rate oft sehr hoch ist. Mäuse bekommen hintereinander weg Nachwuchs weil es einfach ein Beutetier ist was von vielen Tieren gefressen wird. Dann sterben viele Tiere im Winter und somit muss genung Nachwuchs gezeugt werden, damit der Bestand nicht abnimmt. Das gleiche bei Meisen, die sterblichkeitsrate ist schon beim Brüten bzw aufziehen sehr hoch, deswegen Legen einige Meisen auch gerne mal bis zu 12 Eier.

Was viele auch nicht wissen ist, das die Amsel auch Nester ausraubt, Eier und Jungvögel frisst. ;)
 
Roli2190

Roli2190

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Was ich mich gerade frage, ich habe gelesen Singvögel verlernen es nicht in der Natur Futter zu suchen wenn sie gefüttert werden und bevorzugen trotz Fütterung ihr Futter zu suchen so lange davon genug vorhanden ist. Wasservögel hingegen verlernen es dann selbst auf Nahrungssuche zu gehen? Unterscheiden sie sich in diesem Aspekt so stark von Singvögeln?
Ich weiß natürlich das es ja auch unterschiedliche Tiere mit verschiedenen Lebensweisen sind, aber die einen verlernen es und die anderen nicht?
Gilt das bei Wasservögeln nicht, dass sie durch Eingriffe des Menschen immer weniger Nahrung finden?

Ich möchte mich hiermit nicht für die "klassische" Fütterung von Wasservögeln mit Brot auf dem Wasser aussprechen. Wenn ich sie füttern würde, dann eher nicht mit Brot sondern mit natürlicheren Futtermitteln und auch nichts ins Wasser werfen, sowie wahrscheinlich mit jemandem in Kontakt treten der sich diesbezüglich auskennt, denn wenn möchte ich den Tieren helfen und nicht schaden.
Das nur als Anmerkung, ich habe es auch nicht vor in nächster Zeit, habe mit meinen Singvogel-Futterstellen im Garten auch genug zu tun. ;)
Ob es sinnvoll ist Wildtiere zu füttern, darüber kann man denke ich diskutieren. Ich persönlich finde, wenn die Natur noch komplett intakt wäre dann ist es wahrscheinlich nicht notwendig, aber das ist leider vielerorts nicht mehr der Fall.
Ich genieße es auch, Vögel bei der Fütterung zu beobachten, aber ich würde es nicht in Kauf nehmen den Tieren zu schaden nur weil ich sie dabei gerne beobachte.
 
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Schweinemama

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Der Biber ist aber kein Problem für die Natur, weil er da hin gehört, nur der Mensch hat Probleme mit ihm. Der Biber schafft neue Lebensräume wo sich viele Tierarten ansiedeln können, aber zu nahe am Menschen ist es nicht machbar. Aber wo soll er denn noch hin? Es ist kein Platz mehr für solche Tiere. Das selbe gilt auch bei dem Wolf. Durch den Wolf verändert sich die Natur, er schafft ebenfalls neue Lebensräume.
Nun ja, so ist es ja auch wieder nicht. Hier gibt es diverseste Aufzuchtsprogramme um ausgestorbene Fische wieder in die Donau zu bekommen. Es sind Fische die wie der Lachs in die Mündungsgebiete der Donau schwimmen müssten um abzulaichen. Aber da war doch noch was mit Ökostrom dank Wasserkraft... DIe EU zahlt und fördert beides. Es bleibt abzuwarten welches Projekt gewinnbringender zu vermarkten ist.
 
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Wasservögel - Füttern verboten !

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