Zwerghamster Futterbisse abgewöhnen

Diskutiere Zwerghamster Futterbisse abgewöhnen im Hamster Verhalten Forum im Bereich Hamster Forum; Hallo zusammen, Ich weiß die Frage, wie man Hamstern das Beißen angewöhnen kann, kam hier bestimmt schon an die hundert mal. Aber mein Problem...
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Kalouuuu

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Hallo zusammen,

Ich weiß die Frage, wie man Hamstern das Beißen angewöhnen kann, kam hier bestimmt schon an die hundert mal. Aber mein Problem ist, ich glaube ich habe meinen Hamster "verzogen"... Ich habe, wie schon in anderen Themen erwähnt, einen kleinen Zwerghamster, ich denke er ist ein Dsungare-Campbell Hybrid. Ich weiß, dass er anfangs nicht bissig war, aber ich habe ihn nach seinem Einzug erstmal in Ruhe gelassen und mich dann sehr
langsam mit Leckerlies genähert. Er ist mittlerweile auch super zutraulich (ängstlich war er von Anfang an nicht), nimmt alles was ich ihm hinhalte und kommt immer direkt zur Hand gelaufen. Wenn ich Futter auf meine Hand lege kommt er auch ohne zu zögern drauf und frisst es und lässt sich währenddessen hochheben und sogar streicheln.

Aber sobald er aufhört zu fressen wird gebissen. Wenn die Hand nur reinhalte, ohne Futter, kommt er auch direkt an und beißt rein. Erst nur leicht, aber ganz schnell beißt er sich dann richtig fest und hängt sekundenlang an der Hand oder am Finger. Ich glaube nicht, dass er das in bösartiger Absicht macht, ich habe ihm wahrscheinlich einfach angewöhnt, dass die Hand Futter bedeutet.

Ich denke mittlerweile, ich hätte von Anfang an anders rangehen sollen, aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern. Hat vielleicht jemand anfangs einen ähnlichen "Fehler" gemacht und konnte seinem Hamster diese Futterbisse erfolgreich wieder angewöhnen?

Ich möchte ihn auch zu nichts zwingen und er soll kein Kuschelhamster werden, das passt auch gar nicht zu seiner Persönlichkeit. Nur in Situationen, wenn ich ihn mal genauer untersuchen möchte, oder ihn beim Auslauf von irgendwelchen Stellen wegholen möchte, wäre es natürlich praktisch ihn zumindest kurz anfassen zu können.

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen, ich würde mich sehr freuen! :)

Liebe Grüße!
 
03.11.2017
#1
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Hast du schon mal im Ratgeber von Christine geschaut? Sie hat dort vieles über das Verhalten, aber auch Anschaffung, Pflege, Ernährung und Gesundheit von Hamstern geschrieben. Vielleicht hilft dir das ja weiter?!
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A-Fritz

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Hallo,
solange du ihm die Hand nur vor die Nase hältst, knabbert er neugierig daran herum,
auch wenn er schläft und Du ihn berührst, kann er sich erschrecken und zubeißen.
Hamster die nicht an Hände und deren Berührungen gewöhnt sind,
können leicht auch mal hinein beißen.

Ich glaube aber, wenn Du den Hamster regelmäßig in die Hand nehmen würdest und mit ihm herumspielst,
wird er sich daran gewöhnen und nicht hinein beißen.
Wenn Dein Hamster so auch zu einem Kuscheltier werden könnte, wird ihm dieses aber nicht schaden,
doch nur Gewöhnung kann das Verhalten ändern.

Fritz.
 
seven

seven

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Ich glaube aber, wenn Du den Hamster regelmäßig in die Hand nehmen würdest und mit ihm herumspielst,
wird er sich daran gewöhnen und nicht hinein beißen.
Fritz.
Sowas macht man mit einem Zauberwürfel oder einem Fidget Spinner. Aber doch nicht mit einem Hamster :roll:

Natürlich ist es nicht verkehrt, einen Hamster an die Hand zu gewöhnen - spätestens wenn er mal zum Tierarzt muss, ist das sicher hilfreich.
Aber Kalouuuu sagt ja zum Glück selber schon, dass der Hamster kein Kuscheltier oder Spielzeug werden soll - und das ist auch sehr gut so!

Ansonsten kann ich wieder nur den Vergleich zu Ratten ziehen - auch die können ganz gern mal in die Hände zwicken - meist haben unsere das getan, wenn sie auf ein Leckerchen hofften - oder aber eben auch, wenn sie sich im Gehege bedrängt fühlten (Chiqui z. B. konnte herzhaft zubeißen, wenn man ihr Klo saubermachen wollte. Das passte der Dame nicht, und dann wurde getackert... ansonsten war sie die liebste Ratte vor dem Herrn ;) )

Ich denke auch, dass der Hamster inzwischen die Hand mit Futter verbindet - aber da von einem "Fehler" zu sprechen, würde ich als übertrieben ansehen - das ist doch eigentlich ganz normal ;)
Vielleicht kannst Du ja versuchen, den Hamster irgendwie "abzulenken" - indem Du z. B. in die linke Käfigecke was Leckeres legst und währenddessen in der rechten Käfigecke irgendwas hantierst (saubermachst z. B.)? Halbieren kann sich der Hamster ja nicht, und so merkt er vielleicht: "Hand im Käfig heißt nicht automatisch, dass ich diese Hand fressen kann" ;)

LG seven
 
Casimir

Casimir

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Huhu!

Für mich hört sich das ehrlich gesagt nicht mehr nach "Futterbiss" an. Das ist ein leichtes knabbern- aber nie und nimmer so fest, dass er da am Finger hängt.
Das klingt eher nach: "Raus aus meinem Gehege!"

Macht er das im Auslauf denn auch?
Wenn nicht, würde ich es einfach akzeptieren, dass er deine Hand nicht im Gehege haben will, wenn du nix schönes für ihn dabei hast.
Wir haben z.B. nie irgendwie im Gehege mit den Hamstern interagiert. Das war deren Revier, da sollten sie ihre Ruhe haben. Gezähmt usw wurde immer nur im Auslauf. Pinkelecken gesäubert auch nur, wenn der Hamster draußen war. Lief immer super so.

Mit dem auf die Hand setzen und hochheben würde ich an deiner Stelle auch sehr vorsichtig sein. Hamster rennen bzw springen einfach los- Höhen abzuschätzen gehört nicht zu ihren Stärken und das endet sehr schnell schmerzhaft. Lass ihn lieber in ein "Taxi" steigen und so transportieren- z.B. ein Messbecher, ein kleiner Karton o.ä.
Das habe ich selbst mit meinen handzahmsten Hamstern immer gemacht- denn die Kleinen kündigen nicht an, dass sie jetzt sofort von der Hand wollen.



Und bitte, fang ja nicht mit dem "Zwangskuscheln" an. Vielleicht gewöhnt sich das Tier so an sich, aber nicht, weil es gelernt hat, dass du ihm nix tust. Sondern nur, weil es quasi keine andere Möglichkeit hat, als zu resignieren, damit es aus dieser Situation wieder rauskommt.
 
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Kalouuuu

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Hallo,

danke für die Antworten! :)
Ich hantiere sowieso nur im Käfig rum (und auch nur wenn es nötig ist), wenn er nicht drin ist oder gerade woanders beschäftigt ist. Das interessiert ihn dann auch nicht. Es ist auch nicht so, dass er direkt auf die Hand zugeschossen kommt. Er kommt eher vorsichtig an, schnuppert, zwickt ein bisschen und beißt sich dann fest. Daher kam es mir nie wie aggressives Beißen vor. Es tut auch nie weh oder blutet, aber es ist schon fest genug, dass er dann kurz am Finger oder an der Hand hängt.

Vielleicht versuche ich dann wirklich mal ihn im Käfig komplett in Ruhe zu lassen und nur noch im Auslauf auf die Hand zu locken. Da zwickt er zwar auch, aber ich glaube zumindest das Festbeißen da noch nicht erlebt zu haben. Wahrscheinlich hast du Recht Casimir, ich habe noch nie in Betracht gezogen, dass er sich dadurch vielleicht belästigt fühlt, aber das kann natürlich sein und es tut mir leid für ihn, wenn ich das bisher falsch interpretiert habe. Aber man muss dazu sagen, ich habe ihn nie bedrängt, gestört oder gar aufgeweckt. Immer nur vorsichtige Annäherungen gestartet und höchstens ein mal pro Tag. Ich habe wirklich Respekt vor ihm und seinem Zuhause. Aber wenn er wirklich etwas gegen Hände im Gehege hat, kann das ja schon reichen um ihn zu ärgern.

Wenn ich ihn auf die Hand nehme, dann immer nur kurz um ihm darauf etwas zu essen anzubieten. Ich bin dabei bisher immer im Käfig geblieben und habe die Hand nur wenige Zentimeter gehoben, um ihn an das Gefühl zu gewöhnen, getragen zu werden. Ich benutze immer ein Hamstertaxi, mit der Hand würde ich mich das gar nicht trauen, dafür ist er viel zu flink und schnell. Zwangskuscheln habe ich auch nicht vor.

Danke nochmal für eure Tipps! :)
 
Casimir

Casimir

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Huhu!

Ja, probier das mal aus, vielleicht ist das einfach schon die Lösung.
Und mach dir keine Vorwürfe. Du machst das klasse und ich denke, jeder hat anfangs das ein oder andere Fehlerchen gemacht. Wichtig ist nur, dass man erkennt, dass da irgendwas nicht richtig läuft und schaut, ob man das ändern kann- und das machst du ja.

Ich wünsch dir noch weiterhin viel Spaß mit dem Kleinen :mrgreen:
 
K

Kalouuuu

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Danke :) ich hatte vorher auch keine Erfahrung mit Hamstern und denke auch, dass es schwierig ist, am Anfang direkt alles richtig zu machen. Aber insgesamt geht es ihm schon gut bei uns, er hat sich gut eingelebt und wirkt auch zufrieden. Alles andere kommt dann wahrscheinlich mit der Zeit und der Erfahrung. Er ist auch erst etwas über 2 Monate bei uns.

Dankeschön, den werden wir bestimmt haben :)
 
Roli2190

Roli2190

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Hallo!
Meines Wissens nach neigen Zwerghamster eher dazu zu zwicken, als andere Hamsterarten. Ich habe mal gehört man kann versuchen den Hamster leicht (!) anzupusten oder auch anzustupsen, kann aber auch sein dass es keine Wirkung zeigt. Man sollte darauf achten, dass man sich nicht schreckt uund dadurch den Hamster durch das halbe Gehege schleudert (vor allem Kinder). Ich hab es jetzt nicht genau gelesen, ist es eher ein leichtes Zwicken oder schon schmerzhaft oder sogar mit Blut? Falls du ihm nach dem Zwicken ein Leckerli gegeben hast, könnte es sein dass er so gelernt hat, wenn ich zwicke bekomme ich noch etwas, oder auch wie schon gesagt wurde dass er dadurch versucht es einzufordern. Bei Frettchen zB ist es normal, dass sie zur Spielaufforderung zwicken, aber Frettchen sind eben auch keine Hamster. Wenn es nicht allzu heftig ist, würde ich es eher als normales Verhalten sehen, das ich schon von einigen Zwerghamsterhaltern gehört habe.
 
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Kalouuuu

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Danke für die Antwort! Das mit dem Anstupsen hab ich mal versucht, aber erstens reagiert er da nicht wirklich drauf und zweitens gefällt mir das nicht so, ich möchte ja eigentlich, dass er Vertrauen zu mir aufbaut. Ich habe es oben schon mal geschrieben, er kommt eher vorsichtig an, schnuppert, knabbert leicht und beißt sich dann fest. Geblutet hat es noch nie und es tut auch nicht besonders weh, ich bin mir sicher, dass er wenn er wollte sehr viel fester beißen könnte. Aber er hängt dann schon kurz am Finger oder an der Hand dran und man muss warten bis er sich löst. Das ist ja schon nicht mehr so ganz normal. Rumgeschleudert wurde er dabei aber noch nie, man kann es aushalten und ihn dann von der Hand schieben. Er wird sowieso nur von mir und meinem Freund angefasst.

Nachdem er gebissen hat, hat er noch nie etwas bekommen, also kann er das Beißen eigentlich nicht mit Futter verbinden. Das leichte Knabbern kann ich ja noch verstehen, meine Hand bringt halt meistens Futter mit und er will dann vielleicht gucken ob noch mehr da ist und die Hand riecht ja dann auch danach. Aber dieses Festbeißen irritiert mich. Ich denke ich werde jetzt das Zähmen nochmal ganz von neu angehen und dann nur im Auslauf, wie Casimir vorgeschlagen hat und ihn im Käfig komplett in Ruhe lassen.
 
seven

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Ich denke, das ist eine gute Idee ;)
Und am besten dann auch das Hamstergehege "aufräumen" , wenn der Hamster gerade draußen unterwegs ist...
Auf den Trichter sind wir dann auch irgendwann gekommen - Ratten im Auslauf - Supergelegenheit zum Gehegereinigen ;) Die Chiqui war draußen, das Klo war "unbewacht" - also nix wie los ;)

Ihr kriegt das hin!
 
Roli2190

Roli2190

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Wenn er sich vorsichtig oder auch unsicher verhält ist das mit dem Anstupsen vielleicht kontraproduktiv, da hast du recht. Man muss natürlich auch auf das jeweilige Tier eingehen. Wenn er sich Futter von der Hand holt ist das schon mal gut, manche Hamster werden auch nicht mehr als "futterzahm", sprich sie holen sich zwar Futter von der Hand, aber kommen nicht einfach so darauf. Man sollte ihn natürlich auch zu nichts zwingen oder ihn gegen seinen Willen in die Hand nehmen, dann könnte er wirklich versuchen fest zu beißen. Ich meine damit nicht dass du das machst, wollte es nur erwähnt haben. ;)
 
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Kalouuuu

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Danke seven, so werden wir es dann ab jetzt auch machen :)

@Roli: Ich bin ja schon froh, dass er zumindest so viel Vertrauen gefasst hat, dass er das Futter annimmt und auch problemlos auf meine Hand kommt, wenn Futter drauf liegt. Wenn es dabei nun bleiben sollte, wär das auch in Ordnung. Aber vielleicht gibt es ja noch Hoffnung :) ich habe ihn auch noch nie einfach gegriffen, sondern immer nur von selbst auf die Hand laufen lassen. Naja, mal sehen was die Zukunft bringt, ich bin dank euch jetzt auf jeden Fall motiviert, es nochmal neu anzugehen. Dass er futterzahm ist, ist ja schonmal ein erster Erfolg auf dem man aufbauen kann :D

Danke!
 
Roli2190

Roli2190

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Wenn du ihn in einen Auslauf hineinsetzen willst oder sonst transportieren musst (zB zum Tierarzt), würde ich dir ein "Hamster-Taxi" empfehlen. Das kann ein jedes etwas größere und höhere Gefäß (zB Messbecher) oder auch eine Transportbox sein. Wenn es auswärts gehen soll, würde ich zu einer sicheren Box mit Deckel raten, wen du ihn nur in den Auslauf setzen möchtest sollte ein ausreichend hohes Gefäß genügen, das du mit der Hand oder etwas anderem abdeckst. Am besten legst du ihm etwas Futter in diesen Behälter, dann sollte er von selbst dort hineingehen, wenn er auch auf deine Hand kommt. Natürlich ist es am Anfang neu (außer du machst das schon so bzw. er kennt es) und der Hamster wird vermutlich erst etwas zögerlich sein, aber später sollte das normalerweise kein Problem sein wenn er den Behälter schon kennt.
 
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A-Fritz

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Hallo,
wer jede Rücksicht auf die persönlichen Befindlichkeiten seiner Haustiere nehmen will und darum auf jegliche Erziehung, Manipulation,
oder Beeinflussungen verzichten möchte, wird wohl nur wenig Fortschritte bekommen, wenn er tatsächlich ein handzahmes Haustier haben möchte.
Ich bin der Meinung, gut gezähmte Tiere, die auch an jegliche Eingriffe durch ihre Halter gewöhnt sind,
deren Leben ist auch in ihrer Gefangenschaft freier, ruhiger und mit weniger Ängsten verbunden,
Transporte mit einem Hilfsmittel, wie dem Hamster-Taxi, sind da eher hinderlich und unnütz.

Ich denke, wer Tiere hält, verfolgt damit immer egoistische Motive, die wohl kaum Vorteile für die Tiere haben,
auch wenn er glaubt damit besondere Rücksicht auf ihren Bedürfnissen zu nehmen, wenn er diese in ihrem Gefängnis nicht bedrängen,
oder berühren mag.

Natur und Tierfreunde die ihre Tiere halb wild und scheu belassen wollen
und die damit meinen, tatsächlich den Bedürfnissen solcher Tiere gerecht werden zu können,
sollten sich überlegen und gleich völlig auf die Haltung von Nagetieren, wie z.B. Zwerghamster in engen Käfigen verzichten,
wo diese bestimmt kaum ihrer Art entsprechende Bedingungen vorfinden können.

Die Zwerghamster leben in weitverzweigten Gängen, die etwa einen Meter unter der Erdoberfläche liegen können.
Ihre Heimat sind Halbwüsten und Trockensteppen in Zentralasien, wo sie nicht nur von den Samen von Pflanzen und Gräsern leben,
sondern auch Insekten wie Heuschrecken zu ihrer Beute zählen.


Fritz.
 
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Die Ente :)

Die Ente :)

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Ich bin der Meinung, gut gezähmte Tiere, die auch an jegliche Eingriffe durch ihre Halter gewöhnt sind,
deren Leben ist auch in ihrer Gefangenschaft freier, ruhiger und mit weniger Ängsten verbunden,
Transporte mit einem Hilfsmittel, wie dem Hamster-Taxi, sind da eher hinderlich und unnütz.
Und die Alternative? Hällst Du es für geschickter ein scheues Tier regelmäßig mit den Händen zu packen, sodass es irgendwann mal bei dem nächsten Eingriff resigniert?

Da halte ich persönlich solch ein Hilfsmittel für deutlich stressfreier für ein Tier, das nicht so gerne angefasst werden möchte (ja auch da gibt es Unterschiede, hier hatte ich sowohl schon einen totalen Angsthasen und einen Hand-Junkee). Die Meisten Tiere gehen selbstständig in eine dunkle Röhre rein, wenn man sie ihnen hinhält. Mit dem positiven Nebenefekt, dass so ein quirliges Tier nicht einfach so aus der Hand hupsen kann und auch die eigenen Finger heile bleiben. Gibt ja auch Exemplare die sich wehren.

Was genau ist denn Deiner Meinung nach daran unnütz? Was genau meinst Du?

Außerdem erfahren die Tiere so zunächst keinen negativen Kontakt zu Händen. Diesen kann man positiv aufbauen zB durch Futtergabe direkt aus der Handfläche, sodass sich das Tier darauf setzen muss wenns an die leckeren Sachen möchte. Die entscheidung bleibt beim Individuum, so hatte ich schlussendlich auch einen Hamster, der beim Tierarzt bei mir in warmen Hand eingeschlafen ist beim Krallenschneiden. Obwohl ich mich ihm NIE aufgezwängt hatte, außer für Tierarztbesuche und Medikamentengabe dann später.

Was macht dieses Vorgehen denn so verkehrt in der Heimtierhaltung?
 
Roli2190

Roli2190

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Auch der zahmste Hamster kann einem von der Hand springen weil er sich erschreckt und sich dadurch schlimme Verletzungen zuziehen. Und Hamster gehören meiner Meinung nach zu den Tieren, die ihren wilden Vorfahren noch eher ähnlich sind, sprich man sollte nicht erwarten dass sie so zahm werden dass sie sich immer problemlos anfassen und umhertragen lassen. Mein Hund zB ist engen Kontakt mit mir gewohnt, ich kann ihn problemlos anfassen und hochheben.

Man kann (allein schon von der Größe her und anderen Faktoren) einen Hund aber nicht mit Heimtieren wie Hamstern vergleichen. Hunde haben sich ziemlich verändert gegenüber ihren wildlebenden Verwandten, im Gegensatz zu Tieren wie zB Hamstern oder auch anderen Nagetieren, Kaninchen oder Reptilien, bei denen natürlich auch Veränderungen stattfanden (Fellfarbe, Ohren beim Widderkaninchen, usw.), diese aber geringer sind und sie ihren wildlebenden Verwandten noch sehr ähnlich sind.

Ich bin auch dagegen, Heimtiere in viel zu kleine und künstliche Käfige zu stecken, man sollte es dem Tier so argerecht wie möglich gestalten. Ob man, da man zu Hause selten komplett natürliche Gegebenheiten schaffen kann, überhaupt Tiere halten sollte, ist ein eigenes Thema. Manche Tiere sollten meiner Meinung nach auch nicht gehalten werden, da man ihnen auch mit viel Aufwand nicht das bieten kann was sie brauchen. Ich hätte auch gerne mehr Tiere, habe im Moment aber nicht die Möglichkeiten und solange ich die nicht habe, verzichte ich den Tieren zu Liebe darauf.
 
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A-Fritz

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Hallo Ente,
ich schreibe hier bestimmt nichts neues,
jedes Tier, welches keinen den Kontakt zu Menschen hat und mit ihnen einen möglichst engen und häufigen Umgang pflegt,
wird in der Gewartet der Menschen immer Angst und Stress empfinden, oder sogar in Panik wie Aggression geraten.
Egal, ob Hamster, Ratte, Rind, Pferd, Hund oder Katze, jedes Tier, welches einen gewissen Verstand besitzt
kann sich an fremde Einflüsse ,wie dem Menschen gewöhnen und zu diesen sogar auch Vertrauen aufbauen.
Kühe und Ziegen lassen sich melken, Pferde reiten.
Beispiele gibt es viele, die zeigen wie eng die Beziehungen zwischen Mensch und Tier werden können.

Bei der Gewöhnung, Erziehung und Sozialisierung gibt es unterschiedliche Methoden,
eine positive Motivation ist häufig mit dem größten Erfolg verbunden und sollte immer die vorherrschende Erziehungsform sein.

Wer aber einen Hamster ohne Probleme und Bisse auch in die Hand nehmen möchte, muß dieses auch irgendwann umsetzen
und sollte nicht immer nur ein Hamster-Taxi verwenden.
Auch ein Pferd muß irgendwann von einem Reiter bestiegen und geritten werden,
oder es läuft ewig ungezähmt und halb wild herum.

Ich denke, je enger und besser eine Beziehung zwischen Mensch und Tier ist,
je problemloser ist es auch für ein Tier, welches in der Gemeinschaft mit dem Menschen leben soll.
Besser ist ein Kuscheltier, als ein Tier welches mir in die Hände beißt.

Natürlich muß jeder, der einen Hamster in die Hand nimmt, auch aufpassen,
daß dieser nicht herunterfallen kann.
Wer vor seinem Haustier angst hat, sollte lieber auf die Tierhaltung verzichten.


Fritz.
 
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A-Fritz

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Auch der zahmste Hamster kann einem von der Hand springen weil er sich erschreckt und sich dadurch schlimme Verletzungen zuziehen. Und Hamster gehören meiner Meinung nach zu den Tieren, die ihren wilden Vorfahren noch eher ähnlich sind, sprich man sollte nicht erwarten dass sie so zahm werden dass sie sich immer problemlos anfassen und umhertragen lassen. Mein Hund zB ist engen Kontakt mit mir gewohnt, ich kann ihn problemlos anfassen und hochheben.

Ich bin auch dagegen, Heimtiere in viel zu kleine und künstliche Käfige zu stecken, man sollte es dem Tier so argerecht wie möglich gestalten. Ob man, da man zu Hause selten komplett natürliche Gegebenheiten schaffen kann, überhaupt Tiere halten sollte, ist ein eigenes Thema. Manche Tiere sollten meiner Meinung nach auch nicht gehalten werden, da man ihnen auch mit viel Aufwand nicht das bieten kann was sie brauchen. Ich hätte auch gerne mehr Tiere, habe im Moment aber nicht die Möglichkeiten und solange ich die nicht habe, verzichte ich den Tieren zu Liebe darauf.
Hallo,
es ist richtig, die Domestikation des Hundes, ist nicht mit dem der Hamster zu vergleichen,
doch auch die Art der Intelligenz ist eine andere,
aber dieses muß kein Argument sein, denn auch wilde Löwen usw. lassen sich zähmen,
und wilde Fische fressen aus der Hand, wenn diese dieses gewöhnt sind.

Nun habe ich auch schon einige Hamster gehabt, aber auch andere Nagetiere gehalten
und schreibe hier nicht über für mich unbekannte Tiere.
Meine Hamster durften regelmäßig im Haus um herlaufen
und ließen sich dann ohne Probleme mit der Hand aufnehmen und in ihr Gehege zurück setzen.

In meiner Schulzeit, mit 13-14 Jahren, konnte ich auch ein Nest mit wilden Ratten pflegen ,
diese Tiere waren auch später, als ausgewachsene Exemplare noch handzahm,
ich konnte mit ihnen spielen und sie kletterten mir, auch ohne angst, freiwillig am Körper herum .

Ich durfte diese Tiere nicht mit in unser Haus nehmen,
leider sie sind mir aber fortgelaufen ,
weil sie bei uns im Holzschuppen, sich irgendwann durch eine Kiste genagt hatten.

Also, auch völlig wilde Nager, lasse sich zähmen und werden so zutraulich,
daß man sie ohne die Angst vor Bissen in die Hand nehmen kann.

Fritz.
 
Roli2190

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Ich meine damit auch nicht, dass man keinen Versuche starten soll sie zu zähmen. Wenn sie so zahm werden, dass sie sich problemlos anfassen lassen, ist das auch zu begrüßen. Was ich sagen will, man sollte es eben auch akzeptieren wenn das Tier nicht so zahm wird. Und für den Transport in einer gewissen Höhe finde ich für so kleine Tiere eine Behälter geeigneter. Das heißt nicht, das man sich im Auslauf nicht dazu setzen soll und den Hamster auf die Hand kommen lassen oder ähnliches, aber eher in Bodennähe (vor allem bei Hamstern, da sie keine guten Kletterer sind und sich auch aus größerer Höhe fallen lassen, bei Mäusen ist das vielleicht wieder anders, da sie bessere Kletterer sind). Mir ging es hier um den Transport von einem Ort zum anderen, den ich mit der Hand bei so einem Tier doch etwas riskant finde ohne Behälter, auch wenn es zahm ist. Das schließt anderen Kontakt sowie Zähmung des Tieres meiner Meinung nach ja nicht aus.
 
Die Ente :)

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Roli, Du hast genau das geschrieben, was ich gerade auch tippen wollte
Dankeschön, unterschreib ich einfach so:mrgreen:

Nur noch mal kurz Senf dazu:
Bei der Gewöhnung, Erziehung und Sozialisierung gibt es unterschiedliche Methoden,
eine positive Motivation ist häufig mit dem größten Erfolg verbunden und sollte immer die vorherrschende Erziehungsform sein.
Ein Punkt, bei welchem wir uns definitiv einig sind. Positive Verstärkung ist ja nicht nur bei der Erziehung von Tieren, sondern auch bei unseren Artgenossen ein kondizionierendes gut ansprechendes Mittel.
Nur gehört zu einer positiven Motivation auch, dass ich Grenzen meines Gegenübers akzeptiere und das Individuum, ob Zwei- oder Vierbeiner in seiner Art anerkenne. Lehnt ein Hamster eindeutig den Kontakt zu Händen ab, so muss ich das hinnehmen und die Zähmung verläuft womöglich langsamer ab, als bei einem Tier mit aufgeschlossenem Charakter. Nur muss ich die Zeit dann geben, denn um positiv zu motivieren muss das Tier die Sicherheit bekommen, dass keine Grenze seinerseits überschritten wird. Und gerade bei Hamstern und anderen kleinen Nagern kann man echt von Glück reden, wenn sie sich problemlos oder sogar gerne hochheben lassen. Für die meisten wird es wohl immer Stress bleiben.
 
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Zwerghamster Futterbisse abgewöhnen

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