Studium und Hund?

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winni07

02.02.2016
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Hallo, ich wohne gemeinsam mit meinem Freund, und wir sind seit Ewigkeiten am hin und her überlegen, ob wir uns einen Hund anschaffen sollen. Der Haken ist, dass wir beide studieren. Von allen Seiten bekommt man negative Reaktionen, wenn wir von unserem Plan erzählen. Aber ich muss auch sagen, dass für meine Freunde und Familie Tiere eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Von ihnen hatte nie jemand einen Hund und Tiere sind mehr zum Nutzen da, nicht als Lebensbegleiter. Für mich bedeuten Tiere aber alles, ich ernähre mich seit klein auf vegetarisch, und bin ehrenamtlich im Tierschutz tätig (dort habe ich leider wenig mit Tieren direkt zu tun).
Vielleicht kann ja ein Hundebesitzer unsere Situation beurteilen:

- mein Hauptargument ist: ich werde nie wieder so viel Zeit wie im Studium haben. Natürlich weiß ich nicht, wie mein Arbeitsleben
mal aussehen wird, aber ich denke dass man das alles einrichten kann. Wer weiß denn schon, wo er im 10 Jahren sein wird? Ich studiere noch mindestens 4-5 Jahre. Wenn ich mir jetzt einen Hund holen würde, dann wäre er bis dahin schon ein gutes Stück älter und angepasster, falls es im Job dann doch stressiger werden sollte (natürlich möchte ich ihn dann nicht vernachlässigen, bitte nicht falsch verstehen, aber so viel Zeit wie jetzt werde ich da sicherlich nicht mehr haben). Zudem wollen wir am Ende des Studiums Kinder, somit sind wir nochmal ein paar Jahre mehr viel zu Hause.

- wir haben beide mindestens 2 mal die Woche komplett frei. Diese Semester wären es 2 Tage pro Woche, an denen der Hund für ein paar Stunden alleine wäre (3-5 Stunden). Zudem sind wir immer recht frei in der Stundenplangestaltung und können Veranstaltungen legen wie wir wollen und uns aufeinander absprechen

- unsere Familien wohnen im Nachbardorf, falls wir also wirklich mal einen ganzen Tag nicht da sind, in den Urlaub gehen oder über das Wochenende wegfahren wollen, dann wäre immer jemand da der sich um ihn kümmern könnte (ja, sie sind nicht die größten Tierfreunde, aber bei Ihnen liegt das vor allem an der Verantwortung. Über eine. Kurzen Zeitraum haben sie damit kein Problem, denn sie nehmen auch öfters die Tiere von Freunden)

- ich habe genügend Rücklagen um das Tier finanzieren zu können, klar wäre das ein Einschnitt und ein Hund ist mit Sicherheit auch nicht billig, aber ich bin auch gerne bereit etwas zurückzutreten

- wenn dann wollen wir keinen Welpen, lieber einen jungen Hund oder auch schon einen etwas älteren. Der ist dann nicht mehr ganz so rund um die Uhr auf die Erziehung angewiesen.

- dieses typische Studentenleben haben wir nur bedingt. Da wir zur Uni pendeln, können wir meist eh nicht mit den anderen feiern gehen. Und es ist mir auch nicht so wichtig, mir die Nacht um die Ohren zu schlagen. Darauf verzichte ich für meinen Vierbeiner sehr gerne

Was sagt ihr dazu? Ich habe Angst dass ich da zu euphorisch bin und nicht klar genug darüber nachdenke. Aber ich weiß auch dass (vor allem meine Familie) sehr negativ darüber denkt und ich von ihnen niemals ein gutes Wort darüber hören würde. Das einzige, was für mich dagegen spricht ist eben die Ungewissheit, was in ein paar Jahren sein wird, und dass der Hund 1-2 mal die Woche ein paar Stunden alleine sein muss
 
Windhundliebe

Windhundliebe

24.02.2017
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Ich bin auf jeden Fall pro Hund im Studium! Ich habe gerade vor nicht alt zu langer Zeit unseren Pflegehund an ein junges studierendes Paar vermittelt. Studenten können sich oft ihre Zeit selbst einteilen, vielleicht sogar den Hund mitnehmen und dann sind da ja noch die langen Semsterferien. Also ich finde, wenn man mit dem Studium an sich nicht schon überfordert ist, finde ich, ist es sehr passend, einen Hund im Studium Ui holen. In 4-5 Jahren ist der Hund dann so fest in euer Leben integriert, das sich dann auch im Arbeitsleben eine Lösung findet. Unser Ersthund war auch immer mit in der Uni bei meinem Mann oder eben dann mal allein, aber das war so extrem selten... Also ich bin auf jeden Fall dafür. Andere Punkte, ob ihr euch das jetzt wirklich alles überlegt habt etc. werde ich jetzt nicht anbringen, weil ich denke, dass werdet ihr schon bedacht haben.
Wenn es beider euer Wunsch ist, dann traut euch. Und es gibt so viele tolle, auch unkomplizierte junge Hunde aus dem TS oder TH.
 
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winni07

02.02.2016
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Danke für deine Antwort! :) So hatte ich das bisher auch gesehen. Wir haben beide ein recht entspanntes Studium, und falls es hart auf hart kommt studiere ich halt ein oder zwei Semester länger.
 
HeadlineNews

HeadlineNews

22.09.2010
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So einen ähnlichen Thread gab es hier schon mal (bzw bestimmt schon öfter aber an den erinnere ich mich noch) Wann ist ein guter Zeitpunkt einen Hund anzuschaffen - Studium oder Arbeit?
und ich hab eigentlich noch immer dieselbe Meinung wie damals: Wenn man es sich finanziell und aufgrund der anderen Rahmenbedingungen leisten kann, find ich das super und hab es damals ja auch genauso gemacht :lol:

Eine Sache würde ich nur noch ergänzen (auch aus eigener Erfahrung): Such dir als Backup eine gute Betreuung aus, die zum Beispiel in stressigen Klausurphasen, bei Exkursionen oder Urlauben den Hund nehmen würde. Wir haben über eine Agentur einen tollen Betreuer gefunden, bei dem wir Sam auch über Nacht oder für einen kurzen Wochenendurlaub unterbringen können. Ich würde mich da ungern komplett auf meine Familie und Freunde verlassen, gerade wenn es um mehrtätige Betreuung geht. Meine Family liebt den Hund zwar abgöttisch, will ihn aber zB nicht allein über Nacht bei sich lassen.
 
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winni07

02.02.2016
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@headline
Also meine Familie nimmt oft den Hund von bekannten auch über Nacht. Meine Schwester ist ganz verrückt nach Hunden und hängt mir seit Monaten in den Ohren, dass ich mir doch endlich einen anschaffen soll, weil sie bei meiner Mutter selbst keinen bekommt :D Mein Vater lebt woanders, er würde ihn mit Sicherheit auch mal nehmen, da er Home Office macht kann ich mir auch vorstellen dass es unter der Woche kein Problem für ihn ist. Und dann gibts da noch unzählige Freunde sowie meine Geoßeltern, zu denen ich ihn aber nur tagsüber bringen würde, die sind nicht mehr ganz so fit. Aber dann wäre er wenigstens nicht alleine, wenn es mal hart auf hart kommt. Also um die Ausweichmöglichkeiten mache ich mir absolut keine Gedanken.
 

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