Der erste Umzug - Der Weg zum Freigänger?

  • Ersteller des Themas Vin
  • Erstellungsdatum
Vin
08.01.2011
114
0
Hallo Zusammen,

ich muss mal wieder ein Thema besprechen das mir Bauchschmerzen bereitet.
Ich stecke momentan noch mitten im Hausbau und werde, aller Voraussicht nach, so um ~Mai/Juni um- bzw. einziehen.

Selbstverständlich müssen natürlich auch alle Tierchen mit ins neue Heim. Mit dabei
die 2 Stubentiger. Das bereitet mir aber mittlerweile ein wenig Sorgen.
Momentan wohnen wir zwar in einer großen Wohnung, genießen allerdings keinen Freigang. Sind beide auch nicht gewöhnt und hatten es nie. Selbst damals im Tierheim nicht.
Das zukünftige Haus (indem allerdings nicht alle Zimmer zugänglich sein werden) ist groß mit schönem großen Garten. Eine Hauptstraße ist zwar nahe, aber nicht direkt an der Grundstücksgrenze.

Ja, was nun? Dürfen sie Freigänger werden?
Beide sind Geschwister und mittlerweile ~8 Jahre alt. Kann man nach so einer langen Zeit als reine Hauskatzen immer noch bedenkenlos einen Freigänger erziehen bzw. aus ihnen machen?
Meine Größten Sorgen sind natürlich das sie irgendwan nicht mehr nach Hause kommen :?

Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren.
Danke und viele Grüße
Vin :)
 
A

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Guest
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Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.058
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Hi Vin,

ja, schwierig. Natürlich kann man sie noch zu Freigängern machen, das sollte kein Problem sein. Vermutlich sind sie sogar umsichtiger und vorsichtiger, als Katzen die das von klein auf gewohnt sind - aber auch dafür gibt es keine Garantie.

Ich würde es praktisch sehen: wie ist es machbar, daß Katzen in einem Haus mit Garten dauerhaft drinnen gelassen werden. Und wie wohl fühlt man sich, wenn man entspannt im Garten sitzen will, und die Katze hinter dem Katzengitter an der Wohnzimmertür maut?

Wenn Dir gänzlich unwohl dabei ist, dann baut ein Freigehege, wie Ina es gemacht hat, wenn das möglich ist - die hilft Dir dabei sicher gern mit Fotos und Tipps :)

Die Entscheidung abnehmen kann Dir keiner. Mir fällt eigentlich nur ein ganz blödes "hör auf Dein Bauchgefühl" ein. Ich fahr immer mit offenen Augen durch die Gegend und analysiere automatisch die Gegend "hier würd sogar ich sie rauslassen" und "hier auf gar keinen Fall, obwohl so schön ländlich".
 
A

A-Fritz

11.07.2016
407
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Hallo,
ich denke, der Weg zur Freiheit ist wesentlich leichter, als wenn man eine Freigängerkatze einsperren will.

Es kommt aber wohl immer auf die individuelle Prägung der Katze an, wie diese mit so einer Veränderungen umgehen kann.
Die Gefahr bei Stubenkatzen , die erstmalige die Freiheit genießen sollen, ist meistens die Angst vor dem Unbekannten,
hier muß man vorsichtig agieren und die Katze nicht gleich überfordern, denn leicht kann sie verschreckt, Ziellos flüchten,
die Orientierung verlieren und in Panik verfallen.
Hier sollte man vorsichtig probieren, wie das Verhalten der Katze im Freien ist und die Katze anfangs nur kurzzeitig unter Aufsicht
Freigang gewähren, der Katze jedoch immer den Fluchtweg in das Haus offen halten.

Vor dem Freigang, sollten die Katzen aber eine Weile Zeit bekommen, bis diese sich eingewöhnt haben und ihr neues Heim, als ihr Zuhause akzeptieren können.



Fritz.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.058
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Daß die Katzen 6-8 Wochen drin bleiben sollten sollte Vin bekannt sein...
 
Vin
08.01.2011
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Danke euch beiden für die Antwort.

Mir stellt sich halt immer die Frage, warum?
Natürlich möchte ich meinen Tieren ein schönes Leben bieten. Auch der Umstand ihnen künftig Freigang zu gewähren ist eigentlich in meinem Sinn.
Das Argmuent von dir Audrey bzgl. im Garten sitzen während die Katze drinnen miaut ist wirklich gut :eusa_think:

Ein Gehege o.ä kommt allerdings nicht in Frage. Entweder ganz oder gar nicht.
Ich bin auch kein Neuling und schon länger Katzenerfahren. Eine Eingewöhnungsphase ist selbstverständlich Pflicht.
Mich interessieren nur die Meinungen von Euch.
Wohnungskatzen die Freigänger wurden. Ist bspw. für mich was Neues von dem ich noch nicht weiß ob ich das möchte. Der Rat nach Bauchgefühl zu handeln ist eigentlich nicht schlecht.
Ich würde das wenn dann auch genauso handhaben. Gerade wenn man im Garten sitzt, je nach Laune, und die Katzen drinnen miauen, einfach mal die Türe aufmachen und schauen was passiert.

Zudem müsste ich aber vorher nochmal einem Tierartzt einen Besuch abstatten.
Das habe ich meinen Katzen, sofern nichts auffälliges gewesen ist immer erspart.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.058
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Die Frage "warum"? Naja - es geht halt auch ein Stück weit um euch. Ja klingt doof, ist aber so. Also ihr könnt sicher entspannter leben, wenn ihr entspannt die Wohnzimmertür auflassen könnt, und nicht immer akribisch schauen müßt "ist sie zu, sind die Katzen drin?"

Hier könnte ich meinen Katzen Freigang übers Badfenster und dann via Garage trotz 1. Stock ermöglichen - die würden es sicher auch kapieren. Aber da ist - trotz Ortsende - teilweise ein Verkehr wie auf der Autobahn. Und am WE nutzen es viele (eben grad weil Ortsende) um mal so richtig durchzuheizen... also da geht kein Freigang. Meine beste Freundin hingegen wohnt quasi in der Stadt. Aber in einem Reihenhaus - vorne ist also super befahren, aber nach hinten raus ist gar nix. Und die Katze müßte da einen riesigen Weg laufen um zu der Straße zu kommen. Also da würd ich die Katzen tatsächlich eher in der Stadt rauslassen, als bei mir.... Deswegen mein ich eben, man kann das so pauschal nicht sagen, und man muß aufs Bauchgefühl hören.

Geimpft sind meine Katzen als reine Wohnungskatzen auch nicht (außer der Grundimmunisierung). Das müßtest Du dann wohl doch nachholen.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

09.01.2007
13.047
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Ich hab zwar keine Katzen, würde allerdings keine Freigänger hier her holen.

Wir wohnen in einer Seitenstraße, quasi am Feldrand. Aber es umfahren viele die Ampelkreuzung und das nicht nur mit den erlaubten 30 km/h. Nachbarskater durfte lange nicht raus, dann nur an der Leine und dann komplett frei. Obwohl er eher ein ängstlicher Kandidat war, wurde er angefahren und hat es nicht geschafft. Bei uns vorm Grundstück lag schon mal eine tote Katze.
Einige mögen sagen: Das ist halt der Preis für den Freigang. Aber ich würde das nicht wollen.

Ich wäre wohl der Typ für ein Freigehege, dann haben die Katzen etwas Freiheit, aber die eben gesichert.

Meine Cousine dagegen wohnt unweit der Hauptstraße, die Katzen gehen aber in den nahegelegenen Stadtpark (meist auch nur der Kater, die Katze ist häuslicher) oder in die Schule nebenan, trauen sich dann aber nicht über die Hauptstraße zurück (inzwischen kennen die Lehrer die Katzen schon und sie wird dann angerufen :lol:).
 
Keisuke

Keisuke

22.08.2013
662
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Hey,

Am Ende ist es deine Entscheidung.
Generell lässt sich aber sagen, dass man Wohnungskatzen leichter zu Freigängern machen kann als umgekehrt - solltet ihr also doch wieder umziehen und keinen Freigang geben können, wäre das evtl. ein Problem.

Du wirst mit einem Risiko leben müssen, die Tiere zu verlieren. Im ungesicherten Freigang gibt es eben viele Gefahren - Autos, andere Menschen, Gift, Verletzungsgefahren - die Tiere können verschwinden und unter Umständen hast du Ärger mit den Nachbarn. Nachbarn von uns haben ihre Katzen wieder abgegeben, weil eine Nachbarin sich beschwer hat, dass die Katzen in den Sandkasten ihres Sohnes kackt :eusa_shhh:
Von 'meinen' 6 Freigängern/Streunern sind nur 2 älter als 3-4 Jahre geworden - und teils war ich oft wegen übler Sachen beim Tierarzt. :?

Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass man nicht einfach nur ein Freigehege haben möchte oder die Tiere drinnen sitzen müssen, während man im garten ist.

Ich denke aber auch, dass es auf die Katze ankommt. Wir haben zwei Wohnungskatzen, wovon eine sogar draußen geboren wurde. Der könnte ich ungesicherten Freigang zutrauen. Die Erstkatze, die noch nie in ihrem Leben wirklich draußen war - ist viel zu neugierig dafür. Wenn irgendwo in der Wohnung was passiert, versteckt sich die Zweitkatze, während die Erstkatze angerannt kommt und erstmal gucken muss. :roll:

Puh - wahrscheinlich werde ich irgendwann auch vor dieser Wahl stehen wie du jetzt und wirklich etwas raten kann ich dir nicht. Vielleicht schaust du dir noch verschiedene Möglichkeiten, einen Garten oder Terasse katzensicher abzusichern an? :eusa_think:

Ansonsten kann ich auch nur sagen: Hör' auf dein Bauchgefühl.

Und ja - vor'm Rauslassen noch unbedingt impfen, auch Zecken/Flohschutz ist nicht verkehrt. Chippen lassen, bei tasso registrieren - falls noch nicht passiert - und ich würde auch die Nachbarn informieren, dass da jetzt Katzen rumlaufen. :lol:
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
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Hallo Vin,
meine Ex-Frau hat nach unserer Trennung die drei "kleinen" Katzen mitgenommen (die sind aber inzwischen auch schon 6-8 Jahre alt), ich habe die 3 "großen" behalten. Unsere Katzen kannten bis dato nur die Dachterrasse - bei meiner Ex-Frau haben sie dann Freigang im ungesicherten Garten bekommen - mit dem Ende vom Lied, dass eine Katze erstmal verschwunden war, aber zum Glück von meiner Ex in einem Kellerfenster an einer vielbefahrenen Straße völlig verängstigt wieder eingesammelt werden konnte. Daraufhin hat meine Ex einen Gitterzaun rund um den Garten aufgestellt und den mit dekorativer Folie in Steinoptik blickdicht gemacht. Seither können die Katzen nicht mehr entwischen (also zumindest ihre Exemplare nicht, die sind nämlich absolute Kletterlegastheniker - mein Poldi würde wahrscheinlich trotzdem eine Möglichkeit finden, den Zaun zu überwinden...)
Ich wohne hier zwar in einer Sackgasse und es ist recht ruhig, und es gibt hier zahlreiche Freigänger - aber erstens hab´ ich trotzdem Schiss, dass was passieren könnte, und zweitens müsste ich die Katzen dann durch die Wohnungstür in den Flur und dann durch die Haustür rauslassen; die Möglichkeit eine Katzenklappe nach draußen einzubauen gibt es für mich leider nicht.

LG seven
 
Vin
08.01.2011
114
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Danke Euch!

Wir bauen momentan. Der Einzug ist für 06/18 geplant. Möchte mich aber auch zeitnah mit dem Thema Freigang beschäftigen. Ein weiterer Umzug ist (hoffentlich :p) nicht geplant.
Der Garten bzw. das Grundstück abzusichern wird denke ich unmöglich. Möchte ich auch gar nicht um ehrlich zu sein. Wie schon gesagt, entweder ganz oder gar nicht.
Ich denke auch, ich werde das mal "spontan" entscheiden. Vielleicht auch erst 2019 wenn wir alle umgezogen, fertig gewerkelt und eingelebt sind. Wenn im Sommer dann mal einer der beiden mit auf den Balkon will, lass ich sie einfach raus. Mal sehen. Werde mich bei Gelegenheit wieder dazu melden. Auch wenn es vielleichtg einige Zeit dauern wird :)

Entsprechende Impfungen etc. werden dann natürlich nachgeholt. Gechippt und bei Tasso registriert sind sie aber schon lange.

Nochmal Danke Euch!
:006:
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
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Ich denke auch, dass Du das entscheiden solltest, wenn Ihr umgezogen seid und Du siehst, wie die Katzen mit der neuen Situation umgehen - blöd ist halt tatsächlich, dass die Katzen Euch dann draußen sehen und selber drinnen bleiben müssen. Meine Katzen (und wie gesagt, die kennen nur die Dachterrasse) quäken durchaus vor der Scheibe, wenn ich draußen eine rauche und aufgrund der Kälte die Tür zumache. Im Sommer ist die Tür ohnehin durchgehend auf, sobald ich daheim bin, aber da meine Katzenklappe derzeit leider kaputt ist (sonst könnten sie jetzt ja auch jederzeit raus), sind sie momentan drauf angewiesen, dass ich sie höchstselbst rauslasse... Und das fordern sie auch ein, und das z. T. sehr vehement... und wenn´s nur für 3 Minuten ist ;)

Ich würde mir das mit der Absicherung des Gartens nochmal überlegen - wie schon gesagt, ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Ex das irgendwie schafft, das erschien mir anfangs auch komplett unmöglich - aber sie hat es geschafft. Und das ist ein sehr guter Kompromiss (falls das Wort an der Stelle passend ist) für Katzen, die puren Freigang nicht kennen. Die können Frischluft schnuppern, können im Gras buddeln, können toben und rennen - aber sind nicht den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Natürlich war das Ganze etwas aufwändiger und wahrscheinlich auch nicht ganz billig, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

LG seven
 

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