Kitten aufnehmen - viele Fragen

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FinnFinn

FinnFinn

11.05.2012
215
0
Hallo zusammen!

Wir haben die Möglichkeit, 2 Kitten zu übernehmen. Sie wären zum Zeitpunkt des Einzugs 12 Wochen alt. Zwar hatten wir beide in unserer Kindheit Katzen, allerdings haben sich seitdem doch einige Dinge geändert im Hinblick auf Haltung etc. Daher ergeben sich einige Fragen bezüglich der Machbarkeit. Ich hoffe, ich bekomme hier ein wenig Aufschluss um entscheiden zu können, ob es tatsächlich eine gute Idee ist.

Das wir zwei Katzen nehmen, steht außer Frage. Nur welche Paarung ist sinnvoll? 2 Kater, 2 Katzen oder ein Päärchen? Kastrieren wollen wir in jedem Fall, ab wann macht man das? Und könnte es zu Problemen kommen, wenn es ein Päärchen ist?

Wir sind beide Berufstätig. Die
Katzen wären während meiner Arbeitszeit alleine, das sind ca. 6 Stunden. Ist diese Zeit vertretbar und wenn ja, ab wann ca? Also muss man sich, wie man es bei einem Welpen macht, einige Wochen Urlaub nehmen oder reicht eine kurze Eingewöhnungszeit?

Wieviel Platz brauchen die Katzen während ihrer Zeit alleine? Wir haben auch noch einen Hund, der bis auf eine kurze Pause Mittags ebenfalls zu Hause ist. Momentan hat sie Küche, Esszimmer und Flur + Büro zur Verfügung. Da sie die meiste Zeit verpennt, ist das kein Thema. Aber mit Katzen? Reicht denen das Wohnzimmer mit geschlossener Tür, ca 50qm, in der dann auch der Kratzbaum und ein Klo steht? Oder wäre es evtl. sinnvoll, das Zimmer mit einem Gitter gegen den Hund zu schließen, die Katzen aber dann den kompletten Bereich inkl. dem für den Hund haben? Unsere Schlafzimmer würden wir in jedem Fall geschlossen halten, wenn wir nicht zuhause sind.

Ab wann dürfen die Katzen in den Freigang? Ich habe gelesen, ab 1 Jahr. Ist das korrekt? Freigang würden wir gerne in jedem Fall anbieten, hier ist es ruhig und es gibt viele Gärten und Feld.

Wieviele Katzenklos müssten wir auf die ca. 150qm verteilen?

Was brauchen wir außer einem Kratzbaum, Schlafplätzen und Katzenklos noch an Erstaustattung?

Wie macht ihr das Nachts mit euren Katzen? Wir haben 2 kleine Kinder und deswegen immer alle Türen geöffnet, sodass wir mitbekommen, wenn gerufen wird. Ich möchte gerne vermeiden, das die Katzen sich zu den Kindern ins Bett legen...

Wäre es grundsätzlich denkbar, einen Aufenthaltsraum für die Katzen einzurichten, in dem sie sich aufhalten, klettern, spielen können etc? Wir hätten im Keller einen Raum mit ca. 30qm mit Fenster. Könnte man diesen als Katzengehege einrichten und die Katzen dort unterbringen, wenn wir nicht da sind? Oder ist das ganz veraltet und nicht artgerecht möglich?

Ich würde gerne wirklich alles durchdenken, bevor wir uns dafür oder dagegen entscheiden. Freue mich über ein bisschen Input und bitte seid nicht so hart zu uns, wir wollen es nur richtig machen!
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.067
1
Hi FinnFinn,

ich hab mich immer bewußt gegen Kitten entschieden, weil ich denen eben nicht gerecht werden könnte, deswegen kann ich nur einen Teil Deiner Fragen beantworten.

Paarung ist nach meiner Erfahrung (!!) total egal, solang sie halt zusammen aufwachsen. Ich hatte Katze und Kater, die Wurfgeschwister waren, die waren ein Herz und eine Seele. Klar spielen Kater etwas gröber, sind aber gleichzeitig auch sozialer. Jetzt hab ich 2 weibliche Katzen, und das ist Zickenterror...

Fragen bzgl. Abwesenheit, Hund und Kindern kann ich nicht beantworten, da ich eben nie Kitten hatte, und weder Kinder noch Hund hab (und haben werd ;)).

Freigang würde ich auch ab ca. 1 Jahr empfehlen, vorher find ich gar nicht gut. Hab da ganz traurige Erfahrungen in meiner Nachbarschaft gemacht - da durften die schon mit 12 Wochen raus - ging soweit auch gut, aber mit einem 3/4 Jahr wurde der schwarze Kater dann in einer Tempo 30 Zone nachts halt doch überfahren...

Jo, und nachts dürfen die Katzen zu mir ins Bett - das Kinderproblem hab ich wie gesagt nicht, und für meinen Freund ist das ok :) Für euch wäre dann wohl ein Babyfon die Lösung?

Das mit dem Aufenthaltsraum kannst aber mal gepflegt vergessen - Katzen sind immer da, wo sich ihre Menschen aufhalten, die verziehen sich nicht in ihr "Spielzimmer". Und die Katzen tagsüber in ein "Gehege" stecken - nee.... einfach nur nee. Die brauchen ihr Revier. Und ihr Revier ist die Wohnung.
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
0
Puuuh, so viele Fragen ;)

Ich versuche mal, das der Reihe nach abzuarbeiten ;) Bitte verzeih, wenn ich was übersehe...

Also..

1. Ob 2 Kater oder 2 Katzen oder gemischt - das würde ich vom Charakter der Tiere abhängig machen (andere sagen, lieber gleichgeschlechtlich, aber dafür gibt´s auch keine Garantie... Hier haben sich eher die Damen angezickt, während Kater/Katze deutlich besser funktioniert hat und auch immer noch funktioniert... Aber auch einige Mädels haben sich untereinander gut verstanden, Audrey und Julchen z. B. )

2. Es reicht eine kurze Eingewöhnungszeit. Die Katzen sind ja nicht allein, sie haben sich gegenseitig. Und sie werden sich gegenseitig beschäftigen. 6 Stunden Alleinbleiben ist für Katzen kein Problem, unsere Katzen hatten das auch quasi von Anfang an - wir hatten ein Wochenende zum Eingewöhnen, und das war´s. Oftmals ist es Katzen sogar lieber, wenn sie in Ruhe und unbeobachtet ihr neues Terrain erkunden können ;)
Meine Katzen sind derzeit unter der Woche zwischen 6 und 9 Stunden "allein" (sie sind ja zu dritt), aber Katzen sind da anders als Hunde, die kriegen das durchaus auch länger problemlos hin... Demnächst fahre ich auf Klassenfahrt, dann kommt nur morgens und abends jemand für Klos und Futter, da sind sie die restliche Zeit allein - ist für sie zwar auch Premiere, aber sie werden das hinbekommen ;)
3. Katzen mögen keine Veränderungen - sie gewöhnen sich nur sehr schwer daran, dass sie zu bestimmten Zeiten irgendwo hindürfen, zu anderen Zeiten aber nicht. Also sollten sie eigentlich möglichst viel Platz rund um die Uhr zur Verfügung haben. Sie verstehen nicht, warum sie mal in einen Raum dürfen und mal wieder nicht. Ich würde eher nach einer Lösung suchen, wo der Hund sich in einem begrenzten Raum befindet und den Katzen so viel Raum wie möglich und den eben auch dauerhaft zur Verfügung stellen (das gilt übrigens auch fürs Schlafzimmer - entweder sie dürfen rund um die Uhr rein, oder sie dürfen gar nicht rein. Sie zerlegen Dir sonst die Schlafzimmertür...)
4. Ja, ein Jahr bis zum Freigang ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, vorher sind sie viel zu unbedarft und leichtsinnig.
5. Katzenklos: 1 Klo pro Katze plus ein Extra-Klo - macht bei Euch dann 3 Klos, am besten ohne Haube, und wenn mit Haube, dann zumindest ohne Klappe, Katzen mögen sich für ihr Geschäft nicht zuschanzen, die haben lieber einen Blick auf ihre Umgebung.

Für 2 Katzen würde ich auch mindestens 2 Kratzbäume anschaffen und zusätzlich noch Kratzmatten und mindestens 2 Schlafkörbchen (da kann man aber auch improvisieren, ich hab´ z. B. zwei leere Regalfächer, da hab´ ich einfach zwei Kissen reingelegt, die werden auch gern als Schlafplätze genutzt (ich hab´ aber auch diverse Körbchen und Kratzbäume, aber manchmal geben sich die Katzen auch mit ganz simplen Lösungen zufrieden ;) )

Und zum letzten Punkt:
Das wird schwierig.
Entweder die Katzen nehmen komplett am Familienleben teil - und das heißt für mich auch, dass sie zu den Kindern können (wenn Du nicht möchtest, dass sie in die Kinderbetten gehen, musst Du, wie gesagt, am besten die Tür zu dem/den Zimmer/n rund um die Uhr für die Katzen verschlossen lassen - oder aber sie haben rund um die Uhr Zugang.)
Ich halte rein gar nichts davon, die Katzen im Keller einzusperren. Das würden sie nicht verstehen. Das ist in der Tat nicht artgerecht und wirklich veraltet, bitte macht das nicht! Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was meine Katzen anstellen würden, wenn ich das mit ihnen probieren würde :shock:

So, jetzt hast Du ein erstes Feedback - ich meine das alles nicht böse, sondern einfach nur ehrlich, und ich freue mich, dass Du vorher fragst und nicht einfach loslatschst und Dir Katzen ins Haus holst. Das will wirklich gut überlegt sein, noch dazu mit zwei kleinen Kindern...
LG seven
 
FinnFinn

FinnFinn

11.05.2012
215
0
Hallöchen und vielen Dank für eure Antworten!

Der Raum im Keller ist dann mal gestrichen... Das dachte ich mir schon fast und hätte es auch nicht gut gefunden!

Bezüglich Paarung bin ich auch im Bilde... Kann mir noch jemand beantworten, ab wann kastriert wird und ob es zu Problemen kommen kann bei Mädel und Junge wenns zu spät ist?

Reicht auch ein sehr großer Kratzbaum?

Der Rest ist auch klar! Bleibt mir noch zu überlegen, wo ich die Katzentoiletten hinstellen kann und wie wir das mit Allleinbleiben mit Hund bewerkstelligen können.
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
0
Wir haben unsere beiden Kleinen (Audrey und John-Boy) mit 5,5 Monaten kastrieren lassen. Es gibt aber auch die Möglichkeit der Frühkastra - wobei ich denke, wenn Ihr sie mit 5-6 Monaten kastrieren lasst, sollte da noch nichts passieren - länger würde ich bei einem gemischtgeschlechtlichen Pärchen allerdings nicht warten. (Was es für Probleme bei Mädel und Junge gibt, wenn es zu spät passiert, muss ich Dir jetzt aber nicht ernsthaft erklären, oder? ;) )
Das mit dem Kratzbaum musst Du ausprobieren. Gerade junge Katzen sind ja sehr bewegungs- und spielfreudig - ich glaube, ich würde versuchen, irgendwie noch einen zweiten unterzubringen - je mehr, desto besser ;)
Wir Ihr das mit dem Hund regelt - das müsst Ihr wahrscheinlich einfach ausprobieren. Es kann ja auch sein, dass die drei prima miteinander klarkommen (gerade wenn die Kätzchen noch so jung sind, haben sie ja noch keine negativen Erfahrungen gemacht und gehen vielleicht ganz offen mit dem Hund um und akzeptieren ihn als Mitbewohner. Dann könntet Ihr einfach alle Räume offen lassen.) Ansonsten müsstet Ihr halt schauen, wie Ihr in Eurer Abwesenheit zunächst Hund und Katzen trennt - aber eine Dauerlösung sollte das nicht sein, ich würde auf jeden Fall versuchen, die drei aneinander zu gewöhnen...

LG seven
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.067
1
Was den Kratzbaum angeht - es muß ja nicht ein Monster-Kratzbaum mit 97 Ebenen und einer Fläche von 4 qm sein ;) Ich hab auch nur einen "echten" Kratzbaum, aber wenn man sich so umschaut finden sich kleine Kratzbäume, Kratzsäulen usw. an allen erdenklichen Ecken. Die nehmen keinen Platz weg und werden supergut angenommen! Beim Kratzbaum solltest Du eh drauf achten, daß er eben nicht die 97 Ebenen hat, sondern mind. eine lange, durchgehende Säule (mind. 1,20 Meter).
 
FinnFinn

FinnFinn

11.05.2012
215
0
Oh, das sind tolle Tipps mit den Kratzbäumen! Wir haben in unserem Wohnzimmer eine schöne Ecke wo ein großer Kratzbaum hin passt. Klar, so kleinere Bäume hatte ich garnicht mitberechnet. Macht Sinn und wird mitgeplant.

Ich weiß was passiert wenn sie nicht kastriert werden und ich würde das auf jeden Fall umgehen wollen! :lol: Ich meinte eher so markieren beim Kater etc.

Natürlich ist das Ziel, die Tierchen alle miteinander zu gewöhnen. Ich denke aber, da reicht ein WE nicht... Vielleicht ist für den Anfang wirklich die Trennung am Besten. Und noch ein paar Tage freinehmen, das es ca. 5Tage sind insgesammt bis wirklich alle alleine bleiben müssen. Es wäre sicher auch möglich, den Hund für ein paar Tage mit auf die Arbeit zu nehmen, sodass die Katzen erstmal alle Räume für sich haben.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.067
1
Es wäre sicher auch möglich, den Hund für ein paar Tage mit auf die Arbeit zu nehmen, sodass die Katzen erstmal alle Räume für sich haben.
Das find ich eine großartige Idee! Was die Aneinandergewöhnung von Hund und Katze angeht - Barcelos hat das auch geschafft. Ihr Hund mochte Katzen gar nicht (wie steht denn Dein Hund so zu Katzen?), aber der akzeptiert die zugelaufene Katze inzwischen als Haushaltsmitglied.

Ach und was den Standort des Kratzbaums angeht - meiner stand zuerst auch in einer Ecke, in die ich kaum geschaut hab. Er wurde ignoriert. Dann wurde er halt umgezogen zwischen Couch und TV (auf den TV kann ich aber trotzdem noch schauen ;)) - und seitdem ist er heißbegehrt. Katzen sind halt gern mal mittendrin, nicht nur dabei ;)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Es gibt aber auch die Möglichkeit der Frühkastra - wobei ich denke, wenn Ihr sie mit 5-6 Monaten kastrieren lasst, sollte da noch nichts passieren - länger würde ich bei einem gemischtgeschlechtlichen Pärchen allerdings nicht warten.
Katzen können ab 4 Monaten gedeckt werden.
Da würde ich mitnichten auch nur ansatzweise das Risiko eingehen.

Es gibt inzwischen auch einige Studien dazu, dass Frühkastrationen sehr gut vertragen werden und in der Regel komplikationsloser verlaufen.
Viele seriöse Züchter lassen inzwischen grundsätzlich mit 11-12 Wochen kastrieren.

Woher kommen die Kitten denn?
Deine Fragen sind, so gut wie ich es finde, dass du dir vorher Gedanken machst, eben eig. Fragen, die einem ein guter Züchter bereits hätte beantworten können.
Oder sind es Tierschutztiere?
 
FinnFinn

FinnFinn

11.05.2012
215
0
Der Kratzbaum stände zwar in einer Ecke, aber trotzdem mitten im Raum :mrgreen: Unser Wohnzimmer wird von einer großen Couch quasi in 2 Bereiche getrennt und der Baum würde dann direkt hinter der Couch im vorderen Bereich vor einem Fenster stehen.

Die Katzen kommen aus dem Tierschutz und sind momentan grade mal ein paar Tage alt. Wir werden sie das erste Mal besuchen, wenn sie die Augen offen haben und dann sicher auch viele Fragen stellen können. Ich bin abervjetzt schon interessiert und hasse Warten... :004:

Und die Info zur Frühkastration ist super, da werde ich mich auch mal belesen.

Werde dann jetzt mal Barcelos Thread lesen gehen...
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Hätte mich bei dir jetzt auch gewundert, wenn du zum Vermehrer gegangen wärst ^^

Bzgl. der Geschlechterkonstellation übrigens- Ja, Kater können sich anpassen an das normalerweise sanftere Spielen von Mädchen, das heißt aber nicht, dass sie dann zufrieden sind.
Es KANN funktionieren, aber wenn ich die Möglichkeit hätte gleichgeschlechtliche Geschwister zu nehmen würde ich das tun.

Kater spielen einfach anders.
Das ist ein biologisches Faktum. Nur weil sich manche Kater besser im Griff haben als andere heißt das nicht, dass sie nicht auch gern raufen würden.
Und die Ausnahme eines rüpelhaften Mädels würde ich nicht unbedingt beschreien wollen.

Bei Kitten lässt sich ein "Charakter" im eigentlichen Sinne auch noch nicht wirklich feststellen. Auch Katzen entwickeln sich weiter und meine Beiden z.B., die anfänglich ein Herz und eine Seele waren, haben sich im klassischen Rüpelalter bis aufs Blut geprügelt und zwar nicht zu knapp, weil er prügeln wollte und sie nicht.
Davon hat sie heute noch etliche Narben.

Und ich habe hier wirklich die klassische Konstellation junger Kater + zwei Mädels sitzen und das funktioniert nur durch sehr sehr viel Management unsererseits.
Ist der Kater unterbeschäftigt riskiere ich ernsthaften Knatsch in der Gruppe. Und das ist nicht witzig- händelbar, aber vermeidbar, wenn man einfach darum weiß, dass Kater schlicht anders spielen.

Ich hänge dir zur Frühkastration auch nochmal einen Link an, da sind auch noch Quellen etc. genannt :)
http://www.cat-care.de/fruehkastration.pdf
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
0
Und da haben wir sie wieder, die wohlberühmte Geschlechterdiskussion...
Audrey und John-Boy sind Streunerfindelkinder und Geschwister und als Kitten zu uns gekommen - dieses Jahr werden sie 8 Jahre alt und sind bis heute ein Herz und eine Seele. Die können einfach nicht ohne einander.
Man kann das einfach nicht pauschalisieren, und wenn ich das Dreamteam Audrey/John-Boy sehe, die wie Kletten aneinander hängen, kann ich einfach nicht unterschreiben, dass gleichgeschlechtliche Zusammensetzungen besser sind.
Ich hab´ ja jetzt hier noch das Trio Poldi (m) und Dinah/Netty... Und wer versteht sich und ist heute - herrlich anzusehen übrigens - gemeinsam auf der Terrasse durch den Schnee gestapft? Netty und Poldi. Und wer faucht sich schon von weitem an? Dinah und Netty...
So what...
Bei älteren Katzen kann man´s vielleicht am Charakter festmachen, bei Kitten ist es einfach Glückssache, wie sie sich dann weiter entwickeln...

LG seven
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Off-Topic
Nochmal ganz deutlich für dich seven:

Ich rede vom Spielverhalten.
Und das ist schlicht und ergreifend unterschiedlich.

Das heißt nicht, dass Katze - Kater nicht harmonisch (im allgemeinen Zusammenleben) sein können, aber bezogen auf das Spielverhalten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es bei gleichgeschlechtlichen Paaren besser passt einfach höher.
Und wenn man dann Pech hat überträgt sich das auf die gesamte Beziehung.

Für Katzen ist Spielen einfach extrem wichtig und da würde ich persönlich nicht mit einem "Ach, klappt schon" zufrieden geben wollen.

Dass es TROTZ dieser Unterschiede klappt ist schön, aber absolut nicht selbstverständlich.
Genau so wenig wie es selbstverständlich, dass Katzen so rein gar nichts von Spielen halten, sondern sich ausschließlich selbst beschäftigen.

Ich bin inzwischen schon seit geraumer Zeit in mehreren Foren/FB-Gruppen etc. aktiv und im Gegensatz zur ständig beschworenen Mentalität á la "Das passt schon, wenn die zusammen aufwachsen" ist die Anzahl der Halter, die sich doch letzten Endes noch einen Kater dazu holen oder den Kater abgeben, weil es einfach nicht funktioniert schon verdammt hoch.

Auch bei den Katzen, die ich so direkt im Umkreis kenne, sind Katze-Kater-Konstellation nur dann harmonisch, wenn nicht gespielt wird.
Aber das ist vermutlich auch alles nur Charaktersache.
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
0
Danke für Deine ausführliche Belehrung, und Du kannst es noch so deutlich schreiben, ich sehe es anders.
Hier haben immerhin auch 2 Kater und 4 Katzen zusammengelebt, mit Altersunterschieden bis zu 8 Jahren... Und da hab´ ich im Spielverhalten nicht wirklich Unterschiede gesehen... Die beiden Kater haben sich überhaupt nicht gerauft - ich könnte mal ein Foto suchen gehen (hat bei irgendeinem Katzenfotowettbewerb mal mitgemacht), wo sie nebeneinander kuscheln... Und die Kater haben auch nicht mit den Katzen gerauft - sowas gab´s hier einfach nicht... Die einzige, die hier aus der Reihe fällt, ist Diva Dinah, die es aber schlichtweg nicht mit anderen Katzen hat... und selbst die kann´s noch eher mit dem Pold als mit der Netty.

Ich hasse nichts so wie Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen.
Ich sage ja gar nicht, dass Katze-Katze oder Kater-Kater nicht gut zusammenpassen.
Ich sage aber genauso wenig, dass Katze-Kater nicht passt.

Und sorry, da lasse ich mich nicht so abstempeln, als wäre ich ein Kleinkind... das finde ich schon arg vermessen...
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Off-Topic
Ich lass es mal im OT, weil es ja nicht wirklich was mit FinnFinns Beitrag zu tun hat.

Wenn deine Katzen generell überhaupt nicht spielen ist das aber auch eine absolute Ausnahme.
Gerade junge Katzen raufen beim Spielen, das ist absolut normal.

Ich würde mir bei Jungtieren, die nicht spielerisch raufen/prügeln definitiv Sorgen machen.
Kuscheln hat halt einfach nichts mit Spielverhalten zu tun.

Man kann natürlich alle abweichenden Verhaltensweisen mit "Charakter" begründen, aber man kann sich auch durchaus mal fragen, ob man nicht bestimmte Parameter optimieren kann bzw. warum genau bestimmte Verhaltensweisen nicht gezeigt werden, die aber eigentlich zum normalen Verhaltensrepertoire gehören.

Deine Pauschalisierungen stützen sich ja auch nur auf deine Katzen.
Weil es bei dir funktioniert und deine Katzen überhaupt nicht spielen (was du ja auch nicht müde wirst zu betonen) heißt das nicht, dass das bei allen Katzen so ist bzw., dass es immer egal ist welches Geschlecht man wählt.

Es ist eben nicht immer alles nur eine Frage des Charakters.

Wenn du dich als Kleinkind abgestempelt fühlst, weil ich versuche dir meinen Standpunkt klar zu machen, den du ja scheinbar nicht nachvollziehen kannst, ist das schade, aber macht mir jetzt auch keine Bauchschmerzen.
 
seven

seven

24.12.2006
15.120
0


- - - Aktualisiert - - -



- - - Aktualisiert - - -

Irgendwas hat jetzt mal wieder nicht mit den Fotos geklappt, aber ist jetzt auch egal...
Man sieht auf den ersten drei Fotos (die anderen sollten hier gar nicht hin, aber nun gut)...
Poldi und John-Boy (Stadler und Waldorf), Audrey und John-Boy und Audrey/John-Boy ineinander gekuschelt und Poldi daneben...
Dann: Dinah, Audrey, John-Boy, Julchen, dann Audrey, John-Boy und Julchen in ein und demselben Kratzbaum, dann Audrey, dann Julchen, dann Audrey, Julchen und Dinah im selben Kratzbaum, dann Audrey und John-Boy, dann Audrey im Karton, dann Audrey und John-Boy, dann Audrey, und der Rest ist John-Boy.
Warum diese ganzen anderen Fotos noch mit da reingerutscht sind, weiß ich nicht, eigentlich sollten es nur die ersten drei werden...
Jedenfalls sieht man, dass jede/r mit jeder/jedem kann...
Und es tut mir leid, dass ich hier schreibe, was meine Katzen machen oder auch nicht machen. Und wenn sie nicht spielen, dann spielen sie nicht - was soll ich jetzt tun? Mich auf den Kopf stellen und mit den Füßen Hurra schreien?

Sorry, FinnFinn, aber ich konnte das einfach nicht auf mir sitzen lassen und bin jetzt auch erstmal still...
seven
 

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Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Off-Topic
Schade, dass wir ganz offensichtlich komplett aneinander vorbei reden. Aber um den Thread jetzt nicht komplett damit zu blockieren werde ich es jetzt einfach lassen, scheinbar werden wir da so oder so nicht auf einen Nenner kommen können, wenn der Diskussionspunkt nicht klar ist.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.067
1
Bzgl. der Geschlechterkonstellation übrigens- Ja, Kater können sich anpassen an das normalerweise sanftere Spielen von Mädchen
... und Mädels können sich ans gröbere Spiel von Jungs anpassen ;) Mit Lilly hab ich hier ein echtes "Mannsweib" sitzen. Dann kam Toulouse dazu, der zwar Kater, aber vom Verhalten her deutlich mehr Mädchen als Lilly war! Ich bin da ganz bei Seven: man kann das einfach nicht über einen Kamm scheren. Wie bei uns Menschen halt auch ...
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
3
Off-Topic
Sorry, Audrey, aber Toulouse hat unter dem Sofa gelebt und war herzkrank, wenn ich mich nicht irre, oder?
Das ist jetzt kein sonderlich gutes Beispiel.



Und einfach nochmal: Ich sage nicht, dass es GAR nicht klappen kann, wenn es eben besagte Ausnahmen sind, aber die WAHRSCHEINLICHKEIT, dass es mit gleichgeschlechtlichen Geschwister insbesondere auch vom Spielverhalten her passt ist einfach höher.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.067
1
Off-Topic
Toulouse war die erste Woche topfit und hat sich weitaus mehr gezeigt und getraut als das Quiekie... Unter die Couch hat er sich erst in der 2. Woche verzogen.
 

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