Silver Labrador Problematisch

Diskutiere Silver Labrador Problematisch im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo. Wir sind seit 3 1/2 Jaren in Besitz einer silbernen Labradordame. Nun hat Sie uns vor einem halben Jahr das erste Mal angegriffen, als sie...
lili4ever

lili4ever

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Hallo. Wir sind seit 3 1/2 Jaren in Besitz einer silbernen Labradordame. Nun hat Sie uns vor einem halben Jahr das erste Mal angegriffen, als sie ihren Korb verteidigen
wollte. Daraufhin haben wir eine Trainerin gefunden, die uns schon sehr geholfen hat. Emmy ist mein 4. Labrador. Bisher hatte ich immer schoko labradore. Agressionen waren bei allen nicht vorhanden. Dieses Verhalten zeigt mein silberner labrador immer, sobald man ihr spielzeug, ihr Fressen, ihr Revier "beansprucht". Auch zeigt sie eine sogenannte mannschaerfe. Die Trainerin entdeckt in ihr sehr viele Eigenschaften eines Weimaraners. Ich habe Emmy aber bewusst bei einem Zuechter in Hamburg gekauft. Hier wurde mir gesagt, sie sei reinrassig. Hat jemand aehnliche Erfahrungen machen muessen? Gruß Christel
 
15.03.2018
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Foss

Foss

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Hallo,

Hier wurde mir gesagt, sie sei reinrassig.
Was wurde denn "gesagt"?
Hast du denn irgendwelche entsprechenden Zuchtpapiere bekommen - von einem anerkannten Hundeverein?
Abstammungsnachweise, Gesundheitszeugnisse, Showergebnisse und Prüfungen der Elterntiere...?
Heutzutage ist auch Papier sehr geduldig (jeder Mensch kann selbst einen Verein gründen,...) und ohne offizielle Züchterpapiere oder eines Vereins kann man nur schwer/kaum nachvollziehen ob ein Weimaraner mitgemischt hat oder nicht.

Die Standartfragen:

- Wie lastet ihr denn Hund aus?
- Kastriert/unkastriert?
- Ab welchem Alter hat das Ganze angefangen?
- Wie habt ihr versucht, Grenzen aufzuzeigen?
- Wie hat die Trainerin denn gearbeitet? Was würde euch denn empfohlen von ihr?

LG
 
cherry-lein

cherry-lein

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Die Trainerin entdeckt in ihr sehr viele Eigenschaften eines Weimaraners. Ich habe Emmy aber bewusst bei einem Zuechter in Hamburg gekauft. Hier wurde mir gesagt, sie sei reinrassig.
Es gibt silberne Labradore die tatsächlich reinrassig sind aber die sind eher selten denn diese Farbe ist in den meisten Zuchtverbänden nicht offiziell anerkannt. Viel öfter dagegen finden sich die Züchter die den Labbi über mehrere Generationen mit dem Weimaraner kreuzen und so fälschlicherweise "reinrassige" silberne Labradore verkaufen. Ich vermute mal das ihr an so einen Züchter geraten seid.
Ursprünglich gibt es den Labbi nur in 3 Farben, alle anderen Farben wurden rausgezüchtet über Gendefekte oder über Einkreuzung einer anderen Rasse. Es kann gut sein das euer Hund nicht nur die Farbe sondern auch Charakterzüge des Weimaraners behalten hat.
Weimaraner sind halt durch und durch Jagd- und Arbeitshunde, lastet man diese Hunde nicht richtig aus kann Unterforderung in Aggressivität umschlagen. Möglicherweise braucht euer Hund mehr zu tun um geistig und körperlich zufrieden zu sein aber das lässt sich aus der Ferne schlecht beurteilen.

Ich würde weiterhin an dem Territorialverhalten arbeiten und testen ob der Hund durch mehr körperliche und geistige Beschäftigung zufriedener wird.
 
lili4ever

lili4ever

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vielen dank für eure schnelle antwort.
also, für emmy haben wir von dem züchter bitte keine Namen nennen! in hh die emmy mit einem ahnenpass des Nationalen Rassehunde Club Deutschland e.V. (NRCD) erhalten.
Emmy wurde nach ihrer ersten läufigkeit kastriert.
das erste mal angeknurrt hat sie mich und meinen sohn vor 1/2 Jahr, also mit 3 Jahren. bis dahin haben wir sie wie unsere vorherigen labradore aportieren lassen.
jetzt, da die trainerin eine "resourcenarschigkeit" festgestellt hat, sollen wir keinerlei stöckchenspiele mehr machen. zuerst sollten wir natürlich auf die grundsätzlichen dinge sehr konsequent achten (wir zuerst aus der tür, nicht "totquatschen", leinenführigkeit, die üblichen sachen eben) darüber hinaus aber die resourcenorientierung steuern. z.b. fremde anbellen, auch im garten unter kontrolle halten, korb aus dem zentrum des geschehens, d.h. in eine ecke des hauses, besucher sollen sie ignorieren, erst wenn sie entspannt ist freigabe geben....überhaupt immer erst den entspannten moment abwarten, bis sie irgendetwas darf, wie z.b. aus dem auto raus....
auslasten tuen wir sie im augenblich mit laufen am rad oder parcour im wald. konzentrationsgeschichten.
sie trägt jetzt in bestimmten situationen ein maulkorb, damit ich besser handeln kann. mein vertrauen ist doch ziemlich erschüttert.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Ich habe Emmy aber bewusst bei einem Zuechter in Hamburg gekauft. Hier wurde mir gesagt, sie sei reinrassig.
"Reinrassig" ist ja kein biologischer Begriff. Von den Zuchtvereinen wird festgelegt über wie viele Generationen nur Hunde einer Rasse verpaart werden durften, damit die Welpen aus einem Wurf als reinrassig gelten. Meist sind es 4-6 Generationen.

Allerdings glaube ich nicht, dass euer Hund bissig ist aufgrund seiner Fellfarbe, es wird einfach eine Mischung sein aus ihrer persönlichen Veranlagung (und die muss auch bei einem reinrassigen Hund nicht immer 100% der Rassebeschreibung entsprechen), ihrer Erfahrung und Sozialisation, sowie der Erziehung.

Dieses Verhalten zeigt mein silberner labrador immer, sobald man ihr spielzeug, ihr Fressen, ihr Revier "beansprucht".
Habt ihr ihr vielleicht absichtlich oder unabsichtlich regelmäßig Dinge weggenommen, ohne dass ihr es vorher geübt hattet, bzw ohne dass sie einen Ersatz dafür bekam?
Wenn Hunde häufig beim Fressen gestört werden, man ihnen einfach willkürlich und ohne Ersatz Spielzeuge wegnimmt, oder sie an ihrem Ruheort stört, kann es durchaus sein, dass sie irgendwann versuchen mit Warnungen und Aggressionen ihre Ruhe einzufordern.
 
lili4ever

lili4ever

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Vielen dank, kompassqualle, auch fuer ihren kommentar. Mir geht es hier in diesem forum viel weniger um das thema ob "echter labbi"oder nicht ( darüber gibt es ja schon genug emotionale diskussionen im netz) und auch nicht ob richtig erzogen oder nicht ( dazu haben wir schon professionelle hilfe eingeholt) als viel mehr zum einen darum, dass ich menschen suche, denen es aehnlich ergangen ist, um mich auszutauschen, und zum anderen, andere menschen, die auf der suche nach dem geeigneten hund für ihre familie sind, mitzuteilen, was uns passiert ist und welche fehler wir bei der wahl und vielleicht auch erziehung gemacht haben. Wir sind labradorerfahren und haben uns bewusst wieder für einen solchen familientauglichen hund entschieden. Wir haben natürlich auch festgestellt, dass jeder unserer labradore einen eigenen Charakter mitbringt und jeder wieder eine neue herausfordeung darstellt. Aber eine mannschärfe, wie bei unserer emmy, stellt eine enorm große herausforderung und verantwortung an uns. Wir lieben unsere emmy und wir werden alles unternehmen, damit wir das hinkriegen. Nur, ich werde meinen sohn seit den angriffen nicht mehr alleine mit dem hund lassen. Das vertrauen ist weg. Ich hoffe, sie verstehen, worum es mir hier geht.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Allerdings glaube ich nicht, dass euer Hund bissig ist aufgrund seiner Fellfarbe, es wird einfach eine Mischung sein aus ihrer persönlichen Veranlagung (und die muss auch bei einem reinrassigen Hund nicht immer 100% der Rassebeschreibung entsprechen), ihrer Erfahrung und Sozialisation, sowie der Erziehung.
Die Farbe macht nicht bissig, nein, aber wenn da ein Weimaraner mitgemischt hat bringt der Hund die entsprechenden Anlagen mit und das sind genau die, die die TE hier beschreibt.
Grundsätzlich sind Weimaraner total geniale Hunde, es hat aber durchaus seine Gründe warum es hochemotional wird, wenn es um entsprechende Mixe geht, die als Labradore "gehandelt" werden. Beim Labrador sind es einfach vollkommen andere Grundlagen, die man selektiert hat/will als beim Weimaraner und ein Mix daraus ohne einen Weimaraner mit all den netten Eigenheiten zu wollen ist einfach schwierig. Machbar, aber eine ziemliche Herausforderung und Umstellung.
 
lili4ever

lili4ever

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Ich bin sehr froh und dankbar, dass Sie verstehen, worum es mir hier geht. Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Tipp geben, wie ich andere Betroffene erreiche.
 
Flumina

Flumina

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Also erst mal willkommen hier

Und dann... Es gibt keine Silber Labradore. Ich war lange in der Retriever Szene aktiv. Das sind immer einkreuzungen von Weimaranern oder wirklich eine fehlfarbe was seeeeeeeeeehr selten vor kommt und meistens bei dissi Vereinen.

Das dein Hund so ist wie er ist hat einerseits mit Prägung, Genetik und eigenem Charakter zu tun.

Habt ihr schon mal mit einem guten Trainer geredet?

Wie ist der Hund aufgewachsen? Wurde er gut sozialisiert?

Edit: ok ne Trainerin habt ihr schon mal. Das klingt ansich jetzt mal gar nicht so schlecht. Ich würde da jetzt einfach Konsequent drann bleiben. Wwnn du dich sicherer fühlst dannach ruhig Maulkorb drauf denn wenn du dich sicherer fühlst kannst du auch viel besser arbeiten, als mit angst.

Gesendet von meinem Samsung Galaxy S5 via Tapatalk
 
lili4ever

lili4ever

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Ja, das ist wirklich so mit dem maulkorb. So kann ich viel souveräner handeln.
 
S

Simpat

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Ich kenne mich mit Hundezucht ja überhaupt nicht aus, habe aber trotzdem hier mal versucht die Stammbäume etwas zu verfolgen, konnte jetzt keine Einkreuzungen von Weimaranern entdecken. Es scheint tatsächlich beide Möglichkeiten zu geben, eine Verdünnung von Chocolate (Mutation aus schwarz) und natürlich auch die Einkreuzung von Weimaraner, bin dann auch noch auf diesen Artikel gestoßen: http://www.wuff.eu/wp/die-fellfarben-des-hundes-relevant-fuer-gesundheit-und-verhalten/.

Ich finde es nicht gut, dass man jetzt der TE einfach unterstellt, dass das Verhalten ihres Labradors belegt, dass da Weimaraner mit eingekreuzt worden sind. Es kann sein, muss aber nicht sein. Da schließe ich mich Kompassqualle voll und ganz an.

Jedenfalls finde ich es gut, dass die TE sich jetzt Hilfe geholt hat, weil wir hier sind keine Fachleute und vor allem kennen wir den Hund nicht. Man kann mit entsprechenden Training wirklich viel erreichen und ich hoffe, dass das auch hier dann der Fall ist und lili4ever auch wieder volles Vertrauen zu sich und ihrem Hund bekommt und noch weiterhin viel Freude an Emmy hat.
 
Balthasar

Balthasar

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Was mir grade auffällt, die Hündin wurde nach der ersten Läufigkeit kastriert.
Bei Hündinnen kann eine Kastration aggressives Verhalten verstärken, da die weiblichen Hormone als Gegenspieler zum Testosteron fehlen.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Simpat, das hat nichts damit zu tun, dass man der TE was will, die Wahrscheinlichkeit für eine Weimaraner-Einkreuzung ist schlicht sehr hoch.
Es gibt die Aufhellungs-Mutation, ja, aber so viele silberne Labradore wie es aktuell auf dem Markt gibt wäre das nur über die Mutation nicht mal ansatzweise erklärbar.

Grundsätzlich ist dieses Verhalten ja auch trainierbar, hat ja auch niemand abgestritten, Weimaraner sind schließlich keine lernresistenten Wesen o.ä., sie bringen halt andere Anlagen mit.

Gearbeitet werden muss so oder so mit dem Hund, ob jetzt Labrador oder Weimaraner.
 
S

Simpat

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Simpat, das hat nichts damit zu tun, dass man der TE was will, die Wahrscheinlichkeit für eine Weimaraner-Einkreuzung ist schlicht sehr hoch.
Es gibt die Aufhellungs-Mutation, ja, aber so viele silberne Labradore wie es aktuell auf dem Markt gibt wäre das nur über die Mutation nicht mal ansatzweise erklärbar.
Soweit ich weiß, ist das Gen für diese Verdünnung rezessiv, man sieht es also nicht sofort und wurde aber in den meisten Fällen nicht weiter gezüchtet, da die Farbe offiziell nicht anerkannt ist, dadurch kann sie aber trotzdem in mehreren Linien schon vorhanden gewesen sein. Wenn sich jetzt Züchter entschlossen haben die Farbe zu züchten, geht es doch relativ leicht. In diesem Fall hier habe ich auch eine Halbgeschwisterverpaarung entdeckt, welche vermutlich auch dazu gedacht war, um die Zahl der Welpen in der gewünschten Farbe zu erhöhen.

Kenne ich jetzt zum Beispiel bei den BKHs ja auch, ist zwar aus den Katzenzucht, aber doch passend zum Thema: Bei den British Langhaar war es doch ähnlich, solange die nicht als Rasse anerkannt und verpönnt waren, hat man den langhaarigen Nachwuchs nicht weiter berücksichtigt und einfach aussortiert, trotzdem war das Langhaargen in einigen Linien doch schon längt rezessiv vorhanden, daher kommt es auch immer wieder mal vor, dass man zwei kurzhaarige Briten verpaart und es kommen auf einmal auch langhaarige Kitten daraus hervor. Inzwischen haben die Highlänger längst ihre Anhänger und Fans gefunden und werden gezielt gezüchtet und da kamen dann auch in relativ kurzer Zeit viele BHL zum Vorschein.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Da es etwas weit vom Thema wegführt:

Außer bei z.B. dem Weimaraner, wo man nicht einmal weiß warum diese Rasse nicht betroffen ist, gibt es bei blauen (denn eig. heißt die Farbe blau, nicht silber) Hunden dummerweise eine Erkrankung, die bei dem Dilute-Gen im Zweifelsfalle "mitgeschenkt" wird.
Wenn du googlen möchtest - CDA bzw. blue dog disease

Dem sollte man einfach keinen Vorschub leisten und ohne Zucht in entsprechenden Vereinen, die da ein Auge drauf haben könnten wer da was wie verpaart kann einem das Blaue vom Himmel versprochen werden.

Ich hänge nochmal einen Text bzgl. der Herkunft blauer Labradore an: https://notosilverlabs.wordpress.com/2014/01/01/analysis-of-the-silverlabrador-population/



 
S

Schweinemama

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Weimaraner haben keine mannschärfe die aus dem nichts auftaucht. Und nur weil verhaltensweisen eines weimaraners in einem Hund entdeckt wurden, heisst das nicht, dass einer dabei sein sollte. Äusserst intelligent (und alle anderen hunderassen haben einen Iq eines kühlschranks?), quatsch huskys sind weit intelligenter- brauchen aber keinen Menschen-mpf. Ward ihr beim tierarzt, arthrose, gicht, verrissen, mitunter können tiere da auch gereizt werden. Leider, hat schon Conrad lorenz gesagt, das schrecklichste was einer Rasse passieren kann ist, dass sie in Mode kommt.

Es gibt bei Hunden auch diese berühmten Abschnitte wo es darum geht- wer is denn nun der Chef. Futterschüssel um vollen zustand wegnehmen während der hund frisst ust königsklasse. Da spreche ich meinen hund an, tupfe ihr auf die schulter, sag ein kommando und warte einen augenblick dass sie einen schritt zurück geht weil ich sonst an den napf gar nicht rankomme. Wegnehmen, viel loben, hund mitnehmen, sache erledigen, schüssel wieder hinstellen.

Aber du solltest auch daran arbeiten duch dem hund gegenüber zu behaupten. Die tiere riechen Angst, die riechen deinen Stresspegel und da steigt die unsicherheit noch mehr.
 
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Bitte, bitte, bitte niemals mit diesem Blödsinn anfangen dem Hund das Futter wegzunehmen.
Dieses absolut unnötige und total veraltete Denken, dass man als "Chef" dem Hund sein Futter wegnehmen muss um ihn zu dominieren verunsichert Hunde massiv. Und ein ressourcenaggressiver Hund wird (mit Recht!!!) sein Futter verteidigen.

Selbst das rangniedrigste Tier in einem echten Wolfsrudel darf und wird sein Futter verteidigen, denn kein wirklich souveräner Anführer würde eine Herausgabe mit Druck oder Gewalt erzwingen.

Das Wegnehmen von Fressbarem ist die Kür der Erziehung und erfordert extrem viel Vertrauen seitens des Hundes.

Die Lebensgrundlage unkalkulierbar für den Hund wegzunehmen und damit das Vertrauen zu zerstören um Vertrauen zu erzeugen ist einfach absolut überholt.

Die meisten Hunde lassen das einfach über sich ergehen, weil sie ihrem Menschen einfach eine gewisse soziale Dummheit zugestehen- und darüber können die meisten Leute nur froh sein.
 
S

Schweinemama

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was ich nicht verstehr, der tiertrainer muss einschreiten weil dich dein Hund anknurrt, bzw deinen Sohn? Es gibt natürlich verschiedene formen von anknurren, futterschüssel wegnehmen und angeknurrt werden ist mitunter normal. Der hund wird ja sagen dürfen: wart, im moment ist es mir zu viel. Es ist für den Hund auch Stressabbau, besser knurren als schnappen oder beissen.

Mit dem Hundefutterschüsserl wegnehmen provozierst du, es gibt hunde die schlingen vor der abnahme noch alles mit einem schluck runter (bauchweh, speiberei, etc).

Futterwegnahme lässt sich vom Rehrattler bis hin zum irischen Wolfshund keiner so gerne gefallen. Und knurren tun sie alle, es kommt aber sehr auf die Tonlage des knurrens an.
 
Julia_93

Julia_93

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Wenn ich meinem Hund was zu Essen hinstelle, wieso soll ich ihm das wieder weg nehmen?
Ich stelle es ihm doch hin, weil er es essen soll:eusa_think:
Was ich wohl mit Akuma trainiert habe ist das man mit der Hand an den Napf kann wenn er frisst. Das habe ich ihm auch nur beigebracht, weil bei uns manchmal Kinder rumlaufen. Die wissen zwar das die nicht zum Hund dürfen, wenn er frisst aber man weiß nie.
Und manchmal habe ich vergessen ihm noch was zu geben, da tue ich es einfach rein.

Wenn ich hungrig bin und man mir einen Teller mit Essen hinstellt, ich das esse und man mir das wieder wer weg nimmt, bin ich auch mega angepisst.
 
S

Schweinemama

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Ich denke das sind längst überholte "Dominanz" Prüfungen. Einerseits sind sie mitunter gefährlich für den Hundehalter (Schnappt der Hund auch mal Gerne) und andererseits ist es gesundheitlich wie gesagt fraglich. Es gibt Hunde die würgen kurz vor oder nach der Futterschüsselabnahme alles in sich hinein aus Angst - das könnte jederzeit wieder passieren.

Bitte: ein Gesundes Verhalten anerziehen. Ist das Vertrauen zum Hund erst einmal da, und der Hund vertraut dem Besitzer auch (ein vollständiges Vertrauen gibt es sowieso nur bei sehr sehr wenigen Hunden, und das ist dann meist nicht erzogen - sondern Gottgegeben) darf man natürlich auch an Problemen arbeiten, dass der Hund für Tablettengaben etc von der Futterschüssel weggelockt werden kann. Dass man aufgrund irgendwelcher Situationen dem Hund während des Essens ins Maul greifen muss - bitte unbedingt mit Vorankündigung an den Hund - Aus - pfui - nein - die beste Strategie für solche "Spuck das sofort wieder aus Sachen" vom Tierarzt zeigen lassen. Nase zuhalten - Maul aufreisen oder mit den Fingern zwischen die Fangzähne zu stochern kann äusserst gefährlich werden (wie z.b. Giftköder gefressen, etwas beim grundeln im Wald erwischt zu haben), tierkohletabletten greifbar zu haben -rettet leben . Nur da gehört bitte zuerst die Basis gestärkt - das Vertrauen und auch den Hund auf diese Situationen vorzubereiten. Besser ist natürlich dem Hund beizubringen, nichts vom Boden zu Fressen, nichts von Fremden zu nehmen und vor allem sich erst einmal das Okay des Besitzers zu holen - bevor er Nahrung aufnimmt.

Für mich sind diese Verhaltensdiskussionen zwischen Hund und Besitzer manchmal unerklärlich. Einerseits werden Hunde gezüchtet, die Mannscharf, für die Jagd im Wasser, an Land etc ein paar Jahrhunderte auf dem Bucken haben, andererseits verbietet das Gesetz die Abrichtung eines solchen Hundes. Die Hunde vor allem Retriever und co kamen vor 30 Jahren als mittelprächtige Jagdhunde daher und sind nach 4 Generationen plötzlich lustige kleine Schosshunde, denen auch mit dem Baseballschläger eins drübergezogen werden darf und die wedeln immer noch lockerflockig mit dem Hintergestell (solche Hunde gibts nur von einer Rasse und die heisst Steiff) . Wirds ihm dann aber zuviel und er schnappt - ist er ein böser Hund, aber immer noch ein Hund der mit 3 jährigen über die Wiese rennen darf.

Es hat so jeder Hund seine vor und Nachteile. Die einen sind überängstlich und reagieren dann plötzlich gen-konform. Etwas was vom Hundebesitzer nicht erwünscht wird. Die anderen sind regelrechte draufgänger, ständig am rumlaufen und neue Leute kennenlernen, eine domestizierung ist da komplett fehlgeschlagen - aber alle sagen "das ist aber ein lieber Hund": Auch der Besitzer muss sich dem Hund anpassen, auch seine Fehler sehen und dementsprechend reagieren. Knurrt mich ein Hund an in einer Tonart die für mich bedenklich ist - muss ich an meinem Verhalten arbeiten - aber auch am Verhalten des Hundes.
 
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