In Memoriam: Mads 18. November 2015 – 25. März 2018

Diskutiere In Memoriam: Mads 18. November 2015 – 25. März 2018 im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Madsimads, mein Geschenk des Schicksals. Es war klar, dass dieser Tag kommen muss. Seit Januar war mir klar, dass dieser Tag sehr bald kommen...
Nienor

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Madsimads, mein Geschenk des Schicksals.

Es war klar, dass dieser Tag kommen muss. Seit Januar war mir klar, dass dieser Tag sehr bald kommen würde. Dennoch kam der Tag viel zu früh. Dieser Tag, der dein letzter war. Es tut weh zu wissen, dass du nun für immer fort bist. Es tut weh, denn ich vermisse dich so sehr. Aber ich bin auch froh, dass dieser Tag so ablief und ich weiss, dass du friedlich einschlafen konntest.



Kennen gelernt habe ich dich damals im Dezember 2015. Du warst einer von 8 kleinen Böckchen, die bei Jenny in der Pflegestelle der Nagervermittlung im Grossraum Stuttgart aufwachsen durften. Ihr wart so herzlich kleine Rättli, doch niemand wollte euch haben. Ich konnte es nicht verstehen. Und so entschied ich, zwei von euch zu adoptieren. Verliebt hatte ich mich in deinen Bruder Finn. Wer mit ihm in die Schweiz kommen sollte, das wollte ich nicht entscheiden. Das sollte Finni ganz allein, denn er sollte einfach seinen Lieblingsbruder mitbringen. Und das warst du, mein Madsimads. Das warst du.



Du warst der Schönling im ganzen Wurf mit deiner hübschen Blesse. Nie hätte ich gewagt zu träumen, dass du noch frei wärest und zu mir kommen könntest. Doch Finn – oder das Schicksal – hat so entschieden. Und so passte deine Name auch, denn Mads bedeutet soviel wie «Geschenk Gottes». Für mich als Atheistin warst du aber einfach mein «Geschenk des Schicksals».



Du hast einfach jeden um den Finger gewickelt mit deinen Blicken.







Oder wenn du mir die Hand abgeschleckt hast. Selbst beim Fressen hast du unendlich süss ausgeschaut.



Die Inte von euch kleinen ganzen Kerlen zu meinem eierlosen Haufen lief eigentlich recht gut. Nur wart ihr schon etwas ungestüm und müsstet zurecht
gewiesen werden. Leider hattet ihr Jungspunde einfach nicht allzu viel Respekt vor dem Alter. Das legte sich, als ihr etwas älter und vernünftiger wurdet. Dann herrschte wirklich Harmonie im Rudel. Das war eine schöne Zeit.





Die Harmonie herrschte aber nicht lang. Denn der eierlose Haufen bestand nicht gerade aus jungen Ratten. Und so schrumpfte das Rudel nach und nach, bis ihr nur noch zu viert wart. Ich entschloss, Tux und Sonic aus dem Tierheim Regenburg zu holen. Und tat dir damit keinen Gefallen. Denn vor allem Tux hatte dich sehr auf dem Kieker. Die Inte war lang und zäh - und im Januar 2017, als Nano und Tesla über den Regenbogen mussten, war es vorbei mit der scheinbaren Harmonie und Tux terrorisierte dich so sehr, dass ich euch trennen musste. Um wieder einen Puffer zwischen euch beiden zu haben, zog der Marty ein. Und auch hier folgte eine lange, leider erfolglose Integration. Ihr habt dann relativ friedlich zu viert gelebt, während der Marty dann mit den beiden Kleinen lebte. Und im Oktober folgte dann die Inte der beiden Gruppen. Wieder sehr lang und zäh, weil die Kleinen zu Hormonterroristen mutierten. Du hast also leider einige lange, schwierige Integrationen miterleben müssen. Und man merkte dir am Ende an, dass du einfach keinen Bock auf neue Ratten mehr hattest. Generell hattest du je länger je weniger Lust auf andere Ratten. Du wurdest immer eigenbrödlerischer und es ist sehr lang her, dass ich dich mit einem anderen Rättli habe kuscheln gesehen.





Lieber hast du wirklich allein geschlafen ...





Dein grösstes Hobby, das war das Fressen. Du hast wirklich für dein Leben gern alles in dich hinein gemampft.



Das hat man auch an deinem Gewicht gesehen. Zu Spitzenzeiten, als ihr die Reste der Opis Nano und Tesla auffuttern durftet, bist du auf 800 g gekommen. Danach war aber Diät angesagt und du hast auch brav abgenommen. Dennoch – oder gerade weil es nichts mehr gratis gab – war kein Brain Train vor dir sicher. Schon als Jungspund hast du schnell verstanden, wo sich die Leckerchen verstecken.





Und die Tertraeder, die hast du geliebt:



Schon vor einem Jahr hattest du immer wieder Probleme mit einem deiner Füsschen. Immer wieder einmal hast du gehumpelt. Meist genau dann, wenn der Tux kurz vorher mal wieder unter Beweis stellen musste, wer der Chef ist und du dich unterwerfen musstest. Doch schon bei der Oktober-Inte wurden erst Anzeichen einer Hinterhandschwäche deutlich. Du bist einfach nicht mehr gesprungen. Wenn du in einer offenen Transportbox sasst, dann bist du da nicht rausgekommen. Alle anderen schon, sie waren in Windeseile draussen. Nur du bliebst drin sitzen. Doch solang du noch gut laufen und klettern konntest, war das eine geringe Einschränkung. Doch es tat weh zu sehen, wie du langsam älter wurdest.



Und ab Januar wurdest du mit rasantem Tempo älter. Gegen Ende Januar hattest du den ersten Schub. Eines Abends ging es dir nicht gut, du warst sehr müde und wolltest nichts fressen. Ich hatte schon befürchtet, dass ich dich gehen lassen musste. Doch du hast dich aufgerappelt und recht gut erholt. Nur harte Pellets wolltest du ab dann nicht mehr fressen. Aber wer braucht schon Pellets, wenn er mit Brei, Banane, Nüssli & Co. verwöhnt wird? Auch durftest du ab dann frei im Wohnzimmer leben - deine Leckereien und ein warmes Plätzchen bei der Heizung immer in Reichweite.



Vor zwei Wochen dann ein neuer Schub. Nicht ganz so dramatisch, aber dein Appetit war einen Tag lang recht eingeschränkt. Und die Füsschen deutlich schwächer. Doch wieder hast du dich erholt. Nur die Medigabe wurde extrem schwierig. Dabei sollten die Medis doch dir und deinem Herz helfen. Gestern kam der letzte Schub. Und ich spürte genau, dass es deine letzten Stunden werden. Du warst so unglaublich müde und hast viel geschlafen. So friedlich hast du im Schlaf ausgesehen. So habe ich dich schlafen lassen. Deine letzte Stunde hast du in meinen Armen verbracht, bist du für immer eingeschlafen warst. Und es war gut so.



Auch wenn es weh tut, dass du gestern gehen musstest. So bin ich froh, dass es so passiert ist. Und dass ich bei dir sein konnte. Ich hatte solche Angst davor, dass du gehst, während ich im Spital war. Das hätte ich mir nie verziehen und mir auf ewig Vorwürfe gemacht, ob du dich nicht gequält hättest in deinen letzten Stunden. Aber ich weiss, dass es nicht so war. Du bist friedlich eingeschlafen, so wie ich es dir so sehr gewünscht habe. Kein Stress, keine Schmerzen, einfach einschlafen - und auf der anderen Seite der Brücke aufwachen.



Ich hoffe, du bist gut am anderen Ende des Regenbogens angekommen und hast auch schon den eierlosen Haufen wieder getroffen. Bitte grüss mir alle meine Rättli drüben. Besonders mein Pixeli. Er war genauso besonders wie du. Und ich danke dir, dass du damals nach seinem Tod die grosse Lücke gefüllt hast, die er hinterlassen hat. Ich fürchte, eure riesige Lücke wird nun keiner mehr füllen können. Ihr beide wart einfach zu besonders.



Mach's gut, mein Madsimads. Mein Geschenk des Schicksals. Ich werde dich nie vergessen. Ich hab dich lieb und vermisse dich!
 
26.03.2018
#1
A

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Guest

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McLeodsDaughters

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Tut mir leid!
 
Julia_93

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Mein Beileid ....
 
seven

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Komm gut rüber, kleiner toller Rattenmann!
Auch von mir mein herzliches Beileid, ich kann das so gut nachvollziehen :056:

LG seven
 
pc.lieschen

pc.lieschen

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Mein beileid

Du hast das wunderschön geschrieben
 
Nienor

Nienor

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​Ich danke euch für eure lieben Worte.
Es ist nun schon eine Woche her und noch immer erwarte ich, dass er im Kratzbaum liegt. Er fehlt mir einfach unheimlich.
Und er war so besonders. Ich vermisse das Schmusen mit ihm - und seine Zunge, die meine Hand abschleckt. Sein Bruder hat mir heute morgen zwar die Hand auch abgeschleckt und liess sich kurz kuscheln. Aber es war einfach anders. Es war nicht mein Madsimads :(
 
Mandarina

Mandarina

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Hallo Nienor,

sehr schöne Bilder und schön erzählt. Ich kann gut nachvollziehen, dass der kleine hübsche Charakterkopf dir fehlt.

Fühl dich getröstet wenn du magst :056: .
 
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