Bis dass das Altersheim uns scheidet

  • Autor des Themas Elkecita
  • Erstellungsdatum
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
766
Ich finde es immer wieder so traueig, wenn ich lese, dass Tiere von alten Leuten vermittelt werden, die ins Altersheim gehen
und deren Familie sich nicht um das Tier kümmern können oder wollen. Da werden zwei Herzen gebrochen, und ein alter Mensch muss sich nicht nur von seiner gewohnten Umgebung trennen, Sonde n sich auch noch vom geliebten Freund und Tier verabschieden.

Ist mir grad wieder so durch den Sinn gegangen, weil ich heut früh wieder so eine Tiervermittlung aus dem Grund in Facebook las
 
30.05.2018
#1
A

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Guest

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Lydina

Lydina

11.12.2011
360
Hallo,

deswegen überlegt man sich doppelt und vierfach, ob man in höherem Alter noch ein Tier aufnimmt, das 10 Jahre oder länger lebt und was mit dem Tier geschieht, sollte man plötzlich in ein Pflegeheim müssen. Meiner Meinung nach ist das dann einfach selbstverschuldet.
Damit sage ich nicht, dass Menschen in höherem Alter keine Tiere mehr halten sollen oder gar dürfen, sondern dass sie einen Rückhalt brauchen, der sich kümmert und falls es diesen nicht gibt, dass sie mit bestem Gewissen davon ausgehen können, dass das Tier dann anderweitig vermittelt wird bzw. im Tierheim landet.
Das ist traurig, aber wie gesagt: das weiß man in der Regel vorher und plant das entsprechend.

Liebe Grüße!
 
E

Eifelkater

23.09.2014
157
Ich kenne nicht viele Leute die wirklich davon ausgehen, dass sie im Altenheim landen.
Allerdings sollte man sich zumindest ab 60 ( auch wenn vorher schon immer was passieren) kann, überlegen, ob es tatsächlich noch ein Welpe sein muss, oder ob ein deutlich älteres Tier nicht auch eine Option wäre.
Darüberhinaus brauchen wir dringend mehr Altenheime oder betreutes wohnen, wo Tierhaltung tatsächlich erlaubt ist. Aber das ist dann auch wieder dementsprechend teurer.
 
Lydina

Lydina

11.12.2011
360
Hallo,

das Ding mit den Pflegeheimen, die Tierhaltung erlauben, ist aber das gleiche: Das Pflegeheim wäre im schlimmsten Falle für die Versorgung des Tieres verantwortlich, deswegen ist das auch entsprechend und gerechtfertigterweise teuer.
Und egal, ob ich davon ausgehe, dass ich in ein Heim muss oder nicht: Wenn ich älter bin, so ab 50, muss ich davon ausgehen, dass ich jemanden brauche, der sich kümmert (ob aufgrund von plötzlichen körperlichen Problemen wie Arthrose, BSV, Herzerkrankungen etc. oder aufgrund der Tatsache, dass ich mit 65 plötzlich in ein Heim muss).
Finde ich keinen, der sich bereit erklärt, dann weiß ich ganz klar: Wenn mit mir was ist, dann ist der Hund/das Tier im Heim.
Klar, das kann auch mit 25 passieren, die Wahrscheinlichkeit ist aber wesentlich geringer und die Ausgangssituation familiär gesehen bzw. der soziale Rückhalt und die Möglichkeiten meist noch besser (man hat i.d.R. noch Eltern/Geschwister/gleichjungen Lebenspartner/Freunde etc.).

Und wenn wir mal den traurigen Fakt betrachten, dass es nicht mal annähernd genug Pflegekräfte gibt, um überhaupt unsere ältere Generation zu versorgen (sowohl stationär als auch (und gerade da ganz besonders!) ambulant), dann weiß ich nicht, wie diese wenigen Leute sich auch noch um irgendwelche Haustiere kümmern sollen, wozu sie auch nicht mal ausgebildet sind. Noch dazu kenne ich Altenpfleger persönlich, die sich zum Teil zeitweise um die "Pflegeheimkaninchen" kümmern mussten oder sich gar mal um die Vögel von Bewohnern. Das war mit das lästigste, da es unnötige Zeit fraß (was evtl freie Zeit, die man für die Bewohner nutzen könnte, komplett vernichtet), überhaupt nicht deren Ausbildung entsprach und zwanghaft aufgebunden wurde. Dementsprechend waren diese Tiere alle nur notdürftig versorgt, denn die Qualität der Pflege darf ja nicht leiden, die wird ja schließlich überwacht.

Dazu kommt, dass diverse Menschen auch diverse Allergien haben. Da ich selbst von Allergien betroffen bin, weiß ich wie schrecklich es ist, wenn man diese aushalten muss. Somit können Pflegeheime auch gar keine Tiere aufnehmen, da manche Bewohner allergisch sein könnten oder werden könnten. Mir fällt spontan ein privates Altenheim ein, das explizit Tierhaltung sogar erwünscht. Allerdings bringen diese Bewohner nicht ihre eigenen Tiere mit, sondern die Tiere gehören dem Heim.

Eine Familienangehörige arbeitet in einem Pflegeheim, in welches über die Zeit hinweg mittlerweile nun 3 Katzen zugelaufen sind. Der eine Besitzer kam eines Tages mit Impfausweis und Kratzbaum, weil sein Tier nicht mehr heim kam, die anderen beiden sind vermutete Streuner. Die Katzen werden gut versorgt, das übernehmen größtenteils die Senioren, fahren die Katzen sogar auf ihren Rollatoren umher, bürsten sie etc. Gesetzlich ist es wegen der Hygienevorschriften mehr oder weniger in der Grauzone. Der MDK hat es zumindest mal noch nicht bemängelt, PDL und Heimleitung auch nicht. Aber bekommt einer eine Allergie, müssen alle direkt ins Tierheim. Es sei nun dahingestellt, ob das so gut ist.

Liebe Grüße! :)
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

09.01.2007
13.090
Es kann genauso passieren, dass jemand mit 40 oder 50 stirbt und das Tier ins Tierheim muss. Oder jemand noch jüngeres hat einen Unfall und kann sich anschließend nicht mehr kümmern?! Ich könnte auch einen Unfall haben, querschnittsgelähmt sein und dann? Alle meine Viechers könnte ich dann sicher nicht behalten. Und meine Eltern lieben meine Monster zwar auch, aber ich würde denen gar nicht alle aufs Auge drücken wollen. Dann dürfte sich keiner Tiere anschaffen.

In jedem Alter kann was passieren, dafür muss man nicht alt sein. Und ab 60 keinen Welpen mehr... Nur, wie viele Tierheime vermitteln an Menschen ab 60 auch keinen Hund? Liest man doch ständig.
Natürlich würde ich ab einem gewissen Alter keinen Welpen mehr empfehlen, aber 60 finde ich da noch etwas früh bzw. kommt es auf den generellen Allgemeinzustand an (gibt ja mit 60 schon Leute, die das auch körperlich nicht mehr schaffen). Meine Eltern sind 61 bzw. 62 und noch fit, allerdings würden sie schon wegen der Arbeit, die mit einem Welpen zwangsläufig kommt, keinen Welpen haben wollen. Sie sind auch nicht die Leute, die in eine Hundeschule "rennen" würden. Ich würde auch einen Hund, der aus dem gröbsten raus ist, bevorzugen.

Und selbst wenn: Man kann genauso gut im hohen Alter z.B. eine 10 jährige Katze aufnehmen und die lebt dann auch noch 10 Jahre.

Ich sehe das Problem eher an den Heimen. Natürlich kann nicht jeder sein Tier mitbringen und jemand der intensiv gepflegt werden muss, kann sich ja gar nicht mehr kümmern. Aber es sind ja auch genug Leute im Heim, die sich noch selbst versorgen können und die könnten sich um einen Hund kümmern. Bei uns gibt es eins, wo Tiere in die Wohnanlage dürfen, aber nur in den Bereich, wo die Leute sich noch selbst versorgen.
Und das Problem mit den Pflegekräften ist Hausgemacht. Gestern Abend war ein Bericht im TV, da war ein Mann aus dem Kosovo, der Pfleger war und nicht arbeiten durfte, im Kosovo hat er keinen Job gefunden in seinem Beruf. Er ist dann zurück, weil ihm versprochen wurde, dass er dann eine Arbeitserlaubnis bekommt. Soweit ich mitbekommen, hatte er diese noch nicht bekommen, obwohl das schon 3 Jahre her war.
 
E

Eifelkater

23.09.2014
157
Wie gesagt...da müsste sich in der Pflege eben schon einiges ändern. Ich kann die Problematik ja durchaus nachvollziehen. Kleintiere sind ja noch relativ einfach händelbar. Aber lass sich mal ständig ein paar Kater kloppen. Oder der kleine Dackel am Rollator rennt plötzlich der Katze hinterher und die rennt durch den Mittagstisch.....Oder Opa Paul kommt ständig mit Oma Erna ins Gehege, weil Ihre Katze auf seinem Vogelkäfig sitzt....

Da müsste man wahrscheinlich schon Tierartenheime oder so anbieten.....
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
766
Ja klar, ist schon irgendwie logisch, dass die meisten Heime keine Tiere akzeptieren, wobei es ch beim betreuten Wohnen das nicht so ganz einsehe.

60 Jahre sehe ich als Altersgrenze doch recht früh, grad wenn man bedenkt, dass wir demnächst alle bis zum 70. Lebensjahr arbeiten müssen ....!!!!!
 
Lydina

Lydina

11.12.2011
360
Hallo,

es ist nun auch keine Lösung, diverse Menschen aus anderen Ländern hier her zu holen, damit sie die Pflege der Tiere übernehmen oder dafür sorgen, dass Pflege(!)heime die Tierpflege anbieten können, weil die "Deutschen" dann ja mehr Zeit haben. Welch Logik :mrgreen:

Zudem kann ich versichern, dass gerade die Generation, die jetzt 65+ ist, in den meisten Fällen sich sehr unwohl fühlt, wenn da Menschen sind, die nicht gut und/oder gebrochen Deutsch sprechen. Ganz davon ab - und das weiß ich auch aus direkter Erfahrung - sind die Pflegeausbildungen in anderen Ländern vollkommen anders aufgebaut, weswegen diese Berufe oft auch nicht anerkannt werden und wenn doch, hat man da einen neuen Pfleger, der sich wundert, dass er Popos sauberwischen muss, weil er in seinem Ursprungsland nur dem Arzt assistiert hat etc. Beispielsweise ist das mit Krankenschwestern so, die bei uns die komplette Pflege machen, in anderen EU-Ländern aber tatsächlich nur dem Arzt assistieren. Dann werden die hier im Pflegeheim angestellt und man holt sich zwangsläufig erst mal einen Lehrling, der mühevoll eingearbeitet werden muss, bevor er das Team entlasten kann. So einfach ist das also gar nicht und Berichterstattungen im Fernsehen sind ja häufig auch nur sehr einseitig dargestellt.

Und wie ich bereits sagte: Es geht um alte Leute, die ins Heim kommen und deswegen ihr Haustier nicht mehr behalten können, nicht um junge Leute. Und wenn ich ein gewisses Alter überschreite, dann muss ich mir bewusst sein, dass ich schneller selbst Hilfe gebrauchen kann, als mir eventuell lieb ist und mit diesem Risiko hole ich mir auch ein Tier. Entweder ist das Risiko durch Familie/Freunde abgesichert, oder eben durch das Tierheim gewährleistet. Und da geht es nicht mal um Welpen - ein fünfjähriger Hund kann auch noch 10 Jahre leben. Und nicht jeder kann mal eben einen Hund unterbringen, Kleintiere bekommt man da noch wesentlich schneller und leichter im Umkreis unter, als den quierligen Jack Russel, der ja auch Ansprüche hat.

Aber wie gesagt, private Pflegeheime erlauben die Tierhaltung noch eher als städtische etc. Auf Nachfrage können Senioren, die ins Appartement ziehen (quasi Vorstufe zur vollstationären Pflege) durchaus noch ihren Waldi mitbringen und ihn versorgen, so lange sie eben können und zusätzlich aber die Hilfe der Pflegefachkräfte wahrnehmen, wenn sie diese benötigen. Der Übergang in die stationäre Pflege passiert ja nicht unbedingt von heute auf morgen, es ist ja meist ein eher schleichender Prozess, wenn man älter wird, dann kann man entsprechende Vorkehrungen treffen. Macht man dies nicht - dann bricht man sich eben selbst das Herz.
Ist allerdings auch nur meine Meinung und Erfahrung.

Edit: ich sage nicht, dass jemand ab Alter X kein Haustier mehr haben darf oder kein junges mehr - das muss jeder für sich selbst entscheiden, das ist nicht meine Sache. Es geht darum, dass man sich ab Alter X bewusst sein muss, dass man eben auch älter wird und durchaus pflegebedürftig werden kann bzw. die Pflege des Tieres nicht mehr tragen kann. Das fängt ja schon beim Putzen von Vogelvolieren oder beim Gassigehen mit dem Jack Russel an. Auch ist nicht jeder in der Lage, nach 60 noch arbeiten zu gehen. Rente ab 70 ist meiner Meinung nach sowieso kompletter Stuss. Das kann für manche Leute funktionieren, aber wenn man mal betrachtet, wie körperlich die meisten in dem Alter doch schon eingeschränkt sind (schlechteres Sehen/Hören, schlechterer Gang, erhöhtes Ruhebedürfnis, schnellere Erschöpfung etc., was eben völlig normal ist und selbst bei fitten Senioren der Fall ist), dann wird einem schnell bewusst, dass dies häufig gar nicht geleistet werden kann.

Liebe Grüße! :)
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

12.12.2014
626
Hallo.
Als ich mit 17 in einem Altenheim arbeitete, lebte dort eine Dame mit altem, kleinem Hund.
Der Hund konnte kaum mehr 200m gehen, die zwei waren so toll zusammen.

Das Ende vom Lied war, dass sie den Hund abgeben musste, obwohl sie MIT Hund einzog.
Ich wusste aber von anderen, dass der Hund nie auffaellig war.
Die Heimleitung wollte dies ploetzlich einfach nicht mehr.
Neben der Tatsache, dass ich das rechtlich sicher nicht geduldet haette als Tochter der Bewohnerin, hat diese Frau jeglichen Halt verloren.
Es war ihre Routine, ihre einzige Pflicht.

Der Hund ist im TH sicher die naechsten Wochen oder Monate gestorben.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.010
Ich finde, daß Tiere auch im Altersheim eine Existenzberechtigung haben. WIr hier haben einige Altersheime, wo Tiere erlaubt sind, die halten teilweise selber Hasen, Hühner und Katzen. Hunde dürfen die Bewohner mitnehmen, wenn sie verträglich sind.

Unsere Nachbarin ist wenige Wochen nach ihrem Hund gestorben. Sie war eine rüstige Fast 90erin, der Hund als er starb fast 20 Jahre alt. Die zwei wackelten ihre täglichen Runden, kamen unter Menschen und waren mitten im Leben. Ohne Hund bekam sie dann noch einen Herzanfall, 8 Beipässe in einer OP, und wenige Tage nachdem sie aus dem Krankenhaus nach Hause kam, ist sie dort eingeschlafen wo sie 2 Jahrzehnte die Nächte mit ihrem Hund verbracht hat, in ihrem Bett, die Decke des Hundes lag immer noch neben ihr.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

09.01.2007
13.090
es ist nun auch keine Lösung, diverse Menschen aus anderen Ländern hier her zu holen, damit sie die Pflege der Tiere übernehmen oder dafür sorgen, dass Pflege(!)heime die Tierpflege anbieten können, weil die "Deutschen" dann ja mehr Zeit haben. Welch Logik :mrgreen:
Wo hab ich denn geschrieben, dass der Mann die Tiere pflegen soll? :eusa_think: Er war Alten-(oder Kranken-)Pfleger. Solche Leute werden ja wohl händeringend gesucht!? Außerdem konnte er sehr gut deutsch (besser als so manch Deutscher oder jemand, der seit Jahren in Deutschland lebt). Das war auch eher allgemein darauf bezogen, dass du geschrieben hast, dass es nicht genug Pflegekräfte gibt. Und nicht auf die Situation mit den Tieren.

Tatsache ist, dass viele sich erst im Alter den "Traum" vom Hund erfüllen können. Sicher muss man dann nicht zum nächsten Züchter rennen. Aber theoretisch kann man auch vom TH-Hund überlebt werden. Egal wie alt dieser oder man selbst ist.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.500
Nur als Zwischeneinwurf:

Wer kümmert sich bei sowas um z.B. Erziehungsprobleme?
Ein Leben im Heim kann für Hunde echt furchtbar sein.


Katzen nicht minder- idR haben die Bewohner ein Zimmer mit Bad.
Mit Catwalks pflastern oder Freigänger, der Flöhe anschleppt?

Tiere sind von Vorteil, aber ich persönlich nicht sonderlich viel von Tieren in Pflegeeinrichtungen.

Hab in mehreren gearbeitet und in keinem wäre das für alle Seiten befriedigend realisierbar gewesen.

In einem Heim gab es Hühner, die über einen Verein und die Bewohner versorgt wurden- das war super.
 
seven

seven

24.12.2006
15.140
Ich sehe das als sehr zweischneidiges Schwert.
Natürlich kann ich verstehen, dass es für Senioren toll ist/wäre, wenn sie ein Haustier hätten, um das sie sich kümmern können - oder v. a. auch für Menschen, die bereits ein Haustier haben, dann ins Altersheim müssen und sich deshalb von ihrem Tier trennen müssen. Das ist traurig und tragisch.

Andererseits: Ich stelle mir gerade meine Oma vor - die hatte keine Haustiere, sie kam ins Altersheim, als sie dement wurde - im Anfangsstadium hätte sie sich sicher noch um ein Haustier kümmern können, aber ein Jahr später lag sie nur noch im Bett, war ein absoluter Pflegefall - und was dann mit dem Tier? Meine Oma wohnte nicht in unserer unmittelbaren Nähe, meine Mutter ist einmal pro Woche mit dem Zug hingefahren, und keiner aus der Familie hätte sich da um ein Haustier kümmern können bzw. auch wollen (meine Mutter lehnt Haustiere kategorisch ab und wettert auch ständig gegen meine Katzen).
Dann die Frage mit den Allergien - Hunde oder Katzen lassen sich nun mal nicht auf ein Zimmer beschränken, und wer da wirklich echte Allergieprobleme hat, der hätte ein Problem, wenn da ständig Hunde oder Katzen durchs Haus liefen (wobei ich mir beides grundsätzlich schwierig vorstelle...)
Oder Kleintiere - Hamster, Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Vögel... die müssen gepflegt werden, mindestens 2x täglich, viele brauchen Auslauf und sehr viel Platz - wie will man das leisten? Wer will das machen - und vor allem - wer KANN das machen?

Was ich mir als "Kompromiss" vorstellen könnte - dass z. B. Mitarbeiter des Altersheims ihre eigenen Hunde mitbringen, die dann eben im Schwesternzimmer "geparkt" werden (unsere Schulhunde werden zwischenzeitlich auch in einem separaten Raum "geparkt", natürlich nicht stundenlang, aber so 1-2 Stunden) und dann mit Bewohnern, die dazu noch in der Lage sind, entweder allein (nach entsprechender Schulung) oder in Begleitung Gassi geführt werden können. Oder dass es wirklich einen separaten Raum gibt, in dem eine Kleintierart gehalten wird, die dann von noch rüstigen Senioren mit Unterstützung der Pfleger versorgt werden.

Aber ich denke, ein Hamsterkäfig im Seniorenzimmer geht genau so lange, wie der Senior es noch schafft - und dann?

LG seven
 
karl-käfer

karl-käfer

22.08.2009
950
Das mit dem Alter kann man sicher nicht pauschalisieren. Manchmal ist eben erst in der Rente ausreichend Zeit sich um einen Vierbeiner zu kümmern.
Wir haben schon immer Jagdhunde gehalten. Seinen jetzigen Hund hat mein Vater mit Ende 60 als Welpe geholt, ausgebildet, Prüfungen abgelegt. Jetzt, 10 Jahre später gehen beide immer noch gemeinsam zur Jagd.
 

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