Schichtarbeit

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cherry-lein

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Hallo!

Ich habe eine Frage und hoffe es kennt sich hier jemand damit aus.
Ich bin vor 5 Monaten auf eine große Intensivstation einer Klinik gewechselt. Anfangs war alles gut, Einarbeitung und Co waren super und ich fühle mich dort auch ganz wohl aber sie Dienstplangestaltung ist etwas das mich extrem nervt. Anfangs waren Früh und Spätdienste gleichmäßig verteilt aber in den letzten Monaten schleicht
es sich ein das ich immer mehr Spätdienste machen muss. Im April hatte ich tatsächlich nur 3 Frühdienste und sonst nur Spät oder Nachtdienst, jetzt im Juli habe ich schon wieder nur 5 Frühdienste und sonst wirklich 3 Wochen lang nur Spätdienst geplant. Ist sowas überhaupt erlaubt?
Meine Kollegen sprechen mich sogar schon an weil ihnen auffällt das ich ständig nur zum Spätdienst da bin.
Gestern sagte mir eine Kollegin das dieses Spiel gerne mit den neuen gemacht wird aber das kann doch nicht richtig sein, ich habe schließlich auch noch ein Privatleben.
Das Problem ist wohl das es Mitarbeiter gibt die halt am liebsten Frühdienst machen und das ins Wunschbuch eintragen und alle anderen dann halt Pech gehabt haben und die übrigen Spätdienste abdecken müssen. Ebenso ist es mit Weihnachten und Silvester, da wurde uns schon gesagt das diese Dienste letztes Jahr schon geplant wurden und wir neuen einfach das kriegen was übrig bleibt, ob das fair ist oder uns gut passt wäre egal.

Muss ich mir sowas gefallen lassen? Gibt's da irgendeine Regelung oder dürfen die Leitungen das wirklich so machen wie sie wollen? Ich finde das extrem unfair.
 
30.05.2018
#1
A

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Guest

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seven

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Frage 1: Warum trägst Du nicht auch Frühschichten ins Wunschbuch ein?
Frage 2: Ihr habt doch sicher eine MAV - an die würde ich mich diesbezüglich mal wenden, die dürften sich mit sowas auskennen.
Was Weihnachten/Silvester und sonstige Feiertage betrifft, so kann das tatsächlich sein, dass das schon lange im Voraus geplant wurde und die Neuen dann in diesem Jahr tatsächlich erstmal das nehmen müssen, was übrig bleibt.
Ich kenne das aus der Klinik meiner Ex, dass die auch immer schon ca. 1 Jahr vorher eintragen bzw. sich einigen müssen, wer an welchen Feiertagen Dienst macht. Und wer in Jahr x z. B. Weihnachten oder Silvester Dienst hatte, bekommt im nächsten Jahr die "weniger wichtigen" Feiertage wie z. B. Pfingsten. Inzwischen sind die dort sogar dazu übergegangen, dass sich die Pfleger die Dienste teilen - einer macht Heiligabend und 1. Feiertag, der andere dann den 2. Feiertag. Oder der eine macht Silvester, der andere Neujahr.... oder so... das haben die aber untereinander abgesprochen und sind damit jetzt ganz zufrieden....

Ich an Deiner Stelle würde mal bei der MAV oder dem Betriebsrat nachfragen, ob das so rechtens ist.... Viel Erfolg!

LG seven
 
cherry-lein

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Das Ding mit dem Wunschbuch ist, wer zuerst kommt malt zuerst und die besagten Mitarbeiter haben sich schon für das gesamte Jahr eingetragen. Ich könnte das zwar auch noch versuchen aber wenn schon zu viele da stehen habe ich halt Pech.
Ich habe den Leitungen auch schon gesagt das ich weniger Spätdienst haben möchte aber wie man sieht hat es leider nichts gebracht :?
 
seven

seven

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Deswegen sagte ich ja: MAV oder Betriebsrat.
Die Leitung ansprechen ist wahrscheinlich zunächst erstmal der beste Weg, damit die sich nicht übergangen fühlt - aber wenn es dann bei diesen Ungerechtigkeiten bleibt, sollte man sich doch anderweitig Hilfe suchen. (Wenn Du nicht die einzige "Neue" bist, vielleicht könnt Ihr Euch dann ja auch zusammentun, gemeinsam ist man stärker!)
Denn so, wie das da bei Euch läuft, ist das ja wirklich nicht fair - bei den Feiertagsdiensten muss man sich absprechen, damit es gerecht verteilt wird, und für die Frühdienste - ich finde, das kann man nicht gleich auf ein ganzes Jahr festlegen - und vor allem nicht so einseitig. Auch da muss es Absprachen geben.
Ich drücke die Daumen!
LG seven
 
E

Eifelkater

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Ich denke das ist überall unterschiedlich geregelt. Allerdings ist Arbeit kein Wunschkonzert. Ich habe mich im Mai auf Überwiegend Spätdienst setzen lassen....und habe die nächsten 15 Tage komplett ab morgens. Allerdings werden an den Tagen auch keine zwei Schichten gebraucht. Mir pers ist Spätdienst lieber, weil ich dann mehr vom Tage habe....
 
cherry-lein

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Allerdings ist Arbeit kein Wunschkonzert.

Mir pers ist Spätdienst lieber, weil ich dann mehr vom Tage habe....
So schaut es aus, wenn ich in so einem Job arbeiten will muss ich auch als Schichten arbeiten aber dann bitte auch gerecht aufgeteilt.

Ich habe beim Spätdienst gar nichts vom Tag weil ich um 12 Uhr los fahren muss und um 22 ihr nach Hause komme, vor der Schicht macht man etwas Haushalt und geht mit dem Hund raus und das war's dann auch schon. Im Frühdienst komme ich um 15 Uhr nach Hause, da habe ich deutlich mehr vom Tag.

Ich weiß das mindestens noch zwei Kolleginnen die neu sind auch so schlechte Dienstpläne haben, werde das mit denen mal abklären ob wir uns da mal mit wem zusammensetzen.
 
Cerridwen

Cerridwen

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Da wir erst heute Teamsitzung hatten und das Thema auf den Tisch kam: Ja, das ist rechtens. Kein AG ist verpflichtet, dir eine bestimmte Anzahl von Diensten pro Monat zu gewähren, außer diejenigen, die du benötigst, damit du deine 2- oder 3-Schicht-Zulagen erhältst.

Dass so eine Dienstplanung keine feine Art ist, ist eine andere Sache. Bei mir lief und läuft das ähnlich. In der Umkleide bin ich der Running Gag, weil ich die typische Spätdienstschwester bin. Das führt jetzt schon soweit, dass ich mit einem gewöhnlichen Frühdienst manchmal schier überfordert bin, weil ich so selten Frühdienst zugeteilt bekomme. Anderen Kollegen geht es genauso. Deswegen kam das Thema heute zur Sprache. Es wurde von unserer STL registriert und ins Protokoll geschrieben, und sie möchten versuchen, die Dienste ausgewogener zu verteilen.

Wunschbücher (und auch Urlaubspläne) sollten übrigens niemals nach "Wer zuerst kommt" funktionieren. Sowas ist extrem unfair den Mitarbeitern und Kollegen gegenüber, die zum Zeitpunkt, wo der Plan ausgelegt wird, frei haben oder im Urlaub sind. Ich bin froh, dass bei uns kein "Wer zuerst kommt" praktiziert wird, weiß aber, dass andere AGs das anders handhaben. Sowas sollte dann ebenfalls zu Teamsitzungen oder vis-a-vis mit den Vorgesetzten angesprochen werden.
 
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Schweinemama

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Ich würde das mit der Stationsschwester besprechen. Einerseits ist es verständlich, dass viele Menschen nicht unbedingt die Nacht zum Tag machen wollen, andererseits fallen 5 Nachtdienste pro Woche weg, wenn man Kinder hat.

Habe selbst im Januar angefangen zu arbeiten. Zu dem Zeitpunkt hatten die Kollegen bereits ihre Urlaubsplanung bis Dezember des selbe nJahres durch. Tja, wenn man 3 Kinder hat und Anfang Oktober das erste Zeitfenster für Urlaub wäre, zahlt sich ein Arbeiten aufgrund der mehrkosten an Kinderbetreuung nicht aus (Das sind in den Sommermonaten bis zu 500 Euro pro Kind). Leider nein, ich musste dann passen.
 
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Eifelkater

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Das mit den Zeiten geht mir ähnlich...hab circa 2h pro Fahrt....aber ich bin nach 8h Stunden stehen auf Betonboden oder nur sehr kleinschrittig laufen so platt, dass ich hinterher einfach nichts gebacken bekomme. Zudem muss ich im Frühdienst einfach dann wahnsinnig früh aufstehen ( je nach Beginn um 3, 4 oder 5) fünf Uhr ist ja kein Thema...aber um drei...echt nicht meine Zeit. :lol:
 
Cerridwen

Cerridwen

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Einerseits ist es verständlich, dass viele Menschen nicht unbedingt die Nacht zum Tag machen wollen, andererseits fallen 5 Nachtdienste pro Woche weg, wenn man Kinder hat.
Einige unserer Kolleginnen haben teils mehrere Kinder, und haben kein Problem mit Nächten. Kind ins Bett bringen, auf Arbeit fahren, wiederkommen, Kind in Kita/Schule bringen, schlafen. Aufwachen, Kind abholen. Ein prima Workflow, der sehr geschätzt wird, weswegen manche unserer Mütter gerne Nächte machen.
 
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Eifelkater

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Menschen sind halt total unterschiedlich...und ihre Bedürfnisse an Arbeitszeiten auch. Ich komme total gut damit klar, dass ich keine festen Arbeitszeiten habe,, viele Kollegen sagen aber sie würden am Liebsten Werktags und Frühschicht arbeiten. Nachtschicht mache ich nur im Notfall. Dafür mache ich gerne Wochenenden, weil ich dann unter der Woche "Gedöns" erledigen kann.
 
Amber

Amber

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Wunschbücher (und auch Urlaubspläne) sollten übrigens niemals nach "Wer zuerst kommt" funktionieren. Sowas ist extrem unfair den Mitarbeitern und Kollegen gegenüber, die zum Zeitpunkt, wo der Plan ausgelegt wird, frei haben oder im Urlaub sind. Ich bin froh, dass bei uns kein "Wer zuerst kommt" praktiziert wird, weiß aber, dass andere AGs das anders handhaben. Sowas sollte dann ebenfalls zu Teamsitzungen oder vis-a-vis mit den Vorgesetzten angesprochen werden.
Bei uns wollten sie das letztes Jahr mit der Urlaubsplanung für dieses Jahr ebenfalls so handhaben, da haben wir Mitarbeiter in der Teambesprechung ausnahmsweise mal als Team agiert und uns ganz klar dagegen ausgesprochen, denn Cerridwen hat recht, der einzige der davon profitiert sind die die Schichtpläne erstellen müssen (was echt ein undankbarer Job ist, trotzdem aber nicht unser Problem ist) und nicht ihr Mitarbeiter.
Sprecht das an, das geht so gar nicht....

Mit der Schichtplanung kann ich dich gut verstehen, ich frage mich aber dennoch ob bei den anderen evtl. Gründe vorliegen könnten, dass diese den Frühdienst brauchen oder ist es bei denen tatsächlich nur wegen der mehr Freizeit am Ende?
Z.B. bin ich die einzige aus dem Team die wirklich jeden Monat eine Woche Nachtdienst zugeteilt bekommt, andere gehen da schon mal ohne aus und das wirkt sich in meinen Augen aber auch gerecht aus, weil das diejenigen sind die kein Geld für den Arbeitsweg investieren müssen (da zu Fuß oder Fahrrad) und ich aber den Nachtzuschlag nutze um zumindest ein Teil meiner Benzinkosten abzudecken (von Duisburg nach Köln).

Rede einfach mal mit der Leitung und sprecht das mal in der Teambesprechung an.
Ob du als neue da viel bezwecken kannst und ob das so gut währe, zwecks Probezeit (wenn du da noch drin bist, würde ich warten. Ein Kollege von uns verpetzte andere Mitarbeiter regelmäßig, so dass diese anfingen sich über ihn zu beschweren, weil er wegen jeder Kleinigkeit gleich zur Leitung ging. Übernommen wurde er nicht, da er Unruhe ins Team brachte), ist jedoch fraglich.

Ansonsten mach es wie hier bei uns: wenn du keine Lust auf Spätdienst hast, frag mal jemanden vom Frühdienst ob er tauschen könnte, weil du Termine am Nachmittag hast.
Irgendeiner fällt immer drauf rein und tauscht. (Nicht das ich das so mache, die neuen von uns machen das so und kommen damit recht erfolgreich mit durch. Okay ist das nicht, aber solange man mit sowas durchkommt...)

Mit Ehrlichkeit kommt man kaum noch weiter, gerade wenn es so unfair zugeht wie bei bei unseren Arbeitsplätzen.
Wenn man sowas beobachtet ist es durchaus okay mal nicht mehr ganz so ehrlich zu sein, solange man andere nicht damit schadet, ist schließlich nicht deren Problem wie wir unser Privatleben geregelt bekommen, dafür aber unseres.


Liebe Grüße
Amber
 
omfgjen

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Kind ins Bett bringen, auf Arbeit fahren, wiederkommen, Kind in Kita/Schule bringen, schlafen. Aufwachen, Kind abholen.
Geht aber auch nicht überall so schön. An meiner aktuellen Arbeit beginnt der Nachtdienst um 18:45h und endet (offiziell :roll: ) um 7:30. Da ich pendel fahre ich gegen 17:45h los und bin zwischen 8:30/meist eher 9Uhr erst wieder Zuhause.

Aber wir tragen uns für sämtliche Dienste selbst in den Dienstplan ein und das funktioniert erstaunlich gut und ist relativ ausgewogen. Auch für Wochenende. Finde ich deutlich angenehmer. Wir machen aber auch nur maximal 2 Spätdienste am Stück.
 
Cerridwen

Cerridwen

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Klar, unterschiedliche Arbeitszeitmodelle sind für unterschiedliche Arbeitnehmer, Teams, Häuser und Patientenklientels besser geeignet als andere. Unsere Nachtschicht geht bspw. von 20.30 bis 6.30, dafür sind wir ein großes Team, da wir zwei Stationen interdisziplinär zusammengelegt haben. Da würde ein "Ich trag mich selber in den Dienstplan ein" grandios in die Hose gehen, was aber bei euch gut zu funktionieren scheint. :D
 
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Baluu

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Wunschbuch ..das ist ja wie in der Grundschule. Das da keiner für sorgt das es eine Balance zwischen früh und spät für jeden gibt vertehe ich nicht. Das ist purer Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Die freuen sich dann bestimmt noch das es "langsame und dumme" gibt die noch nicht alles eingetragen haben und fühlen sich wie die Meister. This is why we cant have nice things!
 
Cerridwen

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Hmm, Baluu, arbeitest du in der Pflege? Ich denke nicht, denn ich vermisse einen gewissen Einblick in die Schwierigkeiten der Personalsituation, wenn du die Aufgabe, einen für alle zufriedenstellenden Schichtplan zu schreiben, mit Grundschule und Egoismus vergleichst. Lauf mal in den Schuhen der Verantwortlichen, dann kannst du mitreden.
 
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Baluu

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Hmm, Baluu, arbeitest du in der Pflege? Ich denke nicht, denn ich vermisse einen gewissen Einblick in die Schwierigkeiten der Personalsituation, wenn du die Aufgabe, einen für alle zufriedenstellenden Schichtplan zu schreiben, mit Grundschule und Egoismus vergleichst. Lauf mal in den Schuhen der Verantwortlichen, dann kannst du mitreden.
Ich kann mitreden, egal wo ich arbeite..das hat etwas mit fairness zu tun..wenn die einen grundsätzlich früh arbeiten weil sie schneller sidn beim Wunsch ausprechen und die anderen dann fast ausschließlich spät ist das einfach schlechte Organisation und eine fragwürdige mmethode in meinen augen. Da macht es sich jemand ganz einnfach und zieht such aus der Verantwortung. Nirgends sind alle zufrieden gstellt. Aber auf eine gewisse Balance sollte man achten. Das ist hier nicht der Fall. Gerade ine einem anstrengenden Berufsfeld ist eine Regelung wichtig und nicht das prinzip wer zuerst kommt malt zuerst.
 
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