Unerträgliches Zusammenleben.

Diskutiere Unerträgliches Zusammenleben. im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo :) Ich habe ein ernstes Anliegen. Und zwar besitzen wir seit 9 Jahren einen bouvier des flanders. Vor 4 Jahren hat er angefangen aggressiv...
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Belladonna19

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Hallo :)

Ich habe ein ernstes Anliegen. Und zwar besitzen wir seit 9 Jahren einen bouvier des flanders. Vor 4 Jahren hat er angefangen aggressiv zu werden, was dazu führte, dass er mich richtig heftig gebissen hat. Sagen wir eher, er hat mich gepackt und nicht mehr los gelassen. Ich musste operiert werden. Ich hatte noch Glück,
dass keine wichtige Sehne o.ä. kaputt ging.
Ich habe dem Hund nie körperliche Gewalt angetan. Ich wurde vielleicht mal lautet, wenn er nicht hörte.

Jedenfalls, seit diesem Zeitpunkt, nähere ich mich diesem Hund nicht mehr. Und ich lebe mit ihm in einem Haus. Er muss immer weg, wenn ich runter möchte, was essen möchte usw.
Er ist immer noch sehr aggressiv wenn er mich sieht. Er bellt ohne Ende und manchmal versucht er auf mich los zu gehen. Ich muss dazu sagen, dass passiert meistens, wenn meine Mutter in der Nähe ist. Wenn keiner da ist und ich ihn rufe, hört er sogar.

Ich weiss einfach nicht weiter. Ich will einfach in Frieden leben und einen Hund haben, der mich mag.

Ich nehme an, dass er mich total rangniedrig sieht und meine Angst bemerkt aber alleine kann ich ihm nicht gegenüber stehen bez auch nicht mit Eltern und Freunden. Diese Angst, dass er mich wieder packt, ist zu groß und unterdrücken geht auch nicht.

Ich hoffe irgendjemand kann mir wirklich irgendwie helfen :(
 
03.06.2018
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
E

Eifelkater

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Hallo,
ist es dein Hund oder der deiner Eltern?
Prinzipiell würde ich ihn erstmal nur mit Maulkorb auch in der Wohnung laufen lassen und mir dann Hilfe bei einem Tiertrainer suchen.
 
Knopfstern

Knopfstern

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Da würde ich direkt einen Trainer zurate ziehen. Gar nicht alleine an dem Thema rum Doctoren.

Aber, das wird richtig schwer. Weil du diese Angst, das er beissen kann und wird, immer bei dir haben wirst. Das geht nicht von heute auf morgen und sitzt fest. Da könnte ein sehr guter Verhaltenstrainer für Hunde helfen und eine Therapie. Wobei ich die Arbeit mit einem Trainer, der sich auf "problem"hunde spezialisiert hat, am besten für d. Anfang finde.

Wie alt bist du?
In was für einer Situation war es, das er dich gebissen hat?
Du schreibst, das er deine Mutter beschützt. Was macht ihr dagegen? Ihn einfach lassen?
Wie ist die Auslastung bei dem Hund?
 
B

Belladonna19

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Es ist sozusagen der Familien Hund. Ich wohne bei meinen Eltern.
Irgendwie finden wir keinen guten Tier Trainer in der Umgebung der bezahlbar für uns ist.
Ich bin 25.
Er hat mich im Garten gebissen als ich mit meiner Mutter geredet hatte. Ich stand da und er kam aus dem nichts an.

Meine Mutter gibt ihm Befehle aber er hört so wie er will. Da ich den Hund nicht mehr viel miterlebe weiss ich nicht alles. Und wenn ich unten bin wird er halt ausgesperrt. Das klingt wahrscheinlich sehr asozial aber ich muss mich ja manchmal in der Küche bewegen können oder so :(

Und meine Mutter geht 2x am Tag mit dem Hund raus mindestens eine Stunde. Abends sogar etwas länger, wenn das Wetter es zulässt. Wir wohnen sehr ländlich und da läuft er auch mal am Geld ohne leine.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

wie reagiert denn deine Familie auf das Verhalten des Hundes?
Außer halt dem Aussperren?

Im Prinzip habt ihr drei Optionen:

1. Euch einen guten Trainer suchen, der die Ursachen für das Verhalten findet (fixieren und nicht loslassen ist schon verdammt weit oben auf der Eskalationsskala)
2. Du ziehst aus
3. Ihr gebt den Hund ab.

Klingt jetzt vllt. etwas gemein, aber ohne einen Trainer, der vor allen Dingen euch erstmal zeigt wie der Hund gesichert werden kann (sprich Maulkorbtraining usw. usf.) werdet ihr das mMn nicht hinbekommen- so lange eingeschliffenes Verhalten ohne nennenswerte Veränderungen inkl. deiner Angst sind eine denkbar ungünstige Voraussetzung für "wir machen das mal mit Tips aus einem Forum".

Was die Finanzierung betrifft:

Sucht nach einem guten Trainer (ich kann dir gerne einen Link zu einem Verein schicken, die bei sowas extrem gut vernetzt sind) und dann sprecht das mit dem Kosten ab.
Nichts ist umsonst, aber so einen Zustand über Jahre hinzunehmen bis im Zweifelsfalle der Hund stirbt kann ja auch nicht der Weisheit letzter Schuss sein.
Mal abgesehen davon, dass ja euer beider Lebensqualität darunter leidet.

Gab es noch weitere Beißvorfälle mit dem Hund?
 
B

Belladonna19

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Wir haben zwar einen Maulkorb aber den lässt er sich nicht anlegen...

Ja er hat irgendwie jeden von uns mal gebissen aber bei den anderen in Situationen wo er sich wahrscheinlich bedrängt gefühlt hat oder so.
Bei meinem ex Freund war das fast so wie bei mir aber der konnte immer schnell genug reagieren und hatte keine richtige Angst vor ihm.

Ich hätte gerne ein paar Adressen, an die ich mich wenden könnte :)
 
J

Jesusliebtdich

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Du hast doch die letzten 5 Jahre mit dem Hund zusammengelebt. Was hat sich jetzt geändert, dass das auf einmal nicht mehr geht?
 
E

Eifelkater

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Wurde der Hund eigentlich mal komplett neurologisch durchgescheckt?
 
*Mischling*

*Mischling*

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Hey,

ich verstehe, dass du Angst hast. Ein Hundebiss - vor allem scheinbar grundlos - stört das Verhältnis nachhaltig. Eine Frage möchte ich trotzdem mal stellen: wie definierst du beißen? Wenn dein Ex ausweichen konnte, ist der Hund entweder verdammt langsam oder hatte keine ernsthafte Schadabsicht.

Ein Biss muss nicht immer aus Aggression heraus entstehen. Bellen kann auch Aufforderung sein, kann aber auch Revierverhalten, Unsicherheit und vieles mehr sein. Es wird nix anderes helfen, als das vor Ort von einem Profi beurteilen zu lassen.
 
T

Tuuli

Guest
Hallo Belladonna19,

deine Angst ist natürlich total nachvollziehbar. Wichtig ist glaube ich, dass ihr euch mal damit auseinandersetzt, was für eine Art Hund sich deine Eltern ins Haus geholt haben. Das heißt: Welches Wesen hat er, welche Bedürfnisse?
Ein Blick in Rasselexika oder auch einfach nur Wikipedia zeigt:

Bouvier de Flandres sind sehr spezielle Hunde mit eigenwilligem Charakter. Sie suchen sich sehr früh eine einzige Bezugsperson (eventuell deine Mutter?) - andere Personen im Umfeld könnten es da naturgemäß schwer haben. Umso wichtiger ist ein intensives Training mit dem Hund, könnte ich mir vorstellen. Er muss einfach alle Personen um ihn herum als ranghöher akzeptieren. Eventuell nahm er die Szene damals mit deiner Mutter im Garten als bedrohlich wahr - und versuchte sie zu verteidigen, indem er dich als "Gefährder" abwehren wollte. Bouviers sind Wach- und Hütehunde. Das heißt, sie wurden über Jahrhunderte darauf trainiert, blitzschnell zu entscheiden, um Gefahr von den ihnen anvertrauten Kreaturen abzuwenden. Spielen im Garten und morgens und abends mal raus könnte da schlicht nicht ausreichen, um solch einen Hund komplett auszulasen - folglich sucht er sich womöglich seine Aufgaben selbst (z.B. indem er auf das Beschützen deiner Mutter fixiert ist).
Eine schnelle und unkomplizierte Lösung scheint mir da sehr unwahrscheinlich. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Rasse und ihrer Haltung umso wichtiger. Mein Intuitiver Rat: So möglich, dem Hund auf dem Grundstück einen festen Platz zuweisen. Zum Beispiel, indem man ersts mal einen Zwinger aufstellt. Oder ihn in die Garage verbannt. Dann einen guten Trainer engagieren, der mit EUCH ALLEn arbeitet. Das klappt aber nur, wenn du gleichzeitig an deiner Angst arbeitest - oder aber ausziehst. Solange er deine Angst spürt, wird er dich stets für "leichte Beute" halten. Viel Erfolg!

https://de.wikipedia.org/wiki/Bouvier_des_Flandres

- - - Aktualisiert - - -

Übrigens:

Wir haben zwar einen Maulkorb aber den lässt er sich nicht anlegen...
Das deutet meiner Ansicht nach bereits darauf hin, dass in der Erziehung dieses Tieres sehr viel schief gelaufen sein muss. Er kontrolliert das Territorium und auch weitgehend seine Bewohner. Es sollte aber umgekehrt sein. Das klingt nach altklugem Klugscheiß und Theorie, ich weiß. Und als Anfänger auf diesem Gebiet kann ich dir auch nicht sagen, wie es nun genau richtig geht. Aber ein erfahrener Tiertrainer kann das gewiss. Nur hätte man damit eigentlich schon idealerweise im Welpenalter anfangen sollen. Ob das jetzt noch rumzubiegen ist, ist schwer zu sagen.
 
Thema:

Unerträgliches Zusammenleben.

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