Mein Hund hat ein Kind gebissen

Diskutiere Mein Hund hat ein Kind gebissen im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich komme gerade aus dem Urlaub und habe gleich mal eine Hiobsbotschaft bekommen. Aber zuerst die Vorgeschichte: Meine Eltern...
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sophiagreek

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Hallo ihr Lieben, ich komme gerade aus dem Urlaub und habe gleich mal eine Hiobsbotschaft bekommen.
Aber zuerst die Vorgeschichte:

Meine Eltern haben sich im August 2016 einen Foxterrier mit 6 Monaten geholt. Von meiner Schwester und mir gab es zunächst einige Bedenken, weil die Rasse ja nicht gerade für ihre Sanftmut bekannt ist. Doch es musste ein Foxi sein. "Strolch" war ein Notverkauf und so haben wir ihn einer Demenzkranken Frau abgekauft. Strolch stammt aus ihrer Zucht, allerdings haben wir die Elterntiere nie gesehen. Den Verkauf hat der Sohn abgewickelt, er hat sich das Recht vorbehalten, Strolch jederzeit zurückzuholen, sollten wir ihn kastrieren lassen (er wollte ihn irgendwann für die Zucht einsetzen).

Von Anfang an war er etwas schwierig und folgende Verhaltensweisen fielen uns auf:
- Orientierungslos beim Gassi gehen, so als wäre er zuvor noch nie an der Leine ausgeführt worden.
- Reaktionen, die auf Angst hindeuten, in engeren Räumen (Platzangst)
- Reagiert oft nicht angemessen auf andere Hunde. Die meisten
bellt er an und will zu ihnen hindrängen.
- umherrennen und grundloses bellen im Garten.
(Alle Unarten wurden und werden natürlich immer unterbunden - mit mäßigem Erfolg)

In der Welpenschule hat er alle Übungen wunderbar umgesetzt, er ist wirklich sehr intelligent. Wenn es jedoch zum Schluss ans Spielen ging, glich das eher einem Raufen und dabei hat er auch oft geknurrt. Die anderen Hundebesitzer hatten Angst vor ihm :( Schon damals wurde uns geraten ihn zu kastrieren.

Mein Papa hat eigentlich sehr viel Hundeerfahrung (Dackel, Husky, Zwergschnauzer - alles schon gehabt). Jedoch wollte er nie wirklich sehen, wie Strolchs Naturell ist. Er hat immer wieder gesagt, dass er nur so ist, weil er an der Leine sei, sobald andere Hunde kommen.
Und dann hat er - total unverantwortlich wie ich finde - Strolch von der Leine gelassen, als meine Cousine mit ihrem Aussie bei uns war. Prompt hat er ihn angefallen! Und trotzdem meint meinte mein Papa, dass er nur spielen wollte. Dabei hat er nie gebissen, sondern die Hunde immer gepackt und hin und her gerüttelt.

Dann hat uns der Sohn der Züchterin nach einiger Zeit mit Strolchs Bruder besucht. Dieser war in einer Box im Kofferraum. Als dieser geöffnet wurde, sind beide Hunde durchgedreht und haben sich des Todes angebellt. Es gab wohl auch schon damals - als beide Welpen waren, blutige Kämpfe zwischen den beiden.

Irgendwann habe ich gelernt, mit seinem Verhalten umzugehen. Durch viel Gassi Training und die Nutzung eines Haltis wurde es besser. Strolch ist mittlerweile 2 1/2 Jahre alt.

Als ich nun im Urlaub war, sind mein Papa und meine Schwester zur Hundeschule gefahren. Strolch hat im Spielen wohl wieder gerauft und hat dabei einen anderen Hund gepackt (ich weiß nicht, ob nun aus Spiel oder Ernst). Die Tochter der Trainerin wollte dazwischen gehen und da hat Strolch das Mädchen (ca 12/13 Jahre) gebissen.

Meine Eltern haben dann den Züchter angerufen, da die Hundeschule meinte, dass er krastriert werden muss oder nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Dieser meinte aber, dass er das niemals zulassen würde und ihn dann zurücknimmt.

Nun sind meine Eltern am Überlegen, ob wir ihn abgeben sollen. Für mich bricht dadurch eine Welt zusammen, da er sich in meiner Gegenwart wirklich besser benimmt. Ich treffe aber eben auch Präventionsmaßnahmen, lasse ihn nicht von der Leine, umrunde die Hunde, die er nicht mag usw. Im Dezember ziehe ich aus und ich habe schon angeboten, ihn dann mit in die neue Wohnung zu nehmen - aber das wollen meine Eltern nicht.

Ich bin total durcheinander und weiß auch nicht, ob eine Kastration die Lösung aller Probleme ist. Für ihn wäre evtl 1:1 Training wichtig. Aber jetzt wurde ein Mensch verletzt und das ist für mich das Schlimmste an der Sache.
Wie seht ihr das Ganze? Bitte schreibt mir eure Meinungen und Gedanken - ich brauche einfach jemanden zum Reden :(
 
08.06.2018
#1
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Guest

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Missymannmensch

Missymannmensch

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Und dann hat er - total unverantwortlich wie ich finde - Strolch von der Leine gelassen, als meine Cousine mit ihrem Aussie bei uns war. Prompt hat er ihn angefallen! Und trotzdem meint meinte mein Papa, dass er nur spielen wollte. Dabei hat er nie gebissen, sondern die Hunde immer gepackt und hin und her gerüttelt.:(
Das war kein Raufen. Das war Tötungsabsicht. Meine Meinung.

Zu den anderen Themen werden sich sicher noch andere melden.
Hier gibt es nämlich wirklich patente User mit Hunden.

Ganz dolle Willkommen im Forum übrigens :mrgreen:
 
S

sophiagreek

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Denkst du? Ich kann das wirklich schwer einschätzen, da ich sowas halt noch nie erlebt habe bei Hunden :(
Und danke <3
 
demona

demona

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Hi,

Uff, das ist viel zusammen, finde ich. :?

Zu aller erst: Leine dran und dran lassen und Maulkorb drauf. Der Hund gehört gesichert, egal ob bei anderen Hunden oder Menschen.

Dann: der will nicht spielen! Dieses Hin und Her schütteln gehört zum Jagdverhalten, so werden kleine Beutetiere GETÖTET und das ist definitiv kein Spiel.

"Spielen" in der Hundeschule ist das Falscheste, was es für den Hund gibt. Sucht euch einen vernünftigen Trainer/Hundeschule, der an dem Problem und dem Gehorsam arbeitet. Ob eine Kastration was bringt, hängt davon ab ob das Verhalten sexuell motiviert ist, was ich persönlich nicht glaube aber ich kenne den Hund nicht persönlich.

Aber irgendwie klingt das nach einem Hund, der als Welpe nichts gesehen hat und dann gelernt hat, nach vorne zu gehen oder eine gewissen Grundaggression hat, die nie in richtige Bahnen gelenkt wurde. Daran solltet ihr arbeiten und vor allem deinen Vater davon überzeugen, dass es notwendig ist. Da müssen alle an einem Strang ziehen.

Zum "Züchter" - ja, absichtlich in Anführungsstrichen denn ich glaube keine Millisekunde daran, dass das ein vernünftiger Züchter ist. Habt ihr einen Vertrag? Was genau steht da drin? Meistens sind solche Klauseln nicht haltbar denn in den meisten Fällen fließt Geld und damit ist es euer Hund. Mal davon ab, dass so eine Kastration ja innerhalb weniger Stunden passiert ist, was will der "Züchter" dann noch machen? Habt ihr eine Vertragsstrafe drin? Habt ihr irgendwelche Untersuchungen für die Zuchtzulassung machen lassen? Wie sieht das bei den Foxterriern aus?

Also, den Hund vernünftig sichern, auch dein Papa, und dann einen vernünftigen Trainer dazu holen. Kein Alphawurf oder Dominanzgedöns, sondern vernünfitges Training auf den Hund angepasst. Kein "Spielen" mehr in der Hundeschule, der will nicht spielen, der will sich prügelnn oder schlimmeres. Erstmal keinen Kontakt zu anderen Hunden und vorsicht bei Menschen.

Aber ganz ehrlich? Solange deine Eltern da nicht mitziehen und auch nicht wollen, dass du ihn mitnimmst, sehe ich schwarz.

Ich wünsche dem Mädchen gute Besserung, gab es da irgendwelche Konsequenzen?

Lg Demona
 
J

Jesusliebtdich

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Ich würde erstmal einen anständigen Hundetrainer aufsuchen. Das was du schreibst klingt nicht nach einer seriösen Hundetrainerin.

Die Kastrations-Klausel dürfte rechtlich gesehen nicht haltbar sein, denn dieser Hund ist definitiv untauglich für die Zucht und der Züchter ist genauso untauglich.
 
S

sophiagreek

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Danke für die ausführliche Antwort. Menschen gegenüber ist er generell eigentlich sehr aufgeschlossen und freundlich. Er ist auch immer sehr beliebt bei anderen. Von dem her ist meine Vermutung, dass er das Mädchen aus dem Affekt heraus gebissen hat. Ich habe leider keine Ahnung wie es ihr geht und auch nicht, was nun passieren wird. Mein Papa ist leider sehr stolz. Wenn so etwas in seiner Gegenwart passiert, versucht er es entweder herunterzuspielen oder es war tatsächlich so schlimm, dass er nichts erzählt.

Zum Züchter: Ich hatte schon vor ein paar Monaten Recherchen angestellt, da mir das alles so komisch vorkam. Fakt ist aber, dass er eine Zuchtlizenz mit allem drum herum hat. Strolch hat auch eine Ahnentafel und alle Papiere. Ich weiß auch nicht, was da schief lief. Aber ich glaube auch fest daran, dass Strolch früher keinerlei Kontakt zu anderen Hunden hatte. Ich habe die Vermutung, dass er sich dort selbst überlassen wurde :( Und was die Klausel angeht, werde ich mal nochmal recherchieren.

Danke für alle Ratschläge <3

- - - Aktualisiert - - -

Die Kastrations-Klausel dürfte rechtlich gesehen nicht haltbar sein, denn dieser Hund ist definitiv untauglich für die Zucht und der Züchter ist genauso untauglich.
Das hatte ich mir eben auch gedacht! Wer will mit so einem Hund denn züchten? Da ist es doch vorhersehbar, dass die Welpen auch nen Schlag abbekommen. Und ja, Strolch hat nun mal nen Schlag weg
 
demona

demona

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Hi,

Naja, Ahnentafel kann ich dir auch malen, geht ganz schnell. :? Bei dem Verhalten glaube ich einfach nicht, dass das ein vernünftiger VDH-Züchter ist, Dissidenz vielleicht aber ich kenne mich bei den Fox nicht aus. Ich weiß, dass ich bei meiner Rasse einige Vorraussetzungen erfüllen muss damit mein Rüde als Zuchtrüde eingesetzt werden darf. Zwei entsprechende Showergebnisse, bestimmte Genuntersuchungen, HD-ED Untersuchung, eine Art Wesenstest und ne Körung. Das ist das was ich bis jetzt weiß, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fox einfach so züchten dürfen.

Das mit deinem papa habe ich mir fast gedacht aber versuch es, red mit ihm. Je nachdem aus welchem Bundesland ihr kommt, kann so ein Biss - auch unter Hunden - zu extremen Problemen führen. Von Maulkorb- und Leinenzwang über Wesenstest oder sogar Beschlagnahmung des Hundes, das will dein Vater doch bestimmt nicht.

Bei dem Problem müssen alle mitarbeiten, solange dein Vater da nicht mitzieht, sehe ich wirklich schwarz. Aber vielleicht kann da ein vernünftiger Trainer nochmal mit ihm reden, manchmal hören die Leute eher auf Fremde als auch die Familie. Ich drück dir die Daumen, dass ihr das irgendwie in den Griff bekommt.

Lg Demona
 
Knopfstern

Knopfstern

Moderator
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Aber irgendwie klingt das nach einem Hund, der als Welpe nichts gesehen hat und dann gelernt hat, nach vorne zu gehen oder eine gewissen Grundaggression hat, die nie in richtige Bahnen gelenkt wurde. Daran solltet ihr arbeiten und vor allem deinen Vater davon überzeugen, dass es notwendig ist. Da müssen alle an einem Strang ziehen.

Zum "Züchter" - ja, absichtlich in Anführungsstrichen denn ich glaube keine Millisekunde daran, dass das ein vernünftiger Züchter ist. Habt ihr einen Vertrag? Was genau steht da drin? Meistens sind solche Klauseln nicht haltbar denn in den meisten Fällen fließt Geld und damit ist es euer Hund. Mal davon ab, dass so eine Kastration ja innerhalb weniger Stunden passiert ist, was will der "Züchter" dann noch machen? Habt ihr eine Vertragsstrafe drin? Habt ihr irgendwelche Untersuchungen für die Zuchtzulassung machen lassen? Wie sieht das bei den Foxterriern aus?
Das unterschreibe ich alles genauso! Mein erster Gedanke war auch "dieser Hund hat irgendwie nichts gelernt und wurde nicht sozialisiert"

Zum Züchter, guck bitte mal im Vertrag, was da drin steht. Und bitte, was will er mit einem kastrierten Rüden?! Ansonsten Chip setzen, das sieht der Typ nicht und der hört auch irgendwann auf zu wirken. ;)


Er ist auch immer sehr beliebt bei anderen. Von dem her ist meine Vermutung, dass er das Mädchen aus dem Affekt heraus gebissen hat. Ich habe leider keine Ahnung wie es ihr geht und auch nicht, was nun passieren wird.
So ist es und man muss sich in solch einer Situation bewusst sein, das man gebissen werden kann. In meinen Augen ist das ein unverantwortliches Verhalten der Mutter/Trainerin, das eine 12/!3 jährige da eingreift. Auch im Affekt. Das geht gar nicht. Und genauso wird es auch gewesen sein, der Hund wird um sich gebissen haben und gewiss nicht gedacht haben "oh, ein Mädchen!" ;) Und da würde ich persönlich mir auch nichts rein reden lassen.

Was wollen deine Eltern mit dem Hund jetzt weiter machen? Ich meine, da müssen wirklich alle jetzt dran arbeiten und nicht nur ein paar Tage. Sondern intensiv.

Ich hoffe sehr, das ihr einen Weg findet, der auch für dich gut ist.
Warum genau wollen sie nicht, das du ihn mitnimmst?
 
Julia_93

Julia_93

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Hallo,

erst einmal finde ich es gut, dass du die Situation ernst nimmst und nach Hilfe suchst und sie auch an nimmst.

Zu dem Beißvorfall:
Diese Situation hatte ich auch.
Mein Hund hat mit einem anderen Hund bekämpft, ich bin dazwischen und wurde von meinem eigenen Hund in den Unterarm gebissen.
Der Hund ist in diesen Moment so in Rage und denkt nicht darüber nach was er gerade tut und dann kann es schon mal zu einem
Beißvorfall kommen.
Aber das eine Jugendliche diesen Hundekampf unterbrochen hat ist mehr als unverantwortlich und geht gar nicht.
Ich meine sogar das wenn man in so eine Auseinandersetzung zwischen zwei Hunden eingreift, dass auf eigene Verantwortung macht.
Was dabei passiert ist dann eigenes verschulden, bin mir aber nicht zu 100% sicher.


Das mit dem packen und hin und her schütteln am Nacken ist eine Tötungsabsicht.
Das klingt zwar hart aber dein Hund will in diesen Situationen gewiss nicht spielen.

Das mit der Kastration ist echt seltsam aber so ein Hund gehört definitiv nicht in eine Zucht.
Der Vorschlag mit dem Chip ist super gut, dass wäre eine Überlegung wert, TOP.



Ich kann mich den anderen sonst nur anschließen.
Am besten holst du den Hund einen Maulkorb, dass gibt dir und dem Hund Sicherheit, natürlich muss dann ein Maulkorbtrainig machen.
Suche einen Trainer, der auf resozialierung von Hunden spezialisiert ist.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg
 
E

Eifelkater

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Bevor ich den Hund kastrieren würde, würde ich auch zu einem Chip raten. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum sooft die Kastration gefordert wird. Das hört sich für mich nicht nach hormonbedingter Aggression an.

Er scheint eher einen Deprivationschaden zu haben, wenn ich mir die Vorgeschiche so anschaue und wurde anscheinend auch dadurch in der Pubertät falsch gehandelt. Ich würde mir unbedingt einen Trainer oder eine Hundeschule suchen, die damit Erfahrung hat.
Kennst du jemanden der mit deinem Vater mal reden könnte?
 
E

exe

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Das war kein Raufen. Das war Tötungsabsicht. Meine Meinung.
Tötungsabsicht. Ganz schön großes Wort für einen Hund, der scheinbar nichtmal "Löcher" macht, oder nicht?
Ich bin ja wirklich dafür Aggressionsverhalten als das zu erkennen und zu akzeptieren was es ist, aber das ist schon etwas... dramatisch. Natürlich ist das kein angemessenes Sozialverhalten, aber aus der Ferne von Tötungsabsicht anderen Hunden ggü. zu sprechen ist schon etwas gewagt.

Zu aller erst: Leine dran und dran lassen und Maulkorb drauf. Der Hund gehört gesichert, egal ob bei anderen Hunden oder Menschen.
[...]
Dann: der will nicht spielen! Dieses Hin und Her schütteln gehört zum Jagdverhalten, so werden kleine Beutetiere GETÖTET und das ist definitiv kein Spiel.
[...]
"Spielen" in der Hundeschule ist das Falscheste, was es für den Hund gibt. Sucht euch einen vernünftigen Trainer/Hundeschule, der an dem Problem und dem Gehorsam arbeitet. Ob eine Kastration was bringt, hängt davon ab ob das Verhalten sexuell motiviert ist, was ich persönlich nicht glaube aber ich kenne den Hund nicht persönlich.
[...]
Erstmal keinen Kontakt zu anderen Hunden und vorsicht bei Menschen.
Habe ich was überlesen, oder warum soll man den Hund jetzt generell und mit Begegnung bei Menschen mit Maulkorb sichern? Der Hund scheint doch in der Regel menschenfreundlich - wenn ein Kind in einer Rauferei mitmischt liegt es eigentlich auf der Hand, dass das nicht gut geht. Liegt aber nicht am Hund!

Ob ein freies Spiel in der Hundeschule "das falscheste, was es für den Hund gibt" ist, hängt wohl hauptsächlich von den Hunden und vor allem von den Trainern ab. Ein Hund kann im freien Kontakt mit Artgenossen auch durchaus etwas lernen. ;) Wo kann man Sozialverhalten besser trainieren als unter - hoffentlich - fachkundiger Anleitung?

Die Kastrations-Klausel dürfte rechtlich gesehen nicht haltbar sein, denn dieser Hund ist definitiv untauglich für die Zucht und der Züchter ist genauso untauglich.
Der Foxterrier ist ein Jagdhund und zwar ein ziemlich energischer, mutiger, selbstständiger Jagdhund. Ziemlich leicht erregbar. Angemessenes Verhalten auf der Hundewiese ist nicht für jeden Züchter Zuchtziel.



Ich denke mit einer Kastration wird das Problem nicht besser. ;) Der Hund ist in seinem besten Alter und scheinbar versteht ihn keiner so richtig oder setzt Grenzen. Wird der Hund eigentlich in irgendeiner Form beschäftigt?
Vielleicht hörst du dich wirklich mal nach einem guten Hundetrainer bei dir an und/oder besucht mal ein entsprechendes Seminar/Workshop, wo Euch geholfen wird.
 
demona

demona

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Hi,

Habe ich was überlesen, oder warum soll man den Hund jetzt generell und mit Begegnung bei Menschen mit Maulkorb sichern? Der Hund scheint doch in der Regel menschenfreundlich - wenn ein Kind in einer Rauferei mitmischt liegt es eigentlich auf der Hand, dass das nicht gut geht. Liegt aber nicht am Hund!

Ob ein freies Spiel in der Hundeschule "das falscheste, was es für den Hund gibt" ist, hängt wohl hauptsächlich von den Hunden und vor allem von den Trainern ab. Ein Hund kann im freien Kontakt mit Artgenossen auch durchaus etwas lernen. ;) Wo kann man Sozialverhalten besser trainieren als unter - hoffentlich - fachkundiger Anleitung?
Und weil es nicht am Hund liegt, ist es weniger schlimm wenn ein Kind/Mensch gebissen wird?:eusa_think: Sorry, aber in der Kombination - scheinbar aggressiver Hund und uneinsichtiger Hundehalter, in dem Fall der Vater - gehört der Hund vernünftig gesichert. Wo Hunde sind, sind im Normalfall auch Menschen und schnell gibt es die Situation wie in der Hundeschule. Zwei Hunde "raufen", ein Mensch greift ein und zack, gebissen - muss nicht sein.

Gut, beim zweiten Absatz hätte es heißen sollen, "für diesen (!) Hund". Und ja, freies, unkontrolliertes Spiel in welchem Sequenzen des Tötens gezeigt (Packen und schütteln ist für mich so eine Sequence) werden und in das scheinbar Kinder statt vernünftiger Erwachsener eingreifen, ist wohl für keinen Hund sinnvoll. Ich sehe es halt in diesem Zusammenhang und nicht allgemein und für diesen Hund - von der Beschreibung her - bringt es schlicht nichts ihn ins freie "Spiel" zu schicken. Das endet mal damit, dass er an einen stärkeren Hund gerät und dann das Problem hat.

Und nur, weil keine Löcher gemacht werden, ist das alles nicht so wild? Nö, seh ich nicht so. Der Hund gehört gesichert und zwar mit Leine und Maulkorb und zwar bis an dem Verhalten und am Gehorsam gearbeitet wird. Gescheite, rassepassende Auslastung und weg von dem Gedanken, "der spielt nur".

Ob es jetzt das perfekte Zuchtziel von Foxterriern ist, dass sie alle anderen Hunde anfallen, sei mal dahin gestellt. Kernige Jagdhunde, die sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen udn auch nicht zurückschrecken, okay, lass ich mir einreden aber so ein Verhalten mit dem Zeigen von Packen und schütteln anderen Hunden gegenüber, nö, sowas gehört nicht in die Zucht. Aber das ist nur meine Meinung, das muss jeder für sich selber wissen.

Lg Demona

- - - Aktualisiert - - -

Nachtrag:

Ich sage und meine mit keinem Wort, dass der Hund ein Monster ist, das von allem und jedem ferngehalten werden soll. Ebenso verdamme ich nicht die Aggressivität, die er scheinbar inne hat und die jeder Hund in mehr oder weniger starker Form hat und die auch wichtig ist.

Mir ist auch bewusst, dass ein Foxterrier kein süßer, netter Hundewiesenhund ist sondern durchaus noch Pfeffer im Arsch hat und haben soll.

Aber er braucht eine angemessene Führung, eine Kanalisation für sein Verhalten und vielleicht auch mal ein paar klare Regeln. Es gibt so viele sehr triebstarke Hunde, die Artgenossen nicht "mögen" aber dennoch nicht alles anfallen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist aber diese Hunde stehen meistens gut bis perfekt im Gehorsam. Hier wird scheinbar die Größe des Hundes unterschätzt, mit einem größeren Hund würde man wohl nicht sagen, "der spielt nur"

Mir ist bewusst, dass der Hund nichts dafür kann aber momentan stellt er eine GEfahr für seine Umwelt dar. Und nein, nicht jeder HH da draußen weiß wie man zwei verbissene Hunde trennt, der größte Teil wird da einfach rein greifen. Wenn der Hund dann mal an den Falschen gerät, hat man schneller eine schwerwiegende Anzeige am Hals als einem lieb ist. :? Und das ist für alle Beteiligten nicht schön.

Lg Demona
 
taschbert

taschbert

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hat sich hier etwas getan?

Tötungsabsicht ist ja relativ.
Bei fast jeder Rangelei, Klopperei, Beisserei gehen sich Hunde an den Nacken und schütteln.
Töten wollen die nicht immer und so auf die Ferne über's www wird das hier wohl keiner beurteilen können, es können oftmals ja nichtmal Leute beurteilen die live dabei sind.
Da wird einmal schnappen gleich Beisserei genannt, oder "die haben meinen Hund übel angegriffen und gebissen, die waren richtig aggressiv" und weiter "nein, verletzt ist er nicht".


Pauschal würde ich als allererstes diese "Hundeschule" verlassen und nicht mehr hingehen.
Eine Spielgruppe für erwachsene Hunde? Wo bekanntermassen Rüpel dabei sind ? Wo ein Kind mit rumläuft?
Wenn Dein Vater das runterspielt, bitte, aber so wie Du den Hund beschreibst hätten doch die vermeintlichen "Trainer" das erkennen und den Hund von einer solchen Gruppe ausschliessen müssen, erstrecht doch aber hätten sie und Dein Vater da eingreifen müssen und nicht ein Kind übernehmen lassen.


Ich habe ein Rudel mit drei Malis und ein bis zwei Labradoren. Wenn die toben, müssen selbst meine eigenen Kinder weg.
In so eine Spielgruppe würde ich keinen lassen, wie man aber dann ein Kind da rumlaufen lassen kann... ist mir schleierhaft.
 
S

Schweinemama

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Ich denke da ist was an der Aktualisierung falsch gelaufen. Ein Terrier ist ein Terrier. Jagdlich geführt regelrechte Killer, draufgänger die nicht ihren schwant einziehen und eben Terrier. Terrier haben eine spezielle Art ihr Verhalten ist teilweise extrem bedrängen, sie haben eine Art Körpersprache, die mitunter eines vollkontakt boxen gleichzustellen ist, das ist meine Meinung. Da gibt es Hunde die verstehen diese Hundeart nicht richtig und dann gibt es Zoff.

Aber auch so ein kleiner hund benötigt entsprechende Regeln. Es ist ein vollwertiger Hund, im Rudel killen die dachse und füchse, aber eben im Rudel, nur ohne Rudel haben sie das selbe Selbstvertrauen... Leider.

Ich würde mit einem tiertrainer sprechen, der sich das Tier ansehen soll. Es scheint, als hätte das durchaus eine Vorgeschichte, auch wenn ich sagen muss, eine 12 jährige hat sich bei kämpfenden Hunden nicht einzumischen. Was für eine Hundeschule das ist möchte ich gar nicht betonen.

Ihr werdet alle daran arbeiten müssen, dein Vater, du, der Hund und der Trainer. Ihr seid Rudelchef, nicht der Hund. Stänkern darf der Hund durchaus, wenn es um spielen geht, aber gleichzeitig muss er wissen wo seine Grenze ist. Aufputschen bis die Fetzen fliegen ist nicht, da muss einerseits der Besitzer reagieren und andererseits auch der Hund darauf trainiert werden, dass aufstacheln bis der andere hochgeht ein absolutes Nono ist. Da mangelt es an sozialisierung meiner Meinung nach.

- - - Aktualisiert - - -

P.s: kleine kinder sind auch Menschen, die zu akzeptieren sind. Ich habe auch so einen Haudegen gehabt (mittlerweile 15 Jahre alt). Der 20 cm hund hätte mich und meine Familie vor jeder Dogge, dObermann und Rottweiler verteidigt. Aber, sie hat nicht dürfen, sie hat nicht können, war nicht ihr Aufgabenbereich. Auch bei den wildesten Spielereien war 5 meter vor meinen Kindern jedes Spiel beendet. Denn sie wollte nicht die Kinder umrennen oder in die gefahrenzone bringen.
 
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Mein Hund hat ein Kind gebissen

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