Als Einzelperson einen Hund halten

Diskutiere Als Einzelperson einen Hund halten im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Guten Abend zusammen, ich habe schon lange den Wunsch nach einem Hund. Schon seit Jahren... Ich frage mich immer, wann der richtige Zeitpunkt...
WuselWiesel

WuselWiesel

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Guten Abend zusammen,

ich habe schon lange den Wunsch nach einem Hund. Schon seit Jahren... Ich frage mich immer, wann der richtige Zeitpunkt ist, welche Faktoren sinnvoll sind und welche ein absolutes K.O.-Kriterium wären. Momentan lebe ich alleine und ich
frage mich, ob es vielleicht sinnvoller wäre, wenn jemand mit mir leben würde.

Meine Frage in die Runde: Wer von euch lebt alleine und hat einen Hund? Wie kommt ihr damit klar und wo sind die Schwierigkeiten bzw. Vor- und Nachteile? Empfindet ihr das dann als Belastung oder als Bereicherung? Habt ihr Lösungen gefunden für verschiedene Probleme wie zum Beispiel Zeit / Freizeitgestaltung / Arbeit und so weiter?

Ich kriege mich momentan nicht sortiert. Finanziell wäre es soweit sicher bei mir, auch Zeit habe ich genug. Die Umstellung wäre halt eine große Sache. Ich möchte auf keinen Fall unüberlegt handeln (würde ich sowieso nicht, ich möchte weder den Hund noch mich unglücklich machen) und freue mich über eure Erfahrungsberichte.

Viele Grüße,
WuselWiesel
 
03.10.2018
#1
A

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Guest

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J

Jesusliebtdich

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Ich habe als Einzelperson 2 Hunde und es klappt wunderbar. Nachteile hat es nicht. Vorteile allerdings auch nicht. Eine Belastung ist es nicht im Geringsten. Eine Bereicherung aber eben auch nicht.

Zeit ist eigentlich gar kein Problem. Ich bekomme meinen Tag gut organisiert. Jetzt wo die Hunde alt sind mache ich halt mehr im Sportverein, mit Musik oder in meiner Gemeinde. Als sie noch jünger waren bin ich dann mehr spazieren gegangen und habe mich weniger mit Hobbys beschäftigt.

Freizeitgestaltung ist auch kein Problem. Das mache ich vollkommen unabhängig von den Hunden.

Ich arbeite zuhause bei freier Zeiteinteilung
 
WuselWiesel

WuselWiesel

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Ah, von zu Hause aus zu arbeiten ist natürlich perfekt dabei. Ich frage mich, ob das auch möglich ist, wenn man halbtags im Job ist. Das ist eigentlich meine größte Angst, dass es dann vielleicht nicht klappt. Dann frage ich mich, wie das andere Leute machen, die berufstätig sind und einen Hund haben...
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

ich bin zwar nicht allein, habe aber die meiste Arbeit mit dem Hund. Ich arbeite vollzeit, kann ihn aber mitnehmen oder von zuhause arbeiten. Sollte das mal anders sein, werden wir auch da eine Lösung finden :lol:
Als Einzelperson sollte man sich schon Jemanden suchen, der im Notfall einspringen kann, z.B. wenn du plötzlich ins Krankenhaus musst oder wirklich sehr krank wirst (ich schleppe mich bei Bauchschmerzen auch um den Block, bin aber froh, dass mein Freund für größere Runden einspringt^^).

Wichtige Faktoren wären: Wie lange ist der Hund täglich allein? Wie viel Zeit hat man für Aktivitäten mit dem Hund? Was möchte man so machen (passt da ein Hund überhaupt zu?)
Ist die Wohnung geeignet/ist es dort erlaubt einen Hund zu halten?

Ich finde den Fragenkatalog zur Rassefindung/Anschaffung eines Hundes immer ganz gut, da sind viele wichtige Fragen zusammen gefasst. Ich zitiere mal:

Fragen zum Hund

Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund?

Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior)

Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden?

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)

Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells?



Fragen zum Halter

Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich?
Miete oder Eigentum? Wohnung oder Haus? Steht ein angrenzender Garten zur Verfügung?
(Falls Wohnung: Welches Stockwerk? Ist ein Aufzug vorhanden bzw. wie viele Stufen müsste der Hund bewältigen?
Falls Miete: Ist Haltungserlaubnis des Vermieters für einen Hund vorhanden?)

Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt?

Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche?

Bist du Schüler, in der Ausbildung, berufstätig? Passt ein Hund auch zukünftig in dein Leben?

Wie viel Zeit steht täglich für Aktivität mit dem Hund zur Verfügung?

Wie viel Geld hast du für die Anschaffung des Hundes eingeplant?
(Diese Frage dient in erster Linie als Denkanstoß, da man einen Rassehund mit Stammbaum nicht für 300 Euro bekommt. Muss also nicht zwangsläufig beantwortet werden.)

Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage?

Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen?

Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er?
(Bitte bedenke: Mit Auslastung sind keine Tätigkeiten wie Spaziergänge, Joggen oder Radfahren gemeint.
Gemeint sind z.B. Hundesport wie Agility, Fährtenarbeit oder Obedience.)

Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben?

Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht?

Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? (Futter, Zubehör, Steuer, Hundehaftpflicht, Besuche beim Tierarzt)
Hast du dir Gedanken gemacht, ob du die Kosten für akute oder gar chronische Erkrankungen tragen könntest?

Wie stellst du dir das Leben mit dem Hund vor? Wie soll euer Alltag aussehen?
 
A

A-Fritz

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Hallo,
vielleicht solltest Du erst einmal etwas mehr über Deine Situation berichten ?
Was für einen Beruf hast du und welche Möglichkeiten gibt es in Deiner Umgebung
für Dich Arbeit zu finden ? Welche Vorstellungen hast Du , wie soll der Hund mit Dir leben,
welchen Zeitablauf stellst Du Dir vor ? Was möchtest Du für einen Hund haben ?
Wenn Du mehr über Deine Vorstellungen berichtest, haben wir bestimmt leichter
die Gelegenheit zu beurteilen, wie realistisch diese sind.

Ich habe mir meinen Hundewunsch erst erfüllt, als ich in den Ruhestand gegangen bin,
nun habe ich immer Zeit für meinen Hund .


Fritz.

.
 
WuselWiesel

WuselWiesel

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Danke für euren Input. :)

Also hier mal ein paar Worte zu meiner aktuellen Situation: Ich wohne alleine in einer Mietwohnung (im ersten Stock), in der Hunde erlaubt sind. Momentan studiere ich und habe (aufgrund von ein paar Änderungen in der Studienordnung) das komplette kommende Semester frei. Jetzt wäre also der perfekte Zeitpunkt, mir einen Welpen zu holen, weil ich mich rund um die Uhr mit ihm befassen könnte. Ich schätze, deshalb ist gerade jetzt der Wunsch nach einem Hund auch so groß... Aber wie gesagt, ich möchte nicht unüberlegt handeln.

Ich habe mir schon einen Notfallplan gemacht, falls ich mal krank bin. Dann habe ich mehrere Verwandte und Freunde, die sich gerne kümmern würden. Meine Mutter ist zum Beispiel in Rente und würde sich über gelegentliche Hundebetreuung sogar freuen. Aber das nur für den Notfall, es soll mein Hund sein. Mein Kumpel. ^^

Nach dem Studium werde ich voraussichtlich an einer Grundschule arbeiten. Wenn ich dort anfange, werde ich vermutlich mit meinem Freund zusammenziehen (momentan Fernbeziehung, deshalb wäre ich zumindest am Anfang definitiv alleine bzw. "Haupt-Frauchen"). Dann habe ich auf jeden Fall keine Zeitprobleme, weil wir uns die Hundeerziehung und -bespaßung aufteilen... zumal er sowieso krankheitsbedingt nicht arbeiten kann. Die Grundschule ist genial, die Schulleitung ist engagiert und es gab sogar mal einen Schulhund, der mittlerweile leider dafür zu alt geworden ist. Das wäre für mich eventuell eine Option.
Beruflich ist es etwas schwammig bei mir. Grundschule ist ein Plan, aber noch nicht fest. Ich könnte ansonsten auch im Kulturbereich bzw. mit Kunst/Musik/Medien arbeiten. Wenn ich in einem Büro lande (wovon ich aber echt nicht ausgehe), würde ich meinen Hund mitnehmen wollen. Aber ich tendiere eher zur Grundschule... Das ist zeitlich besser, interessanter und finanziell sicherer. Bis dahin habe ich aber noch etwa ein Jahr Zeit.

Mein Traum-Hund (falls es den gibt) sollte ein typischer Anfänger-Hund sein. Auch, wenn ich mit Hunden aufgewachsen bin, so alleine ist es angenehmer, wenn der Hund nicht unbedingt ein katzenjagendes, dauerkleffendes und zu eigenständiges Energiebündel wäre. Mittleres Temperament wäre super. Also ein Hund, der auch mal richtig aufdrehen kann, dann aber wieder gemütlich rumliegt und Streicheleinheiten genießt. Mit Artgenossen und Katzen etc. sollte er verträglich sein.
Wichtig ist mir, dass er nicht zu groß ist. Ich würde sagen, maximal 20kg. Also schon größer als ein Chihuahua (nichts gegen diese Hunde, aber ich mag einfach etwas größere Hunde), aber nicht so groß wie ein Schäferhund. Ich möchte den Hund problemlos händeln können. Das bezieht sich natürlich auch auf die Erziehung, aber ich stelle mir dann vor, dass ich alleine im Feld bin und irgendwas passiert... Dann muss ich ihn alleine tragen. Oder er ist krank und kommt keine Treppen mehr hoch. Bis 20kg krieg ich da hin, aber mehr wird vor allem bei längerer Belastung ein ziemliches Problem.
Mein Hund sollte Menschenbezogen sein, nicht zu eigenständig, will to please eben. Ein fröhlicher gutmütiger und gut gelaunter Hund, der "gesellschaftsfähig" ist. Ich würde ihn gerne oft mitnehmen, auch mal mit dem Zug / Bus / Auto fahren und ihn dabei haben, wenn ich Freunde besuche. Also insgesamt einfach ein umgänglicher Hund, mit dem man durch dick und dünn geht. Vielleicht bin ich dahingehend etwas zu verträumt und noch nicht desillusioniert, aber ich freue mich über eure Rückmeldungen und bin gespannt, was ihr dazu meint. Die größten Bedenken habe ich bezüglich des Berufs, wobei an der Grundschule echt der perfekte Platz wäre. Ich könnte sogar zwischendurch nach Hause, weil sie direkt um die Ecke von meiner Wohnung liegt. Aber das sehen wir dann... Zur Not würde ein mal am Tag jemand nach dem Hund schauen.

Liebe Grüße
 
Hexe76

Hexe76

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Ich hatte eine Zeitlang 2 Hunde und war alleine. Es war machbar, aber teilweise schon anstrengend. In der Mittagspause heim, mit den Hunden laufen, wieder arbeiten gehen, nach Hause kommen, mit den Hunden laufen....
Jetzt habe ich nur noch 1 Hund und sie ist glücklich solange sie bei mir ist, also ist sie immer dabei. Einkaufen, Freunde besuchen, etc, alles kein Problem mit ihr. Sie liebt ihr Auto und pennt halt selig vor sich hin, wenn sie mal irgendwo nicht mit rein kann.
Es ist alles eine Frage der Organisation.
Was ich von Dir lese, hast Du das alles schon recht gut durchdacht und hast Lösungen für alle Fälle parat.
Ich denke es ist machbar :D
 
WuselWiesel

WuselWiesel

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Danke, das tut gut zu lesen. Ich denke, ich werde versuchen, mir probeweise einen Hund zu holen, also als Urlaubsbetreuung oder ähnliches. Dann kann ich testen, wie es sich für mich anfühlt. <3
 
Arolec

Arolec

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Moin,
ich bin alleine und habe 3 Hunde (8 Jahre, 4 Jahre und 1 1/2 Jahre alt).
Ich gehe 35 Stunden die Woche Arbeiten, in der Zeit sind meine Hunde Zuhause. Sicher nicht die optimalste Lösung aber es funktioniert, meine Hunde sind dennoch (oder deswegen?!) absolut ausgeglichen.
Nach Feierabend ist dann eben Hundezeit. Wir treffen uns mit bekannten Hunden zum Gassi gehen, wir machen Zugsport und gehen in einen Hundesportverein. Hier und da etwas Kopfarbeit Zuhause, Futtersuchen oder Longieren im Garten.
Finanziell ist es zu wuppen, für mich würde allerdings aktuell kein 4. Hund in Frage kommen, denn irgendwann wird es finanziell eng und ich möchte meinen Hunden gutes Futter, tierärztliche Versorgung etc. bieten können.
Für den Fall der Fälle (vergangenes Wochenende war ich zum Beispiel mit nur 2 Hunden in Sachsen), habe ich Freunde und Familie die sich um die Hunde kümmern. Wenn ich Krank bin, gibt es eben ein paar Tage nur Pipi im Garten, haben sie bisher immer überlebt :D

Ich bereue meine Hunde absolut nicht, sie sind mein Ausgleich und es ist gut, dass sie da sind. Natürlich ist man etwas unflexibler, mal eben hier oder da hin fahren ist nicht, das muss etwas geplant werden aber auch das ist für mich kein Grund gegen Hunde.
Also, im Großen und Ganzen funktioniert es super.
 
WuselWiesel

WuselWiesel

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Sehr schön. :) Ich glaube, wenn die Hunde zu dritt sind, ist das mit dem Alleinebleiben auch weniger schlimm. Wenn ein Hund ganz alleine zu Hause ist, wäre das wahrscheinlich nicht so toll für ihn. Aber zu dritt... Wer weiß, was die für heiliche Parties feiern. ^^
 
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