Verzweifelt! Bauchspeicheldrüsenthemaik! Über alles geliebte Katze im Hungerstreik

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Lara_8338

Lara_8338

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Hallo Zusammen,

ich bin mittlerweile sehr verzweifelt und hab das Gefühl, nicht mehr beurteilen zu können, was richtig und was falsch ist.

Luna, meine kleine Samtpfote (aktuell 2,3kg) ist 12 Jahre alt und mein EIN und ALLES. Sie ist schon immer eine eher sensible und für Krankheiten anfällige Katze, hatte auch leicht Nierenthematik, die früh erkannt wurde und sich gut entwickelt hat. Jetzt kommt eine Bauchspeicheldrüsenthematik hinzu.




Nach dem sie sich täglich 3 mal übergeben hat, stellte ich sie in der Tierklinik vor. Dort wurde Ultraschall Bauch und Blutbild gemacht.
Luna hat sehr viel mitgemacht, u.a. (Operation wegen Mamatumor, Blasenentzündungen) und hat wahnsinnig große Angst, vor der Klinik und Tierarzt. Blutbild zeigte schlechte Leberwerte (Fettleber durch Hungern, Narkosefähig wäre sie nicht), jedoch war der typische Wert einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht erhöht. Was aber angeblich trotzdem nicht hieße, dass sie keine hat.

Im Ultraschall fanden sie in der Bauchspeicheldrüse zwei Umfangsvermehrungen, die gut (Zyste) oder neoplastisch (Krebs) sein können. Man sagte mir Krebs sei eher selten. Ihre Nierenwerte waren soweit ok, nur ganz leicht erhöht. Man müsse die Bauchspeicheldrüse spülen, um auch angesammelte Enzyme, nicht (weil nicht fressen) in Magen/Darm geleitet wurden, um sich dort aufzuspalten. Und sich die BSD sonst selbst verdauen würde. Im Ultraschall war von diesem Prozess noch nichts erkennbar, dies ist nun 2 Wo her.


Sie war 6 Tage stationär (bis 7.10.) und muss hier sehr gelitten haben. Laut den TÄ konnten sie sie kaum handeln und untersuchen weil sie sich so unkooperativ zeigte. Unter Infusionen und Schmerzmittel hat sie erst gefressen. Dann nach 4 Tagen dies eingestellt. Am 6. Tag stellte mich die Klinik vor die Wahl Magensonde. Ich kam in die Klinik und sah meine Katze von oben bis unten eingekotet vor Angst da sitzen. Bis zu den Vorderläufen. Völlig verängstigt, ein nervliches Wrack. Ich nahm sie mit nach Hause und sie stabilisierte sich etwas. Allerdings nicht vom Fressen. Sie schmuste, trat Milch, haute nach Bienen und putzte sich ausgiebig. Da sie aber täglich nur 1 TL isst, wird sie immer schwächer. Vor einer Woche sagte uns die Huastierärztin dann, dass ihr Zustand schlecht sei, aber sie schon noch Signale sendet, dass sie Leben möchte.

Sie bekam Cortison (Appetit und Bauchspeicheldrüse), zwei Tage später nochmal was gegen Übelkeit und Antibiotika, Samstag Nacht dann (ich habe die Tierrettung gerufen weil ich so Angst hatte) nochmal was gegen Übelkeit.

Ich habe nun die Meinung von 3 Ärtzen:



a) Tierklinik, die sie in ihrem Kot haben sitzen lassen, wollen noch Infusionen/Schmerzmittel versuchen und dann Magensonde



b) Haustierärztin, die mich schon blöd anmacht, weil ich ihr zu Apetittsteigerung Mirtazapin zum zweiten mal geben wollte (ursprünglich war es ihr Vorschlag!! und sie hat darauf hin 1,5 Näpfe am Sonntag gegessen und gestern wieder fast gar nichts). Tendenz ich soll sie gehen lassen.



c) Arzt der Tierrettung, der es auch noch mit Mirta versuchen würde oder sonst Magensonde



Bitte hat jemand Erfahrungen mit der Thematik? Es ist noch nicht mal sicher, dass es eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist. Zumindest ob akut oder chronisch oder doch Zysten die das Problem sind.

Ich möchte sie eigentlich nicht in die Klinik geben, da hat sie so wahnsinnige Angst.

Möchte aber auch nicht, dass sie stirbt. Habe erst meine Oma und beste Freundin durch Tod verloren, ich packe es nicht noch Luna, die so treu und goldig an meiner Seite war all die Jahre, zu verlieren. Sie freut sich auch heute noch, wenn ich von der Arbeit komme. Kommt zum schmusen, lässt sich den Bauch kraulen. Nur das Fressen wird zur Lebensentscheidenden Frage. Peritol geht wegen Niere nicht.

Zufüttern ist auch schwierig...

Sonde finde ich eigentlich Tierquälerei.

Überlege, ob sie von weiteren Infusionen profitieren könnte,falls es eine Entzündung ist, da noch was zu spülen.



Bin so hilflos. Möchte nicht, dass sie leidet. Möchte sie aber auch nicht gehen lassen, solange sie schmust, putzt und Milch tritt. Habe aber Angst sie geht in der Klinik psychisch ein. Sie kann da auf der Fahrt schon kaum atmen vor Angst.



Bitte um eure Hilfe/Erfahrungen. Sie wird immer dünner und ich mache mir unendliche Sorgen und habe so Angst sie zu verlieren.

Lieben Dank!!!
 
16.10.2018
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Son-Gohan

Son-Gohan

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Hallo,

ich will dir keine Angst machen, aber unser Kater hatte ebenfalls eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Er bekam Medikamente und konnten es ihm noch 2 Jahre schön machen. Er war 14, als es festgestellt wurde.
Es gab zwar auch Höhen und Tiefen und bei ihm kam dann noch ein schwaches Herz und leichte Nierenprobleme dazu, aber ihm ging es mit den Medis soweit echt gut. Er kam nie über seine 4 Kilo, aber er hielt es immerhin soweit.

Mit 16 1/2 Jahren ging es dann aber schnell bergab. Er hörte komplett auf zu fressen etc und bei ihm war es dann am Ende aber wirklich ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse, auch wenn es selten ist.

Wenn sie immer dünner wird etc, wurde dnen auch mal die Schilddrüse getestet?
Wenn eine Überfunktion vorhandne ist, nehmen Katzen auch oftmals ab.
Bekommt deine Katze keine Medis?
 
Lara_8338

Lara_8338

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Danke für die Antwort! Wie kam euer Kater denn über die akute Phase? War er stationär? Wenn ja, wie oft? Luna bekommt keine Medis aktuell. Ich weiß auf jeden Fall nicht mehr was richtig ist. Sie nochmal stationär zu bringen, käme für mich nur ohne Magensonde in Frage...aber ob das reine Infusionen geben ihr dann was bringt, weiß ich nicht...
 
Son-Gohan

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Danke für die Antwort! Wie kam euer Kater denn über die akute Phase? War er stationär? Wenn ja, wie oft? Luna bekommt keine Medis aktuell. Ich weiß auf jeden Fall nicht mehr was richtig ist. Sie nochmal stationär zu bringen, käme für mich nur ohne Magensonde in Frage...aber ob das reine Infusionen geben ihr dann was bringt, weiß ich nicht...
Er war bei uns Zuhause. Sind nur ein paar Mal zwecks Infusionen zum Tierarzt, aber wie gesagt, die Medikamente haben ihm auch geholfen. Stationär musste er nie bleiben.

Wurden denn auch ihre Nieren regelmäßig gecheckt? Übelkeit kann auch davon kommen.

Auf die Frage, ob die Schilddrüse gecheckt wurde, bist du ja leider nicht eingegangen.
Daher nochmal: Was genau wurde getestet? Bzw welche Untersuchungen wurden bisher gemacht? Also welches Blutbild. Geriatrisches?
 
Shiria

Shiria

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Hallo,
da hat Luna ja einen ganz schönen Leidensweg hinter sich. Ich kenne einen Kater mit chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung - dem geht es damit gut.
Zu Beginn musste er zwangsernährt werden und bekam Infusion, dazu Medis gegen Übelkeit, Selen und Pankreatin. Und etwas damit sich die Leber erholt. Das zwangsernähren fand er natürlich doof -
ich glaube eine dauerhafte Magensonde wäre für die Zeit stressfreier gewesen auch zwecks Medikamentengabe. Jetzt sieht man ihm nix mehr an.

Wenn du dem zweiten Tierarzt vertraust, würde ich eine Sonde in Betracht ziehen. Aber das ist natürlich deine Entscheidung. Du kennst Luna am Besten und wie sie das Verkraften würde.
Sie muss jedenfalls fressen, damit sich die Leber erholen kann und sie wieder Kraft kriegt. Notfalls auch zwangsernähren... das musste ich meinen Nierenkranken Kater letztes Jahr auch kurzzeitig.

Ansonsten schliesse ich mich Son Gohans Frage an und drücke Luna die Daumen.

Liebe Grüsse,
.
 
Lara_8338

Lara_8338

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Hallo Son-Gohan,
hallo Shiria, danke für eure Nachrichten...
es wurde ein großes Blutbild gemacht, da gehe ich dann davon aus, dass die Schilddrüsenwerte mitgemacht wurden. Die Thematik begann auch erst als sie sich übergeben hat, nicht schon davor. Nieren werden seit 2013 zwei Mal im Jahr gecheckt, weil sie eine leichte CNI hat. Gemacht wurde Ultraschall Bauchraum, v.a. dann auch Bauchspeicheldrüse, Darm.
Blutbild, Urinuntersuchung (da sie auch wiederkehrende Blasenentzündungen hatte, aktuell aber kein Thema). Infusionen aus Schmerzmittel und etwas gegen Übelkeit (Cerenia) 6 Tage, danach ziemliche Darmträgheit (angeblich wegen Schmerzmittel) und zuhause und die letzten 2 Tage in der Klinik keinen Appetit.

Habe heute noch eine weitere Meinung in einer Klinik eingeholt, die meinte, dass das größte Problem jetzt erst mal die Fettleber sei vom Hungerstreik, die wir in Griff kriegen müssen, weil sonst Organversagen droht.
Eine Narkose für eine Sonde sei in ihrem Zustand auch nicht ohne Risiko, aber das, also Sonde oder zufüttern oder Mirtazapin (alles andere an Spritzen und Medis oral scheidet wohl wegen Leber aus) sei die einzige Möglichkeit sie zu retten. Mirtazapin habe ich ohne Erfolg versucht.
Da ich keine Magensonde verantworten möchte bzw. auch weiß, dass Luna das nervlich nicht durchstehen würde, habe ich mich heute zum zufüttern überwunden. Da mir das noch das kleinere Übel schien. Leider habe ich es wohl zu gut gemeint, nach so langer Zeit der Nahrungskarenz hätte ich vermutlich mit noch weniger ml anfangen müssen. Habe ihr Nutribound 9 ml gegeben, davon hat sie erbrochen, obwohl sie seit Tagen nicht mehr erbrochen hat. Könnte mich in A beissen, dass ich es nicht erst mit 3 oder so versucht habe. Vielleicht verträgt sie auch Nutribound nicht, ich weiss es nicht...

Werde morgen nochmal die Klinik anrufen, ob es Alternativen gibt. Ich denke schon, dass ich schaffen werde, ihr das einzugeben. Auch wenn ich Vollzeit berufstätig bin und es nur morgens, nach Feierabend und vor dem ins Bett gehen machen kann..nur muss es halt auch drin bleiben...
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Bei einem großen Blutbild ist die Schilddrüse normalerweise nicht dabei, weil man das extra anfordern muss.
Besser ist ein geriatrisches Blutbild + Schild - und Bauchspeicheldrüse.

Würde da halt nochmal nachfragen, ob es mitgemacht wurde.
Schilddrüse ist T4 und Bauchspeicheldrüse fPli im Blutbild.

Verstehe auch nicht, warum sie nichts wegen der Bauchspeicheldrüse bekommt.
Unser Kater bekam damals Pankreatin Albrecht Kabseln und dann noch was anderes, dessen Name ich leider vergessen habe.

Hast du es auch schonmal mit Reconvales Tonikum versucht? Das sit speziell für Katzen, die schlecht bis gar nicht fressen. Es reicht wenn sie nur ein bisschen davon zu sich nehmen, weil es dort alle Nährstoffe hat, die eine Katze braucht.
 
Kompassqualle

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Im Ultraschall fanden sie in der Bauchspeicheldrüse zwei Umfangsvermehrungen, die gut (Zyste) oder neoplastisch (Krebs) sein können. Man sagte mir Krebs sei eher selten. Ihre Nierenwerte waren soweit ok, nur ganz leicht erhöht. Man müsse die Bauchspeicheldrüse spülen, um auch angesammelte Enzyme, nicht (weil nicht fressen) in Magen/Darm geleitet wurden, um sich dort aufzuspalten. Und sich die BSD sonst selbst verdauen würde. Im Ultraschall war von diesem Prozess noch nichts erkennbar, dies ist nun 2 Wo her.
Das sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdauut würde ja nur passieren, wenn das Sekret nicht abfließen kann, zB weil ein Stein davorliegt (oder eben die Zyste/Tumor). Normalerweise müsste man dann das Hindernis entfernen, damit das Sekret wieder abfließen kann. Wie wurde denn da genau gespült und wie sollte das helfen? Habe eben schon mal gegegooglet, aber keine Erklärung gefunden.

Wie viele Tage war sie überhaupt schon am Erbrechen, bevor ihr in der Klinik ward? Gab es außer Erbrechen und unbekannter Umfangsvermehrung an der Bauchspeicheldrüse noch irgendwelche anderen Symptome? War der Zustand da schon bedrohlich?
Da ihr keine genaue Diagnose habt würde ich evtl nochmal an der Stelle ansetzen, lass dir die Ergebnisse von der Klinik geben und telefonier ein wenig herum, ob es bei dir in der Nähe einen Tierarzt gibt, der sich besonders mit Katzen/Bauchspeicheldrüse auskennt.

Natürlich läuft euch die Zeit davon, wenn sie die Zwangsernährung einigermaßen gut annimmt, würde ich es wohl fürs erste damit versuchen. Ich drücke euch auf jeden Fall ganz doll die Daumen, dass sich noch eine Lösung findet :(
 
Lara_8338

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Hallo an alle, die uns helfen wollten. DANKE. Luna ist gestern Nacht verstorben.
 
Son-Gohan

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Mein Beileid :(
 
Shiria

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Ach Mensch ... mein Beileid :(. Komm gut rüber Luna...
 
Kompassqualle

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Das tut mir auch sehr leid :(
Manchmal soll es so sein und dann ist man einfach machtlos :( Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
 
Lara_8338

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Hat jemand von euch Erfahrung wie man den Tod seiner geliebten Samtpfote verarbeiten kann?
Im Moment ist es einfach nur schrecklich und noch viel schlimmer, wie ich es mir je vorgestellt hätte. Wenn ich morgens aufstehe, läuft mir keine Luna entgegen, nach Feierabend wartet niemand auf mich zum kuscheln. Ich habe gerade das Gefühl vom Schmerz überwältigt zu werden und nicht weiter zu wissen. Sie war 12 Jahre an meiner Seite und alles für mich und ich kann mir nicht vorstellen, wie ich lerne zu akzeptieren, dass sie nicht mehr da ist....
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Ich kann dich sogut verstehen...unseren Kater verlor ich mit 16 1/2 Jahren und genauso lange hat er mich begleitet.
Er war mein bester Freund, ab und an hab ich in sein Fell geweint, wenn es mir nicht gut ging, auch wenn er kein Schmuser war.
Ich hab auch eine Weile gebraucht und trotzdem kommen heute noch, auch wenn sein Tod fast 2 Jahre her ist, immernoch die Tränen.
Auch jetzt beim schreiben.
Allerdings sage ich mir immer wieder, dass es ihm jetzt gut geht, dort, wo er ist. Keine Schmerzen mehr. Und ich persönlich habe mit noch ein Tattoo stechen lassen, was mich an ihn erinnert. Ganz vergehen wird der Schmerz nie. Doch es wird irgendwann erträglicher. Nur an schlimmen Tagen tut es wieder weh, wie am Tag, als er uns verlassen musste...

Hast du eventuell jemanden zum reden? Der dich irgendwie trösten kann?
 
S

Schweinemama

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Ich denke sowas kann man nicht leicht verarbeiten. Es fehlt jemand, ein Lebenspartner oder ein Tier. Es war immer jemand da auf den man sich gefreut hat, der sich auf einen gefreut hat und nun kommt man in eine Leere Wohnung, keiner kommt um zu schmusen um beschäftigung einzufordern oder um einen aufzuwecken.

Die Erinnerungen an die letzte ZEit mit ihm sind noch frisch, der Geruch, die Arztbesuche, das beten, das flehen und das hoffen. Das wird irgendwann fast komplett verschwinden, und du wirst dich an die lustigen Sachen wieder erinnern können. Dass du nie frühstücken konntest ohne dass er seine Pfote in den Kaffee getunkt hat, dass er ein lustiger Kerl war, immer geblödelt hat und dich zum lachen gebracht hat. Diese Sachen tauchen wieder auf und erwärmen dein Herz auch wieder.


Ist es für dich zu früh um über eine mögliche Nachfolgekatze nachzudenken? Ich kenne viele Menschen die auch gleich direkt nach dem Tod des geliebten Tieres ein neues zugelegt haben. Nicht weil ihnen das verstorbene gleichgültig geworden war, sondern weil sie jemanden brauchten, mit dem sie auch ein wenig trauern konnten, aber der sie auch gleichzeitig ablenkte und ihnen wieder etwas Lebensmut zugesprochen hat. Deine Katze war alt und leider auch sehr krank. Es wird vielleicht auch eine gorße Umstellung sein nun ein quietschlebendigen Fellknäuel vor deine Nase gesetzt zu bekommen. Das macht vielleicht sogar noch trauriger. Aber du hast deine Katze geliebt, egal ob sie alt war, krank war oder ihren eigenen Willen hatte. Du hast das beste für sie gewollt. Das beste für deine Katze war, dass sie nun keine Schmerzen mehr hat, kein Futter mehr braucht, keine Medikamente und auch nicht die Sorgen in deinen Augen sehen muss. Sie ist sicher dort wo sie nun ist, sicher vom Tierarzt vor Spritzen und vor Schmerzen. Deine Katze würde dich nicht gerne traurig sehen oder um sie trauern.

Niemand wird deine geliebte 12 Jahre alte Katze ersetzen können. Aber sie hatte ein schönes und erfülltes Leben mit dir und bei dir. Und wenn du auch nicht heute eine neue Katze aufnehmen möchtest, irgendwann sitzt eine kleine Katze vor der Türe und bittet dich um deine Liebe und um ein Platzerl in deinem Herzen. Irgendwann, wenn du dazu bereit bist.
 
Lara_8338

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Danke für die Antworten. Doch, ich habe Freunde, aber ich fühle mich dennoch unverstanden. Alle haben eine stabile Familie, die ich nie hatte. Ich wurde als Kind sozusagen alleine gelassen und hab dann auch bei jeder Beziehung, die kaputt ging, wahnsinnig gelitten. Luna war eben die Konstante, die mir bisher niemand geben konnte. Klar, welche Wahl hatte sie auch groß...Sie war diejenige, die von ihren Geschwistern vom Napf gedrängt wurde, geboren, mit nur einem Auge. Und vom ersten Moment an, als ich sie im Tierschutzverein sah, mit ihrer wunderschönen weiß grauen Musterung und ihrer zarten Art, traf sie mein Herz. Wir haben viel zusammen erlebt. Gutes und Schlechtes. Und sie ist in all den Jahren zum Wichtigsten in meinem Leben geworden. Immer neugierig, immer kuschelig, herzensgut in ihrer Art. Wie ein Engel, der in mein Leben getreten ist und plötzlich ein Licht angemacht hat. Bin dafür viel kritisiert worden, da für ihre Augenerkrankung, Pinkelaktionen, wenn sie Stress hatte (die sich über Monate und Jahre zogen) Blasenentzündungen, leichte Nierenerkrankung und auch den Stellenwert, den sie in meinem Leben eingenommen hat, wenige Leute Verständnis hatten.

Nun fühlt es sich so an, als wäre dieses Licht aus. Als wäre ich ganz alleine. Und ich tue mir so schwer, zu begreifen, dass sie nicht zurück kommt und dass das nun alles vorbei ist.
Aufgrund der Familiengeschichte bin ich in Therapie und natürlich versuche ich mir immer wieder zu sagen: Sie hat dich nicht verlassen. Sie wäre geblieben, wenn sie gekonnt hätte. Trotzdem fühle ich mich wie der verlassenste Mensch auf Erden, wenn ich abends heim komme, sie nicht wie gewohnt von ihrem Kratzbaum springt, um den Abend mit mir auf dem Sofa zu verbringen, um ausgiebig zu kuscheln.

Ich weiß, dass ich ihr schuldig war, nicht länger zu leiden. Nur mache ich mich auch selbst kaputt, in dem ich mich frage, ob ich nicht früher mit ihr zum Arzt gehen hätte können/sollen. Und warum ich sie nicht früher begonnen habe, zuzufüttern.
Die hepathische Lipidose war eine Erkrankung, von der ich noch nie gehört hatte und mir war nicht bewusst, wie schnell diese bei nicht fressen zum Leberversagen führen kann. In der Klinik boten sie mir dann an, die Leber zu spülen, Magensonde (wobei das Risiko bei der OP zu sterben für ihre geschwächte Leber enorm war), dann würde sie vielleicht wieder fressen...vielleicht aber auch nicht, weil sie psychisch total unter der Klinik Situation leidet. Das letzte mal hatte sie sich vor Angst eingekotet. Und selbst wenn man die Leber in Griff bekommen hätte, so hätte man dennoch noch nicht die primäre Erkrankung entdeckt gehabt, die sie veranlasste zu fressen aufzuhören. Eine Bauchspeicheldrüsen Thematik wurde vermutet (Zyste/Tumor- es war nicht klar sowie ggf Entzündung). Aber alles war mit ? und hundert langen Leidenswegen für Luna verbunden, sodass die Ärztin mir das Einschläfern nahe gelegt hat.

Natürlich bringen mir meine Fragen, was und ob ich etwas anders hätte machen können, Luna nicht zurück und ich weiß auch, dass ich an dem Thema "Verlassen" arbeiten muss. Es ist nur momentan ein echter Kraftakt für mich, mein Leben zu meistern. Und ich habe das Gefühl alle um mich rum denken "Sie soll sich mal raffen, es war NUR eine Katze".
Deswegen zögere ich auch darüber zu reden...

Für eine neue Katze ist es zu früh. Ich hätte das Gefühl Luna zu ersetzen, obwohl man sie nicht ersetzen kann und ich auch, dass das einem neuen Tier gegenüber nicht fair wäre. Dieses hätte gerade keine Chance, mein Herz zu öffnen...

Ihre Tatze werde ich mir auf den Fuß an die Innenseite tätowieren, sodass sie immer mit läuft egal wo hin ich gehe.
Ich fühle mich einfach im Moment wie ein Alien, das niemand versteht und ziemlich alleine mit meiner Trauer.
Vielleicht ist es aber auch einfach viel in einem Jahr seine beste Freundin (sie hat sich letztes Jahr das Leben genommen, weil sie schwer krank war) seine Oma, die einen groß gezogen hat und seine Herzenskatze zu verlieren. Vielleicht bin ich aber auch einfach für diese Realität nicht gemacht.
 
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S

Schweinemama

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Ach Mädel, lass dich :058::058:.

Ich denke, dass es viele Menschen gibt die ohne ein Tier nicht leben wollen oder können. Ich bin auch so jemand. Ich kann mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Es wäre nicht vollständig, in der Früh gehe ich mit meinem Hund, Zupfe Gras für die Meerschweinchen meiner Kinder. Ohne Hund zupfe ich nur gras und es fehlt mir etwas (er ist gerade bei meinem Vater, mein Hund). Ich habe auch Familie, ich habe Kinder, aber ohne Hund bin ich nicht mal mehr ein halber Mensch, ich mag nicht vor die Türe gehen und gerade im Herbst werde ich fast ein wenig trübsinnig (soviel Rummel um mich herum kann ich gar nicht haben).

Diese ständigen Fragen, warum und hätte ich etwas ändern können. Leider ist Leberversagen soetwas wie ein Todesurteil. Meine vorige Hündin starb, wir hatten eine sehr liebe alte Tierärztin, die nachdem unser Hund einen Schlaganfall gehabt hat (der höchstwahrscheinlich auch zum kombinierten LEber und nierenversagen geführt hat), den Hund sogar mit nach Hause genommen hat um ihn intensivmedizinisch zu versorgen. Sie hat es auch nicht geschafft die Leber wieder in die Gänge zu bekommen. Und die Tierärztin hat selber gelitten daran wie ein Hund. Manchmal ist es besser nicht so lange zu kämpfen und einfach zu akzeptieren.

Wäre es eine Idee für dich ehrenamtlich in einem Tierverein zu helfen. Dich um katzen vor Ort zu kümmern, damit die Tiere auch dir ein wenig helfen können. Ich würde mir sowas ernsthaft überlegen. Das Alleine sein und das Grübeln ist nicht gut für dich. Es hilft auch dir nicht. Du hast wirklich sehr viel mitgemacht in diesem Jahr. Lass dir helfen, und auch Katzen können herrliche Psychologen sein. Sie streicheln nämlich deine Seele, und sie sind da, damit du nicht alleine bist. Wenn man alleine ist, kommt die Trauer wie ein großes schwarzes Tuch und deckt dich zu. Es kann momentan hilfreich sein, aber man soll es nicht übertreiben.

Du darfst darüber reden und es ist "Nicht nur eine Katze". Sie war deine WG Partnerin, deine Freundin, deine Lebenspartnerin, dein Freizeitaktivator und auch der Grund warum du um 6:00 morgens aufstehen musstest um das Katzenfutterschüsselchen wieder zu befüllen. Es ist nur, ist immer im Auge des betrachters. Lass die Leute einfach reden, sie wissen nicht wovon sie sprechen. Diese Leute können mit Verlusten nicht umgehen, und gehen zur Tagesordnung über. Du darfst trauern, du darfst den Tod deiner Katze betrauern.. Sie war für dich ein wichtiger Teil in deinem Leben. Aber bitte denke auch daran, dass du auf dich achten musst. Tu auch etwas damit es dir gut geht. Und wenn du die Nähe zu Tieren oder Katzen suchen möchtest dann tu das bitte.
 
Lara_8338

Lara_8338

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Liebe Schweinemama, ganz lieben Dank für deine einfühlsamen Worte! Es tut gut zu sehen, dass einen doch jemand versteht. Und auch danke für das Beispiel von deinem Hund. Sowohl das, dass du lieber mit ihm Gras pflückst, als auch, dass du das Thema Leberversagen aus eigener Erfahrung kennst. Es ging einfach alles so schnell. Gerade haben wir noch den Sommer zusammen auf unserer Dachterrasse gehabt und ihre Blutwerte waren gut im Sommer und nun ist Herbst und Knall auf Fall ist sie weg. Wobei ich natürlich nicht gewollt hätte, dass sie noch länger leidet, bzw. sich ihr Leiden so lange hinzieht. Es war auch so schon sehr schwer sie so zu sehen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie einfach nicht aufgeben will, weil sie genau wusste, wie sehr mich treffen würde ohne sie zu sein. Also hat sie mit ihrer Erkrankung noch Milch getreten, gekuschelt, sich geputzt und war doch zum Schluss so schwach, dass sie von ihrem Baum gefallen ist und nicht mehr laufen konnte...das zu sehen, hat mir das Herz gebrochen.

Das mit dem Tierheim ist vielleicht eine Idee, obwohl ich Angst habe, dass mir das Schicksal der Tiere zu nahe geht.
Vielleicht kommt irgendwann auch der Tag, an dem ich mich für eine neue Katze entscheiden kann, momentan ist es zu früh, da diese wahrscheinlich keine Chance hätte, weil ich innerlich noch so sehr auf Luna fixiert bin...

Nun ist um Glück der ganze Papierkram mit dem Krematorium geregelt und ich kann ihre Asche und Urne bald abholen, ich glaube aber, dass mich das wieder unsagbar traurig machen wird. Auch wenn ich die Urne an ihren Lieblingsplatz stellen werde.

Irgendwo muss ich wahrscheinlich das Vertrauen her bekommen, dass alles aus einem Grund passiert. Nur war Luna eben lange mein Grund weiterzumachen trotz all der Schicksalsschläge. Es ist schwer. Muss mich daran erinnern, dass ich dankbar für all die Jahre mit ihr bin, statt nur zu weinen.
 
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