Hündin mag meine Eltern nicht

Diskutiere Hündin mag meine Eltern nicht im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Zusammen, ich habe leider ein kleines Problem mit meiner 5-Monatigen Hündin Pippa aus Rumänien. Tagsüber bringe ich sie zu meiner Mutter/...
MiiA

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Hallo Zusammen,

ich habe leider ein kleines Problem mit meiner 5-Monatigen Hündin Pippa aus Rumänien.
Tagsüber bringe ich sie zu meiner Mutter/ bzw. zu meinen Eltern aber Papa arbeitet den ganzen Tag. Sie haben eine schöne ebenerdige Wohnung mit Garten.
Als ich Pippa vor 2,5 Wochen bekam bin ich mit ihr nach den ersten 2 Tagen täglich zu meiner Mama gefahren, damit sie sich
kennenlernen können. Aber von Anfang an wollte sie sich nie von meinen Eltern anfassen lassen. Sie lässt sich generell von niemanden einfach anfassen, aber ich dachte wenn ich täglich bei meinen Eltern bin wird sie sich schnell an sie gewöhnen und auch lieben lernen. Aber dem war nicht so. Leider! Ich muss sie morgens zu meiner Mutter bringen, auch wenn sie es nicht zu 100 % Prozent mag. Aber das nagt schon an mir. Hat denn jemand einen Tipp wie ich ihr meine Eltern näher bringen kann ?
Ich war auch einige Male mit meiner Mutter und Pippa spazieren. Da lies sie sich auf dem Weg auch von ihr streicheln etc, aber sobald wir wieder bei ihnen zu Hause waren wollte sie lieber Abstand halten. Was kann ich denn noch machen ? Mein Vater ist nicht so zum Spazierengehen zu überreden, daher bräuchte ich für ihn eine neue Methode...
Ich habe Sorge dass ich die Sache von Anfang an falsch angegangen bin und Pippa nun schon von Grundauf die Wohnung etc hasst und ich sie nicht mehr daran gewöhnen kann.

Für Euren Rat wäre ich sehr dankbar.
 
18.10.2018
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Keisuke

Keisuke

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Hey,

wie gesagt: Ruhe. Ruhe, ganz viel Ruhe.

Ihr habt da einen Hund mit - vermutlich traumatischer - Vorgeschichte. Lasst ihr Zeit, lasst sie in Ruhe - das kommt mit der Zeit. Je mehr ihr versucht euch ihr aufzudrängen, desto mehr schiebt ihr sie von euch weg.

Gemeinsames rausgehen - wenn ihr die Gegend zu gruselig ist, dann halt nur im Garten - kann helfen, solange sie keine Angst dabei hat. Gassigänge sind da vermutlich auch zu viel für sie. Spielen, wenn sie das mag und zu lässt. Leckerli werfen - aber nicht zwangsfüttern aus der Hand, wenn ihr das unheimlich ist.

Ansonsten: Nicht anfassen. Lasst sie zu euch kommen. Alles sollte von IHR ausgehen. Haltet ihren Wohlfühlabstand ein. Ignoriert sie einfach mal ein bisschen ;)

Wie verhält sie sich denn in der Wohnung? Ist sie da ruhig, liegt auf ihrem Platz (hat sie denn einen festen Platz? Wo ist er?) Oder wieso kommt ihr drauf, dass sie die Wohnung oder deine Eltern nicht mag (abgesehen vom Streicheln lassen)?

Mein Hund findet es jetzt auch nicht so wunderbar von allen möglichen Leuten angetatscht zu werden. So richtig streichelfreund ist er nicht, das heißt aber nicht, dass er mich nicht mag. Wenn er mal Kontakt will, dann kommt er zu mir und fordert das ein (ich entscheide spontan ob ich das jetzt will oder nicht). Ansonsten liegt er auch mal gern in einem ganz anderen Zimmer als wir oder selbst wenn wir uns das Sofa teilen, liegt er in der anderen Ecke.
So ist er halt. Nur, weil er nicht 24/7 schmusen will heißt das nicht, dass er mich nicht mag.
 
MiiA

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Hallo Keisuke,

am Anfang hat sie sich ins Büro verzogen. Dort lag sie den ganzen Tag und hat jeden der rein wollte angeknurrt. Um sie nicht zu stressen ist meine Mutter dann 2 Tage nicht ins Büro. Wenn mein Vater kam hat sie arg angefangen zu bellen, zähne gefletscht etc. Aber er muss ja ins Büro, ist ja seins. Sie hat das Büro für sich eingenommen und wollte da auch niemanden rein lassen. Ihr Kissen liegt im Wohnzimmer. meist liegt sie aber überall auf dem Boden rum. Gestern sind meine Großeltern gekommen, heißt noch mehr Leute in der Wohnung. Sie ist jetzt seit 8 Uhr morgens im Garten und liegt dort rum. Sie kann jederzeit rein wenn sie will, aber sie tut mir schon leid. Sie wird jetzt seit 1,5 Wochen ignoriert und taut nicht wirklich auf. Und wenn jemand auf die zugeht, dann knurrt sie. Wenn wir bei mir sind kuschelt sie aber eigentlich schon sehr gerne. Aus der Hand nimmt sie ab und an Futter, aber dann ist sie auch schnell wieder weg
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Fütterst Du die Hündin bevor ihr zu Deiner Mutter geht?
Wenn ja lass es und die Hündin bekommt erst Futter bei Deiner Mutter hingestellt.
Dann natürlich von Deiner Mutter. Das Büro würde ich als Tabu Zone für den Hund machen.
Lass es langsam angehen.
Gassigänge bei Deiner Mutter würde ich auch erst mal lassen und den Hund nur in den Garten lassen.
Dann jedoch eine Hausleine dran machen. So braucht Deine Mutter den Hund nicht anfassen.
 
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Schweinemama

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Bitte lass deiner Hündin doch einfach zeit. Kein Hund aus Rumänien muss jeden Tag hin und her gefahren werden. Sie muss erst einmal heimkommen. Wissen wo ihr zu Hause ist und sich entspannen lernen. Das ist das schwierigste an dem ganzen. Ohne Entspannung dreht dir deine kleine HÜndin dauernd durch.

Warum sich manche Hunde nicht angreifen lassen wird verschiedene Ursachen haben. Beschäftigt euch mit ihr, setzt euch zu ihr auf den Boden, lasst sie rankommen - niemand muss einem Hund hinterherkrabbeln der sich dann noch eingeengt fühlt und zumacht. Nur sie soll "reagieren" - nicht ihr. Ihr könnt sie locken mit allem was ihr wollt, sie muss zu euch finden, und vertrauen zu euch aufbauen. Das geht nicht mit Leckerlis und einem Riesen RUmmel rundherum.

Beachtet sie nicht, setzt euch hin, trinkt Kaffee, es wird die Zeit kommen, wo sie sich vorsichtig nähert. Seid bereit sie dann zu akzeptieren so wie sie ist. Kein Hund lässt sich gerne angreifen, streicheln, und das von oben herab auf den Hund hingreifen - erinnert die Tiere an Greifvögel. Natürlich gibt es Welpen, die überschlagen sich voll freude, hopsen einen auf den Oberschenkel und stecken einem sofort die Zunge in den Mund, die wedeln sogar Grashüpfer an , manche können so bellen, dass sie sich gleichzeitig anpinkeln- weil sie so ein Temprament haben, so überglücklich sind und sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Zuwendung schenken wollen. Dein Hund ist nicht so ein Hund, deinem Hund wurde beigebracht Angst vor Menschen zu Haben, sich Energie zu sparen für Fluchtversuche, dass Spielen reine Zeitverschwendung ist, und nur dann Essen zu nehmen - wenn er damit im letzten Eck verschwinden kann, damit man ihn um Gottes willen nicht einfangen könnte. Macht euch lieber klein, hinhockerln, hinknien - ihr seid dann kleiner und nicht so gefährlich. Aber bitte - Zeit lassen, Zeit lassen und auch sehr viel Zeit zu Hause verbringen lassen. Sie muss sich an Geräusche, Gerüche und Rituale erst gewöhnen.

Habt ihr vielleicht sowas ähnliches wie einen Karton zu Hause, eine "Schlafbox", etwas wie eine Höhle aussieht, damit Sie von selber hineinkriechen kann, wenn sie meint, dass es ihr zu viel wird. Das wäre ihr "Leo", ihr "Platz" wo ihr sie auch in Ruhe lassen solltet. Hunde lieben mitunter höhlen, sie kriechen gerne rein, und es kann gar nicht eng und kuschelig genug sein (meine liebt sogar noch ihre Welpenhöhle, mit 14 Jahren kriecht sie da rein und muss ihre Wirbelsäule verbiegen dass sie kracht, wenn sie einschläft - schiebt sich langsam aber sicher der halbe Hund nach aussen, hergeben würde sie die nie)
. Nur ihr müsst akzeptieren, dass sie da drinnen in Ruhe gelassen werden möchte. Versucht einiges aus, vielleicht findet ihr etwas, was ihr zusagt und wo sie gerne und freiwillig hinein geht um im halbdunkelen Ruhe zu empfinden, von all den Sinneseindrücken und Wahrnehmungen die auf sie einprasseln. Sie muss ja die ganze Zeit hippelig sein.
 
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Fütterst Du die Hündin bevor ihr zu Deiner Mutter geht?
Wenn ja lass es und die Hündin bekommt erst Futter bei Deiner Mutter hingestellt.
Dann natürlich von Deiner Mutter. Das Büro würde ich als Tabu Zone für den Hund machen.
Lass es langsam angehen.
Gassigänge bei Deiner Mutter würde ich auch erst mal lassen und den Hund nur in den Garten lassen.
Dann jedoch eine Hausleine dran machen. So braucht Deine Mutter den Hund nicht anfassen.
Hallo Fusselbuerste,

das Frühstück bekommt sie neuerdings schon von meiner Mama, und die Hausleine probieren wir heute zum ersten mal aus. Damit sie mit Mama in den Garten kann, aber auch wieder mit rein geht. Das Büro ist mittlerweile auch absolutes Tabu.

- - - Aktualisiert - - -

Bitte lass deiner Hündin doch einfach zeit. Kein Hund aus Rumänien muss jeden Tag hin und her gefahren werden. Sie muss erst einmal heimkommen. Wissen wo ihr zu Hause ist und sich entspannen lernen. Das ist das schwierigste an dem ganzen. Ohne Entspannung dreht dir deine kleine HÜndin dauernd durch.

Warum sich manche Hunde nicht angreifen lassen wird verschiedene Ursachen haben. Beschäftigt euch mit ihr, setzt euch zu ihr auf den Boden, lasst sie rankommen - niemand muss einem Hund hinterherkrabbeln der sich dann noch eingeengt fühlt und zumacht. Nur sie soll "reagieren" - nicht ihr. Ihr könnt sie locken mit allem was ihr wollt, sie muss zu euch finden, und vertrauen zu euch aufbauen. Das geht nicht mit Leckerlis und einem Riesen RUmmel rundherum.

Beachtet sie nicht, setzt euch hin, trinkt Kaffee, es wird die Zeit kommen, wo sie sich vorsichtig nähert. Seid bereit sie dann zu akzeptieren so wie sie ist. Kein Hund lässt sich gerne angreifen, streicheln, und das von oben herab auf den Hund hingreifen - erinnert die Tiere an Greifvögel. Natürlich gibt es Welpen, die überschlagen sich voll freude, hopsen einen auf den Oberschenkel und stecken einem sofort die Zunge in den Mund, die wedeln sogar Grashüpfer an , manche können so bellen, dass sie sich gleichzeitig anpinkeln- weil sie so ein Temprament haben, so überglücklich sind und sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Zuwendung schenken wollen. Dein Hund ist nicht so ein Hund, deinem Hund wurde beigebracht Angst vor Menschen zu Haben, sich Energie zu sparen für Fluchtversuche, dass Spielen reine Zeitverschwendung ist, und nur dann Essen zu nehmen - wenn er damit im letzten Eck verschwinden kann, damit man ihn um Gottes willen nicht einfangen könnte. Macht euch lieber klein, hinhockerln, hinknien - ihr seid dann kleiner und nicht so gefährlich. Aber bitte - Zeit lassen, Zeit lassen und auch sehr viel Zeit zu Hause verbringen lassen. Sie muss sich an Geräusche, Gerüche und Rituale erst gewöhnen.

Habt ihr vielleicht sowas ähnliches wie einen Karton zu Hause, eine "Schlafbox", etwas wie eine Höhle aussieht, damit Sie von selber hineinkriechen kann, wenn sie meint, dass es ihr zu viel wird. Das wäre ihr "Leo", ihr "Platz" wo ihr sie auch in Ruhe lassen solltet. Hunde lieben mitunter höhlen, sie kriechen gerne rein, und es kann gar nicht eng und kuschelig genug sein (meine liebt sogar noch ihre Welpenhöhle, mit 14 Jahren kriecht sie da rein und muss ihre Wirbelsäule verbiegen dass sie kracht, wenn sie einschläft - schiebt sich langsam aber sicher der halbe Hund nach aussen, hergeben würde sie die nie)
. Nur ihr müsst akzeptieren, dass sie da drinnen in Ruhe gelassen werden möchte. Versucht einiges aus, vielleicht findet ihr etwas, was ihr zusagt und wo sie gerne und freiwillig hinein geht um im halbdunkelen Ruhe zu empfinden, von all den Sinneseindrücken und Wahrnehmungen die auf sie einprasseln. Sie muss ja die ganze Zeit hippelig sein.


Hallo Schweinemama,

ich muss die kleine aber jeden Tag hin und her fahren da ich auch arbeiten muss. Daher bringe ich sie morgens zu Mama. Ich erwarte auch nicht dass es von heute auf morgen perfekt ist. Wollte nur wissen ob es Tips & Tricks gibt um es richtig zu machen. Bei uns zu Hause und auch draußen ist sie absolut nicht ängstlich. Die ersten tage war sie das, aber das hat sich schnell gelegt. Sie will alles wissen und beschnuppern, vor Fremden hat sie auch keine Angst. Geht einfach dran vorbei oder direkt drauf zu um zu schnuppern oder sich bei starker Sympathie auch streicheln zu lassen. Sie ist keine verängstigte, misshandelte Hündin aus Rumänien. Sie ist eine richtige Frohnatur. Nur bei den Eltern nicht, daher wundert mich ihr Verhalten so, da sie an sich ja nicht so ängstlich ist. Daher meine Sorge dass ich etwas Grundlegendes falsch gemacht hätte, und deswegen meine Bitte um Rat hier.

Auf dem Stundenplan steht ganz oben Ignorieren. Das bekommt auch jeder direkt zu hören der meine Mama besucht. Der Hund ist nicht da sagen wir. Auf ihrem Platz wird sie in Ruhe gelassen, da sie sich dort zurück ziehen soll. Frühstück bekommt sie von Mama. Hausleine versuchen wir heute. Wenn das der richtige Ansatz ist und wir nur Geduld haben brauchen, dann bin ich beruhigt. Hatte nicht angst dass ich es schon verbockt habe....
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

Dass der Hund "seinen Platz" also das Büro verteidigt kann darauf schließen, dass sie bei deinen Eltern noch immer sehr verunsichert ist und ihre Grenzen jetzt eben durch Knurren abstecken will.

Wenn sie das Büro so hart verteidigt, ihr es aber braucht, würde ich sie dort erstmal nicht rein lassen.
Gibt es denn ansonsten einen Ort, der ihr gefällt? Liegt sie z.B. gern mal in einer Ecke oder so?

Ich würde auch eine Box versuchen. Viele Hunde finden in solch einer Box gut Ruhe - sie sind ja quasi von allen Seiten geschützt. Die Box kannst du auch bei dir zuhause erstmal aufbauen und positiv verknüpfen.
Leckerli rein, Kaustange rein, Decken... Mach den Ort super gemütlich für sie. Legt sie sich rein, absolut ignorieren und in Ruhe lassen.

Nimmt sie die Box als ihren Rückzugsort an, dann könnt ihr mal versuchen diese in eine ruhige Ecke bei deiner Mutter zu stellen.

Wäre es möglich, dass deine Eltern die nächsten paar Tage/Wochen erstmal keinen Besuch bekommen? Wenn da fast täglich neue Leute rein und raus gehen dann ist das für den Hund natürlich noch einmal schwerer zur Ruhe zu kommen.

LG
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Selbst wenn am Anfang was schief gelaufen ist, kann man es mit Geduld wieder hinbekommen.
Wir alle sind nicht Fehlerfrei und haben sicher auch Fehler gemacht aus denen wir lernen konnten.

Bei mir ist es mein Jungspund er springt immer wieder an mir hoch.
Ich unterbinde es schon im Ansatz, mein Männe ist aber nicht schnell genug und so hat mein Lauser immer wieder Springerfolge und springt somit auch mich immer wieder an. Das nervt mich!
Grade weil sowas gefährlich ist wenn er das bei meinen Enkelkindern machen würde.

Du siehst also das es auch bei uns Probleme gibt die wir irgendwie lösen müssen. Mit Geduld und Training ist jedoch fast alles möglich.
 
S

Schweinemama

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Keine Leine im Haus. Ihr beginnt sie zu bedrängen - sie kann sich aber nicht durch flucht wehren. Ich würde das tunlichst vermeiden, es kommt zu Konfrontationen.

Einfach ganz ganz in Ruhe lassen, hie und da mal ihren Namen rufen, wenn es etwas zum Fressen gibt, oder sie in den Garten darf. Sollte es kalt sein oder regnen, wäre es ganz toll, wenn sie wieder ins Haus darf(kommt). Rufen, warten, sie hereinbitten. Manche Hunde lieben es mit einem Tuch getrocknet zu werden. Sie muss es zulassen wollen. sonst Tuch hinlegen - junge Hunde können sich auch selber trocken reiben, wenn eine Saugfähige Unterlage da ist.

Die Höhle wäre wirklich eine gute Sache und ein Anliegen des Hundes. Ich würde es definitiv versuchen, um sie aus diesen Sinnesirrsinn rauszuholen. Sie braucht keine Angst zu haben dass hinter ihr, links von ihr, rechts von ihr etwas passiert. Es ist fast wie eine Scheuklappe für Pferde. Aber wenn sie will - darf sie natürlich rausgehen und sich umschauen.

Ob was falsch gelaufen ist, oder die Entwicklung des Haus-Hundes falsch gelaufen ist. Darüber zerbrich dir nicht den Kopf. Du hast derzeit noch einen ziemlichen Baumstamm zu Hause und nach ein paar Monaten sollte man zumindest ein paar Konturen sehen können wie der Hund wird, was er für Eigenschaften entwickelt - wo er noch Bedarf hat, wo ihr ihn bremsen müsst und vielleicht auch etwas was ihr für euch verwenden könnt (ein Hund der euch mit traurigen Augen anbettelt spazieren zu gehen - nützt auch der Gesundheit). Nur bitte nicht nach 2 Wochen, nach 1 Monat oder nach 2 Monaten. Hund muss ruhig werden und schlüpft dann erst ganz langsam aus seinen Kokoon aus seiner Scheinwelt, oder aus seinem antrainierten Verhalten heraus, da habt ihr daran nicht schuld, dass hat er sich antrainiert oder seine Mutter und muss diese Altlasten erst einmal loswerden (dazu muss er sich sehr sicher fühlen und sich geborgen fühlen) , was für ein Schmetterling oder Raupe drinnen ist, wissen wir noch alle nicht. Aber es wird sich weisen, und das dauert leider. Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man an ihm zieht.

Ihr seid alle ein bisschen zu ungeduldig, nehmt euch ein Tagebuch her und schreibt besondere Geschehnisse auf. Du wirst sehen, dass der Hund alle paar Tage einen kleinen Schub macht, manchmal auch rückläufig, aber dann wieder einen grossen Sprung zu euch macht. Es tut sich mit der Interaktion mit den Hund fast stündlich etwas. Ob es schneller geht, nein. Es ist ein Welpe, kein "kompletter" Hund. Er hat noch nie gelernt, dass es menschen gibt die es gut mit ihm meinen, und derzeit hat er euch ständig am Radar, er klopft euch ab, durchschaut euch mit Röntgenaugen, wittert eure Angst, eure Unsicherheit, eure Zuneigung (hier vorsichtig sein) und all das ganze rund herum. Ihr seid noch nicht ganz komplett seine "Hundeeltern", das dauert. Ihr müsst euch im Rudel erst einmal eure Plätze suchen, und das kann stündlich und minütlich verschoben werden derzeit. In ein paar Wochen sieht man dann schon wohin der Hund tendiert, ist er immer ganz unten in der Rangordnung, kämpft er sich langsam nach vorne - hat er einen Platz in der Rangordnung gefunden in der er sich wohlfühlt, die seinem Naturell entspricht, und in der er nicht überfordert ist. Und dann erst, dann erst kann man vorsichtig anfangen zu feilen, davor haust du deinem Hund jedes mal mit dem Vorschlaghammer eine drüber. Behutsamkeit und Zeit lassen ist derzeit die Devise. Und das schlimmste was derzeit passieren kann ist, dass du mit einem schlechten Gewissen den Hund jeden Tag zu deinen Eltern stellst. Weil das schlechte Gewissen - riechen diese Hunde 100 Meter gegen den Wind... Lieber ein paar mal verschnaufen und dann frohen Mutes, dein Hund spiegelt dich derzeit mit allen Sinneseindrücken die du aussendest (bewusst und unbewusst). Blöderweise kennen Hunde ihre Menschen teilweise wirklich besser, wie die Menschen sich selbst.

Versuche an deinem Auftreten zu arbeiten, dein Hund zeigt dir was er erträgt, und was er aus dir lesen kann. Gerader rücken, kein unsicheres gehen. Du weisst was du willst, gekrümmerter Rücken, unsicherer Schritt - da braucht sich kein ängstlicher Hund anschliessen, der Mensch hat ja vor sich mehr angst wie vor dem Hund. Feile daran und schau wie der Hund reagiert. Zeig ihm, dass du die Kontrolle hast und dass du stark genug bist, ein vertrauenswürdiger Partner für ihn zu sein. Das ganze funktioniert im übrigen ohne streicheln, ohne angreifen. Sondern achte auf deine Körperhaltung und auf die des Hundes.

Das wäre auch ein Tipp für deine Eltern, sie müssen nun nicht ständig mit erhobenen Händen durchs Haus laufen, aber sie sollen schauen wie sie sich bewegen und was sie bei dem Hunddadurch auslösen. ein vorsichtiges Öffnen der Türe ist etwas anderes, als wenn man die Türe zielbewusst aufmacht. Ihr braucht vor dem Hund keine Angst haben, er schnappt in die Luft - dass heißt dass es zu viel ist, er knurrt, er ist verunsichert. Er zeigt keine tendenziellen Agressionen (und die gilt es nicht auszulösen) sondern er zeigt euch nur seine Verunsicherungen in den Situationen.
 
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Keine Leine im Haus. Ihr beginnt sie zu bedrängen - sie kann sich aber nicht durch flucht wehren. Ich würde das tunlichst vermeiden, es kommt zu Konfrontationen.

Einfach ganz ganz in Ruhe lassen, hie und da mal ihren Namen rufen, wenn es etwas zum Fressen gibt, oder sie in den Garten darf. Sollte es kalt sein oder regnen, wäre es ganz toll, wenn sie wieder ins Haus darf(kommt). Rufen, warten, sie hereinbitten. Manche Hunde lieben es mit einem Tuch getrocknet zu werden. Sie muss es zulassen wollen. sonst Tuch hinlegen - junge Hunde können sich auch selber trocken reiben, wenn eine Saugfähige Unterlage da ist.

Die Höhle wäre wirklich eine gute Sache und ein Anliegen des Hundes. Ich würde es definitiv versuchen, um sie aus diesen Sinnesirrsinn rauszuholen. Sie braucht keine Angst zu haben dass hinter ihr, links von ihr, rechts von ihr etwas passiert. Es ist fast wie eine Scheuklappe für Pferde. Aber wenn sie will - darf sie natürlich rausgehen und sich umschauen.

Ob was falsch gelaufen ist, oder die Entwicklung des Haus-Hundes falsch gelaufen ist. Darüber zerbrich dir nicht den Kopf. Du hast derzeit noch einen ziemlichen Baumstamm zu Hause und nach ein paar Monaten sollte man zumindest ein paar Konturen sehen können wie der Hund wird, was er für Eigenschaften entwickelt - wo er noch Bedarf hat, wo ihr ihn bremsen müsst und vielleicht auch etwas was ihr für euch verwenden könnt (ein Hund der euch mit traurigen Augen anbettelt spazieren zu gehen - nützt auch der Gesundheit). Nur bitte nicht nach 2 Wochen, nach 1 Monat oder nach 2 Monaten. Hund muss ruhig werden und schlüpft dann erst ganz langsam aus seinen Kokoon aus seiner Scheinwelt, oder aus seinem antrainierten Verhalten heraus, da habt ihr daran nicht schuld, dass hat er sich antrainiert oder seine Mutter und muss diese Altlasten erst einmal loswerden (dazu muss er sich sehr sicher fühlen und sich geborgen fühlen) , was für ein Schmetterling oder Raupe drinnen ist, wissen wir noch alle nicht. Aber es wird sich weisen, und das dauert leider. Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man an ihm zieht.

Die Leine hat sie nur heute um, weil sie gestern nicht rein gekommen ist. Und meine Mutter kommt nicht nah genug an sie ran um ihr die normale Leine umzumachen. Ansonsten kann sie sich frei bewegen im Haus. Eine Schlafbox kann ich ihr einrichten. In dieser hat sie die ersten Tage geschlafen bei mir (faltbare Hundetransportbox), die kennt sie und mag sie auch. Ich werde diese dann zu meiner Mutter stellen. Danke für den Tipp! Ansonsten gehen wir genauso vor, dass wir sie ignorieren. Und der Besuch kommt meist nur in den Garten und gar nicht in die Wohnung, sodass sie immer drinnen sicher ist. Sie macht da auch kein Theater wenn jemand kommt und wie gesagt, jeder ist angewiesen den Hund zu ignorieren.
 
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