Probleme bei Zusammenführung von Katze und Hund

Diskutiere Probleme bei Zusammenführung von Katze und Hund im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, wir haben eine zwei Jahre alte Katze und vorgestern haben wir uns noch einen Hund dazugeholt. Wir haben auch im Internet etwas recherchiert...
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Maxi10858

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Hallo,
wir haben eine zwei Jahre alte Katze und vorgestern haben wir uns noch einen Hund dazugeholt. Wir haben auch im Internet etwas recherchiert und ein paar Dinge beachtet. D.h. wir haben erst einmal
beide an die Gerüche des anderen gewöhnt, was unsere Meinung gut geklappt hat, doch als sie den ersten Kontakt bekam die Katze Angst und wir haben sie dann auch wieder von einander entfernt. Unsere Katze musste sich dann einige male übergeben und das wäre auch schon das Problem: Jedes mal wenn die Katze den Hund sieht rennt sie weg und übergibt sich. Außerdem frisst die Katze kaum noch und verhält sich anders als davor. Habt ihr irgentwelche Tipps was wir noch versuchen können oder sollten wir ihnen einfach noch etwas mehr Zeit geben?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

Liebe Grüße
 
25.11.2018
#1
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Guest

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demona

demona

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Hi und willkommen im Forum :),

war eure Katze bis jetzt alleine? Dann ist der Schock eines neuen Mitbewohners natürlich umso größer. Ich würde Beiden einfach Zeit geben und ein paar "Regeln" beachten.

- Rückzugsmöglichkeiten für alle Beiden. Irgendetwas Erhöhtes wo sich die Katze zurückziehen kann aber auch einen Ort wo der Hund seine Ruhe hat, da muss man dann selber mal eingreifen.

- ich würde getrennt füttern udn auch drauf achten, dass der Hund nicht an den Katzennapf geht, andersrum natürlich genauso.

- Gleichmäßig Zeit verteilen. Ich weiß, ein neues Familienmitglied ist immer aufregend und toll aber darüber sollte man die anderen Tiere nicht vergessen.

- ich (!) würde sie am Anfang nicht alleine zusammen lassen. Wenn ihr weg geht, trennen und zwar so, dass niemand Türen öffnen kann - macht meine Katze, die ist da Weltmeister drin.

- verhindere, dass sie sich gegenseitig jagen und ja, es gibt auch Katzen, die irgendwann mal Hunde jagen wollen. Ich kann da ein Lied von singen. :eusa_doh:

Ansonsten kann man es mit Bachblüten versuchen, Feliway wäre noch eine Möglichkeit aber ich denke, viel Zeit und Geduld bringen euch am ehsten ans Ziel. Zudem man bedenken sollte, nicht jede Katze wird best Friends mit Hunden, egal was man macht. Ansonsten viel Zeit, viel Ruhe und viel GEduld aufbringen und beiden Seiten Zeit geben. :)

Lg Demona
 
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Maxi10858

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Ja, die Katze war bis jetzt immer allein und hatte, da sie eine Hauskatze ist, nie wirklich Kontakt zu anderen Tieren.

Das Problem ist, dass die Katze nicht mehr aus dem Wohnzimmer geht (da darf der Hund nicht rein) und nur mehr raus geht, wenn der Hund spazieren ist.

Und die Katze nach draußen zum Hund zu setzen funktioniert auch nicht, da sie sofort wieder davon läuft.

Was sollten wir jetzt machen? Und danke für die schnelle Antwort!
 
demona

demona

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Hi,

raus gehen im Sinne von Freigänger, oder raus gehen im Sinne von dem Rest der Wohnung?:eusa_think: Der Hund lebt wo? im rest der Wohnung oder im Garten? Weil du schreibst, dass er nicht ins Wohnzimmer darf. Den Zusammenhang versteh ich noch nicht wirklich. :eusa_think:

Ansonsten das Gleiche wie oben geschrieben, Geduld, Ruhe und nicht ständig zusammen setzen, das bringt nichts. Der Hund ist erst ein paar Tage da und gerade wenn die Katze Freigäner ist - was ich mal vermute - kann sie schon sehr schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben. Sie versteht nicht, dass dieser Hund ihr nichts tut. Das muss sie langsam lernen und dabei könnt ihr nur helfen indem ihr sie nicht zwingt.

Viel Geduld, einen Tee trinken ;) und abwarten.

Lg Demona
 
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Maxi10858

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Ich hab mich schlecht ausgedrückt.
Mit rausgehen meinte ich in den Rest der Wohnung.
Danke für die Tipps, du hast mir echt weitergeholfen.
Hab noch 'nen schönen Sonntag!
 
demona

demona

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Hi,

Dann einfach warten, die wird sich schon trauen. :) die muss sich ja auch erstmal umgewöhnen. Katzenklo ins Wohnzimmer damit kein Malheur passiert und warten. Das wird schon. :)

Lg Demona
 
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A-Fritz

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Hallo,
es ist nicht leicht eine schon 2 Jahre alte Katze, die noch dazu immer alleine gelebt hat jetzt mit einem Hund zu vergesellschaften,
wenn Hund und Katze noch im Welpen Alter zusammen kommen, ist dieses meist kein Problem.

Es wird aber wenig nutzen, wenn jetzt Deine beiden Tiere ständig getrennt leben und keine Berührung haben,
wichtig ist, eine häufige gegenseitige Konfrontation. Eine allmähliche Annäherung, die aber nur soweit gehen darf,
dass es für beide Tiere noch erträglich ist , eine Überforderung wehre dabei nicht förderlich und kann ein Rückschritt verursachen.
Gut wehre vielleicht auch ein Trenngitter, durch das sich die Tiere sehen können, doch hinter dem sie sich sicher fühlen können.

Da es der Katze bestimmt schwerer fallen wird den Kontakt aufzubauen, sollte aber wenigstens der Hund eine schnellere positive Empfindung mit der Katze verbinden. es ist kaum möglich dass es bei Beiden gleich schnell geht.
Ich bin der Meinung, Futter ist ein gutes Mittel ,um ein angenehmes gegenseitiges Gefühl zu erzeugen,
darum kann man bei beiden Tieren eine Annäherung mit Futter versüßen.
Insgesamt sollten aber alle Begegnungen mit möglichst guten Erinnerungen verknüpft werden.

Vielleicht kannst Du uns ja immer auf dem Laufenden halten und berichten, welche Entwicklung Deine Bemühungen haben.

Fritz.
 
demona

demona

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Hi,

das mit dem Trenngitter ist eine super Idee. :)

Aber das mit dem Futter - zumindest auf Seiten der Katze - halte ich für fatal. Eine Katze, die sich ständig übergibt vor - wahrscheinlich - Streß wegen dem neuen Mitbewohner und schon eh wenig frisst, dazu zu zwingen in Anwesenheit des "Feindes" zu fressen, kann sehr schnell nach hinten los gehen. :? Genau das Gegenteil wäre sinnvoll, die Katze muss einfach wissen/lernen, dass es Orte gibt wo sie absolut sicher ist weil der Hund nicht hinkommt. Einer dieser Orte muss der Futterplatz sein. Ständig in Angst fressen zu müssen, ist einfach grausam.

Hier wird grund prinzipiell getrennt gefüttert, mit geschlossenen Türen oder so erhöht, dass der Hund nicht ran kommt. Ansonsten sind die Tiere immer zusammen, jeder hat seine Rückzugsmöglichkeit - wobei mein Hund die nicht braucht - und es wird zum Teil sogar zusammen gespielt. Nur extreme Situationen werden von mir unterbunden.

Ich hatte 5 Katzen als der Welpe einzog und drei der Katzen waren über den Neuzugang wenig begeistert. Da hat nur Ruhe, Geduld und kein Zwang geholfen. Die Katzen wurden vor dem übermütigen Welpen geschützt, der Welpe wurde vor der Katze geschützt, die ihn killen wollte. Jeder hatte seine Rückzugsmöglichkeiten und ja, meine Katzen haben am Anfang auch fast nur noch erhöht gelebt. Couch, Kratzbäume, Fensterbretter, Schränke, Catwalks - alles, wo der Zwerg nicht hingekommen ist. Zusätzlich war und ist das Bad mit Kindergitter mit Katzendurchgang abgesperrt. Und jeder konnte und durfte in aller Ruhe fressen, ohne Zwang das in Gegenwart der jeweils Anderen zu tun.

Hätte ich den Welpen am Anfang alleine daheim gelassen - was ich nicht habe, alleinsein Training fing hier sehr, sehr spät an - hätte ich sie getrennt. Mittlerweile ist das nicht mehr nötig. Und das nur durch Geduld, Ruhe und ab und zu mal eingreifen. :)

Lg Demona
 
Barcelos

Barcelos

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Wie läuft es denn nun so? Hat sich schon was getan?
 
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Simpat

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Herzlich willkommen hier im Forum :)

Ist die Katze eine reine Wohnungskatze? Sie hat bisher ohne Kontakt zu Artgenossen und/oder anderen Haustieren gelebt? Dann ist sie vermutlich mit der Situation komplett überfordert. Was weißt du denn über die Sozialisierung deiner Katze? Wo kommt sie her, wie alt war sie beim Einzug und weißt du wie lange sie bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen ist?

Ich finde ein Trenngitter auch eine gute Idee. Beim Wohnzimmer da würde ich probieren, den Hund in einer hinteren Ecke des Wohnzimmers ziemlich kurz anzubinden und dann probieren die Katze in den vorderen Bereich des Wohnzimmers mit Hilfe von Leckerlis und Spielzeug zu locken, damit sie merkt, dass da nichts passiert, auch wenn der Hund im gleichen Raum ist.

Wie groß ist denn der Hund und wie ungestüm ist er auf die Katze bei den ersten Begegnungen zugegangen? Den meisten Katzen sind Hunde zu stürmisch, weil Katzen untereinander eher recht verhalten aufeinander zugehen, wenn sie sich noch nicht kennen. Auch spielt die Größe eine Rolle, die meisten Hunde sind ja deutlich größer als Katzen, dass ist natürlich beängstigend, noch dazu für eine Katze die noch keinen Kontakt zu Hunden hatte.
 
Barcelos

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So ähnlich wie Simpat es beschrieben hat, haben wir es damals gemacht. Allerdings haben wir den Hund nicht angebunden, da wir zu Zweit waren und so einer den Hund an der Leine halten konnte und mit Spielzeug ablenken konnte und der andere sich um die Katze gekümmert hat.

Bei uns war die Ausgangssituation aber auch etwas anders. Wir hatten hier einen damals 7jährigen katzenhassenden Hund und plötzlich eine halbverhungerte Streunerkatze vor der Tür stehen, die Angst vor Hunden hatte. Aber sie wollte nicht im Schuppen leben, sie wollte unbedingt ins Haus und so mussten wir es versuchen.
Die eine Ecke vom Wohnzimmer ist reines Katzengebiet, da steht Kratzbaum, Katzenklo, da wird gefüttert, da ist ihr Fenster zum rein- und rausgehen. Den Hund haben wir am anderen Ende des Wohnzimmers beschäftigt, wenn die Katze reinwollte. Egal wie viel Angst sie hatte, sie war verdammt stur und hat es immer wieder versucht und sich immer mehr getraut.
Nach ein paar Wochen war es dann insofern gegessen, dass Katze drinnen war, aber sobald sich der Hund bewegte sie in die obere Etage rannte. Ca. 6 Wochen hatten wir den Hund an der Leine, wenn die Katze kam. Insgesamt 6 Monate hatten wir vorsichtshalber noch das Halsband dran (er hat im Haus normalerweise nie Halsband an).
Katze bestimmte das Tempo. Sie hat ihr Ding gemacht und wir haben sie machen lassen und uns voll nach ihr gerichtet.

Heute besteht die Katzenecke zwar immer noch, aber Hund und Katze haben kein Problem mehr miteinander. Sie rennt ihm entgegen, brüllt ihn an, wenn wir ihr zu langsam sind. Sie begrüßt ihn köpfelnd und schmust mit seinen Beinen und gibt ihm Nasenkuss. Das alles allerdings nur wenn der Hund steht. Liegt er, macht sie einen Bogen um ihn.

Mit Geduld hat es funktioniert und vor allem damit, dass sie Katze der Chef war und bestimmen durfte was sie wann wie machen möchte und was nicht.
 
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