Hundehaltung ist nicht einfach....

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Lilly-Walker

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Das weis ja nun wirklich jeder aber ich frage mich gerade aus aktuellen Anlass warum sich manche Hundehalter nicht wirklich damit auseinandersetzen!?

Ich höre Hundehalter oder lese Beiträge in diversen Foren wo sich mir die Nackenhaare aufstellen. Bei vielen würde Oliver Pochers Showtitel....gefährliches Halbwissen.... absolut zutreffen.

Was bewegt mich nun diesen Eintrag hier zu schreiben?

Ganz einfach: Es kommen mir Geschichten zu Ohren wo die Leute voller Stolz erzählen das sie schon seit soundso vielen Jahren Hunde halten und fragen im gleichen Atemzug wo der Unterschied zwischen Kastration und Sterillisation besteht. Gut, das ist noch ein relativ harmloses Beispiel aber beweist mir nur wie wenig sich die Halter tatsächlich mit dem Thema Hund an sich befassen.

Manche wissen noch nicht einmal was die Stehtage bei einer potenten Hündin bedeuten und wundern sich irgendwann wenn doch glatt ein "Unfall" passiert ist und nach +-63 Tagen kleine fiepsende Fellmonster im Körbchen ihrer Hündin liegen.

Das kann doch alles nicht wahr sein:evil:

Weiter geht es mit Leuten die schon seit Jahren Hunde halten, womöglich einfach nur Glück hatten vorher einen unkomplizierten Hund erwischt zu haben und holen sich dann gedankenlos einen zweiten dazu. Ich meine nun, ohne sich im Vorfeld Gedanken gemacht zu haben das es auch Probleme geben kann.

Wenn es dann Probleme gibt sind sie völlig überfordert. Im günstigstem Fall rufen sie dann nach Hilfe, im ungünstigsten Fall muß der "Neue" oder nicht selten der "Alte" Hund eben wieder weg.

Dann gibt es noch viele Großhundehalter bei denen ich mich frage: Wie sind die durch die
Sachkundeprüfung (Hier in NRW für alle 40/20 ger Pflicht) gekommen sind.

Auf solch eine Prüfung muß man sich schon vorbereiten sofern man noch nie Hundehalter war. Wie kann man also eine solche Prüfung bestehen ohne sich Vorher Wissen anzueignen?

Ich habe mir mal einen solchen Prüfbogen angesehen und muß sagen: Hätte ich mir nicht vor meiner Hundehaltung und durch Erfahrungen in 12 Jahren Hundehaltung Wissen angeeignet, wäre ich sicherlich duch so eine Prüfung mit Ach und Krach durchgerasselt.

Ich bin sicher kein Hundeexperte aber ich benutze zumindest was der liebe Gott mir gegeben hat: Ein Gehirn zum denken und lernen und die Fähigkeit eigene Fehler einzugestehen.

DAS so finde ich, fehlt manchen Leuten ganz offenbar oder wie sonst erklärt man sich das manche nicht wirklich dazu lernen wollen?

Manch einer fragt sich nun: Was will die Olle denn, soll sie mal besser machen und Recht haben sie.

Ich behaupte nicht von mir das ich mit JEDEM Hund klar komme und ehrlich gesagt habe ich auch ein bischen Bammel wenn unser "Neuer" hier nächsten Monat einzieht. Ich kann nicht vorraussehen ob wir Probleme bekommen und wenn ja wie die gleich zu lösen sind aber ich bin stets bereit dazu zu lernen. Sollte es an dem sein dann werde ich mir professionelle Hilfe holen. UND ich werde mir nicht anmassen diese Hilfe dann zu ignorieren weil ich ja schon soviel Erfahrung habe ***Ironie ausschalt***

Was ich mir aber anmasse ist sagen zu können: Ich habe zumindest Grundwissen und darauf werde ich auch beim "Neuen" wieder aufbauen. Und was ich nicht weis das eigne ich mir eben an.

Mir liegt es sehr am Herzen auch aus diesem Hund wieder einen umgänglichen und gut erzogenen Begleit und -Familienhund zu machen.

Ich weis nicht was für ein Überraschungspaket mich erwartet und bin jetzt schon sehr gespannt denn er wird das komplette Gegenteil meiner Cindy sein. Das ist auch kein Zufall denn ich habe mir das ganz bewußt so ausgesucht.

Sollte ich also Pech haben und dieser Hund wird z.B. Jagdtrieb haben (hatte Cindy nicht im geringsten) dann werde ich nicht zögern daran zu arbeiten und mir gegebenfalls Hilfe zu holen denn ich stünde ja nun vor einem Problem mit welchem ich bisher noch nichts zu tun hatte.

Ich habe auch bei Cindy Fehler gemacht, bestimmt keine die fatal gewesen wären aber es waren Fehler aus denen ich lernen konnte und die ich nicht gedenke zu wiederholen.

Ich rege mich bei manchen nur einfach auf weil ich bei nicht wenigen auch sehe das sie im laufe der Jahre einen neuen Hund geholt haben und dieser genauso "verkorkst" wie der Vorherige ist. Wie geht denn das?

Ein Beispiel:
Ein Pärchen in meiner Umgebung hatte eine süße Mischlingshündin. Diese Hündin hatte panische Angst vor allem. Vor fremden Leuten, vor anderen Hunden und und und.
Wenn wir uns im Park begegneten machten sie mit der Hündin immer einen großen Bogen, nicht selten gingen sie anderen richtig aus dem Weg.

Ich hinterfrug das eigentlich nie und ging Damals davon aus das es schon ein triftigen Grund dafür haben müsse und auch das die Leute mit der Hündin arbeiten würden da sie ja auch öfter erzählten wie schade es sei das sie nie mit anderen zusammen laufen könnten und es ja so schön wäre wenn sie mit anderen Hunden spielen könnte.

Nun starb diese Hündin vor einigen Jahren und sie holten sich eine neue. Gruselig wie die neue der alten Hündin allein schon von der Optik her ähnelt.
Noch gruseliger aber wie sehr sie ihr heute auch im Wesen ähnelt.

Gestern sah ich sie wieder und mir blieb ernsthaft die Spucke weg. Es war als sei die erste Hündin niemals gestorben denn es bot sich mir gleiches Bild wie oben geschrieben.

Würde ich nun spinnern dann könnte ich behaupten das die Seele und das Wesen der ersten Hündin in die andere übergegangen sei, ist aber völliger Blödsinn;)

Ich frage mich nur: Was machen die Leute mit ihren Hunden? Gefällt es ihnen sogar das auch diese Hündin keine sozialen Kontakte zu anderen Hunden pflegen kann? Haben sie ihr das selbe Verhalten antrainiert? Wenn ja, wieso?

Kerngedanke von mir: Wenn man es schafft den neuen Hund genauso "verkorkst" zu bekommen wie den alten muß das doch unheimlich antrainiert, ausdauernd und auch konsequent durchgeführt worden sein. Wäre es da nicht sinnvoller gewesen diese Konsequenz und Ausdauer in eine vernünftige Erziehung und Sozialisierung zu investieren?

Ich begreife sowas einfach nicht, werde es nie begreifen und möchte das auch nicht.

So, das war auch mein Schlußwort für dieses Mal. Wer weis, vielleicht kann irgendwer ja meinen Gedankengängen folgen und nachvollziehen, wenn nicht....einfach nachfragen;)
 
20.04.2009
#1
A

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Guest

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**Häschenmamiii**

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Ich bin ganz deiner Meinung!
Ich wünsche mir schon lange einen Hund, hab aber den Wunsch einfach mal so aufgegeben, weil ich einfach keine Zeit und kein Geld habe...und manche haben dann trotzdem einen Hund, der den ganzen Tag zu Hause sitzt...alleine!!!

Das selbe Problem ist ja mit den Kaninchen!
Welches kleine Kind hat kein süßes, kleines Kaninchen zum Kuscheln!!!!
Deshalb war ich schon oft davor Tierschützer anzurufen!!!
Aber ist es nicht so, dass die bei so kleinen Tieren selten was tun????
Ich könnt mich da jedes mal so aufregen!!!!!!

LG
Lenchen & die Fellnäschen :D
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

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Hallo Lenchen,

nicht nur bei Kleintieren schreiten die nicht ein sondern auch bei Hunden und Katzen (nur stellvertretend für alle anderen Tierarten)

Ich habe selbst schon Anzeige beim Ordnungsamt erstellt gegen einen Hundehalter den ich sogar sehr gut kannte. Ich warnte diesen fairerweise auch vor das ich es tun werde! Ich habe es nicht anonym gemacht sondern habe persönlich vorgesprochen, aber auch gleich in Wort und Schrift nebst meiner Unterschrift dagelassen.

Es ging um eine Hündin und ihren Welpen der es sehr sehr schlecht ging und unter katastrophalen Bedinungen gehalten wurde.

Ich verwies auch darauf wie sehr es eilen würde und das ich das Leben der Hündin und der Jungen in Gefahr sähe aber es passierte NICHTS.

Dabei hätte der Bekannte schon sofort eins auf den Deckel bekommen müssen weil der Hund nicht ordnungsgemäß angemeldet war.

Ich führte noch andere Gründe an die ein sofortiges handeln erfordert hätte aber es passierte nichts.

Mir hatten die Behörden zugesichtert es passiere etwas aber das einzigste was sie taten: Nach 2, lass dir das mal auf der Zunge zergehen, nach ZWEI Jahren haben die sich bei ihm gemeldet und forderten die Hundesteuer nach.

In der Zwischenzeit gab es diesen Hund aber nicht mehr (wer weis was mit ihr passiert ist), niemand hinterfrug wo er den Hund gelassen hat OBWOHL es gerade bei uns hier normalerweise belegt werden muß wo ein Hund verblieben ist.

Mir erzählte dieser Bekannte natürlich auch nicht wo die Hündin verblieben ist. Nuschelte was von: Zu Bekannten, der Schwager von dem der Schwippschwager usw. usf.

Ein anderer Bekannter hatte eigentlich ein Haltungsverbot jegwelcher Tierarten für 7 Jahre erhalten doch bei ihm wimmelt es nur so von Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Vögeln, mal alles zusammen, mal nur das ein oder andere. Der wechselt seine Tiere wie andere die Unterwäsche.

Von ihm habe ich einmal eine Hündin abgekauft die er, wenn ich ihm kein Geld gegeben hätte, an die Wand geworfen hätte. Ich kenne den wirklich und weis 100%ig das er das getan hätte!
Die Hündin war gerade mal 7 Wochen alt. Er selber hatte sie aus einer Haus und Hinterhofvermehrung mit 5 Wochen geholt. Er hatte nach 14 Tagen einfach die Nase voll und wollte sie so schnell als möglich los werden und da ich mal scherzhafterweise sagte: Wenn du die mal nicht mehr willst dann sag mir bescheid (sie war aber auch zuckersüß:060:), tat er eben genau DAS. Das war aber bevor ich von seiner Art der Tierhaltung und dem Haltungsverbot wußte.

Heute lebt diese Hündin glücklich bei einer Arztfamilie!

Naja, ich hätte meinen Beitrag vielleicht auch allgemein schreiben können aber mir fielen eben expliziert diese hundebezogenen Dinge ein.

Ich finde gut das du dich derzeit, vernünftigerweise gegen einen Hund entschieden hast, vielleicht klappt es ja später irgendwann einmal.

Knuffel deine süßen Ninis mal lieb von mir!
 
caramia

caramia

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Hallo,ich kenne dieses Problem auch,
hab eine bekannte die hat eine 7monate alte labbi hündin und dieser hund ist total versaut!
sie ist unterfordert,springt leute und kinder an,knabbert an händen und zerrt an den klamotten!!
warum bekommen solche leute so tolle hunde und wir schauen in die röhre!!
hab mich etwas mit ihr beschäftigt und gemerkt dieser hund schreit nach aufmerksamkeit und aufgaben,sie wollte sie mir schon andrehen(dies sag ich bewußt so denn es war so)nur weil sie gemerkt hat das ich besser mit ihr zurecht komme!
Aber mein mann hat strickt nein gesagt was ich verstehen kann,sie soll ihre fehler selber ausbügeln,aber mein herz blutet wenn ich sehe wie sie vor sich wegetiert!!
warum geben züchter solchen leuten diese hunde und die landen dann im tierheim nur weil jemand zu doof ist sich drum zu kümmern!!ich könnte kotzen bei diesem thema!!
lg caramia
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

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Hallo caramia,

ich möchte hier nicht auf die Züchter hacken denn im Prinzip, so denke ich, wollen sie auch das ihre Hunde in liebevolle und verantwortungsbewußte Hände kommen (sofern wirklich gute Züchter und keine Vermehrer) aber auch sie können potentiellen Käufern nur VOR den Kopf gucken. Auch sie sind nur Menschen und wer weis schon was die Leute denen erzählt haben.

Ich finde nur traurig das manche Leute sich nicht schon im Vorfeld über die Hundehaltung informieren und gleich losziehen nur weil Hunde gerade mal in Mode sind.

Für mich sollte ein Sachkundenachweis und Hundeschule ein absolutes MUSS und für ALLE Pflicht sein, gleich welche Rassen und Größen.

An deiner Stelle würde ich der Bekannten aber zureden sich besser von dem Hund zu trennen ehe alles komplett aus dem Ruder läuft und der Hund womöglich dann auch schon älter und völligst verkorkst in irgendeinem Tierheim sitzt.

Manche sollten sich lieber ein Steifftier zulegen und daran rummachen ehe sie ein Lebewesen versauen.
 
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