Mein erster Besuch im Tierheim

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Morastbiene

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Schon unglaublich, wie lange es dauern kann, bis man ein Tierheim zu Gesicht bekommt. Bei mir mussten erst 28 Jahre vergehen. Früher hatte ich mich nie getraut, dort hinzufahren. Ich wusste zwar um die Existenz von Tierheimen, was ich aber hätte tun sollen, um irgendwas zu verändern, das wusste ich nicht. Mein Leben lang bekam ich stattdessen zu hören: "Nein, ich will das gar nicht sehen. Ich könnte das nicht ertragen!" Als Kind plappert man das bereitwillig nach. Wehleidiger Tonfall Anfang. Ist ja auch alles ganz schrecklich, damit muss man sich nicht zusätzlich belasten! Wehleidiger Tonfall Ende. Heute denke ich: Ja, wird's denn vom Wegsehen besser?! :eusa_eh:

Wir waren heute zu Besuch in einem großen Hamburger Tierheim. Eigentlich mit dem Ziel, den kleinen Dreibeiner zu begutachten, der mir schon ein Weilchen im Kopf herumgegeistert ist. Für alle, die gemeinsam mit mir gespannt waren: Er ist bereits vermittelt. Einerseits bin ich enttäuscht, weil ich so viele Fragen hatte. Andererseits... Wer weiß, ob es überhaupt gepasst hätte. Dafür bin ich um eine Erfahrung reicher, für die ich dankbar bin und von der ich mir wünschen würde, dass jeder sie machen würde. Vielleicht wäre das Bewusstsein gegenüber unseren Mitgeschöpfen dann etwas weniger unterentwickelt und die Menschen würden eher nachdenken, bevor sie leichtfertig ein Lebewesen in ihre Obhut nehmen, das abgeschoben wird, sobald es nicht wie gewollt funktioniert. Damit will ich nicht sagen, dass Fehler verboten wären. Fehler sind menschlich. Ebenso will ich nicht sagen, dass alles im Leben planbar wäre. Aber wie viele Hunde allein aus Überforderung der Halter dort sitzen, das macht mich traurig.

Wir hörten das Bellen bereits auf über hundert Meter Entfernung. Mir war klar, dass mich kein Ort voller Freude und Sonnenschein erwarten würde... Wenig später kamen uns die drei Leonberger entgegen, die seit letzter Woche in der Vermittlung stehen. Ich wusste, dass Leos groß sind, aber sie in natura zu sehen, das hat mich umgehauen. Was für riesige, faszinierende Tiere! Ich hoffe, sie finden das
richtige Plätzchen. Nach ein paar weiteren Metern standen wir schließlich vor dem Haupteingang. An der Rezeption hatte man uns sehr freundlich empfangen und uns in Richtung des Hundehauses geschickt. Wir sollten uns einfach umsehen, die Zettel an den Zwingern durchlesen... Dann durchschritten wir die Tür zum Gelände. Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich dachte, es wäre weitläufiger. Kleine Karten können täuschen.

Bereits nach einigen Schritten stieg uns ein starker Geruch in die Nase. Natürlich... Hunde machen Dreck. Man sah keinen, nirgends. Aber man roch ihn. Aus jeder Richtung hörte man durchdringendes Bellen. Ein wenig verloren sahen wir uns um, bevor wir einfach der Nase folgten, hin zu den ersten Zwingern. Sie waren leer, die Hunde entweder unterwegs oder innerhalb des Hauses. Bei etwa null Grad würde ich selbst nicht im kalten Wind hocken wollen. Mich begann die Frage zu beschäftigen, wie es sein musste, hier zu sitzen. Ich entdeckte einige bekannte Namen, die ich bereits auf der Vermittlungsseite gesehen hatte. Den ersten Block hatten wir abgelaufen und wandten uns den Außenzwingern zu. Wenn aus dem Nichts auf zehn Centimeter Entfernung ein aufgeregter Staff ans Gitter gesprungen kommt, den man nicht einmal hat kommen sehen, sollte man nicht schreckhaft sein. ;)
[VERSTECK]Wir waren es nicht, was man von der jungen Frau der Gattung "Blödes Huhn" (Entschuldigung an alle Hühner) nicht behaupten konnte, die mit ihrem Freund, ihn am Ärmel gepackt haltend, hektisch den direkten Weg ins Hundehaus einschlug und dabei wenig glücklich aussah, aber auf diese übertrieben weibische Art, die ich nicht leiden kann. Sie wirkte, als hätte man sie in eine Folterkammer gesteckt, so dass ich mich fragen musste, was sie überhaupt im Tierheim wollte. [/VERSTECK]
Staff ist ein gutes Stichwort... Es ist und bleibt furchtbar traurig, wie viele Listenhunde auf der Wartebank schmoren müssen... Rita, die mich einfach mit großen Augen ansah, bevor sie sich brummelnd in ihr Körbchen legte und sich wälzte, mit ihren schrecklich kupierten Ohren, wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Ihre Rasse ist zwar nicht eindeutig zugeordnet, aber sie hat das typische Aussehen, was bereits ein Hindernis ist. Liebe Leute, bitte tut diesen gebrandmarkten Tieren den Gefallen und schafft sie euch nicht leichtfertig an. Das gilt für jeden Hund, jedes Tier, aber bei diesen armen Seelen, die teilweise bereits seit Jahren warten und kaum Aussicht auf Rettung haben, blutet mir das Herz umso mehr. :(

Nachdem wir das Außengelände durchgegangen waren und dabei sogar ein Gehege mit Hühnern gesehen hatten, mir derweil auf Nachfrage gesagt worden war, dass "mein" Hund vermittelt wurde, haben wir das Hundehaus betreten, das in zwei Hälften unterteilt war und in dem die Kleinhunde untergebracht waren. Der Geruch, im ersten Moment fast unerträglich, nahm mir die Luft. Dazu kam der Lärm. Immer wieder reagierten Hunde auf Bewegungen von Menschen oder auf Gassihunde, die gerade zurück oder nach draußen gebracht wurden, so dass es selten still im Haus war. Nach etwa fünf Minuten hatte ich mich an die Luft gewöhnt, die allmählich an Intensität für meine Nase verlor und mich nicht mehr von dem Gedanken begleitet den Gang entlanglaufen ließ, dass ich gleich flüchten müsste. Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Trotzdem wurde mir zunehmend klarer, dass der Aufenthalt im Zwinger alles andere als ein Wellnessurlaub für die Hunde sein musste. Es war kalt, laut und trostlos. An sich ein sehr lebendiger Ort, aber auf emotionaler Ebene ganz anders. Parallel dazu machte sich das Gefühl von Dankbarkeit in mir breit, dass es Orte wie diesen gab. Wer weiß, wo die Tiere sonst wären...

Wir steckten einen Schein in die große Spendendose und machten uns, nicht ohne ein Foto der Aushänge für Gassigeher, langsam auf den Rückweg, nachdem wir auch den zweiten Teil des zum Glück beheizten Hauses besichtigt hatten und mit ein paar Nasen visuell in Kontakt getreten waren. Man findet dort wirklich Hunde aller Art. Zwei Dalmatinerwelpen lagen aneinandergekuschelt in einem Zwinger, kamen aber gleich zur Tür gehoppelt, wenn sich Besucher näherten. Ein sehr freundliches, aber zurückhaltendes Kerlchen mit seiner Schwester, wenn ich das richtig gesehen habe. Sie war ruhiger und noch etwas zurückhaltender, kam nicht an der Hand schnuppern. Ein kleiner Beagle-Mix saß an seine Zwingertür gelehnt und schaute nach oben, als wir vorbeikamen. Er wirkte entspannt, obwohl der große Harzer Fuchs Mix im Haus ständig bellte und heulte, drinnen wie draußen und das schon seit unserer Ankunft und wohl noch viel länger, aber er sah schrecklich traurig aus. Ich hätte ihn am liebsten an mich gedrückt und mitgenommen. Er suchte häufig Blickkontakt. Man meinte fast, all die Fragen in seinen Augen zu lesen, dann senkte oder drehte er wieder den Kopf und schaute die Fliesen an.

In einem großen Körbchen lag der Wurf junger Cocker Spaniel, inzwischen nur noch zu dritt, verknotet und schmusend, der aktuell vermittelt wird. Das vierte Geschwisterchen wurde gerade von einem Mann und seinem Sohn an der Leine nach draußen geführt, als wir gingen. Hoffentlich ein Happy End mehr für einen kleinen Purzel. Auch ein gutes Stichwort. Manche Kleinhunde haben dem Klischee wirklich alle Ehre gemacht. In einem Zwinger saßen die kleine schnappende Yorki-Mix-Dame und ein Pekinesen-Dackel-Mix, die sich zum gemeinsamen Kläffkonzert verbündet hatten. Süße kleine Giftzwiebeln, die aber offenbar jede Menge Erziehung nachzuholen haben. Wen haben wir noch gesehen? Einen Dackel, gerade einmal ein halbes Jahr alt, der aus Überforderung des Halters abgegeben worden war. Er machte einen unheimlich lieben Eindruck, als wir uns zu ihm ans Gitter knieten. Leider war über einige Tiere noch nicht ausreichend viel bekannt, aber es gab definitiv ein paar Kandidaten, die ich gern auf meine persönliche Arche mitgenommen hätte. Wer wünscht sich nicht einen Tierschutzhof mit ausreichend Platz, Zeit und Geld... *zu Pewee schielt*

Eigentlich hatte ich mich darauf vorbereitet, mit viel emotionalem Gepäck nach Hause zu kommen. Es sind viele Eindrücke gewesen, auf jeden Fall. Nicht alle leicht. Aber ich bin froh, endlich mal dort gewesen zu sein und mir ein Bild gemacht zu haben. Wenn wir Kratzbäume austauschen, wissen wir jedenfalls, wohin "die Alten" (in gescheitem Zustand, versteht sich) gehen werden. Und es wird sicher nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein. Ich kann jedem nur empfehlen, die Hemmschwelle fallen zu lassen und sich vor Ort anzusehen, wie es in den lokalen Tierheimen aussieht. Ich bin sicher, dass jede helfende Hand gebraucht wird und sei es nur, um eine Wolldecke, Nassfutter in Dosen oder ein paar Spielzeuge vorbeizubringen.
 
14.11.2011
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
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Schattenseele

Schattenseele

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Hallo Mina!
Vielen vielen Dank für deinen offenen und ehrlichen Text.
Ich habe ihn gelesen. Mal mit Tränen in den Augen, mal mit Kloß im Hals.
Mal mit Gänsehaut und mal mit Lächeln.
Du hast eine wundervolle Art zu schreiben, weißt du das?
Es war, als wäre ich dabei gewesen.
Ich wünsche dir sehr das du bald den passenden Partner nach Hause holen kannst.
Das du die Eindrücke erstmal verarbeiten musst ist ganz klar.
Danke dennoch das du diesen Text verfasst hast.

Viele liebe Grüße.
Schatti
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hey

Schön geschrieben. Ich kann es mir bildlich vorstellen. War noch nie in einem wirklich grossen Tierheim aber das kleine in Weil (Deutschland), wo ich ne Zeitlang die Hunde trainierte, hatte es auch in sich... Auch das Tierheim Basel ist eigentlich nicht riesig. Dies kenne ich nur, weil ich dort mal ne Ratte geholt habe. Ja, so ein Tierheim. Ist schon nicht einfach, da zu arbeiten. Vorallem, wenn es so viele Hunde beinhaltet. Hätte ich mehr Zeit, würde ich mich mehr engagieren.
Aber alles kann man nicht und mein Steckenpferd sind nun, nebst den eigenen Hunden, die Wildvögel...

Lg
kleiner Falke
 
Fini

Fini

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Hallo,
das war ja ein sehr eindrucksvoller Tag!
Erinnert mich noch an meine Zeit als Tierheim-Hund Gassigänger. Der Geruch und der Lärm ist wirklich erst mal gewöhnungsbedürftig, aber schlimmer ist der Gedanke an all die armen Hunde, die dort ihr Dasein fristen - abgegeben aus verschiedensten Gründen...
Ich habe gern die Hunde ausgeführt, die sonst keiner an der Leine wollte, die ziehenden, bellenden. Die waren so dankbar mal raus zu kommen, aus all den Stress.

Besonders in Erinnerung blieb mir eine wilde schwarze Mix Hündin, gerade mal ein paar Monate alt. Sie hatte die grösste Freude!
Ein Husky, gerade mal 1 Jahr alt, wilder Jungspunt ;) . Abgeben aus überforderung - wurde im TH mehrmals vermittelt, weil er auch sehr hübsch war - aber immer wieder zurück gegeben. :(
Eine wunderbar leichtführige, absolut freundliche, immer zufriedene Cocker-Border Mix Hündin..
Oder der arme kleine Jagdterrier Mix, der immer fast ausgeflippt ist vor Freude das es raus geht. Einmal war er schon winselt, wedelnd, mit den Pfoten auf den Boden kratzend auf den Weg nach Draussen, da rief eine TH-Mitarbeitern "Achso, der darf heute nicht, der ist verletzt" Tja, da musste der arme Nero wieder zurück. Das tat mir wirklich leid für den kleinen Kerl.

Das ganze ist nun... rechne... 4-5 Jahre her. Ein Hund meiner Gassihunde ist heute noch im Tierheim auf der Homepage zu sehen - armer Kerl. Dabei ist er wirklich kein schwieriger Hund gewesen, natürlich hatte er seine Baustellen.
 
Pewee

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Hey Minchen,

dein Text hat mir mal wieder gezeigt: Wir übertreiben nicht im Forum! Manchmal kommen hier User und erzählen uns, wir würden mit der Auslastung übertreiben und es dürfte sich ja keiner mehr einen Hund halten, würde man unser Programm ehrlich durchziehen. Aber dein Bericht zeigt mir einfach mal wieder, dass wir nunmal recht haben, wenn wir sagen "dieser Hund brauch 5 Stunden Auslauf", "dieser Hund muss Hundesport machen", "dieser Hund sollte nicht zu kleinen Kindern, wenn man selbst noch Hundeanfänger ist". Genau weil diese Warnhinweise nie beachtet werden, sitzen diese Hunde dort.

Ich denke auch, dass man diese Erfahrung gemacht haben muss und man muss vor allem jeden Hund beachten. Bei dieser Lautstärke geht der potentielle Begleiter fürs Leben oft einfach unter, nur weil er sich nicht lauthals meldet. Im Tierheim in meiner Nähe saß ein Hund mal 15 Jahre... Irgendwann hat ihn die Tierheimleiterin geholt und er hatte noch 2 schöne Jahre... 2 Jahre gegen 15? Unglaublich... Ich weiß, man solle nicht aus Mitleid holen, aber hätte es so ein Knopf nicht vielleicht trotzdem verdient früher geholt zu werden? Auch wenn nur Mitleid das Motiv wäre?

Jaja unser Gnadenhof... irgendwann :) Wenn wir 4 mal alt und grau sind und von unseren Millionen im Lotto leben ;)

Habt ihr zumindest auch mal mit den Pflegern gesprochen, vielleicht kommt ja in Zukunft ein passender Hund und sie melden sich sofort?
 
Morastbiene

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Danke schön für das Kompliment, Schatti. Vielen Dank. :001: Im Endeffekt ging es mir genauso, wie du beschrieben hast. Es war ein ständiger Taumel.
Betroffenheit, Freude, Mitgefühl, aber auch Unverständnis und Wut, wenn man lesen musste, auf welchem Weg manche Tiere ihren Weg ins TH fanden.

Falke: Die Wildvögel können froh sein, dass du sie zu deinem Steckenpferd gemacht hast. ;)
Diese spezielle Lücke kann nicht jeder stopfen. Es ist gut, dass du für sie da bist.

Fini: Es war in der Tat ein eindrucksvoller Tag. Ich wusste gar nicht, dass du Gassigänger warst. Toll! :)
Wenn es einem als Besucher schon so ans Herz geht, bekommt man sicher einen noch stärkeren Draht zu manchen Charakteren, wenn man regelmäßig Kontakt zu ihnen hat...

Püwchen: Ich muss gestehen, so ein Gespräch haben wir versäumt, das ging bei den vielen Ablenkungen vollkommen unter, nachdem wir erfahren hatten, dass Luca weg ist und somit quasi ziellos zurückblieben. Aber wir werden wiederkommen, spätestens sobald über die Neuzugänge mehr bekannt ist. Wir haben uns besonders auf die stilleren Hunde konzentriert, weil wir bei den lauten und aufgebrachten Tieren in erster Linie darauf bedacht waren, sie nicht noch mehr aufzuregen. Was die Warnhinweise betrifft, hast du vollkommen recht. Man darf sich einfach nicht vormachen, dass das schon klappen wird, wenn man sich bewusst einen Hund ins Haus holt, der im Prinzip gar nicht zum eigenen Leben passt.
 
Volpi

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Huhu!

Mir ging es ähnlich wie Schattenseele, wobei beim Lesen die Tränen meinen Kloß im Hals übertroffen haben.
Ich könnte auch anrufen und sagen, dass ich deinen Blog gelesen habe, aber..
Die Tränen sind weg, der Kloß ist geblieben, mehr muss ich nicht sagen.

Ich weiß selbst nicht, ob ich in Zukunft zu dem stehen kann, was ich jetzt schreiben werde:
Ich würde nächstes Mal gerne mitkommen, wenn das okay wäre.

Hm, mehr weiß ich gerade nicht zu sagen. *schluck*
 
Morastbiene

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@ Völpchen: Wir sagen dir Bescheid. ;)
 
Laura

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Wie viele Listenhunde in den Tierheimen sitzen, erschreckt mich auch immer wieder. Ich gucke regelmäßig die Seiten der Tierheime hier in der Nähe durch. Es mag zwar nicht das gleiche sein, wie dorthin zu gehen, aber ich bin jedes Mal traurig, wenn ich ein Gesicht wieder erkenne. Immer noch nicht vermittelt.
Dabei sind viele dieser Listenhunde so unglaublich liebe, lebensfrohe Tiere. Während meines Praktikums beim TA kamen viele Staffs und alle waren so freundlich und offen. Wenn doch endlich die Vorurteile gegen solche Hunde niedergerissen werden könnten. Wenn man sie doch bloß nicht dreifach so hoch versteuern würde, wie andere. Wie sollen sie sonst schon ein Zuhause finden? *seufz*

Wenn ich endlich mal die Zeit finde, möchte ich auch einen Gassihund. Als Kind meinte ich immer: Wenn ich 18 bin. Tja, das war irgendwie leichter gedacht als nun in die Tat umgesetzt. Vielleicht wenn's Abi rum ist. Vielleicht auch erst in 20 Jahren. Aber irgendwann mag ich auch mal Gassigänger sein und das nicht nur mit meinem Pups. ^^
 
Pearless

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Ich habe jetzt nicht alle Kommentar gelesen, aber dein Text war sehr ergreifend... Danke dafür, dass du dieses Erlebnis mit uns teilst. :)
[VERSTECK]Ich selbst arbeitete ehrenamtlich in drei Tierheimen -bzw. habe 1-2 x in der Woche ausgeholfen, arbeiten kann man das ja nicht nennen- in unserer Umgebung und ich weiß, wie sehr es einem manchmal die Kehle zuschnürt.
Ein Fall ist mir immer am stärksten in Erinnerung geblieben: ein Aussie. Ein junger Rüde, erst 1,5 Jahre, am vorigen Tag erst im Tierheim gelandet, noch in der Quarantäne-Station des Tierheims.
Das Fell war stumpf und verfilzt, darunter konnte man erahnen, dass es wohl ein blue merle war oder sein konnte.
Eine Pfote hässlich verdreht, das eine Auge stumpf und erblindet (Achtung! Nichts für Zimperliche!->) [VERSTECK]das andere Auge ausgestochen, wie ich später erfuhr, vom "Züchter" ausgestochen, laut Erzählungen der Vorbesitzer, die das Tier aus der "Zuchtstation" retten konnten! Ich weiß nciht, ob das stimmt, Fakt ist: ein Auge fehlte.[/VERSTECK].
Ich habe mit dem armen Kerl gearbeitet, es war ein hartes Stück Arbeit, bis er mir vertraut hat, schlussendlich musste er leider eingeschläfert werden, und ich weine immernoch, wenn ich an ihn denke, auch wenn das vier Jahre her ist.
Trotzdem bin ich weiter mit anderen Hunden Gassi gegangen, habe beim Reinigen der Zwinger geholfen und habe versucht, den Tierheimen zu helfen...
Leider gehen nicht alle Geschichten gut aus, aber ich möchte weiterhin meinen Beitrag tun und versuchen, den Tieren in Tierheimen zu helfen, auch wenn ich grade eine Pause mache, da ich schulisch viel um die Ohren habe.[/VERSTECK]
Ich hoffe, dass du irgendwann einen tollen Gefährten findest. :)
LG
 
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