Vom Gefühl nicht gemocht zu sein

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Brini-smiley

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"Ey, Beatwolle, wechselst du das T-Shirt auch mal?"
"Du Opfer!"
"Halt die Fresse"

Mehr als 4 Jahre ist das nun schon her. Es hat sich viel getan seitdem. Menschen sind in mein Leben gekommen, andere sind gegangen. Ich habe wiederum andere besser kennen gelernt, andere komplett aus den Augen verloren.

Und doch ist dieses Gefühl noch gegenwärtig. Manchmal überfällt es mich, nachdem mich die vermeintliche Akzeptanz in eine dunkle Gasse gelockt hat. Dieser feine Zweifel
an mir, an dem was ich sage, an dem was ich tue. Und dann ist auch die Frage wieder da, ob ich nur gedulded bin oder tatsächlich gemocht. Ob die Leute mich wirklich liebens- oder zumindest mögenswert finden.

Ich hatte mir vorgenommen, mich unabhängiger von dem zu machen, was andere von mir denken. Ich scheitere an dieser Aufgabe immer wieder, es ist mir eben wichtig, von anderen gemocht zu werden. Manchmal bin ich mir auch sicher, dass es so ist. Dass das, was da bei mir ankommt, wirkliche Sympathie ist.
Und andere Male habe ich das Gefühl, die Menschen um mich rum tuen das alle aus einer Art Pflichtgefühl, weil man in meinem Alter einfach niemanden mehr so offensichtlich ausschließt, oder weil ihr Beruf es nicht zulässt, weil da gemeinsame Freunde sind, weil man sich täglich begegnet und so weiter.

Und ja, ich beziehe das immer noch auf meine Situation von vor 4 Jahren. Das Gefühl ist einfach das Gleiche. Ich weiß auch, im Kopf, dass es wahrscheinlich nicht so ist, wie ich mir das denke und dass es definitiv auch Dinge gibt, die man an mir mögen kann.
An manchen Tagen kann ich es nur nicht fühlen.

Vielleicht hat jemand ähnliches erlebt wie ich und kann diese Gedanken teilen.
Über Erfahrungen würde ich mich freuen,
ansonsten Danke fürs Lesen.
 
06.09.2012
#1
A

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Guest

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Knopfstern

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Ich kann das zu 100% unterzeichnen.
Mir gehts genauso.

Ich werde oft garnicht gesehen.
Laufe nur mit.Habe immer das gefühl, wenn ich was sage, das es falsch ist.
Das man mir nur aus"die is da, dann höre ich mal zu",zuhört.

Ich komme mir doof vor.
Denke immer, ich mache alles falsch.
Hab das gefühl, das ich leise und still mitlaufe und das mich niemand wirklich wahrnimmt. :(

Ich bin halt da, aber das wars dann auch.
Interessant sind andere Menschen.Aber nicht ich.
Ich laufe lieber Stumm nebenher... schon entzwischen aus Angst.
 
Daisy&Crystal

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Ich kenne das Gefühl nur zu gut.
Auch wenn ich nie wirklich beleidigt etc. wurde, wurden DInge gesagt und getan, die mir sehr zu schaffen gegeben haben und wegen denen ich eine Zeit lang echt verzweifelt war.
Diese Selbstzweifel, mit denen man sich rumschlägt, und manchmal einfach nur traurig ist.

Zur Zeit ist es aber anders, ich weiß, dass manche Leute mich so mögen, wie ich bin, und dass ich mich auf sie verlassen kann.
Ich hoffe einfach, das diese Gewissheit bleibt, und dasselbe wünsche ich dir. :)
 
blackdobermann

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Kenne es auch... nervt ziemlich... aber naja. Kopf hoch, nach vorne blicken und Frust runterschlucken. Auch wenn es manchmal im Halse stecken bleibt. Dann entziehe ich mich vielen.... . Bis es eben weitergehen kann.
 
Lümmelhase:D

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ich kenne das gefühl auch.
ich wurde zwar auch nie beleidigt oder so, ich wurde von meinen sogenannten freunden eher ignoriert.
also ich hatte privat meine freunde und mit denen lief immer alles super. leider waren sie eben alle auf einer anderen schule. in meiner klasse hatte ich auch freunde, aber meine beste freundin in dieser klasse wechselte die schule. und bei den anderen habe ich einfach nicht mehr reingepasst. sie wollten mir wohl nicht sagen "hey hau ab, wir können dich nicht mehr leiden" und so wurde ich einfach ignoriert. ich wurde auch schlecht in der schule( ok, lag wohl daran, dass ichnciht mehr gelernt hab, ich hatte halt einfach keinen bock mehr auf schule) das ging etwa zwei jahre so und ohne meine "privaten" freunde, ich weiß nciht, wie ich dann heute wäre.
dann endlich konnte ich da weg. ich bin auf eine andere schule, weil ich sonst hätte wiederholen müssen. ich hab in meiner neuen klasse viele freunde udn fühl mich auch wohl und so, aber ich bin viel misstrauischer geworden. mal fühl ich mich wohl, mal hab ich das gefühl alles falsch zu machen udn denke bei jedem kleinen schiss, oh nein, die hassen mich jetzt bestimmt alle. ich denk dann, sie lästern gerade bestimmt alle über mich und lassen mich morgen alle stehen. dann frag ich mich immer, was ich wohö wieder falsch gemacht habe. einfacher wurde es auch ncith gerade, dass am anfang vom schuljahr ein mädel mich extrem gehasst hat, weil ich mit ihrer besten freundin befreundet bin und ein paar jungs (die sie wohl cool fand) mehr mit mir zu tun hatten. die hat dann verscuht mich in der ganzen klasse unbeliebt zu machen und ich dachte schon, oh nein, jetzt fängt das schon wieder an. doch siehe da, mittlerweile kann die keiner mehr so richtig leiden, weil sie jeden anzickt und über jeden lästert. lustigerweise ist sie jetzt immer bei uns, weil sonst alle sie nicht mögen und tut bei mir voll auf nett, obwohl ich weiß, dass sie mich immer noch hasst.
auch wenn in meiner klasse jetzt alles gut läuft, bin ich immer noch misstrauisch und brauch ewig, bis ich leuten mal vertrau und hab immer wieder angst, dass alles wieder so wird,w ie es in meiner alten klasse war.
wenn ich meine privaten freunde nicht hätte, weiß nciht, aber die haben mich auf jeden fall immer wieder so aufgebaut und denen vertrau ich blind.
 
Brini-smiley

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Danke für eure Beiträge, es baut enorm auf, dass jemand das hier liest und dass es einigen von euch ähnlich geht wie mir!
 
Sofia-Lusia

Sofia-Lusia

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Mir stehen grad die Tränen in den Augen. Warum ? weil der Text genau das wiederspiegelt was ich fühle und denke.
Allerdings ist daraus das ich so denke mitlerweile eine Essstörung geworden und ja was soll ich sagen, das macht es nicht einfacher. Ich bin der Meinung das ich nicht liebenswert bin und das wenn ich so sein würde, wie ich bin ,dass ich dann ganz alleine da stehen würde. Also sag ich lieber zu allem ja und amen und lauf still schweigend hinterher. Obwohl es mich irgendwie fertig macht. Weil ich mittlerweile dem druck nicht mehr gewachsen bin. Ständig musst du aufpassen was du sagst, damit sich keiner von dir abwendet, ständig musst du aufpassen wie du dich kleidest, damit sich keiner von dir abwendet, ständig musst du das interessant finden was andere mögen, damit sich keiner abwendet. Aber das bin eigentlich nicht ich. Ich wäre gerne ich selbst aber ich kann es nicht weil ich angst hab das andere dann etwas gegen mich haben. Und ganz ehrlich ? soviele Freunde hab ich nicht. Eine wohnt in Österreich, die seh ich echt selten und die andere da frag ich mich auch warum die überhaubt noch mit mir redet. Ich bin es einfach nicht wert und dafür hasse ich mich irgendwie. Ich hätte echt gerne so ein selbstbewusstsein wie so manch andere, denen es egal ist was andere sagen. Und deshalb bin ich umso mehr froh das ich meinen Blacky ( Hund ) und meinen Twix ( Zwerghamster ) hab.
 
Brini-smiley

Brini-smiley

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Wow Sofia-Lusia,
danke, dass du das hier teilst.
Mit dem was du schreibst, dass man einen enormen Druck hat, hast du recht. Leider macht man sich diese Druck zum Teil auch selbst, ich kenne das von mir. Manchmal bin ich ich selbst und habe dann abends, wenn ich alleine im Bett liege das Gefühl, mich an diesem Tag total blamiert zu haben, zu aufgedreht gewesen zu sein, falsch rübergekommen zu sein etc.
Wie weiter oben schon geschrieben, versuche ich mich langsam von den Meinungen anderer zu lösen. Eigentlich kann ich stolz darauf sein, dass ich "mich selbst" überhaupt wieder nach außen blicken lasse und Menschen, die ich nicht so gut kenne, wieder an mich ran lassen kann. Leider vergisst man manchmal, wie große Überwindung das gekostet hat.
Ich habe wieder Dinge gefunden, die man an mir mögen kann, auch wenn ich sie manchmal verdränge. Ich habe Eigenschaften, auf die ich stolz sein kann. Das ist wie ein Mantra, man muss es sich einreden. Ich weiß, das klingt ziemlich schlau daher geredet und ich konnte mir lange auch selbst nicht glauben. Mir persönlich hat der Übergang in die Oberstufe sehr geholfen, ich war aus meiner Klasse raus, wo jeder irgendwie seine "Rolle" hatte.

Ich drücke dir die Daumen, dass du auch wieder ein besseres Bild von dir selbst bekommst und dass du dich irgendwann wieder trauen wirst, dein "ich" für einen kurzen Moment ans Licht zu lassen. Jeder hat irgendwas, das liebenswert ist, leider sehen das nicht alle Menschen, man selbst sowiese am Wenigsten...

Dein Beitrag hat mich sehr gerührt, ich wünsche dir alles erdenklich Gute!
 
S

sundrei

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Hi Brini-smiley,

das wie du dich fühlst kenne ich sehr gut. ISt bei mir schon über fünfzehn Jahre her aber dieses Gefühl nicht gemocht zu sein bzw. ignoriert zu werden, nicht so sein zu dürfen wie man wirklich ist, begleitet mich immer noch. Immer muss man überlegen was man sagt, ich habe Angst das Falsche zu sagen, beim Anderen nicht ernst genommen zu werden, oder einfach auch das Gefühl zwar in der Gruppe dabei zu sein unter sogenannten "Freunden" aber ich fühle mich nur geduldet. Das kommt bei dem einen Hobby dass ich ausübe immer noch vor. Ich mache ehrenamtlich Jugendarbeit, mit den Leuten dort verstehe ich mich zwar aber ich fühle mich oft nur geduldet. Manchmal wenn ich dann etwas falsch mache habe ich das Gefühl es wird anders empfunden und lastet schwerer als wenn jemand aus der Gruppe diesen Fehler macht. Das Gefühl ausgegrenzt zu sein, nicht anzukommen nicht in zu sein, nicht so sein können wie man einfach möchte nämlich einfach ich selbst. Ich muss mich verstellen damit andre mich akzeptieren, sonst kommt zuviel Kritik sonst "falle" ich aus dem Rahmen..

Wenn du FReunde hast, dann prüfe genau, ob es wirklich Freunde sind oder Menschen die dich mögen, von allen anderen hab ich mich getrennt (die mir und meiner PErson nicht gut tun). Wirklihe Freunde akzeptieren dich so wie du bist mit allen Deinen Stärken und Schwächen und gehen mit dir durch dick und dünn.

Aber mach Dir eines bewusst: so wie du bist bist du voll okey, und du musst dich nicht für andre verstellen, sei einfach du selbst ;-)
das hab ich aus meiner Sache gelernt. Ich habe nicht viele Freunde, aber die die ich habe sind sehr gute Freunde und halten zu mir, wenn ich auch mal nicht so gut drauf bin. Also immer Kopf hoch und nach vorne blicken. ;-) Und jemand dem es nicht gefällt dass man so ist wie man ist.. da denke ich derjenige hat dich dann auch nicht als Freundin verdient ;-)
 
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