Mein Teufelskreis und meine Liebe.

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Loscampesinos

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Ich weiß nicht ob ihr das Gefühl kennt, aber ich bin an sich ein unsicherer Mensch. Das ist natürlich keine gute Vorraussetzung Hundemami zu werden. Dennoch habe ich meine Lou adoptiert und es geschafft meine Unsicherheit fast komplett abzulegen.
Loulou ist ein sehr sensibler Hund, manchmal habe ich das Gefühl, dass sie eine perfekte Gedankenleserin ist. Oft glaube ich, dass sie schon weiß was ich denken werde, bevor ich es überhaupt gedacht habe. ;)
Das war lange Zeit ein großes Problem. Meine Unsicherheit hat sich auf Lou übertragen. Je unsicherer ich wurde, desto unsicherer wurde auch Lou. Je unsicherer Lou wurde, desto nervöser wurde ich. Je nervöser ich wurde, desto nervöser wurde Lou. Je nervöser Lou wurde, desto schlechter gelaunt war ich. Je schlechter gelaunt ich war, desto
schlechter gelaunt war auch Lou... und diese miese Laune hat sie dann an ihren Argenossen ausgelassen.
Ich bin mir sicher, Lou war ein huniges Abbild von mir. Sie war nervös, genervt und einfach nur total schlecht drauf. Kaum kam ein anderer Hund und tat etwas, das Lou ein kleeeeines bisschen blöd fand, war Remmidemmi angesagt - Lou regelte für mich.

Als ich das gemerkt hatte, wusste ich erst nicht, wie ich das ändern sollte. Wie kann man seine eigene Persönlichkeit verändern? Wie kann man von einem relativ unsicheren Menschen zu einer selbstsicheren Person werden?
Fragt mich nicht, ich weiß selbst nicht wie ich es gemacht habe, aber ich habe es geschafft. Ich bin ruhiger geworden, ausgeglichener im Umgang mit Lou, sicherer was meine Handlungen angeht. Und ja, heute ist es so, dass ICH Lou anschaue und weiß was SIE machen wird. ;)
Unsere Bindung ist extrem stark im Moment.

Doch manchmal gibt es solche Situationen, da falle ich in mein altes Muster zurück. An Tagen an denen ich nicht so gut drauf bin, irgendetwas "unerwartetes" passiert oder Lou mal ausnahmsweise alle gelernten Kommandos vergisst. ;D
Dann werde ich wieder unsicher. Ich merke es immer direkt und kann es dann kaum noch abstellen. Oft muss ich wirklich die Nacht drüber schlafen um diese Unsicherheit wieder abzulegen.

Ich merke selbst, dass ich bei Amelie wesentlich lockerer bin. Ich glaube das macht die Erfahrung. Außerdem denke ich, dass Lou und ich beide glauben den anderen in - und auswendig zu kennen. Da wird jede unerwartete Handlung erstmal ungläubig beäugt. Nicht nur das, wir finden es beide toll, wenn die Dinge so laufen wie wir es wollen und nicht nur Frauchen möchte, dass es nach ihrem Kopf geht, auch Lou mag ihre Ideen gerne in die Tat umsetzen. Vielleicht sind wir uns einfach zu ähnlich, die Familie sagt sicher nicht umsonst, dass "die Zicken wieder unterwegs sind!" ;) (Püüüüh... :lol:)

Ja, ich finde, dass ich mit und durch Lou gewachsen bin. Auch wenn ich manchmal noch "zurückfalle", bin ich ein großes Stück weit nach vorne gegangen, mit Lou an meiner Seite. Es hört sich immer so nach Klischee an, aber sie ist einfach das Beste was mir passieren konnte.
Sie hat mich emotional extrem gestäkrt und ich hoffe, dass ich ihr diese Stärke irgendwann zurückgeben kann.
 
08.09.2012
#1
A

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Guest

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Pewee

Pewee

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*lach* Ja, das kenne ich alles zu gut :) Aber eher umgekehrt. Ich war damals bei Jerry wesentlich sicherer als anfangs bei Hanna. Lag aber eher daran, dass Jerry sich von Natur aus eher an uns orientierte, wenn etwas war und nie auf die Idee kam, schwierige Fälle selbst zu lösen. Machen wir uns nix vor, er ist der geborene Rudelführer - souverän in allen Lebenslagen... außer beim TA :mrgreen:

Du machst das alle schon richtig. Wir sind eben nur Menschen und keine Hunde, die instinktiv handeln, wie es ein Hund machen würde. Wir lernen das notgedrungen, um dem Hund Schutz zu geben... wir müssen hoffen, dass sie ab und an mal Nachsehen mit uns haben *g* Zur guten Hundehaltung gehört auch dazu, dass man sich selbst einschätzen kann und weiß, woran man arbeiten muss. Ich hab nie Zweifel daran gehabt, dass du das auf die Reihe kriegst!

Knutsch deine süßen Nasen von mir :)
 
Tompina

Tompina

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Das was du da beschreibst kenne ich nur zu gut...:roll:

Meine kleine schwarze Prinzessin und ich, ja das ist auch so ein Gespann...:eusa_shhh: Lupina war (und ist) die Unsicherheit in Hundeperson und ich war (und bin) nicht gerade der geduldigste, souveränste Mensch...was mit einem winzigen Augenblick, einem Moment des totalen Einklangs und Verständnisses begann, war ganz sicher nicht immer so einfach, wie es hätte sein können. Pina und ich - das war Lieba auf den ersten Blick, aber so sehr wir beide auch harmonieren, so sehr standen (und stehen) wir uns auch gerne mal gegenseitig im Weg rum...

Ich mag fremde Menschen (vorallem viele auf einem Haufen) nicht besonders gerne, Pina hasst fremde Menschen...Kleine Kinder sind in meinem Augen ganz sicher niedlich (von Weitem), Pina hasst kleine Kinder...und so könnte ich die Kette fortsetzen. Und bei vielen Dingen wüsste ich nicht mal wer von uns beiden damit angefangen hat...:roll:

Angefangen habe ich mit einem schreienden, unter sich pinkelnden Bündel Hund, welches entweder weglaufen oder beißen wollte, kam ihm etwas zu nahe...inzwischen bin ich bei einer meist recht frechen, durchaus selbstbewussten kleinen schwarzen Hundedame angekommen und das auch sicher nur, weil ich mich verändert habe. Weil ich entspannter geworden bin, ruhiger, gelassener, geduldiger - nicht immer, aber meistens. ;)

Gut, bei mir hat Tom sicher auch seinen Teil dazu beigetragen. Mein spanischer Clown, der eh alle "Gesetze der Hundeerziehung" mit einem Blick aus seinen bernsteinfarbenen Augen aushebelt, der im Moment lebt, der jeden Tag genießt, nie schlechte Laune hat und für Pina der "große Bruder" und für mich "der Mann an meiner Seite" (Gott wie pathetisch...:mrgreen:) ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: keiner von uns ist perfekt auf diese Welt gefallen, aber jeder von uns kann dazu lernen! Und wenn einem dabei so wundervolle Geschöpfe wie Hunde helfen können, umso besser, oder?
 
Loscampesinos

Loscampesinos

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Danke ihr beiden für eure lieben Worte. :) Oft fühlt man sich so "alleine" damit.

Ich mag fremde Menschen (vorallem viele auf einem Haufen) nicht besonders gerne, Pina hasst fremde Menschen...Kleine Kinder sind in meinem Augen ganz sicher niedlich (von Weitem), Pina hasst kleine Kinder...und so könnte ich die Kette fortsetzen. Und bei vielen Dingen wüsste ich nicht mal wer von uns beiden damit angefangen hat...:roll:
Öööhm... das würde ich genauso unterschreiben... :roll:
 
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