Auf einmal warst Du da...

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SiebenZwerge

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Auf einmal warst du da, einfach so, und hast meine Welt verändert. Liebe auf den ersten Blick.

Ängstlich zitternd bist du auf dem Baum gehockt, weil Lea dich dort raufjagte.
Ein ängstlich zitterndes kleines Bündel voll Katze, die sich am liebsten in Luft auflösen wollte.
Eine halbe Stunde bist du so dagesessen, bis ich es nicht mehr aushielt und mir eine Leiter suchte und dich vom Baum holte. Ganz dünn, ja abgemagert warst du, schlechtes, verfilztes Fell, nur noch ein Schatten deiner Selbst.

Eine Stunde bin ich mit dir auf der Terasse gesessen, hab dich gestreichelt, bekuschelt, dich lieb gehabt. Dir was zu fressen und zu trinken gegeben. Dann wolltest du wieder gehen. Okay. Ich hoffte dass du wiederkommst.

Als ich dann Stunden später aus dem
Fenster sah, warst du da. Zusammengekauert auf dem Gartenstuhl, hast geschlafen. Doch es war kalt da draußen, zu kalt. Ich holte dir ein paar Decken und legte sie wie ein Nest um dich herum. Du hast einfach weitergeschlafen.

Am nächsten Morgen warst du immer noch da, als hättest du dich keinen Millimeter bewegt. Ich hab dich wieder gestreichelt, dir zu fressen und trinken gegeben, du warst doch so dünn. Dann bist du wieder losgezogen, doch keine Stunde später warst du wieder im Garten, hast die Kaninchen beobachtet. Ich hab immer wieder nach dir gesehen, du warst immer irgendwie da. Entweder im Gartenstuhl, bei den Kaninchen oder sonstwo im Garten.

Ich dachte mir, dass du schon irgendwann wieder weiterziehen wirst, obwohl ich hoffte, das du bleibst. Ich mochte Katzen bis zu dem Zeitpunkt doch nicht mal, versuchte ich mir einzureden. Doch du hast mein Herz erobert.

Ein paar Tage ging das so, bis ich beschloss, dich ins Haus zu lassen - wenigstens über Nacht, es war doch kalt da draußen.
Du hast stolz dein neues Reich erobert, so als wäre es das natürlichste auf der Welt.
Abends auf der Couch vor dem Fernseher hast du dich an mich gekuschelt, geschnurrt wie ein Weltmeister. So als würdest du mich schon ewig kennen, mir Vertrauen.
Ich bin mit dir im Arm eingeschlafen, mit dir im Arm aufgewacht. So als wäre es schon immer so gewesen.

Von da an warst du fast immer im Haus, nur noch ab und zu wolltest du raus.

Die einzigste Hürde war aber die Rückkehr meiner Eltern aus dem Urlaub. Sie wussten von dir, wussten das du im Haus bist, waren aber noch nicht so begeistert.
Doch es lief besser als gedacht, ich begrüßte sie mit dir auf dem Arm, sagte du heißt jetzt Annie und wohnst ab jetzt hier. Ich würde mich allein um dich kümmern, auch finanziell.
Und dann sagten sie ja, ja sie kann bleiben. Ab da war alles gut. Die Welt war in Ordnung. Für dich und für mich.

Ich päppelte dich weiter, du nahmst zu und bekamst besseres Fell. Hast die Herzen von allen erobert, auch wenn sie es nicht zugeben wollen.

Siebter April 2012, ein Tag der mein Leben veränderte.
Ich liebe dich kleine Zaubermaus. Damals. Jetzt. Für Immer.
 
17.11.2012
#1
A

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Guest

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Levana Rya

Levana Rya

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So schreibt nur ein echter Katzenliebhaber. Wunderschön:)
 
SiebenZwerge

SiebenZwerge

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Danke :uups:
 
fiete10

fiete10

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Toll! Eine Wirklich schöne geschichte!
 
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Auf einmal warst Du da...