Ich war nie eine Kämpferin, aber für meinen Traum hat es sich gelohnt

Diskutiere Ich war nie eine Kämpferin, aber für meinen Traum hat es sich gelohnt im Tagebücher Forum im Bereich User Ecke; Mein Traum war immer, ein eigenes Pferd, erfolgreich Turniere reiten und durchs Gelände fetzen. Meine Eltern haben mir das reiten immer verboten...
KaninHorse-Freak

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Mein Traum war immer, ein eigenes Pferd, erfolgreich Turniere reiten und durchs Gelände fetzen.
Meine Eltern haben mir das reiten immer verboten, sie sagten das ist zu gefährlich und zu teuer.
Ab und zu durfte ich auf dem Pferd meiner Tante geführt werden mehr aber nicht. Irgendwann ist meine Tante mit mir zu einem anderen Hof gefahren, dort hat sie mich auf "Floh" gesetzt. Ein kleines weißes Shetty. Er stand mit 3 anderen Pferden in einem Offenstall. Ich durfte mit ihm alles machen, sogar über Cavalettis reiten. Leider stand er extrem weit weg und ich war nicht oft da :/ Ich bin dann immer heimlich mit meiner Tante in den Stall, durfte dort ihren Wallach "reiten" (ein 6jähriges Mädchen auf einem 1.80 WB :D) iregdnwann stand ein Shetty am Hof. Die Besitzer haben mich gefragt ob ich "Kracher" putzen will und ich hab natürlich ja gesagt. Beim putzen hat die Besitzerin einfach zu mir gemeint ich darf ihn immer reiten wann ich will. Er war wie mein eigenes Pony, ich hab sooo viel mit ihm gemacht, es war einfach traumhaft. Auch wenn ich daheim immer Ärger bekam. Meine Eltern wussten ja nichts davon. Meiner Mutter hab ich es dann erzählt und sie fand es in ordnung da es ja kostenlos war.
An den schönsten Tag erinner ich mich heute noch als währ es gestern gewesen.
St. martin. Ich drufte bei dem St. Martin mitlaufen, vor der Absperrung und durfte nach dem Marsch die ganze Zeit auf seinem Pferd "Prinz" sitzen. Der dicke Haffi war soo gutmütig, ich saß drauf ohne dass
jemand aufgepasst hat und es war einfach traumhaft mal zu spüren wie es ist wenn man ein Pferd anvertraut bekommt. (Bei Kracher hat meine Tante ja immer aufgepasst)
Danach durfte ich Kracher noch reiten und bin das erste mal Galoppiert <3
Irgendwann kam ich und er war weg. einfach weg. Verkauft... meine Welt brach zusammen.
Ein Jahr lang bin ich nicht mehr geritten, Unterricht durfte ich nicht nehmen und das Pferd meiner Tante ging lahm.
Dann gewann ich 4 Reitstunden. Wir sind jede Woche 1Stunde da hin gefahren weil ich daheim so lange geheult habe bis meine Eltern ja gesagt haben.
Da bekam ich endlich die Erlaubnis einmal in der Woche zu reiten. Aber der Hof war zu weit weg, der andere Hof war voll, wieder der andere Hof war zu teuer. Irgendwann erfuhren wir, dass in der Nachbarschafft jemand auf einem Privatpferd Unterricht gibt. "Grey Wonder" war ein Junges, nicht gut ausgebildetes Pferd, welches auch noch biss und trat. Aber ich bin jede Woche 15 minuten auf ihm geritten. Nur Schritt&Trab und nur an der Longe, aber besser wie nichts. Aber ich wollte mehr lernen.
Zum Glück hat die Tocher eines Bekannten meines Vaters einen Stall aufgemacht. Hingefahren, gefragt, termin gemacht.
Als ich das erste mal auf "Milbo" saß klappte erstmal gar nichts :D aber mir wurde alles genau erklärt und ich lernte immer mehr. 3 jahre hatte ich unterricht bei meiner RL, danach bei ihrer Tochter.
Ich bin erst Milbo geritten, irgendwann Divina, dann durfte ich auf Nasty bis ich schließlich die Ehre bekam das Turnierpferd "Rubin" zu reiten. Ich hab immer mehr gelernt, den richtiges Sitz, das Lenken, alles.
Als wir dann noch in den Nachbarort zogen, kam ich öfter. Einfach so um bei den Pferden zu sein. Aus zwei Tagen wurden drei tage aus drei Tagen wurden vier Tage und irgendwann war ich jeden Tag da. Ich durfte mit den Jungpferden arbeiten, die Turnierpferde reiten, ich hab dort gewohnt. Ich wusste alles.
Ich hab mich immer wieder um "Romeo" einen 4 Jährigen Wallach gekümmert. Als mir dann eine RB an ihm angeboten wurde, konnte ich mein Glück kaum fassen. Aber wieder war mein Vater dagegen. Er fand es zu teuer und dass ich zu viel da bin. Aber meine RL hat mich total unterstütz und ihn überredet.
Die Zeit mit Romeo war wunderbar <3 er war einfach ein Traum. Aber irgendwann der Schock, Sprunggelenck dick. Beim Röntgen kam raus, überall Absplitterungen, Romeo nur noch bedingt reitbar. Ok, dachte ich mir, reite ich halt nur einmal die Woche gradeaus. Aber nichts da, die Besitzerin hat ihn weggeholt. Es geht ihm gut, ich besuche ihn immer, aber ich vermisse ihn. :(
Als "Ersatz" bekam ich Rubin. Ich mochte ihn nicht, ich wollte einfach meinen Romeo wieder.
Naja, ich hab mich erst mit ihm abgefunden. Aber mittlerweile liebe ich ihn. Ich hab noch nie ein Pferd so geliebt wie ihn.
Wenn man drei mal die Woche Unterricht auf einem M-Dressurpferd hat, bringt einem das echt enorm viel. Ich drufte auch alles mit ihm, Gelände (einmal fetzen *_*), ohne alles reiten (auch im Gelände nur mit Halfter) und Springen! Ich habe springen schon immer geliebt und mit ihm durfte ich Springunterricht bei einem total erfolgreichem Trainer nehmen.
Ich bin oft geflogen, ich bin auch richtig über geflogen. Krankenhaus, am nächsten Tag wieder drauf. Irgendwann hat es einfach geklappt.
Wir sind WBO Turniere gegangen, haben die Richter umgerannt und am Hofturnier auch Schlefchen gesammelt. Ein Jahr bin ich ihn geritten und dieses jahr war genial. Aber er hat immer mehr abgebaut, er ist alt und ich wollte nicht dass er nur wegen mir so viel machen muss.
Wieder hat mir meine RL geholfen. Ein Bekannter von ihr hatte ein Pferd mit dem er ncihts anfangen kann. Einen 12 jährigen Trakehner. Fast roh, bösartig und unberechenbar sagen manche, der Besi selbst sagt er ist dominant.
Hingefahren, angeguckt, verliebt, Papa gefragt, mit hilfe meiner RL überredet, abgeholt :)
jetz habe ich mein "eigenes" Traumpferd, welches och mit hilfe meiner RL selbst ausbilde (obwohl er für fast Roh sehr viel kann)
bekomme mind. 4 mal die Woche Unterricht, manchmal auch 6 mal die Woche und bin einfach nur glücklich :)
Ostern mache ich mein Reitabzeichen und dann kann es richtig losgehen. :)
Ich habe 12 Jahre gekämpft. Seit ich 4 bin wollte ich reiten, ich hab viel Ärger bekommen, bin oft geflogen (15! mal) war oft im Krankenhaus, bin jetzt etwas kaputt, aber!
Ich hab es geschafft. Ich bin fast am Ziel und ich bin einfach mega glücklich, dass ich weitergekämpft habe und nicht aufgegeben habe. dran gedacht habe ich oft genug.
Man kann also auch ohne Geld und Eltern erfolgreich sein, man muss nur Glück haben, eine super RL und nie aufgeben :)
So, wer das gelesen hat kriegt nen imaginären Keks :D
 
10.12.2013
#1
A

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Guest

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Maische

Maische

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*keks ess*

Find ich super, dass du deinen Traum leben darfst :)
 
KaninHorse-Freak

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Danke :)
es ist einfach genial. Wenn ich mir überlege, dass ich anfangs garnicht reiten durfte und jetzt ein Pferd habe :3 hat "nur" 12 Jahre gedauert :D
 
Filimamo

Filimamo

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Danke für den keks :mrgreen:

Voll süss deine Geschichte. Ich kann dir nachfühlen, nur konnte ich allergiebedingt eine zeit lang nicht reiten..
Ich gönns dir total :)
 
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