...und wieder bin ich nicht wichtig?!

Diskutiere ...und wieder bin ich nicht wichtig?! im Tagebücher Forum im Bereich User Ecke; Ich muss mich irgendwo mal aufregen und, da ihr das netteste Forum seid, dass ich kenne, mache ich es hier. Es geht um meine "beste Freundin"...
Keisuke

Keisuke

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Ich muss mich irgendwo mal aufregen und, da ihr das netteste Forum seid, dass ich kenne, mache ich es hier.

Es geht um meine "beste Freundin".
Gaaaar... ich bin irgendwie ein Mensch, der keine Freunde haben kann. Meine allererste "beste Freundin" in Kindertagen zog weg und wir hatten keinen Kontakt.
In der Grundschule? Tolle beste Freundin, die in Gegenwart anderer über mich lacht.
5-8 Klasse? Tolle beste Freundin, die Geheimisse ausplaudert und darüber lacht, die mich ärgert, die nicht sieht, dass ich am Abgrund stehe - Ja danke!

Seitdem hatte ich keine "beste Freundin" mehr, nur Leute, mit denen ich mich verstand, mal etwas unternahm, aber niemanden
mit dem ich über echte Probleme reden konnte.

Ende der 12ten Klasse entwickelte sich eine neue Freundschaft und ich dachte:
Endlich bin ich Jemandem so wichtig, wie er mir wichtig ist.
Fast jeden Tag waren wir zusammen und konnten reden...

Seit über vier Monaten meldet sie sich nicht.
Warum ich mich nicht melde?
Sie war fort ein "Selbstfindungsurlaub" und da sagte ich: Melde dich, wenn du wieder da bist!
Ich wollte ihr Zeit geben, wenn sie zurückkommt. Vielleicht wollte sie ihr Leben neu sortieren und brauchte Freiraum?
Wenn ja, will sie ein Leben ohne mich.

Es tut so weh. Ich höre von Bekannten (die sie auch kennen) welche "Geheimisse" sie ihnen erzählt. Scheinbar öffnet sie jedem ihr Herz.
Ich höre, dass sie mit demunddem jetzt wieder so viel macht und wie glücklich und zufrieden sie ist.

Jetzt sitze ich hier und es tut einfach weh, fast wie Liebeskummer. Vielleicht kennt das jemand?

Ich denke mal wieder über meine Theorie nach: In Freundschaften gibt es oft ein ungleichgewicht. Ich mag jemanden mehr, als er mich mag. Ich brauche ihn mehr, als er mich braucht. Scheinbar bin ich (mal wieder!) nicht so wichtig.

Vielleicht ist es egoistisch und stark auf mich bezogen, aber ist es so schwer, einen Freund haben zu wollen, der ab und zu fragt, wie es mir geht? Der nicht nur von seinen Problemen redet?

Ich habe bisher so vielen Menschen mit ihren Problemen geholfen, nicht nur bei kleinen Streitigkeiten, auch bei Krankheiten und Depressionen (auch ihr...).
Und für mich? Da ist niemand da. Da ist sie niemals da. Es scheint sie nichtmal zu stören, dass wir keinen Kontakt haben - sie scheint es nichtmal zu bemerken?!

Tut mir leid, mich hier wie ein kleines, egoistisches Kind aufzuführen - das musste einfach einmal raus und mir geht es nun hoffentlich besser.

Ich bin nun scheinbar ein Mensch, mit dem man es nicht lange aushalten kann.
Das tut mir leid.

Hochachtungsvoll,
Keisuke.
 
24.04.2014
#1
A

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Guest

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seven

seven

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:056:
Ich kenn´ Dich ja nun wirklich nicht, aber so, wie ich Dich im Forum lese, kommst Du sehr hilfsbereit und sympathisch rüber...
Wie es in Deinem RealLife aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen - aber ich war in einer ähnlichen Situation - ich hatte eine Grundschulfreundin, die mich fallen ließ, als sie erfuhr, dass ich auf ein anderes Gymnasium gehen würde als sie. Letztendlich sind wir dann doch aufs gleiche Gym gegangen - aber sie wollte nicht mehr wirklich was von mir wissen....
Joar, und dann dümpelten so einige lockere Freundschaften vor sich hin, lösten sich wieder auf... wirklich wichtig scheine ich auch für niemanden gewesen zu sein...
Erst in der Oberstufe kam dann eine neue Schülerin in unsere Stufe, mit der ich mich angefreundet habe - zwei "Außenseiter" hatten sich gefunden.
Diese Freundschaft hält bis heute - also über 20 Jahre - auch wenn wir uns nur selten sehen und nur alle paar Wochen mal telefonieren...

Ich denke, dass es in Freundschaften oft so ist, dass der eine oder die andere eine(n) mal mehr oder mal weniger braucht. Aber das sollte - zumindest auf lange Sicht - doch irgendwie halbwegs ausgewogen sein, bzw., wenn eine(r) mal deutlich mehr gibt (was ja absolut ok ist), dass dann von der anderen Seite zumindest sowas wie ein kleines "Danke" kommt....

Ich hab´ da leider auch gerade keinen Rat für Dich :(
Aber ich wünsche Dir ganz viel Kraft, und dass Du doch noch eine Freundin / einen Freund findest, der /die auch mal für Dich da ist!

Alles Liebe,
seven
 
Tompina

Tompina

Moderator
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Irgendwie finde ich mich in deinen Worten ziemlich deutlich wieder...auch wenn es nicht hilft, du bist nicht alleine mit diesem "Problem"....

Meine wirklich allerbeste Freundin von der ersten Klasse an bis zum Abi hat mich auch einfach "abserviert" nachdem sich unsere Wege trennten, als wir studieren bzw. in die Ausbildung gingen. Ich habe noch mehrere Jahre versucht durch Anrufe, Briefe, E-mails den Kontakt aufrecht zu erhalten, weil es um in deinen Worten zu sprechen so schlimm war wie Liebeskummer und sie mir einfach unheimlich gefehlt hat. Aber sie hat nie geantwortet, ihre Mailadresse geändert, mir ihre neue Wohnadresse nach dem Umzug nicht mehr mitgeteilt und meine Anrufe weggedrückt...also habe ich schließlich aufgegeben, obwohl ich bis heute nicht weiß, was eigentlich falsch gelaufen ist, da wir wirklich wie Pech und Schwefel waren und es nichts gab worüber wir nicht sprechen konnten - dachte ich zumindest.

Jetzt mit etwas Abstand kann ich nur vermuten, dass wir doch einfach zu unterschiedlich waren in dem was wir uns für die Zukunft vorgestellt haben, in unserer Art das Leben anzugehen und in unseren Plänen und Träumen. Ich bin kein einfacher Mensch, das weiß ich, aber das war im Prinzip nie ein Problem für sie. Durch das Studium und den Wohnortwechsel, den räumlichen Abstand und alles, hat sie dann aber wohl gemerkt, dass ich nicht zu ihr passe...das Einzige, was ich ihr allerdings bis heute übel nehme ist aber eigentlich nur die Tatsache, dass sie nicht den Mut gefunden hat, es mir einfach zu sagen und eben richtig "Schluss zu machen", anstatt mich einfach wegzuignorieren.

Einen Rat habe ich in diesem Sinne also leider auch nicht für dich, aber ich kann dir sagen "Gib die Hoffnung nicht auf!"!
Ich habe während der Ausbildung auch eine neue beste Freundin gefunden und sie ist es heute noch und wird es auch noch lange sein!
Und erstaunlich aber wahr, ich habe dazu auch noch einen besten Freund gefunden. Diese beiden Menschen sind mir immens wichtig und ich bin es ihnen.

Vielleicht können Schulzeitfreundschaften einfach in der Regel - Ausnahmen gibt es ja bei jeder Regel ;) - nicht halten!?
Vielleicht ist der Schritt "raus ins Leben" dann doch ein zu großer um ihn mit dem Menschen zu gehen, der quasi die personifizierte Vergangenheit ist...!?
Ich weiß es nicht...
 
Keisuke

Keisuke

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Wow. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier Jemand liest, geschweige denn, dass jemand so lieb antwortet. Danke dafür.

Ja, um die "alten" Schulfreunde aus der Grundschulzeit trauere ich kaum nach. Man entwickelt sich weiter und dann passt es nunmal nicht, das ist mir klar.
Die Freundin auf dem Gymnasium (so 5-8 Klasse) hat mir dann richtig weh getan: Das klingt übertrieben, aber wenn man die Geheimnisse, tiefesten Probleme und Ängste einfach so weiterplaudert - autsch. Ich hab's sogar nur zufällig durch dritte erfahren, die mir das erzählten, weil sie es auch für mehr als doof fanden.

Ich denke übrigens auch, dass ich ein schwieriger Mensch bin ;D Wahrscheinlich liegt's daran, dass ich nirgends "hineinpasse", vlt. kennt ihr das.
Man gehört nicht zu den "coolen", aber auch nicht zu den "obernerds". Irgendwie und irgendwo dazwischen sitze ich und mache nunmal nichts mit, worauf ich keine Lust habe, nur um dabei zu sein. Ich mag keine großen Partytouren und Shoppingstripps, ich lese gerne Mangas und spiele gerne Videospiele, aber auch nicht so, dass ich das als mein Lebensinhalt und größtes Hobby bezeichne.

Das "Lustigste" an der "letzten besten Freundin" ist, dass wir erst nach der Schulzeit richtig viel miteinander unternommen haben und ich durch sie meinen Freund kennen gelernt hab (und wow, er hält es fast 2 Jahre mit mir aus. :clap:). Ich denke einfach, ich sollte ihr nicht hinterherlaufen, das mag ich nicht, das tut nur noch mehr weh. Also, wie immer: Durchatmen, nach vorne sehen und weitermachen.

Ich danke euch vielmals für eure aufmunterenden Worte und gebe sie gern zurück. :)
 
PüPP

PüPP

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Hi,
ich hab zufällig deinen Blogeintrag gelesen und würde gerne was dazu schreiben. Natürlich kenne ich deine Freundin nicht aber irgendwie kam mir folgender Gedanke:

Du hast geschrieben, dass sie in einem "Selbstfindungsurlaub" war, das heißt also, dass sie vorher ziemliche Probleme hatte. Diese Probleme hat sie mit dir geteilt und ihr habt sie wahrscheinlich durchgewälzt. Du hast ihr geholfen und warst ein großer Halt für sie. Dann hat sie beschlossen, diesen Urlaub zu machen, das bedeutet ja, dass sie etwas an ihrer Situation ändern wollte.
Deshalb kann es vermutlich sein, dass sie erstmal Abstand zu all den "alten Dingen" halten will, um nicht wieder in die alten Verhaltensweisen zurückzufallen. Dies bedeutet leider auch Abstand zu dir, denn mit dir hat sie ja diese Probleme geteilt. Ich denke nicht, dass es an dir persönlich liegt, sondern an dem Umstand "nicht erinnert zu werden". Verstehst du wie ich das meine?
Sie braucht wahrscheinlich mehr Zeit um darüber hinweg zu kommen und wird dann sicherlich auf dich zu kommen. Lass ihr Zeit und nimms nicht zu persönlich. Vielleicht braucht ihr auch eine andere Basis der Freundschaft. Und zwar die spaßige Basis. Wahrscheinlich habt ihr oft über Geheimnisse, ernste und problematische Themen gesprochen. Nun ist es vielleicht an der Zeit, etwas schönes zu unternehmen, ohne Probleme etc. Vielleicht mal auf ein Konzert, Vergnügungspark etc.? Lad sie doch einfach mal zu sowas ein, vielleicht freut sie sich ja. Denn so merkt deine Freundin auch, dass du für Spaß zu haben bist und nicht nur um Probleme zu wälzen.

Wie gesagt sind das meine Gedanken, somit auch Vermutungen, da ich euch ja nicht persönlich kenne.
Dir alles Gute und lass dich nicht runterziehen :)
 
Keisuke

Keisuke

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Ja, der Gedanke kam mir auch mehr als einmal, weshalb ich mich ja auch nicht direkt bei ihr melde. Ich will ihr ja gern jede Freiheit geben, die sie für richtig hält.

Wir waren oft zusammen unterwegs, auch in Freizeitparks usw. also nur über Probleme geredet, haben wir auch nicht.
Es ist auch die spaßige Zeit, die mir fehlt, an die ich mich aber auch sehr gerne zurückerinnere.

Gut, sie braucht vielleicht Abstand, okay. Aber wieso nur zu mir? Denn von gemeinsamen Freunden höre ich, wie gut es ihr geht, dass sie mit denen was unternimmt usw. Zu denen hat sie also keinen Kontakt abgebrochen.

Vielleicht reagiere ich auch über. Vielleicht bemerkt sie einfach nicht, dass wir lange keinen Kontakt mehr hatten. Vielleicht will sie nun neue Freunde. Und vielleicht sollte ich das genauso machen.

Ich danke auch dir für deinen Post :)
 
PüPP

PüPP

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Hmm, ja, dass ist echt nicht schön von ihr. Aber woran es nun konrekt liegt, dass sie scheinbar nur mit dir keinen Kontakt mehr haben will, weiß nur sie. Ich denke du solltest dir den Kopf nicht zu sehr zerbrechen, ist zwar leichter gesagt als getan, aber das bringt dir ja auch nichts, außer blöde Gedanken.
Vielleicht kannst du sie irgendwann mal in Ruhe darauf ansprechen und so erfahren, woran es nun genau liegt/lag und es aus der Welt schaffen. Meistens ist es doch so, dass sich Menschen dann melden, wenn man es am wenigsten erwartet. Deshalb lass es ruhen, irgendwann bekommst du die Gelegenheit, das zu klären.

Neue Freunde kennenlernen ist eine gute Idee. Das ist das Beste, was du jetzt machen kannst. Viel Glück :)
 
K

Kiwi

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Ich spare mir mal die langen Worte, weil schon so viel gesagt wurde.
Aber ich kenne das auch mit falschen Freunden.. Das macht einen misstrauisch und man weiß nicht, wem man vertrauen kann..

Ich sag es mal so: wenn du wen zum Reden oder Auskotzen brauchst, darfst du mich gern mal anschreiben :)
 
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