Kater terrorisiert uns jeden Morgen

S

Snart

20.12.2018
4
Hallo ! Ich hoffe mir kann hier jemand helfen. Unser kleiner Kater (5 Monate) schreit nun seit etwa 2 Wochen jeden Morgen um Punkt 6-7 ununterbrochen und penetrant. Wir haben erst vermutet , dass es am Futter liegt , da wir ihn von Anfang an um diese Uhrzeit gefüttert
haben , jedoch hat er vorher nie am Wochenende oder so bereits so früh rumgeschrien, bis vor ungefähr zwei Wochen. Wir können also nie wirklich ausschlafen. Ignorieren bringt leider nichts , da er nicht aufhört, außerdem ist man bei dem Lärm sowieso bereits hellwach. Wir geben ihm also Futter, er hört allerdings immer noch nicht auf. Frisches Wasser hat er übrigens auch durchgehend da stehen. Dann habe ich angefangen das Katzenklo direkt danach sauber zu machen , in der Hoffnung das es vielleicht einfach nur daran liegt, vergeblich, der Kater gibt immer noch keine Ruhe. Das schreien wird zwar weniger und es wird zu einem kurzen miauen zwischendurch, aber es nervt trotzdem um die frühe Uhrzeit. Was könnte der Kater noch wollen? Ist ihm eventuell langweilig ? Wie kann ich ihm beibringen das er nicht rumschreien soll so früh morgens ?

Vielen Dank im Voraus!
 
20.12.2018
#1
A

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Guest

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Keisuke

Keisuke

22.08.2013
699
Hey,

Ist der Kater denn kastriert? Lebt er allein bei euch? Wie alt war er, als er einzog?
Wie viel beschäftigt ihr euch mit ihm am Tag? Was macht ihr so?

Können gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen werden? Schreit er sonst noch irgendwann? Ist er generell anders als früher - gereizter, aufgedrehter, lässt sich weniger anfassen oder so?

LG
 
S

Snart

20.12.2018
4
Nein der Kater ist nicht kastriert, wir haben auch nicht vor ihn zu kastrieren. Er lebt alleine mit uns in unserer Wohnung , er ist also eine reine Wohnungskatze, kennt es auch nicht anders. Als er bei uns einzog war er etwa 12 Monate alt , also auf jeden Fall alt genug um von der Mutter getrennt zu werden , anfangs gab es auch keine Komplikationen. Als wir ihn zu uns geholt haben , haben mein Freund und ich uns beide 2 Wochen Urlaub genommen , damit der Kater sich an die Umgebung gewöhnen kann und nicht sofort alleine gelassen wird. Nach diesen zwei Wochen war er dann von 7/8 bis ca 15/16 Uhr alleine, auch da gab es keine Komplikationen, er war es gewohnt in den Stunden alleine zu sein und sobald einer von uns wieder zuhause war haben wir uns natürlich mit ihm beschäftigt, sprich mit ihm gekuschelt und gespielt. Jetzt arbeite ich seit etwa 3 Wochen nicht mehr , also bin ich den ganzen Tag zuhause und der Kater hat somit auch den ganzen Tag Aufmerksamkeit, wobei man sagen muss das er die meiste Zeit über sowieso schläft. Wenn er kuscheln möchte kommt er von alleine , das ist eben sein Charakter wie wir rausgefunden haben. Wenn man ihn jetzt einfach so nehmen würde und ihn auf den Schoß setzen würde , dann bleibt er meistens nicht lange und haut dann ab, das ist normal bei ihm. Er spielt auch oft alleine und weiß sich auch selber zu beschäftigen. Gesundheitliche Probleme können ausgeschlossen werden , sein Verhalten hat sich eigentlich auch kaum geändert , außer das er mit der Zeit halt etwas ruhiger wurde tagsüber aber ich denke mal das liegt daran das er jetzt etwas älter wird und nicht mehr so extrem verspielt wie zu Anfang ist. Also an sich hat sich überhaupt nichts verändert , nur das er morgens jetzt immer so rumschreit.
 
Keisuke

Keisuke

22.08.2013
699
Hey,

der Kater sollte trotzdem kastriert werden.

Unkastrierte Katzen sind oft eher "reizbarer", manchmal auch aggressiver. Außerdem fangen viele Kater früher oder später an, Dinge zu markieren - und das stinkt.

Dass er in Einzelhaltung ist, beschreibt dieses Problem sehr gut. Ihm ist einfach langweilig.

Ihr schlaft. Katzen sind dämmerungs- und nachaktiv, also 6-7 Uhr ist eine perfekte Spielzeit für euren Kater. Ihr seid der einzige soziale Kontakt, die einzige Möglichkeit zu spielen - also werdet ihr eben genervt.

Ihr tut ihm mit der Einzelhaltung so absolut gar keinen Gefallen und solltet über eine Zweitkatze wirklich nachdenken.

Der Kater hat nur euch als Bezugspunkt - ihr könnt aber nicht das bieten, was eine andere Katze bieten kann. Ihr könnt nicht nach Kater-Art mit ihm raufen, nicht mit ihm "kätzisch" reden, ihn nicht putzen oder dergleichen. Das kann nur ein Katerkumpel.

Stell dir mal vor, du lebst in einem Haus mit zwei Katzen, aber keinem Menschen. Du bist nicht so wirklich allein, du hast ja die Katzen, aber irgendwie fehlt dir ja doch der Kontakt zu Menschen. Und genau so geht es deinem Kater gerade.

Mögliche Folgen von Einzelhaltung sind u.a. Verhaltensauffälligkeiten, z.B. Aggresivität, Niedergeschlagenheit, Unsauberkeit, ....:confused: und naja - nerven in der Nacht.

Hier nochmal was sehr schönes zum Lesen für dich:
Einzelhaltung von Katzen: Mögliche Folgen (katzen-fieber.de)
Katzen Einzelhaltung: 5 Irrtümer (zooroyal)
Warum keine Einzelhaltung? (feline-senses.de)
Ein, zwei oder mehr Katzen? (.petsnature.de)

Ich würde den Kater also baldmöglich kastrieren lassen und schon mal mit der Suche nach einem geeigneten Zweitkater beginnen - gut sozialisiert, ähnliches Alter, ähnlicher Charakter ;)
 
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S

Snart

20.12.2018
4
Ja wir haben auch schon überlegt uns einen zweiten Kater anzuschaffen, weil wir natürlich auch wissen das ihm auf Dauer langweilig wird wenn er alleine ist.
Das man den Kater kastrieren muss kann ich ehrlichgesagt nicht bestätigen , da ich bei meinen Eltern auch 2 Kater hatte und nur einer davon war kastriert. Der unkastrierte Kater hatte auch nie Probleme gemacht. Den anderen mussten wir kastrieren weil die sich sonst immer gezankt hätten wie das nun mal so ist wenn der eine zuerst da war.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.146
Grad bei Katern ist die Kastration kein großer Eingriff und kostet auch kein Vermögen - ich kann euch auch nur ans Herz legen, ihn kastrieren zu lassen. Euch und ihm zuliebe. Stell Dir vor er entwischt euch aus der Wohnung (kommt vor, schneller als man denkt! Stichwort Handwerker oder so...), und da ist grad eine rollige Katze unterwegs - der kennt dann kein Halten mehr! Und ja, er sollte dann auch ausgeglichener sein.

Zum Thema Spielgefährte kann ich mich (wie immer) Keisuke nur vollinhaltlich anschließen. Also erst kastrieren lassen, dann noch einen Monat warten, und dann darf der (bereits kastrierte) Spielgefährte einziehen :)

Was das Nerven ansich angeht: da hilft wirklich nur Konsequenz. Ganz egal ob ihr durch den Lärm eh schon wach seid oder nicht. Buchstäblich Augen zu (also schlafend stellen) und ausharren. Katzen haben einen verdammt langen Atem wenn sie was durchsetzen möchten - eurer muß dann einfach noch länger sein. Und das ohne Ausnahme. Und ja, ich weiß daß das extrem schwer und nervenaufreibend ist.
 
S

Simpat

Moderator
06.03.2010
7.412
Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum :)

So ganz blicke ich beim Alter noch nicht durch, am Anfang schreibst du etwas von 5 Monaten und dann im Post#3 - steht etwas von 12 Monaten - ich denke mal du wolltest 12 Wochen schreiben.

Aber egal ob er jetzt noch ein Kitten ist oder schon ein Jungkater, Einzelhaltung in dem Alter, geht auf keinen Fall, dass ist gerade bei Wohnungshaltung ein absolutes No Go. Da zitiere ich mich dann mal selbst:

Kitten entdecken gemeinsam die Welt, kuscheln, spielen, balgen und toben nach Kittenart miteinander, galoppieren gemeinsam mit Katzenbuckel durch die Wohnung, schlecken sich gegenseitig die Öhrchen aus, jagen sich gegenseitig die Kratzbäume rauf und runter und und und, dass kann kein Mensch mit noch soviel Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit ersetzen.

Abgesehen davon, machen zwei Kitten meist deutlich weniger Arbeit als ein einzelnes Kitten, weil die sich auch viel miteinander beschäftigen, Sozialkontakt zu Artgenossen haben, einfach ausgeglichener sind. Aber natürlich bedeuten Kitten Arbeit und sind am Anfang schon zeitaufwendig, die brauchen nicht nur viel Zuwendung, sondern müssen auch erzogen werden. Man muss ihnen genügend Alternativen zur Verfügung stellen aber mit einem Artgenossen, genügend Kratz- und Klettermöglichkeiten, lernen sie schnell, was sie dürfen und was nicht, jedenfalls besser und schneller als ein gelangweiltes Kitten allein zuhause.

Manche Katzen entwickeln dann auch Verhaltensstörungen sind übermäßig auf den Katzenhalter fixiert, werden aggressiv, Unsauberkeit, Tapetenkratzen, Schwanz beißen usw. sind öfters Folgen von Einzelhaltung besonders wenn sie schon von klein auf beginnt. Aber viele Katzen resignieren einfach, finden sich damit ab und man merkt es ihnen gar nicht an, im Gegenteil die Besitzer sind der Meinung, dass es ihren Katzen wirklich gut geht, weil die Katze glücklich und zufrieden wirkt und dass sind sie auch, wenn der Besitzer da ist und sie Zuwendung und Aufmerksamkeit erhalten, auch wenn ihnen dennoch immer etwas fehlen wird, der Sozialkontakt zu einem Artgenossen der die gleiche Sprache spricht.
Auf jeden Fall muss der kleine Kater dann auch kastriert werden, am besten noch bevor er geschlechtsreif wird und zum Markieren anfängt. Weil wenn er dann mal angefangen hat zu markieren und ihr ihn dann erst kastrieren lasst, ist nicht gesagt, dass er damit nach der Kastration wieder aufhört. Abgesehen davon, was meinst du wie der euch erst die Bude zusammen schreit, wenn der draußen eine rollige Kätzin wittert und dann unbedingt raus will? Schon allein um ihn den hormonellen Stress zu nehmen, sollte man ihn kastrieren, auch entwickeln viele potente Kater einen deutlichen Freiheitsdrang, wer weiß, ob er dann noch mit der Wohnungshaltung auf Dauer zurecht kommt?
 
süssimädel

süssimädel

07.02.2019
9
Hmm, ich würde defintiv auch mal den Tierarzt aufsuchen um jegliche körperliche ursache denn auschliessen zu können, denn sicher kann da auch etwas vorliegen, das weiß man nicht so genau.

Aber prinzipiell solltet ihr auch ein Verhaltenstagebuch anlegen, wo ihr mal mitschreibt was denn alles so los ist, wie er sich wann verhält, was er tut wenn ihr aufsteht, was also so alles passiert und wann der Zeitpunkt gekomme ist, dass er aufhört.
 
S

Snart

20.12.2018
4
Also noch mal ein Update zum oben genannten Problem. Der Kater hat mittlerweile aufgehört uns jeden Morgen zu terrorisieren und rumzuschreien. Ich habe erst versucht ihm etwas später am Abend Futter zu geben als sonst, weil ich die Vermutung hatte , dass er morgens einfach nur hungrig war und deshalb so rumgejammert hat. Und tatsächlich, es hat aufgehört. Wir haben uns mittlerweile auch einen zweiten Kater im gleichen Alter geholt und die beiden beschäftigen sich morgens dann auch zusammen.
 
S

Simpat

Moderator
06.03.2010
7.412
Freut mich sehr zu hören, dass er nicht mehr allein ist und dass es jetzt auch besser klappt.

Als Kitten sind sie richtige Fressmaschinen, meine haben da je nach Fress- und Wachstumsphase 300-800 g Nassfutter pro Kitten am Tag verdrückt, verteilt auf 5 Mahlzeiten. Als Kitten dürfen sie ja fressen soviel sie wollen.
 
Ma'at

Ma'at

20.12.2018
21
Am Tag zwischen den Mahlzeiten etwa 6 Stunden? Dann sollte die Nacht für die Miez nicht 12 Stunden dauern. Wenn die Nahrungsaufnahme für sie nichts besonderes ist (Familientisch), sollte die Gewohnheit als solche wahrgenommen werden. Eine Katze kann sich zwar gewöhnen, mit der Familie zu essen, doch nicht unterscheiden, ob die nächste Mahlzeit 6 oder 10 Stunden fernliegt. Ich lasse nicht mehr den ganzen Tag Fressen stehen. So bleiben Mahlzeiten besonders und sie wird nicht zu wählerisch in den Sorten. Ich kann sogar auf gesunde Futtersorten achten, von denen ich, nicht die Miez, der Meinung bin, das ist gut für sie😄
 
Ma'at

Ma'at

20.12.2018
21
Trotzdem zudem schön, dass sie nicht mehr alleine spielt
 

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