Einige Bedenken und Fragen zur Vergesellschaftung

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TheShadow

26.12.2018
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Hallo Forengemeinde,

ich stehe derzeit vor einem sehr großen Problem. Meine 5 Jahre alte Häsin hat bis vor zwei Wochen mit ihrer Schwester zusammengelebt. Bis auf ein paar Rangkämpfe gab es nie Probleme. Vor zwei Wochen ist dann eines der Tiere gestorben und hier fingen die Probleme an.

Beim Tierarzt erfuhren wir, dass das verstorbene Kaninchen ein Weibchen war. Ihr müsst wissen, ich habe beide Tiere damals aus einem schlechten Haushalt geholt und mit der Hand aufgezogen. Dummerweise wurde damals behauptet, es seien beides Männchen gewesen. Also mit dem verbliebenen zum Tierarzt zwecks
Kastration und er wurde auch ganz klar als Weibchen festgestellt. Alles ziemlich blöd gelaufen, wir haben in den 5 Jahren nie wirklich aufs Geschlecht geachtet. Die Kastration sollte dazu dienen, dass wir unseren verbliebenem Kaninchen noch zwei junge Damen ins Leben bringen. Wir hatten auch schon zwei Süße angeschaut und bezahlt, natürlich bei einer Züchterin. Jaja, ich weiß, ziemlich doof gelaufen alles, aber wir wollen das irgendwie gerade biegen. Die große Häsin ist auch nicht kastriert worden!

Mittlerweile sind die Kleinen da, allerdings hat unsere Häsin die Kleinen ebenfalls schon gesehen. Und hier kommen wir zu meinen Bedenken und fragen.

  1. Meine Häsin pinkelt vor dem Käfig der Kleinen und lässt Kot ab (in einer kleinen Küche). Sie zeigt aber sonst kein aggressives Verhalten und tun sich sogar gegenseitig beschnuppern. Wie schätzt ihr dies ein?
  2. Die Kleinen sind erst c.a 10 Wochen alt. Ab der 16 Wochen sind sie frühstens zur Vergesellschaftung bereit. Obwohl sie sich nun gesehen, gerochen und angeschnuppert haben, haben sie da noch eine Chance?
  3. Wie soll ich die restliche Zeit mit der Situation umgehen? Die Häsin weiterhin zu den Kleinen laufen lassen uns die kleinen "Problemchen" (Kot und Urin) einfach nur immer wieder säubern? Oder würdet ihr mir zu anderen Dingen raten? Eventuell könnte ich die Türe zu sperren und die Küche, wie auch den Flur, mit Essigwasser reinigen.
  4. Wie sollte ich weiter vorgehen?
Wir sind uns bewusst, dass dies nicht der optimalste Start für die Vergesellschaftung ist. Leider haben wir auf drittklassige Ratschläge, darunter auch der ein oder andere kuriose Rat der Züchterin, beispielsweise die Käfige nebeneinander zu stellen, gehört. Ich hoffe sehr, hier gibt es für die drei Weibchen noch eine Chance auf Familie.

Liebe Grüße
 
26.12.2018
#1
A

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Guest

Alexandra (Tierärztin) hat einen Ratgeber über Degus geschrieben. Sie erklärt in diesem Ratgeber, was die aufgeweckten Hörnchen brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Hamster_Lover

Hamster_Lover

18.11.2009
895
Huhu,

mach dir eine Vorwürfe, manchmal ist man hinterher schlauer- sowas passiert. Zu deinen Fragen:

1. Sie sollten sich garnicht sehen. Sehr wahrscheinlich markiert sie hier ihr Revier. Alles was anders riecht ist blöd (besonders fremde Tiere)
2. Hast du die Möglichkeit sie zu trennen? Dann würde ich das tun- es ist ja noch einige Zeit bis dahin, das reicht. Ansonsten ist das keine gute Basis- da würde ich anders vergesellschaften.
3.+4. Also, ich würde folgendes tun: trennen. In getrennte Räume ohne Gesuchs- und Sichtkontakt. Wenn du im Flur vergesellschaften magst, sollte bis zur Vergesellschaftung keines der Kaninchen dort hin. 2-3 Wochen Trennung reichen in der Regel, mehr ist aber auch gut.

Ein neutraler Raum zum vergesellschaften ist immer besser. Essig übertönt den Geruch eher als in reel zu entfernen.

LG
 

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