Kater kratzt nachts Tapete

  • Autor des Themas Dr3amly
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D

Dr3amly

28.12.2018
1
Hallo zusammen.
Eigentlich bin ich nur stiller Leser und hole mir öfters Tipps zur Haltung von Katzen. Allerdings habe ich ein Problem, das mich verzweifeln lässt. Ich versuche kurz zu erklären worum es geht....
Ich lebe mit meinem Mann und zwei Kater zusammen auf 130 qm. Mein Mann und ich sind seit über 10 Jahren zusammen und haben die beiden Kater zusammen bei uns aufgenommen. Der jüngere Kater heißt Marlin und ist 2 Jahre alt, ein waschechter BKH. Der größere heißt Mogli und ist 4 Jahre alt. Mogli ist ein EKH. Mogli lebt seit seinem 5. Lebensmonat bei uns. Ursprünglich mit seinem Kumpel aus seinem früheren Zuhause. Sein Kumpel ist im Sommer 2017 leider verstorben. Wir haben Mogli Zeit zum Trauern gegeben und abgewartet, wie er sich verhält. Es stellte sich dann Recht schnell heraus, dass er wieder einen Partner zum Spielen braucht. Zumal mein Mann und ich beide berufstätig sind. Ich arbeite von morgens bis nachmittags und mein Mann von mittags bis abends. Die Kater sind bei uns
ca. 3 Stunden am Nachmittag alleine. Wir haben in jedem Raum der Wohnung Kratzmöglichkeiten für die beiden. Einen großen 2m hohen Kratzbaum im Wohnzimmer und einen mittelgroßen im Flur vor dem großen Flügelfenster. Sonst diverse Kratzbretter und Wellpappen, alte Kartons und eine Kletterwand. Die beiden Spielen viel miteinander. Sonst steht ihnen neben Speedbahn, Bällen, Baldriankissen Diverses zum Spielen zur Verfügung. Abends, wenn ich von der Arbeit Zuhause bin, spiele ich ausgiebig mit beiden. Angeln und die Jagd nach dem Laserpointer darf nicht fehlen. Wir haben einen Balkon, den beide aber kaum nutzen (Gelegenheit haben sie stets wenn wir Zuhause sind). Wir haben drei Katzenklos und mehrere Trinkstellen, einen Trinkbrunnen und zwei Futterstellen. Das Futter steht ihnen permanent zur Verfügung und sie fressen, wann inmer sie möchten. Abends, wenn mein Mann auch Zuhause ist, wird dann ausgiebig gekuschelt. Das fordern auch beide deutlich ein, ziehen sich dann aber irgendwann in einen Schlafplatz zurück. Soweit zu unserem Alltag. Nachts sieht das dann allerdings ganz anders aus. Während Marlin nachts schläft, fährt Mogli richtig hoch. Zuerst wird unter unseren Bettdecken gekratzt, dann an Teppichen und zuletzt an sämtlichen Tapeten in Schlafzimmer und Flur. Er findet immer wieder eine neue Stelle und kratzt. Wir haben keine verschlossenen Türen, die Kater dürfen in jedes Zimmer. Wir haben schon alles probiert. Von Sprays, über Duft aus der Steckdose über Pflanzliche Präparate zur Beruhigung aus der Tierklinik. Wenn wir ihn ignorieren, wird es noch schlimmer. Dann kratzt er nicht nur die Tapete sondern auch den Putz darunter. Richtig tiefe Rillen. Wir sind echt ratlos. Wir lassen unsere Kater 2x im Jahr durchchecken. Neben Urinprobe und Blutkontrolle bei Mogli auch ein Ultraschall. Als wir ihn damals zu uns holten, hatte er unbehandelte Giardien, die leider seinen Darm stark angegriffen haben. Bis heute hat er dadurch immer Mal wieder mit Durchfall zu kämpfen. Mittels Ultraschall werden Veränderungen im Darm kontrolliert. Die letzte Untersuchung war auch erst im Oktober. Wir sind echt ratlos. Wir können uns nicht erklären, warum er nachts so ein Theater macht. Im übrigen jede Nacht. Es gibt keine Ausnahmen. Er hört erst auf, wenn mein Mann oder ich aufstehen. Wir haben keine Kinder und auch sonst keine weiteren Haustiere. In unserem Haus, das nur von meiner Familie bewohnt wird, gibt es auch keine anderen Tiere. Wir bekommen kaum Besuch. Wobei Mogli sich da auch stets von seiner besten Seite zeigt. Habt ihr vielleicht noch einen Tipp? Achja, beide Kater sind kastriert. Mogli ist im Gegensatz zu Marlin sehr dominant und hat das Sagen. Marlin ordnet sich unter und gibt immer nach. Zum Beispiel beim Kampf um einen bestimmten Schlafplatz. Aber die beiden putzen sich innig gegenseitig und kuscheln auch zusammen. Es ist zwar nicht ganz so wie mit seinem verstorbenen Kumpel Balu, aber sehr ähnlich. Wir sehen also keinen Grund für sein Verhalten. Vielleicht können Außenstehende, die diesen Text lesen, uns einen Tipp geben. Oftmals kommt man ja nicht selbst auf neue Ideen, wenn die Situation festgefahren ist. Also vielen Dank vorab für jeden Tipp. Liebe Grüße
 
28.12.2018
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
S

Simpat

Moderator
06.03.2010
7.326
Scheint ein schwieriger Fall zu sein, vielleicht doch wirklich mal einen Katzentherapeuten hinzuziehen?

Was ich auch schon gehört habe, manchmal machen das Katzen auch, wenn da irgendwelche Gerüche oder ähnliches vorhanden sind, die sie nicht mögen, z.B. Nikotinablagerungen, wenn früher in dem Raum mal geraucht wurde oder auch bei Schimmel?

Die Stellen wo gekratzt wurde, sollten jedenfalls auch mit einem Enzymreiniger behandelt werden, um etwaige Geruchsspuren zu entfernen.

Dann würde ich später am Abend noch eine Spielrunde ansetzen, aber nicht direkt vor dem Schlafengehen, er sollte nicht total hochgeputscht sein, bevor ihr ins Bett geht. Für die Nacht könnte man ihm dann zur Abwechslung ein Fummelbrett hinstellen, damit er eine zeitlang beschäftigt ist, am besten ein selbstgemachtes, weil die gekauften meist zu einfach sind, um die Tiere länger zu beschäftigen. Dann würde ich auch kein Futter zur dauerhaften Verfügung hinstellen, weil dadurch auch die Fütterung zu etwas besonderem wird und ein Erlebnis.

Spielzeug sollte immer wieder ausgetauscht werden, wird sonst schnell langweilig und ich würde mit ihm anfangen zu clickern, damit er nicht nur körperlich, sondern auch mental ausgelastet wird.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.138
Was ich auch schon gehört habe, manchmal machen das Katzen auch, wenn da irgendwelche Gerüche oder ähnliches vorhanden sind, die sie nicht mögen, z.B. Nikotinablagerungen, wenn früher in dem Raum mal geraucht wurde oder auch bei Schimmel?
Ich kenn das andersrum: es gibt wohl Tapetenkleber, die vom Geruch her zum Kratzen animieren. Eigene Erfahrung hab ich da zum Glück keine...

Wie schauen denn die Kratzbäume aus? Die Höhe sagt leider wenig aus, wichtig ist, daß mind. 50 cm durchgehender Stamm vorhanden ist - also kein Spielbaum, sondern wirklich ein Kratzbaum, mit wenig Zwischenflächen.
 

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