Literatur über Hundekommunikation untereinander

Diskutiere Literatur über Hundekommunikation untereinander im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hey Leutchen, ich habe noch größere Bildungslücken im Bereich Kommunikation von Hunden untereinander. firstIch muss zugeben, dass ich mir da oft...
Keisuke

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Hey Leutchen,

ich habe noch größere Bildungslücken im Bereich Kommunikation von Hunden untereinander.
Ich muss zugeben, dass ich mir da oft unsicher bin - was ist Spiel? Was schon mobben? Habt ihr vielleicht Bücher, Webseiten, irgendwas, bei denen ich etwas über das Thema lernen kann?

Freue mich auf eure Antworten,
LG Keisuke
 
05.01.2019
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
S

Schweinemama

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Ich befürchte das ist Rassenabhängig. Ein Pitbull hat ein anderes Spielverhalten wie ein Zwergdackel. Eine Dogge kann sich genauso wie ein Dackel am Boden winden, damit sie zum Spielen auffordert. Ein Windhund läuft weg, wobei er auch diverse Spielaufforderungen kennt - aber laufen und das verfolgt werden sind eben SEIN Ding. Eine richtige Richtlinie zum Spielen wird es kaum geben, da auch die Prägung jedes Hundes anders ist.

Junge hunde spielen ganz anders wie erwachsene untereinander. DIe Jungtiere sind frech, das kann auch schon mit Ohrgeknatsche oder an den Ohren ziehen sein, wobei jedoch der unterlegene mit einem Rufton das ganze abbrechen sollen könnte (entweder ein winseln, ein Fiepsen). Ältere Hunde spielen auch anders, da gehts dann eher mitunter auch um Rangordnungen. zurechtweisungen wie z.b. Erwachsener Hund wird von Junghund blöd angegangen, gehören genauso zum Spiel wie der 14 jährige Hund der vorbeitrottet und von Jungwelpen fast niedergerannt wird. Nicht jeder will spielen, wobei es reichen sollte, dass ein Hund diese Spielverweigerung durch Gestik artikulieren kann. Unsere alte Dame hat z.b. einen Anti-Spiel-Freund eine dänische Dogge. Sie mag sie nicht wirklich (sie ist ihr zu groß, zu schwer und vor allem ist es sinnlos ihr hinterherzulaufen - so schnell ist meine nicht mehr) , und wird trotzdem immer wieder von ihr mehr oder weniger aufgefordert mitzuspielen. Nachdem meine Hündin mit ihren 8 Kilo ein paar Meter zähnezeigend in ihre Richtung läuft, kommt die "große" auf den ellenbogen kriechend daher und schleckt von meiner HÜndin die Lefzen ab (sieht doof aus , gehört aber anscheinend zum Spiel dazu). Es bleibt bei der AUfförderung, und die große bleibt mittlerweile sogar brav am Boden liegen, damit meine kleine vorbeigehen kann. Nach ein paar Metern steht die große dann auf und trottet von dannen, meine Kleine wird dann aber nicht mehr verfolgt oder angeschnuppert.
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

ich bin kein Fan von "Mal machen lassen" und "Rangordnung unter sich ausmachen". Das führt meistens dazu, dass mein Hund von irgendeinem anderen gebissen, bedrängt, angepöbelt wird. Meistens - nicht immer. Manchmal pöbelt auch er, da greife ich dann aber ein, wenn ich es merke.

Letzte Woche hatten wir z.B. noch so einen Vorfall. War das spielen? War das Jagen/Mobben?
Ich hab keine Ahnung, würde auf Spielen von unserem Hund gesehen tippen - der Fremdhund (Collie) fand aber sein Spielen wohl irgendwann doof und hat gebissen.
Solche Situationen möchte ich gern vermeiden bzw. wissen, ob mein Hund wirklich nur spielen will oder ob er womöglich schon im Vorhinein gemobbt/gejagt/gepöbelt hat. Eben vorher eingreifen, bevor eine Beißerei passiert (es ist nix passiert, sah nur laut und schlimm aus - aber musste das sein?)

Vielleicht kann mir ja Jemand Tipps geben.

Dass es rassebedingt Unterschiede gibt ist klar. Mein Hund ist ein Terrier-Mix mit Stehrute und daher, glaube ich, schon von vielen von Weitem als bedrohlich/pöbelnd angesehen, kann das sein?

LG
 
S

Schweinemama

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Terrier sind leider anders. Meine ist auch ein Terrier und sie hatte so ihre Art zum Spiel auffordern - nebeneinander herlaufen und mit der Schulter rempeln... So ein Körperkontakt ist für diverse Rassen nicht angemessen. Terrier unter sich rempeln sich ständig und dauernd. Die finden das anscheinend lustig. Trotzdem ist es wichtig, dass auch andere Hunde akzeptiert werden müssen und ihre WÜnsche.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Mein Hund ist ein Terrier-Mix mit Stehrute und daher, glaube ich, schon von vielen von Weitem als bedrohlich/pöbelnd angesehen, kann das sein?
Ja ;)

Das Problem gibt es zum Beispiel auch bei vielen Nordischen.
Unter anderem deswegen ist es ja so wichtig, dass Hunde mit möglichst vielen verschiedenen Rassen in ihrer Jugend Kontakt haben.

Bei meinem Rüden gab es leider kaum brachyzephale Hunde in seiner Umgebung als er klein war und er kann heute extrem wenig damit anfangen, wenn da jemand mit kurzer Schnute um die Ecke kommt.

Davon abgesehen finde ich persönlich es wichtig die Grundelemente zu kennen, die sind (Gott sei Dank :D ) halbwegs universell- unabhängig von den Rassen.
Spiel als Spiel zu identifizieren ist nämlich nicht davon abhängig, ob ein Hund gerne rempelt, sondern wie die Dynamik zwischen den Hunden ist, sprich wie ausgeglichen das Ganze ist.

Da kommt man leider erst mit entsprechend viel Übung dahinter das auch bei unbekannten Hunden halbwegs einsortieren zu können- und manche Hunde sind leider absolute Sozial-Legastheniker und verhalten sich absolut unangemessen. Da kann man sich dann noch so gut auskennen: Der Hund zeigt einfach irritierendes Verhalten.

Was ich als "Grundlage" gut finde ist "Ausdrucksverhalten beim Hund" von Dr. Feddersen-Petersen.
Ansonsten auch Bücher über Verhaltensbiologie (von Ganßloßer z.B.) und allgemeine Verhaltensforschungsgeschichten. Letzten Endes macht Verhalten immer nur im Kontext Sinn und bestimmte Verhaltensweisen ergeben dann plötzlich viel mehr Sinn, wenn man einen übergeordneten Kontext sehen kann :)

Ganz generell:

Solltest du ein mieses Bauchgefühl bei einer Situation haben- unterbrich´sie.
Meistens verkopft man sowas viel zu sehr und überlegt viel zu lange herum, obwohl man rein intuitiv schon ganz richtig liegt.
Im Nachhinein kann man immer nochmal kurz überlegen, ob ein Eingreifen wirklich notwendig war oder die Hunde wieder ins Spiel zurück schicken, das ist ja nicht das Problem.

Lieber einmal zu viel ausbremsen oder Situationen unterbrechen als zu viel zu überlegen unsicher zu werden und dann erst recht unüberlegt handeln, wenn es doch kritisch werden sollte :)

Was das Rüpel-Spielverhalten einiger Rassen betrifft:

Man mag es kaum glauben, aber auch Rüpeln kann man beibringen, dass sie sich zu benehmen haben.
Wer rempelt und andere über den Haufen rennt wird aus dem Spiel genommen und fertig, wenn der Spielpartner damit nicht klar kommt.
Hunde sind hochgradig flexibel und intelligent. Die wissen ganz genau wen sie da vor sich haben und können ihr Verhalten anpassen- schaffen sie das nicht von sich aus spricht absolut nichts dagegen sie zu bremsen.

Mit passenden und ähnlich ausgerichteten Spielpartnern können sie sich dann ja nach Herzenslust gegenseitig über die Wiese ballern.
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

naja an seiner Jugend kann ich jetzt nix mehr machen - er ist inzwischen ca- 3 Jahre alt und kam aus dem Ausland ;)

Er ist nicht aggressiv oder so - aber eben sehr... forsch?
Er stürmt auf den Fremdhund zu, bleibt dann angewurzelt stehen und lässt sich beschnuppern. Wenn er dann Bock hat, macht er so kleine Hüpfer oder geht mit den Vorderpfoten runter und fordert so auf. Dann liebt er es, gejagt zu werden oder zu jagen - knurrt dabei eben und das fand der junge Collie wohl einfach doof.

Eigentlich denke ich, dass ich unseren Köterli inzwischen gut einschätzen kann, aber etwas mehr background-info kann nie schaden, dachte ich. Danke dir für die Tipps :)

Ausgeglichene Spiele kenne ich bei ihm auch, bei zwei Hündinnen von Freunden. Da wird sich gejagt, aber zeitgleich gestoppt und angehalten, zeitgleich wieder los gestürmt - sehr harmonisch, finde ich. :unsure:

Ja, Unsicherheit ist mein größtes Problem. Da muss ich dann wohl bestimmter eingreifen ... Aber ganz verhindern kann man sowas wohl nie.:confused: Mich erschreckt das vermutlich einfach auch noch sehr, weil das jetzt erst die 2te kritischere Begegnung war. Andere konnte ich bisher gut abblocken oder unterbrechen.

LG
 
demona

demona

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Hi,

hat der Collie wirklich zubeißen wollen oder ist er mit schnappenden Bewegungen ins Gesicht gehüpft? Die Frage klingt jetzt vielleicht doof aber viele Collies spielen so, meiner unter anderem auch. Da wird wild mit die Zähne geklappert ins Gesicht gehüpft, kann schon nach nem Biss aussehen. Meiner rempelt weniger aber ins Gesicht hüpfen und Zähne klappern ist fast Standart. :ROFLMAO:

Aber ansonsten wirklich auf dein Bauchgefühl hören, Kann ich Mido nur zustimmen. Lieber einmal zu viel unterbrochen als zu wenig. Und nicht von den anderen HH rein reden lassen, viele können mobben von Spielen nicht unterscheiden wenn der eigene Hund schon unter sich pinkelt. :cautious:

Ich muss mal schauen ob ich Fotos oder Videos von dem Geschnappe finde. :unsure:

Lg Demona
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

na was heißt beißen... es war keine Verletzungsabsicht, die Halterin sagte dann, dass der Hund vielleicht das Geknurre von unserem nicht so klasse fand. Ich denke mal, typische Kommunikationsschwierigkeiten. Kann durchaus sein, dass der Collie nur collie-typisch spielen wollte - unserer kniff aber den Schwanz ein und wollte das definitiv nicht.
demona, ich kenne ja ein paar deiner Fotos von Loki ... also kann schon sein, dass die Hündin spielen wollte, es einfach hochgeschaukelt ist ... (hier schulterzuck-smiley einfügen;))

Ja, mich verunsichert es eben sehr, dass ich scheinbar öfter eingreife, als andere Halter. Und dann frage ich mich, ob mein Hund zu wenig soziale Kontakte hat deswegen. Zu einer Wiese gehen wir z.B. nicht mehr, weil da mit Wasser bestraft wurde (was ich nicht will. Da diskutiere ich auch nicht.)

LG
 
S

Schweinemama

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WIchtig ist wirklich, die hunde ihre ERfahrungen machen zu lassen. Natürlich wirst du nicht daneben stehen - wenn die Hunde sich ineinender verbeissen und blut fliesst. Ein Zähnefletschen und ein hinschnappen (besser gesagt - die Hunde schnappen definitiv absichtlich daneben) heisst durchaus stop, das würde jeder halbwegs normale sozialisierte Hund auch bei einem Menschen machen, der ihn blöd angeht (wobei bei Menschen mehrmals vorbeigeschnappt wird - bis er zubeisst - verstehen muss man es eben). . Das hat aber auch ein Hund zu verstehen, hilft dir aber nicht, wenn du schon vorher den hund zur seite nimmst, wenn erdirekt im Spiel ist und nicht kapiert - dass er es nunmal übertrieben hat. Du kannst ihn möglicherweise durch ablegen dazu bringen, dass er sich beruhigt, nur er hat dann in der Hundekommunikation nicht verstanden - dass es zuviel war - und Schluß ist definitiv schluß.

Ich finde halt, dass wirklich jeder Hund mit jedem zwar nicht unbedingt spielen können sollte, aber definitiv eine kommunikation aufbauen lernen sollte. der Kleine Spitz mit der Dogge, der Neufundländer mit dem Rehrattler. Auch ein Kleiner Hund kann mal einen großen "wegbeissen" oder zähnefletschender weise erklären "es reicht" wenn es ihm zuviel wird, und auch ein großer Hund muss das akzeptieren lernen. Wie viele Schosshunde von anderen Hunden weggerissen und hochgehoben werden, weil andere Hunde pfui sind, schmutzig und agressiv... Ach weh, dazu bellt der kleine Schosshund dann von oben runter (Napoleonkomplex gibts auch bei Hunden) - bei größeren Hunderassen wird dann halt der am Arm tragende hundebesitzer beim nächsten Foul niedergerannt. Und de rNapoleonkomplex ist dahin - bei Hund und Mensch.

Man sieht sehr wohl an den Hunden bei der KÖrperhaltung- was spiel ist und was kein SPiel mehr ist. Die Hunde die agressiv werden - verspannen sich - die haben eine ganz andere Körperhaltung und halten diese auch länger, als wenn z.b. ein Terrier in seiner Terrierart sich vor einem Aufbaut (die können sich kurzzeitig auch extrem anspannen - auch im Spiel - sinken dann aber auch sehr schnell wieder zusammen). und mal erklärt : "he - du da - spiel mal mit mir ":

Es ist sehr schwierig die Hunde - Hunde sein zu lassen. Es gibt so viele verschiedene Hunde-Menschen-Hunde. Bei uns läuft des öfteren ein relativ großer (jenseits der Schäferhund-Größe) hund herum. Ohne Leine - der Besitzer irgendwo. Der Hund hat ständig entweder ein SPielzeug oder einen Kalbsknochen im Maul. Dass der ständig und andauernd gestresst ist, sobald ein anderer Hund daherkommt ist klar. Dieser Hund hat sogar mehrfach meine kleine Attackiert, die an Spielzeug und auch an Kalbsknochen kein Interesse hat- sie ist einfach zu nahe an ihm vorbeigegangen. Aber man stellt sich vor - da kommt so ein kleiner junger Hund - der meint - das wäre eine SPielaufforderung. (ich habe das auch schon dem Hundebesitzer gesagt- er ist relativ uneinsichtig, sein Hund müsse sowas mitnehmen, da kann man nicht viel tun, der Hund verlangt das). Dass der komplett desozialisiert ist versteht sich. Mit dem spielt komischerweise keiner, obwohl er ja so gerne würde.
 
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demona

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Hi,

ich muss ehrlich gestehen, ich bin der Meinung, dass mein Hund NICHT mit jedem anderen Hund klar kommen muss. Der muss weder den 1 kg Teacup kennenlernen noch den 60 kg Molosser, da sind mir die Gewichtsunterschiede einfach zu groß. Da reicht ein einzelner Schritt, ein falsches Rempeln und zack, ist bei irgendeinem was gebrochen. Muss nicht sein.

Ich kann jeden Kleinsthundehalter verstehen, der eben nicht will, dass sein kleiner Hund Kontakt zu einem Tier hat, was das 10 Fache wiegt und wo man einfach nciht weiß, wie der Großhund mit Kleinhunden umgeht. Das kann man mit sehr guten Bekannten machen, wo man die Hunde kennt und einschätzen kann aber bei Fremdhunden? Nein, muss kein Hund können. Warum soll ich das Leben meines Kleinsthundes riskieren - wenn ich denn einen hätte - nur damit der Fremdhund den Umgang damit lernt und mein Kleinsthund dann einen SChaden davon trägt oder tot ist? Da bringt ihm auch seine gute Sozialisation nichts mehr. Weil vielleicht findet der große Hund die Ansage "Es reicht jetzt" vom Kleinsthund doof und rammt ihn halt mal in den Boden, weil er es einfach kann. Es gibt auch wirklich Arschlochhunde.

Bella ist ein gutes Beispiel, die ist super sozial, geht Ärger aus dem Weg und fängt im Normalfall keinen Stunk an......., bis der Gegenüber Schwäche zeigt, dann wird gemobbt ohne Ende. Gerade Klein- und Kleinsthunde sind durch ihr normales Verhalten bei ihr einfach gefährdet, da hilft auch kein Abschnappen mehr, die würde da dagegen gehen und dann stehen 2 Kg gegen 17 kg, die Chancen kann man sich ausrechnen. Warum sie das macht? Keine Ahnung aber wir wissen es und regeln das, die muss und wird niemals mehr lernen mit Kleinsthunden umzugehen. Ein selbstsicherer Kleinsthund ist ihr wieder völlig egal.

Loki halte ich von fremden Kleinsthunden auch erstmal fern, das Tier ist einfach ein Trampel und so ein Pfotenschlag zur Spielaufforderung kann echt Schaden anrichten. Brauchen wir nicht und in 95 % der Fälle sieht er den Hund eh nie wieder, warum also unbedingt Kontakt erzwingen?

Keisuke: der Erste, der meine Hunde mit Wasser angreift, ersäuft in seinem eigenen Wasser, das kann ich dir versprechen, da steh ich voll hinter dir. Und ich glaube, dieses soziale Kontakte wird teilweise echt überbewertet. Kein Hund der Welt muss jeden Hund, den er sieht, begrüßen oder "spielen". Klar ist es praktisch wenn man einen Hund hat, der mit jedem klar kommt und überall schnell Spielkameraden findet - Loki ist noch so ein Fall - aber z.B. Bella, die geht vielen Hunden mittlerweile aus dem Weg oder nur mal kurz schnuffeln und weiter. Wirklich spielen tut die sehr, sehr selten noch mit Fremdhunden, dafür aber mit Hunden, die wir schon Jahre kennen. Hat sie deswegen zu wenige Sozialkontakte? Glaub ich nicht, sie sucht halt nur sehr viel genauer aus.
Ich glaube, wenn Loki geistig mal erwachsen wird - was noch dauern wird - wird sich das auch ändern. Da wird nciht mehr mit jedem dumm gespielt, da ist man dann erwachsen und hat andere Dinge im Kopf.

Ich würde mir an deiner Stelle weniger Gedanken machen, ich finde ein paar qualitativ hochwertige Sozialkontakte sind mehr wert als unzählige Kontakte, wo es ständig knatscht. Lass dir nicht reinreden, wenn es für dich zu viel wird, einfach das Spiel unterbrechen und weiter sehen. Ich habe die Erfahrung gemacht wenn es wirklich ein Spiel war, wollen Beide nach der Pause weiter spielen. War es weniger ein Spiel, hat sich meistens ein Hund mit was Anderem beschäftigt. Aber das ist nur meine Erfahrung aus meiner Gegend.

LG Demona
 
S

Schweinemama

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Du sagst es, es ist verdammt praktisch so einen Hund zu haben. Ich kann mich mehr oder weniger blind auf meinen Hund verlassen, und sie macht das auch. Schon von kleinauf, als sie noch ein Hundewelpe war und in die weite Welt hinausgestapft ist.

Sozialkontakte musste er sich immer selber ausmachen, bzw. ich war da - wenn es wirklich wild wurde. Trotzdem ist mein 8 kg Hund mittlerweile 14 geworden und immer noch ist kein Hund auf ihn draufgestiegen (gut mein Hund ist relativ robust- da sind auch schon Kinder drübergepurzelt, von einem Rad wurde sie auch schon angefahren). Ein Hinbratzerln von Großhunden akzeptiert sie dennoch nicht, sie ist in ihren Augen ein vollwertiger Hund und kein Spielzeug.

Ich wollte immer einen Begleithund, und habe ihn mir diesbezüglich erzogen. Mit 4 Kindern im Schlepptau habe ich es ziemlich schwer noch einem Hund Sozialkompetenz auf Hündisch beizubringen. Schafft sie es ist es gut, schafft sie es nicht - soll sie sehen dass sie sich zurückzieht. Schafft sie es nicht - kommt sie an die Leine. Sie ist fast 14 Jahre lang ohne Leine unterwegs gewesen (ausgenommen Strassennähe), und sie lebt immer noch. Selbst heute noch - geht sie an jungen wilden vorbei - beobachtet wie sie laufen und sich raufen und mischt sich manchmal ein, wenn die Hunde ihres Erachtens nach zu ungestüm sind (mehr oder weniger fast in Leute hineinlaufen). Und manchmal läuft sie eben mit, ganz vorne oder ganz hinten nach, sie ist beim Rodeln dabei und hat gestern zwei Norfolkterrier getroffen, die ganz verliebt in sie waren. Sie ist 10 Minuten mit ihnen durch den Schnee galloppiert, und solang keiner meint sie besteigen zu müssen ist alles in Ordnung. Wo mein Hund ist - spielen, wenn er genug hat - kommt er wieder zu mir. Oder er nimmt meine Spur auf (oder ich seine). Weiter wie 10-15 Meter entfernt sie sich sowieso nie von mir (dazu sieht sie zu schlecht). Mehr wie 20-30 Meter war mein Hund nie von mir entfernt, und auf Strassen oder Strassenähnliche Begebenheiten hat sie grundsätzlich ohne Leine absolutes betretungsverbot (an das sie sich seit 14 jahren hält - selbst wenn ein Katzi drüben).
 
Keisuke

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Hey,

Hintergrund der Frage ist der, dass wir hier wirklich sehr wenig soziale Kontakte haben. Kaum ein Hund läuft frei und wenn, dann ist das einer, den ich eher weniger gern zu unserem lassen würde.

Ich bin gerade deshalb vermehrt auf der Suche nach festen Gruppen, die sich z.B. 1x im Monat oder so zum Gassi/Spielen trifft - so was ähnliches war die Hundewiese auch.
Nur eben die Geschichte mit dem Wasser (und andere Kommentare... dass mein Hund, der gerade 4 Wochen bei mir lebt, noch nicht auf den Abruf unter hoher Ablenkung hört war da natürlich ein Skandal und mein Hund ein Alpha, mit dem wir noch viel Spaß haben werden und die Weltherrschaft will er natürlich auch.... :rolleyes:)
Regelmäßiger Kontakt mit immer gleichen Hunden wäre für ihn (auch für mich) schön.

Da ich im Umgang mit Hunden untereinander eben noch sehr unsicher bin, wollte ich mich vorher eben etwas schlau machen ;)

Ich habe auch nicht unbedingt ungezügeltes Spielen als Ziel, ich mag es auch, wenn er den uralten Nachbarshund trifft, man beschnüffelt sich und dann wird nacheinander kurz an den Zaun gepinkelt und wir gehen weiter :D

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass mein Hund nicht jeden Hund toll finden muss.
Ich hab einen Auslandshund, der 'funktioniert' jetzt schon so viel besser und macht so viel mit - mehr als ich mir je erhofft hatte, als wir ihn zu uns nahmen.
Dass er den großen Köter zwei Straßen weiter hasst, damit kann ich leben. Wir arbeiten daran, dass er ansprechbar bleibt, aber er muss ihn niemals mehr nahe antreffen und ich will auch nicht mal schauen, wie die das unter sich ausmachen (9kg gegen ca.50kg, nein danke)

Danke für eure Beiträge und die Diskussion darum :)
 
Thema:

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