Hund kann plötzlich nicht mehr alleine bleiben

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PluxderHund

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Hallo,

zuerst ein kleiner Steckbrief:
Name des Hundes: Pollux
Alter des Hundes: ca. 2 Jahre
Rasse des Hundes: Jack-Russel-Terrier
Herkunft: von Privatpersonen übernommen
Kastriert: nein
Wie lange lebt der Hund schon bei uns: 6 Monate


Mein Freund und ich haben ein Problem mit unserem Hund.
Ich habe mich schon hier im Forum und auch im sonstigen Internet eingelesen, aber hätte einfach gerne eine Einschätzung unserer persönlichen Situation.

Wir haben unseren Hund im Sommer letzten Jahres übernommen. Die Vorbesitzer-Familie hatte kein großes Interesse an dem Tier, hat ihn aber - sofern ich das einschätzen kann- ganz gut behandelt, zumindest zeigt Pollux keine Ängste oder Aggressionen und verhält sich insgesamt freundlich. Er musste bei seinen Vorbesitzern wohl auch häufiger alleine bleiben und da mein Freund und ich berufstätig sind, ist das auch bei uns so.

Das war lange überhaupt kein Problem. Mein Freund arbeitet donnerstags und freitags von zuhause, sodass es sich nur um drei Tage "alleine Zeit" handelt. An diesen
drei Tagen ist er in der Regel von ca. 9 Uhr bis ca. 14.30 Uhr allein (ich arbeite 30 Stunden pro Woche und wir fahren für den Hund gestaffelt los, um die Zeit, die er alleine verbringen muss, möglichst kurz ist).
Ca. im November letzten Jahres hat uns eine zum Glück sehr liebe Nachbarin angesprochen: Ob es sein kann das unser Hund jaulen würde, wenn wir nicht da sind.
Wir haben also angefangen ihn aufzuzeichnen.

Es zeigt sich, dass er, wenn wir nachmittags/abends weg sind, das nicht gut verkraftet. Er jaulte dann ca. pro Stunde ungefähr eine Minute, auch wenn er dann nur für drei Stunden alleine war. (Da wir nur am Wochenende ohne Hund abends ausgehen, kamen diese drei Stunden nicht on-top! Es waren dann halt diese drei Stunden.)
Angesichts unserer sehr lieben Nachbarn haben wir entschieden, da er ja grundsätzlich allein sein konnte, das Ganze zu ignorieren und zu warten, dass er von alleine lernt, aber haben auch darauf geachtet, ihn zu längeren Abendaktionen bei Freunden etc. mitzunehmen. Außerdem haben wir ihm kleine Nachtlichter gekauft, damit er nicht so merkt, dass es ein "abends alleine" ist. Das hat anfangs sehr gut geklappt.

Problematisch wird es tagsüber. Im November und Dezember hat Pollux immer zuerst seinen Kong oder ein anderes Kauspielzeug bearbeitet und dann ca. 30 Minuten nachdem wir das Haus verließen für nicht mehr als eine halbe Minute gejault. Danach hört man, dass er etwas trinken geht und dann - vermutlich - ins Körbchen zum Schlafen, jedenfalls war für den Rest des Tags Ruhe. Alles gut, damit können wir, Nachbarn und Hund leben - dachten wir.

Aus Spaß an der Aufzeichnung haben wir das weitergeführt und seit ca. zwei Wochen wird es immer schlimmer. In dieser Woche hat Pollux am Montag und Dienstag in 4 Stunden 19 (!) Mal gejault und das teilweise für mehr als eine Minute.

Parallel dazu hat Pollux sich auch angewöhnt, nicht mehr unten in der Wohnung in seinem Korb zu schlafen, sondern legt sich auf den Teppich vor unserer Schlafzimmertür. Rein darf er aber nicht, wir ignorieren das Verhalten, da er eh erst hochkommt, wenn wir beide im Badezimmer waren und wirklich schlafen wollen (wenn also die Tür schon zu ist und wir das nicht mehr richtig mitkriegen). Morgens dann direkt als erstes sein Verhalten kritisieren möchte ich aber auch nicht, daher bin ich einfach darüber hinweg gegangen. Ein Fehler?

Ich kann mir das Verhalten insgesamt nicht erklären und sehe nicht, mit was wir diese Verhaltensänderung ausgelöst haben.
Was können wir tun? Ich antworte gern auf alle Fragen, fand den Text nur sowieso schon sehr lang und wollte deshalb nicht noch mehr Details direkt zum Start hinwerfen.

Ich wäre für Tipps und Hilfe sehr dankbar
 
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17.01.2019
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Koom

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Hey,

wie verhält sich euer Hund denn ansonsten wenn er bei euch ist? Wie ist er an der Leine? Verfolgt er euch durch die Wohnung? Wie reagiert er auf andere Hunde wenn ihr dabei seid?
Oder ganz banal füttert ihr ein anders Futter?

Ferndiagnose ist schwierig, aber durch das Alter bedingt und die kurze Zeit die er erst bei euch ist würde ich erstmal vermuten das er angefangen hat euch als Rudel zu sehen und nun euren Verlust lautstark beklagt. Das kann durch aufkommende Dominanz/Selbstbewusstsein im Hund begünstigt werden.

Erzähle also gerne etwas mehr vom Verhalten eures Vierbeiners.


Generelle Hilfe fürs Hund alleine lassen:
*Vor dem alleine lassen Gassi gehen und für Auslastung sorgen. D.h. trainieren und/oder große Runde etc. und mit einem ruhigen Hund zurücklassen statt einem der vor Energie strotzt.
*Ruhige Musik dudeln lassen.
*Verlassen der Wohnung mit einem Leckerli verbinden (am besten etwas wo er länger kaut - kauen baut Stress ab).
*Ein bisschen Licht anlassen (wenn es dunkel sein sollte natürlich)
 
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PluxderHund

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Hallo,
vielen Dank für die Antwort!

An der Leine ist er (mittlerweile, anfangs war das eine absolute Katastrophe) weitgehend entspannt. Zu Beginn hat er immer regelrecht in der Leine gehangen und ich würde lügen, würde ich behaupte, dass er nun gar nicht mehr zieht. Aber immerhin kann ich guten Gewissens behaupten, dass er meistens ohne Geziehe gut mitläuft und zwischendurch immer wieder zu uns hochguckt.

In der Wohnung ist er schon anhänglich und gern in unserer Nähe. Wenn mein Freund im Homeoffice arbeitet, kommt er meist zuerst mit ins Arbeitszimmer, geht aber dann gerne auch nach unten in seinen Korb um zu schlafen.
Wir bemühen uns, ihn nicht zu einer völligen Klette zu machen, so darf er z.B. beim Kochen und Essen nicht mit in die Küche oder wenn ich auf der oberen Etage bin und einfach grade Sachen mache, bei denen ich Pollux nicht dabei haben möchte, muss er unten bleiben. Zu Beginn ist er jedes Mal aufgesprungen, wenn wir auch nur zur Toilette gegangen sind. Das ist mittlerweile nicht mehr so.

Auf fremde Hunde reagiert er sehr aufgeregt, aber freundlich - er bellt nicht und verhält sich nicht aggressiv. Ich finde es sehr irritierend, dass er sich manchmal geduckt an Hunde anschleicht (von Beginn an, das ist nicht neu), wenn er dann aber auf sie trifft, ist er wieder freundlich. Bei Schnappen oder Knurren anderer Hunde weicht er in der Regel zurück. Nur einen Hund aus der Nachbarschaft, der jedesmal förmlich ausrastet, wenn er Pollx sieht, begegnet er mittlerweile auch mit gesträubtem Nackenfell und großer Anspannung.

Futter haben wir langsam umgestellt als wir ihn bekommen haben. Ich wollte ihn einfach nicht weiter barfen. Ich weiß nicht, wie hier die Ansicht dazu ist, aber wir haben uns dagegen entschieden. Ich bin mir auch recht sicher, dass seine Vorbesitzer das nicht so richtig konsequent mit ihm gemacht haben, denn sie haben uns nur gesagt "rohes Fleisch halt" und nachdem ich ein bisschen recherchiert habe, kam mir das ein bisschen vereinfacht dargestellt vor... Wie auch immer - wir haben ca. 8 Wochen lang die Anteile anderen Futters immer weiter erhöht und seit Monaten ist diese Ernährung stabil und unverändert.

Vor der Arbeit gehe ich oder wir immer ca. 45 Minuten mit ihm (ich nehme mir eine Stunde vor, aber ehrlich gesagt bummel ich dann morgens meist zu viel rum, also ist es meist eine Dreiviertelstunde).

Er bekommt dann einen gefüllten Kong und etwas Trockenfutter in so einem Gummiei zum Rumkullern.
Anfangs habe ich ihm meist einfach irgendeine Kaustange oder ein Ohr,... gegeben. Das lässt er liegen, bis ich (meistens bin ich zuerst zuhause) wieder da bin, bringt es mir dann ganz freudig und wenn ich es dann entweder werfe oder halt auch einfach liegen lasse, nimmt er es sich und kaut total glücklich darauf herum. Nicht wenn er alleine ist, das wird dann verwahrt bis er nicht mehr alleine ist. Kong und Ei nutzt er auch wenn wir weg sind.

Wir haben gestern den Musiktipp ausprobiert - das hat vielleicht ein bisschen geholfen, gestern gab es fünf Mal jaulen für eine Minute. (Das geht bei uns im Haus, wenn es dabei bleibt - aber wenn er sich auf die 20 Jauleinheiten aus der Woche davor einpendelt, wäre das sehr schlecht)

Ich hätte auch die Möglichkeit ebenfalls einen Tag pro Woche im Home-office zu arbeiten.
Ist das wohl sinnvoll? Bis jetzt nutze ich das nicht, erstens weil ich einfach gerne vom Büro aus arbeite, aber zweitens auch, weil ich nicht weiß, ob ich ihm damit das alleine-sein nicht ganz abgewöhnen würde. Dann wäre Pollux nur zwei Tage alleine. Wäre das eher besser oder werden damit die beiden Alleine-Tage für ihn einfach zu seiner Sondersituation, mit der er gar nicht mehr klarkäme?
 
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Schweinemama

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Warum wollt ihr ihn ständig wegsperren. Der Hund ist ein Rudeltier und lebt für sein Rudel.

Ihn aus der Küche zu verdammen, weil ihr kocht. etc. Kochen ist interessant, auch für Hunde, er kriegt jede Menge sinneseindrücke und er kann bei euch sein. Irgendwo in der Küche ein Plätzchen herrichten, wo man nicht unbedingt drüber fällt und gut ist es.

Es ist ein Tier das sich freut wenn ihr zu Hause seid, er war ja alleine und er hat euch auch entsprechend vermisst. Hunde haben keine eingebaute Uhr (ausgenommen fixe Essenzeiten - die speichern sie wie nur was). Ein Hund hat aber sonst kein Zeitgefühl: dh. es ist ihm ziemlich egal ob er nun 30 Minuten oder 3 Stunden alleine ist, für ihn ist es eine ewigkeit, klar schlafen manche Hunde und die Zeit vergeht schneller, aber sonst - vermisst er euch.

Alternativ könnt ihr versuchen eine Babyphone app zu installieren, die anschlägt, sobald Lärm im Haus oder der Wohnung ist (gibt es auch über das Telefon - oder auch - in Luxusausführung mit Videoüberwachung) . Damit könntet ihr das "aus" sofort platzieren, denn 5 Stunden nach dem heulen ist ja auch jedes Schimpfen sinnlos - das kann der Hund nicht assozieren. Auch könntet ihr über die App aufgaben geben zum beschäftigen (such ....). geh platz, ich komme gleich. Dem Hund wird halt leider, wenn er so lange alleine ist- fad im Kopf sein. Wahrscheinlich wird das Heulen oder Bellen durch irgendwas ausgelöst, kommt ein Nachbar nach Hause, die Kirchenuhr schlägt, Müllauto oder Rasenmäher, die große böse Katze vom Nachbarn marschiert zielgerichtet durch euren Garten, der Hund weiß nicht was los ist und meldet. Selbst beschäftigen können einige Hunde, anderere machen das nicht. Es ist ja auch besser bevor sie den Schuhschrank ausräumen, durch die Betten kriechen oder die Schmutzwäsche aus dem Wäschekorb ausräumen um dann darauf zu schlafen (der Geruch von Herrli und Frauli ist immer nochbesser wie gar nix), die Eingangstüren zerkratzen oder den Kühlschrank öffnen.

Wenn ihr liebe Nachbarn habt, würde ich diese fragen ob sie, gerade wenn sie merken dass der Hund unruhig ist und alleine, sich um ihn kümmern könnten. dh. z.b. in den Garten lassen, etwas beschäftigen, sehen ob er futter oder wasser braucht. Manche Nachbarn sind sehr froh, wenn sie vormittags nicht alleine zu Hause sind und nehmen gerne ein Haustier auf. Wahrscheinlich werdet ihr ihn total verwöhnt zurückbekommen, aber besser wie heulen und bellen ist es.

Warum das nun plötzlich so ist, der Hund ist allgekommen im Alltag, die Eingewöhnungsphase ist vorbei, es gibt nicht mehr so viele Überraschungen und der Alltagstrott ist da. Wird auch für einen Hund fad. Ihr habt eure Arbeitskollegen, aber der Hund eben nicht. Fernseher, Radio etc können abhilfe schaffen (manche mögen Fernseher lieber als Radio - weil dort mehr gesprochen wird, mit Musik können sie nicht so wirklich was anfangen, vor allem stachelt die Musik, Verkehrsfunk und nachrichten auf - da ist der Fernseher meist beruhigender mit Monotonem Sprechen und das über längere Zeit, ob sie wirklich fernsehen weiß man nicht, aber zumindest ein paar bewegte Bilder).
 
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PluxderHund

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Hallo,
danke auch für dein Feedback!

Also, gegen den Ausdruck "ständig wegsperren" muss ich mich verwehren. ;-) Pollux darf sehr viel bei uns sein, sind wir im Wohnzimmer, ist er immer bei uns, sein Körbchen steht in Sofanähe. Wie beschrieben darf er auch mit ins Arbeitszimmer und wird nicht irgendwie permanent verbannt.
Es gibt aber Situationen, da möchte ich einfach keinen Hund in der Nähe haben. Dafür gehört für mich das Badezimmer und bei Nacht das Schlafzimmer (tagsüber bin ich da nie lange drin und entsprechend auch der Hund nicht). Über das Kochen kann man sicher streiten. Ich persönlich möchte das Risiko von Hundehaaren im Essen gern minimieren und finde einfach, dass Pollux das akzeptieren muss, so interessant die Gerüche auch für ihn sein mögen. Das schafft er auch, denn auch wenn wir die Küchentür offen lassen, bleibt er (meistens) ruhig auf seinem Plätzchen im Wohnzimmer liegen.

Ich bin ihm auch nicht böse, dass er heult, Schimpfen kommt da sowieso nicht infrage. Er heult nie, wenn wir in die Wohnung kommen und dass ich ihn nach der Auswertung der Aufnahmedatei nicht anmotzen kann, ist mir völlig klar!
Natürlich weiß ich auch, dass es nicht großartig für ihn ist, an einigen Wochentagen fünf Stunden alleine rumzuhängen, ich mache dem Tier keinen Vorwurf, trotzdem möchte ich versuchen, an diesem Verhalten zu arbeiten. Zu seinem Besten, den auch dem nettesten Nachbarn reißt irgendwann vielleicht einmal der Geduldsfaden.
Ihn da unterzubringen wird glaube ich nichts, da die Person, die mich darauf angeprochen hat, Katzenhalterin ist. So weit ich weiß, sind alle anderen Nachbarn berufstätig. So eng sind die Kontakte hier im Haus aber auch nicht, die Option muss ich für mich leider ausschließen.

Ich schaue mal nach so einer Babyphon-App, ihm direkt "Aus" zu vermitteln, ist eine gute Idee. Hast du da einen Namen/Tipp?
Fernseher statt Radio kann ich auch mal testen! Jetzt lasse ich ihm erst Mal ein paar Tage das Radio, um nicht zu viel Unruhe für ihn zu verbreiten und um einschätzen zu können, ob das Schwanken in der Jaulmenge Zufall ist oder ob die Sachen etwas bringen.
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

Es ist erstmal wichtig zu erfahren, warum der Hund Theater macht, ehe man daran arbeiten kann. Oft haben Hunde es gar nicht gelernt, allein zu bleiben.
wie habt ihr denn das allein-sein aufgebaut? Wie habt ihr geübt?

LG und starke Nerven ;)
 
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PluxderHund

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Hallo Keisuke,
danke für deine Rückmeldung.
Also als wir ihn bekommen haben, sind wir davon ausgegangen, dass Pollux das bereits beherrscht - so wurde uns das von den Vorbesitzern vermittelt.
Wir hatten aber Urlaub genommen, um ihn einzuführen und haben da getestet:
- alleine in anderen Zimmern sein (überhaupt kein Problem, ist ihm auch immer noch egal, egal welcher Raum)
- Hundi alleine in der Wohnung und wir saßen vor der Wohnungstür (getestet bis zu einer Viertelstunde - nichts zu hören, auch immer noch kein Problem)
- dann sind wir halt mal kürzer weggegangen (Essen einkaufen im Lidl gegenüber, ne Kugel Eis holen, ... Also Dinge die circa eine halbe bis Dreiviertelstunde dauerten.) Da haben wir auch nie etwas gehört.
-als der Urlaub vorbei war, sind wir in den ersten Tagen nur kurz, bzw. gestaffelt zur Arbeit gefahren, sodass Pollux max. zwei Stunden alleine war (Wir haben glücklicherweise beide sehr flexible Arbeitgeber was Homeoffice und Arbeitszeiten angeht - Uni als Arbeitgeber und soziale Projekte sind da eher lässig... ;-) ). Das schien auch optimal zu laufen, also sind wir dann nach ca. zwei Wochen (also 2 x 3 Alleine-Tagen) zu dem geplanten und aktuellen Modell von drei Tagen zu je fünf Stunden übergegangen.

Wir haben nie etwas gehört und bis November hat uns auch unsere Nachbarin nie angesprochen. Sie meinte auch, das wäre neu... Das weiß ich aber auch nicht sicher, vielleicht hat sich auch bei ihr etwas geändert und Pollux hat schon immer gejault. Bzw. hat sie mich angesprochen nachdem wir mal freitagsabends im Kino waren - sie kriegt das auch unter der Woche vormittags nicht mit, schätze ich.
Deshalb bin ich davon ausgegangen, das alles okay ist, bis wir mit den Aufzeichnungen begonnen haben.

Pollux beginnt immer zu weinen, wenn wir ca. 30 Minuten weg sind. Aber nicht, in der Zeit als wir vor der Wohnungstür gewartet haben. Da wird der kleine Schlaufuchs wohl gehört haben, dass wir nur einen Trick machen und gar nicht wirklich gegangen sind...
Wie gesagt - wenn er sich wieder auf einigen wenigen Jaulsessions pro Tag einpendelt wäre alles in Ordnung, da er auch immer nur circa eine halbe Minute jammert und dann wieder ruhig ist. Nur diese 20 Mal in vier Stunden an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gehen nicht, das wird früher oder später jemand bemerken und sich beschweren. Die fünf Mal gestern lassen ja fast hoffen, dass es in der Vorwoche nur "Ausrutscher" waren...
Ich bin gespannt auf die Aufzeichnung heute Nachmittag (und muss jetzt für diesen Vormittag dringend aufhören hier zu antworten, sonst schaffe ich es nicht zeitig aus dem Büro nach Hause :-D )...
 
S

Schweinemama

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danke auch für dein Feedback!

Also, gegen den Ausdruck "ständig wegsperren" muss ich mich verwehren. ;-) Pollux darf sehr viel bei uns sein, sind wir im Wohnzimmer, ist er immer bei uns, sein Körbchen steht in Sofanähe. Wie beschrieben darf er auch mit ins Arbeitszimmer und wird nicht irgendwie permanent verbannt.
Es gibt aber Situationen, da möchte ich einfach keinen Hund in der Nähe haben. Dafür gehört für mich das Badezimmer und bei Nacht das Schlafzimmer (tagsüber bin ich da nie lange drin und entsprechend auch der Hund nicht). Über das Kochen kann man sicher streiten. Ich persönlich möchte das Risiko von Hundehaaren im Essen gern minimieren und finde einfach, dass Pollux das akzeptieren muss, so interessant die Gerüche auch für ihn sein mögen. Das schafft er auch, denn auch wenn wir die Küchentür offen lassen, bleibt er (meistens) ruhig auf seinem Plätzchen im Wohnzimmer liegen.

Ich bin ihm auch nicht böse, dass er heult, Schimpfen kommt da sowieso nicht infrage. Er heult nie, wenn wir in die Wohnung kommen und dass ich ihn nach der Auswertung der Aufnahmedatei nicht anmotzen kann, ist mir völlig klar!
Natürlich weiß ich auch, dass es nicht großartig für ihn ist, an einigen Wochentagen fünf Stunden alleine rumzuhängen, ich mache dem Tier keinen Vorwurf, trotzdem möchte ich versuchen, an diesem Verhalten zu arbeiten. Zu seinem Besten, den auch dem nettesten Nachbarn reißt irgendwann vielleicht einmal der Geduldsfaden.
Ihn da unterzubringen wird glaube ich nichts, da die Person, die mich darauf angeprochen hat, Katzenhalterin ist. So weit ich weiß, sind alle anderen Nachbarn berufstätig. So eng sind die Kontakte hier im Haus aber auch nicht, die Option muss ich für mich leider ausschließen.

Ich schaue mal nach so einer Babyphon-App, ihm direkt "Aus" zu vermitteln, ist eine gute Idee. Hast du da einen Namen/Tipp?
Fernseher statt Radio kann ich auch mal testen! Jetzt lasse ich ihm erst Mal ein paar Tage das Radio, um nicht zu viel Unruhe für ihn zu verbreiten und um einschätzen zu können, ob das Schwanken in der Jaulmenge Zufall ist oder ob die Sachen etwas bringen.

Das Problem mit dem Wegsperren, er wird es so empfinden. Ihr seid den Vormittag nicht da, und dafür möchte er am Nachmittag an euch "Kleben", hat jeder Hund so eine Tendenz dafür, meine sitzt derzeit gerne bei mir wenn ich bade, aber tja - sie ist blind und fast taub, die hat wirklich angst - dass sie mich irgendwann nicht mehr findet. Er ist noch relativ jung bei euch, das muss sich alles erst einpendeln, dass er versteht - dass ihr nicht ins Bad geht und ihr euch möglicherweise über das Fenster nach draussen abseilt. Versucht es einfach mal andersrum, möglicherweise die Türe offen lassen wenn ihr das bad betretet - und wieder rausgeht (intimspäre muss ja dabei nicht verletzt werden, toilettgänge dürfen natürlich zwischendurch auch mit geschlossener Türe sein). Sobald er kapiert - dass da drinnen ja eigentlich nichts los ist - nichts interessantes für ihn , wird er von selber nicht mehr mitgehen wollen. Das selbe gilt für die Küche.
 
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PluxderHund

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Hallo,
wir haben unseren Hund weiter aufgezeichnet und irgendwie scheint sich das Problem von alleine erledigt zu haben... Ich verstehe nicht warum, aber bin sehr zufrieden:

Es hat sich auf circa 30 sekündiges Gejammer, immer ungefähr nachdem wir zwanzig Minuten weg waren eingependelt. Dann ist in der Regel Ruhe, manchmal kommt nochmal etwas nach, nachdem er zwei Stunden geruht hat.
Ich weiß nicht woher das intensive Weinen kam - vielleicht lag es am düsteren Wetter draußen und jetzt wo es schöner wird, fühlt er sich auch in der Wohnung wieder wohler? Ich weiß es nicht, aber jedenfalls ist meine große Sorge, dass Pollux ein gravierendes Jaulproblem bekommt, vorerst scheinbar nicht bestätigt.
Wir stellen jetzt die Aufzeichnungen ein und gehen davon aus, das alles gut ist, solange sich niemand beschwert.
Es scheint zum Glück eine Phase gewesen zu sein.

Danke noch einmal fürs Mitdenken!
 
Thema:

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