Hilfe, wie helfe ich Kater aus Rückzug?

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WhiteKitto

23.01.2019
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Hallo liebe Katzenhalter*innen,

habe mich zum ersten Mal in nem Forum angemeldet, weil ich echt nicht mehr weiter weiß. Habe einen Kater seit 10 Jahren. Zuerst in einer WG gewohnt, Kater war sehr offen und mochte Menschen aber war kein Freigänger. Dann bin ich umgezogen, er war Freigänger, wurde aber immer menschenscheuer, habe auch allein gewohnt, später mit Freund zusammen (Kastration zu diesem Zeitpunkt, und in meine Wohnung wurde eingebrochen, als ich nicht da war, aber er)
Dann noch 2x umgezogen, keine Freigangsoptionen und Kater hat sich immer mehr gegenüber Menschen zurückgezogen.
Nun wohne ich mit netten Menschen und nem Hund zusammen. Zuerst hat Kater sein Revier verteidigt und war in der Wohnung
aktiv aber nun zieht er sich immer mehr zurück und niegelt (miauzt) nur rum, weil er Aufmerksamkeit will und klettet an mir.. Das kletten kam schon vor 6 Jahren, seitdem ich allein gewohnt habe. Er ist mega auf mich fixiert und nervt mit dem rumgemautze, also kein richtiges Miauzen sondern so ein gurren, er merkt auch das es mich nervt, aber macht immer weiter. Katzen provozieren ja gerne und kennen auch die wunden Punkte der Menschen ... Und letztens kam ich mega auch gestresst von Arbeit nach Haus und er hat mich nicht in Ruhe gelassen, da ist mir die Hand ausgerutscht... Das passiert ungefähr 2x im Jahr :( Dadurch habe ich seit einiger Zeit krasse Schuldgefühle, es tut mir so mega leid, ich will das doch nicht, aber er sägt so sehr an meinen Nerven. (Bin selbst hochsensibel und die Katze ist auch sehr sehr ensibel) Probiere immer, ihm ein schönes Heim zu bereiten mit lieben (!) Mitbewohnern und der Hund ist auch total interessiert an ihm und würde niemals schnappen. Wir wohnen auch im ersten Stock, wo er theoretisch rauskönnte, doch er ist so zurückgezogen und hat vor allem Angst, egal wie vorsichtig wir alle mit ihm umgehen. Ich will ihn einerseits nicht überfordern, möchte ihn aber auch konfrontieren, weil es ja sonst noch schlimmer wird.

Mittlerweile überlege ich auch, ob ich ihn weggebe, weil ich so tierisch genervt bin, ich kann das nicht mehr ertragen u fühle mich als schlechte Katzenmutti. Aber da er so sehr auf mich fixiert ist, würde ich das nie übers Herz bringen.

Bitte helft mir, ich weiß echt nicht mehr weiter...

Meine Fragen sind:
Ist noch mehr Rückzug gut für den Kater?
Wie gehe ich mit meinen Schuldgefühlen um?
Wie kann ich meinem Tier helfen?
Ist jedes Verhalten des Katers ein Spiegel von meiner Innenwelt oder ist das Quatsch?
Wie kann ich durch mein Verhalten die Fixierung etwas lösen?
Lieber nicht mit Kater sprechen, da dieses "Gurren" vielleicht eine Antwort ist (Vermenschliche ich die Katze?)

Ich freue mich über eure Antworten und Ideen :)

LG Kitto
 
23.01.2019
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A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.116
7
Hallo Kitto,

und herzlich Willkommen im Forum.

Ja, ich fürchte ich bin nur die erste in einer langen Reihe von Usern, die Dir das gleiche schreiben wird: daß Dein Kater Dich so nervt, das liegt daran, daß er ein Einzelkater ist. Also keine kätzischen Spielgefährten hat. Du bist seine Bezugsperson, die anderen mögen noch so lieb und nett sein, aber Du bist halt die Konstante in seinem Leben. Also nervt er Dich, nicht die anderen. Er ist jetzt 10 Jahre alt? Dann ist es eigentlich noch nicht zu spät für eine Vergesellschaftung mit einem Katzenspielpartner - auch wenn das dauern wird und auch Nerven kosten wird. Das Positive daran: er wird erstmal auf etwas anderes - nämlich die neue Katze - fixiert sein, und also nicht mehr Dich persönlich nerven. Wäre das eine Option, zumindest darüber mal nachzudenken?

Sonst ist er gesund, also das Rumgegurre hat keine gesundheitlichen Ursachen?

Dann noch konkret zu Deinen Fragen:
Rückzug kann - jetzt komm ich schon wieder darauf - durchaus auch krankheitsbedingt sein. Also falls noch nicht geschehen: lass ihn durchchecken.
Schuldgefühle: abhaken. Passiert ist passiert, das kannst Du nicht ungeschehen machen. Such Dir das nächste Mal aber ein anderes Ventil. Wortlos weggehen und eine Runde strammen Schrittes um den Block gehen könnte z.B. helfen.
Helfen: wie gesagt, die einzige wirklich hilfreiche Option, die mir einfällt, ist ein Spielgefährte.
Spiegel der Innenwelt: kommt drauf an. Bei manchen Katzen kann das schon der Fall sein. Wobei das auch da auf gar keinen Fall JEDES Verhalten des Katers ist.
Fixierung lösen: Spielgefährte :) Und vielleicht einfach öfter mal nicht da sein, so daß er sich jemand anderen suchen MUSS?
Gurren: ja, wenn ich mit meiner Lilly rede gurrt sie auch zurück. Ich denk schon, daß das eine Antwort ist. Aber nicht mit ihr reden wäre gar keine Option.
 
S

Simpat

Moderator
06.03.2010
7.254
6
Ich kann mich da Audrey nur voll und ganz anschließen, sehe ich ganz genauso.

Falls du dich aber wirklich zu einer zweiten Katze oder Kater entschließen solltest, dann mach bitte, da er ja schon jahrelang allein gelebt hat eine langsame Zusammenführung und der Neuzugang sollte mindestens auch schon 7-8 Jahre alt sein, bestens sozialisiert und vom Wesen, Charakter und Temperament deinem möglichst ähnlich. Aber zuvor sollte ein TA ihn gründlich durchchecken, ob er auch ganz gesund ist, nicht dass es gesundheitliche Gründe für sein Verhalten gibt.
 

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