Einschläferung. Wie war es bei euch?

Diskutiere Einschläferung. Wie war es bei euch? im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen. Ich habe diese Seite eben gefunden und bin recht verzweifelt. Unser Kater, 19 Jahre alt, hat ein tolles Leben hinter sich. Nun...
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Hallo zusammen.

Ich habe diese Seite eben gefunden und bin recht verzweifelt.
Unser Kater, 19 Jahre alt, hat ein tolles Leben hinter sich.

Nun sind wir, mein Partner und ich, dazu bereit ihn gehen zu lassen.
Er
hat trotz Krankheit und vielen Problemen zwei Jahre länger gelebt, als wir alle dachten.

Es ist so unglaublich schwer, wenn man weiß, man hat nur noch so wenig Zeit.
Mein Partner will das Ende jedoch anders haben, als ich es will.

Er möchte es beim Tierarzt und ich hier, in seiner gewohnten Umgebung.
Es wäre weniger Stress für ihn und er könnte hier bei uns gehen.

Wie sind eure Erfahrungen damit?
Und gab es unerwünschte Komplikationen bei der Einschlaferung?
Davor habe ich riesige Angst.

Was kann ich tun, damit er sich wohl fühlt und nichts von meinem Leid spürt. Ich möchte ihm keinen Stress bereiten.

Liebe Grüße.
 
28.01.2019
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Shiria

Shiria

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Hallo,

Die Entscheidung zu diesem Schritt ist wirklich nicht einfach :(. Er hat wirklich ein stolzes Alter erreicht.

Ich habe T.C. als es soweit war mit 16 Jahren bvei uns zu Hause gehen lassen. Der Tierarzt kannte sie, es war der bei dem sie eh immer in Behandlung war, daher war keine große Voruntersuchungen nötig. Er wusste um ihren Zustand und das es bald soweit sein würde. Wir hatten ihn dann gefragt, ob er sie bei uns zu Hause erlösen würde.
Die Einschläferung verlief ganz ruhig. Sie lag auf ihrem Schlafplatz und hat dort die Narkose bekommen. Das war ihr kurz unangenehm, aber sie ist ruhig eingeschlafen. Erst danach, wo sie nichts mehr gemerkt hat, hat sie die zweite Spritze bekommen.
Mein Tierarzt hat damals erklärt, dass es auch noch nach einer ganzen Weile zu Zuckungen und Bewegungen kommen kann, auch nachdem er den Tod schon festgestellt hat.

Findus habe ich beim Tierarzt gehen lassen müssen, aber bei ihm bestand die Hoffung, dass man eventuell noch was tun könnte. Wo sich in Narkose herausgestellt hat, dass man ihm nicht mehr helfen kann, habe ich ihn gleich dort gehen lassen. Ich weiss das die Entscheidung richtig war, aber es fühlt sich trotzdem falsch an - er hätte zu Hause gehen sollen, dort wo er sich wohl gefühlt hat... ohne diesen Stress.

Wenn ich die Wahl habe und es der Gesundheitszustand zulässt (also kein plötzlicher Notfall ist), würde ich die Einschläferung zu Hause immer vorziehen. Für mich wäre es wichtig, dass es der Tiararzt macht, der meien Tiere kennt. Dann muss ich nicht so viel erklären, denn er hat den Werdegang eh mitverfolgt. Für das Tier ist es glaube ich besser, kein Stress durch Transport zum Tierarzt, ungewohnte Umgebung & Gerüche. Eventuell noch Wartezeit...
Wobei es vielleicht auch noch darauf ankommt, wie das Tier sonst auf den Tierarzt reagiert hat. Wenn es ein Hund ist, der Angst vor dem Tierarzt hat und dann taucht der plötzlich im sicheren zu Hause auf...
Ich glaube sie merken sowieso das was anders ist, egal wie sehr wir uns bemühen sie nichts merken zu lassen.

Ich hab bei T.C. versucht den normalen Tagesablauf so gut wie möglich beizubehalten, plus extra verwöhnen natürlich, aber keinen extra Truel oder so. Wenn es bei Gino soweit ist, werde ich es auch so machen, aber ich hoffe das dauert noch ganz lange...

Komplikationen habe ich nur ein einziges mal erlebt, obwohl ich schon einige Tiere habe gehen lassen müssen (u.a. Farbratten & Mäuse). Alle bekamen in der Regel eine (überdosierte) Narkosespritze und sind damit meist ruhig eingeschlafen. Manchmal bekamen sie noch eine zweite Spritze, wenn sie schon fest schliefen.

Am Besten besprecht ihr die Möglichkeiten mit eurem Tierarzt und wie er eine Einschläferung bei euch zu Hause vornehmen würde. Je nach Vorerkrankungen, die euer Kater hat, kann es vielleicht zu unterschiedlichen Problemen kommen. Euer Tierarzt kann euch da am besten weiterhelfen.

Liebe Grüße,
Shiria
 
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Ich danke dir.

Mein Partner war heute beinunserem Tierarzt und hatte dort ein langes Gespräch mit ihm.
Er würde ihn gern noch ein letztes mal untersuchen, daher empfiehlt er zu ihm zu kommen.
Aber er sagte auch, dass von den Erzählungen davon auszugehen ist, dass er dann an diesem Tag erlöst wird.

Wir haben es zum Glück nicht weit, aber ich hätte es viel lieber hier gemacht.

Ich habe jetzt noch eine Woche mit ihm.
Diese werde ich vollkommen genießen und sie ihm so schön und amgenehm wie möglich machen.

Ich danke dir auf jeden Fall für deine Antwort.
Ich hoffe, dass bei den Spritzen alles gut geht.
Hallo,

Die Entscheidung zu diesem Schritt ist wirklich nicht einfach :(. Er hat wirklich ein stolzes Alter erreicht.

Ich habe T.C. als es soweit war mit 16 Jahren bvei uns zu Hause gehen lassen. Der Tierarzt kannte sie, es war der bei dem sie eh immer in Behandlung war, daher war keine große Voruntersuchungen nötig. Er wusste um ihren Zustand und das es bald soweit sein würde. Wir hatten ihn dann gefragt, ob er sie bei uns zu Hause erlösen würde.
Die Einschläferung verlief ganz ruhig. Sie lag auf ihrem Schlafplatz und hat dort die Narkose bekommen. Das war ihr kurz unangenehm, aber sie ist ruhig eingeschlafen. Erst danach, wo sie nichts mehr gemerkt hat, hat sie die zweite Spritze bekommen.
Mein Tierarzt hat damals erklärt, dass es auch noch nach einer ganzen Weile zu Zuckungen und Bewegungen kommen kann, auch nachdem er den Tod schon festgestellt hat.

Findus habe ich beim Tierarzt gehen lassen müssen, aber bei ihm bestand die Hoffung, dass man eventuell noch was tun könnte. Wo sich in Narkose herausgestellt hat, dass man ihm nicht mehr helfen kann, habe ich ihn gleich dort gehen lassen. Ich weiss das die Entscheidung richtig war, aber es fühlt sich trotzdem falsch an - er hätte zu Hause gehen sollen, dort wo er sich wohl gefühlt hat... ohne diesen Stress.

Wenn ich die Wahl habe und es der Gesundheitszustand zulässt (also kein plötzlicher Notfall ist), würde ich die Einschläferung zu Hause immer vorziehen. Für mich wäre es wichtig, dass es der Tiararzt macht, der meien Tiere kennt. Dann muss ich nicht so viel erklären, denn er hat den Werdegang eh mitverfolgt. Für das Tier ist es glaube ich besser, kein Stress durch Transport zum Tierarzt, ungewohnte Umgebung & Gerüche. Eventuell noch Wartezeit...
Wobei es vielleicht auch noch darauf ankommt, wie das Tier sonst auf den Tierarzt reagiert hat. Wenn es ein Hund ist, der Angst vor dem Tierarzt hat und dann taucht der plötzlich im sicheren zu Hause auf...
Ich glaube sie merken sowieso das was anders ist, egal wie sehr wir uns bemühen sie nichts merken zu lassen.

Ich hab bei T.C. versucht den normalen Tagesablauf so gut wie möglich beizubehalten, plus extra verwöhnen natürlich, aber keinen extra Truel oder so. Wenn es bei Gino soweit ist, werde ich es auch so machen, aber ich hoffe das dauert noch ganz lange...

Komplikationen habe ich nur ein einziges mal erlebt, obwohl ich schon einige Tiere habe gehen lassen müssen (u.a. Farbratten & Mäuse). Alle bekamen in der Regel eine (überdosierte) Narkosespritze und sind damit meist ruhig eingeschlafen. Manchmal bekamen sie noch eine zweite Spritze, wenn sie schon fest schliefen.

Am Besten besprecht ihr die Möglichkeiten mit eurem Tierarzt und wie er eine Einschläferung bei euch zu Hause vornehmen würde. Je nach Vorerkrankungen, die euer Kater hat, kann es vielleicht zu unterschiedlichen Problemen kommen. Euer Tierarzt kann euch da am besten weiterhelfen.

Liebe Grüße,
Shiria
 
S

Simpat

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Ich würde wenn immer es möglich ist, ein Tier daheim erlösen lassen, in der vertrauten Umgebung, alles andere wäre nur unnötiger Stress. Ich denke man weiß, wenn es soweit ist, wenn einfach nicht mehr ausreichend Lebensqualität für den Kater vorhanden ist, sollte man ihm unnötiges Leiden ersparen. Er hat ja mit 19 schon ein gutes Alter erreicht. Natürlich können Katzen auch noch älter werden, aber wie gesagt, nur wenn die Lebensqualität noch vorhanden ist und wenn man das Tier schmerzfrei halten kann.

Mein Katerchen ist nicht alt geworden, aber er hatte Fip, ihm konnte keiner mehr helfen. Es hat auch mir sehr geholfen, dass wir nicht extra zum TA fahren mussten und es meine Tierärztin war, die mich und meine Tiere schon seit Jahren kennt. Er ist ganz ruhig in meinen Armen eingeschlafen. Die erste Spritze hat er auf der Coach bekommen, dann habe ich ihn gestreichelt und auf den Arm genommen, für die zweite Spritze. Auch kann man sich da mehr Zeit nehmen, als wenn in der Praxis dann draußen der nächste Patient schon wartet. Obwohl meine TÄ sich auch für mein Meerschweinchen richtig Zeit genommen hat, als ich zur Untersuchung bei ihr war und man leider feststellt hatte, dass es viel schlimmer ist als gedacht und man es am besten gleich erlöst, obwohl andere Patienten im Wartezimmer gewartet haben. Aber daheim ist es doch noch etwas anderes und ich muss dann in der Situation auch keine anderen fremden Leute um mich rum haben.
 
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Michse89

Michse89

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Ohje, es ist immer schwer diese Entscheidung zu treffen.
Uns war es super wichtig, das er zu Hause einschlafen darf. Alles andere wäre schrecklich und zu stressig für unseren Kater gewesen.
Warum will der Arzt da noch eine Untersuchung machen wenn die Entscheidung eigentlich schon gefallen ist?
Ich würde es nie in der Praxis machen, wenn es auch zu Hause gehen würde.

Unser Alter Herr durfte 18 Jahre alt werden und hat zu Lebzeiten den Tierarzt gehasst und auch als er zum letzten mal kam, wurde dieser herzhaft angefaucht :)

Das einzig blöde, was wir halt auch voll vergessen haben, wir haben ihm die letzten Stunden noch leckerlis gegeben, halt noch verwöhnt.
Naja nach der Narkose Spritze kam alles postwendend wieder raus :(
Aber ansonsten lief alles 'gut' und er ist schnell und friedlich eingeschlafen

Viel Kraft für die nächste Zeit
 
G

Gast84631

Guest
Hallo.
Wir mussten unseren Hund ueberraschend gehen lassen..wir ahnten nix, rein garnix...
Beim TA natuerlich..
Hoffentlich nie wieder

Erstens ist es total stoerend, fremdes Gebaeude, Frauchen ist total am Ende, fremde Geraeusche, Licht.... alles..

Zweitens, man is so dermassen verheult und die elendigen mitleidenden Blicke im Wartezimmer

Drittens du bist mit Tier rein,ohne raus

Es ist schlimm-immernoch

Tu dir und deinem Tier das nicht an!!
 
Audrey

Audrey

Moderator
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Mein Kater (siehe Avatar) wurde bei der Tierärztin erlöst. Wenn ich Dir da ein bißchen Hoffnung machen darf - das hat sie wirklich schön gemacht. Sehr einfühlsam, in einem separaten Raum. Sie hat ihm die erste Spritze gegeben, dann durften wir ca. eine halbe Stunde mit ihm allein sein, dann kam sie leise wieder rein und hat ihm die 2. Spritze gegeben. Wir hatten alle Zeit der Welt mit ihm, und er ist auch ganz ruhig und entspannt eingeschlafen. Ich finde daß wir da alles richtig gemacht haben, und bis aufs Einpacken war es auch kein zusätzlicher Stress für meinen Kater und ich würde es wohl wieder so machen. Allein schon wegen meiner 2. Katze, für die war das Abschied nehmen ja schon schlimm genug, aber dann noch die "verhasste" TÄ in ihrem Revier möchte ich ihr halt nicht antun...
 
demona

demona

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Hi,

ich habe bis jetzt drei Katzen gehen lassen müssen, alle drei beim Tierarzt. Meine Tierklinik ist da immer sehr einfühlsam, keine Hektik, keine Störungen, wir konnten uns in allen drei Fällen in aller Ruhe verabschieden. Wurden alle drei mit je zwei Spritzen eingeschläfert.

Bei dem ersten Kater hatten wir noch Hoffnung, dass der Besuch noch was bringen könnte aber unsere TÄ war erbarmungslos ehrlich und hat gesagt, "Wir könnten noch ein, zwei Wochen spritzen/Tabletten geben/irgendetwas probieren aber der Kater würde leiden". Daher war die Entscheidung gefallen udn er durfte im Arm meiner Mama einschlafen. Der ist so schnell gegangen, dass meine Mama das gar nicht mitbekommen hat wann er aufgehört hat zu atmen. :cry:

Meine Jacky und Felix letztes Jahr, da bin ich explizit zum Einschläfern zum TA gefahren. Da wusste ich, dass es keine Behandlung mehr gibt und dass es der letzte Weg wird. Ich habe geheult wie ein Schlosshund, hier und dort aber es war die richtige Entscheidung.

Ich habe im übrigen alle Drei wieder mit Heim genommen. Zum Verabschieden für meine übrigen Katzen und habe sie dann am nächsten Tag ins Krematorium gefahren. Da lassen würde ich persönlich nie ein Tier, niemals. Würde ich nicht über mich bringen. Ich werde es wohl bei den Nächsten auch so machen - hier sind noch drei Katzen und ein Hund und drei Katzen bei meiner Mama. Auch wenn ich hoffe, dass sie mir alle den Weg abnehmen und einfach über Nacht einschlafen. :cry:

Toll, jetzt heul ich. :cry:
Demona
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Unsere beiden Kater wurden auch jeweils beim Tierarzt eingeschläfert. Ich konnte bei beiden leider nicht dabei sein, aber ich weiß von meiner Mutter, dass unsere TÄ auch sehr einfühlsam war. Beim zweiten Kater, der FelV hatte, hatte sie fast selbst geweint...
Sie liegen alle bei meinen Eltern im Garten begraben.

Gott, jetzt muss ich auch heulen :'(
 
G

Gast84631

Guest
So ein trauriges Thema..

Hoffentlich sind wir alle einmal wieder vereint..auf welche Art auch immer.

Die Liebe zu seinem Tier ist wie zu seinem Kind-einfach bedingungslos.
 
B

Bagheera20

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Wenn der Tierarzt nocheinmal untersuchen möchte, finde ich, ist es die richtige Entscheidung, in die Praxis zu gehen. Wenn du auf diese Untersuchung verzichtest, wirst du dich später oft fragen, ob man vielleicht noch hätte etwas tun können. So hast du die Gewissheit. Das ist besser.
 
Thema:

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