HILFE er zieht und ist nicht haltbar

Diskutiere HILFE er zieht und ist nicht haltbar im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; HILFE!! Wir sind am Ende mit unseren Ideen. Wir haben seit einer Woche einen ehemaligen Kettenhund aus Kroatien (ca. 3 Jahre alt) (unser erster...
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Chrisi97

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HILFE!!
Wir sind am Ende mit unseren Ideen.
Wir haben seit einer Woche einen ehemaligen Kettenhund aus Kroatien (ca. 3 Jahre alt) (unser erster Hund)
Vom Charakter her vor allem in der Wohnung drinnen ist er extrem ruhig, brav und überhaupt nicht aufdringlich oder so. Er reagiert auch relativ gut auf unser Rufen usw.
Sobald wir aber draußen sind (egal wo) zieht er wie verrückt.
Er zieht nach vorne, nach links, nach rechts, im ZickZack, zu Bäumen, zu Laternen, zu Mülltonnen, zu Wiesen,... also wirklich überall hin. Und seine Schnauze ist dabei dauerhaft am Boden er nimmt jeden Geruch auf und rennt drauf los. Natürlich macht es ihm dann auch nichts aus das er im Halsband oder im Brustgeschirr hängt und teilweise kaum Luft bekommt.
Nun haben wir versucht ihn zu uns zu locken oder irgendwie von den Gerüchen abzulenken. Er reagiert aber nicht auf uns egal was wir machen, nimmt auch kein Futter, keine Leckerlis, keine Spielsachen er interessiert sich wirklich für nichts außer Schnüffeln.
Wir haben es mit Halsband und Brustgeschirr versucht, mit kurzer Leine und 5m Schleppleine aber auch bei der Schleppleine beginnt er früher oder später wie verrückt zu ziehen weil wir ihm dann zu langsam gehen.
Damit sind aber natürlich viele Gefahren verbunden denn die Panik, dass die Leine reißt ist extrem groß bzw. macht er auch vor Straßen kein Halt und zieht auch vor Autos.

Eine Trainerin ist verständigt aber sie kann uns erst ab März helfen.
Wir sind absolut verzweifelt und für jeden Hinweis extrem dankbar. :)
 
04.02.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
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Simpat

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Da ist ein Hundetrainer sicher empfehlenswert und bis dahin, hilft nur viel Geduld. Welche Leckerlis habt ihr schon probiert? Auch wenn es fies klingt, solltet ihr es versuchen, den Hund drinnen nicht mehr zu füttern und er bekommt seine Ration draußen beim Training.

Was da auch zu empfehlen ist, trainiert in einem abgeschlossen Bereich (Garten, Trainingsgelände usw.) und dann erstmal mit Schleppleine etwas auspowern vor dem Training, lasst ihn richtig laufen sei es durch Apportiertraining oder Reizangel oder einfach Joggen, auf was er sich halt einlässt. Dann beim Trainieren macht ihr strikte Richtungswechsel sobald er zerrt, immer wieder die Richtung ändern, damit er lernt sich an euch zu orientieren. Wenn er sich an euch orientiert und/oder ihr seine Aufmerksamkeit habt und er gerade nicht zieht, gibt es Belohnung. Auch fördert dass die Mensch-Tier-Bindung, er muss lernen, ihr habt das Futter, nur über den Kontakt zu euch gibt es was zu fressen, also nicht mehr einfach hinstellen, er muss es sich verdienen und es gibt das Futter erstmal nur noch aus der Hand.

Da er so nasenorientiert ist, würde ich es dann auch mit Futtersuchspielen probieren oder Apportiertraining mit Futterbeutel. Er darf halt sonst nichts bekommen, außer beim Training oder ihr findet heraus, auf was er so steht, dass er es auch draußen beim Training nimmt und sich damit entsprechend motivieren lässt. Wenn es sonst kein Anreiz gibt, ihr kein Lieblingsleckerli findet, geht es halt über den Hunger als Motivation.
 
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Roli2190

Roli2190

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Hallo!
Dass der Hund zieht wie verrückt ist fast klar, er kannte als Kettenhund höchstwahrscheinlich keine Leine (außer seine Kette und da war er vermutlich dauerhaft fixiert). Sobald der Hund zieht, entweder stehenbleiben oder eben Richtungswechsel. Mein Vorredner hat schon einige gute Tipps gegeben, die ich so auch empfehlen würde. Nur ob das mit dem Hunger bei einem ehemaligen Kettenhund klappt, frage ich mich, da der Hund es vermutlich gar nicht kennt, sich sein Futter zu erarbeiten, versuchen kann man es allerdings wenn der Hund körperlich in einer guten Verfassung (also nicht allzu dünn) ist. Hat bei meinem Hund früher auch ziemlich gut funktioniert. Was ich noch mitgeben kann, dass ihr gerade am Anfang die lockere Leine praktisch unter Signal stellt.

Soll heißen, am Geschirr könnt ihr es vorerst nicht so genau nehmen wenn ihr mal keine Zeit/Nerven habt die Leinenführigkeit zu trainieren. Und am Halsband wird das konsequent jedes (!) mal umgesetzt. Am Brustgeschirr zu ziehen ist für den Hund auch nicht so schädlich wie am Halsband, wenn es richtig angepasst ist. Natürlich solltet ihr später auch am Geschirr die Leinenführigkeit trainieren, das System ist eher eine Übergangslösung. Schleppleine und generell lange Leinen sollten übrigens nur am Geschirr angebracht sein, gerade wenn der Hund zieht und auch sonst draußen noch nicht so auf den Menschen reagiert. Und jedes mal, wenn euch der Hund ansieht oder in eure Richtung schaut (auch wenn er euch nur so halb ansieht) bestätigen (mit was auch immer ihm gefällt, da heißt es einiges durchprobieren, zB Hühnerherzen wirken bei meinem Hund gut). So fördert ihr, dass er sich überhaupt an euch orientiert. Ich wünsche euch viel Erfolg!
Edit: Bei meinem Hund habe ich, wenn Schnuppern für ihn die größte Belohnung war, das einfach als Belohnung genommen. Also Hund reagiert auf mich/sieht mich an, darf dann als Belohnung dort schnuppern wo er möchte (wenn möglich). Allerdings sollte man ihm dann etwas später auch zeigen, dass es manchmal einfach weitergeht und nicht jedes mal bzw. überall geschnuppert wird.
 
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Schweinemama

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Der Hund ist erst eine Woche bei euch. Der ist noch dabei seine Umwelt wahrzunehmen und sich zu orientieren. Ziehen ist nicht gut, ich würde den Hund an das doppelgeschirr hängen, einerseits brustgurt, anderes Ende Halsband. Einen kleinen kann man ja noch mit einem brustgeschirr bändigen, versuche einen kettenhund zu bändigen, der nun weiss, dass du hinterherläuft und auf der anderen Straßenseite läuft eine Katze. Never ever.

Ich würde es ruhig angehen lassen, Training- kannst du vergessen, frühestens in 1-2 Wochen anfangen. Der Hund hat bis jetzt noch keine Ahnung, dass ihr ihm gutes tut und vertrauen zu euch entwickelt. Er weiss nur, er ist frei und ihr hängt an der Leine. Es gibt für solche Hunde kein ich möchte gefallen, Futter kriegt er für sich sowieso zu viel, früher bekam er zu wenig oder gar nix. Also geht es ihm bei euch mal besser.

Es gibt Befehle - notbefehle- die abrufbar sein sollten. Aufmerksamkeit wäre das wichtigste. Auf irgendwas muss der Hund reagieren. Das rascheln des futtersackerls, ein kurzer schriller Pfiff, ein in die Hände klatschen, oder laut hundeflüsterer das Tsch, manche brüllen auch den Namen.........findet heraus wie ihr auch kurzfristig die aufmerksamkeit bekommen könnt. Es geht darum den Hund zu Schulen, dass er euch für einen Moment zuhört. Aufmerksamkeit und Rückruf. Macht er das ist es gut, macht er es nicht, Ruck an der Leine, ein kurzer schlag/ein kleiner rempler auf die Schulternblätter seitlich, markante berührungen, ein pusten ins Gesicht, ein Ohr mit zwei Fingern berühren und leicht festhalten (nicht ziehen). sagt ihm doch bitte, dass ihr da seid, die Leine und den Zug dagegen wird ihm nicht wirklich imponieren, den kennt er seit xxx Wochen, erfindet was anderes. Berührt ihn auf das reagiert er weit mehr wie auf die Leine.

Der kriegt euch derzeit einfach nicht mit, der ist mehr oder weniger im Autismus drinnen. Er möchte seine neue Welt erleben. Aber ihr müsst ihm schon klar machen, wir hängen an deiner Leine.
 
Roli2190

Roli2190

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@Chrisi97
Wenn ihr den Hund kräftemäßig nicht halten könnt, dann spielt der Faktor Brustgeschirr natürlich eine Rolle, da Hunde am Geschirr mehr Kraft haben als am Halsband. Kann einer von euch den Hund am Geschirr so halten, dass er für sich und andere keine Gefahr darstellt? Möchte natürlich keinen Tipp mit dem Geschirr geben und der Hund zieht euch dann auf die Straße oder ähnliches.
 
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Simpat

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Nur ob das mit dem Hunger bei einem ehemaligen Kettenhund klappt, frage ich mich, da der Hund es vermutlich gar nicht kennt, sich sein Futter zu erarbeiten, versuchen kann man es allerdings wenn der Hund körperlich in einer guten Verfassung (also nicht allzu dünn) ist. Hat bei meinem Hund früher auch ziemlich gut funktioniert.
Upps, dass habe ich natürlich vorausgesetzt, hätte ich aber natürlich noch dazuschreiben müssen. Mein Tipp mit dem Futter erarbeiten und nur noch beim Training füttern, bezieht sich natürlich auf einen körperlich gesunden Hund und keinesfalls auf ein krankes und/oder unterernährtes Tier.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Ohweia,ohweia,ohweia....

Schweinemama,bitte, was fuer Tipps sind das denn schon wieder..?
 
Roli2190

Roli2190

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Im großen und Ganzen finde ich diese Tipps gar nicht so schlecht. Den Hund nicht überfordern, eher 1-2 wirklich wichtige Signale einführen und den Rest später, dass so ein Hund erst mal alles kennenlernen muss (was das mit Autismus zu tun hat frage ich mich allerdings), den Hund antippen für Aufmerksamkeit (ich würde aber echt nur antippen und nichts "heftigeres", wenn das nichts bringt denke ich muss man daran eben noch arbeiten), erst mal überhaupt seine Aufmerksamkeit bekommen.
 
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Schweinemama

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Es geht nicht darum den Hund zu prügeln, ein kurzer befehlkann auch ein körperlicher Kontakt sein. Jedes lebewesen reagiert auf berührzngen besser wie auf worte. Das kann das tätscheln auf den Hundekopf auch sein (Das würde ich jedoch auf Lob setzen) . Das klopfen auf die eigenen Oberschenkel funktioniert bei manchen auch sehr gut. Probieren, probieren und wenn es funktioniert weiter üben und nicht aufhören zu loben. Abruf und Aufmerksamkeit ist wichtiger wie sitz, fuss etc. Ohne dieser Aufmerksamkeit könnt ihr einpacken, der Hund nimmt euch weder ernst noch wahr.

Ich habe keine Ahnung was Hundefreundin mir mit oweia erklären will. Sei es drum, es geht darum Aufmerksamkeit zu erhalten, und hier ist feinfühliger körperkontakt das um und auf. Und später in der Ausbildung bleibt das der Notfallbutton. Das wieder zur Ruhe kommen nach Anstrengung, das sammeln der hundegedanken, ein körperkontakt und der schalter ist auf aufnahme. Das funktioniert erstaunlich gut. Das merkt sich ein Hund sein Leben lang.

Brustgeschirr ist für einen ex-kettenhund lieb gemeint, aber etwas daneben. Ein leicht eingestelltes Halsband das minimal auf Zug etwas verkürzt, kann durchaus notwendig sein. Mit der Doppelanhängung habt ihr beide Möglichkeiten, einerseits das Halsband zu trainieren (wobei ich das Halsband nur wirklich in Strassennähe auf zug geben würde,) und andererseits in Kombi mit brustgeschirr könnt ihr den hund drehen, ihr habt mehr körper an der leine und seid somit gefahrenfreier unterwegs). wenn er sich umdreht, rückwärts geht, in die Leine verbeisst, braucht ihr definitv eine zweit Sicherung, die ihr unter Zug setzen könnt., sollte die andere Sicherung möglicherweise vom Hund blockiert sein. Ihr könnt mit beiden Händen an der Leine arbeiten und notfalls den Hund um die eigene Achse drehen, weg von stürmischen Hunden zu denen er gerade will, und vor allem mit dem Körper paralell zur Strasse. Übt das bitte.

Nur befürchte ich eben, dass ihr mit Leine, brustgeschirr und Halsband nichts erreichen werdet können, ausser dass ihr den hund gefahrenlos von a nach b bringen könnt. Kräftemessen ist unangebracht, allradantrieb mit Krallen, ihr seid dagegen fast chancenlos, toll wäre, wenn er kooperiert. Dh. Schleppleine, wo es möglich ist, und sehr viel mit berührungen arbeiten. Ein trainierter Hund benötigt die Leine nur als Show, als versicherung, aber es ist kein haltegriff in der ubahn. Bis Befehle vom hören verarbeitet werden können ( geht es mich überhaupt was an, ich kann Grad nicht, meine Besitzer rufen eh 5x und wenn ich beim 8ten mal komme mach ich sie glücklich) dauert es, ein kurzer schups, nackenfalte berühren etc. körperkontakt ist mitunter etwas wie der morgenappell beim bundesheer, klar, deutlich und unmissverständlich. Du bist gemeint und niemand anderer. Trainiert erst einmal diese geistige Fitness.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Leinenruck und Schlag auf xy- ich dachte das war mal- darauf war es aus, wenn du es wissen willst.
 
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Schweinemama

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Der Hund wird auf leinenrucke erst gar nicht reagieren. Die wird er sich als kettenhund 375x pro Tag selbst zugefügt haben. Leinenrucke sind praktisch, kann man in notsituationen verwenden.

Nur befürchte ich, dass das der Hund als lustiges kräftemessen auslegt, selbst wenn die Besitzer die Kraft aufbringen den Hund zu halten, die Kondition, das länger durchzuhalten können sie nie haben. Deshalb, schleppleine, und hoffen dass der Hund ihnen wohlgesonnen ist. Doppelsicherung an leinen für kurze Strecken, zum Auto, über die Strasse oder zum umzäunten Grundstück möglich, aber mehr wie 10 Minuten ist diese doppelsicherung kaum effektiv, denen geht die Kraft aus, und der Hund pumpt sich mächtig auf, für den ist das eher eine negativ konditionierung und dem geht auch nach 4 stunden nicht die Luft aus, das war mal sein lebensinhalt, sein einziger.

ZIEL ist den Hund ohne Leine an den Menschen zu binden. Das sollte es für alle Hundebesitzer sein. Trotzdem muss natürlich auch die Leinenführigkeit trainiert werden, aber erst dann, wenn der hund begriffen hat, das ist gut, ich gehe meinen Besitzern nicht verloren, die hängen hinten dran und ich muss aufpassen, dass ich sie nicht umreissen.
 
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A-Fritz

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Hallo,ich denke auch,
Hunger ist immer ein guter Schulmeister und ein Training, erst ein mal auf die Grundkommandos, mit Leckerli,
in einer abgeschlossenen, ruhigen Umgebung, anfangs im Haus, wäre bestimmt gut.

Am wichtigsten ist natürlich ein Rückrufkommando, welches gut auch mit verschiedenen Familienangehörigen
zwischen Sofa , Fernsehsessel und Küche , durch Hilfe von Lockmitteln trainirt werden kann.

Um auch die Kontrolle bei Spaziergängen zu behalten,wenn die eigenen Kräfte versagen,
kann man zur Not ein Halti benutzen, um den Hund so zu beeindrucken .

Vielleicht gibt es bei Euch die Möglichkeit euren Hund auch in einem abgeschlossenen, eingezäunten Areal
frei mit anderen Hunden laufen zu lassen und so auch eine Sozialisierung mit seines Gleichen zu ermöglichen .
Anfangs wäre dabei vielleicht eine Schleppleine nötig , um den Hund gegebenen falls auch in der eingezäunten Auslauffläche bei Bedarf wieder kontrollieren zu können.

Fritz.
 
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Simpat

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Um auch die Kontrolle bei Spaziergängen zu behalten,wenn die eigenen Kräfte versagen,
kann man zur Not ein Halti benutzen, um den Hund so zu beeindrucken.
Ein Halti darf man aber nur anwenden, wenn man den Umgang damit wirklich kennt oder jemand mit ganz viel Erfahrung an der Seite hat, der es einem zeigen kann. Ein Halti sollte man keinesfalls ohne Einweisung einsetzen, damit kann man viel falsch machen und vor allem auch dem Hund sehr weh tun.
 
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Chrisi97

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Da ist ein Hundetrainer sicher empfehlenswert und bis dahin, hilft nur viel Geduld. Welche Leckerlis habt ihr schon probiert? Auch wenn es fies klingt, solltet ihr es versuchen, den Hund drinnen nicht mehr zu füttern und er bekommt seine Ration draußen beim Training.

Was da auch zu empfehlen ist, trainiert in einem abgeschlossen Bereich (Garten, Trainingsgelände usw.) und dann erstmal mit Schleppleine etwas auspowern vor dem Training, lasst ihn richtig laufen sei es durch Apportiertraining oder Reizangel oder einfach Joggen, auf was er sich halt einlässt. Dann beim Trainieren macht ihr strikte Richtungswechsel sobald er zerrt, immer wieder die Richtung ändern, damit er lernt sich an euch zu orientieren. Wenn er sich an euch orientiert und/oder ihr seine Aufmerksamkeit habt und er gerade nicht zieht, gibt es Belohnung. Auch fördert dass die Mensch-Tier-Bindung, er muss lernen, ihr habt das Futter, nur über den Kontakt zu euch gibt es was zu fressen, also nicht mehr einfach hinstellen, er muss es sich verdienen und es gibt das Futter erstmal nur noch aus der Hand.

Da er so nasenorientiert ist, würde ich es dann auch mit Futtersuchspielen probieren oder Apportiertraining mit Futterbeutel. Er darf halt sonst nichts bekommen, außer beim Training oder ihr findet heraus, auf was er so steht, dass er es auch draußen beim Training nimmt und sich damit entsprechend motivieren lässt. Wenn es sonst kein Anreiz gibt, ihr kein Lieblingsleckerli findet, geht es halt über den Hunger als Motivation.

Leider frisst er allgemein so schlecht das wir froh sein müssen wenn er seine Tagesration (300g) mit Müh und Not zu sich nimmt. In den ersten 3 Tagen hat er garnicht gefressen und durch Hunger und Futter lässt er sich leider draußen nicht beeindrucken.
 
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Chrisi97

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@Chrisi97
Wenn ihr den Hund kräftemäßig nicht halten könnt, dann spielt der Faktor Brustgeschirr natürlich eine Rolle, da Hunde am Geschirr mehr Kraft haben als am Halsband. Kann einer von euch den Hund am Geschirr so halten, dass er für sich und andere keine Gefahr darstellt? Möchte natürlich keinen Tipp mit dem Geschirr geben und der Hund zieht euch dann auf die Straße oder ähnliches.
Kräftetechnisch ist er für uns am Brustgeschirr mit der Schleppleine haltbar natürlich für mich kann es sich schon zur Herausforderung entwickeln. Leider ist er aber so extrem unaufmerksam das er nichts von seiner Außenwelt mitbekommt. Er ist so vernarrt in das schnüffeln, dass nur ein fremder Hund der vorbei läuft ihn ablenken kann.
Apportiertraining und jegliche Spiele fallen leider komplett flach da er auf nichts reagiert. Nicht einmal in der Wohnung hat er Lust am Futterbeutel, Ball, Seil,...... zu schnüffeln geschweige denn damit zu spielen. Draußen funktioniert das dann sowieso garnicht weil er sich nicht auf uns konzentriert und nicht aufmerksam wird egal wie sehr wir uns zum Affen machen.
Das neuste Update ist aber jetzt wir gehen derzeit immer mit Brustgeschirr und Schleppleine (5m) und wir haben es jetzt schon so weit geschafft, dass immer öfter wenn ich pfeiffe er versteht dass jetzt weitergegangen wird und er nicht mehr zum schnüffeln stehen bleiben kann. Dabei sieht er mich zwar nicht an aber zumindest reagiert er ein bisschen darauf.
 
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Chrisi97

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Upps, dass habe ich natürlich vorausgesetzt, hätte ich aber natürlich noch dazuschreiben müssen. Mein Tipp mit dem Futter erarbeiten und nur noch beim Training füttern, bezieht sich natürlich auf einen körperlich gesunden Hund und keinesfalls auf ein krankes und/oder unterernährtes Tier.
Körperlich ist er gesund und auch nicht unterernährt er frisst aber sehr schlecht und auch nach 2 Tagen ohne Futter nimmt er draußen keinen Bissen an. Wir sind sehr damit beschäftigt, dass er überhaupt auf de Tagesration kommt, da er einfach nicht frisst.
 
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Schweinemama

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Ich würde mit dem Tierarzt darüber sprechen. Mag schon sein, das hündinnen in der Nähe läufig sind, da sind solche Hunde natürlich noch mehr daneben. Und es gibt sie die rüden, die Futter verweigern, sich einschneien lassen oder nicht mehr zum schnüffeln aufhören können. Da gibts aber Abhilfe in der Medizin, es wäre blöd, wenn ihn diese liebeslust an diesen Tagen auch noch blockiert.

Und andererseits die hundeseele war jahrelang in einzelhaft, der hat natürlich Defizite, auch zwischenhündisch und umwelttechnisch.
 
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Schweinemama

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Ich hatte gerade hier den gleichen Fall, einen komplett unausgelasteten Junghund - laut Waage 33 kg, der hatte eine Wucht - man musste aufpassen dass die Schuhe nicht stehen blieben und man selber durch die Luft flog. Grundsituation war jedoch eine andere - Welpe wurde angeschafft - und er war über 1 Jahr dort , schwangere Frau - die konnte den Hund nicht mehr halten - dadurch kam er aus dem Zwinger auch gar nicht mehr raus - die Leute waren klug genug den Hund zu vermitteln. Er war ein hochexplosiver Hund - raus auf die Strasse - durchstarten - ziehen - dickkopf durchsetzen - zerren - reissen - herumhopsen wie ein Hase vor lauter "angestauter Energie". Er hat ständig versucht anzuecken, mit jedem Hund, mit jedem Menschen - neugier und gleichzeitig diese enorme Impulsivität - dieses extrem verzogene Auftreten - dieses aufbauen vor jedem und allem.

Wir haben es mit Halti hinbekommen - Leinenführigkeit unterstützend mit Halti - gerade in Situationen die Gefährlich sind. Wir haben das Halti nun genau 2 Tage gebraucht - verwenden es jedoch noch zum Waldspaziergang - gerade für die Notfälle - die ersten Minuten wenn wir losgehen - hat er immer noch eine bombige Vorfreude - dh. er zieht dann nach wie vor. dieses Ziehen geht jedoch nach ein paar Minuten weg - er ist leinenführig - braucht fast gar kein Halti mehr (wir lassen es oben - weil es schon sehr böse begegnungen mit freilaufenden Rüden gab), Aber er ist mittlerweile entspannt, wir sind aber die ersten Tage sehr viel gegangen ( er war ein Zwingerhund - 3 Tage durchgehend im Geschlossenen Zwinger bevor er zu uns kam). Den konnte man mit Leine kaum halten - weder am Brustgeschirr - noch am Halsband. Das einzige was ihn wirklich zum "nachdenken" gebracht hat war das Halti - das wir maximal 10-15 Mal wirklich zur Vorbeiführung (die Leine macht die Hauptarbeit - das Halti ist nur zum Kopf drehen - damit der Hund nicht so fixieren kann) an Rüden und hündinnen verwendet haben - es war sozusagen ein enormer Lerneffekt.

Bei unserem war der "Fehler" diese enorme angestaute Energie die er erst einmal abarbeiten musste um den Kopf frei zu bekommen. Täglich über 10 Kilometer gegangen - erster Tag war schlimm, zweiter wurde besser, dritte war fast normal - und er hat sein traumwesen gezeigt, heute ist Tag 4 und er durfte schon mit Schleppleine auf der Hundewiese andere Hunde jagen, auffälligkeiten nein, er hat auch mit unkastrierten Rüden rumgerauft - ist mit ihnen aber dann auch gelaufen, vor 3 Tagen undenkbar - der hing mit blutunterlaufenen Augen in der Leine das jeder Kopfschüttelnd vorbeiging ... Genau dafür wurde der Hund gebaut - zum laufen - und nicht zum an der Leine Hängen.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Bedeutet- auslasten und Halti...??
 
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