Hund pinkelt regelmäßig alleine in die Wohnung

  • Ersteller des Themas Dondon96
  • Erstellungsdatum
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Hallo zusammen,
so langsam bin ich tatsächlich frustriert wegen meiner Finya :cautious:.

Und zwar pinkelt sie bei uns regelmäßig in die Wohnung. Aber nur, wenn sie alleine ist oder nachts.
Nachts haben wir das Problem nun eingedämmt, indem sie in einer Box schläft und vor dem Schlafen gehen muss sie nochmal in den Garten und löst sich auch nochmal. Es wäre ja kein Problem, wenn sie sich Nachts melden würde. Tut sie aber nicht. Sie schläft im Wohnzimmer, Tür zum Schlafzimmer ist aber offen, sodass sie es könnte, wenn sie wollte. Aber nein, Madame steht nur vor die Türe zum Treppenhaus (vermute ich mal, ich schlafe ja...) und
macht dann halt rein. Allerdings, so mein Eindruck, ohne größere Hemmungen. Sie hat da keinen langen Leidensweg oder sowas, eher so: „Ich steh mal vor die Türe. Ok, merkt keiner, dann halt hier.“

Seit sie in der Box schläft meldet sie sich nicht und muss auch morgens nicht dringend raus, wenn wir sie nach dem Aufstehen raus lassen. Insgesamt kann sie also eigentlich (mal heute gerechnet) gute 8-9, manchmal auch 11 Stunden halten. Gesundheitlich kann es also nicht sein.
Das Problem mit der Nacht haben wir ja nun durch die Box recht gut gelöst.
Leider tut sie selbiges auch, wenn sie alleine ist. Oder denkt, alleine zu sein.
Gestern zum Beispiel waren wir im Obergeschoss beim Renovieren, Finya blieb im Wohnzimmer. Als ich nach gut einer Stunde wieder nach unten kam, war direkt vor der Türe zum Treppenhaus eine Pfütze… Der Spaziergang war zu dem Zeitpunkt ca. 2 Stunden her und sie hat sich bei diesem mehrfach gelöst. Blase kann also nicht so extrem voll gewesen sein.
Das Problem ist, dass wir überall Parkett haben und der mag das natürlich so garnicht gerne. Aber ich kann sie auch auch nicht für 6-8 Stunden in die Box sperren, wenn sie alleine bleiben soll, nur damit sie nicht ins Haus pinkelt.
Die Box ist zwar relativ groß (Doppelbox für große Hunde, also Finya kann sich bequem reinlegen, hinstellen, drehen etc. und es hat trotzdem noch ein Wassernapf darin platz), aber eine Dauerlösung kann das ja eigentlich auch nicht sein und möchte ich eigentlich auch nicht als Dauerlösung haben.

Denkt ihr, sie macht das aus Langeweile? Stress? Protest? Ich habe nämlich so langsam absolut keinen Plan mehr. Wir lassen sie nun schon immer nochmal in den Garten, wo sie sich auch auf Kommando nochmal löst. Aber wenn sie damit schon anfängt, wenn wir nur in einem anderen Stockwerk sind...
Bei meinen Eltern macht sie das übrigens nicht so extrem wie bei uns, wenn das relevant ist.
 
10.02.2019
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
15
Hey,

hat sie das immer schon gemacht oder erst in der letzten Zeit?

Generell ist das Pinkeln beim Alleinsein ja ein Hinweis Richtung Stress- wie sieht das damit aus?
Kann sie vernünftig allein bleiben?
Habt ihr das mal per Kamera oder so beobachten können wie sie dann drauf ist?

Wurde organisch schon abgeklärt, ob da alles ok ist?

Weißt du wie und wo sie in den ersten Lebenswochen gelebt hat?
 
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Es ist erst in letzter Zeit, seit ca. 3-5 Monaten, würde ich mal sagen.
Gefilmt habe ich sie heute mal, als sie 2h alleine war. In der ersten Stunde war sie relativ ruhig, ab einer Stunde scheint sie Stress zu haben, bellt etc. Stress war ja auch meine erste Vermutung...
Man muss dazu sagen, dass wir Milow und Finya aktuell aus Trainingsgründen getrennt haben (Milow bei meinen Eltern, Finya bei mir und meinem Freund) und sie das Alleinsein ohne Milow natürlich nie wirklich gelernt hat. Wobei es auch schon "Unfälle" gab, als Milow dabei war. Sowohl alleine, als auch Nachts.

Organisch haben wir es nicht weiter abgeklärt, da sie ja (wenn wir da sind) problemlos mehrere Stunden halten kann, ohne raus zu müssen. Wie gesagt, dann geht es auch bis zu 12h. Und bei meinen Eltern hat sie das Problem ja auch nicht. Wenn es organisch wäre, dann müsste es doch immer auftreten, oder?

Über die ersten Lebenswochen weiß ich leider nichts, sie kommt aus der Tötung in Ungarn und kam mit offiziell 18 Monaten zu uns (wobei ich eher denke, dass sie damals noch kein Jahr alt war). Sie wurde bereits in Ungarn kastriert - kann es eventuell auch mit zu früher Kastration zusammenhängen (wenn sie wirklich noch so jung war, wie ich es vermute)?
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
15
Wenn sie nach einer Stunde anfängt zu bellen etc. ist das Stresslevel vermutlich einfach recht hoch.
Bellen ist ja tendenziell etwas was erst gezeigt wird, wenn alles andere "nicht hilft".
Von daher würde ich auf jeden Fall da nochmal ansetzen und das Alleinsein komplett allein nochmal neu aufbauen.

Bei organischen Geschichten ist das leider nicht immer so eindeutig...mein Liam ist ja mehr oder minder komplett inkontinent, kann aber trotzdem erstaunlich lange trocken bleiben um dann am nächsten Tag wieder auszulaufen als gäbe es kein Morgen mehr.
Bei ihm ist es definitiv ein zu geringer Muskeltonus, der über Medikamente reguliert werden kann.

Frühe Kastrationen bzw. Kastrationen lösen das durchaus ganz gern mal aus, kann man aber schlecht zu 100% sagen. Zumindest eine Häufung lässt sich aber beobachten.

Wenn das Problem allerdings merklich in Zusammenhang mit dem Alleinsein steht würde ich wirklich da zuerst ansetzen.
Das ist ja ein Punkt, den man relativ gut trainieren kann.

Manche Hunde müssen das leider wirklich komplett neu lernen auch ohne Artgenossen allein zu bleiben :/
 
S

Schweinemama

17.05.2013
802
6
Ich würde, wenn sie pinkelt mal mit einer kleinen Kehrschaufel hinterherlaufen und ein paar Tropfen Urin auffangen (zuerst einhocken lassen, wenn Hündinnen es rinnen lassen - kannst du abfangen - davor oder kurz vor dem Pinkeln wird es nichts).

Es könnte einiges sein, von einem Harnwegsinfekt bis hin zu Diabetes - wo durch erhöhte Zuckerwerte alles durch die Nieren rausgespült wird (die trinken dann auch sehr unkontrolliert und Schwallartig) - die haben dann sehr starken und unkontrollierbaren Harndrang, da hilft auch kein - bin eh 30 Minuten davor mit ihr draussen gewesen.

Ich glaube nicht an den Stress - der das Pinkeln verursacht sonder eher umgekehrt - die Blase wird voll - der Hund weiß dass er raus muss - ist jedoch eingesperrt.

Ich würde den Harn unbedingt mal zum Tierarzt tragen und kontrollieren lassen. Organisch ist alles in Ordnung ist leicht gesagt - aber im Harn ist genauso wie im Blut jede Menge nachweisbar.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
15
"Ich glaube nicht an den Stress - der das Pinkeln verursacht sonder eher umgekehrt - die Blase wird voll - der Hund weiß dass er raus muss - ist jedoch eingesperrt."


Gut, dass es dazu keinen Glauben, sondern Verhaltensforschung braucht.
 
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Ich denke, dass es wirklich vom Stress her kommt. Es tritt ja tatsächlich nur auf, wenn sie alleine ist. Sonst nie. Ansonsten würde ich aber natürlich auch organische Ursachen in Betracht ziehen.

Sie muss natürlich nicht regelmäßig so lange ausharren. Es ist eher so, dass sie zum Beispiel abends um 21 Uhr nochmal in den Garten darf (und da teilweise regelrecht gezwungen werden muss...) und wenn wir aufstehen (so gegen 7) fragen wir immer "Musst du raus?" und wenn sie muss, dann geht sie von alleine zur Türe. Wenn nicht, dann brauchen wir sie gleich garnicht zwingen, nach draußen zu gehen. Sie würde sowieso nichts machen.
Die 12 Stunden sind dann also eher "selbst verursacht" weil sie nicht raus will und erst beim Spaziergang pinkelt. Ist aber wie gesagt die Ausnahme und dann muss sie nicht, sondern "entscheidet selbst". Hat aber wie gesagt natürlich trotzdem die Möglichkeit, uns zu zeigen, dass sie raus muss/will. Ich werde es ihr nun auch beibringen/zeigen, dass sie bellen soll, wenn sie raus muss. Das würde es eventuell auch nochmal erleichtern, wenn sie wenigstens bellt... Aktuell müssen wir immer direkt schauen, wenn sie in den Flur stiefelt, ob sie raus möchte. Das ist natürlich auch relativ stressig und nervig... Ein Wuff würde mir ja schon reichen o_O.

Jedenfalls versuchen wir es jetzt nochmal, dass sie beim Alleine sein ruhig bleiben kann. Also dass sie es lernt. Bis gestern dachte ich noch, dass sie ruhig wäre. Weil sie bellt weder wenn wir gehen, noch wenn wir kommen (wir sehen sie von der Straße aus noch bevor sie uns bemerkt)
 
Son-Gohan

Son-Gohan

20.04.2014
989
13
Hmm ich verstehe. Mir kam die Frage deswegen, weil oft ist es ja so, dass wenn Hunde zu oft zu lange ausharren müssen, dass das auf die Nieren geht. Weil sich der Urin ja anstaut.

Ich weiß jetzt nicht, wie eure Wohnsituation ist, ob ihr einen gesichtern Garten oder ähnliches habt:
Wäre eine Hundeklappe eine Alternative?

Ansonsten, würde ich ggf doch mit ihr rausgehen, auch wenn du sagst, sie wird da eh nicht machen. Aber so hat sie nichtmal die Möglichkeit bzw die Chance, doch mal zu pinkeln, wenn sie dringend müsste. Denn vielleicht macht sie ja doch mal. Würde mich nicht drauf verlassen, dass sie wirklich nie draußen wird, um die Uhrzeit.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
802
6
Was mir noch einfällt, wie alt ist sie denn?

Es kann durchaus sein, dass sie sich nicht mehr orientieren kann, dh. sie hört schlecht, sieht schlecht, möglicherweise einen kleinen Schlaganfall (Hunde haben das öfters wie Menschen, dafür aber nicht so klar sichtbar und nicht in dieser Ausprägung - aber verwirrtheit und Orientierungslosigkeit gehören da leider zu den Symptomen dazu).

Wenn ein Hund fehlt - der das kompensieren kann - schlägt es natürlich bei dem betroffenen Hund noch mehr an.

Ich beobachte das gegenteilige Problem gerade an meinen beiden (neu kam dazu - ein 14 Monatiger Retriever), meine alte Dame die da herumwackelte wie eine Greisin kurz vor dem Rollstuhl - springt aus ihrem Bett - streckt sich - bewegt sich besser, bewegt sich mehr (freiwillig) - und tut so sachen, die ich ihr nicht zugetraut hätte (laut tierarzt ist sie fast blind, fast taub und ein paar "Schlaganfälle" hatte sie wohl auch schon). Und ich "Idiot" habe sie mehr oder weniger vor ihrer Umwelt geschützt - sie lief hinter mir, ich habe erklärt wann treppen kommen, habe sie darübergehoben, weil sie ja möglicherweise kreuzweh hat, heute hat sie sich wie ein junger Hund im Dreck gewälzt, weil man muss ja der Jugend auch Zeigen was cool ist, Treppe rauf und runter geht ohne mir, stolpern tut sie auch nicht, eigentlich war es ich - die sie ausgebremst hat. Irgendwie erinnert mich das ein wenig an Selektive Wahrnehmung. Katze konnte heute beispielsweise auf einer Entfernung von 50 Meter gesehen werden - und sie hat sie gejagt und sie hat sie eher gesehen wie er (er findet Katzen auch cool - vor allem zum Jagen, er ist jedoch Schussfest, und sie reisst sich zusammen - schlottert aber immer noch ein wenig, heute gab es ein kleines Feuerwerk etwas entfernt) ... Anscheinend hilft es ja doch - wenn das Hirn plötzlich wieder werken muss und aus diesem Alltagstrott rausmuss, aber im Gegenteiligen Fall gibt es sicherlich sachen - die deine HÜndin möglicherweise nie lernen musste, weil der andere Hund das "besser" konnte, oder blöder gesagt "für sie gedacht hat".
 
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Sie ist maximal 6 Jahre alt (Tierschutzhund), denke also nicht, dass es mit dem Alter zusamen hängt. Und manchmal gab es auch einen "Unfall" wenn Milow dabei war. Ich denke nun ist es nur vermehrt, weil sie eben ganz allein mehr Stress hat.
Und natürlich schicke ich sie auch trotzdem manchmal raus, wenn ich das Gefühl habe "da muss nochmal" (weil nach dem Spaziergang noch abends viel getrunken oder beim Spaziergang nur selten gelöst). Also manchmal zwinge ich sie dann auch raus und manchmal muss ich sie auch 2-3 mal einsammeln, bis sie sich letztlich "erbarmt"...

Eine Klappe sehe ich (leider) als keine Alternative. Finya hat sowieso schon die Tendenz, zu sehr auf Haus und Hof aufzupassen und zeigt auch eine gewisse Aggression diesbezüglich an der wir gerade hart arbeiten. Ich denke, dass eine Klappe dieses Problem nur verschlimmern würde.
 
Louve

Louve

22.08.2011
177
1
Sie muss natürlich nicht regelmäßig so lange ausharren. Es ist eher so, dass sie zum Beispiel abends um 21 Uhr nochmal in den Garten darf (und da teilweise regelrecht gezwungen werden muss...) und wenn wir aufstehen (so gegen 7) fragen wir immer "Musst du raus?" und wenn sie muss, dann geht sie von alleine zur Türe. Wenn nicht, dann brauchen wir sie gleich garnicht zwingen, nach draußen zu gehen. Sie würde sowieso nichts machen.
Sollte es nicht so sein, dass sie gerne raus geht, einfach weil draußen? Das erleichtern ist ja dann eher der Nebeneffekt. Wenn sie nur raus soll, um sich zu erleichtern, und dann wieder umgedreht wird quasi, kann ich mir gut vorstellen, dass sie da nicht unbedingt Lust drauf hat und lieber drin bleibt.
Woran liegt es denn, dass sie partout nicht raus will? Eventuell gefällt ihr auch die Runde nicht?

Lg
 
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Sollte es nicht so sein, dass sie gerne raus geht, einfach weil draußen? Das erleichtern ist ja dann eher der Nebeneffekt. Wenn sie nur raus soll, um sich zu erleichtern, und dann wieder umgedreht wird quasi, kann ich mir gut vorstellen, dass sie da nicht unbedingt Lust drauf hat und lieber drin bleibt.
Woran liegt es denn, dass sie partout nicht raus will? Eventuell gefällt ihr auch die Runde nicht?

Lg
Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt :). Es geht hier nur um das „raus in den Garten“. Spazieren geht sie für ihr Leben gerne. Nur in den Garten eben nicht 😅. Sie will da auch nach dem Geschäft abends gleich wieder rein, ansonsten dürfte sie natürlich auch noch ein wenig schnuppern. Nur bewachen eben nicht :).
 
Louve

Louve

22.08.2011
177
1
Okay. Hatte mich schon gewundert. :)

Kann es sein, dass sie Angst vor dem Garten hat / er ihr nicht so geheuer ist, weil da viel Arbeit gegen das Bewachen lief? Also dass ihr dieses Bewachen eben zum Teil in diesem Bereich abtrainiert worden ist / wird? Also dass sie evtl das Gefühl hat, sie geht besser gar nicht mehr raus, dann macht sie auch nichts falsch?
 
Dondon96

Dondon96

17.10.2010
502
0
Okay. Hatte mich schon gewundert. :)

Kann es sein, dass sie Angst vor dem Garten hat / er ihr nicht so geheuer ist, weil da viel Arbeit gegen das Bewachen lief? Also dass ihr dieses Bewachen eben zum Teil in diesem Bereich abtrainiert worden ist / wird? Also dass sie evtl das Gefühl hat, sie geht besser gar nicht mehr raus, dann macht sie auch nichts falsch?
Sie geht sehr gerne raus. Allerdings nur auf den Teil mit den Steinplatten. Finya geht (schon immer) nicht gerne ins Gras. Auch beim Spazoergang läuft sie nur in die Wiese wenn es sehr trocken ist oder sie eben kurz ihr Geschäft erledigt. Sie ist da etwas eigen :p...
Am Training liegt es aber ziemlich sicher nicht. Ich glaube die mag einfach Gras nicht... ist zum Beispiel auch auf dem Hundeplatz so. Sie geht schon drauf, aber sie macht das nicht unbedingt gerne ;)...
Im Sommer verbringt sie fast den ganzen Tag draußen im Garten und ist da sehr gerne. Sie will nur nicht raus wenn sie weiß, dass sie ihr Geschäft erledigen soll.
 

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