Mythen der Rattenhaltung

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Nach wie vor sind einige Irrtümer und Mythen über Ratten im Umlauf, die auch munter weiter verbreitet werden, hin und wieder auch von Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten. Damit dies hoffentlich irgendwann ein Ende hat, wurden hier die wichtigsten Mythen der Rattenhaltung zusammengefasst und erklärt, was wahr ist und was falsch.

Einzelratten werden schneller zahm
Oft wird tatsächlich auch heute noch empfohlen, Ratten einzeln zu halten, damit sie schneller zahm und zutraulich werden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Es kann sein, dass eine Ratte mangels rattiger Partner sich sehr stark auf den Menschen fixiert. Aber ein Mensch kann kein Partnerersatz für eine Ratte sein: Alleine schon das Groomen (die gegenseitige Fellpflege) oder die Kommunikation können vom Menschen nicht erlernt und übernommen werden. Dass eine Einzelratte evtl. stärker auf Menschen fixiert ist, bedeutet folglich nicht, dass es ihr dabei gut geht und sie sich wohlfühlt, sie arrangiert sich nur mit dem Unvermeidlichen.

Ebenso kann es aber sein, dass Ratten ohne Artgenossen scheu und ängstlich bleiben – Ratten sind neophobe Rudeltiere, die in der Gemeinschaft am stärksten sind. Mit (mindestens einem rattigen Partner) sind sie meist neugieriger, aufgeweckter, interessierter – und damit auch leichter zu zähmen und zutraulicher.

Nicht selten entwickeln Einzelratten zudem auch Verhaltensstörungen. Diese können auf den einzigen Partner, den Menschen, bezogen sein wie zwanghaftes Abschlecken von Haut, auf sich selbst bezogen wie das Rasieren der Vorderbeine oder anderer Körperstellen, Gitternagen oder es handelt sich um Bewegungsstereotypien, wie ein ständiges Auf‐ und Ablaufen am Gitter.

Ratten brauchen Artgenossen und sollten mindestens zu dritt gehalten werden. (Bild: Nienor)Zwei Ratten sind genug
Ratten leben in der Natur nicht paarweise, sondern in großen Gruppen. Sie sind daran angepasst, verschiedene Artgenossen um sich zu haben und zu jedem Individuum eine eigene Beziehung zu haben. Die leider noch häufig praktizierte Paarhaltung führt leider häufig zu unnatürlichen Dominanzverhältnissen, bei denen ein dominantes Tier das andere regelrecht mobbt. Auch scheinen die Tiere auf gewisse Weise zu «entsozialisieren». Sie verlieren einen Teil ihren Sozialverhaltens. Stirbt das Partnertier, können sie sich oft nur schlecht auf neue Artgenossen einstellen. Um dem Vorzubeugen, sollten Ratten immer in Gruppen ab mindestens drei, besser vier Tieren gehalten werden.

Siehe auch: Ratten sind Rudeltiere

Rattenböcke müssen auf jeden Fall kastriert werden
Im Gegensatz zu Farbmäusen können männliche Ratten sehr sozial in einer gleichgeschlechtlichen Gruppe leben. Es kommt selten vor, dass ein Rattenbock aufgrund der Hormone aggressiv gegenüber seinen Artgenossen wird. Im Falle eines solchen «Hormonböckchens» ist dann natürlich eine Kastration nötig, da er sonst nicht mit anderen Ratten zusammen gehalten werden kann. Eine pauschale Kastration von Rattenböcken ist aber unnötig und stellt zudem auch ein gewisses Risiko dar. Auch beim besten Tierarzt können Ratten während der OP versterben, weil eine intensive Untersuchung wie bei Hund und Katz bei Nagern kaum möglich ist. Unentdeckte Krankheiten können so zum Tod in Narkose führen.

Zusätzlich gilt zu bedenken, dass das Tier nach der OP einige Zeit Schmerzen verspüren wird und es immer wieder zu Kastrationsabszessen kommt, sodass das Thema oft nicht mit der OP abgeschlossen ist. Die im Hoden produzierten Hormone spielen zudem eine wichtige Rolle im Organismus, sie beeinflussen den Charakter der Tiere und sollten nicht grundlos entfernt werden. Empfängnisverhütung als Grund ist nicht selten eine Ausrede, da sich reine Böckchengruppen auch unkastriert nicht vermehren würden. Einzig in einem Haushalt, in dem beide Geschlechter leben, wäre eine Kastration sinnvoll. Auch weil die Gruppen durch den Geruch des anderen Geschlechts aggressiv werden können. Allerdings stellt sich hier auch die Frage, ob man sich nicht besser auf ein Geschlecht beschränkt und den Böckchen die Operation erspart.

Ratten werden gierig nach Blut, wenn man ihnen rohes Fleisch füttert, und greifen dann Menschen an
Diese «Weisheit» wird bis heute verbreitet – und ist blanker Unsinn. Das weiß jeder, der schon einmal bissige Ratten gezähmt hat, denn auch dabei fließt nicht selten Blut und müsste die Ratten erst recht auf den Geschmack bringen. Nach dieser Theorie dürfte also das Zähmen einer Ratte, von der man einmal gebissen wurde, unmöglich sein.

Es stimmt jedoch, dass man Ratten trotz allem kein rohes Fleisch verfüttern sollte. In gutem Rattenalleinfutter ist eine ausreichende Menge tierisches Eiweiß enthalten, sodass man nicht zufüttern muss. Zusätzliches tierisches Eiweiß sollte nur in Maßen und als Leckerli angeboten werden. Darüber hinaus birgt rohes Fleisch immer gewisse Gefahren (z. B. Salmonellose), sodass es als Rattenleckerli nicht geeignet ist.

In kleinen Käfigen bleiben Ratten auch klein
Wie dieser Irrglaube zustande kommt, ist etwas fraglich – er kann eigentlich nur auf eine völlig missverstandene Wachstumsprämisse bei Fischen zurückgehen: Hält man Fische in zu kleinen Aquarien, können sie sich nicht richtig entwickeln. Sie verkümmern also und sterben oft schon früh, also lange bevor sie komplett ausgewachsen sind. Daraus entstand wohl der Irrglaube, Fische würden sich an die Größe der ihnen zur Verfügung gestellten Aquarien anpassen, was aber nicht stimmt – es sei denn, man bezeichnet einen frühen Tod als «Anpassung».

Eine derartige Argumentation scheint sich irgendwann auch bei Ratten eingeschlichen zu haben – und sie ist hier ebenso unsinnig wie bei Fischen, mit dem Unterschied, dass Ratten in zu kleinen Käfigen selten körperlich verkümmern. Das Wachstum wird nicht vom Platzangebot beeinflusst, sondern beruht auf Veranlagung und der Ernährungssituation während Schwangerschaft und Entwicklungsphase. Dies beweisen auch Laborrattenstämme wie Wistar und OFA, die auch in Makrolonboxen beträchtliche Größen aufweisen können, wenn sie entsprechend lang leben dürfen.

Auch wenn Ratten in kleinen Käfigen nicht kleinwüchsig bleiben und sich körperlich normal entwickeln können, ist es trotzdem unbedingt erforderlich, Ratten von Anfang an in einem geeignet großen Käfig zu halten. Dass kleine Ratten weniger Platz brauchen, ist genauso ein Irrglaube. Gerade Jungtiere haben ein enormes Bewegungsbedürfnis, das sie auch ausleben dürfen sollten.

Farbratten in Liebhaberhaltung stammen NICHT von krankgezüchteten Laborratten ab. (Bild: Nienor)Huskyratten sind eine Rattenrasse, die größer und zutraulicher ist als andere Farbratten
«Husky» beschreibt eine Fellzeichnung (genauer gesagt einen Shade). Die Fellfarbe und Zeichnung hat aber nichts mit dem Charakter der Ratte zu tun. Es handelt sich auch nicht um eine «Rasse» im biologischen Sinn. Huskies sind ebenso Farbratten (was eine biologische Rasse wäre) wie Hoodeds, Berkshires, Selfs etc.
Bei Ratten gibt es keine Rassen, es gibt einzig Unterschiede in der Fellfärbung, der Zeichnung, der Fellstruktur und der Körperform (viele davon sind Qualzuchten).


Farbratten stammen von Laborratten ab und sind deshalb sehr krankheitsanfällig
Dass Farbratten deshalb krankheitsanfälliger, v. a. für Krebserkrankungen wären, weil sie von Laborzüchtungen abstammen, ist sogar unter Rattenhaltern weitverbreitet – und nichtstestoweniger ein Irrtum. Ratten wurden bereits im 18. Jahrhundert gefangen und in Käfigen gehalten, z. B. für Rattenkämpfe (analog Hunde‐ oder Hahnenkämpfen): Im viktorianischen England war es ein bekanntes «Vergnügen», einen Terrier auf Ratten in einem abgegrenzten Bereich zu hetzen und darauf zu wetten, wie lange er brauchte, um alle zu töten. Etwa zur selben Zeit begannen sich Schausteller (damals weniger Artisten und Akrobaten als vielmehr Sammler diverser Kuriositäten und Abnormitäten) ebenfalls für Ratten zu interessieren. Ratten mit besonderen Färbungen (definitiv Albinos, evtl. auch andere Agouti‐Farben, von denen in manchen Quellen auch bei wildlebenden Ratten berichtet wird) wurden eingefangen und ausgestellt. In dieselbe Epoche fallen viele Neuerungen und Entdeckungen in der Medizin, die medizinische Forschung machte große Fortschritte, und Ratten gewannen als Labortiere zu Forschungszwecken an Bedeutung. Daraus entwickelten sich die beiden unterschiedlichen Zucht‐ und Haltungsformen, die wir heute kennen: die Laborratte und die Liebhaberratte.

Diese beiden Zucht‐ und Haltungsformen haben wenig miteinander gemein, sie unterscheiden sich völlig in Sinn und Zielsetzung, sodass es logischerweise kaum Querverbindungen geben kann: Labortiere müssen möglichst vergleichbar und daher möglichst gleich sein – je weniger sie sich unterscheiden, desto genauere Forschungsergebnisse können gewonnen werden. So geht ein Großteil der heute verwendeten Laborratten z. B. auf die Wistar Rat zurück, ein Rattenstamm, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Wistar Institute gezüchtet wurde. Ein jüngerer Laborrattenstamm ist z. B. die Sprague Dawley Rat. Kein Labor hat ein Interesse daran, eine möglichst große Varietät in ihren Rattenstämmen zu erzielen, da dies für die Forschung durchweg kontraproduktiv wäre.

Anders sieht es in der Liebhaberzucht aus: Hier wurde durchaus Wert darauf gelegt, dass die Ratten interessant waren und sich bereits phänotypisch unterschieden, interessante Färbungen und Zeichnungen aufwiesen. Hingegen hat ein Liebhaberzüchter wohl denkbar geringes Interesse daran, krankgezüchtete Tiere aus Laborbeständen in seine Zucht einzukreuzen, sodass das Gerücht auch nur ansatzweise einen Wahrheitsgehalt hat. Zudem verbieten es Gesetze in einigen Ländern, dass Tiere, die für Versuche krankgezüchtet oder genetisch manipuliert wurden und darunter leiden, länger als für die Versuche nötig am Leben bleiben. Eine Abgabe in Privathaltung ist somit ausgeschlossen.

Aus dem Labor entlassener Wistar‐Kastrat in Liebhaberhaltung. (Bild: Nienor) Allerdings versuchen einige Züchter, große und für ihre Gesundheit bekannte Labor‐Stämme in ihre Linien einzukreuzen. Es ist aber äußerst schwierig für sie, an derartige Tiere zu kommen, da die wenigen Tiere, die ein Labor lebend verlassen, an tierschutzorientierte Vermittler übergeben werden. So kann weitgehend ausgeschlossen werden, dass Labortiere sich vermehren. Gelegentlich werden die Tiere auch an Mitarbeiter abgegeben. Dass diese allerdings mit den Tieren züchten wollen und vom Labor aus dürften, kommt selten bis gar nicht vor.

Alles in allem kann die Aussage, unsere Farbratten wären deshalb krankheitsanfällig, weil ihnen dies in Laboren angezüchtet worden wäre, ins Reich der Märchen verabschiedet werden. Dass Ratten leider relativ anfällig für Krebserkrankungen sind (ähnlich anfällig wie Menschen), ist unbestritten. Es liegt jedoch in ihrem schnellen Stoffwechsel und ihrer schnellen Reproduktionsrate begründet. Der Ursprung jeder Krebserkrankung ist eine – aus welchen Gründen auch immer ausgelöste – Mutation bei der Zellteilung. Das Risiko solcher Mutationen steigt natürlich, je mehr und je schneller sich die Zellen teilen und erneuern, daher liegt das Risiko bei Ratten entsprechend hoch.

Überblicke über die Entwicklung der Rattenhaltung:
History of the Norway Rat (englisch)

Verwandte Ratten zeugen miteinander keinen Nachwuchs
Man geht zwar mittlerweile sogar davon aus, dass Ratten auch später noch im Rudel ihre Geschwister identifizieren können, aber das bedeutet nicht, dass sie sich nicht auch verpaaren würden. Das gleiche gilt für Mutter‐Sohn und Vater‐Tochter. Inzucht bei Ratten birgt dieselben Risiken wie bei allen anderen Spezies und sollte vermieden werden. Geschwister müssen mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife getrennt und ebenso getrennt gehalten werden wie nicht‐verwandte unkastrierte Böcke und Weibchen.

Wenn kein Platz mehr im Käfig ist, hören Ratten auf, Nachwuchs in die Welt zu setzen
Ebenfalls ganz klares Unwissen. Es wird dann höchstens irgendwann passieren, dass die Tiere so gestresst sind, dass sie frische Würfe sofort auffressen.

Ratten übertragen die Pest und andere Krankheiten
Ratten, insbesondere Heimtierratten, die nicht nach draussen genommen werden (siehe Ratten mit nach draußen nehmen), übertragen keine Krankheiten, da sie mit den Erregern schlicht nicht in Kontakt kommen. Deutlich wahrscheinlicher ist eine Ansteckung über Hunde und Katzen mit Freigang.

Die Pest wurde damals durch den Rattenfloh (Xenopsylla cheopis) übertragen, nicht durch die Ratten selbst.


Ansteckungsgefahr besteht bei Tieren aus unseriöser Haltung oder Tieren, die draußen ausgesetzt wurden, die z. B. Bandwürmer oder Kuhpocken übertragen können. Daher ist bei der Aufnahme von Tiere aus nicht tierärztlich kontrollierten Beständen ein gründlicher Check‐Up beim Veterinär samt Sammelkotprobe immer empfehlenswert.

Schulterratten, die immer beim Menschen sind, sind genauso glücklich wie mit anderen Ratten
Im Gegenteil. Schulterratten werden häufig einzeln herumgetragen und haben so keinen Kontakt mehr zu ihrem Rudel. Dazu kommt, dass die vielen Eindrücke sie verängstigen, das Licht sie blendet und sowohl Mitmenschen als auch Beutegreifer für sie eine Gefahr darstellen. Mehr dazu im Beitrag Ratten mit nach draußen nehmen.

Man muss wilde Ratten einkreuzen, um gesündere, langlebigere Ratten zu züchten
Immer wieder hört oder liest man die These, man könnte doch Wildratten in bestehende Farbrattenzüchtungen einkreuzen, um diese widerstandsfähiger und gesünder zu machen. Diese Aussage konnte bisher in keinster Weise bestätigt werden, und im Sinne der Tiere ist davon auch dringend abzuraten.

Halbwilde Ratten sind nicht gesünder als Farbratten, allerdings scheuer, nagewütiger und ausbruchsfreudiger.   (Bild: Nagervermittlung Stuttgart und Umgebung)Aus Einfangaktionen ausgesetzter Farbratten gehen immer mal wieder sog. HaWis – halbwilde Ratten – hervor, wenn Farbrattenweibchen von wilden Rattenböcken gedeckt wurden. HaWis zu halten, ist extrem schwierig: HaWis haben oft einen extrem ausgeprägten Nagetrieb, man kann sie praktisch nur in Vollmetallkäfigen (aus Stahl, Aluminium gibt Extremnagern mit der Zeit nach) halten, und sie bleiben i. d. R. ihr Leben lang scheu. Selbst bei Handaufzuchten kann man oft keinerlei Neigung bemerken, dass diese Ratten zutraulich geworden wären oder den Kontakt zum Menschen von sich aus gesucht hätten, wie das bei Farbratten der Fall ist. Und selbst wenn, bezieht sich das einzig und allein auf den Pfleger, zu dem sie tagtäglich Kontakt haben. Fremde Menschen bekommen HaWis oft nicht zu Gesicht.

Insofern stellt sich die Frage, inwiefern man HaWis in Gefangenschaft überhaupt ein artgerechtes Leben bieten kann, denn die Haltung, die für Farbratten angemessen ist, muss bereits als überaus anstrengend und belastend für HaWis angesehen werden. Ein Wiederauswildern dieser Ratten ist nicht möglich, denn sie tragen Farbrattengene in sich. Selbst wenn HaWis i. d. R. agoutifarben sind (seltene Ausnahmen, die auf Farbmutationen beruhen, kann es geben), können in der zweiten Generation wieder andere Fellfärbungen auftreten, die für ein Überleben in der Wildnis denkbar ungeeignet sind. Bei Ratten konnte man mittlerweile auch die Gene lokalisieren, die dafür verantwortlich sind, dass sie zahm werden oder nicht – der Unterschied zwischen wilden Ratten und Farbratten liegt also nicht nur in der Fellfarbe, sondern das Erbgut unterscheidet sich in wesentlichen Punkten. HaWis passen also weder in die eine noch die andere Lebensform, man tut den Ratten keinen Gefallen damit, sie zu kreuzen.

Ausgesetzte Weibchen bringen immer wieder mal einen Wurf HaWis zur Welt.   (Bild: Nagervermittlung Stutgart und Umgebung)Hinzu kommt, dass ein vermeintlicher Nutzen dieser Einkreuzungen keinesfalls bewiesen ist. Er gründet sich einzig auf Vermutungen, die aber bei näherer Betrachtung nicht standhalten: Man sagt wilden Ratten eine ungeheuere Robustheit und Anpassungsfähigkeit nach. Dies beruht aber hauptsächlich auf ihrer hohen Reproduktionsrate, die die Todesfälle ausgleicht. Wenn man bedenkt, dass aus einem einzigen Rattenpaar innerhalb nur weniger Wochen über 100 Nachkommen entstehen, wird schnell klar, dass auch die Sterberate entsprechend hoch sein muss – andernfalls würde die Welt überquellen vor Ratten. Halter von HaWis und nicht auswilderungsfähigen Wanderratten berichten zudem von ähnlichen Krankengeschichten im Vergleich zu Farbratten bei ihren Pfleglingen. Der Mythos der angeblich langlebigen, robusten Wildratte bricht logisch betrachtet schnell in sich zusammen, und damit wird auch der Gedanke, man könne Wildratten bei Farbratten einkreuzen, um die Spezies robuster zu machen, ad absurdum geführt.
 
Nienor

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