Der Hund schätzt sich so schlecht ein

  • Autor des Themas Schweinemama
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S

Schweinemama

17.05.2013
905
Mein kleiner Großer hat sich in der letzten Woche wirklich sehr ins positive gedreht. ER zieht nicht mehr so, bemüht sich, geht sehr vorsichtig an der Leine und versucht nun nicht mehr so in die Leine zu springen. Haltitraining sei dank.

Heute haben wir uns so einen Entspannungstag gemacht - ich habe mich auf das Fahrrad gesetzt und habe ihn nebenhertraben lassen - er mit seinem alten Schultergeschirr - ziehen nein - sehr artig , etwa 5 Kilometer, er kann das laut Vorbesitzer (nur der ist ohne Leine gefahren) - trotz allem ist der mit der Flexleine wirklich gut steuerbar. Aber ich befürchte mit der Konzentration hat er es noch nicht so (es war einfach zu weit) . Er war müde, er war ausgelassen, er
hat sich gefreut wie ein Schneekönig. Dosiert, als wir eine Pause gemacht haben - ist er im Bach herumgehopst wie ein Jungwelpe, ein 35 Kilo Hund der mit allen 4en gleichzeitig abspringt um mit einem Platsch im Wasser zu landen - er ist kreise gelaufen - er hat sich wohlgefühlt - er war seelig.

Beim Heimfahren habe ich ihn erst einmal ein stück zu Fuss geführt, damit er wieder "reinkommt" in das nicht mehr ausgelassen sein, eine Zeitlang ist es gut gegangen, dann hat er eine HÜndin gesehen. Ich habe abgebremst, bin abgestiegen und 2 Sekunden später als ich die Flexleine auf fixieren gestellt habe - da er ja so ein Wilder ist und ich aufgrund der Größe (Mastiff-weibchen) nicht genau wusste ob sie ihn gleich wegputzt, hat es ratsch gemacht, Flexileine gleich hinter dem Band gerissen, die Größe müsste ich lügen - ich glaube es ist M oder L - dh. 25 kg sollte sie aushalten (er hat derzeit 33 Kilo). Sowas macht natürlich "eindruck", er hat sich selber geschreckt, dass er plötzlich frei war, die andere Hundebesitzerin hat ihn dann gleich geschnappt an der Leine die noch am Halsband hing. Ich habe bereits die XL Leine bestellt, 10 Meter jenseits der 50 kg Aushaltbarkeit - eine Bandleine ohne Schnur, da reisst es mir wohl eher die Schulter aus. Warum ich nur 25 kg gekauft habe, tja in der Anzeige stand 20 kg, und ich weiß, dass es für meine 8 kg Hündin unmöglich ist gegen die L Leine anzulaufen (ich hatte eine und habe sie zurückgegeben, da sie mit ihren 8 kg es kaum schaffte dagegen anzulaufen da fliegt eher der Hund durch die Luft - wenn sie normal laufen möchte, der Rückzugswiderstand ist einfach zu stark ). .

Aber dass er seine Wucht so schlecht kontrollieren kann, verstehe ich nicht. Beim Fahrradfahren war er so vorsichtig, er hat genau gespürt wie der letzte Meter noch auf der Rolle ist, da wird sie etwas schwerer und über diesen Widerstand ist er nicht drüber gegangen, mit der Stimme total fein lenkbar. Aber eben nach all dieser Aufregung - hat er mal seine Kraft eingesetzt. Er ist sofort zurückgekommen, hat mich abgeleckt, sich geschämt, es war sichtlich nicht gewollt.
 
Zuletzt bearbeitet:
16.02.2019
#1
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
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A-Fritz

11.07.2016
493
Hallo,
eine sichere Anbindung, sollte man schon haben,
doch ich denke , wichtig wäre es jetzt mit einem Training zum Gehorsam zu beginnen
und dabei steht ein Kommando zum sicheren Rückruf wohl an erster Stelle.
Auch eine Sozialisierung mit anderen Hunden wäre wichtig , dazu sind gemeinsame Spaziergänge
mit anderen Hundehaltern und deren Hunden ein gutes Mittel.
Eigendeich habe ich nicht den Eindruck , dass Dein Hund überhaupt besonders problematisch sein wird,
aber wichtig ist auch, wenn Du mehr Vertrauen zu diesem Hund gewinnen könntest,
weil, ein zu ängstliches und vorsichtiges Verhalten , kann sich auch ungünstig auf das Verhalten bei Hunden
auswirken.

Fritz.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
905
Danke, ich habe mich so geärgert über mich selbst wegen der Leinengeschichte, er ist natürlich kein junger Hund (dem man an der Leine fortziehen kann, sondern der muss mithelfen - ich werde jedoch nun wieder das Halti nehmen um im Notfall - dieses einhängen und nutzen zu können), mich hat es nur "Nachdenklicher" gemacht dass die Leine wirklich reissen kann, gott sei dank nicht auf der Strasse sondern auf einem Trampelpfad. ... Er wird nun entspannenter, er lässt sich nun gerne sozialisieren, ich weiß nicht ob ein Hund weiß welchen Hund er vor sich hat, aber ältere und gebrechliche Hundedamen und Rüden lässt er fast komplett in Ruhe - vor einer Woche ist er ja auf jeden Hund egal welches Alter, welche Rasse und geschlecht auf zwei Beinen losgestürmt (ich lasse, wenn er besitzer will einen kurzen Nasenkontakt zu, schnüffeln darf er auch, wenn erlaubt, aber hier ist er fast schon abrufbar- 2x der Befehlt reicht (an der Leine) - beim normalen Spaziergang reicht ein nein - er schaut zwar ein bisschen - bricht aber dann den Blickkontakt zum Hund freiwillig ab (ich freu mich ja so darüber, nichts ist blöder wenn du verschriehen bist mit einem Hund bei deinen Gassidamen und Herren die ich immer begleitet habe mit meiner Kleinhündin). Ich möchte weiter daran arbeiten, dass ich ihn mit der Stimme lenke (das hat so gut geklappt beim Fahrradfahren), im Wald an der automatikleine ist er dann eher nicht abrufbar - das ist halt sein Gebiet - der schnüffelt wie wild - sollte die Spur nicht zu heiß sein - funktioniert es aber auch schon mit dem Pfiff, mit dem voran, langsam etc). Gestern habe ich mich sogar getraut mit ihm ein wenig mit dem Rad im Wald zu fahren, ein paar Hundert meter - mit dem Zuggeschirr hat er mitgeholfen meinen Körper und fahrrad eine kleine Steigung hochzuziehen (keine Vollbelastung - aber er war tüchtig). Ich habe auch mit den Vorbesitzern kurz gesprochen, er liebt so sehr das Radfahren, es gab auch kaum Ausflüge in die Botanik - sondern er blieb wirklich brav auf dem Weg und schnüffelte nur hie und da mal kurz links oder rechts.

Auf jeden Fall war er gestern abend totmüde, er hat erstmals im Wohnzimmer geschlafen (warum auch immer, es kommt mir komisch vor, da er sonst wirklich genauso wie meine Hündin schaut wo ich bleibe um im Schlafzimmer zu verschwinden). Radfahrtraining nur noch ein bisschen (es war gestern einfach zu viel, ich war so blöd und habe mich verleiten lassen eine größere Runde zu fahren, weil es so gut geklappt hat), er ist einfach hundemüde, hat geschlafen und liegt rum wie eine tote Fliege. Zu gut gewesen - leider. er hat einfach nicht die geistige ausdauer, die Körperliche ausdauer ist im gehen sehr gut, aber das entspannte nebenherlaufen ist wieder was anderes und es war definitiv zu viel. dafür haben beide Hunde erstmals gemeinsam in seinem Hundekörbchen geschlafen, das gefällt eben auch einem Cairn - diese Fläche des körbchens reichen gerade aus - um ihr Selbstbewusstsein richtig zu betten.

Ich werde ab heute einfach täglich ein paar Minuten Geistestraining einbauen, wenn er mal die ersten Meter gelaufen ist, seine Geschäfte erledigt hat, dass ich versuche ihn am Feld abzulegen, Platz funktioniert (das macht er sogar zu oft), fuss (Strassenüberquerungen - da sind wir gerade dabei), liegen bleiben etc.

Was mir immer mehr auffällt, ist dass der "Kleine" manchmal komplett "zu macht". Er hört dann schlecht, er lässt sich überhaupt nicht ablenken (auch kein Ball - den er so liebt) und Hundekekse interessieren ihn genau gar nicht (und das bei einem Labrador). Laut youtubevideos sollte das ein Zeichen von Angst sein.

Heute montiere ich das Halti, dazu das Brustgeschirr, er war die letzten Tage oft am Halsband (leichter würger mit stopp - aber der geht meist bis anschlag und das streckenweise). Das halsband lasse ich für die Strasse oder unbekannte situationen oben, sonst versuche ich ihn mit dem Brustgeschirr zu halten als Unterstützung das Halti (das er nicht mag, aber sehr gut darauf reagiert - nach 20 Minuten und 10x zupfen geht es streckenweise ohne unterstützung - aber nicht mögen aber dafür halten können hat schon was)., sonst wird er mir noch verrückt und stumpft ab. Er hat beim Vorbesitzer halt leider gelernt, dass dieses in der Leine Hängen absolut keine Folgen für ihn hat - er machte das ja auch anfangs bei uns sozusagen als "Muskelaufbautraining". die leine hängt teilweise schon durch - er geht auch neben mir und guckt mit an - so wie ein Labrador nun eben arbeitet, aber diese Situationen sind nur bedingt "aufrufbar" und halten nur sehr kurz. Teilweise kommt mir vor dass er in der Leine Hängt um Kontakt zu uns haben zu wollen, sozusagen die "positive" bestätigung dass wir da sind und er aufmerksamkeit bekommt.

Ich bin mir sicher dass er nicht nur "geistige" defizite hat durch den Zwinger sondern auch körperliche. Und irgendwie möchte ich das aus ihm herausbekommen. gestern hat er mit einem 6 monate alten weibchen gebalgt, wie ein eigentlich nur Welpen tun, die lagen auf dem Boden mit allen 4 Pfoten in der Luft, übereinander- untereinander und haben sich gegenseitig mit dem Maul festgehalten - ja ein Welpe mit 35 kg der etwas "wuchtig" ist. Aber das keine Mädchen (gleiche Rasse) hat es sehr genossen, genauso wie er.
 
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