Rüden gehen aufeinander los

  • Autor des Themas GoldenHeart
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G

GoldenHeart

18.10.2012
12
Hallo,

meine beiden Rüden (Labradoodle 1,5 Jahre, Border Collie Mischling 7 Jahre), beide unkastriert, gehen seit einigen Wochen fast täglich aufeinander los.


Wobei der jüngere sich auf ihn stürzt, meistens in Situation vor und nach dem Fressen. Ich bin einfach ratlos wie ich mich dabei verhalten
soll. Mir ist bewusst, dass das Machtkämpfe sind, jetzt wo der jüngere stärker geworden ist und alles für sich beanspruchen möchte. Ich gehe immer sofort dazwischen und ziehe den jüngeren weg und schicke ihn in seinen Korb( verletzt wurde bisher keiner, das ganze Fell ist nur voller Speichel und der Ältere huscht mit eingezogenem Schwanz davon). Aber bei der nächsten Begegnung und dem nächsten schiefen Blick geht es von vorne los. Auch morgens zum Beispiel, wenn der ältere am jüngeren Hund vorbei geht im Flur, kam es schon dazu.

Habt ihr Tipps wie ich damit besser umgehen sollte? Habe viel widersprüchliches darüber gehört und diese täglichen Raufereien zerren wirklich an den Nerven . Habe auch Angst, dass es mal böse enden könnte, wenn ich sie nicht rechtzeitig trennen kann:(

Bin über Ratschläge sehr dankbar,
LG
 
16.02.2019
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
A

A-Fritz

11.07.2016
493
Hallo,
ich würde versuchen, den jungen Raufbold stärker von mir zu beeindrucken
und mit Übungen, versuchen die Unterordnung und Bindung zu verbessern,
um so die Kontrollierbarkeit des Hundes zu erleichtern,
ihn durch eine soliden Ausbildung leichter führbar werden zulassen.

Das Aggressionsverhalten kann eigendlich nicht grundsätzlich abgestellt werden,
es gehört zu den natürlichen Überlebensstrategien eines Lebewesen, man kann jedoch versuchen,
dieses Verhalten in eine sozialkompatible Form zu bringen und dem Hund
dafür andere Lösungsstrategien beizubringen.

Der erste Schritt wäre dahin, eine Desensibilisierung der beiden Kontrahenten zu trainieren
und bei Aggressionen , diese zu unterbrechen und dann beide Hunde in einem noch möglichen,
erträglichem Abstand , möglichst nahe zueinander zu halten, oder abzulegen
und dabei Ruhe zu bewahren.

Wenn Futter der Auslöser beim Streit ist , sollte auch das gemeinsame , friedliche Fressen
ein Übungsziel sein .
Vielleicht in dem beide Hunde nicht an ihr Fressen dürfen
und nur auf ein Kommando einzeln das Futter aufnehmen sollen ,
bis das Fressen, auf ein Kommando wieder unterbrochen werden muß.
So beim Fressen kontrollierte Hunde ,dürfen keine Aggressionen zeigen .

Wichtig ist es aber auch, dass notwendige Sicherheitsmaßnamen stattfinden,
damit keine unnötigen Auseinandersetzungen mehr stattfinden können ,
um eine Verhärtung und Vertiefung der aggressiven Atmosphäre zu verhindern.

Ein Alternativverhalten der beiden Kontrahenten, könnten gemeinsame Unternehmungen sein ,
wie Such und Jagdspiele , eben alle Beschäftigungen, bei denen beide Hunde freudig, friedlich
und harmonisch beisammen sind .

Wie es hier im Forum meistens vorgeschlagen wird,
kann man sich natürlich auch der Hilfe
eines Hundetrainers , oder anderer Fachleute bedienen .
Vielleicht gibt es in Deiner Umgebung ja auch Hundeschulen,
die extra eine Verhaltensberatung bei Aggressionen anbieten.


Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.468
Bei Problemen im Kontext mit Ressourcen und bei Unsicherheit deinerseits bitte unbedingt einen guten Trainer kontaktieren.

Rein von der Beschreibung her kann niemand (!) dir konkret sagen wie du das vernünftig lösen kannst, weil das eine Frage der Dynamik ist.

Allgemeinplätze und pauschale Empfehlungen sind schlicht fahrlässig.
 
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GoldenHeart

18.10.2012
12
Hallo,
ich würde versuchen, den jungen Raufbold stärker von mir zu beeindrucken
und mit Übungen, versuchen die Unterordnung und Bindung zu verbessern,
um so die Kontrollierbarkeit des Hundes zu erleichtern,
ihn durch eine soliden Ausbildung leichter führbar werden zulassen.

Das Aggressionsverhalten kann eigendlich nicht grundsätzlich abgestellt werden,
es gehört zu den natürlichen Überlebensstrategien eines Lebewesen, man kann jedoch versuchen,
dieses Verhalten in eine sozialkompatible Form zu bringen und dem Hund
dafür andere Lösungsstrategien beizubringen.

Der erste Schritt wäre dahin, eine Desensibilisierung der beiden Kontrahenten zu trainieren
und bei Aggressionen , diese zu unterbrechen und dann beide Hunde in einem noch möglichen,
erträglichem Abstand , möglichst nahe zueinander zu halten, oder abzulegen
und dabei Ruhe zu bewahren.

Wenn Futter der Auslöser beim Streit ist , sollte auch das gemeinsame , friedliche Fressen
ein Übungsziel sein .
Vielleicht in dem beide Hunde nicht an ihr Fressen dürfen
und nur auf ein Kommando einzeln das Futter aufnehmen sollen ,
bis das Fressen, auf ein Kommando wieder unterbrochen werden muß.
So beim Fressen kontrollierte Hunde ,dürfen keine Aggressionen zeigen .

Wichtig ist es aber auch, dass notwendige Sicherheitsmaßnamen stattfinden,
damit keine unnötigen Auseinandersetzungen mehr stattfinden können ,
um eine Verhärtung und Vertiefung der aggressiven Atmosphäre zu verhindern.

Ein Alternativverhalten der beiden Kontrahenten, könnten gemeinsame Unternehmungen sein ,
wie Such und Jagdspiele , eben alle Beschäftigungen, bei denen beide Hunde freudig, friedlich
und harmonisch beisammen sind .

Wie es hier im Forum meistens vorgeschlagen wird,
kann man sich natürlich auch der Hilfe
eines Hundetrainers , oder anderer Fachleute bedienen .
Vielleicht gibt es in Deiner Umgebung ja auch Hundeschulen,
die extra eine Verhaltensberatung bei Aggressionen anbieten.


Fritz.
Danke für die Ratschläge, werden das mal ausprobieren!
 
G

GoldenHeart

18.10.2012
12
Bei Problemen im Kontext mit Ressourcen und bei Unsicherheit deinerseits bitte unbedingt einen guten Trainer kontaktieren.

Rein von der Beschreibung her kann niemand (!) dir konkret sagen wie du das vernünftig lösen kannst, weil das eine Frage der Dynamik ist.

Allgemeinplätze und pauschale Empfehlungen sind schlicht fahrlässig.
Wir arbeiten bereits in der Hundeschule mit einem Trainer an Gehorsamkeit und Co.(mit dem jüngeren)
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
17.450
Wir arbeiten bereits in der Hundeschule mit einem Trainer an Gehorsamkeit und Co.(mit dem jüngeren)
Hey

Grundgehorsam ist das eine. Aber ein Hund steht nicht 24/7 unter Kommando.
Wichtig ist, dass sich jemand mit viel Erfahrung die Situation vor Ort anschaut und einschätzt. Erst wenn man die Ursachen kennt, kann man zu Lösungen kommen.

Ich halt im Übrigen nichts davon, einen Hund derart zu dominieren, dass man ihm bei Fressen unterbricht. Das kann auch mehr Schaden anrichten, als dass es hilft.
Wenn einem Hund Futter frei gegeben wurde (dass er auf Freigabe warten muss und nicht direkt auf alles losstürzen darf, dass er haben will, ist eine ganz andere Sache), dann darf er es behalten und fertig. Er soll nicht Angst haben müssen, dass es ihm wieder weggenommen wird.
 
A

A-Fritz

11.07.2016
493
Hey

Ich halt im Übrigen nichts davon, einen Hund derart zu dominieren, dass man ihm bei Fressen unterbricht. Das kann auch mehr Schaden anrichten, als dass es hilft.
Wenn einem Hund Futter frei gegeben wurde (dass er auf Freigabe warten muss und nicht direkt auf alles losstürzen darf, dass er haben will, ist eine ganz andere Sache), dann darf er es behalten und fertig. Er soll nicht Angst haben müssen, dass es ihm wieder weggenommen wird.
Hallo Nienor,
was kann auch bei Deinem Hund verkehrt daran sein, wenn er sein Futter wieder abgeben muß
und Du die Kontrolle dabei hast , sobald er irgendwo etwas gefunden hat, welches er gar nicht fressen darf ?

Welchen Schaden kann es haben , wenn man seinem Hund das Futter wieder abnimmt ?

Ich denke, jeder Hundehalter sollte dazu in der Lage sein ,
jederzeit seinem Hund etwas aus dem Maul nehmen zu können !

Fritz.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
905
Es beginnt die Zeit der Frühjahrsläufigkeit. Da kann es durchaus schon sein, dass sich die Hunde wegen der Rangordnung kloppen.

Normal ist das natürlich, blöd ist dass beide rüden in einem Haushalt leben und sich so nicht aus dem Weg gehen können.

Notfalls hilft Lärm machen (ungewohnter Lärm - da müssen sie schauen was los ist), Kochtopfdeckel zusammenschlagen z.b. Trotzdem solltest du als Hundebesitzer daran arbeiten, dass sie sich im Haus nicht kloppen müssen. Nicht auszudenken, es kommt besuch und der kommt genau dazwischen. Ein aus - für beide Seiten ausgesprochen müsste gut trainiert sein. Dennoch, kloppen müssen sie sich nicht im Haus, alternativ würde ich den Tierarzt fragen wegen etwas dämpfenden. Es kann natürlich sein, dass irgendwo ein Weibchen läufig ist, das heizt natürlich nochmals an.

Zum Stressabbau würde ich sie mehr ran nehmen, lange spaziergänge, möglicherweise kleine Radtouren - sie körperlich und geistig müde machen (fährte - Suchen - inteligensspiele etc) - dann sind sie schon mal geistig nicht in der Lage zu Hause zu überlegen wie man den anderen ärgern könnte. Das hilft zwar bedingt - aber trotzdem solltest du zusehen - dass du dir unterstützung holst. Die Rangordnung beim jüngeren ist hinfällig, die machen sich das aus. Ein Hund der nicht ausgelastet wird fängt an "auszutesten" - oder besser gesagt "vermehrt auszutesten" und dein junger ist gerade in dem Alter wo er in das Erwachsenenalter eintaucht , ich sehe es gerade bei meinem Jüngling, vor 1 Woche ging der jeden Hund an, durch viel bewegung hat er heute mit einem waschechten Rüden gespielt (ich hätte es nicht gemerkt, wenn der Besitzer nicht einen männlichen Hundenamen gerufen hätte, unkastriert - ich habe geschaut wie ein Autobus) - und nein - es gab erst ein Knurren, als ich meinen wegen des Einfangens fixieren musste (und da vom anderen), aber meinem waren zwei Hunde jagen zu wenig - der ist stiften gegangen- weil auf einem Gehweg nebenan ein ziemlicher Tumult mit ein paar hysterisch kläffenden Hunden war , ist aber nach etwa 4 Sekunden wieder zurückgekommen ( erstand schon wieder in der Nähe als ich ihn hergepfiffen habe - und es hat gefunkt - heilfroh war), ab sofort wieder auf Schlepp unterwegs, die Mädelssaison beginnt und meiner ist einfach jung, und groß und da kann was passieren wenn er meint sich mit einem Chi anlegen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
FinnFinn

FinnFinn

11.05.2012
227
Ich würde auch nicht mit Futter herumexperimentieren. Bin da voll bei Nienor. Abgeben ja, aber nicht beim Napf.

Es ist durchaus möglich, das in eurer Konstellation der jüngere Hund der "Stärkere / Anführer" (so schwer da ein gutes Wort für zu finden!) wird. Da liegt es auch an euch, die Rangordnung so zu akzeptieren, auch wenn der ältere Hund länger bei euch ist und vielleicht in euren Augen das Recht auf den Posten hat.

Ansonsten liegt es an euch, den Druck aus Situationen zu nehmen, bei denen es zu Streitigkeiten kommen kann. Grade bei Futter / Spielzeug etc. ist es besser, die Hunde zu trennen / in getrennten Räumen zu füttern etc. Engstellen z.B. im Flur zu vermeiden.

Dies sind aber alles nur generelle Tipps nach deinem kurzen Text. Es ist immer besser, einen (guten) Trainer vor Ort auf die Situation schauen zu lassen. Hier können nur Vermutungen angestellt werden, es kennt aber niemand den tatsächlichen Grund. Wichtig: Bei euch zu Hause! Es bringt nichts, mit einem Hund auf dem Platz zu trainieren, denn dort habt ihr ja das Problem nicht...
 
M

miwok

07.11.2012
402
Hallo Nienor,
was kann auch bei Deinem Hund verkehrt daran sein, wenn er sein Futter wieder abgeben muß
und Du die Kontrolle dabei hast , sobald er irgendwo etwas gefunden hat, welches er gar nicht fressen darf ?

Welchen Schaden kann es haben , wenn man seinem Hund das Futter wieder abnimmt ?

Ich denke, jeder Hundehalter sollte dazu in der Lage sein ,
jederzeit seinem Hund etwas aus dem Maul nehmen zu können !

Fritz.
Wenn ein Hund draussen etwas aufnimmt, was er nicht soll, ist das eine ganz andere Situation und wenn der Halter den Verdacht auf Giftkoeder hat, wird er keinesfalls zoegern, wie z.b. in den eigenen vier Waenden.

Schaden kann das sehr wohl, wenn man den Hunden immer den gefuellten Napf weg nimmt, dadurch koennen sie anfangen zu schlingen und das Vertrauen zum Halter wird mit der Zeit nachlassen, wenn nicht gar zerstoert werden. Der Halter wird mit der Zeit nicht mehr einschaetzbar fuer den Hund werden.


@GoldenHeart
Solange solch eine Unruhe zwischen den Rueden ist, wuerde ich beiden einen Maulkorb anziehen, damit ist die Verletzungsgefahr schon einmal wesentlich geringer.

War denn schon mal ein Trainer bei dir im Haus?
Oft haben Rangeleien zwischen den Hunden etwas mit dem Verhalten des Halters zu tun
 
Roli2190

Roli2190

09.09.2017
191
Hallo!
Zum Thema Futter wegnehmen kann ich persönlich sagen, zumindest mein Hund kann da sehr gut unterscheiden. Ich konnte ihm früher fast alles wegnehmen bzw. unterbrechen (ich dachte früher auch so trainiert man es dass er draußen nichts aufnimmt) und meine Hand oder Fuß hinhalten bei Sachen die er von mir bekam (das damit man eben auch mal versehentlich ankommen darf ohne dass es für den Hund ein Problem ist), nur bei Knochen ließ er das zuerst nicht zu, mit Tauschtraining aber mittlerweile schon. Ich habe es beim Napf trotzdem so gefestigt, dass ich immer wieder etwas dazu gegeben habe und dadurch ihn die Hand daran nicht gestört hat. Aber ich würde ihm nicht ständig wenn er Futter erhält das wegnehmen. Ich kann auch freigegebenes Futter unterbrechen, aber das bringt eben meist nichts wenn er draußen was findet.

Denn auch wenn man das kann, heißt es noch lange nicht, dass der Hund draußen nichts hinunterschlingt wenn er was findet, zumindest bei meinem Hund. Dazu muss man schon eher diese Situationen nachstellen, zB vorher etwas auslegen und den Hund daran hindern zum Erfolg zu kommen bzw. wie ich es mache, ihm beizubringen Futter das irgendwo liegt zB durch sitzen anzuzeigen. Das dann natürlich bestätigen und im Training darf er anfangs auch das angezeigte nach Freigabe aufnehmen, später nicht immer und wenn nur eben nach deutlicher Freigabe, sonst würde er es ja auch fressen wenn es etwas Schädliches für ihn wäre.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

12.12.2014
577
Ich finde Rolis Methode wirklich extrem gut und ich denke, dass damit die Napfmethode absolut ... hinfaellig ist.

Schweinemama,dein Hund hat eine andere Vorgeschichte und- es ist eine ganz andere Situation,..
 

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