Katze kommt mit neuem Kater nicht klar

Diskutiere Katze kommt mit neuem Kater nicht klar im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo ihr Lieben, ich poste hier zum ersten Mal, da bisher mit unseren Vierbeinern alles prima lief. Das hat sich nun geändert und ich brauche...
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Uma U Ray

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Hallo ihr Lieben,

ich poste hier zum ersten Mal, da bisher mit unseren Vierbeinern alles prima lief. Das hat sich nun geändert und ich brauche dringend Rat.

Um die Situation zu schildern muss ich etwas ausholen, probiere aber, mich so kurz wie möglich zu halten (Was natürlich total gelingen wird. Nicht. :geek:)

Okay, los geht’s.
Anfang Dezember 2017 haben wir Lucy und Emil aus dem Tierheim adoptiert. Zwei ganz normale Hauskatzen, 8 Wochen alt (die beiden sind keine Geschwister, waren aber von Baby an zusammen). Sie haben sich trotz der fehlenden Mutter toll entwickelt, wurden irgendwann Freigänger, alles war gut. Bis im Dezember 2018 Emil plötzlich nicht mehr nach Hause kam. Alle Versuche, ihn zu finden, liefen ins Leere. Emil war und ist bis heute verschwunden.

Ziemlich genau mit Emils Verschwinden hat sich Lucys Verhalten verändert. Sie fraß nur noch sporadisch und wurde sehr anhänglich. Ständig saß sie bei und auf uns, was eigentlich so gar nicht ihre Art war (sie war zwar immer sehr freundlich, verspielt und offen, aber nicht so der Kuschler). Im Internet habe ich dann gelesen, dass dies eine Reaktion auf
den Verlust sein und eventuell an der Einsamkeit liegen könnte. Daher haben wir uns vor drei Wochen dazu entschieden, für sie einen neuen Partner zu adoptieren.

Und mit Neo sind auch die Probleme eingezogen.

Neo ist sieben Monate alt, kommt laut Tierheim aus einer unkontrollierten Vermehrung und war überhaupt nicht an Menschen gewöhnt. Im Tierheim meinte man, nachdem wir Lucy beschrieben haben, dass Neo von seiner Art her gut zu ihr passen würde. Als wir ihn abgeholt haben war er ein zitterndes Häufchen Elend und verlies hier bei uns zu Hause seine Höhle tagelang nicht. So verbrachte er die ersten Tage in einem separaten Raum um in Ruhe anzukommen. Die erste Begegnung mit Lucy fand erst statt, als er langsam etwas mutiger wurde. Dieses erste Kennenlernen verlief eigentlich recht positiv: Lucy schnupperte sich durch das Zimmer, dann an ihm, machte kehrt und verschwand durch die Katzenklappe im Garten. Kein Knurren oder Fauchen. Nun gut, ich dachte zumindest, dass das eine positive Begegnung war, denn seit diesem ersten Beschnuppern ist Lucy nicht mehr Lucy. Ein weiterer "geplanter" Kontakt zwischen den beiden war nicht mehr möglich.

Lucy lässt sich seit diesem Moment bei uns in der Wohnung kaum mehr anfassen. Sie schläft auch nicht mehr hier. Sie kommt höchstens zum Fressen, wenn sie denn etwas frisst, und will dann sofort wieder raus. Sie ist total angespannt, läuft auf und ab, faucht und knurrt sobald sie Neo sieht (er ist mittlerweile richtig zutraulich geworden und bewegt sich frei in der Wohnung). So lange, bis wir die Türe aufmachen (die Katzenklappe ist wegen Neo im Moment in eine Richtung geschlossen. Lucy kann rein, aber nicht raus). Wir haben zum Glück noch das „Kinderstockwerk“, in das sie von draußen durch Katzenklappen auch selbständig rein und raus kann. Hier schläft sie. Hier sucht sie auch Nähe. Aber bei uns unten, keine Chance.

Neo hingegen überschlägt sich buchstäblich vor Freude, wenn er Lucy sieht. Er probiert alles, um ihre Aufmerksamkeit bekommen (hin und wieder vielleicht auch etwas zu viel). Man merkt, wie gerne er einen Kameraden zum Spielen hätte. Das einzige aber, was er bekommt, sind Hiebe, wenn er Lucy zu nahe kommt.

Das alles tut mir wahnsinnig leid. Für beide Katzen. Für Lucy, weil sie sich total unwohl und vertrieben fühlt und für Neo, weil er alleine ist aber unbedingt einen Partner möchte bzw. braucht.

Natürlich ist mir bewusst, dass es gerademal drei Wochen sind. Ich weiß, dass das schon mal dauern kann, bis Katzen miteinander klarkommen. Aber in Lucys Fall sehe ich nicht mal einen Ansatz, dass sich die Situation verbessern könnte. Sie geht dem Ganzen ja aus dem Weg. In den letzten drei Wochen hat sich jedenfalls überhaupt nichts getan. Keinerlei Änderung. Wir bekommen sie kaum mehr zu Gesicht.

Daher die Frage, was tun?
Beide mal über längere Zeit zusammenlassen, so dass sie sich miteinander auseinandersetzen müssen?
Für Neo ein weiteres Kätzchen (zur Pflege) holen, damit er einen Spielkameraden hat (oder dreht Lucy dann völlig durch)?
Weiterhin einfach abwarten?

Ihr seht, ich bin ziemlich ratlos.
Natürlich möchte ich, dass es den beiden gut geht. Daher kann es so, wie es jetzt ist, für beide nicht bleiben. Am wenigsten für Lucy :(

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe (und dafür, dass ihr den ganzen Text gelesen habt :))
Ich freue mich auf eure Tipps und Ratschläge :)
Uma
 
18.02.2019
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
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Simpat

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Hallo herzlich willkommen hier im Forum :)

Bei Freigängern ist eine Vergesellschaftung in vielen Fällen deutlich schwieriger und langwieriger, weil viele Freigänger dazu neigen, nach draußen auszuweichen und sich der Zusammenführung entziehen. Hier kann man probieren, die Katze erst einmal drinnen zu halten, damit sie sich mit dem Neuzugang auseinander setzen muss, sie darf es aber nicht als Bestrafung empfinden. Abgesehen davon würde ich kein Kitten zu einem Freigänger dazu holen, wenn dann müssten es zwei Kitten sein. Selbst wenn Lucy Neo akzeptieren würde, die meisten Freigänger toben und leben sich draußen aus und wollen daheim eher ihre Ruhe, die wollen dann nicht, wenn sie heimkommen noch stundenlang mit einem Kitten spielen, aber genau das brauchen Kitten, einen Artgenossen und Spielkameraden der auch da ist, wo sich ausgiebig und lange mit ihnen beschäftigt.

Außerdem besteht bei Freigängern leider immer die Gefahr, dass wenn sie mit dem Neuzugang nicht klar kommen, dass sie womöglich abwandern und gar nicht mehr nach Hause kommen. Daher muss man ihr dass nach Hause kommen so schön wie möglich machen. Da wäre eine räumliche Trennung anfangs vermutlich nötig, damit Neo sie nicht bedrängen kann und hier beginnt die Zwickmühle, Neo ist viel zu lange ohne Spielkameraden, wenn man Lucy genügend Zeit geben will, sich an ihn zu gewöhnen. Ich hätte auch eher zu einer Kätzin als zu einem jungen Kater geraten, höchstens einen schon etwas älteren Kater, wo man schon weiß, ob der mit Kätzinnen gut umgehen kann und nicht nach Katerart mit ihnen raufen und balgen will, dass mögen die meisten Kätzinnen überhaupt nicht.

Also Lucy bekommt ganz viel Zuwendung und Leckerlis, wenn sie nach Hause kommt und Neo muss man notfalls anfangs von ihr separieren, am besten mit einer Gittertür, damit die sich gegenseitig beschnuppern können und sich schon mal geruchlich näher kommen, auch Katzenklo und Spielzeug regelmäßig tauschen.
 
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Uma U Ray

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Hallo Simpat,

vielen lieben Dank für deine Antwort :)

Du liegst sicherlich mit deiner Einschätzung richtig, dass Neo für Lucy zu ungestüm ist. Sobald sie reinkommt ist er permanent um sie rum, rennt auf sie zu, starrt sie an… Selbst wenn sie dann doch etwas frisst. In letzterem Fall probiere ich, ihn von ihr fern zu halten, damit sie wenigstens da ihre Ruhe hat. Wenn ich mich in Lucy hineinversetze, ich hätte da vermutlich auch keine Lust drauf :rolleyes:

Daher habe ich den Vorschlag mit der räumlichen Trennung vor ein paar Minuten direkt ausprobiert, als Lucy reinkam. Ich habe Neo ins Wohnzimmer gebracht, Lucy hat gefressen, war aber so angespannt wie immer und wollte direkt wieder raus. Der erste Versuch hat also nichts verändert, außer, dass es mit das Herz bricht, Neo im anderen Zimmer jammern zu hören. Da hat er schon keinen Spielpartner und dann muss er auch noch weg, wenn Lucy nach Hause kommt. Und auch jetzt, wo er miauend durch die Wohnung läuft und Lucy sucht, tut es mir einfach nur leid…

(Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Lucy in den ersten Tagen nach Neos Einzug alleine schon von seinem Geruch ganz unruhig und angespannt war. Hierzu mussten sie sich noch nicht mal sehen. Da stellt sich die Frage, ob sie ihn einfach „nicht riechen“ kann und auch diese räumliche Trennung für sie keine Erleichterung bringt.)

Neo ist jetzt etwas mehr als drei Wochen bei uns und wir haben den süßen Racker schon sehr in unser Herz geschlossen. Wir alle fragen uns aber im Moment, was besser für die Katzen ist: der Situation weiterhin die Chance auf Besserung zu geben oder für Neo ein neues Zuhause mit einem Spielkameraden zu suchen. Denn mit jedem Tag, der vergeht, gewöhnen wir uns mehr an ihn. Mit jedem Tag gewöhnt er sich mehr an uns. Mit jedem Tag wird er aber auch ein Stück einsamer und Lucy distanzierter.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ihr mir hier keine Lösung geben könnt. Aber eure Erfahrung und Einschätzung hilft mir sicherlich, meine Gedanken zu ordnen und das Richtige zu tun.

Daher, erneut, vielen Dank für eure Hilfe

Uma


PS: Als wir im Tierheim waren haben wir Lucy und unsere allgemeine Situation sehr ausführlich beschrieben, woraufhin uns dann Neo vorgestellt wurde. Ich habe die Mitarbeiterin mehrfach gefragt, ob sie sich sicher ist, dass weder Alter noch Geschlecht ein Problem ist. Sie meinte, da Lucy erst 15 Monate alt ist und zuvor schon einen Kater als Partner hatte, das gut passen würde und verwies auf Neos freundlichen Charakter anderen Katzen gegenüber.
Da sowohl mein Mann als auch ich zwar schon immer Katzen haben, aber keinerlei Erfahrung bei der Vergesellschaftung, haben wir auf die Einschätzung der Mitarbeiterin vertraut. Nach deiner Erläuterung, Simpat, habe ich jetzt natürlich die Befürchtung, dass wir trotz aller Bemühungen, es richtig zu machen, doch falsch lagen… Zum Leidwesen beider Katzen :(

PPS: Mir drängt sich schon seit Tagen der Gedanke auf, dass Lucys Wesensänderung vielleicht doch weniger auf Trauer und Einsamkeit zurückzuführen war, als vielleicht auf die „Erleichterung“, endlich den Raum beanspruchen zu können, den zuvor Emil eingenommen hat. Er war sehr anhänglich und permanent auf jemandes Schoß. Eigentlich genau das, was Lucy nach seinem Verschwinden gemacht hat. Könnte das sein? Dass Lucy eine Katze ist, die grundlegend lieber keinen Partner hat? Im Internet liest man immer nur, dass Katzen mindestens zu zweit sein sollen… Ich bin wirklich verunsichert.
 
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Simpat

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Für eine Zusammenführung gerade mit einer Freigängerin, braucht man viel Zeit und Geduld. Es ist jetzt nun mal so gelaufen, daher würde ich es jetzt auch weiterhin versuchen und ihn nicht gleich zurückbringen.

Bei Kitten und sehr jungen Katzen ist die Einzelhaltung ein absolutes No Go, meiner Ansicht nach auch bei Freigängern. Ich denke nicht dass Lucy eine Einzelkatze ist, sie braucht nur genügend Zeit und ja, vielleicht hätte man es durch eine andere Partnerwahl ihr etwas leichter machen können. Aber anfängliche Ablehnung ist bei Katzen ganz normal. Stell dir vor es klingelt an der Tür, da steht einer und sagt "Hallo ich bin der Neue" - Sagst du dann auch gleich "Hallo - komm doch rein, hier ist mein Kühlschrank, meine Coach, mein Teller, mein Klo.....teile ich alles gern mit dir?" Gib Lucy Zeit sich an ihn zu gewöhnen. Wie gesagt, versuch ihr die Anwesenheit im Haus so positiv wie möglich zu gestalten. Natürlich ist sie angespannt und sie riecht auch Neo überall, dass soll sie auch, sie braucht Zeit womöglich auch viel Zeit. Ist nur für Neo nicht schön, weil er solange keinen Artgenossen und Spielkameraden hat. Ob es gelingt, kann dir keiner vorhersagen.

Aufgrund des unterschiedlichen Spiel- und Sozialverhaltens Kater und Kätzin, rate ich gerade bei jungen Tieren immer eher zu gleichgeschlechtlich oder zu Geschwistern oder wenn sich zwei schon gefunden haben. Die meisten Kater sind vor allem in jungen Jahren deutlich körperbetonter und ruppiger im Umgang miteinander und wollen nach Katerart spielen, balgen und raufen. Die meisten Kätzinnen balgen sich aber nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und stehen später meist gar nicht mehr auf so wilde Raufereien und bevorzugen eher Jagdspiele. Aber es gibt auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde, am wichtigsten ist, dass die Tiere vom Wesen, Charakter, Temperament einander möglichst ähnlich sind und auch vom Alter zueinander passen.
 
Audrey

Audrey

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Hi Uma,

mit Freigängern kenn ich mich nur passiv aus, aber ich hab selber eine sehr schwierige Vergesellschaftung durchgemacht. Und 3 Wochen sind nach meiner Erfahrung nichts, gar nichts. Die erste merkbare Veränderung kam etwa nach einem halben Jahr, und normalisiert hat sich das ganze dann nach 1 Jahr. Inzwischen ist es so, daß momentan die eine links an mir liegt, und die andere rechts - und das wäre vor 2 Jahren absolut undenkbar gewesen!

In der schwierigen Zeit hab ich auch überlegt ob es gescheiter wäre, für meine "Kleine" einen Spielkameraden zu holen (sie wollte immer spielen, aber meine alte Hexe nicht...). Für mich hab ich das dann ausgeschlossen, aber vielleicht wäre es für Dich eine Option?

Eine ganz wichtige Frage zu Deiner Situation fehlt aber noch - oder hab ich's überlesen? Also: sind denn beide kastriert?
 
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Uma U Ray

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Hallo ihr beiden :)

Der Gedanke, für Neo eventuell ein neues Zuhause zu suchen, ist nur der Tatsache geschuldet, dass er hier alleine ohne Spielkameraden ist. Ihr dürft mich da nicht falsch verstehen. Ich würde diesen Schritt niemals leichtfertig gehen und wenn, dann nur, weil es die beste Entscheidung für ihn wäre. Natürlich spielt auch ein wenig die Angst mit, dass Lucy sich eine neue Familie suchen könnte, weils ihr hier zu bunt wird. Aber ich bin absolut optimistisch, dass sich diese Gefahr eindämmen lässt, indem ich - so wie Simpat es empfohlen hat - ihr das nach Hause kommen (trotz Neo ;)) so angenehm wie möglich mache. Wenngleich wir natürlich jetzt schon darum bemüht sind, ihr das Gefühl zu geben, dass sie hier weiterhin die Nummer 1 ist.

Der Gedanke, in Bezug auf Neo ein weiteres Kätzchen zu holen, war und ist auch bei uns Thema, allerdings aufgrund mangelnder Erfahrung bisher ergebnislos. Wir wollen Lucy ja nicht noch mehr belasten, als wir es mit unserer bisherigen Entscheidung ohnehin schon getan haben. Würde sie sich durch ein weiteres Kätzchen nicht noch mehr unter Druck und vertrieben fühlen? Prinzipiell wäre eine dritte Katze okay für uns. Wir haben sowohl im Haus als auch draußen dank Feld-Wald-Lage genügend Platz. Habt ihr, was diese Konstellation angeht, Erfahrung? Wenn ja, wäre ein weiteres Kätzchen empfehlenswert?

Zu deiner Frage Audrey: Beide Katzen sind kastriert (hab ich vergessen zu erwähnen :)). Bei Lucy als sie sechs Monate alt war und endlich raus durfte. Bei Neo wurde die Kastration im Tierheim gemacht. Wie lange sie bei ihm her ist weiß ich daher nicht. Da er meines Wissens nach aber ca zwei Monate im Tierheim war, muss der Eingriff irgendwann in den letzten 3 Monaten stattgefunden haben.

Noch ein kleiner Nachschub zu unserer Situation:
Sowohl mein Mann als auch ich sind selbständig, das Büro ist im Haus. Sprich, Neo ist nur selten mal länger alleine.
Neo darf bisher noch nicht raus, da er seine Scheu vor Menschen noch nicht ganz abgelegt hat. Ich schätze, dass das noch eine Weile dauern wird, bis er in dieser Hinsicht mehr Abwechslung erfährt.
 
Audrey

Audrey

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Uma, ich glaub Dich versteht hier keiner falsch - Du wirkst sehr sehr überlegt und auf die Katzen bedacht - wäre schön, wenn mehr so (viel) denken würden wie Du :)

Der Neo ist ja erst 3 Wochen da, und erst 7 Monate alt - also den würd ich sicher noch 1 1/2 Monate drin behalten (andere sagen ihn erst mit 1 Jahr rauszulassen, aber das wirst Du mit einer Freigängerin eh nicht durchziehen können, wenn er mal euch gegenüber selbstbewußt geworden ist).

Die Sorgen bzgl. einer Drittkatze kann ich absolut nachvollziehen - aus ganz ähnlichen Gründen hab ich mich dann ja letztlich dagegen entschieden. In der Theorie würde es freilich heißen daß die beiden Kleinen miteinander spielen, und Lucy ihre Ruhe hat, bis sie sich mit den beiden abgeben will. Aber das ist halt reine Theorie, und ich hätte / hatte auch Angst, daß der Schuß nach hinten losgeht. Aber ich glaub zu dem Thema kann und wird Dir Simpat mehr hilfreiches sagen ;)
 
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Simpat

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Audrey auch ich kann nicht hellsehen. Klar wäre die Theorie ein Raufkumpane für Neo, damit er Lucy nicht mehr bedrängt, bei mir hat es bestens geklappt, ich habe aus einem ähnlichen Grund jetzt ein Katzentrio, aber bei mir war es eine ganz andere Ausgangssituation und vor allem ich habe keine Freigänger, meine Sue hätte, wenn es nicht geklappt hätte, auch nicht abhauen können und die Zusammenführung von reinen Wohnungskatzen noch dazu vom Züchter und bestens sozialisiert, ist eine ganz andere als mit Freigänger und Katzen vom Tierheim, auch wenn die auch meist bestens sozialisiert sind, aber genaues weiß man halt nicht.

Wobei ich hier schon denke, dass Neo einfach ein junger Kater ist, nichts als Flausen im Kopf, der weiß gar nicht wohin mit seiner Energie, sitzt allein zuhause und dementsprechend verhält er sich natürlich wenn Lucy nach Hause kommt und dass ist ihr dann viel zu aufdringlich.

Es kann klappen, dass wenn man einen zweiten Kater dazuholt, der auch eher ruhiger vom Wesen ist, aber trotzdem gut zu Neo passt, annähernd gleiches Alter, natürlich auch schon kastriert, dass die dann ganz dicke werden und Lucy ihre Ruhe hat bzw. selbst entscheiden kann, wie viel Kontakt sie haben will und es dann besser akzeptiert wird, wenn sie ihre Ruhe haben will, weil eben noch ein weiterer Artgenosse und somit eine Ausweichmöglichkeit da ist, aber es ist ein Risiko, es kann auch sein, dass es Lucy zuviel wird und sie dann noch weniger nach Hause kommt oder gar ganz abwandert. Auch habe ich die Entscheidung für einen zweiten Kater getroffen, weil ich wusste, dass meine Sue mit Brüdern aufgewachsen ist und selbstbewusst genug war, sich auch gegen 2 Kater durchzusetzen, dass habe ich ihr zugetraut. Der zweite Kater ist bei mir eingezogen, weil Murphy immer mit ihr raufen und balgen wollte und sie wollte dass nicht, dass hat sie nur mit ihrem Bruder gemacht, der leider verstorben ist und Murphy wollte nur spielen und wurde immer wieder abgewiesen, war aber viel zu gut sozialisiert, hat sie nie ernsthaft bedrängt immer sofort von ihr abgelassen und sie hat ihm klare Grenzen aufgezeigt, ansonsten haben sich die beiden bestens verstanden, auch aus einem Napf gefressen, sich Nasenküsschen gegeben zur Begrüßung, eng aneinander vorbeigegangen, auch miteinander gespielt, nur wollte er dann halt immer wieder auch nach Katerart mit ihr raufen und balgen. Mir taten dann beide leid, er weil er nur spielen wollte und immer wieder eine Abfuhr bekam und sie weil sie immer wieder, wenn auch nur leicht, bedrängt wurde.
 
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Ich weiß daß Du nicht hellsehen kannst ;) - Du bist mir nur als DAS Beispiel eingefallen, wo eine Drittkatze die Situation gerettet hat...
 
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Katze kommt mit neuem Kater nicht klar

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