Zusammenführung zweier Katzen beim Umzug?

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Lilly360

Lilly360

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Guten Tag liebes Forum!
ich brauche dringend euren Rat!
Und zwar habe ich folgende Angelegenheit: Mein Freund ist seit Jahren Herrchen von einer sehr menschenbezogenen und anhänglichen Wohnungskatze. Nun steht ein Umzug vor der Tür und
gleichzeitig hat sich ergeben, dass wir gerne einer knapp zweijährigen Katze ein neues Zuhause geben wollen, da sie der Besitzer (aus der Familie) leider abgeben muss und sie nicht an fremde geben will. Nun hatte ich mir überlegt, dass wir mit der Zusammenführung bis zur neuen Wohnung warten, da diese dann quasi noch kein Revier von einer der Katzen ist, sondern eine neue Umgebung.
Aber nun kommt mir doch Zweifel, ob es für die “alte” Katze nicht zu viel ist gleichzeitig in ein neues Heim zu kommen und einen neuen Artgenossen kennenzulernen? Habt ihr Tipps für mich, wie die Zusammenführung am besten klappt?
Vielen Dank im Voraus!!
 
06.03.2019
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
S

Simpat

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Ist in der Tat eine gute Idee, weil wie du schon selbst schreibst, so kann keine der beiden Katzen sagen: "Weg da, ist mein Revier!". Ein Umzug ist in meinen Augen ein sehr guter Zeitpunkt für eine Zusammenführung, aber trotzdem ist und bleibt das Wichtigste, dass die Katzen zueinander passen und hier sehe ich schon eher das Problem.

Katzen sollten vom Alter (damit sie ähnliche Bedürfnisse haben), Charakter, Wesen und Temperament einander möglichst ähnlich sein, damit schafft man gute Voraussetzungen fürs Gelingen einer Vergesellschaftung. Je jünger die Katze ist, desto geringer sollte der Altersunterschied sein und vor allem je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sozialisiert sollte die Partnerkatze sein, am besten ist natürlich, wenn beide Katzen gut sozialisiert sind.

Bedenken habe ich deswegen, du schreibst er hat seit Jahren eine sehr menschenbezogene und anhängliche Wohnungskatze, diese sehr starke Fixierung auf den Menschen tritt meist dann auf, wenn die Katze jahrelang in Einzelhaltung lebt und am stärksten ausgeprägt ist dieses Verhalten meist dann, wenn die Einzelhaltung schon in jungen Jahren erfolgt. Daher nehme ich an, die vorhandene Katze ist schon etwas älter und hat jetzt jahrelang allein bei deinem Freund gelebt. Daraus könnten sich folgende Probleme ergeben, der Altersunterschied könnte zu groß sein und die Katze lässt sich nur noch schwer, manchmal auch gar nicht mehr vergesellschaften. Hier wäre es wichtig zu wissen, wie gut die Katze als Kitten sozialisiert worden ist, wie lange ist sie bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen? Wie alt war sie beim Einzug und war sie von Anfang an in Einzelhaltung oder hat sie davor oder bei deinem Freund auch eine zeit lang mit anderen Katzen zusammengelebt.

Wie sieht es bei der jüngeren Katze aus, wie alt war sie bei der Trennung von der Katzenmutter und hat sie jetzt auch alleine dort gelebt? Welches Geschlecht haben die beiden Katzen? Sind aber beide kastriert oder nicht?

Wenn nur der Altersunterschied zu groß ist, die aber trotzdem vom Wesen und Temperament zueinander passen würden (also nicht Perser und Orientalen z.B.), dann könnte man bei einer gut sozialisierten Katze auch sagen, dann setze ich halt zwei junge Katzen dazu. Dann haben die beiden Jungspunde einander zum spielen und toben und die ältere Katze kann selbst entscheiden inwieweit sie sich daran beteiligen will. Oft funktioniert das sehr gut, weil die Jungkatze eine Alternative hat, wenn die Altkatze keine Lust zum Spielen hat und akzeptiert, dass die Altkatze halt öfters ihre Ruhe haben will und nicht durch die Wohnung galoppieren oder Kratzbäume rauf und runter jagen will.
 
Lilly360

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Ist in der Tat eine gute Idee, weil wie du schon selbst schreibst, so kann keine der beiden Katzen sagen: "Weg da, ist mein Revier!". Ein Umzug ist in meinen Augen ein sehr guter Zeitpunkt für eine Zusammenführung, aber trotzdem ist und bleibt das Wichtigste, dass die Katzen zueinander passen und hier sehe ich schon eher das Problem.

Katzen sollten vom Alter (damit sie ähnliche Bedürfnisse haben), Charakter, Wesen und Temperament einander möglichst ähnlich sein, damit schafft man gute Voraussetzungen fürs Gelingen einer Vergesellschaftung. Je jünger die Katze ist, desto geringer sollte der Altersunterschied sein und vor allem je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sozialisiert sollte die Partnerkatze sein, am besten ist natürlich, wenn beide Katzen gut sozialisiert sind.

Bedenken habe ich deswegen, du schreibst er hat seit Jahren eine sehr menschenbezogene und anhängliche Wohnungskatze, diese sehr starke Fixierung auf den Menschen tritt meist dann auf, wenn die Katze jahrelang in Einzelhaltung lebt und am stärksten ausgeprägt ist dieses Verhalten meist dann, wenn die Einzelhaltung schon in jungen Jahren erfolgt. Daher nehme ich an, die vorhandene Katze ist schon etwas älter und hat jetzt jahrelang allein bei deinem Freund gelebt. Daraus könnten sich folgende Probleme ergeben, der Altersunterschied könnte zu groß sein und die Katze lässt sich nur noch schwer, manchmal auch gar nicht mehr vergesellschaften. Hier wäre es wichtig zu wissen, wie gut die Katze als Kitten sozialisiert worden ist, wie lange ist sie bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen? Wie alt war sie beim Einzug und war sie von Anfang an in Einzelhaltung oder hat sie davor oder bei deinem Freund auch eine zeit lang mit anderen Katzen zusammengelebt.

Wie sieht es bei der jüngeren Katze aus, wie alt war sie bei der Trennung von der Katzenmutter und hat sie jetzt auch alleine dort gelebt? Welches Geschlecht haben die beiden Katzen? Sind aber beide kastriert oder nicht?

Wenn nur der Altersunterschied zu groß ist, die aber trotzdem vom Wesen und Temperament zueinander passen würden (also nicht Perser und Orientalen z.B.), dann könnte man bei einer gut sozialisierten Katze auch sagen, dann setze ich halt zwei junge Katzen dazu. Dann haben die beiden Jungspunde einander zum spielen und toben und die ältere Katze kann selbst entscheiden inwieweit sie sich daran beteiligen will. Oft funktioniert das sehr gut, weil die Jungkatze eine Alternative hat, wenn die Altkatze keine Lust zum Spielen hat und akzeptiert, dass die Altkatze halt öfters ihre Ruhe haben will und nicht durch die Wohnung galoppieren oder Kratzbäume rauf und runter jagen will.
Vielen Dank für die lange Antwort!
Die bereits vorhandene Katze ist 6 Jahre alt. Sie ist mit 12 Wochen zusammen mit einer Schwester aus dem Wurf zu meinem Freund gekommen. Zwei Jahre haben sie zusammen als Wohnungskatzen friedlich zusammen gelebt. Als sie dann allerdings nach Draußen durften, haben sie angefangen sich dauerhaft zu streiten und anzufauchen. Außerdem sind sie sich aus dem Weg gegangen. Daher hat die Familie meines Freundes die beiden Katzen getrennt und mein Freund hat eine der Katzen zu sich genommen, während seine Mutter die andere behalten hat. 3 Jahre hat die Katze nun alleine, ohne Artgenossen bei meinem Freund gelebt.
Allerdings haben wir sie kürzlich notgedrungen schon zweimal für 2 Wochen zu seiner Mutter gegeben (Urlaub), wo sie wieder auf ihre Schwester und eine weitere Katze gestoßen ist. Die Katze versteht sich immer noch nicht mit der Schwester, aber hat Kontakt zu der anderen Katze gesucht und sich fast mit ihr angefreundet.

Die ''neue' Katze ist ebenfalls mit einer gleichaltrigen Katze aufgewachsen und lebt mit dieser auch zusammen. Sie verstehen sich ganz gut. Das bedeutet, die jüngere Katze ist sehr gut sozialisiert.
Zudem ist die ''älter'' Katze sehr verspielt und hat ständig Lust zu toben und durch die Wohnung zu rennen, obwohl sie ''Schon'' 6 Jahre alt ist. Daher denke ich, dass sie auch mit der neuen Katze spielen würde, sofern sie sich verstehen.

Glaubst du, dass unter den gegebenen Umständen ein Zusammenführen möglich wäre? Und wenn ja, wie machen wir das dann? Setzen wir die Katzen einfach zusammen in die neue Wohnung? Sollen dann beide komplett neue Toiletten, Näpfe und Schlafplätze bekommen, oder dürfen sie ihre alten mitnehmen?
Ich bin da etwas überfodert :eek:
 
S

Simpat

Moderator
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Wenn die beiden als Geschwister zusammen aufgewachsen sind und dann 2 Jahre zusammen gelebt haben, dann lag es vermutlich nicht an den Tieren selbst, dass es zu den Streitereien gekommen ist. Vielleicht ist draußen mal etwas vorgefallen, was die dann miteinander verknüpft haben oder die eine Katze ist draußen mit etwas in Berührung gekommen und hat dann ganz fremd gerochen oder es gab einen Kampf mit anderen Katzen draußen, da gibt es viele Möglichkeiten. Man hätte sie vermutlich nur noch einmal richtig vergesellschaften müssen, dann wäre es sicher möglich gewesen sie weiterhin zusammen zu halten, gerade bei Freigängern, die können sich ja aus dem Weg gehen, ich hätte die nicht getrennt.

Auch ist es normalerweise fast nicht möglich eine junge Freigängerin wieder in reine Wohnungshaltung zu gewöhnen und noch dazu in Einzelhaltung, vermutlich ist sie deshalb so auf Menschen fixiert, der hat ja dann auf einmal alles gefehlt, der Freigang und keine Artgenossen mehr. Schade, dass dein Freund als er sie zu sich geholt hat, nicht an eine Zweitkatze gedacht hat. Wie gesagt gerade bei Wohnungshaltung ist die Einzelhaltung von Kitten und sehr jungen Katzen wirklich ein No Go.

Wie sie sich in einem fremden Revier gegenüber anderen Katzen zeigt, sagt leider nicht soviel darüber aus, wie es dann sein wird, wenn sie sich dann das eigene Revier mit einer anderen Katze teilen soll. Es sind beides Kätzinnen habe ich doch richtig verstanden und beide sind kastriert?

Was ich nicht so gut finde, wenn die junge Kätzin jetzt mit einem Artgenossen zusammenlebt und sich mit dem auch versteht, warum trennt man die Beiden denn?

Kennt ihr die junge Kätzin näher? Wisst ihr ob sie vom Wesen, Charakter und Temperament zu eurer älteren Katze passen würde? Der Altersunterschied wäre jetzt mit 4 Jahren, wenn die andere schon 2 ist und die ältere 6 Jahre nicht so schlimm, dass könnte schon noch gehen.

Ich war nicht dabei, wenn die für 2 Wochen bei der Mutter zu Gast war und dort auf die anderen Katzen getroffen ist. Je nachdem könnte man es riskieren, sie in der neuen Wohnung, einfach zeitgleich frei laufen zu lassen und erstmal schauen wie es läuft. Wäre sicher von Vorteil, wenn es auch für die Katze etwas stressiger ist, wenn man so wenig wie möglich von den alten Sachen mitnimmt oder wenn zumindest am Anfang, das meiste neu ist: Kratzbäume, Katzenklos, Fressnäpfe usw.
 
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