Rudelhaltung - ein paar Punkte hätte ich zum abklären

  • Autor des Themas Schweinemama
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S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Nach 1 Monat Rudelhaltung mit 2 Hunden im Haushalt habe ich doch noch einige Fragen offen:

Der Alltag ist sehr harmonisch - fast schon zu harmonisch. Junghund ist begeistert von unserer kleinen alten Dame und lässt sich grundsätzlich alles von ihr gefallen. Sie findet den jüngling cool - spielt neuerdings verfolgt ihn - wenn er ball spielt - sie hat eine Kondition wie eine 8 jährige, wenn sie den nnicht sehr schlecht sehen würde.

Ich füttere sie mittlerweile nebeneinander in der küche, wobei ich ihr zuerst das Futter hinstelle (sie ist eine sehr schlechte Esserin vor allem in der Früh), er bekommt, wenn er sehr grossen Hunger hat danach eine Portion, unsere Cairndame ist Diabetikerin, dh. die bekommt in der Früh vor dem Spaziergang etwas, sollte der große Junghund einen ganz besonderen Hunger haben - bekommt er nebenbei etwas - aus der Hand gefüttert damit der schlimmste Hunger gestillt ist. Er frisst dann meist erst 2- 2,5 Stunden richtig - nach dem Spaziergang (um beide nach dem Spaziergang zu füttern müsste ich die erste Runde gegen 5:00 morgens drehen - das schaffe ich zeitlich nicht - ich befürchte die Hunde auch nicht). Die Hündin ist ja nicht schnell unterwegs vor allem in der Früh nicht - sondern geht flott - aber ohne Gallopp ihre erste morgendliche Runde. (mitunter legen sie noch vor dem Frühstück im Garten eine kleine Spielrunde ein).

Frühstück, Mittagessen - Nachmittagsause bekommen sie etwa insgesamt die Hälfte der Tagesration, am Abend bekommen sie dann die "großportion", wobei er sie bei mFressen nicht stört - er geht da nicht mal in die Küche (ist der hunger schon sehr gross - trage ich
ihm die Futterschüssel ins Vorzimmer wobei er da prüft ob sie schon fertig ist- er rührt sein Essen nicht vorher an (ausgenommen Handfütterung).

Im Rudelleben bestimmt die alte Dame fast alles. Dh. sie geht mal voraus - beschnuppert andere Hunde und gibt sie dann mehr oder weniger Frei. Ich bin wirklich überrascht, da sie früher immer den Kontakt zu anderen Hunden (ausgenommen Rüden) gemieden hat, aber mittlerweile geht sie auch auf Hündinnen zu - schnuppert sie ab und entscheidet dann - ob sie Kontakt zulässt oder nicht. Komischerweise hält er sich da zu 95% daran - knurrt sie einmal wenn ein fremder Rüde zu meinem Hinwill, und er "spitzt" schon interessanterweise die Ohren - ist die ganze Show mit einem ihrer Knurrer vorbei. Manchmal unterbricht sie auch spiele, lustigerweise kurz bevor die Stimmung kippt und einer der beiden agressiv zu knurren beginnt. Auch agressive fremdhunde haben bei ihr keine Chance dass sie zum jungen Hund hinkönnten - sie verfolgt sie regelrecht und "rammt sie in den Boden"einen Freilaufenden Bullmastif und Tibet-Mastiff hat sie aber dermassen runtergeputzt dass sie mit eingezogenen Schwanz abgezogen sind (ich hatte so Angst um die kleine HÜndin). . Bei den anderen 5 Prozent entscheide ich dann, meist geht es da um Grenzfälle - zwei unkastrierte Rüden die sich aber wirklich gut vertragen, oder Hündinnen die sehr jung sind (man merkt ihm dann schon an - dass er heult und Sumst wie ein Kleinkind beim Süssigkeitenregal bei der Kassa im Supermarkt). SIe frönt weiter ihre Hundebekanntschaften, sie geht nun ein paar Meter weiter weg und spielt mit Rüden (die sich sonst nur für den anderen Rüden interessieren würden). Meiner hängt ja derzeit noch an der Leine und das weiß sie anscheinend.

Ich weiß jedoch nie, ob ich meiner alten HÜndin diese Entscheidung überhaupt zusprechen soll. Er hat sehr selektiven Kontakt zu anderen Hunden, mitunter spielt selbst unsere alte HÜndin mit ihm - aber dann sehr gezielt, sie schickt ihn weg - fordert ihn auf und passt aber dann auch sehr darauf auf - dass er nicht zu wild wird (heute morgen hatte er das problem, nachdem die einige Minuten friedlich miteinander gespielt haben, dass er sich nicht mehr einbremsen konnte und über sie "drüberspringen" musste (ihr ist nichts passiert - aber lustig war es für sie sicherlich nicht) - sie hat ihm aber ziemlich die Leviten gelesen und Spiel war sofort beendet.

Mittlerweile ist der ein paar Tage die Woche mit mir alleine (die alte Dame ist dann bei meinem Papa und macht ihre Pensionistenrunden ins Frühstückskaffee , Mittagsrunde - Nachmittagsrunde - aber eben nicht so aktionreich wie wir gehen die beiden vermissen einander schon sehr, aber andererseits ein 15 monatiger Hund hat auch andere bedürfnisse wie ein3 14 jährige Pensionistin) , da kann er nun einerseits weiter gehen - schneller gehen und vor allem auch wege gehen - die für meine alte Dame so überhaupt nicht mehr geeignet sind (wildstrassen quer durch den Wald, böschungen rauf und runter - auf Berge hoch, Radtouren die meine so gar nicht mag, mitfahren im Körbchen ist für sie ein Graus, da wird ihr Speiübel davon usw). Und ja, da hat er dann mehr Hundekontakt (er soll ja auch selbstständig lernen können) wobei mir schon auffällt - dass er mit den Hunden mittlerweile anders umgeht. Vor 3-4 Wochen ist er zu jedem Hin, egal wie gross wie klein, ob Angst oder nicht. Er lässt sich auch vorbeiführen, absetzen, auch Rüden die Krawall machen wollen - lässt er mehr oder weniger links liegen - solange sie ihm nicht zu nahe kommen und er beginnen muss nachzudenken ob Freund oder Feind.

Ist das alles so "richtig" durchdacht? Die Hündin macht das selbstständig und gerne, sie wirkt auch nicht wirklich gestresst (einzig bei sehr grossen Hunden die agressiv sind - merke ich schon - dass sie sich mitunter stark aufregen muss um die wegzuschicken), meist machen wir dann ein kleines Zigaretten und Leckerlipäuschen, gehen wir zu viel - fordert sie jedoch auch ein dass sie getragen wird (meist wenn es zu steil wird oder zu viel Gestrüpp rumliegt), gleichzeitig zeigt sie aber auch wieder an - wenn es "wieder geht" und sie weiterlaufen will. Pausen machen wir immer mal wieder - er darf schnuppern gehen, sie legt sich meist irgendwo hin, beide bekommen wasser und Kekse also wirklich idyllisch.

Freilauf von ihm aber immer noch sehr eingeschränkt, entweder in der hundezone mit 1-2 anderen Hunden wenn ich sehe dass sie sich vertragen, oder auf einer Wiese wo ich von weitem sehe wenn sich ein Hund nähert (aber da wird er selber beschäftigt mit Ball oder Frisbee). Ohne beschäftigung im Freilauf geht noch gar nicht - da ist er weg und sucht sich interessantere Dinge, er kommt zwar mittlerweile recht gut zurück, bestenfalls einen Ball vorzeigen - aber gegen andere hunde habe ich leider immer noch keine Chance (meist hängt er noch an der Schleppleine damit ich ihn nicht ganz "verliere").
 
Zuletzt bearbeitet:
12.03.2019
#1
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Guest

Schau mal hier: Rudelhaltung - ein paar Punkte hätte ich zum abklären . Dort wird jeder fündig!
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A-Fritz

11.07.2016
540
Hallo,
Du hast hier einen langen, detaillierten Bericht geschrieben, allerdings erkenne ich nicht ,
welche Fragen Du uns nun stellen möchtest ?

Damit Dein junger Hund immer zurückkommt und es eine gute Konditionierung gibt,
solltest Du ihm etwas interessantes anbieten .
Ich denke, Du solltest ihn nur noch aus der Hand füttern , wenn er auf Dein Kommando reagiert
und abends gibt es erst Futter satt .

Fritz.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Das Problem ist dass er zu gestresst immer noch ist. D.h. er frisst draußen kaum etwas, hier und da ein Keks, wenn die kleine auch was nimmt, sogar Leberstreichwurst oder frikadellen- nimmt er nicht (zu Hause würde er für sowas sterben).

Heute so ein Ball wurfergät gekauft und ein frisbee, im Garten kriegt er davon nicht genug.

Meine Frage wäre, ob die rudelhaltung so in Ordnung ist und die Kompetenz bei der alten Hündin ist. Sie regelt ja fast alles, finde ich ja auch ganz gut. Nur weiß ich nicht ob sie nicht zu dominant ist nach 13 Jahren einzelhaltung
 
M

miwok

07.11.2012
514
Du hast doch gar keine wirkliche "Rudelhaltung". Ein "Rudel" gibt es nur in einem Familienverband

Und wenn einer die Sozialkontakte regelt, dann solltest du das sein und nicht deine Huendin.

Ein Hund ist auch nicht generell "dominant", das sind Hunde nur in versch. Situationen, Dominanz ist also nur situationsbedingt vorhanden und nicht allgemein

Ich wuerde dir empfehlen, dich mehr ueber Mehrhundehaltung zu informieren, wenn du da so unsicher bist. Da gibt es ganz tolle Buecher
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Du hast doch gar keine wirkliche "Rudelhaltung". Ein "Rudel" gibt es nur in einem Familienverband

Und wenn einer die Sozialkontakte regelt, dann solltest du das sein und nicht deine Huendin.

Ein Hund ist auch nicht generell "dominant", das sind Hunde nur in versch. Situationen, Dominanz ist also nur situationsbedingt vorhanden und nicht allgemein

Ich wuerde dir empfehlen, dich mehr ueber Mehrhundehaltung zu informieren, wenn du da so unsicher bist. Da gibt es ganz tolle Buecher
Danke, hast du da einige Buchtips - empfehlenswerte.

Bei so einem Junghund finde ich es schwer - einerseits ihm ein normales Sozialleben zu bieten, und ihn andererseits noch nicht von der Leine lassen zu können. Er ist ja durchaus verträglich, er läuft auf der Automatikleine - trotzdem gibt es immer wieder - gerade bei erwachsenen Rüden die Problematik "ihr Hund ist ja an der Leine, deshalb ist meiner agressiv". Nur von der Leine kann ich ihn ja noch nicht lassen - er würde sogar - möglicherweise auf Hier reagieren, aber die Welt da draussen ist zu faszinierend für ihn - der Hopst von einem Hund zum nächsten und bis ich den wieder bei mir habe - können Stunden vergehen.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Danke, hast du da einige Buchtips - empfehlenswerte.
Ich kann dir keine Buecher empfehlen, ich habe mit meinen Hunden gelernt und von daher keine gelesen.
Von Thomas Baumann "...gemeinsam zu mehr Harmonie" und von Clarissa von Rheinhardt "Mehrhundehaltung" liest man in den Foren oft Empfehlungen

Bei so einem Junghund finde ich es schwer - einerseits ihm ein normales Sozialleben zu bieten, und ihn andererseits noch nicht von der Leine lassen zu können. Er ist ja durchaus verträglich, er läuft auf der Automatikleine - trotzdem gibt es immer wieder - gerade bei erwachsenen Rüden die Problematik "ihr Hund ist ja an der Leine, deshalb ist meiner agressiv". Nur von der Leine kann ich ihn ja noch nicht lassen - er würde sogar - möglicherweise auf Hier reagieren, aber die Welt da draussen ist zu faszinierend für ihn - der Hopst von einem Hund zum nächsten und bis ich den wieder bei mir habe - können Stunden vergehen.
An der Leine wuerde ich gar keinen Kontakt zulassen, die Hunde sind dabei sehr beschraenkt in ihrer Kommunikation. Das kann total schief gehen.

Geh auch mal alleine mit dem Grossen spazieren und such dir Auslaufflaechen, wo du ihn rennen lassen kannst. Durch Laufen bauen Hunde auch Stress ab.

Hilfreich ist auch ein Spaziergang mit einem gut erzogenen Hund in seinem Alter, deiner kommt dann mit dem anderen zurueck.

Wenn du mit beiden gemeinsam gehst, dann regel du, mit welchen Hunden sie in Kontakt kommen duerfen, das musst du eben deiner Huendin klar machen.

Empfehlen wuerde ich dir noch Buecher ueber das Kommunikationsverhalten von Hunden.
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Ich kann dir keine Buecher empfehlen, ich habe mit meinen Hunden gelernt und von daher keine gelesen.
Von Thomas Baumann "...gemeinsam zu mehr Harmonie" und von Clarissa von Rheinhardt "Mehrhundehaltung" liest man in den Foren oft Empfehlungen


An der Leine wuerde ich gar keinen Kontakt zulassen, die Hunde sind dabei sehr beschraenkt in ihrer Kommunikation. Das kann total schief gehen.

Geh auch mal alleine mit dem Grossen spazieren und such dir Auslaufflaechen, wo du ihn rennen lassen kannst. Durch Laufen bauen Hunde auch Stress ab.

Hilfreich ist auch ein Spaziergang mit einem gut erzogenen Hund in seinem Alter, deiner kommt dann mit dem anderen zurueck.

Wenn du mit beiden gemeinsam gehst, dann regel du, mit welchen Hunden sie in Kontakt kommen duerfen, das musst du eben deiner Huendin klar machen.

Empfehlen wuerde ich dir noch Buecher ueber das Kommunikationsverhalten von Hunden.

Ich gehe mindestens einmal pro Tag mit ihm eine schnelle runde, spielen können, auslaufen können - ein Abstecher in die Hundezone, ihn abhängen Ball werfen, Hölzchen. Ich geh in der Früh immer gemeinsam mit anderen Hunden spazieren (da geht die alte auch mit, wobei sie durch die anderen Hund eauch motiviert wird etwas flotter zu gehen - teilweise fängt sie auch an zu spielen) , wir schauen ob es für die Hunde passt und gehe dann einfach ein stück mit um ihn zu zeigen, der geht auch mit, mach dir keine Sorgen und vor allem, nach einigen Minuten ist ja das Interesse an dem Hund verloren und sie gehen friedlich nebeneinander (er ist da sehr sozial - er schaut auch immer mal wieder ob der Hund noch nachkommt, die Menschen noch nachkommen etc). Man findet ja im Wald immer jemanden zum plaudern und quatschen, und ja bevor jeder stumpf und starrsinnig mit seinem Hund konzentriert geht und dann auch noch diesen Stress auf den Hund kopiert, ist es doch gut- dass auch die Hunde merken dass die Menschen gelassen sind und sich auch "entspannen" können.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Aehm.. du weisst aber schon, dass ein Toben und Rennen an der Leine nicht vergleichbar ist, mit Toben/Rennen ohne Leine? oder laesst du ihn dabei von der Leine? Aus deinem Beitrag geht das nicht hervor.

Warum schreibst du denn weiter oben, dass es schwierig waere, ganz normale Sozialkontakte zu bieten?

Ich wuerde eben mit ausgewaehlten souveraenen Hunden mit dem Grossen gassi gehen.
Wenn du die Hunde dann beobachtest, lernst du selbst auch sehr viel.

Konnte ich dir denn helfen mit den Buch"empfehlungen"? Kanntest du sie bereits oder hast sie schon gelesen? Oder denkst du, du brauchst sie nicht mehr?

Und nein, gewiss mache ich mir um deine Hunde keine Sorgen, ich habe nur geantwortet, wie ich an deiner Stelle handeln wuerde. Was du nun daraus machst, ist deine Sache
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Ich habe eine Automatikleine, bzw im Wald teilweise die Schleppleine. Es ist durchaus so - dass er einen "Radius" hat - trotz leine die ich freigeben kann - mir ist lieber er tobt auf der Automatikleine - die Schleppleine ist nur ein dünnes sein - das tut weh sollte er ab einer gewissen Länge auf einmal nicht mehr "funktionieren", dass er den selben weg wieder zurücklaufen muss, den er in den Wald hineinmarschiert ist - hat er schon begriffen, Dickicht schnüffeln geht halt leider nicht. Die Schleppleine verwende ich beispielsweise gerne - wenn wir sozialkontakte haben, ich nehme den Hund jedoch anfangs an die Kurze Leine - zum niedersetzen lassen, beschnüffeln lassen, und sollte es "gut" sein - hänge ich die Schleppleine ein wobei ich diese dann aber nicht am Boden führe, damit sich bestenfalls kein Hund verhaspelt. Ich pfeife ihn bei "Kurz" vor Ende des Leinenradius zurück - das klappt zu 90% und mehr.

Sonstige Hundeareale sind derzeit leider besetzt. Meistens sind läufige Hündinnen drinnen die dort ihren Freilauf geniessen (was ich ja auch verstehe), also ist diese Variante derzeit leider etwas sehr "gesperrt" für meinen Schlabrador. Wenn was frei ist, gehen wir selber rein - stöckchen werfen , Freilauf üben - zurückrufen etc. Mir ist das ganze so nicht ganz geheuer, der Hund bleibt zwar im Freilauf - aber ich sehe ja - dass, wenn ersich freut schon vom Stand auf die Höhe des Zaunes kommt - also im Notfall überspringen kann er die alle (nur hat er das anscheinend noch nicht begriffen).

Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass er nicht sonderlich weit weglaufen würde, sollte er frei laufen, einzig ich sehe durchaus das Problem mit anderen Hunden, er würde sich durchaus abbrechen lassen, aber dann natürlich zum nächsten Hund stürmen und zum nächsten etc. Dadurch dass er eben nie freigelaufen ist - ist das natürlich für ihn eine Riesengaudi das machen zu dürfen was er will. Dass ich auch da bin, weiß er - aber er weiß wohl auch, dass mein "Druck" an der Leine durch den Freilauf "gestorben" ist. Auch die Trainerin hat gemeint - maximal Freilauf mit 1-2 Hunden (entweder in der Auslaufzone) oder wenn diese Hunde abrufbar sind - irgendwo auf einer Wiese. Aber auch hier, der Abruf muss passen, wenn die anderen Hunde gestoppt werden und ich ihn in dem Moment wieder an die Leine nehme - sollte er halt schon "hier" bleiben und nicht gleich lustig davonlaufen. Es wird wohl noch 2-3 Monate so "schwierig" sein, da er ja auch gerade mitten in den magischen zweiten Lebensjahr ist. Danach sollt es leichter gehen, aber vorerst muss er erst "Lernen, lernen". Er zeigt sehr gute ansätze, wenn er mal die nase vom Boden erhebt, aber es ist wie beim Radfahren, wenn man sich 2 Minuten auf dem Rad halten kann, kann man es noch lange nicht.

Beim Nebenherlaufen liegt die Schleppleine dann am Boden, ich habe meist das Endstück in der Hand und wir üben eben - gewohnheitsmässig - hier, aus, stop. Warten, langsam etc.

Ich überlege derzeit wie wir das im Sommer machen, Sommerhaus im Wald 100 Hektar Wald und ein See und mittendrin ein Hund der hoffentlich folgt, GPS funktioniert dort leider nicht - also da "Muss" es mit altmodischen Alternativen funken. Ob ich mir eine 25 Meter Schleppleine zulege weiß ich noch nicht, ich finde ja die 15 Meter ausreichend. Das handeling ist halt schwer und vor allem - da hast du was in der Hand und egal ob Schnur oder Band - greift du rein, wenn der Hund gerade wegstartet - tust du dir definitiv weh. Jagen tut er immer noch nicht, wobei er Enten und Hasen wahrnimmt. Jetzt bei den Überflutungen sitzen die Enten eben auf dem Weg oder schlafen in der Wiese, da spitzt er schon die Ohren. Aber auch hier, ein Nein und er fixiert nicht mehr und geht entspannt weiter.


DIe Bücher werde ich mir raussuchen und lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

miwok

07.11.2012
514
Ich frage noch mal:
Warum schreibst du denn weiter oben, dass es schwierig waere, ganz normale Sozialkontakte zu bieten?
Du bist mit ihnen zufrieden und dein Hund?
Was hat dich dazu bewegt, diesen Thread zu eroeffnen?

Und es waere schoen, wenn du dich selbst an die Themenueberschrift halten wuerdest und nicht einfach dann auf ein anderes Thema ausweiten wuerdest.
Niemand findet diesen Thread, wenn er aehnliche oder gleiche Probleme hat
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Ich frage noch mal:

Du bist mit ihnen zufrieden und dein Hund?
Was hat dich dazu bewegt, diesen Thread zu eroeffnen?

Und es waere schoen, wenn du dich selbst an die Themenueberschrift halten wuerdest und nicht einfach dann auf ein anderes Thema ausweiten wuerdest.
Niemand findet diesen Thread, wenn er aehnliche oder gleiche Probleme hat
Ich hoffe dass ich eben alles richtig mache. Junghund mit Althund verträgt sich nicht (sagt der Volksmund) - hier ist genau das Gegenteil der Fall. Ich will einerseits dass die beiden nebeneinander oder miteinander gut auskommen, andererseits macht es mich nervös, dass er sich sehr an der alten Hündin orientiert. Er wird sie irgendwann überleben, und ich möchte dann nicht das Problem haben, dass er mit einem von ihr bis dahin "überwachten" Sozialverhalten dann plötzlich als "halber" Hund dasteht.

Sozialverhalten hatte der Hund ja nicht im Zwinger mit anderen Hunden (ausnahme war kurzweilig eine etwa gleichaltrige Hündin, die jedoch nach einem Herzinfarkt des Nachbarns bereits vor längerer Zeit abgegeben wurde). Mit dem Sozialverhalten üben wir eben immer wieder, er ist ein Teenager, ein kleiner Rüpel - aber man sieht schon sehr schöne Ansätze (dass er alte Hunde in Ruhe lässt, nicht mehr von weitem so fixiert, nicht mehr so "übernervös" ist weil er sich gar so freut, dass er andere Hunde sieht etc etc. Und in der Hundeschule - tja, für den Welpenkurs (bis 6 Monate) ist er nicht geeignet (zu groß) das selbe gilt für den Junghundekurs 6-9 Monate (zu groß und vor allem mit der Entwicklung schon zu weit - dh. er wäre da dann zu dominant). BLeibt somit nur der Kurs für die "Erwachsenen" - wo eigentlich keiner mehr spielen will - die machen die BGH Prüfung. . Wir üben ab sofort im Welpenareal - dort auch im Freilauf - neben den "Erwachsenen" aber getrennt dass er sich an die Nähe mal gewöhnt und gleichzeitig auch eine Konzentration zusammenbekommt. BGH wäre durchaus wichtig - aber möglicher erst im Herbst oder nächstes Jahr, zuerst muss mal Ruhe in den Hund hineingebracht werden damit er dann auch richtig arbeiten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Es ist durchaus erstaunlich wie die zwei Halunken sich zusammengetan haben. Er - der Junghund schläft in der Sonne während Raben immer näher kommen... Er jagd nicht, sie läuft raus und jagd die Raben weg. Im Gegenzug wartet er bei jedem Spaziergang vor der Haustüre bis "Frau Hausherrin" - i.e. gebrechliche alte Cairnterrierdame als ersters durch die Haustüre geht. Er lässt ihr immer noch beim Essen den Vortritt, murrt auch nicht, wenn sie die Gustostückchen aus seinem Essen raussuchen möchte (da hab ich was dagegen), und er frisst dann Zeitverzögert nach ihr...

Das alles habe ich ihnen nicht beigebracht - das machen sie automatisch. Auch wird auf dem grossen Hundekuschelplätzchen, meine eltern haben zwei alte Schaffelle gesponsert, als ersters mal darauf geachtet, dass die Alte dame genug platz hat, Junghund windet und dreht sich dann um sie nicht zu behindern. Auch hat er gemerkt, dass es sie sichtlich stört in der Nähe seines unkontrollierbaren Schwanz zu schlafen, denn wenn der träumt - bewegt er sich und sie hat denselben schon mal im Tiefschlaf ins Gesicht bekommen.

Die zwei sind wirklich drollig miteinander, beim Waldspaziergang so nach den ersten 10 Minuten, wenn die alten Gelenke durchgewalkt sind und man etwas schneller gehen kann - überholt sie ihn lockerflockig und fordert ihn regelrecht dazu auf was tolles für sie zu erschnüffeln... Sie riecht anscheinend durch ihre Diabetes nicht mehr soooooooo gut, aber wenn Junghund das kann - schnüffelt sie gerne mal mit.

Teilweise muss sie ihn noch ordentlich beschimpfen und verbellen, z.b. dann wenn er in einer alten abgestandenen Wasserlacke rumpritschelt aus der schon Gasblasen aussteigen (was heisst gepritschelt - der war bis zu den Ohren drinnen). Auch darf er alte Hunde nicht anspringen, anknurren etc. Da kriegt er von ihr eiskalt eine drüber.
 

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