Probleme mit Junghund

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L

Leahvi

27.02.2019
46
Hallo, ich habe ein Problem mit meiner Hündin und ich glaube, dass es an fehlendem Respekt liegt. Nun zum Problem: Wenn ich esse, sitzt sie daneben und schaut mich an. Ich ignoriere sie und oft, wenn sie merkt, dass sie nichts kriegt, geht sie von selbst weg. Aber meistens versucht sie
dann das Essen zu klauen. Sie springt auf den Tisch, ich mach sie wieder runter aber es hört nicht auf.
Oder: Sie weckt uns morgens, wenn sie raus muss, meistens bevor wir aufstehen. Wir gehen raus, sie erledigt ihr Geschäft und wir gehen wieder rein. Dann fängt der Terror an. Sie will spielen und lässt uns nicht in Ruhe. Wir gehen nicht darauf ein und dann fängt sie an, Einrichtung und Sachen zu zerstören. Ich habe das Gefühl, dass wir ihr zu viele Freiheiten geben und sie denkt, sie sei der Boss und hier würde alles ihr gehören. Zum Beispiel, schläft sie gerne auf dem Sofa. Ihr Bett steht im Schlafzimmer und wir laden sie auch immer ein, bei uns zu schlafen. Sie schläft aber lieber auf dem Sofa. Die Freiheit gebe ich ihr aber vielleicht sollte ich, solange die Situation zwischen uns so ist, es ihr nicht erlauben.

Freue mich über Tipps :)
 
15.03.2019
#1
A

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Guest

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demona

demona

07.11.2008
1.180
Hi,

wie alt genau ist die Süße?

Ganz ehrlich? Wenn mein Hund auf den Tisch springen würde, gäbe das ein Donnerwetter, dass man es noch 10 Km weiter hört. geht gar nicht. Beim Essen würde ich ihr einen festen Platz zuweisen - Körbchen, Decke, was auch immer - und sie konsequent immer wieder dahin bringen. Das kann lange dauern, kann aber auch schnell gehen. Haben wir auch gemacht, ich habe sehr lange immer kaltes Essen gegessen weil ich ständig am Aufstehen und zurückbringen war. 😂
Mittlerweile reicht der Satz "Wo wartet der brave Hund?" und zack, Hund liegt in einem Körbchen und entspannt, egal was auf dem Tisch steht. Der schläft teilweise sogar ein. ERst wenn wir aufstehen, wird er wach. Dann wird abgeräumt und danach ein "Auf" und ein Leckerli fliegt. Hat etwas gedauert, lohnt sich aber. Wir können in aller Ruhe essen., selbst wenn was runter fällt, bleibt der liegen.

Beim früh spielen, würde ich persönlich einfach begrenzen und das Toben verbieten. Sprich, Pieseln gehen und dann ist einfach wieder Ruhe angesagt. Auch Konsequent durchsetzen.

Warum wollt ihr unbedingt, dass sie im Schlafzimmer schläft? Die einfachste Lösung wäre einfach Tür zu und fertig. Ansonsten, wenn es keinen besonderen Grund gibt, könnte sie auch einfach auf dem Sofa bleiben. Nur weil ein Hund auf dem Sofa schlafen darf, will er nicht die Weltherrschaft an sich reißen. 😉

Lg Demona
 
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L

Leahvi

27.02.2019
46
Sie ist seit 2 Tagen 25 Wochen alt🙈 also 6 Monate und etwas über eine Woche.
 
L

Leahvi

27.02.2019
46
Ich habe kein Problem damit, dass sie auf der Couch schläft. Ich möchte nur nicht, dass sie irgendwann anfängt, Sachen zu beanspruchen. Sie führt sich hier nämlich auf, wie die Queen.
 
demona

demona

07.11.2008
1.180
Je nach Rasse/Mischung und Charakter könnte das auch der Beginn der Pubertät sein. 😁

Das Reine auf dem Sofa liegen, führt nicht dazu, dass sie Sachen für sich beansprucht. Anders würde folgende Situation aussehen: Sie liegt auf der Couch, ihr wollt euch setzen und sie knurrt euch an weil sie verhindern will, dass ihr euch setzt. Dann ist es IHR Sofa und sie verteidigt es. Aber solange sie nur gerne drauf schläft, halte ich es für unbedenklich.

Ansonsten feste Regeln festlegen und konsequent und liebevoll durchsetzen. Vielleicht etwas Beruhigungstee für die Besitzer, also euch und über viele Dinge auch mal lachen. Wenn sie Dinge tut, die sie nicht soll, dann stell es ab. Verbieten und/oder Alternative anbieten. Und das konsequent durchziehen, nicht heute ja und morgen nein.

Nettes Beispiel von uns: Der Zwerg schläft Nachts in einer Box neben meinem Bett, geht von alleine rein, macht kein Theater und schläft darin auch tief und fest. Früh geht es gegen 6 Uhr Pipi und am Wochenende danach wieder ins Bett. Es hat sich irgendwann eingebürgert, dass der Hund dann mit ins Bett darf. Der steht dann vorm Bett, guckt mich an und mit einem Hopp ist er im Bett. (Und auf meinen Mann gesprungen.😂)

Jetzt gab es einmal die Situation, dass ich unter der Woche früher als mein Mann aufstehen musste. Also aufgestanden, mit Zwerg Pipi gegangen und dann sollte er wieder in die Box damit mein Mann in Ruhe weiter schlafen kann. Joah, denkste. Der Kerl dachte nicht daran, er war der Meinung, er darf immer in dieser Situation ins Bett also wollte er auch dieses Mal ins Bett. Im Endeffekt hatte er Recht und durfte ins Bett.

Dinge, die immer erlaubt waren, plötzlich verbieten, ist einfach immer schwierig. Klar gibt es Situationen, wo es nicht anders geht aber gerade wenn es nicht Lebenswichtig wäre, würde ich so einen aprubten Umschwung nicht machen.

MEin Zwerg ist jetzt 14 Monate, der war bis er 11 Monate alt war ein vorbildlicher Hund. Und dann kam der kleine Spätentwickler in die Pubertät, joah, ich könnte jetzt hier Romane schreiben aber wir werden es überleben.

Lg Demona
 
S

Schweinemama

17.05.2013
1.080
Hallo, ich habe ein Problem mit meiner Hündin und ich glaube, dass es an fehlendem Respekt liegt. Nun zum Problem: Wenn ich esse, sitzt sie daneben und schaut mich an. Ich ignoriere sie und oft, wenn sie merkt, dass sie nichts kriegt, geht sie von selbst weg. Aber meistens versucht sie dann das Essen zu klauen. Sie springt auf den Tisch, ich mach sie wieder runter aber es hört nicht auf.
Oder: Sie weckt uns morgens, wenn sie raus muss, meistens bevor wir aufstehen. Wir gehen raus, sie erledigt ihr Geschäft und wir gehen wieder rein. Dann fängt der Terror an. Sie will spielen und lässt uns nicht in Ruhe. Wir gehen nicht darauf ein und dann fängt sie an, Einrichtung und Sachen zu zerstören. Ich habe das Gefühl, dass wir ihr zu viele Freiheiten geben und sie denkt, sie sei der Boss und hier würde alles ihr gehören. Zum Beispiel, schläft sie gerne auf dem Sofa. Ihr Bett steht im Schlafzimmer und wir laden sie auch immer ein, bei uns zu schlafen. Sie schläft aber lieber auf dem Sofa. Die Freiheit gebe ich ihr aber vielleicht sollte ich, solange die Situation zwischen uns so ist, es ihr nicht erlauben.

Freue mich über Tipps :)

Hunde sind gerade in diesem Alter im Austesten. SIe wollen alles probieren. Auch natürlich euch zu unterwandern. EIn hier ist kein hier mein, ein Komm - kann man sich ein paar mal überlegen - es macht ja nichts, wenn man mal in die andere Richtung läuft wie der Besitzer weil "yes, I can" (als welpe war es - "I could" - aber warum eigentlich, herrli und Frauli sind ja immer super, da gibts Leckerlis, aber so ab einem halben Jahr erweiters sich schon der Horizont).

Es ist der Übergang vom "Babyhund" - dem man ja eigentlich relativ viel durchlässt, tollpatisch, batschert - suess zu einem Hund den man ernst nehmen muss (einen Welpen kann man ja nicht ernst nehmen - ist er schlimm - nimmt man ihn hoch - und alles in Ordnung, mit 6 monaten sind sie schwerer - quierliger und vor allem sie bekommen das eigene Bewustsein - dh. ich bin ein Hund, ich habe Persönlichkeit, ich habe Selbstbewusstsein.

Ihr müsst euch was überlegen. Hunde schlafen grundsätzlich nicht gerne im Schlafzimmer, ausgenommen man hat es ihnen antrainiert (es soll ja auch Menschen geben die schnarchen, knirschen mit den Zähnen - all das sind geräusche die auch HUnde einerseits selbst verursachen können, oder sie können wie wir nebenan einfach nicht schlafen). . Hunde sind mitunter gerne mal über Nacht wach - Wasser trinken , leckerlis suchen gehen, vielleicht erspäht man auch im Dunkelen einen Vogel, eine Katze, also es gibt sicherlich wichtigeres im Leben eines Junghundes als im Schlafzimmer zu liegen und zu schlafen, oder gar im Bett (meine beiden schlafen im Schlafzimmer, die kleine im Bett (wobei es ihr meist zu Heiss wird und sie über nacht dann auswandert - sie hat auch noch ein Kärbchen neben meinem Bett, und der Labrador, er ist heilfroh, dass er am Fussende meines Bettes ein Platzerl gefunden hat - er geht dort auch selbstständig hin schlafen... Das ist auch für mich ein Zeichen, dass es für ihn so passt, das er diesen Platz akzeptiert hat und auch hierbleiben möchte. Manchmal schläft er lieber im Wohnzimmer, wir hatten hier einige Nächte durch einen starken Sturm und er kam dann auch an und sass neben meinem Bett mit dem Kopf auf der Matratze aufgestützt... Ich würde so einen Hund nicht von der Bettkante schupsen, wir haben ihn noch nicht lange und es zeigt ja doch ein bisschen eine Zuneigung oder "Vertrauen" - dass er zu mir kommt, wenn er sich Hilfe erwartet.
 
Nephilim

Nephilim

24.02.2010
956
Hunde wollen nicht von sich aus die Weltherrschaft. Regieren ist anstrengend und das wissen Hunde. Dann lieber ein faules Lotterleben.
Also geh mal unbesorgt nicht davon aus, dass euer Hund euch die Herrschaft abnehmen will.

Ignorieren wird zwar von vielen Trainern und Hundehaltern propagiert aber stelle dir mal folgende Situation vor:
Du hast eine neue Arbeitsstelle angetreten und dein Chef ignoriert dich. Keine Rückmeldung über deine Arbeitsweise.
Weißt du dann, was du besser machen kannst? Ob du Dinge gut machst?
Ignorieren hat keinerlei Informationsgehalt für den Hund. Springt der Hund auf den Tisch, fege ich ihn im selben Atmenzug wieder runter und nen Donnerwetter gibts noch oben drauf. Volles Programm inklusive Körpersprache.
Das macht mein Hund dann aber auch nur ein -vllt zwei- Mal und dann ist das Thema auch durch.

Wenn mein Hund mich morgens weckt weil er muss, dann gehe ich und wenn ich mich danach wieder ins Bett lege erwarte ich von meinen dreien, dass weiter geschlafen wird. Ohne Diskussion. Kann mein Hund das nicht, bekommt er einen Platz in der Box und kann danach in dieser zur Ruhe kommen. Vonwegen Spielzeug durch die Gegend schleppen oder Dinge anfressen. Ich nehme ihm einfach die Möglichkeit sich zu beschäftigen, indem er in der Box landet. Die kennt er natürlich vorher und hat die positiv verknüpft.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Ich finde, eine Box oder ein Zimmerkernel, ist und darf niemals eine Loesung des Problems sein, mir zeigt das nur, dass man hilflos in der Situation ist und nicht weiter weiss.

@Leahvi
Ob sie nun grundsaetzlich keinen Respekt vor dir hat, kann man von zwei geschilderten Situationen nicht einschaetzen. Vor allem nicht, wenn man nicht weiss, was vorher und danach war.

Aber wenn du es so meinst, dann verschaffe dir einfach Respekt!

Was sagt denn deine Hundeschule bzw. dein Trainer dazu?
Du gehst doch noch dahin?
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.537
Nur kurz zur Box:

Richtig aufgebaut ist eine Box für den Hund durchaus eine Hilfe um Ruhe zu finden.

Nephilim meint damit sicherlich nicht das Einsperren eines panischen Tieres, sondern nur das reine Runterfahren des Hundes ohne Stress für beide Seiten.

Meinen Hund muss ich auch sehr bitten, dass er aus seiner Box mal raus kommt, wenn er Ruhe will und wir trotzdem irgendwo hin müssen ;)
 
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M

miwok

07.11.2012
514
Grundsaetzlich gebe ich dir Recht, eigentlich ist es total egal, ob ein Hund auf der Decke "ausruhen/liegen" soll oder in einer Box.

Aber das hier hat sich angehoert, als waere die Box dann geschlossen
Wenn mein Hund mich morgens weckt weil er muss, dann gehe ich und wenn ich mich danach wieder ins Bett lege erwarte ich von meinen dreien, dass weiter geschlafen wird. Ohne Diskussion. Kann mein Hund das nicht, bekommt er einen Platz in der Box und kann danach in dieser zur Ruhe kommen. Vonwegen Spielzeug durch die Gegend schleppen oder Dinge anfressen. Ich nehme ihm einfach die Möglichkeit sich zu beschäftigen, indem er in der Box landet. Die kennt er natürlich vorher und hat die positiv verknüpft.
Und wenn der Hund dann noch so drauf ist, dass er sich selbst beschaeftigen kann, dann ist man noch stolz darauf, dass man ihm alle Beschaeftigungsmoeglichkeiten weg nimmt...und wenn man sich den Text richtig durchliest, ist das auch als Strafe gedacht
Und dass kann es einfach nicht sein!

Ich selbst hatte schon Hunde, da gab es noch gar keine Zimmerkernel, man musste sich schon noch etwas Muehe bei der Hundeerziehung geben, da blieb man nicht einfach nur im Bett liegen und drueckte einen Knopf fuer den Hund, damit dieser Ruhe gibt - so bequem (nichts anderes ist das als Bequemlichkeit) war ich nicht. Der Hund hatte bei mir einfach die Moeglichkeit, zu lernen, wann Ruhe ist und dafuer auch ausreichend Zeit.
 
A

A-Fritz

11.07.2016
540
Hallo,
ich denke auch, wichtig bei der Hundeerziehung sind Regeln und konsequentes Verhalten .
Um sich besser und schneller mit einem Hund verständigen zu können ,
sollte dieser, durch ein ständiges Training auf bestimmter Kommandos konditioniert werden,
damit kann man auf den Hund leicht einwirken,
wenn man die gewünschten Verhaltensnormen durchsetzen möchte.

Zum Thema Hund und das unerlaubte Benutzung eines Sofas .
Leider war es bei meiner verstorbenen Hündin so, sie lag , wenn sie unbeaufsichtigt war , immer auf dem Sofa,
doch sobald jemand den Raum betrat, sprang sie schnell herunter .
Leider ist es mir nie gelungen , ihr dauerhaft wieder abzuerziehen, das Sofa nicht mehr zu betreten
und nur darum , weil sie anfangs ,als Welpe einige Mahle dieses benutzen durfte.

Fritz.
 
Nephilim

Nephilim

24.02.2010
956
Nur kurz zur Box:

Richtig aufgebaut ist eine Box für den Hund durchaus eine Hilfe um Ruhe zu finden.

Nephilim meint damit sicherlich nicht das Einsperren eines panischen Tieres, sondern nur das reine Runterfahren des Hundes ohne Stress für beide Seiten.

Meinen Hund muss ich auch sehr bitten, dass er aus seiner Box mal raus kommt, wenn er Ruhe will und wir trotzdem irgendwo hin müssen ;)
Genau das meinte Nephilim. Einem Hund der panisch ist kann ich nichts beibringen. Einem Hund der quengelig ist weil er meint dass er jetzt Party machen möchte, kann ich durchaus durch die Wegnahme von Möglichkeiten dazu verhelfen zur Ruhe zu kommen. Das hat auch nichts mit hilflos sein zutun sondern damit, dass ich meinem Hund auf schnellem Wege verklickere was nun angesagt ist und kein Buhei aus allem mache. Hundeerziehung ist in gewissem Maß zweckdienlich und kein Hobby. Zumindest nicht für mich.
 
Roli2190

Roli2190

09.09.2017
210
Hallo!
Ich finde, wenn man eine Box richtig aufbaut (und das ist daran eines der wichtigsten Dinge), dann hilft es gewissen Hund. Das hat m.M.n. nichts mit "in den Schrank stellen" oder einer bequemen Lösung zu tun. Es ist sicherlich auch nicht für jeden Hund geeignet, aber so ist es mit fast allem in der Hundeerziehung dass man es auf den jeweiligen Hund abstimmen muss. Eine Raumbegrenzung (und das ist eine Box oder auch ein kleinerer, reizarmer Raum) kann z.B. für Hunde, die Kontrollzwang haben, helfen ihnen mal runter zu kommen. Und natürlich kann und sollte man nicht nur die Box nehmen, sondern auch dem Hund lernen bewusst mit den Reizen umzugehen soweit es ihm möglich ist.

Aber es kann ein Mittel sein um überhaupt mit so etwas beginnen zu können. Und auch danach sucht der Hund (meiner als Beispiel, kann natürlich nicht für jeden sprechen) oft freiwillig die Box auf, weil er gelernt hat dass es quasi sein Ruhepol ist. Zusätzlich kann man auch z.B. ein Signal einführen, dass der Hund mit Ruhe und Entspannung verbindet, muss man natürlich entsprechend konditionieren. Sollte der Hund in der geschlossenen Box Radau machen und rauswollen, ist man zu weite Schritte gegangen, dann verfehlt die Box auch ihren Zweck und er wird sie nicht mögen und nicht mehr hineinwollen. Sollte der Hund die Box trotz richtigem Aufbau nicht annehmen können und er wird z.B. panisch egal wie gut man es aufgebaut hat, dann ist das für diesen Hund nicht das Richtige und das muss man dann auch akzeptieren und andere Lösungen suchen.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Diese Boxen gibt es ja noch gar nicht soo furchtbar lange, trotzdem wurden die Hunde auch davor schon "ruhig" lernten auch "runter" zu kommen.
Da frage ich mich, wie das wohl moeglich war?
Man hat sich eben auf eine andere Art um ihre Belange gekuemmert.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.537
Natürlich geht es auch ohne Box, aber nochmal:

Eine gut aufgebaute Box gibt einem Hund Sicherheit UND Ruhe.

Im Prinzip ist es nur das verstärkte Signal für "Alles tutti, geh schlafen".

Im Optimalfall zieht der Hund sich auch in Überforderungssituationen dorthin zurück um seinerseits damit zu signalisieren, dass es grade reicht.

Sowas ist netterweise auch mobil einsetzbar.
Ich hatte im Altenheim eine Box für meinen Hund stehen, die er aufsuchen konnte, wenn er keine Lust mehr hatte.

Das ist im Zweifelsfall extrem hilfreich.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Eine gut aufgebaute Box gibt einem Hund Sicherheit UND Ruhe.
Den gleichen Zweck erfuellt eine Decke, ein Handtuch auf dem Boden oder eine sonstige Liegeflaeche. Diese Dinge kann ich auch ueberall mitnehmen, dafuer brauche ich doch keine Box?
,
Die meisten, und da nehme ich dich jetzt aus, die die Box derart verteidigen, sperren die Hunde in eine Box ein (bei geschlossener Tuer), wenn man ihre Beitraege genauer liest

Und wo bitte ist ein Hund, in der eigenen Wohnung und in Anwesenheit seines Halters, ueberfoerdert? Da stimmt dann schon die Beziehung mit beiden nicht.

Und wenn man davon ausgeht, dass eine Box nur ein sog. "Hilfsmittel" waere, dann sollte man auch trainieren, dass der Hund auf einer Decke genau so Ruhe geben kann. Hilfsmittel sollten immer nur voruebergehend eingesetzt werden, waehrend man das Defizit mit dem Hund trainiert. Und dann sollte das Hilfsmittel wieder auf die Seite gelegt werden.

Eine Box ist eine Transportbox und sollte nur fuer diesen Gebrauch benutzt werden.

Wozu hat man denn jahrelang fuer bessere Zwingerbedinungen gekaempft (qm, Sicht nach aussen, Licht usw.) wenn man nun die Hunde auf wenige qm einsperrt. Manche sperren sogar ihre Hunde ein, waehrend sie auf der Arbeit oder shoppen sind.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.537
Eine Decke erfüllt aber nicht das Bedürfnis mancher Hunde nach einer "Höhle" ;)

Davon Hunde dauerhaft einzusperren hält hier glaube ich niemand was.

Und auch Zuhause kann ein Hund überfordert sein.
Sei es durch z.B. ungewohnten Besuch, Feuerwerk, Baustellenlärm...die Liste ist quasi endlos.

Ganz zu schweigen von Angsthunden etc pp

Es gibt natürlich auch Hunde, die mit Boxen nichts anfangen können, da muss man dann nach Alternativen schauen.

Ich hab im Training je nach Gusto mit den Leuten entweder Box oder Decke aufgebaut und es war, rein vom Sicherheitsfaktor für den Hund, dabei kein Unterschied, lediglich in der individuellen Präferenz.

Eine Decke kann man übrigens auch sehr böse aufbauen mit Anbrüllen und Wasserflaschen werfen, wenn der Hund sich da runter bewegt.

Jedes Training kann scheiße genutzt werden.

Hab auch schon Hunde gesehen, die beim Anblick des Clickers vor Angst völlig hysterisch geworden sind.

Es ist und bleibt einfach eine Frage des Aufbaus und der Nutzung von Hilfsmitteln.
 
M

miwok

07.11.2012
514
Eine Decke erfüllt aber nicht das Bedürfnis mancher Hunde nach einer "Höhle" ;)
Und hier taucht es wieder auf, dieses "manche Hunde", aber inzwischen nutzt doch fast jeder Hundehalter so eine Box.
Finde ich seltsam, dass jeder Hundehalter, der sie fuer seinen Hund nutzt, total davon ueberzeugt ist, dass es ausgerechnet fuer seinen Hund einen Sinn macht. Und oft sind es die Hundeanfaenger, die Boxentraining aufbauen wollen...

Erziehung von Hunden ist eben kein "Zuckerschlecken", man braucht Geduld, Konsequenz, ein gutes Einfuehlungsvermoegen und vor allem Zeit(!), dann brauch man auch nicht alles, was uns die Industrie einreden moechte.

Davon Hunde dauerhaft einzusperren hält hier glaube ich niemand was.
Jaja, dann heisst es eben, der Hund muss Ruhe lernen...und zwar jetzt, weil man in dieser Situation eben keinen Hund brauchen kann. So bastelt man sich das zurecht.
Meine Hunde mussten nie "Ruhe lernen"

Und auch Zuhause kann ein Hund überfordert sein.
Sei es durch z.B. ungewohnten Besuch, Feuerwerk, Baustellenlärm...die Liste ist quasi endlos.

Ganz zu schweigen von Angsthunden etc pp
Nun sind wir schon so weit, dass man Extremsituationen und Angsthunde herholen muss, um eine Box zu nutzen/zu rechtfertigen
Dabei reicht ein Tisch und eine bodenlange Tischdecke genau so aus, sollte der Hund jemals das Beduerfnis nach einer "Hoehle" haben.

Es gibt natürlich auch Hunde, die mit Boxen nichts anfangen können, da muss man dann nach Alternativen schauen.
Die Box wurde den Hundehalter von der Industrie gegeben, damit man wieder mal mehr Profit macht. Und die meisten denken inzwischen sogar, dass eine Box zur Grundausstattung gehoert. Wo bleibt denn nun das ·"manche Hunde"?
Wie nur konnten die Hunde vor der Box erzogen werden? Wie konnten sie denn "Ruhe" lernen?

Ich hab im Training je nach Gusto mit den Leuten entweder Box oder Decke aufgebaut und es war, rein vom Sicherheitsfaktor für den Hund, dabei kein Unterschied, lediglich in der individuellen Präferenz.
Wo bleibt denn nun das "manche Hunde"?
Ein fuer den Hund sicherer Platz reicht vollkommen aus - und wenn es unter dem Tisch ist, da bedarf es keiner Box

Eine Decke kann man übrigens auch sehr böse aufbauen mit Anbrüllen und Wasserflaschen werfen, wenn der Hund sich da runter bewegt.

Jedes Training kann scheiße genutzt werden.

Hab auch schon Hunde gesehen, die beim Anblick des Clickers vor Angst völlig hysterisch geworden sind.

Es ist und bleibt einfach eine Frage des Aufbaus und der Nutzung von Hilfsmitteln.
Hier geht es nicht darum, WIE es aufgebaut wird, sondern um die fuer mich voellig sinnlose Nutzung, die fatale Folgen haben koennen, wenn die Tuere geschlossen ist/bleibt.

Und wie du selbst schreibst, es ist ein Hilfsmittel, Hilfsmittel sollten nur voruebegehend genutzt werden - waehrend dessen, muss man auch entsprechend mit dem Hund trainieren.

Ich schaetze dich und deine Beitraege sehr, bin auch ueberzeugt, dass du selbst die Box offen stehen hast und es auch richtig aufgebaut hast, so dass der Hund sich nicht eingesperrt fuehlt.
Und ich moechte dich mit meinem geschriebenen keinesfalls "angreifen", ich mache aber Unterschiede zwischen dir und Hundehalter die die Box nutzen, um selbst Ruhe vor dem Hund zu haben,.
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
17.512
Wie nur konnten die Hunde vor der Box erzogen werden? Wie konnten sie denn "Ruhe" lernen?
Vermutlich sind sie einfach rausgeflogen bzw. durfen gar nicht erst ins Haus. Da ist es egal, ob sie aufdrehen oder schlafen.

Ein fuer den Hund sicherer Platz reicht vollkommen aus - und wenn es unter dem Tisch ist, da bedarf es keiner Box
Ob ich nun einen Tisch oder eine Box kaufe, spielt keine Rolle. Unter den Couchtisch passt der Hund nicht, unters Sofa auch nicht. Und da er im Heim auch freiwillig in der offenen Box geschlafen hat, hat er halt eine bekommen. Nen weiteren Tisch brauch ich schlicht nicht.

Und wie du selbst schreibst, es ist ein Hilfsmittel, Hilfsmittel sollten nur voruebegehend genutzt werden - waehrend dessen, muss man auch entsprechend mit dem Hund trainieren.
Wenn der Hund das Hilfsmittel als Schlafplatz nutzt, warum wieder wegnehmen, wenn er verstanden hat, das drinnen Ruhe herrscht und Action nur draussen stattfindet?

Im Übrigen wüsste ich gern, wie du einen Hund runtergeholt hättest, der extrem auf neue Reize reagiert und dann am Abend zwar müde ist, aber anstatt sich schlafen zu legen komplett überdreht (wild herumspringen, kläffen, nach Händen / Armen / Füssen schnappen u.ä.). Bei der Übernahme aus dem Heim hat er zwangsläufig einen starken Ortswechsel, was er zu dem Zeitpunkt nicht ohne Überdrehen verkraftet hat.
Kurz eingesperrt und er hat tief und fest geschlafen (und schon war die Box wieder sperrangelweit offen) - und er liebt seine Box mittlerweile. Am Morgen, wenn ich zur Arbeit will, legt er sich da rein (und hofft wohl, zuhause bleiben zu dürfen, er ist so ein Morgenmuffel), genauso am Abend oder über Tag am Wochenende ... teilweise steht er von seinem Bett im Schlafzimmer in den frühen Morgenstunden auf, liegt eine Weile auf dem Sofa und wenn wir dann aufstehen, finde ich ihn kaum, weil er in seiner Box liegt und pennt .. eingesperrt in einer Box ist er nun nur noch im Auto während der Fahrt.
 
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miwok

07.11.2012
514
Vermutlich sind sie einfach rausgeflogen bzw. durfen gar nicht erst ins Haus. Da ist es egal, ob sie aufdrehen oder schlafen.
Du sprichst hier wohl ueber Hund auf dem Land?
Es hat schon immer auch Hunde in der Stadt gegeben, da ist das sicherlich nicht passiert, dass die Hunde einfach "rausfliegen" oder nicht ins Haus durften

Ob ich nun einen Tisch oder eine Box kaufe, spielt keine Rolle. Unter den Couchtisch passt der Hund nicht, unters Sofa auch nicht. Und da er im Heim auch freiwillig in der offenen Box geschlafen hat, hat er halt eine bekommen. Nen weiteren Tisch brauch ich schlicht nicht.
Ich schrieb ja nicht davon, einen extra Tisch fuer den Hund zu kaufen, aber ich nehme doch stark an, dass es fast in jedem Haushalt einen Esstisch gibt?
Aber warum faengt man denn mit einer Box zuerst an?

Wenn der Hund das Hilfsmittel als Schlafplatz nutzt, warum wieder wegnehmen, wenn er verstanden hat, das drinnen Ruhe herrscht und Action nur draussen stattfindet?
Warum faengst du mit einer Box erst an?
Ein Hilfsmittel ist eben "nur" ein Hilfsmittel, dass sagt das Wort schon aus und sollte eben auch nur voruebergehend benutzt werden.
Ein weiteres sog. Hilfsmittel ist zB. ein Halti, der Hund wuerde aber das Halti nie los werden, wenn man nicht mit ihm gleichzeitig trainiert - nur mal so als anschauliches Beispiel.

Im Übrigen wüsste ich gern, wie du einen Hund runtergeholt hättest, der extrem auf neue Reize reagiert und dann am Abend zwar müde ist, aber anstatt sich schlafen zu legen komplett überdreht (wild herumspringen, kläffen, nach Händen / Armen / Füssen schnappen u.ä.). Bei der Übernahme aus dem Heim hat er zwangsläufig einen starken Ortswechsel, was er zu dem Zeitpunkt nicht ohne Überdrehen verkraftet hat.
Bisher waren alle meine Hunde aus dem Tierschutz/Tierheim, meist ohne, dass man eine Vorgeschichte wusste. Glaub mir, das war nicht immer einfach - das braucht eben seine Zeit. Und diese Zeit habe ich mir eben auch genommen

Aber deine Frage ist hier auch nicht fair, da ich die Umstaende, die Situatoin und auch die dazugehoerigen Menschen ueberhaupt nicht einschaetzen kann.

Und diese Zeit nimmt sich heute bei der Erziehung der Hunde fast keiner mehr. Sie sollen moeglichst sofort stubenrein sein, sollen gleich Fuss/Platz und andere Befehle perfekt ausfuehren und auch "Ruhe" geben. Erst wenn man selbst Bedarf hat, sich mit dem Hund zu beschaeftigen, dann holt man ihn aus "seiner Ecke" heraus.

Und wenn der Hund ueberdreht ist, braucht er einen ruhigen Platz, das braucht aber gar keine Box zu sein.

Kurz eingesperrt und er hat tief und fest geschlafen (und schon war die Box wieder sperrangelweit offen) - und er liebt seine Box mittlerweile.
Komisch, du schreibst zuerst von "eingesperrt", dann von "Tuer sperrangelweit offen"
Warum sperrst du ihn ueberhaupt ein? Wie kann man denn ein Familienmitglied einfach so "wegsperren"? Wuerde man doch z.B bei Katzen auch nie machen und die sind nicht so gehorsam wie ein Hund.

Bei einem Hund, der ueberdreht ist, sind auch koerperlich sehr viele Dinge passiert, z. B. die Bildung von Hormonen wie Adrealin - die Wirkung hoert doch nicht damit auf, dass man ihn wegsperrt?
Aber genau dieses ignoriert man immer.

Hier mal etwas zum nachlesen ueber die koerperlichen Auswirkungen:
https://www.svlg07.de/attachments/article/143/Stress beim Hund.pdf
 

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