Ernährung umstellen auf BARFen

Diskutiere Ernährung umstellen auf BARFen im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallihallo! Ich möchte mich ein wenig über das Thema BARFen informieren. Ich möchte meinen Hund vielleicht auf diese Ernährung umstellen, bin...
tierliebhaber45

tierliebhaber45

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Hallihallo!

Ich möchte mich ein wenig über das Thema BARFen informieren. Ich möchte meinen Hund vielleicht auf diese Ernährung umstellen, bin aber unsicher, was man dem
Hund geben darf und was man eher vermeiden sollte, wenn man selbst für den Hund kocht. Welches Obst und Gemüse ist auch für einen Hund geeignet? Milch soll man vermeiden, habe ich gelesen, da einige Hunde eine Laktoseintoleranz haben könnten oder Unverträglichkeiten. Knochen können ja auch zu Verstopfung führen, da bin ich auch immer vorsichtig. Was sollte ich noch beachten, wenn ich selbst für meinen Hund kochen möchte?

Danke für den Austausch und eure Erfahrungsberichte!

Lieben Gruß
 
19.03.2019
#1
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Guest

Schau mal hier: Ernährung umstellen auf BARFen . Dort wird jeder fündig!
M

miwok

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Willst du denn jetzt fuer den Hund kochen oder barfen (roh ernaehren)?
 
Roli2190

Roli2190

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Hallo!
Ich habe vor einiger Zeit mal ein paar Listen für unseren Hund zusammengestellt, welche wie ich finde eine recht gute Übersicht geben. Ich möchte allerdings dazu sagen, dass natürlich auch mir dabei Fehler unterlaufen können und andere Personen gewisse Sachen vielleicht anders sehen.
Möchte aber gleichzeitig auch um Verbesserungsvorschläge bitten, dafür bin ich immer offen. 😉 Die Liste wurde auch für unseren Hund mit Allergie zugeschnitten, sie soll hier auch nur als grobe Orientierung dienen und nicht als exakte Anleitung. Ich füttere z.B. keine Knochen auf tierärztliches anraten, unser Hund bekommt andere Calciumquellen. Ob man gewisse Fleischsorten daraus verwerflich findet, bleibt einem selbst überlassen, ich füttere z.B. auch kein Känguruh, da ich gar nicht wüsste woher ich es bekommen sollte, das ist nur aufgeschrieben zwecks Übersicht was eben möglich wäre.
Ganz unten noch eine Liste mit eventuellen Gefahren, auch hier bin ich natürlich gerne offen für Verbesserungsvorschläge. Und natürlich muss man beim barfen nicht solche Listen erstellen, das hat auch eher damit zu tun dass ich generell ein Mensch bin der sich auf diese Art einfacher tut.


GENERELLE FÜTTERUNGSINFO
- Futterzusammensetzung bzw. Nährstoffbedarf ist abhängig von Rasse, Größe, Gewicht, Alter, Aktivität & Gesundheitszustand (u.a. Allergien) des Hundes
- Bedarf des Tieres an Energie, Rohprotein, Rohfaser, Calcium, Phosphor, das richtige Calcium-Phosphor- Verhältnis, Magnesium, Kalium, Natrium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Chlor, Jod, Vitamin A, D, E, B1, B2, B6, B12 und Biotin
ZUSAMMENSETZUNG:
60% Fleisch
30% Gemüse/Obst
10% (max.) Öle & Fette, sonstige Futterergänzungen
INHALTSSTOFFE DIE IM FUTTER ENTHALTEN SIND:
- Rohprotein (15-25%)
- Rohfett (10-15%)
- Vitamine (A, D, E, K; fettlöslich)
(B, C, H; wasserlöslich)
Vitamin C wird vom Hund selbst produziert
- Mineralstoffe (Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor, Chlor)
- Spurenelemente (Eisen, Zink, Flour, Schwefel, Selen, Kobalt, Kupfer)


FLEISCH
- Kein rohes Schweinefleisch (Haus- & Wildschwein) da gefährlichen Virus enthalten kann (höchstens komplett durchgekocht/durchgebraten, besser gar nicht)!
- Bei Wildfleisch immer auf Wurmbefall kontrollieren!
- Fleisch immer gekühlt lagern (+4°C max. 3 Tage, -18°C max. 3 [Innereien] bis 6 Monate [Muskelfleisch]); Ausnahme im völlig getrocknetem Zustand
- Besonders gekochtes verdorbenes Fleisch gefährlich; rohes verdorbenes Fleisch je nach Zustand unbedenklich [fermentiert])
- Fisch vor Fütterung immer erhitzen
FLEISCHSORTEN:
- Geflügel (Huhn, Ente, Gans, Pute, Taube, Strauß)
- Rind (Hausrind, Büffel, Bison)
- Schaf
- Ziege
- Pferd
- Hasenartige (Hase, Kaninchen)
- Fisch (Lachs, Rotbarsch, Kabeljau, Scholle, Dorsch, Hering, Sardine, Makrele, Forelle, Karpfen)
- Hirsch (Reh, Rothirsch, Damhirsch, Elch, Rentier)
- Kamel (Dromedar, Lama, Alpaka)
- Känguruh
FÜTTERBARE TIERBESTANDTEILE:
- Muskelfleisch
- Innereien (keine Galle, keine Fischinnereien, max. ~ 10 % der Gesamtfuttermenge)
- Knorpel
- Fell
- Hufe, Geweihe
- Knochen (keine großen Röhrenknochen)


GEMÜSE
- Gemüse pürieren für bessere Nährstoffaufnahme
- Gemüse immer gekühlt lagern (+4°C max. 7 Tage, -18°C max. 6 Monate); Ausnahme im völlig getrocknetem Zustand
GEMÜSESORTEN:
- Blattgemüse (Feldsalat, Kopfsalat, Romanasalat, Eisbergsalat, Pflücksalat, Endiviensalat, Eichblattsalat, Bataviasalat, Lollo Rosso, Lollo Bianco, Rucola, Portulak,
Chinakohl, Chicoree)
- Spinat
- Karotten
- Mairüben
- Wurzelpetersilie
- Pastinake
- Kartoffeln (nur gekocht)
- Knollensellerie
- Zuccini
- Gurke
- Kürbis
- Fenchel
- Rote Beete
- Spargel
- Kohlrabi (nur sehr gerine Menge, wenn Blähungen gar nicht!)
- Brokkoli (nur sehr gerine Menge, wenn Blähungen gar nicht!)


OBST
- Obst pürieren für bessere Nährstoffaufnahme (am besten überreif verfüttern)
- Obst immer gekühlt lagern (+4°C max. 7 Tage, -18°C max. 6 Monate); Ausnahme im völlig getrocknetem Zustand
- Bei Steinobst immer Kerne entfernen!
OBSTSORTEN:
- Äpfel
- Bananen
- Aprikosen
- Erdbeeren
- Johannisbeeren
- Pflaumen/Zwetschken
- Pfirsich
- Nektarinen
- Papaya
- Birnen (nur kleine Menge & überreif verfüttern)
- Kirschen (nur kleine Menge & überreif verfüttern)
- Melonen (nur kleine Menge & überreif verfüttern)
- Feigen (wirken abführend, nur bei Bedarf geringe Menge)


KRÄUTER
- Kräuter, Keime & Sprossen pürieren für bessere Nährstoffaufnahme
- Kräuter, Keime & Sprossen immer gekühlt lagern (+4°C max. 7 Tage, -18°C max. 3 Monate); Ausnahme im völlig getrocknetem Zustand
KRÄUTERSORTEN:
- Dill
- Oregano
- Petersilie
- Thymian
- Basilikum
- Majoran
- Rosmarin
- Salbei
- Minze
- Kamille
- Gänseblümchen
- Löwenzahn
- Hagebutten (Blätter)


ÖLE & FETTE:
- Kalte & lichtgeschützte Lagerung
- Nach öffnen max. 2 Monate verwenden
- Bei ranzigem Geruch entsorgen
- Ca. halber Teelöffel pro 10 kg Hund
ÖLE & FETTE SORTEN:
- Pflanzliches Öl (Sonnenblumenöl, Olivenöl, Weizenkeimöl, Maiskeimöl, Rapsöl, Distelöl, Kürbiskernöl, Kokosöl, Leinöl, Sesamöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl, Rosmarinöl,
Hanföl)
- Tierisches Öl (Lebertran, Lachsöl, Kabeljauöl, Dorschöl)
- Pflanzliches Fett (Kokosfett, Kokosbutter)
- Tierisches Fett (Butterschmalz, Rindertalg, Schafstalg, Gänseschmalz)


MILCHPRODUKTE:
- Milchprodukte immer gekühlt lagern (+4°C max. 7 Tage, -18°C max. 3 Monate; nur Käse, Butter, Margarine einfrieren)
- Geringe Mengen und auf eventuelle Unverträglichkeit achten!
MILCHPRODUKTSORTEN:
- Joghurt (Naturjoghurt, Früchtejoghurt)
- Käse (Gouda, Cammernbert, Hüttenkäse Natur, Tilsiter, )
- Topfen


UNGEEIGNETES, GIFTIGES & GEFAHREN
UNGEEIGNETE/GIFTIGE NAHRUNGSMITTEL:

- (Rohes) Schweinefleisch
- Aubergine
- (Rohe) Kartoffel
- Weintrauben/Rosinen
- Zwiebeln & Zwiebelgewächse
- Avocados
- Bittermandel
- Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen)
- Knoblauch & Lauchgewächse
- Paprika
- Tomaten
- Peperoni
- Kakao
- Süßstoff
- Nüsse aller Art
- Hopfen
- (Rohe) Milch aller Art (bei Milchprodukten auf Verträglichkeit achten!)
- Zucker (industrieller/zugesetzter)
- Obstkerne (besonders Steinobstkerne!)
- (Gekochte; bei Geflügel gar keine) Knochen; große Röhrenknochen
- Verdorbenes Futter aller Art (besonders gekochtes Fleisch gefährlich; rohes verfaultes Fleisch je nach Zustand unbedenklich [fermentiert])
- Süße, scharfe, gewürzte menschliche Nahrungsmittel aller Art
- Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamente für Menschen
SONSTIGE GIFTQUELLEN/GEFAHRENQUELLEN:
GIFT:

- Frostschutzmittel (schmeckt für Hund oft süß!)
- Reinigungsmittel aller Art; besonders Bodenreiniger (Ausnahme spezielle Produkte)
- Giftköder aller Art
- Insektenstich/Biss
- Schlangenbiss
- Kot (besonders Gülle auf Feldern - unbedingt meiden!)
GEFAHR:
- Verkehr
- Hitze (Auto, pralle Sonne, Garten ohne Schatten)
- Kälte (Auto, Garten ohne Aufwärmmöglichkeiten über längere Zeit)
- Diebstahl (Auto, angebunden, Garten)
- Angriff durch Tiere
- Verletzungen durch falsche Handhabung (Überbelastung; keine Aufwärmphasen; nicht vorrausschauende Führung)
- Verletzungen durch falsche Fütterung (spitze/kantige Nahrungsmittel; Magendrehung durch zu große Menge Futter/Wasser auf einmal)
 
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miwok

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Barfen bedeutet nicht einfach nur roh ernaehren, sondern auch den Futterbedarf dem Alter, der Gesundheit, dem Bewegungsdrang usw. anzupassen.

Fuer Knoblauch gibt es eine Studie aus dem Jahre 2000
Zwiebelgewächse – drei-hunde-nacht.de

Zwiebel
In den Studien zu Zwiebeln entwickelten sich hämolytische Veränderungen nach Verabreichung von 15-30 g/kg Körpergewicht und eine toxische Wirkung erst nach Verabreichung von über 50 g/kg Körpergewicht (über 2 Tage) (Cope, 2005). In dieser Studie entwickelten die Hunde (5 Pekinesen) eine hämolytische Anämie. Eine weitere Studie (Yamato et al., 1998) hat festgestellt, dass einige orientalische Rassen besonders anfällig sind. Die in diesen Studien provozierten Anämien waren zudem noch reversibel.
Koblauch
In der Studie zu Knoblauch (Lee et al., 2000) kam es zu „was aussah wie“ Veränderungen der roten Blutkörperchen erst nach Verabreichung von über 5 g/kg Körpergewicht, es entwickelte sich allerdings bei KEINEM der Tiere eine hämolytische Anämie. Auch diese Veränderungen der roten Blutkörperchen waren in kürzester Zeit reversibel. In einer weiteren Studie mit verschiedenen Knoblauchextrakten gab es Veränderungen der roten Blutkörperchen erst ab einer Menge von 1,5 ml/kg Körpergewicht. Offensichtlich spielt die Form des Knoblauchs – Extrakt, frisch, getrocknet – eine Rolle.
Beide gelten in der menschl. aber auch in der tierischen Heilkunde als natuerliches Antibiotika. Knoblauch wehrt auch Parasiten, wie Zecken und Wuermer ab.

Milchprodukte bauen den Darm nach Gabe von Antibiotika wieder auf, wenn der Hund also keine Lactoseintoleranz hat, sind sie sehr sinnvoll.

Weitrauben stehlen bisher alle meine Hunde direkt von den Reben, da hatten wir noch gar keine Probleme mit. Angeblich soll es aber Hunde geben, die daran gestorben sind, was aber ein wenig seltsam ist, weil viele Traubenkernoel ihren Hunden uebers Futter geben.

Gewuerzte Nahrungsmittel wuerde ich auch nicht als "schaedlich" bezeichnen, wenn man sie nicht zu oft gibt. Siehe "Pizzahunde" von G. Bloch. Dagegen sind aber alle Fruechte von Nachtschattengewaechsen im rohen Zustand wirklich giftig.


@tierliebhaber45
Ich kann dir zum Einstieg eine Broschuere von Swani Simon empfehlen, sie kostet nicht viel, reicht aber vollkommen fuer den Anfang aus.

Zum Einlesen kann ich dir noch diese Seite empfehlen, hier wird deutlich beschrieben, was wo enthalten ist
Ernährung des Hundes

Ansonsten kann ich dir noch diesen Barfrechner empfehlen
B.A.R.F. Rechner

Es ist der besten, den ich kenne im Netz
 
S

Schweinemama

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Es kommt immer auf den Hund an, Milch /i.e. Laktose kann durchaus gegeben werden in Homeopatischen Dosen. Es kommt auf die Verträglichkeit drauf an. Käse etc haben gute Kalziumwerte, genauso wie rohe Rinderknochen (ausnahme Markknochen - bitte diese nur unter aufsicht füttern und in den Entsprechenden Größen, es gibt im Internet haufenweise Hunde die mit dem Unterkiefer in den Markkanal hineingerutscht sind und dieser Knochen dann operativ entfernt werden musste). Markknochen sind somit definitiv nicht 100% tabu, aber eben - es gibt hier die Verletzungsgefahr, das Rindermark schmeckt fantastisch, da gibts Hunde die regelrecht süchtig danach sind, aber sie sollten damit nicht alleine gelassen werden.

Meine Hunde lieben z.b. Milcheis (sie vertragen beide Laktose), natürlich ungezuckert bzw. mit ein wenig Honig verfeinert und eingefroren. an Heissen Sommertagen gibt es nichts besseres für den Hund (ausnahme die haben Probleme mit den Mandeln).

Mit der Ernährung kann man sehr viel regulieren, von Verstopfung bis hin zu Durchfall. Wichtig wäre gerade wenn die Tiere an starkem Bauchschmerzen, Verstopfung und blähungen leiden mal eine Diät zu machen um nachzusehen worauf sie denn überhaupt mit diesem Symptomen reagieren. Meist gibt es da eine Unverträglichkeit, wenn man weiß worauf die Hunde reagieren kann man z.b. bei starker Verstopfung durchaus mal eine kleine Schüssel wasser mit Milch geben - aber eben nicht täglich und nicht immer sondern dann, wenn etwas im Anmarsch ist.

Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungsmittel die auch bei Hunden sehr gut funktionieren. Basilikum, Kamille, Teufelskralle, Ingwer bei Magen/Darm Problemen, wichtig wäre jedoch dass man Tabletten und keine Flüssigkapseln kauft (zweitere sind scharf, sollte sie der Hund zerbeissen). Wobei das alles mit vorsicht zu geniessen ist, manche Hunde reagieren auf Ingwer (Dosierung unbedingt beachten) dann mit Bauchschmerzen und durchfall.

Ich persönlich halte meine Hunde nach der Philosopie, sie dürfen essen was ihnen schmeckt, aber alles mit maß und Ziel. Es gibt Dosenfutter, es gibt sehr viel selbstgekochtes. Sie bekommen auch schon mal "reste" von Fleisch, Nudeln und Reis - jedoch nicht stark gewürzt und nicht frittiertes. Pizza würde mein Labrador lieben, manchmal bekommt er etwas Rand (er liebt Brot). Aber es hängt natürlich auch an der Verträglichkeit, meine kleine darf Milchschokolade in kleinen Maßen (sie ist Diabetikerin), dafür verweigern beide Obst und Gemüse in Rohen Zuständen (in gekochten wohl auch, wenn ich sie nicht untermischen würde). Das Gift ist die Dosis, Leckerlis in geringen Formen sind immer gut für Motivation.
 
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DieMeli

DieMeli

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Hallo zusammen,

ich benötige einmal euer Schwarmwissen und weiß auch das ihr mir helfen könnt.
Ein ziemlich heikles Thema beschäftigt mich derzeit und zwar meine Mischlingshündin Kira.
Das Thema wurde bestimmt schon mehrfach angesprochen und Ihr könnt es vermutlich schon nicht mehr hören, dennoch benötige ich einmal Rat.

Nun zum Problem:

Kira ist ein Trennungshund, nach der Trennung von meinem Mann und mir musste Kira zu mir ziehen.
Sie ist vorher mit einem anderen Hund aufgewachsen und wurde natürlich nun aus Ihrer gewohnten Umgebung gerissen.

Nun zu meinem Problem:

Kira wurde bis zu Ihrem Auszug und noch darüber hinaus gebarft, hat dann aber angefangen Ihr Futter zu verweigern und hatte ca. 1 Woche lang nichts gegessen, sie war total mager und knochig, bin zum Tierarzt, Blut untersuchen lassen war aber alles unauffällig. Die Tierärztin meinte psychischer Stress - was zu diesem Zeitpunkt auch sehr gut nachvollziehbar war.
Also ich los nach einem hochwertigen Nassfutter gesucht, auch eins gefunden, nach ein paar Tagen gleiches Spiel wieder. Nichts mehr gefressen, dünn wie n Stock, gut dann mal Trockenfutter probiert, jetzt haben wir eins gefunden, was Sie frisst, aber nicht gut verarbeiten kann, weshalb ich wieder zurück auf Barf gehen möchte. Ihr Fell war einfach schöner, Sie war damals einfach gesünder ernährt was man ihr auch angesehen hat und deutlich vitaler als jetzt.
Die Trennung ist jetzt 1,5 Jahre her und ich möchte einfach nichts unversucht lassen.

Nun möchte ich einmal wissen, was muss ich denn beachten bei der Umstellung? Was würdet Ihr mir raten?

Name des Hundes: Kira
Alter des Hundes: 4
Rasse des Hundes: Husky Mischling
Welches Futter bekam der Hund bisher? Barf, Nassfutter und jetzt leider Trockenfutter

Was ist das Problem?
Bestehen Unverträglichkeiten? nein
Bestehen Allergien? nein
Ist der Hund sensibel bei der Umstellung? nein
Art des Futters (Trockenfutter, Nassfutter, Barf) Trockenfutter aktuell
Sind (Erb-)Krankheiten vorhanden? nein
Wie teuer darf das Futter im Kg sein? Für meinen Schatz ist mir nichts zu teuer

Ich hoffe ihr könnt mein Problem verstehen und steinigt mich nicht wegen dem Trockenfutter, ich wusste mir einfach nicht zu helfen.

Ich freue mich über Nachrichten

Meli und Kira
 
cherry-lein

cherry-lein

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Wenn man auf Barf umstellen möchte sollte man einen Fasten Tag machen damit der Magen-Darm Takt leer ist. Trockenfutter verbleibt nämlich bis zu 18 Stunden im Magen-Darm Trakt, Barf dagegen nur ca 7 Stunden, damit der Hund da keine Probleme bekommt sollte also genug Abstand sein.
Man fängt mit mageren Muskelfleisch an, in deinem Fall wäre mageres Rind oder Huhn eine gute Möglichkeit, die ersten paar Tage gibt es nur Muskelfleisch mit einer Sorte Gemüse z.b. Möhre. Nach ca einer Woche erhöht man den Fettgehalt langsam, der sollte am Ende der zweiten Woche mindestens 15% enthalten weil sonst die Nieren geschädigt werden können. Je nach Aktivität des Hundes sollte der Fettgehalt zwischen 15-25% liegen. In der dritten Woche nimmt man Innereien dazu, diese machen 15% des tierischen Anteil einer Barfration aus (33% Leber, 33% Herz, 11% Niere, 11% Lunge, 11% Milz). Hier muss man etwas aufpassen weil gerade Leber gern mal Durchfall macht. Werden die Innereien in Stücken verschmäht hilft es sie kurz zu überbrühen, leicht anzubraten oder gewolft zu füttern, auch Pansen (macht 20% der Ration aus) kann jetzt langsam dazu gegeben werden, der ist allerdings schwer verdaulich und kann gerade am Anfang etwas Probleme machen. In der vierten Woche kommen dann die Knochen dazu. Diese machen auch 15% der Ration aus und man fängt am besten mit sehr weichen Knochen an, die sind leichter verdaulich. Zum Anfang eignen sich z.b. Hühnerhälse oder Knochen vom Kaninchen. Wenn alles gut läuft kann man nach einiger Zeit auch härtere Knochen geben. Bitte niemals tragende Knochen füttern, die sind viel zu hart z.b. Markknochen, Beine, Wirbelsäule usw.
Wenn du Fragen zur genauen Aufteilung einer Barf Ration hast kannst du dich gern melden 😊
 
DieMeli

DieMeli

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Wenn man auf Barf umstellen möchte sollte man einen Fasten Tag machen damit der Magen-Darm Takt leer ist. Trockenfutter verbleibt nämlich bis zu 18 Stunden im Magen-Darm Trakt, Barf dagegen nur ca 7 Stunden, damit der Hund da keine Probleme bekommt sollte also genug Abstand sein.
Man fängt mit mageren Muskelfleisch an, in deinem Fall wäre mageres Rind oder Huhn eine gute Möglichkeit, die ersten paar Tage gibt es nur Muskelfleisch mit einer Sorte Gemüse z.b. Möhre. Nach ca einer Woche erhöht man den Fettgehalt langsam, der sollte am Ende der zweiten Woche mindestens 15% enthalten weil sonst die Nieren geschädigt werden können. Je nach Aktivität des Hundes sollte der Fettgehalt zwischen 15-25% liegen. In der dritten Woche nimmt man Innereien dazu, diese machen 15% des tierischen Anteil einer Barfration aus (33% Leber, 33% Herz, 11% Niere, 11% Lunge, 11% Milz). Hier muss man etwas aufpassen weil gerade Leber gern mal Durchfall macht. Werden die Innereien in Stücken verschmäht hilft es sie kurz zu überbrühen, leicht anzubraten oder gewolft zu füttern, auch Pansen (macht 20% der Ration aus) kann jetzt langsam dazu gegeben werden, der ist allerdings schwer verdaulich und kann gerade am Anfang etwas Probleme machen. In der vierten Woche kommen dann die Knochen dazu. Diese machen auch 15% der Ration aus und man fängt am besten mit sehr weichen Knochen an, die sind leichter verdaulich. Zum Anfang eignen sich z.b. Hühnerhälse oder Knochen vom Kaninchen. Wenn alles gut läuft kann man nach einiger Zeit auch härtere Knochen geben. Bitte niemals tragende Knochen füttern, die sind viel zu hart z.b. Markknochen, Beine, Wirbelsäule usw.
Wenn du Fragen zur genauen Aufteilung einer Barf Ration hast kannst du dich gern melden 😊
Ich danke dir ganz herzlich für deine liebe antwort das hat mir schon seeehr weitergeholfen.
hast du denn erfahrung mit einem mäckeligen hund? kann man hier auch bisschen tricksen, dass das essen schmackhafter gemacht werden kann?
 
cherry-lein

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Tricksen kann man natürlich immer aber man erzieht sich damit sehr leicht ein Schlenkermaul welches immer auf was besseres warten wird, gerade Huskys sind ja nicht dumm und haben sowas ganz schnell raus.
Beim Barf hilft es oft Fleisch und Innereien zu überbrühen oder kurz zu braten, Knochen bitte niemals erhitzen, die splittern sonst. Bei manchen hilft es auch etwas Joghurt, Kefir oder Hüttenkäse reinzumischen. Wenn gar nix mehr geht ist Knochensuppe ein Geheimtipp der fast immer klappt.
Wenn ein Hund aber tatsächlich so lange nicht fressen will bis er stark abnimmt würde ich erstmal zum Tierarzt gehen und Zähne, Hals, Rachen und Magen genau untersuchen lassen. Wenn der Hund z.b. wegen einer Gastritis oder Mandelentzündung Schmerzen hat kann man Futter umstellen bis man lila anläuft und es wird nicht besser werden.
Deswegen würde ich dir erstmal raten den Hund gründlich auf den Kopf stellen zu lassen bevor man den Futterplan auf den Kopf stellt.
 
DieMeli

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Super Danke für die Antwort.
Meine Hoffnung ist ja einfach das das mäckelige durchs barfen weg geht und das ihr einfach das futter nichr schmeckt. bevor sie läufig wird bzw danach wars schon immer so aber hat sich dann echt schnell gelegt aber wie gesagt nach der trennung und als sie dann zu mir kam hat das angefangen :(
 
cherry-lein

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Beim Barf kann man wirklich gut rumprobieren. Manche Hunde mögen z.b auch bestimmte Fleischsorten nicht gern oder so, da kann man sich ganz gut durch probieren. Meine Hündin frisst z.b keine Forelle also gibt's halt nur Lachs fürs Vitamin D.
Wichtig ist halt nen anständigen Plan zu schreiben damit es zu keinem Mangel kommt. Man muss natürlich nicht aufs Gramm abwiegen aber so die grobe Zusammensetzung muss schon stimmen.
 
DieMeli

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Beim Barf kann man wirklich gut rumprobieren. Manche Hunde mögen z.b auch bestimmte Fleischsorten nicht gern oder so, da kann man sich ganz gut durch probieren. Meine Hündin frisst z.b keine Forelle also gibt's halt nur Lachs fürs Vitamin D.
Wichtig ist halt nen anständigen Plan zu schreiben damit es zu keinem Mangel kommt. Man muss natürlich nicht aufs Gramm abwiegen aber so die grobe Zusammensetzung muss schon stimmen.
ja das stimmt und so kann ich auf jeden fall ein stück weiterkommen, vielen lieben dank dir für deine hilfe :)
 
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