Ältere Katze an jungen Hund gewöhnen

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Fadma_Arri

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Hallo an alle,

Wir haben im Moment ein ziemlich blödes Problem und hoffen auf euer Schwarmwissen.

Wir haben gestern ganz spontan einen 7 Monate alten Chihuahua bekommen (kommt aus schwierigen Verhältnissen und ist sehr anhänglich).

Unsere Perser Main Coon Katze ist mittlerweile 10 Jahre alt und hat ihr
ganzes Leben bei uns verbracht.
Leider ist ihr Bruder vor 5 Jahren überfahren worden uns sie lebt seitdem alleine bei uns als Wohnungskatze.
Sie mag generell keine Fremden und ist auch sehr auf uns bezogen.
Sie hat sich in der Vergangenheit schon mit einem Hund verstanden.

Jetzt zu unserem Problem:
Da die Hündin sehr quirlig und anhänglich ist, zieht sich die Katze immer mehr zurück.

Habt ihr eine Idee wie wir das ständige hinterher rennen und umher getragen werden wollen aus dem hund heraus bekommen?
Und wie können wir das ganze aneinander gewöhnen gestalten ohne das sich eines der Tiere vernachlässigt fühlt.

Zudem müssten wir es auch noch hinbekommen das wir die 2 alleine lassen können während wir auf der Arbeit sind.

Wir würden uns sehr über Antworten freuen und bedanken uns schon mal bei euch ^^

Viele Grüße von Fadma und Arri
 
22.03.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
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miwok

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Der Hund scheint Katzen nicht zu kennen.
Ich wuerde ihm nicht erlauben die Katze zu jagen.
Was machst du denn, wenn er damit anfaengt?

Und warum treagst du ihn? Was soll er davon lernen?
Wenn es ein grosser Hund waere, koenntest du das auch nicht.
Hunde haben 4 Beine, der Mensch nur zwei, also kann der Hund auch auf dem Boden bleiben.

Wie aneinander gewoehnen? Wir kennen doch beide Tiere nicht, weder das Temperament, noch sehen wir die Situationen oder wie ihr selbst reagiert. Um hier einen Tipp zu geben, braeuchte man viel mehr Info.

Kann der Hund denn ueberhaupt alleine bleiben? Und wie lange muss er dann alleine bleiben?
Wie lange seid ihr denn zu Hause, damit man das auch ueben kann?
 
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Schweinemama

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Chis sind vermeindliche Schosshunde, das rumgetragen werden ist ja cool, schön und schont die Pfoten, trotzdem bitte: einen Chi ständig durch hochnehmen aus Situationen herauszunehmen ist kontraproduktiv. Hatte selbst die Woche eine Diskussion mit einem Chibesitzer - der seinen Hund durch den Wald trägt, der Besitzer selbst hatte nämlich Angst, dass sein Rüde von anderen Hunden totgetreten werden könnte (das wird er definitiv - wenn er nie gelernt hat sich selbst - trotz seiner Größe - gewissen Situationen zu stellen).

Ich würde den Hund nun im komplett ruhigen Zustand zur Katze lassen (dh. davor mal richtig tollen gehen), und einfach mal Leckerlis austeilen .Es gibt diverses Futtermaterial das von beiden Tierformen sehr gerne genommen wird (z.b. Leberstreichwurst, trockenfisch, 1/2 Scheibe wurst etc).

Es ist durchaus so, dass die Tiere miteinander kommunizieren lernen können und auch tolerant gegenüber sein können (meine vorige HÜndin ist mit einem Katzentier eines bekannten aufgewachsen - die haben bis ins Hohe alter miteinander gespielt - meine HÜndin hat sonst alle anderen Katzen verjagt, aber mit dieser einen Katze hat sie gespielt und ja - die beiden hatten in der Wohnung einen Riesenspass, auch hat meine HÜndin beispielsweise ihren Schwanz teilweise "Katzentechnisch" verwendet - dh. sie konnte ihn einrollen und auch "schlagen").
 
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A-Fritz

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Hallo,
jedes Verhältnis unter Tieren ist anders , darum kommt es immer auf den speziellen Fall an.
Main Coon Katzen sind eigentlich besonders verträglich , doch generell ist es bei älteren Tieren nicht leicht,
diese zu Vergesellschaften.
Bei einem 7 Monate alten Chihuahua , sollte es wesentlich einfacher sein , diesem neue und andere Verhaltensnormen bei zubringen, besonders wenn dieser sehr anhänglich und Menschen bezogen ist.

Alles hat aber immer seine guten und schlechten Seiten , darum wird es wohl nicht einfach sein,
gerade diesen Hund an das Alleinsein zu gewöhnen.
Alleine sein , lernen Hunde nur langsam und Schritt für Schritt .
Vielleicht anfangs erst nur für wenige Augenblicke allein in einem Nebenraum
und später allmählich für immer längere Zeiträume, eventuell dabei auch mit positiver Erfahrung durch Futtergaben .

Ich denke auch nicht, dass man die beiden Tiere jetzt einfach
und schnell unbeaufsichtigt lassen kann.
Die Katze kann dem kleinen und noch jungen Hund bestimmt ernsthaft gefährlich werden ,
darum ist eine Aufsicht jetzt immer notwendig.
Wichtig bei einer Vergesellschaftung von Tieren ist, dass beide Tiere aus jeder Begegnung
mit einer guten und positiven Erfahrung herausgehen können
und sich nicht von dem anderen Tier bedrängt, oder bedroht fühlen,
aber lernen können, welche Nähe das jeweils andere Tier ertragen und zulassen kann,
dabei ist auch eine Fluchtmöglichkeit wichtig.
Beide Tiere sollten aber auch zu kontrollierten Begegnungen angeregt werden ,
damit dadurch ein Lerneffekt verbunden werden kann.
Hierbei ist es wichtig ein Feingefühl zu entwickeln , um beide Tiere dabei nicht zu überfordern
und nur das geschieht, welches beide Tiere noch als angenehm empfinden können.

Ich glaube, dieses wird eine Aufgabe ,
welche manchmal wohl viel Geduld und Ausdauer verlangen kann .

Fritz.
 
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Simpat

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Viele Hunde sind Katzen zu aufdringlich und zu direkt, Hunde rennen auf sie los und wollen sie beschnüffeln..........so stürmisch mögen es Katzen gar nicht.

Würde die Tiere anfangs nur unter Aufsicht zusammenlassen, den Hund an der Leine führen oder anbinden, damit da ein unkontrolliertes Rennen zu der Katze vermieden wird und er sie auch nicht sofort abschnüffeln kann, dass die Tiere sich erstmal mit etwas Abstand Kennenlernen. Die Tiere sollten sich langsam kennen lernen und die Katze braucht immer genügend Rückzugs- und Fluchtmöglichkeiten. Vor allem muss der Hund auch lernen, dass die Katze genauso Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt und er nicht immer an erster Stelle steht, also ihn auch mal kurze Zeit anbinden oder in eine Box setzen und dann darf die Katze frei zu ihren Menschen auf die Coach kommen und wird gestreichelt.

Dann mit positiver Verstärkung arbeiten, es gibt Leckerlis, wenn beide sich friedlich verhalten, für die Katze wenn sie trotz Hund in den Raum kommt, für den Hund wenn er auf seinen Platz bleibt (anfangs halt angebunden).

Hunde haben Beine zum Laufen, auch Chihuahuas. Im Gegenteil je mehr man sie trägt, desto ängstlicher werden sie meist, weil sie ja nichts kennen, sie immer aus der Situation rauszunehmen ist ein großer Fehler. Auch werden diese sogenannten "Schoßhunde" bzw. viele kleine Hunde, oft einfach nicht richtig ernst genommen und nicht konsequent genug erzogen. Die brauchen auch Führung und Erziehung, dass sind eben keine Schoßtiere und erst recht keine Taschenhunde. Wenn man sie nicht erzieht und ständig hoch nimmt, dann kommt es auch öfters zu Aggressionsreaktionen, der Hund kennt nichts, hat nicht gelernt mit der Situation umzugehen und schnappt dann aus Angst einfach zu.

Den Hund auch wenn er klein ist, vor dem Training mit der Katze erstmal etwas auspowern und ihn richtig müde machen, dann ist er vermutlich etwas weniger stürmisch und aufdringlich zu ihr und man kann ihn einfacher auf seinen Platz schicken, wenn er sich ohnehin am liebsten ausruhen würde.

Ich würde die beiden anfangs während ihr arbeitet auf jeden Fall in getrennten Räumen unterbringen, das Risiko, dass in eurer Abwesenheit etwas passiert und die Situation eskaliert ist viel zu groß.
 
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miwok

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Würde die Tiere anfangs nur unter Aufsicht zusammenlassen, den Hund an der Leine führen oder anbinden, damit da ein unkontrolliertes Rennen zu der Katze vermieden wird und er sie auch nicht sofort abschnüffeln kann, dass die Tiere sich erstmal mit etwas Abstand Kennenlernen. Die Tiere sollten sich langsam kennen lernen und die Katze braucht immer genügend Rückzugs- und Fluchtmöglichkeiten.
So wuerde ich das niemals machen, da der Hund dann auch keine Moeglichkeit hat, auszuweichen bzw. weg zu gehen, wenn er angeleint ist.
Es ist ein sehr kleiner Hund, wahrscheinlich ist momentan die Katze groesser oder gleich gross.
Auch denke ich, dass momentan die Gefahr fuer den Hund groesser ist, als fuer die Katze

Vor allem muss der Hund auch lernen, dass die Katze genauso Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt und er nicht immer an erster Stelle steht, also ihn auch mal kurze Zeit anbinden oder in eine Box setzen und dann darf die Katze frei zu ihren Menschen auf die Coach kommen und wird gestreichelt.
Sobald die Tiere sich gegenseitig akzeptieren, wird es kaum/keine Probleme mehr geben, wenn nur einer gestreichelt wird. Man muss es ja nicht 10 Minuten oder laenger am Stueck machen.
So, wie du es jetzt beschreibst, foerdert man doch eher die Eifersucht auf die Katze. Vor allem, wenn der Hund in der Box eingesperrt ist und zuschauen "muss"

Ist ja nicht so, dass der Hund, wenn die Katze gestreichelt wird oder zum Menschen geht, sofort auf sie losgeht. Hat er Absichten zu "staenkern", wird er zuerst einmal knurren, dann muss aber auch vom Halter eine entsprechende Reaktion kommen.

Dann mit positiver Verstärkung arbeiten, es gibt Leckerlis, wenn beide sich friedlich verhalten, für die Katze wenn sie trotz Hund in den Raum kommt, für den Hund wenn er auf seinen Platz bleibt (anfangs halt angebunden).
Leckerlies wuerde ich am Anfang gar nicht ins Spiel bringen, loben kann man ein Verhalten genau so mit der Stimme und Streichler - und natuerlich durch Ablenkung von der eigentlichen Situation.
Auch lernt wiederum der Hund nichts aus der Situation, wenn er angebunden ist. Hier ist der Halter und seine Reaktionen wieder gefragt.

Den Hund auch wenn er klein ist, vor dem Training mit der Katze erstmal etwas auspowern und ihn richtig müde machen, dann ist er vermutlich etwas weniger stürmisch und aufdringlich zu ihr und man kann ihn einfacher auf seinen Platz schicken, wenn er sich ohnehin am liebsten ausruhen würde.
Sehr guter Tipp!
Fuer mich als Hundehalter aber so selbstverstaendlich, dass ich es in meinem obigen Beitrag gar nicht erwahnt habe. aber sehr gut, dass du es jetzt noch geschrieben hast!

Ich selbst hatte zuerst Katzen und dann kam ein Welpe, ich habe den Welpen nicht angebunden, obwohl er natuerlich viel stuermischer und wesentlich weniger verstaendig war, als jetzt ein 7 Monate alter Hund.
Die Katzen kannten sich natuerlich in der Wohnung gut aus und hatten ihre Rueckzugsmoeglichkeiten, sie wussten sehr schnell, wo der Welpe hochspringen kann und wo sie fuer ihn nicht erreichbar sind.

Das A und O ist einfach das Verhalten des Halters, er muss eingreifen und das auch koennen, bis sich die Tiere etwas kennen und akzeptieren.

@Fadma_Arri
Bitte besonders auf die Augen des Hunde aufpassen, Katzen schlagen gerne mit ausgefahrenen Krallen nach den Augen
 
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Simpat

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Unsere Perser Main Coon Katze ist mittlerweile 10 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben bei uns verbracht.
Leider ist ihr Bruder vor 5 Jahren überfahren worden uns sie lebt seitdem alleine bei uns als Wohnungskatze.
Sie mag generell keine Fremden und ist auch sehr auf uns bezogen.
Sie hat sich in der Vergangenheit schon mit einem Hund verstanden.

Jetzt zu unserem Problem:
Da die Hündin sehr quirlig und anhänglich ist, zieht sich die Katze immer mehr zurück.
Ich denke nicht, dass hier der Hund in Gefahr ist, sondern eher dass sich die Katze zurückgesetzt fühlt und von einem Welpen erstmal überfordert ist. Wenn man verhindert, dass er die Katze bedrängt oder gar in eine Ecke bzw. Sackgasse drängt, wird sie vermutlich auch nicht von sich aus angreifen.

Selbstverständlich soll der Hund wenn immer nur kurz in die Box und auch nicht stundenlang angeleint bleiben, auch sehe ich keine Gefahr für den Hund, er ist ja nur kurze Zeit angeleint und es geschieht unter Aufsicht, die Katze wird sich dann nicht gleich auf ihn stürzen und ihm das Gesicht zerkratzen, außerdem wären dann immer noch die Besitzer dabei und könnten dazwischen gehen.
 
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miwok

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aus Wikipedia
Obwohl das Idealgewicht zwischen 1,5 und 3 kg liegt, werden auch Hunde zwischen 500 g und 1,5 kg akzeptiert. Exemplare über 3 kg werden allerdings in den meisten Vereinen von Zucht und Ausstellungsbewertung ausgeschlossen, wobei es auch Vereine gibt, die im Interesse der Gesundheit des Chihuahuas auch etwas kräftigere Tiere zulassen
Dabei ist der Hund noch nicht mal ausgewachsen.....mit 7 Monaten ist er auch kein Welpe mehr, sondern schon ein Jungspund, also schon verstaendiger als ein Welpe

Und was wiegt eine ausgewachsene MainCoone?

Also da denke ich schon, wenn der Hund noch angeleint ist, dass er durchaus gefaehrdet ist, weil er nicht ausweichen oder weg kann.
Und was lernt der Hund dabei? Er wird angebunden oder in die Box gesteckt, wenn die Katze kommt. Er kann das voellig falsch verknuepfen

Verhindern, dass der Hund hinter der Katze hergeht, kann nur der Halter in dem er rechtzeitig reagiert. Alles andere hat aus meiner Erfahrung heraus, keinen Sinn
 
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A-Fritz

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Hallo Fadma_Arri ,
nun haben Dir viele Menschen ihre Vorstellungen von einer guten Zusammenführung
Deiner Tiere geschrieben.
Interessant wäre nun einmal von Dir zu erfahren , wie Hund und Katze aufeinander reagieren
und welche Schritte Du unternommen hast , um das Wohlbefinden der Beiden zu erhalten ?

Was ist bisher geschehen , seit Du die beiden unterschiedlichen Tiere bei Dir aufgenommen hast ?


Fritz.
 
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Simpat

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Also da denke ich schon, wenn der Hund noch angeleint ist, dass er durchaus gefaehrdet ist, weil er nicht ausweichen oder weg kann.
Die Besitzer sind doch die ganze Zeit dabei, wo siehst du da eine Gefährdung? TE schreibt nichts davon, dass die Katze aggressiv ist sondern dass die sich immer mehr zurückzieht, weil der Hund so quirlig ist und dauernd die Nähe der Menschen sucht, zieht sich die Katze zurück. Natürlich weiß ich, wie klein ein Chihuahua ist und wie groß eine ausgewachsene Maine Coon sein kann.
 
Barcelos

Barcelos

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Ich denke, dass es völlig egal ist, ob es sich um eine kräftige Main Coone handelt oder um eine recht klein gewachsene Katze. Wichtig ist einfach der Charakter der Katze. Denn jede Katze reagiert anders.

Als ich damals noch in Köln gewohnt habe, hatten wir eine Stelle auf der Straße, wo wir unsere Hunde tragen mussten (und wir hatten 2 Pitbulls), weil dort eine Katze rumlief, die hochaggressiv auf Hunde losging. Bei der ersten Begegnung hatten weder die Hunde noch wir die Katze bemerkt. Hunde liefen am Haus entlang und auf einmal schoß die Katze unterm Auto, welches am anderen Ende des sehr breiten Bürgersteiges stand, hervor und ging auf die Hunde los. Bedrängt war sie da überhaupt nicht.

Unsere Tigris geht, wenn sie von Marley genervt ist, käme jedoch nicht auf die Idee nach ihm zu schlagen (also im Normalfall, kann natürlich schon sein, dass sie sich wehren würde, wenn der Hund sie angreifen würde).

Jovi und Marley wissen zwar, dass der jeweils andere sich hier im Haus aufhält, aber Jovi achtet peinlichst darauf dem Hund nicht zu begegnen. Allerdings habe ich vor einigen Jahren mal zufällig beobachtet wie Jovi sich verhält, wenn er sich von einem Hund bedrängt fühlt. Er hat dem Hund volle Kanne eine getachelt und der Hund lief nur quietschend weg.

Und als ich in Portugal gelebt habe, hörte ich mal Boss (Straßenhund, der sich entschlossen hatte bei uns einzuziehen) lauthals um Hilfe quietschen. Ich rannte damals wutentbrannt los, weil ich dachte, dass mein ehemaliger Schwiegervater ihm was tun würde, obwohl er mir versprochen hatte, Boss in Ruhe zu lassen. Tja, es war nicht der Ex-Schwiegervater. Die beiden Katzen der ehemaligen Schwiegereltern hatten Boss eingekreist und ließen ihn nicht mehr weg und schlugen auf ihn ein (seit dem Tag hat er einen großen Bogen um Katzen gemacht) und danach war dann erstmal ein Tierarztbesuch mit Boss fällig, weil sein Gesicht arg zerkratzt war und ein Kratzer so nah am Auge war, dass ich da kein Risiko eingehen wollte.

Man kann also gar nicht allgemein sagen wie eine Katze reagiert und wenn die Kralle zufällig im Auge des Hundes landet, dann ist das alles andere als schön.

Als Tigris hier damals auftauchte und unbedingt ins Haus wollte, da hatten wir Marley zu der Zeit auch immer an der Leine, wenn Tigris reinkam. Gut, wir haben natürlich den Vorteil, dass wir zu Zweit sind und einer sich immer um Marley gekümmert hat und der andere um Tigris. So fühlte sich keiner unwillkommen oder zurückgesetzt. Und obwohl Marley vorher der totale Katzenhasser war, ging das mit der Zeit dann richtig gut (jetzt nach 2 1/2 Jahren ist es so als hätte hier schon immer Hund und Katze gewohnt). Das wäre in den ersten Wochen ohne Leine niemals gut gegangen, Marley musste erst verstehen, dass Tigris nun auch zur Familie gehört und deshalb nicht anzurühren ist (okay, Marley ist nicht die Hellste Kerze auf der Torte, daher dauert so was bei ihm eben ein paar Tage länger).

Jeder Hund und jede Katze reagiert anders, das muss man individuell bei seinen Tieren beobachten und entsprechend handeln.
 
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A-Fritz

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Hallo,
ich denke, niemand kann wissen wie sich der Hund und die Katze hier verhalten ,
nur wenn wir eine Rückmeldung von Fama - Arri bekommen , werden wir vielleicht näheres erfahren.

Ich habe auch eine junge Hündin und einen schon 11 Jahre alten Kater zusammengeführt .
Zu Beginn hatte ich auch Bedenken , dass es zwischen den Beiden vielleicht Probleme geben könnte,
doch alles ist gut verlaufen , obwohl die Hündin als kleiner Welpe zu mir kam.
Allerdings ist dieser Kater mit meiner verstorbenen Hündin aufgewachsen und es vergingen 1,5 Jahre
bis die neue, junge Hündin dazu kam .
Wenn dem Kater die ungestüme Art der jungen Hündin zu viel wird , gibt es schon mal ein Paar Ohrfeigen,
doch sonst gibt es keine Vorfelle , oder Streitigkeiten , allerdings ist der Kater Freigänger und kann,
wenn er möchte in den Garten gehen , meistens ist er in der Nacht nicht im Haus und kommt erst am Morgen
wieder zurück, dann leckt ihn die kleine Mini -Aussie Hündin immer gründlich ab.

Kater und Hund bekommen dann ihr Futter , die Hündin auf der Erde , der Kater ober auf dem Tisch.
Ich verbiete der Hündin an ihr Futter zu gehen, sobald der Kater dieses möchte , er bekommt immer den Vorgang.
Natürlich darf die Hündin auch nicht an das Katzenfutter. Da hier immer etwas übrigbleibt , denke ich ,
es ist wichtig , dass die Hündin dieses nicht frißt .
Der Kater verbringt meistens den Tag schlafend auf einem ruhigen Platz, ohne dass der die Hündin sich um ihn
kümmert .

Fritz.
 
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miwok

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Die Besitzer sind doch die ganze Zeit dabei, wo siehst du da eine Gefährdung? TE schreibt nichts davon, dass die Katze aggressiv ist sondern dass die sich immer mehr zurückzieht, weil der Hund so quirlig ist und dauernd die Nähe der Menschen sucht, zieht sich die Katze zurück. Natürlich weiß ich, wie klein ein Chihuahua ist und wie groß eine ausgewachsene Maine Coon sein kann.
Eben!
Wenn die Halter dabei sind, braucht der Hund nicht angeleint zu werden, denn die koennen ja rechtzeitig einschreiten.
Und die Katze ist 10 Jahre alt und lebt seit ca. 5 Jahren alleine in der Wohnung, klar, dass ihr das zunaechst mal nicht passt, dass es nun einen weiteren fremden 4Beiner in ihrem Revier gibt.

Ich schreibe hier ueber meine persoenlichen Erfahrungen.
Ich habe immer aeltere Katzen aus den Tierheimen/Katzenhilfen geholt, die natuerlich nicht mehr lange gelebt haben, und von daher musste immer wieder Hund/Katze zusammen fuehren. Manchmal war es dann eben auch anders herum, dann war der Hund zuerst in der Wohnung....was tatsaechlich viel ausmacht

Ich habe niemals den Hund angebunden, wenn er auf die Katze zugeschossen ist, dann habe ich rechtzeitig eingegriffen (ihn gerufen oder abgelenkt), da ist nix passiert.

Ich finde es nicht schlimm, wenn man unterschiedlicher Meinung ist, aber man sollte nicht die Warnung, dass auch dieser kleine Hund evtl. gefaehrdet ist, einfach so ausschliessen, vor allem nicht, wenn der Hund nicht mehr in der Lage ist auszuweichen bzw. selbst den Rueckzug anzutreten, wenn er angeleint ist
 
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Simpat

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Ich habe niemals den Hund angebunden, wenn er auf die Katze zugeschossen ist, dann habe ich rechtzeitig eingegriffen (ihn gerufen oder abgelenkt), da ist nix passiert.

Ich finde es nicht schlimm, wenn man unterschiedlicher Meinung ist, aber man sollte nicht die Warnung, dass auch dieser kleine Hund evtl. gefaehrdet ist, einfach so ausschliessen, vor allem nicht, wenn der Hund nicht mehr in der Lage ist auszuweichen bzw. selbst den Rueckzug anzutreten, wenn er angeleint ist
Dann ist man aber die ganze Zeit nur am Hund korrigieren wenn die so quirlig ist und zu der Katze will, abgesehen davon, wird sie auch noch nicht so gut folgen, ist ja gerade erst eingezogen. Vor allem geht es auch darum, wenn die Hündin so anhänglich ist, dann ist sie dauernd zwischen dem Menschen und der Katze und versperrt ihr quasi den Weg. Hier muss man doch der Katze den Weg ebnen zu ihren Bezugspersonen. Wenn ein neues Tier einzieht, darf doch das vorhandene Tier nicht den Eindruck bekommen, dass es jetzt nur noch eine Nebenrolle spielt.

Deswegen habe ich ja auch geschrieben, natürlich nur unter Aufsicht und anfangs sollten die Tiere während der Abwesenheit der Besitzer in getrennten Räumlichkeiten untergebracht werden. Ich sehe den Hund viel eher gefährdet wenn er frei läuft und "freien Zugang" zu der Katze hat, die könnte wenn sie sich in die Enge gedrängt fühlt natürlich durchaus entsprechend wehren und auch aggressiv reagieren und ihn dann auch verletzen. Der Hund soll eben nicht als erstes eine gewischt bekommen, sondern gleich lernen, dass er sich ihr langsam nähert. Hund und Katze haben nun mal unterschiedliche Sprachen, die müssen erst einander kennen lernen, damit es mit der Verständigung klappt.
 
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miwok

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@Simpat
Natuerlich kannst du auf deine Meinung bestehen.
Meine Erfahrungen sagen allerdings etwas anderes
 
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