Meinung zu den Hunden mit Migrationshintergrund .

Diskutiere Meinung zu den Hunden mit Migrationshintergrund . im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, immer häufiger treffe ich Hundehalter , die einen , oder mehrere Hunde aus ausländischen Tierasylen haben und jeder dieser Hund hat immer...
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A-Fritz

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Hallo,
immer häufiger treffe ich Hundehalter , die einen , oder mehrere Hunde aus ausländischen Tierasylen haben
und jeder dieser Hund hat immer eine extrem dramatische Geschichte, die mit seiner Rettung verbunden ist.
Häufig haben diese Hunde ein Trauma und sind sehr verhaltensauffällig , oder leiden an irgendwelchen Krankheiten ,
die oft auch chronisch sind und eine ständige Meditation nötig machen.

Bestimmt gibt es hier einen Zusammenhang , dass sich auch bei uns immer mehr der Parasiten und Krankheiten aus dem Mittelmeerraum verbreitet haben.
Auch ich hatte eine Hündin, die leider an Anämie gestorben ist
und positiv auf Babesiose, Ehrlichiose wie Leishmaniose getestet wurde, ohne dass sie je im Ausland war.
Aber auch Herzwürmer, oder Giardien sind leider nicht mehr so selten auch bei den Hunden in Nordeuropa an zu treffen .

Manchmal gelingt es den Hundefreunden mit viel Aufwand, Geduld und Engagement ihre verhaltensauffälligen Auslandshunde auch hier zu Sozialisieren,
doch kann so etwas häufig gut ein , oder mehrere Jahre dauern , bevor solche Hunde dann endlich einigermaßen unauffällig werden.
Leider geschieht die Sozialisierung solcher Hunde nicht in einem privaten Raum , sondern es müßen jeder darunter leiden , welcher in ihre Nähe kommt,
ob es nun andere Hunde sind, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschenkt werden , sobald so ein Hund mit Verhaltensstörung auftaucht,
aber besonders auch Kinder, oder alle anderen Menschen können durch solche Hunde gefährdet, oder belästigt werden .

Die sogenannten Kampfhunde und die gefährlichen Unfälle mit Todesfolgen durch Hunde, haben in den letzten Jahren fast überall , in den meisten Ländern
zu drastisch verschärften Vorschriften und Gesetzen für alle Hundehalter geführt.
Ich sehe auch die Gefahr , dass allen Hundegegnern ,oder den Menschen, die unsicher sind , oder Ängste mit Hunden haben , durch die Zunahme
solcher verhaltensauffälliger Hunde , immer bessere Argumente gegen die allgemeine Hundehaltung bekommen und dieses dann dazu führt ,
noch stärkere , wie größeren Einschränkungen für alle Hundehalter durchzusetzen.

Ich bin der Meinung, man sollte auf sie Rettung aller Hunde dieser Welt verzichten , in dem diese zu uns geholt .
Wer Hunden in einem anderen Land helfen möchte, sollte dieses dort machen .
Auch in unseren Tierheimen gibt es viele Hunde , welche noch auf die Fürsorge von Menschen angewiesen sind,
die nach so einer Aufgabe suchen.

Fritz.
 
06.04.2019
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
SoylentGreen

SoylentGreen

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Ich stimme dir in dem Punkt zu, dass ausländischen Tieren im Ausland geholfen werden sollte und diese nicht einfach scharenweise importiert werden sollten.
Das löst das Grundproblem für das Tierleid meiner Meinung nach nämlich nicht, sondern verstärkt es womöglich noch.
 
Cerridwen

Cerridwen

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Tiere aus dem Ausland respektive Mittelmeerraum zu "retten", indem man sie nach D holt, hat für mich dasselbe G'schmäckle wie Zooladenkäufe: Man rettet ein einzelnes Tier, und 10 neue treten in seine leidgeprüften Fußstapfen. Für das gerettete Tier ist für mich tatsächlich manchmal der Nutzen fraglich, wenn ich mir Einzelschicksale so betrachte. Das sind dann Hunde, die zeitlebens Todesängste vor Menschen leiden und doch gezwungen werden, sich ihnen anzuschließen und in ihrer Nähe zu leben. Im Stillen denke ich mir, dass diese Tiere, die nur ihre Freiheit kannten und selbständig ihr Leben lebten, vorher besser und glücklicher waren, auch wenn sie nicht nach unseren Standards lebten. Hunde von den Straßen des Mittelmeers wegfangen und nach D zu fliegen, ist Augenwischerei und kaschiert ein Symptom, vor dem man schön die Augen verschließen kann, weil man ja jetzt etwas Gutes getan hat.

Ich bin auch der Meinung, dass der Fisch vom Kopf her stinkt und man mit einem Massenimport von Tierheiminsassen aus dem Ausland nichts bewirkt, was ursächlich das Problem behebt. Erst wenn die Gründe für Tierleid selbst angegangen und behoben werden, löst sich das Problem vielleicht irgendwann von selbst.
 
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Schweinemama

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Es ist schwierig zu sagen. Es gibt in Österreich und Deutschland sicherlich genug vernachlässigte Hunde die sich ein besseres Leben erträumen würden. Habe mir selber vor 5 Wochen so einen zu mir genommen: Labi - wohnte im Winter im Heizungskeller, im Sommer im Zwinger (2x4 Meter), Menschenkontakt 1 Stunde pro Tag. Aber ja - man hat einen Hund. Davor haben wir uns einen Hund aus der SLowakei angeschaut, sah aus wie ein Fuchs - tat wie ein Fuchs, Sozialkontakte nein, war jahrelang im Zwinger, kannte keine Leine, keine Strasse und vor allem keine anderen Hunde (oder nur dann - wenn es darum ging auf der Strasse zu überleben) und er hat - "Gott sei Dank" - während der Abholung das dringende Bedürfnis gehabt Kot abzusetzen. Das TIer hat blut und Schleim gegackt - und nicht mal ein FÜnkchen Kot war dabei. (äh ja, der hatte Würmer - aber wenn wir ihn mitgenommen hätten, hätten wir die Behandlung auch in Österreich durchführen lassen können - jeder Tierarzt freut sich wahrscheinlich über so einen Patienten im Warteraum... gulp).

Aus der Slowakei wurde eine Boxerhündin gerettet - die eine Gebärmaschine war (war vor Kurzem hier in der Zeitung) . Der Hund zeigt sämtliche symptome einer Überforderung, hat ANgst vor menschen, bleibt liegen und ist überfordert wenn man ihm sein Essen hinstellt oder wenn du ihm links eine Leberwurst und REcht eine Knackwurst hinstellt. Ob der Hund schon vermittelt ist weiß´ich nicht, dazu gibt es hier eine Organisation die sich Gut Aiderbichl nennt, die solchen Tieren eine Chance geben kann. Aber ehrlich - das ist kein Hund sondern eine Lebensaufgabe, dh. du kannst den Hund nicht alleine lassen, du kannst aber auch nicht beim Hund sein, spaziergänge oder streicheleinheiten - fehlanzeige. Es ist ein Wildtier das nicht weiß was es für instinkte hat, der Hund will seit Wochen nur seine Ruhe haben - steht nicht mal auf - sondern ist damit überfordert dass sich seine Umwelt um ihn geändert hat (manchmal bin ich trotz meiner Tierfreundlichkeit der Meinung - dass man solche TIere erlösen sollte, obwohl der Amtstierarzt meint- da das Tier keine Schmerzen hat es leben muss - Schönes Leben halt)..

Ob man sich nun die schwierigeren Fälle wie z.b. langzeitstreuner die man eingefangen hat und wie in der Ukraine - kurz vor der Vergasung gerettet hat unbedingt als "Tierliebhaber" ohne Hundeerfahrung antun möchte. Es gibt genügend Menschen die hier schreien, werden sie jedoch ausgewählt - ziehen sie mit gesenktem Haupt von Dannen... Doch nicht so groß war die Tierliebe, der Hund hat 10x am Tag in die Wohnung gekackt, stinkt, hat flöhe, lässt sich nicht angereifen und die lieben Kinder sind total frustriert - weil der Hund nicht bei ihnen im Bett kuschelt... Also wozu hat man so einen Hund.
 
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Wechselmaus

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Ich finde die Argumentation von A-Fritz völlig schwachsinnig. Ich kenne viele deutsche Tierheime die mittlerweile die meisten ihrer Hunde aus dem Ausland beziehen, weil hier kaum noch Hunde abgegeben werden und die Tierheime bei Unterbelegung weniger finanzielle Hilfen von den Städten und Landkreisen bekommen.

Logischerweise hat ein Tierheim kein Interesse daran verhaltensgestörte und kranke Hunde aufzunehmen. Die will schließlich keiner haben. Und solche Exemplare gibt es leider unter deutschen Abgabe-/Fundhunden genug. Also werden junge, gesunde und unkomplizierte Hunde aus dem Ausland geholt.

Wenn ich mir nun in den Tierheimen die Langzeitkandidaten anschaue stelle ich fest, dass das zu 95% deutsche Hunde sind.

"aber besonders auch Kinder, oder alle anderen Menschen können durch solche Hunde gefährdet, oder belästigt werden."

Statistisch gesehen passieren die meisten Beißunfälle mit Deutschen Schäferhunden und sogenannten Listenhunden die ja nicht mal einreisen dürfen. Hinzu kommen noch die unvermittelbaren gefährlichen Tierheimhunde, die eben auch fast nie aus dem Ausland kommen. Deine Aussage ist daher nicht haltbar.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Warum sollte Tierschutz an der Grenze aufhören?

Traurigerweise sind die Auslandshunde besser auf Krankheiten untersucht, als die Deutschen. Sind vollständig geimpft, sind gechippt etc, was man bei wenigen deutschen Hunden hat.
 
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Schweinemama

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Ich finde die Argumentation von A-Fritz völlig schwachsinnig. Ich kenne viele deutsche Tierheime die mittlerweile die meisten ihrer Hunde aus dem Ausland beziehen, weil hier kaum noch Hunde abgegeben werden und die Tierheime bei Unterbelegung weniger finanzielle Hilfen von den Städten und Landkreisen bekommen.

Logischerweise hat ein Tierheim kein Interesse daran verhaltensgestörte und kranke Hunde aufzunehmen. Die will schließlich keiner haben. Und solche Exemplare gibt es leider unter deutschen Abgabe-/Fundhunden genug. Also werden junge, gesunde und unkomplizierte Hunde aus dem Ausland geholt.

Wenn ich mir nun in den Tierheimen die Langzeitkandidaten anschaue stelle ich fest, dass das zu 95% deutsche Hunde sind.

"aber besonders auch Kinder, oder alle anderen Menschen können durch solche Hunde gefährdet, oder belästigt werden."

Statistisch gesehen passieren die meisten Beißunfälle mit Deutschen Schäferhunden und sogenannten Listenhunden die ja nicht mal einreisen dürfen. Hinzu kommen noch die unvermittelbaren gefährlichen Tierheimhunde, die eben auch fast nie aus dem Ausland kommen. Deine Aussage ist daher nicht haltbar.

Andererseits was macht man mit einem Tierschutzhund (hier gibts in Wien einige "Langzeitinsassen"), wo man sämtliche Kommissionen durchlaufen muss, der Hund bereits 4x vermittelt wurde - jedesmal wegen eines Bissvorfalls zurückkam und diese Hunde wieder in die Vermittlung kommen. Kommissionen heisst, du musst dort mehrmals die Woche antanzen, mit dem Hund vor Jurioren trainieren, und das über Monate, dann hast du die Chance diesen Hund mitzunehmen (ohne Kinder etc), und nicht nur du - sondern alle Mitglieder die in deiner Wohnung wohnen... So viel Tierliebe haben kaum Menschen vor allem, wenn sie über diese potentielle Gefährdung des Hundes wissen (passierts nochmals - wird er amtsärtzlich erlöst von seiner Bissigkeit).

Was haben wir denn in Österreich für Langzeit insassen: Hunde die von irgendwo kamen - lieb und klein waren und dann zu Monstern erzogen wurden. Kangals in Wien im Tierheim (wohnung - Haus, hier gibt es keine Grundstücke jenseits der 2000 m2), Bull - Pitbull, Stafffordterrier (die aber auch an Familien vermittelt werden), aber auch hier jedes Familienmitglied muss zum Hund passen, das wird auch geprüft. Bei uns ist es daran gescheitert, dass ich zwar von mir aus den Hundeführerschein mache, meine Tochter mit 16 den Hund aber nicht Gassi führen darf, mein Mann müsste, sollte er sich erblöden mal mit dem Hund gehen zu müssen, separat einen Hundeführerschein machen. Das Selbe gilt für Oma/Opa/Tante/Onkel oder Urstrumpftante (das ist ein Aufwand für1 Hund der sich nie auszahlt).

So kommt es eben, dass sich manche Familien, die keine 2 Monate anlaufzeit für einen Hund haben möchten (und bei Züchtern hat man möglcherweise eine Anlaufzeit von 1/2 Jahr bis Jahr) einen Hund aus Rumänien, BUlgarien, Tschechien oder der Slowakei zu sich nehmen... WUnderwunschtüte - wünsch dir was. Ich kenne einige die sich solche Hunde genommen haben, tja, Psychohunde wo man der Meinung ist, dass die Hundeschule abhilfe bringt (ja eh klar, ein Hund der sich zurückzieht und am liebsten unters Auto kriechen würde vor lauter Angst - hat in der Heppi- Peppi- Hundeschule sicherlich sehr viel Spass, vor allem, wenn er dann von Welpen und anderen Junghunden blöd angegangen wird). Der Zeitfaktor ist ein unendlicher, niemanden wird gesagt - lassen sie doch dem Hund mal zeit, da kommt dann der Privattrainer, bestenfalls noch ein Promi-Hundekenner, oder gar derjenige der sich mit "scharf abgerichteten Problemhunden auskennt". Man will ja jetzt einen Hund, oder vielleicht morgen, übermorgen wird ja nicht mehr akzeptiert - da ist es dann schon zu spät, das Wochenende vorbei. Diese Hunde landen dann zu 90% im Tierheim und können sich dort erst einmal erholen... uff.
 
demona

demona

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Vielleicht sollte man an dieser Stelle den Unterschied zwischen vernünftigen Organisationen und solchen machen, die ienfach Massenweise Hunde hierher karren.

Eine vernünftige Organisation versucht die Tiere schon aus dem Ausland zu vermitteln, hilft auch vor Ort mit Kastrationsprojekten und Aufklärungskampagnen, und eine vernünftige Situation karrt auch nicht jeden Hund hierher sondern schaut, was passt. Welpen, Junghunde gewöhnen sich schnell ein, ein 10 jähriger Straßenhund wird wohl hier kaum glücklich werden wenn er plötzlich an leine und halsband spazieren gehen soll. Solche Organisationen sind ehrlich, versuchen den Hund wirklich auf lebenszeit zu vermitteln und sagen auch mal ab wenn es nicht von zukünftigen HH und Hund passt.

andere Organisationen karren einfach alles her, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und vermittelt völlig Hirn- und verstandslos. Herdenschutzhunde mitten in die Stadt, absolute Panikhunde in die Großstadt zur Großfamilie, absolute Jäger auf einen offenen Bauernhof, etc, pp. Da sind immer alle Hunde lieb, nett, Kinderfreundlich, für Anfänger und Senioren geeignet, etc. Da geht es nicht um den einzelnen Hund, da geht es nur um die Masse und das Geld, was damit verdient wird. Da ist auch garantiert kein Hund auf irgendetwas getestet.

Tierschutz soll nicht an der Grenze aufhören aber es ist eine Milchmädchenrechnung. Solange sich in den Herkunftsländern nichts ändert, wird das Tierleid dort nicht aufhören. Wir können nicht alle Hunde aufnehmen, viele Hunde passen schlicht und einfach nicht nach Deutschland und wenn, dann nur in Einzelfällen. Gerade wenn ich so in die Richtung Windhunde, Herdenschutzhunde und die ursprünglichen Rassen denke - wir haben gerade eine Hündin aus Russland in der Gegend, die eins zu eins wie eine Laika aussieht. Die Besitzer haben von Anti-Jagdtraining keinerlei Ahnung, mal sehen wie lange die Hündin da lebt - kraust es mich manchmal. Und viele dieser Hunde landen dann im deutschen tierheim weil sie jagen/beißen/doch nicht so unkompliziert sind/was auch immer und dann hat man wieder einen verkorksten Hund im Tierheim und die Leute können sich wieder über die verkorksten Hunde in deutschen Tierheimen beschweren.

Ich finde das Thema sehr, sehr schwierig. Für die einzelnen Hunde ist es - ganz klar - meistens eine Verbesserung aber an der Gesamtsituation ändert es halt nichts. Da müsste in den herkunftsländern mehr gemacht werden. Schwierige lage.

Lg Demona
 
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Dondon96

Dondon96

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Ich schreibe mal direkt ins Zitat, da ich auf einige Punkte gerne genauer eingehen möchte...

Hallo,
immer häufiger treffe ich Hundehalter , die einen , oder mehrere Hunde aus ausländischen Tierasylen haben
und jeder dieser Hund hat immer eine extrem dramatische Geschichte, die mit seiner Rettung verbunden ist.
Häufig haben diese Hunde ein Trauma und sind sehr verhaltensauffällig , oder leiden an irgendwelchen Krankheiten ,
die oft auch chronisch sind und eine ständige Meditation nötig machen.

Und ich kenne mindestens genau so viele Hunde, die kerngesund, absolut unauffällig und ohne Drama hier leben. Dafür kenne ich genug Hunde vom Züchter, die ständige Wehwechen, Erziehungs- und Sozialisationsprobleme haben.

Bestimmt gibt es hier einen Zusammenhang , dass sich auch bei uns immer mehr der Parasiten und Krankheiten aus dem Mittelmeerraum verbreitet haben.
Auch ich hatte eine Hündin, die leider an Anämie gestorben ist und positiv auf Babesiose, Ehrlichiose wie Leishmaniose getestet wurde, ohne dass sie je im Ausland war.
Aber auch Herzwürmer, oder Giardien sind leider nicht mehr so selten auch bei den Hunden in Nordeuropa an zu treffen .

Wenn der Hund von einer guten (!) Orga kommt, dann ist er auf all diese Krankheiten getestet und hat alle notwendigen Impfungen. Aber wird ein Hund nach 3 Wochen Urlaub am spanischen Strand auch auf diese Krankheiten getestet? Ich glaube wohl kaum...
Natürlich gibt es schwarze Schafe, die eben die Hunde nicht testen, diese schließe ich aber jetzt mal bewusst aus meiner Argumentation aus.


Manchmal gelingt es den Hundefreunden mit viel Aufwand, Geduld und Engagement ihre verhaltensauffälligen Auslandshunde auch hier zu Sozialisieren, doch kann so etwas häufig gut ein , oder mehrere Jahre dauern , bevor solche Hunde dann endlich einigermaßen unauffällig werden.
Leider geschieht die Sozialisierung solcher Hunde nicht in einem privaten Raum , sondern es müßen jeder darunter leiden , welcher in ihre Nähe kommt,

Wie muss man denn darunter leiden? Und wie soll ich einen Hund (wie jeden Welpen auch) in meinen eigenen vier Wänden sozialisieren?

ob es nun andere Hunde sind, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschenkt werden , sobald so ein Hund mit Verhaltensstörung auftaucht,
aber besonders auch Kinder, oder alle anderen Menschen können durch solche Hunde gefährdet, oder belästigt werden .
Jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer ruft seinen Hund sowieso zu sich, wenn ein anderer Hund angeleint ist. Und ein Verhaltensauffälliger Hund gehört an die Leine. Und dann werden weder andere Menschen, noch Hunde eingeschränkt, gefährdet oder belästigt.

Die sogenannten Kampfhunde und die gefährlichen Unfälle mit Todesfolgen durch Hunde, haben in den letzten Jahren fast überall , in den meisten Ländern
zu drastisch verschärften Vorschriften und Gesetzen für alle Hundehalter geführt.

Und das ist auch gut so! Es gibt leider noch immer zu viele Leute, die sich Hunde holen und keinen Gedanken dafür verschwenden, wofür denn zum Beispiel der Weimaraner am Ende der Leine gezüchtet wurde. Oder eben auch, wofür denn der Pitbull gezüchtet und selektiert wurde. Er wurde schlichtweg zum Kampfhund gezüchtet und das sollte jeder Besitzer dieser Rasse auch einfach im Hinterkopf haben.

Ich sehe auch die Gefahr , dass allen Hundegegnern ,oder den Menschen, die unsicher sind , oder Ängste mit Hunden haben , durch die Zunahme
solcher verhaltensauffälliger Hunde , immer bessere Argumente gegen die allgemeine Hundehaltung bekommen und dieses dann dazu führt ,
noch stärkere , wie größeren Einschränkungen für alle Hundehalter durchzusetzen.

Aber das ist für mich ein Thema der Erziehung, fernab von Auslandstierschutz oder nicht. Natürlich dauert das Training bei einem Hund mit Vorgeschichte länger, aber die bekommt man von einem Hund aus dem deutschen Tierschutz doch auch...?

Ich bin der Meinung, man sollte auf sie Rettung aller Hunde dieser Welt verzichten , in dem diese zu uns geholt .
Wer Hunden in einem anderen Land helfen möchte, sollte dieses dort machen .

Ich stimme dir darin zu, dass das "retten" nicht das Problem löst. Das wird nur gelöst durch Kastration und Aufklärung.

Auch in unseren Tierheimen gibt es viele Hunde , welche noch auf die Fürsorge von Menschen angewiesen sind,
die nach so einer Aufgabe suchen.

Und die ebenfalls in vielen Fällen aus dem Ausland kommen.

Fritz.
Also die Argumentation von A-Fritz hinkt meiner Meinung nach doch auch ziemlich. Vielleicht stößt du nur auf die schlimmsten Beispiele.
Mich erinnert das an Diskussionen aus Zeiten der "Flüchtlingswelle", als plötzlich jeder eingeschränkt war, Angst hatte, Krankheiten drohten,...

Ich stimme demona darin zu, dass man ganz klar auch innerhalb der Organisationen unterscheiden muss. Es gibt die schwarzen Schafe und es gibt die Vereine, die Kastrationen bezahlen, die Tiere vernünftig untersuchen und impfen und nach dem passenden Zuhause suchen.

Ich selbst habe zwei Hunde aus dem Ausland, die beide direkt und ohne Pflegestelle aus Ungarn zu uns gekommen sind. Unsere Beweggründe?
  • wir wollten einen erwachsenen Hund (die Fellstruktur bei Welpen ist anders als bei einem erwachsenen)
  • mein Vater ist Allergiker, es musste also eine tendenziel geeigneter Hund sein
  • im "deutschen Tierschutz" haben wir nichts passendes gefunden.
Aus diesen Gründen kam weder ein Hund vom Züchter, noch ein Hund aus dem TH in Frage.
Wie oben schon geschrieben, habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass viele Tierheime mit Hunden aus dem Ausland "gefüllt" werden. Also nur weil ich den Hund aus einem deutschen Tierheim adoptiere, heißt das noch lange nicht, dass er auch aus Deutschland kommt...

Trotzdem stehe ich dem Auslandstierschutz ebenfalls kritisch gegenüber und bin zwiegespalten. Die Hunde nach Deutschland zu holen, löst nicht das Problem. Kranke Hunde haben hier zwar bessere Möglichkeiten auf Therapie und eventuell Heilung, aber keine Chance auf ein Zuhause. Extrem panische und ängstliche Hunde leiden am Lärm der Straßen, jeder schnellen und fremden Bewegung, etc. . Alte Hunde, die ihr Leben lang auf der Straße lebten, werden in vielen Fällen nicht glücklicher, wenn sie nur noch 2x am Tag 30min spazieren gehen dürfen.
Eine gute Orga achtet darauf, wie der Hund drauf ist und wo er hinkommen soll. Schaut, ob das Gesamtpaket passt.

Für die Orga von Milow und Finya habe ich auch schon eine Vorkontrolle gemacht:
ein kleiner Terrier sollte zu einer Familie in einem Mehrfamilienhaus. Die hatten bereits einen Airedale Terrier und Hundeerfahrung. Für mich hat alles gepasst, ich weiß aber nicht, ob der Hund letztlich dorthin vermittelt wurde. Der fehlende Garten war wohl ein Problem...

Wenn man sich einen Hund aus dem Ausland holt, dann rettet man diesen einen, aber es macht kaum einen Unterschied an der Gesamtsituation. Man sollte sich aber bewusst sein, dass dieser Hund Probleme und Auffälligkeiten mit sich bringen kann. Und man sollte gewillt und in der Lage sein, daran zu arbeiten.
Mit manchen Hunden kann man nicht mehr arbeiten, diese werden nie alltagstauglich werden. Aber diese Hunde haben m.M.n. auch in keiner Vermittlung was zu suchen. Zumindest nicht in diesem Zustand.

Mein nächster Hund wird ganz bewusst kein Hund aus dem Auslandstierschutz, sondern ein Hund vom Züchter.
 
S

Schweinemama

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Das Thema ist einfach schwierig.

Ich hatte vor einigen Tagen eine Diskussion mit einem Hundehalter, der besondere Bedürfnisse hatte. Er hat sich jahrelang einen Hund gewünscht, und da er hier in einer Werkstätte endlich arbeit fand, hat er sich einen Hund gekauft. einen Chi, einen kleinen Chi, den er umsorgte, pflegte und wirklich sehr gut behandelte. Als wir uns begegneten, sass er auf einer Parkbank und weinte bittere tränen, der Hund stand auf seinen Beinen und leckte ihm die Tränen aus dem Gesicht. Ich bin zu ihm hingegangen, habe den großen Hund sehr kurz gehalten und weg vom Chi (weil ich weiß, dass die wenigsten Chis wirklich sozialisiert sind, ein Hindernis bei dieser Hunderasse). Habe ihn gefragt warum er weint, da ich sah, dass er Probleme hatte.

Er hat den Hund irrsinnig gerne, er liebt ihn über alles, er pflegt ihn geht mit ihm 5x am Tag gassi - hat dem Hund 30 Tricks beigebracht von vorwärts über rückwärts laufen, sitz platz, Pfote, Roll und alles andere mögliche Zeug auch noch. Der kleine bekommt das leckerste Futter was man kaufen kann und trotzdem war der Mann tot unglücklich. Er hat mir erklärt, dass er für sich beschliessen muss den Hund wegzugeben, nicht weil ihm die Zeit fehlt, nicht weil er sich den Hund nicht leisten kann, sondern weil er so schreckliche Angst um den Hund hat und der hund diese Angst von ihm übernommen hat. Der Hundebesitzer sieht immer wieder den Größenunterschied zwischen seinem kleinen etwa 1 Kilo Hund und den anderen Hunden die ein vielfaches wiegen. Er nimmt ihn dann immer hoch, aus Angst dass dem Hund was passiert. Und der Hund hat keine Freunde. Der Hundebesitzer hat sich das alles selbst zusammengereimt, er hatte niemanden, der ihm das erklärt hat, oder der ihm das eingeredet hat. Und er weinte wieder bittere Tränen, der Hund sprang an ihm hoch, leckte ihm das Gesicht ab. Bin sonst kein Körperlicher Mensch, aber dieses arme Menschenkind habe ich in den Arm nehmen müssen.

Ja das war auch für mich ziemlich starker Tabak, ein Hundebesitzer - der für uns alle nicht für "voll" genommen werden kann, da er geistige Einschränkungen hatte und dann merkte ich, dass er das Tier nicht um seiner selbst willen, sondern um des Tieres willen abgeben will (Eigentlich etwas - was sich manche verbohrte Hundebesitzer auch in 10 Hundehalterjahren nicht selbstständig zusammenreimen könnten - dazu sinds einfach zu verbohrt) . Ich habe mir dann seine Telefonnummer geben lassen, habe wirklich sehr lange mit ihm gesprochen und habe einige Tage mit ein paar Hundebesitzer von Chis gesprochen die ich so beim Spazierengehen traf (es ist immer schwer - mit meinem Labi und einem kleinen Chi spazieren zu gehen - den Chis haben natürlich Angst vor diesem Koloss - die wenigsten sind wirklich so sozialisiert dass sie sich da drübertrauen um überhaupt zu schnuppern). Ich hoffe sehr, dass ich etwas erreichen konnte, habe die Chi Besitzer gebeten man dort anzurufen, damit sich der junge Mann sich traut über seinen Schatten zu springen um seinen Hund mit anderen Hunden - und wenn esim Hundeauslauf ist - laufen zu lassen. Damit er auch dem Hund etwas gutes tut. Ich hoffe er fängt sich und traut sich seine Angst zu überwinden. Ihm würde ich seinen Hund viel mehr vergönnen - wie allen anderen Hundebesitzern die ich kenne. Denn er hat nicht für sich gedacht - sondern für seinen Hund. Ich werde ihn die Tage mal anrufen und fragen wie es ihm geht. Vielleicht hilft es dass ich mal mit ihm eine Runde gehe, ich ohne meine Hunde und wir zwei mit dem kleinen Chi - der sich auch erst einmal behaupten muss auf dieser Erde. Ich hoffe ich komme nicht zu spät.

Tierschutz entsteht nicht durch die Bedürfnisse der Menschen - sondern durch die Bedürfnisse der Tiere...
 
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Gast84631

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Ausgenommen von den wirklich traumatisierten Hunden (fuer die waere so ein riesen "Gehege" DORT gut, das gleiche gibts auch in anderen Laendern fuer Loewen usw?):

Wir koennen doch nicht sagen, dass uns das nix angeht, wir gewisse Probleme bicht haben wollen, und sowieso alle Macken haben, die unsere Hunde in ihrem Tun einschraenken?
Dann haette man nie einen Auslaender einreisen lasden duerfen-wer weiss, was der aufn Kerbholz hat oder irgendwie..krank is..

So geht das nicht, wir leben alle auf einer Erde und wer helfen kann und moechte kann das tun- wann, wie und wo er mag!
 
Missymannmensch

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Mal eine kurze Story zum Thema Tierheim.
Ein gute und liebe Freundin hat ihren geliebten Hund verloren nach 13 Jahren.

Nach ihrer Trauerzeit wollte Sie wieder einen kleinen Hund. Ihr Spike war in Dackelgröße und ein Dackel/am Staff mix.

Ich ihr natürlich den Tierschutz empfohlen.
Hsben hier in Hamburg ja schließlich 2 Tierheime. Im Franziskus war keiner der sie ansprach. Im anderem Th in Hamburg dafür ein kleiner shi/pekinesen mix.

Er wurde als nicht einfach und Futterneidisch beschrieben. Kein Problem für Sie. Wir hin und sie war hin und weg.
Hätte ihn am liebsten direkt mitgenommen aber ist auch besonnen genug sowas nicht zu machen.

Joa also Interesse bekundet und mit ihm gassi gegangen. Läuft, der soll es sein.
Sie hat auf Arbeit alle Schichten geändert, so dass sie vormittags immer ins Th kann und mit ihm gassi geht um sich zu beschnuppern. War 5x die Woche da!
Dirt kam durch die ehrenamtliche Gassifrau raus, dass er wegen Beissvorfall ins Th gekommen ist, bereits 2x vermittelt war und auch dort gebissen hat.

Immer noch kein Problem für sie. Zumal das Th auch eine Huschu inne hat.

Nach einer Woche hat Sie ihn das erste WE mit nach Hause bekommen. Da gab es die ersten Vorfälle. Nicht veimessen oder mit Spielzeug. Nein, sie sitzt auf der Couch und schaut fern. Da greift er an. Sie liegt im Bett, die Hand schaut raus und sie schläft. Er greift an.

Nach dem We bringt sie ihn zurück, will ihn imner noch. Erzählt dem pfleger davon und fragt, wie er damit umgeht. Kommt zurück, da muß man mit umgehen können.
Sie, ja wie denn? Keine Antwort.

Unter der Woche wieder imner da gewesen, alles super. Am folgendem WE wieder mitgenommen. Ein Paar Vorfälle aber nun denn.

Am Sonntag Abend bringt sie ein bekannter mit dem Hund wieder zum TH. Sie hatte die Schutzgebühr dabei und auf dem Weg hat der Hund die Gurtleine vom Verschluss durchgenagt, war auf der Rückbank gesichert, sprang nach vorne und ging auf sie und den Fahrer los. Hat gezielt ins Gesicht gebissen.

Sie war geschockt! Futter und Spielzeug Aggro ok. Aber aus dem nichts geziehlt ins Gesicht? Nö.

Im TH sagte sie das dem Pfleger und bat um Hilfe, wie gesagt ist eine huschu angekoppelt.
Was passiert? Der Pfleger bringt den Hund wieder zum Zwinger und würgt ihr noch den Spruch rein: na Hund, komm mal mit. Die Tante ist nicht die richtige für uns, wir warten auf das Herrchen was dich wirklich will.

Äh bitte was?

Ende vom Lied. Jetzt hat sie einen Dackel pekinesen mix aus eBay kleinanzeigen.

Danke auch dafür.

Tierschutz und Tierschutz sind nicht das selbe.
 
G

Gast84631

Guest
Da kommt es aber auf die Pfleger an- der Hund kann ja nix fuer dieses Aloch.

Nur deswegen kann man ja nicht sagen, dass ..., oder!?
 
Missymannmensch

Missymannmensch

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Deswegen sage ich ja, Tierschutz und Tierschutz sind nicht das selbe.
 
Missymannmensch

Missymannmensch

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Im gleichem TH wurden meine Schwester und ich Jaaahre zuvor von den Damen und Herren angemacht, als wir unsere "alten" Leinen, Geschirre und geschlossenen Säcke mit Junghundfutter ( hochwertig) vorbei brachten, das es ja nichts neues wäre. Sorry, wir dachten uns nichts dabei außer, das die es evt gebrauchen könnten.

Wir hatten beide Rotti und Pittbul, welche dem Zubehör schnell entwachsen sind.
Alles neuwertig.

Danke, wer nicht will hat schon.
 
M

miwok

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@A-Fritz
keine Ahnung, wo du dein Wissen her hast, mir kommt es vor, dass es noch aus den Zeiten von vor 30 Jahren ist.
Häufig haben diese Hunde ein Trauma und sind sehr verhaltensauffällig , oder leiden an irgendwelchen Krankheiten, die oft auch chronisch sind und eine ständige Meditation nötig machen.
Wie kommst du darauf, dass es keine Hunde in den deutschen Tierheimen gibt, die verhaltensauffaellig sind und chronische Krankheiten haben?

Mit Traumahunden wird im Ausland (z.B Spanien) genauso gearbeitet, wie in Deutschland und man schaut sehr genau, an wen sie vermittelt werden. Man vermittelt diese Hunde kaum mehr nach Deutschland, wenn es geht, bleiben diese Hunde vor Ort.
Allerdings gibt es Orgas, die rein nur Hunde aus den Toetungsstationen "retten", fast ausschliesslich die Hunde nach Deutschland/oesterreich/Schweiz geben und dort kommen sie meist auf Pflegestellen zum "re"sozialisieren und gewoehnen an die "nicht-auslaendischen" Verhaeltnissen. Und wie die anderen schreiben, da kommt es sehr auf die Orga und auch auf den Pflegeplatz an.

Zu den deutschen Tierheimen
viele Tierheime haben im Ausland ein Partnertierheim, von wo sie Hunde nach Deutschand verbringen. Bevor diese dann vermittelt werden, macht sich das deutsche Tierheim erst ein eigenes Bild und diese Hunde werden evtl auch nicht an jeden vermittelt.
Tatsaechlich gibt es diese totalen "Angst"hunde auch mit dem Ursprung aus Deutschland

Es gibt nur wenige kleine Hunde in den deutschen Tierheimen, es werden sehr viele vom Ausland geholt und eigentlich sehr schnell vermittelt. Keiner nimmt einen mittelgrossen oder grossen Hund, wenn er einen Kleinen moechte.
Diese "schnell vermittelten" Hunde sorgen auch dafuer, dass schnell Geld in die Kassen der "deutschen" Tierheime kommen und sichern somit auch den Unterhalt der alten Hunde bzw. der Langzeitinsassen in den Tierheimen
 
Nienor

Nienor

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Tierschutz und Tierschutz sind nicht das selbe.
Es ist wirklich traurig, diese Geschichte zu lesen.
Aber wie überall gibt es auch bei Tierheimen gute und schlechte. Habe ich auch schon erlebt - da muss man dann einfach Abstand halten.
Das Einzige, was man tun könnte, gerade bei grösseren Heimen, bei denen man mit den Tierpflegern unzufrieden ist, ist es, den Tierheimleiter oder gar direkt den Vorstand des Vereins anzuschreiben und sich zu beschweren. Wenn man Glück hat, wissen die nichts von dem Verhalten und räumen auf. Wenn man Pech hat, ist es ihnen egal und dann weiss man, dass man mit dem Heim einfach nichts mehr zu tun haben will.
Schlussendlich schneiden sich die Heime doch ins eigene Fleisch mit solchen Aktionen. Zum einen kommen die Hunde immer wieder zurück, wenn man solche Dinge verschweigt und keine Hilfe bietet, zum anderen kommen die Leute einfach nicht mehr, tauschen sich aus, es kommen noch weniger Leute und die Vermittlung stagniert, weil keiner mehr dort Tiere holt.

Wegen der Sachspenden ist es manchmal wirklich so, dass Tierheime viel zu viel haben. Es kommt da ein wenig auf die Bekanntheit an. Viele Menschen kommen auf die Idee, ihre alten Tiersachen in Heime zu bringen. Im Idealfall fragt man vorher nach, ob sowas gebraucht wird und erwünscht ist. Aber besser, als es grossen Heimen zu geben (gerade Leinen, Geschirre und Halsbänder haben die häufig mehr als genug), wäre es, nach kleineren Orgas oder Tiertafeln Ausschau zu halten. Die sind etwas dankbarer, weil seltener Leute an sie denken. Oder man sucht eine Orga, die Tierheime unterstützt und solche Spenden an die Heime verteilt, die es brauchen. Wir geben regelmässig Spenden an so eine Orga weiter, sodass sie dort hinkommen, wo sie wirklich gebraucht werden und nicht in einem Lager bei uns verstauben.

Was den Migrationshintergrund bei Hunden angeht:
Mein Hund selbst stammt auch aus Spanien. Die Vorbesitzerin hatte ihn von dort, war dann überfordert und er kam bei uns ins Heim, wo ich ihn dann kennen lernte. Mir ist es grundsätzlich egal, wo der Hund herkommt. Er war in der Schweiz und suchte ein Heim (und bei uns stammt ein extrem grosser Anteil der Hund aus dem Ausland). Das ist auch fast die einzige Möglichkeit, die Hunde aus dem Ausland zu uns ins Heim kommen. Denn wir nehmen nur Privatabgaben aus dem Inland auf. Davon gibt es mehr als genug und wir haben stets eine Warteliste - wir hätten gar keinen Platz, Hunde selber zu importieren. Wir helfen zuerst einmal vor Ort. Einzige Ausnahme sind Beschlagnahmungen, die wir vom Veterinäramt übernehmen. Das waren auch schon mal Welpen aus dem Ausland. Aber das ist die absolute Ausnahme.
 
S

Schweinemama

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Das Problem ist, dass die Tierliebe nicht beim Geldbörserl aufhört... Sondern einfach mit der Zeit die am in diese Tiere investiert.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Ich habe selbst schon gehört, also im TV, dass seriöse Orgas Hunde, die wirklich wegen ihrem Verhalten nicht vermittelbar sind, auch dort lassen. Es gibt nun mal Straßenhunde, die sich nicht auf Haushund umpolen lassen. Aber wieso sollte man, wenn ein Tierheim Platz hat und der Hund gut vermittelbar ist, nicht Hunde her holen?

Sollte ich mich für so etwas entscheiden, würde ich schauen, dass vor Ort auch was gemacht wird und die Orga nicht nur die Hunde einsammelt und nach Deutschland holt. Ich denke da jetzt z.B. an die Smeura. Die helfen vor Ort, sorgen dafür, dass Hunde kastriert werden und dort bei ihren Besitzern bleiben. Und sie sorgen für Aufklärung in Schulen etc., aber das nicht alle Hunde dort bleiben können und vor Ort ein Zuhause finden, ist bei der Anzahl ja klar.

Wir haben 2 Nachbarn, die je einen Hund aus dem Ausland haben. Der eine Hund ist aus Spanien und der andere aus Ungern, beide sind super sozialisiert und super Hunde. Beide kamen relativ jung hier her, haben also sicher eher nicht so viel schlechtes erlebt.
 
Thema:

Meinung zu den Hunden mit Migrationshintergrund .

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