Rüdenbrüder vertragen sich nicht mehr

Diskutiere Rüdenbrüder vertragen sich nicht mehr im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Forum Freunde, ich brauche mal ein bisschen Input! Seit März letzten Jahres habe ich zwei wadenhohe Mischlingsrüden aus Rumänien...
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Kati1606

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Hallo liebe Forum Freunde, ich brauche mal ein bisschen Input!

Seit März letzten Jahres habe ich zwei wadenhohe Mischlingsrüden aus Rumänien.
Der eine hat relativ früh Oberwasser bekommen und wurde gechippt. Der andere zeigte vor zwei Wochen erst Anfänge von Aggressionen dem gechippten mittlerweile sehr friedlichen und verkuschelten gegenüber.

Als es dann zu mehreren kleinen kämpfen kam, habe ich mich entschieden ihn auch mit dem Hormonchip versehen zu lassen. Das ist jetzt drei Tage her. Um die Zeit zu überbrücken hat er noch eine Spritze bekommen, die die vier Wochen
Wartezeit ein bisschen lindern soll.

Leider hat es nicht nach wenigen Sekunden aufgehört, so dass ich jedes Mal dazwischen gehen musste. Für die kleine Größe können Sie doch sehr aggressiv wirken. Mittlerweile verzieht sich der Frisch gechippte oft unters Sofa und knurrt von da aus schon los und verhält sich höchst Assozial, Ohne dass es vorher einen Auslöser gab… Meine Hundetrainerin meint, dass die Hormone der Auslöser sein können und ich erst mal abwarten soll. Leider kann ich sie derzeit nicht zusammen in einer Wohnung halten, da es immer wieder zu Attacken kommt. Der eigentlich friedliche hält das immer ein paar Minuten lang aus fühlt sich dann aber auch am Ende hart provoziert.

Jetzt ist der eine bei meiner Mutter und der andere bei mir. Auf Dauer aber kein Zustand, weil die beiden eigentlich ein Herz und eine Seele waren. Und ich mir wünsche dass sie wieder zusammenkommen. Meine Hundetrainerin schlägt vor sie ein paar Tage getrennt zu lassen bis die Spritze wirkt und sie kommende Woche auch wieder auf neutralem Boden zu vereinen. Hat jemand eine solche Situation schon mal gehabt, dass sich 2 Hunde anderthalb Jahre perfekt verstehen und der eine hormonelle erst später auffällig wurde?

Ich möchte noch nicht dran denken, einen abgeben zu müssen. Habe die Hoffnung, dass wenn beide runter von den Hormonen sind sich wieder verstehen können. Alles andere würde mir wahrscheinlich das Herz brechen… Freue mich über Beiträge von euch! PS: ja ich versuche ganz klar zu vermitteln, dass hier keine Kämpfe statt zu finden zu haben. Aber die beiden bringen sich ganz schön in Rage und lassen sich von mir schwer beeindrucken.
 
13.06.2019
#1
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
demona

demona

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Hi,

Wie alt sind die Zwei denn jetzt? Wann genau wurde der Erste gechipt? Und haben sie auch Namen, es ist umständlich von Hund 1 und Hund 2 zu schreiben. 😅

Für mich persönlich klingt das so als würden sie einfach erwachsen werden, dem Ersten habt ihr die Möglichkeit dazu genommen, der konnte sich nie mit seinen Hormonen auseinander setzen und dem Zweiten habt ihr die Möglichkeit auch genommen. Nur wegen ein paar kleinerer Rangeleien chippen lassen, finde ich übertrieben aaber gut, kann man nicht ändern. Der Erste konnte ja gar nicht "auffällig" werden, der wurde ja sofort gechippt.

Chippen bzw. kastrieren löst keine Erziehungsprobleme. Du schiebst alle Probleme auf die Hormone. Aggression gehört zum Leben, die können nicht immer die süßen, niedlichen Welpen bleiben, irgendwann müssen sie ihren Platz im Leben finden und da gehört Aggression dazu.

Hier gäbe es klare Regeln, klare Grenzen für Beide. Jeder seine eigene Decke, die für den Anderen absolut tabu ist. Getrennt fressen. Ressourcenverteilung mache ich - Knabberzeug, Spielzeug, Aufmerksamkeit. In Abwesenheit getrennt und dann die zwei Kerle mal erwachsen werden lassen. Wie sollen sie mit sich selbst klar kommen wenn sie dazu keine Möglichkeit haben? Wie ist denn der Erziehungsstand der Zwei? Abbruchkommando? Auf die Decke schicken? Allgemein das Halten an Regeln?

Ja, Pubertät ist scheiße, wissen wir alle, haben wir alle durch und wir haben es alle überlebt. Genau das müssten die Zwei auch, einfach mal mit sich und ihrem hormonellen Chaos fertig werden, können sie aber nicht.

Was würde ich machen? Die Chips ausschleichen und dann in den sauren Apfel beißen und die Kerle erwachsen werden lassen. Das wäre wohl absolut Nervenaufreibend und ich würde jeden Tag heulend in der Ecke stehen aber für die Hunde finde ich es fairer. Zumindest wenn keine Abgabe im Raum steht.

Schwierige Situation.

LG Demona
 
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Kati1606

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Liebe Demona, vielen Dank für deinen Beitrag! Es geht um lasse und finn.
Sie sind jetzt 1,5 Jahre alt. Finn Wurde letztes Jahr gechippt, als er angefangen hat alles an zu pinkeln in der Wohnung wenn ich ihn geschimpft habe. Er hat auch dauerhaft lasse in den Senkel gestellt. Irgendwann hat seine Dominanzverhalten uns gegenüber auch überhandgenommen.
Habe den ersten Chip bei ihm ausschleichen lassen, Daraufhin fing er wieder mit diesen Manieren an.

Lasse brauchte bisher keine hormonelle Zügelung. Er war verspielt, und die beiden waren ein gutes Paar so lange Finn gechippt war. (Jetzt zum 2 mal)
Vor zwei Wochen hat Lasse dann angefangen, sich aggressiv zu benehmen. Zwischen den beiden gab es immer mal gute Phasen und mal beissereien. Ich dachte o. k., lass ich sie das unter sich klären. Vielleicht ist die Rangfolge nicht klar. Aber mittlerweile verhalten Sie sich richtig daneben, man schaut sich seltsam an, es wird nicht mehr zusammen irgendwo gelegen etc. Es geht nicht um mich! Ich bin eigentlich taff. Ich dachte o. k., lass ich sie das unter sich klären. Vielleicht ist die Rangfolge nicht klar.

Es gibt klare Regeln hier in der Wohnung, aber bisher brauchten sie nicht jeder seinen eigenen Platz, da sie immer zusammen gelegen haben.
Ich versuche ein guter Rudelführer zu sein, fällt mir manchmal schwer und kann ich auch sicher nicht überall konsequent durchhalten. Jedoch hat sich das Wesen von lasse in den letzten zwei Wochen drastisch verändert. Seine Hoden sind groß geworden und er wirkt einfach ängstlich/aggressiv finn gegenüber, obwohl Dieser sich eher devot und auf Distanz hält um Ärger zu vermeiden.

Mit anderen Hunden verhält sich lasse traumhaft, er genießt es seit zwei Tagen ganz alleine zu sein und nicht Finn in seiner Nähe zu haben. In der Hundesprache würde ich sagen versteht Finn die Welt nicht mehr… Er Brauch nicht mal im selben Raum sein und lasse fängt an zu Knurren und zu Flätschen.
 
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Kati1606

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Fgefressen wurde getrennt, und jeder respektiert den anderen bis er fertig ist. Keiner läuft vor mir aus dem Haus oder vor mir wieder rein. Abgeleint wurde lasse bisher immer zuerst, da er bisher der Rudelführer war - Das war meine Meinung. An diesem Verhalten habe ich alles nichts geändert in letzter Zeit… Jetzt der ganze Mist…
 
demona

demona

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Finn Wurde letztes Jahr gechippt, als er angefangen hat alles an zu pinkeln in der Wohnung wenn ich ihn geschimpft habe. Er hat auch dauerhaft lasse in den Senkel gestellt. Irgendwann hat seine Dominanzverhalten uns gegenüber auch überhandgenommen.
Habe den ersten Chip bei ihm ausschleichen lassen, Daraufhin fing er wieder mit diesen Manieren an.
Wie alt war er da? Klingt als wäre er kein halbes Jahr alt gewesen und frisch zu euch gekommen. Das klingt nach reiner Unerzogenheit und Unsicherheit den neuen Haltern gegenüber.

Dass er wieder anfängt ist ja klar. Ihr habt die Hormonproduktion auf Punkt x gestoppt und bei Punkt x fängt sie wieder an. Er konnte ja nicht lernen damit umzugehen.

Lasse brauchte bisher keine hormonelle Zügelung. Er war verspielt, und die beiden waren ein gutes Paar so lange Finn gechippt war. (Jetzt zum 2 mal)
Vor zwei Wochen hat Lasse dann angefangen, sich aggressiv zu benehmen. Zwischen den beiden gab es immer mal gute Phasen und mal beissereien. Ich dachte o. k., lass ich sie das unter sich klären. Vielleicht ist die Rangfolge nicht klar. Aber mittlerweile verhalten Sie sich richtig daneben, man schaut sich seltsam an, es wird nicht mehr zusammen irgendwo gelegen etc. Es geht nicht um mich! Ich bin eigentlich taff. Ich dachte o. k., lass ich sie das unter sich klären. Vielleicht ist die Rangfolge nicht klar.
Jo, der Lasse ist erwachsen geworden und hat das Mobben für sich entdeckt. Total geiles Spiel für ihn. Da kommt du ins Spiel. Unterbinde das. Schütze Finn wenn seltsam geguckt wird. In Lasses Augen ist er kein echter Rüde also buttern wir ihn mal kräftig unter.

Es gibt klare Regeln hier in der Wohnung, aber bisher brauchten sie nicht jeder seinen eigenen Platz, da sie immer zusammen gelegen haben.
Ich versuche ein guter Rudelführer zu sein, fällt mir manchmal schwer und kann ich auch sicher nicht überall konsequent durchhalten. Jedoch hat sich das Wesen von lasse in den letzten zwei Wochen drastisch verändert. Seine Hoden sind groß geworden und er wirkt einfach ängstlich/aggressiv finn gegenüber, obwohl Dieser sich eher devot und auf Distanz hält um Ärger zu vermeiden.
Über den Begriff Rudelführer kann man streiten aber du schreibst selber, dass du nicht überall konsequent bist. Und das nutzen die Drecksäcke in dem Altern sofort aus. Klar hat der sich verändert, der Kerl hat gerade die dicksten Eier der Welt und will das auch beweisen. Änsgtlich kann ich mir fast nicht vorstellen. Wer Freiheiten genießen will, muss hören sonst sind die Freiheiten eben weg. Ganz einfach.

Mit anderen Hunden verhält sich lasse traumhaft, er genießt es seit zwei Tagen ganz alleine zu sein und nicht Finn in seiner Nähe zu haben. In der Hundesprache würde ich sagen versteht Finn die Welt nicht mehr… Er Brauch nicht mal im selben Raum sein und lasse fängt an zu Knurren und zu Flätschen.
Lasse hat erreicht, was er erreichen wollte - Finn ist weg. Also sorgt er dafür, dass es so bleibt. Was machst du wenn er das Knurren und Fletschen anfängt?

Fgefressen wurde getrennt, und jeder respektiert den anderen bis er fertig ist. Keiner läuft vor mir aus dem Haus oder vor mir wieder rein. Abgeleint wurde lasse bisher immer zuerst, da er bisher der Rudelführer war - Das war meine Meinung. An diesem Verhalten habe ich alles nichts geändert in letzter Zeit… Jetzt der ganze Mist…
Vor mir rein oder raus ist irrelevant außer man hat direkt eine Straße oder den Erzfeind vor der Tür. Mein Köter geht immer vor mir raus und rein wiel ich sonst drüber falle. 😅
Ich dachte, DU willst der Rudelführer sein? Nicht Lasse. Du bestimmst wer abgeleint wird und wer nicht. Und wenn DU bestimmst, dass Lasse jetzt den ganzen Spaziergang frei läuft und Finn angeleint, dann ist das halt so. Das meine ich mit Ressourcenverteilung - Du bestimmst.

Kleine Anektode zu meinem kleinen Drecksack: Der ist jetzt 1,5 Jahre alt. Ein extremer Spätentwickler aber mit 12 Monaten war er dann doch der Meinung - hey Pubertät, Hello. 😂

Da wurde getestet und zwar wie:
Ihh, das Futter fress ich nicht, das hatte ich gestern schon. Pech für dich, dann hungerst du BIS du es frisst.
MEINE Couch - und zwar mit MICH anknurren. Joah, das gab einen Brüller und der Hund war die nächsten Tage nicht mehr in der Nähe der Couch bis ich ihn wieder eingeladen habe. Seitdem ist das Platz machen kein Thema mehr aber ich jage ihn nicht unnötig hoch.
Andere Hunde vermöbeln - vorzugsweise meine kleinere Gassihündin - hat der einen Anschiss kassiert. Von ihr und mir.
Rückruf vergessen? Bleibt die Leine dran.
Katzen gejagt? Also bei mir Zuhause, ich habe noch drei Stubentiger. Hat er sehr schnell eingestellt nachdem ich ihm gezeigt habe, was ich davon halte.
Etc. pp. .....

Ich habe hier viele Abende geheult, mir mein süßes, liebes Welpi zurück gewünscht aber die Zeit geht vorbei. Mittlerweile wird zwar manchmal noch was nachgefragt aber er ist wieder normal im Hirn, naja, fast. Das ist Pubertät, die ist einfach so. Und ich musste zu keinem Zeitpunkt wirklich körperlich zu ihm werden, außer von der Couch runter schmeißen, da habe ich die Decke einfach hoch gehoben und er ist runter gepurzelt. Aber sonst reichte die Körperhaltung und die Stimme.

Und auch hier nochmal, ich gebe nur Tipps und Einschätzungen wie ich reagieren würde, muss sich keiner dran halten und muss auch keiner gut finden.

Lg demona
 
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Kati1606

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Nein, ich bin völlig bei dir! Meine Hundetrainerin versucht mir mehr Hunde Sprache beizubringen. Klare Ansagen und Körperhaltung ganz weit vorne!

Dieses Knurren und Flätschen versuche ich zu unterbinden. Davon lässt er sich aber überhaupt nicht beeindrucken. (What the fuck denk ich mir) Macht dann fröhlich unterm Sofa weiter. Er fühlt sich irgendwie von Finn bedroht. Warum? Stört ihn seine reine Anwesenheit schon so sehr?

Kann mittlerweile nicht mehr auf die Arbeit fahren ohne morgens zu heulen. Kann mir nicht vorstellen die Jungs getrennt zu haben. Aber was du schreibst kann ich nur genauso bestätigen. Fressen wurde auch in letzter Zeit verweigert. Denke ich mir halt auch Pech! Versuche ich abends noch mal, wieder nicht? Dann gibt’s halt erst wieder was am nächsten Tag…
Haben die vergessen dass sie mal in der Tötung gehockt haben? 🤷🏼‍♀️ Grrrr....
Fini benimmt sich draußen oft mal daneben, pöbelt andere Hunde an und kriegt dann schiss wenn sie ankommen. Aber damit kann ich relativ gut. Sonst verhalten Sie sich unfassbar liebenswert allen Menschen gegenüber und Haben sich bis vor kurzem noch gegenseitig geliebt!

Morgen hole ich Finn nach Hause, dann geht lasse mal zu meiner Mutter! Will ihn nicht noch erheben, dass er bei mir sein darf.
Außerdem vermisse ich den anderen schon wie die Hölle. Ich bin gespannt ob ich sie am Montag unter der Leitung der Hundetrainerin wieder zusammen bekomme.

Eben zum Beispiel. Er hat den Nachbarhund gehört und hat gebellt. Da ist er vom Sofa geflogen… Wenn er sich richtig verhält darf er auch hoch.

Hast du einen Tipp wie ich sie wieder zusammen lassen kann in der Wohnung ohne dass es eskaliert?
 
demona

demona

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Dieses Knurren und Flätschen versuche ich zu unterbinden. Davon lässt er sich aber überhaupt nicht beeindrucken. (What the fuck denk ich mir) Macht dann fröhlich unterm Sofa weiter. Er fühlt sich irgendwie von Finn bedroht. Warum? Stört ihn seine reine Anwesenheit schon so sehr?
Hausleine und Geschirr dran, unterm Sofa vor holen und aus dem Raum bringen, Tür zu. Oder auf die Decke bringen und da hat er zu bleiben. Wer sich nicht benehmen kann, verliert seine Rechte - das ist dein Job das durchzusetzen.

Haben die vergessen dass sie mal in der Tötung gehockt haben? 🤷🏼‍♀️ Grrrr....
ganz klar: JA.

Warum sollten sie in der Vergangenheit leben? Machen Hunde nicht, die leben im Hier und jetzt. Die denken nicht, "Oh, früher hatte ich weniger zu essen, dann esse ich jetzt lieber auf."
Viele Menschen neigen dazu, der Vergangenheit ihrer Hunde zu viel Bedeutung beizumessen. Da darf kein lautes Wort fallen weil das arme Hascherl ja aus der Tötung kommt, der braucht doch ganz viel Liebe - ist aber leider der falsche Weg.

Fini benimmt sich draußen oft mal daneben, pöbelt andere Hunde an und kriegt dann schiss wenn sie ankommen. Aber damit kann ich relativ gut.
Dein Hund aber nicht denn in diesem Moment beweist du, dass ER sich nicht auf DICH verlassen kann. Er hat scheinbar Schiss vor anderen Hunden - klar, der arme Kerl ist hormonell gesehen ein Kind 😰 - und DU schützt ihn nicht. Also hat er gelernt, ich muss mich selber schützen. Der brüllt wahrscheinlich, "GEH WEG, GEH WEG" und keiner hört auf ihn. Warum sollte ein erwachsener Hund auch auf einen Welpen hören? Hier wäre deine Aufgabe ihn zu schützen, damit er lernt, dass er keine Angst haben muss weil Frauchen das regelt. Ganz klar dein Fehler.

Haben sich bis vor kurzem noch gegenseitig geliebt!
Sicher?

Gemeinsames Zusammenliegen kann auch extremer Kontrollzwang sein. Quasi, ich kontrolliere dich überall, du hast keine Chance. Dass es dann irgendwann mal knallt, ist klar.

Eben zum Beispiel. Er hat den Nachbarhund gehört und hat gebellt. Da ist er vom Sofa geflogen… Wenn er sich richtig verhält darf er auch hoch.
Was hat das Bellen mit dem Sofa zu tun? Die Strafe kann er gar nicht mit dem Bellen in Verbindung bringen.

Das wäre als würdest du zu einem Anderen Arschloch sagen und dafür wird dir der Führerschein abgenommen - absolut kein Zusammenhang erkennbar. Das kapiert er schlicht und einfach nicht, dass du ihn da fürs Bellen bestrafst.

Hast du einen Tipp wie ich sie wieder zusammen lassen kann in der Wohnung ohne dass es eskaliert?
Hätte ich, schreibe ich aber lieber nicht. Ich bin kein Hundetrainer, ich kenne weder dich noch deine Hunde persönlich und übers Netz Tips zu geben, finde ich immer schwer. Ich aknn mich ja nur auf das beziehen, was du schreibst.

Sei mir für die folgenden Worte bitte nicht böse:

Für mich (!) kommt die Situation so rüber als wärst du überfordert mit der Situation, dass plötzlich aus dem netten Welpen ein blöder Junghund geworden ist. Finn wurde von Anfang an hormonell als Kind gehalten und Lasse jetzt auch, die armen Kerle haben gar keine Möglichkeit wirklich erwachsen zu werden. Stell dir vor, du wärst körperlich erwachsen aber geistig noch 15.

Du solltest dich von der Vorstellung verabschieden, dass jeder erwachsene Hund lieb, nett und mit jedem spielen will, die Prioritäten liegen bei unkastrierten Tieren klar woanders. Und ja, es gibt durchaus auch Hunde, die keine anderen Hunde im eigenen Haus brauchen und wollen.

Wenn es nach meiner 7 Jährigen Gassihündin (mit ca. 10 Monaten kastriert) geht, sind 80% der Hunde, denen wir begegnen überflüssig oder zum verkloppen da. 10 % sind einigermaßen interessant und mit denen kann man mal buddeln oder an einem Stock ziehen. und 10 %, wenn überhaupt, sind toll. Dennoch verlange ich von ihr, dass sie friedlich an jedem Hund vorbei geht.

Wenn es nach Loki geht, 1,5 Jahre, unkastriert, sind andere Rüden gerade zum vermöbeln da, außer sie zeigen sofort, "Versuch es gar nicht erst, Jungspund." Hündinnen würde er am liebsten in den Popes kriechen, darf er aber auch nicht. Und ja, wenn der frech einem anderen Hund gegenüber wird und eine drauf bekommt, hat er Pech gehabt.
Das letzte Frech sein hat ihm einen Ratscher am Ohr eingebracht, hat geblutet wie sau und hat ne gute Woche gedauert bis es zugeheilt war. Zu der Hündin war er nie wieder frech. Der "Kampf" war laut, grob, es flog Fell und Speichel und dennoch blieben beide unverletzt, bis auf den Ratscher und der war nicht beabsichtigt, die ist einfach hängen geblieben.
Noch ein schönes Beispiel für Ressourcen: wenn ich mich hinhocke und einen anderen Hund kraule, kommt der kleine Drecksack und schleimt sich an mich ran. Sieht total niedlich aus, alle sagen immer "Ahh🥰" aber hat nur einen einzigen Zweck - die Ressource Frauchen nicht mit dem anderen Hund teilen zu müssen. Von mir wird er weggeschickt und erst gekrault wenn ich mit dem anderen Hund fertig bin. ICH bestimme wen ich kraule, nicht ER. Und da wird mir oft vorgeworfen "Ach, sei doch nicht so streng."

Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Mensch, der sagt, "Die klären das unter sich", ich sage nur, dass Hunde auch ihre Erfahrungen machen dürfen. Dazu gehört auch sich dem hormonellen Chaos in der Pubertät zu stellen, dazu gehört auch mal ein paar Tage zu hungern wenn er gerade was besseres vor hat - Gesundheit vorausgesetzt - dazu gehört auch sich mal zu prügeln. Kein Hund kann immer Friede, Freude, Eierkuchen mit der Umwelt spielen, machen wir doch auch nicht.

Was ich dir empfehlen würde - ganz unspezifisch: Klare Regeln, liebevolle Konsequenz beim durchsetzen und zwar immer und mehr Verständnis dafür, dass auch Hunde Aggressionen zeigen dürfen.

Und zum Thema Hormone: Wenn die Chips aufhören zu wirken, wirst du wieder genau die gleiche Situation wie vorher haben - dann hast du drei Möglichkeiten
- wieder chippen, und wieder chippen, und wieder chippen
- gleich ganz kastrieren
- die Zähne zusammen beißen und die Hunde erwachsen werden lassen.

Wenn du das dritte nicht willst, lass sie gleich kastrieren. Dann können sie isch in Ruhe daran gewöhnen, werden vielleicht irgendwann mal erwachsen - bei meiner Gassihündin hat es fast 4 Jahre gedauert bis sie geistig erwachsen war und selbst jetzt fällt sie noch manchmal in kindisches Verhalten - und haben nicht ständig dieses Auf und Ab mit den Chips. Finde ich zwar viel zu früh und fast unnötig aber das muss jeder selber wissen.

Lg Demona und sorry für den Roman
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Ich mach's mal kurz und knackig:

Du hast da das beste Beispiel Zuhause warum idR dringend davon abgeraten wird sich Geschwister ins Haus zu holen, wenn man nicht zu 100% weiß was man da tut.

Demona hat ja schon ganz viel erklärt, du solltest aber abgesehen von der Kastrationsproblematik nochmal ganz konkret bei deiner Trainerin fragen wie fit sie mit dem Thema Geschwister ist.
 
Nienor

Nienor

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Ich würde je nachdem die Kompetenz der Trainerin generell mal prüfen, denn das

Fini benimmt sich draußen oft mal daneben, pöbelt andere Hunde an und kriegt dann schiss wenn sie ankommen. Aber damit kann ich relativ gut.
sollte kein Trainer unkommentiert lassen, sofern er davon weiss (was eigentlich der Fall ist, wenn man nicht nur Einzelstunde auf abgelegenstem Gelände hat, wo einem niemalsnicht ein fremder Hund begegnet). Das ist Stress pur für den Hund und gehört daher relativ weit hoch auf die ToDo-Liste.

Vielleicht holst du dir auch einfach mal eine unparteiische Zweitmeinung eines anderen Trainers, der die Hunde noch nicht kennt und alles mit frischen Augen mal anschauen kann.
 
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