Katze und Kater vergesellschaften

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Kätchen89

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Hallo liebe Tierfreunde! :)


Vor 8 Tagen habe ich zu meiner 3 Jahre alten Katze einen 9 Monate alten Kater dazugeholt.

Charakter: die Katze ist eher ängstlich Fremden gegenüber, stur, eine kleine Diva aber sehr verschmust und verspielt. Der Kater ist ein offener Typ, leicht zugänglich, sehr sozial und kennt bereits Katzengesellschaft.
Der Neuzugang fühlte sich sofort wie zuhause, trotzdem habe ich die beiden für ein paar Tage mit einem Gitter separiert, sodass sie sich von der Ferne kennenlernen konnten. Jeder hatte ein Stockwerk im Haus zur Verfügung. Begleitet habe ich das ganze mit Spielen, Feliway und
gutem Zureden.
Sie haben sich beknurrt und angefaucht, bis ich schließlich erkennen konnte, dass die Katze dem Kater klargemacht hat, dass sie die Chefin ist. Das hat auch scheinbar er so akzeptiert. Nachdem diese Ordnung geklärt war, habe ich das Gitter geöffnet. Der Kater möchte unbedingt mit der Katze spielen und sucht laufend ihre Nähe. Er knurrt nicht und ist absolut nicht auf Kampf aus. Er attackiert sie auch nicht, sondern läuft nur zu ihr hin oder kuckt sie einfach nur an. Sie dreht jedesmal am Rad, wenn er zu ihr kommt. Fürchterliches Gekreische ist dann vorprogrammiert (aber nur von ihr)! Sie schreit dann ganz schrill. Sie klatscht ihm keine und von ihm geht auch absolut keine Aggression aus.
Meint ihr, dass das so richtig ist oder ob ich etwas falsch gemacht habe? Nachdem durch diesen dauernden Lärmpegel meine Nerven schon ein wenig flach liegen, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass dieses Gebrülle jemals ein Ende haben wird.
Was mir ein wenig Sorgen macht ist, dass sie sich manchmal anpieselt, wenn er aus dem Nichts auftaucht und sie erschreckt. Aber auch dann weist sie ihn wieder strikt in die Schranken. Wenn sie auf einem erhöhten Platz sitzt, hat sie leichtes Spiel. Wenn sie sich am Boden aufhält, dann flüchtet sie lieber unter die Couch und knurrt von dort weiter.
Bitte um Hilfe: Ich habe mich schon durch unzählige Seiten gepaukt, aber irgendwie steht überall etwas anderes! „Man soll sie monatelang separieren bis es hald einfach von selbst passt“, oder „sofort zusammenlassen und stark sein“. Ich habe mich für den Mittelweg entschieden, muss aber nochmal eine Charaktereigenschaft vom Anfang des Textes wiederholen: Sie ist eine Diva 😉
Was soll oder kann ich ändern?

Liebe Grüße,
Kätzchen
 
27.06.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Son-Gohan

Son-Gohan

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Ist der Kater kastriert?

Leider hast du da eine schlechte Kombi. Der Kater ist im besten Rüpelalter und der Altersunterschied zur Katze ist, finde ich, doch etwas zu groß. Der Kater will raufen und toben und kann es nicht.
Wo bei mir die Alarmglocken schrillen: dass deine Katze sogar unter sich macht. DAS geht mal gar nicht.
Bitte trenne sie also sofort. Wo hast du den Kater denn her?
Normal sollte man mit Gittertür arbeiten, denn ich vermute, deine Katze war 3 Jahre alleine? Dann hat sie keinerlei Sozialverhalten mehr.
 
S

Simpat

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Hallo herzlich willkommen hier im Forum 😊

Ich hoffe mal, dass beide Katzen bereits kastriert sind, oder?

Wie alt war deine Katze als sie bei dir eingezogen ist und wie lange hat sie jetzt allein bei dir gelebt? Weißt du etwas über ihre Sozialisierung als Kitten, ob sie lang genug bei der Katzenmutter und den Geschwistern bleiben durfte?

Falls sie als Kitten schlecht sozialisiert wurde und/oder jetzt jahrelang allein gehalten wurde, dann wäre eine langsame Zusammenführung vermutlich besser.

Vor allem, da muss ich Son-Gohan recht geben, der Kater kommt oder ist bereits jetzt gerade ins Flegelalter und wenn er dann keinen adäquaten Raufkumpanen hat, glaube ja nicht, dass deine Kätzin dann nach Katerart mit ihm raufen und balgen will, sind Probleme vorprogrammiert. Die meisten Kater wollen vor allem in den ersten Jahren raufen und balgen und sind im Umgang miteinander deutlich ruppiger und körperbetonter, die meisten Kätzinnen balgen aber nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und stehen später meist gar nicht mehr auf Raufereien. Aber es gibt auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde, am wichtigsten ist, dass die Tiere vom Wesen, Charakter und Temperament einander möglichst ähnlich sind. Ich rate daher meist eher zu gleichgeschlechtlichen Kombinationen.

Zu einer eher etwas zurückhaltenden Kätzin, hätte vermutlich eine bestens sozialisierte Kätzin im Alter von 2-4 Jahren, die nicht zu forsch ist, deutlich besser gepasst als so ein aufgedrehter Jungspund, der nichts als Flausen im Kopf hat.
 
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Gattara

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Hallo Kätchen. Ich habe eine sehr ähnliche Situation wie du, wusste leider vorher auch nicht so sehr bescheid...
Wie hat sich die Situation denn bei dir mittlerweile entwickelt?
 
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A-Fritz

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Hallo,
es gibt in dieser Situation kein Rezept , welches immer richtig wäre ,
du bist hier völlig auf Deine Intuition angewiesen .
Ich würde Ersteinmahl, am Anfang die Beiden nur unter Aufsicht zusammen lassen
und in der Nacht beide trennen .
Eine Zusammenführung ist meist immer mit Problemen verbunden ,
Je leichter sich die Tiere zurückziehen und bei Bedarf aus dem Weg gehen können ,
desto besser ist es .

Fritz.
 
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Gattara

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Danke dir für die Antwort. Meine "alte" Katze zieht sich oft zurück. Entweder im Keller oder sonst wo im Haus, wo der kleine noch nicht hin kann.
Sie ist sehr gestresst von seiner Präsenz und er ist halt ein Kind und springt viel rum, möchte alles haben, was sie hat... Und beide sind eifersüchtig.
Leider hab ich niemanden, der mich unterstützen kann. Und Wohnraum habe ich auch nur einen, halt mit Garten und Keller.
Es ist als hätte meine Katze ihr zu Hause verloren, es tut mir weh das mit anzusehen. Gibt es da trotzdem Hoffnung? Der kleine ist jetzt schon seit fast zwei Monaten da.
 
S

Simpat

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Danke dir für die Antwort. Meine "alte" Katze zieht sich oft zurück. Entweder im Keller oder sonst wo im Haus, wo der kleine noch nicht hin kann.
Sie ist sehr gestresst von seiner Präsenz und er ist halt ein Kind und springt viel rum, möchte alles haben, was sie hat... Und beide sind eifersüchtig.
Leider hab ich niemanden, der mich unterstützen kann. Und Wohnraum habe ich auch nur einen, halt mit Garten und Keller.
Es ist als hätte meine Katze ihr zu Hause verloren, es tut mir weh das mit anzusehen. Gibt es da trotzdem Hoffnung? Der kleine ist jetzt schon seit fast zwei Monaten da.
Wie groß ist denn der Altersunterschied zwischen deinen Katzen und wie gut passen sie vom Wesen, Charakter und Temperament zusammen?

Manchmal ist eine dritte Katze eine Lösung, die muss man aber sehr sorgfältig und mit Bedacht auswählen. Bis dahin bist du in der Pflicht dafür zu sorgen, dass der Jungspund mehrmals täglich richtig ausgelastet wird, damit er die Altkatze weniger bedrängt und du muss ihr zeigen, dass sie immer noch Nr. 1 ist. Sie braucht ganz viel Zuwendung und du könntest probieren, ihr Selbstbewusstsein durch Clickertraining zu verstärken.
 
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Gattara

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Wie bei Kätchen ist der Altersunterschied sehr groß, ca. 6 Jahre und vom Charakter her könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Sie (die Erstkatze, war früher eine Straßenkatze) ist ruhig und gemütlich, nicht übermäßig kuschelfreudig und eher Scheu , aber sucht normalerweise immer meine Nähe. Jetzt ist es so dass jedesmal wenn sie kommt, der kleine sofort angerannt kommt. Dann wird sie nervös, knurrt und geht weg.
Ich kann sie nur noch im Keller lange streicheln und mit ihr kuscheln.
Der"neue" kleine ist sehr verschmust hingegen und furchtlos und er ist halt klein. Verspielt und rastlos, wenn er seine 5 Minuten, bzw. eher Stunden.... hat.
Sie haben sich ab und zu schon auch mal fauchlos beschnuppert und sind auch neugierig aufeinander, die Schritte sind aber so klein, dass ich manchmal das Gefühl habe, das wird nix mehr.
 
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Gattara

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P. S. :
Ich hab ne Katzenklappe zum Garten und beide gehen rein und raus wie sie wollen.
 
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Gattara

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Eine dritte Katze kann ich mir vom Platz, vom Geld und von den Nerven nicht mehr leisten.
Spielmöglichkeiten hat er eigentlich, auch weil er ja draußen viel rumtoben kann, aber da kann ich sicherlich noch mehr für ihn tun.
Was ein clicker Training ist, weiß ich nicht. Wie kann man denn sowas lernen?
Der kleine will außerdem alles, was die Große auch hat, vom fressen bis zum Schlafplatz. Und obwohl ich jedesmal den kleinen an seinen Platz zurück hole, bin ich natürlich nicht immer da und sie weicht vor ihm zurück und er "gewinnt" sozusagen. Dann geht sie weg und mittlerweile fühl sie sich halt nicht mal mehr in ihrem ehemaligen safe space sicher, da er da immer wieder eindringt.
Wie gesagt kann sie in den Keller ausweichen und das tut sie auch. Wer ein Problem damit hat bin ich. Ich möchte natürlich nicht meine Katze verlieren, ich vermisse sie sehr.
 
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Simpat

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Der Altersunterschied ist natürlich deutlich zu groß, da hast du gleich 2 unzufriedene und wahrscheinlich mit der Zeit auch recht unglückliche Katzen dann. Eine überforderte Altkatze und einen gelangweilten, unterforderten Jungkater.

Da musst du für den Ausgleich sorgen. Wie gesagt, der Kleine muss ausreichend ausgepowert und beschäftigt werden, damit er die Altkatze mehr in Ruhe lässt und die Altkatze braucht Bestätigung, damit sie nicht weiter zurückgedrängt wird. Schade, dass du dich nicht im Vorfeld besser informiert hast und eine dritte Katze auch nicht möglich ist. Ich hoffe du hast genügend Zeit für mehrmals täglich kurze Spieleinheiten mit dem Kater und auch deine Altkatze darf nicht zu kurz kommen.

Clickertraining für Katzen schaust einfach mal im Internet, da gibt es jede Menge Videos zu dem Thema. Das Buch von Birga Dexel Clickertraining für Katzen kann ich wirklich empfehlen. Du solltest mit beiden Tieren clickern, mit ihm, damit er ausgepowert wird und auch geistig ausgelastet, außerdem kannst du ihn dann besser lenken und vielleicht sogar beibringen, dass er die Altkatze in Ruhe lassen soll und für die Altkatze wie gesagt, ist es gut um das Selbstvertrauen zu stärken, außerdem fördert es die Mensch-Tier-Bindung und das Vertrauen.

Ist der Jungkater zumindest schon kastriert und auch gut sozialisiert, also lang genug bei den Geschwistern und der Katzenmutter aufgewachsen?
 
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Vielen Dank für die schnelle Antwort und die vielen Informationen 🙏❤

Kastriert ist er noch nicht. Mein Tierarzt meinte, Frühkastration ist nicht gut für das Tier, da soll er mindestens 5-6 Monate alt sein.
Er war leider nur 10 Wochen alt und hätte noch gut viel länger bei seiner Familie bleiben sollen. Leider war die Vorbesitzerin mit den 4 Kitten im Haus überfordert und wollte den kleinen unbedingt abgeben.
Ich kann sie da auch gut verstehen...
Aber klar, das fehlt ihm schon. Ich seh ja, wie er raufen möchte, was er mit seinen Geschwisterchen immer gemacht hat.
Das macht er halt jetzt mit meiner Hand...🤪
Ich werd mir das mit dem clicker training jetzt mal näher anschauen. Ich hab trotzdem immer noch die Hoffnung, dass die beiden zueinander finden.
Und ich hoffe, ich schaffe es, die beiden dabei bestens zu unterstützen, so dass der ursprüngliche Gedanke, ihn als Bereicherung für alle bei uns zu haben, zur Wirklichkeit wird 🙏
 
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Gattara

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Nur mal aus Neugier, wie sollte denn dann die dritte Katze sein, um da einen Ausgleich rein zu bringen?
 
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Bitte niemals mit der Hand spielen!!
Jetzt ist es noch süß, später ist es nicht mehr witzig. Und ja, das sind mit unter so manche Gründe, warum Menschen ihre Tiere bei uns im Tierheim abgeben, weil die Katze, die Hände angreift.
Danke! Ich bin mir dessen bewusst und lass ihm Momente, wo er sich austoben kann. Dann werd ich mit meiner Hand weich und signalisiere ihm zärtlich, dass der "Spielkampf" vorbei ist und er fängt sofort an, auch weich zu werden, leckt die Hand ab und schmust.
Wenn das nicht so funktionieren würde, würde ich das nicht machen.
Aber vielen Dank fürs aufmerksam machen!
 
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Simpat

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Danke! Ich bin mir dessen bewusst und lass ihm Momente, wo er sich austoben kann. Dann werd ich mit meiner Hand weich und signalisiere ihm zärtlich, dass der "Spielkampf" vorbei ist und er fängt sofort an, auch weich zu werden, leckt die Hand ab und schmust.
Wenn das nicht so funktionieren würde, würde ich das nicht machen.
Aber vielen Dank fürs aufmerksam machen!
Mit der Hand spielen ist immer gefährlich, bei einem Kitten ist dass dann auch süß, aber wenn dann später mal ein ausgewachsener Kater mit 5 kg am Arm hängt, weil er keine Grenzen gesetzt bekommen hat, ist dass nicht mehr lustig und wenn der dann auch nur spielerisch in die Hand beißt, kann es ganz schön weh tun und auch zu Verletzungen führen. Natürlich sollst du ihn viel streicheln und beschmusen, aber immer sobald er auch nur ansatzweise anfängt Zähne und Krallen einzusetzen, solltest du sofort die Hand wegnehmen und ihn ignorieren, damit er lernt, dass er mit diesem Verhalten nicht bekommt was er will.

Nur mal aus Neugier, wie sollte denn dann die dritte Katze sein, um da einen Ausgleich rein zu bringen?
Dazu müsstest du noch etwas mehr von deinen Katzen erzählen, damit man sich ein besseres Bild machen kann. Wie alt war deine erste Katze beim Einzug, weiß man etwas über ihre Sozialisierung als Kitten? Wie alt war der kleine Kater beim Einzug und wie lange durfte er bei der Katzenmutter und den Geschwistern bleiben? Wie ist das Temperament und das Wesen der beiden?

Die dritte Katze sollte noch ziemlich jung und verspielt sein, nicht zu wild aber dem Jungkater als Raufkumpane zur Verfügung stehen, daher tendiere ich eher zu einem zweiten jungen Kater. Aber erst mal müsste man noch etwas mehr über deine beiden Katzen wissen.

Dann müsste man auch noch mehr über die Räumlichkeiten wissen, welche den Katzen zur Verfügung stehen. Kannst du für genügend Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten sorgen, können sich die Katzen auch gut aus dem Weg gehen? Wie sieht es mit katzengerechter Einrichtung und Spielzeug aus: Kratz- und Klettermöglichkeiten, Catwalks, Ruheflächen, erhöhte Aussichtsplätze - wie viele Kratzbäume gibt es und wo stehen diese, Spielzeug zur Selbstbeschäftigung, wie oft und wie lange beschäftigst du dich mit den Tieren usw. ........

Ganz wichtig ist auch, da deine Altkatze so wie du sie beschreibst ja eher flüchtet und nicht selbstbewusst genug ist, sich ihm entgegenzustellen, dass du daran arbeitest und auf keinen Fall darf es dazu kommen, dass sich die beiden Kater dann gegen die Kätzin verbünden und die gemeinsam jagen.

Ziel ist es dass sich die beiden Kater dann auch viel miteinander beschäftigen und da sie einander haben, es respektieren, wenn die Altkatze eher ihre Ruhe haben will. Es ersetzt aber nicht, dass du da täglich gefordert bist, sich mit den Tieren ausreichend zu beschäftigen, damit keine Langweile und Unterforderung aufkommt, dass sind nämlich in vielen Fällen die Hauptauslöser wenn Mobbing entsteht. Wenn man sich Jungtiere ins Haus holt, sollte man sich bewusst sein, dass das richtige Energiebündel sind, die brauchen genügend Abwechslung und Beschäftigung, damit man ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken kann.
 
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Gattara

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Okay, das hört sich für mich nicht nach einer guten Alternative an. Wie schon gesagt hab ich nicht so viel Platz und wie du auch schon gesagt hast, hat meine Katze schon mit einem Wilden ihre Schwierigkeiten, da wär mir das Risiko viel zu groß, noch einen rein zu holen.
Ich werde mich jetzt erstmal mit dem Clickertraining auseinandersetzen, um zu sehen, ob ich damit die beiden besser unterstützen kann.
Und das mit der Hand, da habe ich wie gesagt meine eigene Methode, dem kleinen zu signalisieren, dass das nicht gewünscht ist und das funktioniert. Werde dann eben gar kein Spiel mehr zulassen 😉🙏.
Ich danke euch nochmal vielmals für die hilfreichen Tipps!
 
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Simpat

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Den Satz mit der Altersangabe habe ich anscheinend überlesen, du schreibst er war erst 10 Wochen alt beim Einzug, dann ist es natürlich noch ungünstiger, weil er nicht ausreichend von der Katzenmutter erzogen worden ist, er hat noch nicht genügend Respekt vor erwachsenen Tieren gelernt und nicht ausreichend Grenzen und Frustration kennengelernt hat. Katzenmütter sind nämlich nicht nur sehr fürsorglich, sie sind können auch sehr streng sein.

Wie lange war deine Katze jetzt allein bei dir? Was weiß man über ihre Sozialisierung?

Wenn deine Altkatze auch schlecht sozialisiert ist und/oder jetzt längere Zeit in Einzelhaltung bei dir gelebt hat, dann brauchst du dich nicht wundern. Zwei schlecht sozialisierte Tiere einfach so zusammenzusetzen, geht meistens nach hinten los. Je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein. Diese Problematik kommt dann noch zu dem großen Altersunterschied hinzu und auch die Geschlechterkonstellation ist ungünstig gewählt, daher kam auch meine Empfehlung über eine dritte Katze, einen weiteren Kater nachzudenken. Die meisten Kater, besonders in jüngeren Jahren, wollen nach Katerart raufen und balgen und sind im Umgang miteinander deutlich körperbetonter und ruppiger als Kätzinnen. Die meisten Kätzinnen hingegen raufen und balgen meist nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und stehen danach meist gar nicht mehr auf solche Balgereien, sondern bevorzugen eher Jagdspiele. Natürlich gibt es auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde, aber dass scheint mir hier nicht der Fall zu sein.

In deinem Fall wäre eine nicht dominante Kätzin, die gut mit anderen Kätzinnen kann, 4-7 Jahre alt, bestens sozialisiert und deiner Katze im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich, die eindeutig bessere Wahl gewesen. Es wäre auch ein Kater mit 5-7 Jahren eine Option gewesen, vorausgesetzt der kann gut mit Kätzinnen und ist nicht mehr so rauflustig wie die meisten jungen Kater und auf jeden Fall wäre eine langsame Zusammenführung besser gewesen. Auch zwei gut sozialisierte Kitten wären eine gute Option gewesen.

Falls der kleine Kater anfängt deine Katze regelmässig zu jagen oder sie nur noch vor ihm flüchtet usw. Dann solltest du versuchen einen Break reinzubringen und die Tiere erstmal wieder für 1-2 Wochen strikt zu trennen und anschließend mit einer langsamen Zusammenführung mittels Gittertür, es noch einmal zu versuchen.
 
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Gattara

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Ja, ist alles ziemlich ungünstig. Die erste Katze war wie gesagt eine Straßenkatze und ist mir in Rom, als ich dort gelebt habe zugelaufen. Sie war klein, aber kein Baby, hatte ihr Alter auf ca. 6 Monate geschätzt, aber who knows? ...
Dementsprechend weiß ich auch nicht, was vorher war, kann mir aber gut vorstellen, dass sie vorher in keinem Haushalt gelebt hat.
Ich wollte damals eigentlich gar keine Katze, aber nachdem ich mich um sie gekümmert hatte (sie sah echt verwildert aus, abgemagert und voller Flöhe) ist sie mir nicht mehr von der Seite gewichen und hat mein Herz erobert...
Das ist 6 Jahre her und zwischenzeitlich hatten wir Konstellationen von Wohngemeinschaften mit Hunden und anderen Katzen. Die sind dann zwar niemals Freunde geworden, aber die gehörten auch nicht direkt zu mir und mein Einfluss auf die Sozialisierung war demnach eingeschränkt.
Aktuell wohnt in dem Haus eine weitere Kätzin. Auch hier hat sich bisher keine Freundschaft entwickelt. Die Reviere der beiden sind klar gesteckt und sie respektieren diese.
Also ja, die Situation ist alles andere als optimal, dennoch werde ich alles mögliche tun, um das Leben der beiden schön und liebevoll zu gestalten.
Für ein "hätte ich dies oder jenes gemacht oder nicht gemacht" ist es leider zu spät und das bringt mich jetzt nicht weiter.
Dritte Katze ist nicht drin, Clickertraining, viel Liebe, viel Geduld und Verständnis für jedermanns Bedürfnisse auf jeden Fall.
 
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Gattara

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Den Satz mit der Altersangabe habe ich anscheinend überlesen, du schreibst er war erst 10 Wochen alt beim Einzug, dann ist es natürlich noch ungünstiger, weil er nicht ausreichend von der Katzenmutter erzogen worden ist, er hat noch nicht genügend Respekt vor erwachsenen Tieren gelernt und nicht ausreichend Grenzen und Frustration kennengelernt hat. Katzenmütter sind nämlich nicht nur sehr fürsorglich, sie sind können auch sehr streng sein.

Wie lange war deine Katze jetzt allein bei dir? Was weiß man über ihre Sozialisierung?

Wenn deine Altkatze auch schlecht sozialisiert ist und/oder jetzt längere Zeit in Einzelhaltung bei dir gelebt hat, dann brauchst du dich nicht wundern. Zwei schlecht sozialisierte Tiere einfach so zusammenzusetzen, geht meistens nach hinten los. Je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein. Diese Problematik kommt dann noch zu dem großen Altersunterschied hinzu und auch die Geschlechterkonstellation ist ungünstig gewählt, daher kam auch meine Empfehlung über eine dritte Katze, einen weiteren Kater nachzudenken. Die meisten Kater, besonders in jüngeren Jahren, wollen nach Katerart raufen und balgen und sind im Umgang miteinander deutlich körperbetonter und ruppiger als Kätzinnen. Die meisten Kätzinnen hingegen raufen und balgen meist nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und stehen danach meist gar nicht mehr auf solche Balgereien, sondern bevorzugen eher Jagdspiele. Natürlich gibt es auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde, aber dass scheint mir hier nicht der Fall zu sein.

In deinem Fall wäre eine nicht dominante Kätzin, die gut mit anderen Kätzinnen kann, 4-7 Jahre alt, bestens sozialisiert und deiner Katze im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich, die eindeutig bessere Wahl gewesen. Es wäre auch ein Kater mit 5-7 Jahren eine Option gewesen, vorausgesetzt der kann gut mit Kätzinnen und ist nicht mehr so rauflustig wie die meisten jungen Kater und auf jeden Fall wäre eine langsame Zusammenführung besser gewesen. Auch zwei gut sozialisierte Kitten wären eine gute Option gewesen.

Falls der kleine Kater anfängt deine Katze regelmässig zu jagen oder sie nur noch vor ihm flüchtet usw. Dann solltest du versuchen einen Break reinzubringen und die Tiere erstmal wieder für 1-2 Wochen strikt zu trennen und anschließend mit einer langsamen Zusammenführung mittels Gittertür, es noch einmal zu versuchen.
Irgendwie hab ich den zweiten Teil der Antwort übersehen...
Und ich hoffe, das liest jemand, der noch über die Anschaffung einer Zweitkatze nachdenkt!
Das mit dem Trennen ist auf jeden Fall noch eine gute Idee, weiß zwar nicht, wie ich das umsetzen könnte, aber im Notfall würd ich da nen weg finden. Ich hoffe aber, dass es nicht so weit kommt. Ich kann mir außerdem vorstellen, dass sich die Kastration positiv auswirkt.
Hab mir jetzt erstmal das Buch bestellt.
 
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