Eltern zum eigenen Pferd überreden

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Mochachamo

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Hallo;
Ich möchte mir hier im Forum einen Rat holen. Nämlich ist es mein größter Wunsch , ein eigenes Pony / Kleinpferd zu „bekommen“.
Ich bin ( erst ) 15 Jahre alt, was natürlich Probleme bezüglich Kostenaufbringung, etc. mit sich bringt.

Ich reite seit ich sechs Jahre alt bin , also seit insgesamt 9 Jahren , auf einem sicherem E/A – Niveau
Seit einiger Zeit möchte ich meine Eltern vom eigenen Pferd überzeugen. Wir wohnen in einem Ort , in dessen Umgebung wir über 20 Ställe , von Dressur – ,über Spring –, Turnier –, Freizeit –, und Westernreitställen ,das Einstellen wäre also kein Problem. Einer der Ställe wäre sogar absolut perfekt : Ausreitgelände , Halle , Platz mit Equipment, Longierzirkel / Roundpen, schönen, hellen und luftigen Boxen , es gäbe auch Paddockboxen und große Weideflächen zur Verfügung. Artgerecht Unterbringung ist mir nämlich suuuuuper wichtig ! ( Reitlehrer vor Ort )

Ich kenne mich sehr gut mit Pferden aus und weiß weiß Gott , wie uunheimlich viel Verantwortung ein solches eigenes Tier mit sich bringt. Und natürlich ist ein eigenes Pferd ja auch sehr, sehr zeitaufwendig.
Ich gehe in die 9. klasse eines Gymnasiums und bin auch keine so schlechte Schülerin ( Einsen, zweien, und eventuell mal ne drei ... letztes Jahr war ich auch Klassenbeste – aber natürlich habe ich auch Angst , dass ich
dann vielleicht schlechter werde , weil meine Gedanken schon im Stall sind. Doch eig. kann ich mich ganz gut neu fokussieren und mich auf die zu lernenden Aufgaben konzentrieren. Und ich glaube eher , dass ich momentan unkonzentrierter bin als sonst aufgrund dessen , dass ich jetzt die ganze Zeit daran denke , wie ich überzeugend sein könnte. )


Unterricht habe ich höchstens bis 15:15 Uhr und der Stall wäre mit dem Bus ( der selbe , den ich auch zur Schule hin nehme ) leicht zu erreichen , an Feiertagen ,Sonntagen, etc. müsste dann allerdings gefahren werden. Das wäre allerdings immer noch weniger als in der jetzigen Situation, in welcher meine Eltern mich ein mal in der Woche zur reitstunde fahren und noch zwei / oder drei mal ( variierend ) zu meiner reitbeteiligung fahren. ( da fährt kein Bus hin ...)
Meine Großeltern leben in derselben Stadt und mein Opa fährt mich auch manchmal zum Stall. Das wäre also eine Notlösung , auf die man zurückgreifen könnte.
Mit dem Fahrrad ginge es theoretisch auch mal ( es sind allerdings ca. 40 min durch den Wald ) Zu Auto nur 7 min. Nur Not würde ich sogar den Mofaführerschein machen und mit so einer furchtbaren Knatterkiste zum Stall fahren. Aber man muss dann neunmal Opfer bringen.

Das Thema habe ich bis jetzt auch nur einmal angesprochen , um meine Eltern damit nicht zu nerven. Ich habe Ihnen eine ausgearbeitete Liste mit Pflichten, wichtigen Fakten, Kosten, Unterbringung , Zeitaufwand, Fütterung, Pflege, etc. Etc. Etc. vorgelegt und alles erklärt.

Vom Finanziellen her wäre es kein Problem , Ausrüstung und Extras , wie mal eine schöne Schabracke kann ich selber zahlen. Okay, den Sattel weniger, aber ich kann etwas dazugeben.

Ob meine Eltern etwas mit Pferden am Hut haben?
– naja,... mein Vater weiß noch, wo sich der Schweif befindet, und was ein Halfter ist ,aber sonst...
– meine Mutter ist früher auch geritten, ist aber genau deshalb die härtere Nuss zu knacken, sie hat sich als sie ca. in meinem Alter war, etwas jünger, auch unbedingt ein eigenes Pferd gewünscht, aber es ging damals einfach nicht,weil vermutlich nicht begnüg Geld da war, und ihre Eltern sie einfach nicht verstanden haben. Allerdings hat sich bei ihr nach einigen Jahren gezeigt, dass es bei ihr nur eine Phase war...
nun denkt sie also , es ist bei mir genauso. Aber so ist es nicht!!! Ich verbringe seit neun Jahren , seit ich begonnen habe, meine Zeit am liebsten bei den Pferden ! Ich muss nur einen Stall , oder irgendwelche Weideflächen , ja sogar nur einen Zaun, der zur Koppel gehören könnte , sehen , und mein Herz schlägt höher und schneller !!!!!!!!!!

Eine Strategie wäre es also zuerst meinen Vaters auf meine Seite zu ziehen. Am Besten , wenn sie beide gut gelaunt sind , am Feierabend ?🤔

Als nächste Initiative habe ich ein nun insgesamt 35 minütiges Video gedreht und geschnitten als Einblick in den Stallalltag.
Ich würde gerne appundzu auf ein Turnier fahren ( mein Vater hat einen Hängerführerschein , das wäre also auch kein Problem / Zugauto Allrad 😏 ) Ich möchte ja auch nicht so gut wie jedes Wochenende auf ein Turnier fahren , allerdings vielleicht einmal an Lehrgängen oder Kursen teilnehmen. Oder auch einfach mal bei einem Orientierungsritt mitreiten.

Ach : eine gute Klinik ist bei uns in der Nähe

Jetzt habe ich ganz schön viel geschrieben, doch ich hoffe sehr, dass ich eventuell Rückmeldungen, oder Ratschläge von denjenigen, die vielleicht ihre Eltern schon überzeugt haben oder die einfach einen guten Tipp für mich haben.
Eine andere Möglichkeit wäre es natürlich auch, ein Pferd zur Verfügung anzunehmen. Es gibt ja genug Privatbesitzer, die nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung haben, oder auf ein Grosspferd umsteigen , sich aber nicht vollständig von ihrem alten Pony trennen möchten.
Ich würde auf jeden Fall ein gut ausgebildetes leer Pony für mich suchen, um mich weiter zu bilden , denn ich möchte ja auch dazulernen. :)


Lg
 
29.06.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
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Mochachamo

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Was ich gar nicht mehr erwähnt habe ist auch, dass es schwieriger ist meine Mutter zu überzeugen, weil mein Vater und ich uns vor einigen Jahren dafür eingesetzt haben , einen kleinen schwarz-weißen Welpen aus dem Tierheim zu retten. Natürlich hat sie schließlich ja gesagt, sonst hätten wir es ja nie gemacht, aber so richtig für einen Hund war sie nie. Doch sie liebt unseren Charly heute sehr !!!
 
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Mochachamo

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Soll ich Ihnen das Video zeigen????
 
Puffelchen73

Puffelchen73

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Hallo,
ich muss gestehen, ich weiß über Pferde auch nur, dass da vorne ist wo es wiehert, aber ich möchte dir trotzdem antworten.
Ein Tier zu adoptieren ist eine große Verantwortung, egal ob groß oder klein. Ich schreibe mit Absicht "adoptieren" und nicht "anschaffen" denn ein Tier ist ein empfindsames Lebewesen mit zahlreichen Bedürfnissen, die es aufgrund der Umstände, nämlich dass es nicht in freier Wildbahn lebt, nicht selbst befriedigen kann. Es ist also vollständig auf seinen Menschen angewiesen!
Ich finde es sehr gut, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast. Du beschäftigst dich sehr ernsthaft mit dem Thema. Dennoch sind für mich noch ein paar Fragen offen. Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie dein Zeitplan nach der Schulzeit aussehen wird? Ich weiß nicht, welche Pläne du für deine Zukunft hast, aber da Pferde Gott sei Dank ein langes Leben haben, musst du dies in deine Planung mit einbeziehen. Wenn du so eine gute Schülerin bist, möchtest du sicher erstmal dein Abitur machen, was auch mit Pferd machbar sein sollte. Aber was ist dann? Vielleicht möchtest du studieren und die nächste Uni liegt weiter entfernt? Oder um einen Job, der dir Spaß macht und dich erfüllt, zu erlernen musst du umziehen? Vielleicht gehört zu deinem Job auch Schichtarbeit oder unflexible Arbeitszeiten. Und was ist, wenn die Liebe mit ins Spiel kommt? 😉
Dies bitte ich dich alles genau zu überdenken!
Ich würde es gut finden, wenn du diese Überlegungen dann auch ausführlich mit deinen Eltern besprichst. Setzt euch drei zusammen und redet offen und sachlich darüber. Legt dabei eine Pro und Contra-Liste an. Deine Eltern werden bestimmt zu würdigen wissen, wenn sie sehen das du dich so erwachsen mit dem Thema auseinandersetzt.
Ich persönlich finde deine Idee mit dem Pflegepferd sehr gut! Es würde dir zwar nicht gehören, aber du könntest zeigen das du die Verantwortung stemmen kannst und wärest trotzdem flexibel für deine eigene Zukunft zu sorgen, ohne dass das Pferd oder du darunter leiden müsste.
Wenn du dann später weißt, wohin dein Lebensweg dich führt kannst du dir immer noch ein eigenes Pferd kaufen (oder das Pflegepferd ganz übernehmen). Und für deine Eltern gibt es auch kein besseres Argument als das sie sehen wie du die Sache managst. 😉

Entschuldige die lange Antwort. Ich hoffe sie hilft dir ein bisschen.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Ich habe mein Pferd während meiner Ausbildung im 2. Lehrjahr übernommen, anfangs auch mit Hilfe meiner Eltern, ab dem 3. Lehrjahr allein.
Ich sage dir aus meiner Erfahrung, warte bis du deine Ausbildung/Studium beendet hast. Ich dachte mir auch "ach das schaffst du schon" aber die Realität ist wirklich heftig. In der Zeit wo ich für mein Staatsexamen lernen musste war ich max. 1x pro Woche am Stall, mehr war einfach nicht möglich da ich Vollzeit im Schichtdienst gearbeitet habe und nebenbei für das Staatsexamen büffeln musste, da blieb einfach keine Zeit. Nach meinem Examen war es deutlich entspannter, meine Zukunft bzw meine Arbeitssituation war klar und ich konnte viel besser planen.
Darüber hinaus unterschätzt du die Kosten wahrscheinlich noch weil du noch keine richtige Vorstellung haben kannst was das Leben so kostet. Neben Miete/Abtrag für Haus/Wohnung, Strom, Wasser usw kommt noch Kosten fürs Auto (Versicherung, Steuern, Benzin, Werkstatt) und deine Eltern haben bestimmt auch das eine oder andere Hobby. Ein Pferd kostet nicht nur Stallmiete, die bei deiner Stallwahl recht teuer sein dürfte, sondern es kommt noch Versicherung, Hufschmied, Tierarzt, Futter, Osteopathie usw. Wenn das Pferd mal krank wird kommen die richtig großen Summen. Als Beispiel: mein Pferd wurde letzten Herbst das erste Mal sehr schwer krank und wäre sogar fast gestorben. Heute sind wir immer noch in Therapie und es kommen immer wieder neue Baustellen. Seit Beginn bis jetzt habe ich ca 3500-4000€ ausgeben müssen damit es ihm wieder gut geht.
Falls deinem Pferd sowas passiert hast du ja nicht genug um solche Summen zu tragen, das fällt auf deine Eltern zurück und die haben vielleicht auch einfach keine Lust ihr hart erarbeitetes Geld für dein Pferd auszugeben.
Was passiert mit deinem Pferd wenn du eine Ausbildung oder ein Studium in einer anderen Stadt beginnst? Wer finanziert das alles in dieser Zeit?

Ich verstehe deinen Wunsch, ich hatte ihn auch seit ich denken kann aber ich finde eine Jugendliche kann so eine große Aufgabe noch nicht stämmen. Nimm lieber weiterhin Unterricht und versuch weiterzukommen und überleg dir wo deine Prioritäten im Sport liegen, genieß die Zeit mit deinen Reitbeteiligungen und wenn du mit allem durch bist und auf eigenen Füßen stehst such dir ein Pferd was gut zu dir und deinen Zielen passt.
 
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