Gute Ratschläge/Erfahrungen benötigt - Katze OP Kreuzband/Knie/Hüfte

Diskutiere Gute Ratschläge/Erfahrungen benötigt - Katze OP Kreuzband/Knie/Hüfte im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo meine Lieben, ich bräuchte ganz dringend ein offenes Ohr/gute Ratschläge/ Erfahrungsberichte von euch, da ich momentan ziemlich am...
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Lina_h

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Hallo meine Lieben,
ich bräuchte ganz dringend ein offenes Ohr/gute Ratschläge/ Erfahrungsberichte von euch, da ich momentan ziemlich am Verzweifeln bin. Hoffe, es gibt hier jemanden, der Zeit hat, sich meinen Kummer anzuhören.
Hier mein aktuelles Problem/meine Sorge:
Es geht um meine sechs Jahre alte Katze (BKH), die gesundheitlich immer top fit war. Im Gegensatz zu meinen anderen beiden Katern ist sie eher ruhig, schläft gerne und viel und ist oft auch mal etwas kratzbürstig, wenn ihr etwas nicht passt. Ihr wisst ja, wie das ist - trotzdem liebt man seine Kitty von ganzem Herzen. Nun ist sie leider mein kleines Sorgenkind, das mir schlaflose Nächte bereitet. Vor fünfeinhalb Wochen kam ich nach einem einstündigen Einkauf nach Hause - sie konnte auf dem linken Hinterfuß nicht mehr auftreten, hat geschrien vor Schmerzen, war aggressiv. Bin sofort in die Nottierklinik gefahren, wo man sie erst einmal stationär aufgenommen hat, da man nicht einmal die Box öffnen konnte, so randaliert hat sie. Leider muss ich dazu sagen, dass es nicht nur an den Schmerzen lag, da sie seit ihrer Sterilisation vor vier Jahren zu einem kleinen Monsterchen mutiert, sobald sie die böse Transportbox sieht. Man kann sie dadurch auch nie auch nur harmlos beim TA untersuchen lassen, da sie sofort zum Angriff übergeht, was ihre Ängste auslösen. (Vielleicht ist bei dem anderen TA von damals jemand gemein zu ihr gewesen, wer weiß)
Diagnose: Kreuzbandriss - der Auslöser für die Schmerzen und das plötzliche Lahmen. Soweit so gut. Des Weiteren wurde jedoch auch festgestellt, dass sie ganz schlechte Hüften hat (rechts und links) und das die Kniescheibe am linken Bein mit dem Kreuzbandriss zusätzlich luxiert, sprich sie rutscht raus und wieder rein, wodurch sie ebenfalls Probleme beim Gehen hatte. Alles in allem meinte die Chirurgin, hat sie also ein ziemlich großes Problem mit dem gesamten linken Hinterlauf.
Ihr Vorschlag war, sie zu operieren. Habe ich sofort gemacht, da musste ich gar nicht drüber nachdenken. Sie hat in der OP das Kreuzband wiederhergestellt, wodurch auch das Knie stabilisiert sein sollte, sodass die Kniescheibe nicht mehr rausspringen dürfte. Soweit so gut. Die Hüfte (links ist ebenfalls am schlimmsten) meinte sie, könnte früher oder später ebenfalls luxieren, was bedeutet, dass eine weitere OP auf mich zukommen könnte, wo der Hüftkopf entfernt werden müsste. Die OP werde schwerwiegender. Beim rechten Hüftkopf sieht es zwar auch nicht gut aus, aber wesentlich besser als beim linken. Die Ärztin hat mir eine Goldimplantation empfohlen, sozusagen vorbeugend. Die Goldstäbchen sollen Entzündungen im Gelenk hemmen und auf die Dauer Schmerzen lidern, da die Maus durch die schlechten Hüften
permanent Rückenschmerzen hätte. Auch dazu habe ich sofort zugestimmt.
Ergebnis: OP verlief gut. Narkosen plus Blutatteste samt Kreuzband- und Goldimplantations-OP: 1500.- Nun war Käfighaltung zur Ruhigstellung angesagt. Kätzchen hat die paar Tage in der Klinik mehr oder weniger gut überstanden (schön war es sicher nicht für sie) und freute sich wieder zu Hause zu sein. Habe eine große Hundetransportbox gekauft, wo sie zehn Mal reinpasst, da mir das netter erschien als ein Hasenkäfig. Mit Handtüchern, Decken, Futter, Wasser und Klo ausgestattet. Natürlich gab es stündlich Streicheleinheiten - Gott sei Dank arbeite ich von zu Hause aus und konnte mich gut um sie kümmern. Die ersten zwei - drei Wochen nach der OP schien alles super zu sein. Sie konnte gehen, schien keine Schmerzen zu haben, wollte raus aus dem Käfig. (Abgesehen von dem ständigen Miauen, den Versuchen, auszubrechen, der Tatsache, dass sie sich den Trichter und den Verband irgendwie abgemacht hat usw. war sie relativ brav :p Habe selber neu bandagiert und auch selbst die Nähte gezogen, um ihr einen weiteren Besuch beim Arzt zu sparen :) Die TA meinte, sie dürfte nun in der Wohnung herumlaufen, aber nicht springen. Also Wohnung umgekrempelt, ein Zimmer für sie hergerichtet und die Kater in einen anderen Raum gegeben, damit sie ihr Ruhe gönnen (leider versteht sie sich mit einem der beiden eher schlecht, wollte einen Kampf vermeiden, da sie aggressiv auf ihn reagierte)
Dann der erste Rückschlag: Operiertes Bein knickte sobald sie sich richtig bewegt hat weg, zitterte, konnte nicht richtig belastet werden. Habe es sofort gemerkt, da sie sich auch immer anders hingelegt hat, als hätte sie plötzlich Schmerzen. Wieder in die Klinik gefahren.
Diagnose: Immer noch springt die Kniescheibe raus, die Kreuzbandwiederherstellung hat diesbezüglich nichts gebracht. Ärztin sagte sofort, man müsste wieder operieren, aber erst in zwei Wochen, damit sechs Wochen nach der ersten OP vergangen sind. Na gut, dachte ich mir. Schon wieder eine Narkose (die dritte wohlgemerkt, da man sie zum ersten Röntgen narkotisieren musste, weil sie aggressiv war), und wieder wochenlange Boxhaltung, was für sie sicher nicht angenehm ist. Ganz abgesehen von dem Stress in der Klinik, den Schmerzen nach der OP usw.
Nächster Rückschlag die Woche darauf (also letzte Woche): Plötzlich kann sie mit dem rechten (bislang gesunden!) Bein nicht mehr aufsteigen. Weder belasten noch sieht es normal aus. Dachte, die Hüfte wäre luxiert, da das Bein unnatürlich nach außen gebogen war und sie sichtlich große Schmerzen hatte. Habe sie sofort etwas gegen die Schmerzen gegeben und bin erneut in die Klinik gefahren. (Ja, ich war echt oft dort …)
Schockdiagnose: Nun auch beim rechten Bein Knie luxiert, also die Scheibe springt raus. Bei diesem jedoch renkt sie sich scheinbar kaum noch von selbst wieder ein, da sie WIRKLICH nicht gehen kann und dadurch nur noch liegt und miaut :( Ich dachte mir, das wäre ein übler Scherz. Wie konnte das ohne zu springen, sich viel zu bewegen passieren? Die Katze lag in der großen Box. Ärztin meinte daraufhin, es sei eben ein Sammelproblem. Ihre Hüften wären so schlecht, ihre Beine würden nicht mitmachen. Ihre Lösung - noch eine OP.
ALSO; 3 Operationen hintereinander!!! Da das rechte bislang gesunde Bein plötzlich so akut ist, möchte sie nun dieses statt dem linken nächste Woche operieren. Wieder paar Wochen verheilen lassen, sie in die Box sperren, und dann sofort das linke noch einmal operieren, woraufhin der ganze Mist von vorne losgeht. Im Endeffekt wäre mein Baby dann über vier Monate lang in eine Box gesperrt, auf Hilfe angewiesen und todunglücklich (wie auch nicht?). Die Knieoperationen sind zusätzlicher massiver als die Kreuzband-OP, meinte sie. Genesung dauert lang. Ganz zu schweigen davon, dass man nicht garantieren kann, dass die Knieoperationen tatsächlich erfolgreich sind. Habe viel darüber gelesen und auch die Ärztin meinte, sicher sagen könnte sie es nicht, ob danach endlich alles problemlos und schmerzfrei für sie abläuft. Nicht zu vergessen, dass sie nach all den Monaten und den vielen OPs immer noch zwei Hüftgelenke hätte, die jederzeit auch operiert werden könnten müssen, falls eines davon rausspringt, was aktuell links sehr danach aussieht.
Zum aktuellen Stand: Bin nun wieder mit meiner Maus zu Hause, sie ist sehr böse, mag sich nicht angreifen lassen, hat Schmerzen. Sie muss jetzt noch hier sechs Tage lang auf ihre OP warten. Gäbe keine freien Termine davor und sie sollte sechs Wochen zwischen ihrer ersten und zweiten OP vergehen lassen. Nun gut. Dass meine Kleine also wenig begeistert von ihrem jetzigen Leben ist, ist für mich verständlich, so auch, dass sie von Tag zu Tag launischer wird, was leider mir auch sehr an die Nieren geht. Ich tue mein Bestmöglichstes, um ihr zu helfen, würde alles in Kauf nehmen, damit sie keine Schmerzen hat, aber leider sind mir die Hände gebunden. Kann nur hoffen, viel streicheln, Leckeries geben … :/
Über die Kosten der Operationen müssen wir nicht sprechen. Darum geht es nicht und wird es auch nie gehen. Für mich ist vollkommen verständlich, dass man eine Verantwortung trägt, wenn man sich ein Haustier nimmt, und diese trage ich auch gerne - samt allen Kosten. Glücklicherweise stellt Finanzielles kein Problem dar. Ich nehme auch in Kauf, dass meine Arbeit sehr darunter leidet, dass ich an die Wohnung gekettet bin, da ich sie nicht mit gutem Gewissen alleine lassen kann und möchte, zumindest nicht länger als für einen schnellen Einkauf etc.
NUN ABER MEINE FRAGE AN EUCH, nachdem einige Bekannte von mir ihre Bedenken geäußert haben: Soll ich das wirklich durchziehen, ohne zu wissen, wie leidvoll der Weg bis zur Genesung für sie wird? Leidet sie unter all den OPs, dem Stress, den Schmerzen und der monatelangen Käfighaltung nicht zu viel? Kann man einem kleinen Tier überhaupt so etwas zumuten? Sie versteht es ja nicht. Bei Menschen ist das nun mal anders. Meine Bekannten waren schockiert, als sie davon hörten, dass sie drei Mal in Folge operiert werden solle, wodurch sie monatelang kein richtiges Leben führen kann - zumindest ein sehr, sehr frustrierendes - und danach nicht einmal feststeht, dass es ihr dann gutgehen wird? Was, wenn dann auch die Hüften schlapp machen? Es sieht schlecht aus. Was, wenn eine der Knie-OPs nicht den gewollten Erfolg erzielt, was durchaus möglich wäre? Ein viertes und fünftes Mal operieren? Die arme Maus ist dann ja bis zum nächsten Jahr oder länger in eine blöde Box gesperrt und hat Schmerzen und Kummer. Sie Schmerzen traumatisieren sie ja jetzt schon.
Ich möchte wirklich nicht, dass sie mehr leidet als notwendig. Ich hoffe, ihr versteht mich nicht falsch, und könnt nachvollziehen, wie verzweifelt ich gerade bin. Wie in Tierkliniken nun mal so üblich, sagen die natürlich immer "ja,ja operieren", weil es ihnen Geld einbringt. Habe schon sehr viele und traurige solcher Geschichten gehört. Und ich fühle mich dort auch nicht gut aufgehoben, da ich bei Notfällen oft niemanden erreichen kann, nicht zurückgerufen werde, manche Fragen nicht beantwortet bekomme etc. Dachte, ich hole mir vielleicht eine zweite Meinung ein, aber dann müsste ich die Röntgenbilder anffordern und die Klinik wüsste, dass ich woanders hingehen möchte. Habe Angst, dass sie uns dann noch "mieser" behandeln. Außerdem ist meine kleine Maus leider ein ziemliches Biest und möchte ihr den Stress ersparen, sie wieder ins Auto zu packen und eventuell mit einem Sedativum oder so ruhigstellen lassen zu müssen, um sie zu untersuchen und röntgen. Glaube nicht, dass das gesund ist, so oft zu narkotisieren, ruhig zu stellen etc.
Also Leute, würde mich freuen, wenn ihr euren Senf dazu abgebt. Ich gehe dann mal zu der Kleinen, die schon wieder in ihrer Box miaut und um ihr Klotschi hinkt :(
Danke fürs Lesen!!! Sorry, dass der Text lange ist :O
 
09.07.2019
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Shiria

Shiria

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Hallo,

da habt ihr ja schon einen ziemlichen Leidensweg hinter euch. Erstmal muss ich sagen, dass ich es ganz toll finde, wie du dich für sie einsetzt und was du ihr ermöglichst, das ist echt super!
Sie scheint ja leider an beiden Hitnerbeinen ziemliche Baustellen zu haben... ein bekannter hat ebenfalls eine Katze, beid r beide Hüften schlecht asind - aber wenigstens sind dort die Knie in Ordnung. Bei der schlechteren Hüfte wurde der Hüpfkopf schon entfernt, die OP verlief problemlos und der Katze geht es jetzt viel besser. Bei der besseren Seite steht die OP noch aus, wenn sie ihr Schmerzen bereiten sollte, oder ähnliches. Grundsätzlich würde ich die Hüft-OP wohl machen lassen...

So wie sich das liest müssen bei deiner Katze ja aber mehrere Sachewn gemacht werden. Also quasi beide Knie - und beide Hüften? Kann man irgendwas davon in einer OP machen um die Belastung eventuell niedriger zu halten und nur 2x zu Operieren? Grundsätzlich würde ich mir eine zweite Meinung einholen, einfach um abzuklären wie jemand anderes das einschätzt. Nicht alle Tierkliniken/Ärzte sind auf "immer operieren" aus, aber da muss man schauen. Wenn du dich dort nicht gut aufgehoben fühlst, würde ich vielleicht doch um Unterlagen bitten. Meinen Tierarzt habe ich damals um Unterlagen gebeten, weil ich sie einfach für mich haben wollte.
Ich glaube eigentlich nicht, dass sie dich noch mieser behandeln, wenn du nach einem anderen Tierarzt wieder zurückkommst. Immerhin lässt du eine Menge Geld da. Aber ich kann die Sorgen definitiv verstehen... so denke ich auch :(.

Grundsätzlich finde ich es vertretbar 4 Monate oder ggf auch mehr Boxenruhe einzuhalten (in ihrem ja mit Pech bis zu 6), denn sie ist ja noch nicht alt und kann danach hoffentlich noch viele, viele Jahre schmerzfrei und glücklich leben. Auch der Stress den die OPs und die ganzen transporte für sie bedeuten wären es wert, wenn es funktioniert. Aber genau dafür würde ich mir eine zweite Meinung einholen um abzuschätzen, was vielleicht doch noch mehr Probleme bereiten könnte, etc. Im Tierheim sind gelegentlich auch Katzen die aufgrund eines Unfalls komplizierte Brüche haben, die haben nach der OP 4-8 Wochen Boxenruhe und wenn das Implantat entfernt werden muss, teilweise nochmal 4 Wochen. Ja sie leiden drunter und einigen, grade jungen Katzen fällt das sehr schwer, aber am Ende haben sie es doch alle verkraftet und es hat sich gelohnt.

Liebe Grüße,
Shiria
 
L

Lina_h

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Hallo,

da habt ihr ja schon einen ziemlichen Leidensweg hinter euch. Erstmal muss ich sagen, dass ich es ganz toll finde, wie du dich für sie einsetzt und was du ihr ermöglichst, das ist echt super!
Sie scheint ja leider an beiden Hitnerbeinen ziemliche Baustellen zu haben... ein bekannter hat ebenfalls eine Katze, beid r beide Hüften schlecht asind - aber wenigstens sind dort die Knie in Ordnung. Bei der schlechteren Hüfte wurde der Hüpfkopf schon entfernt, die OP verlief problemlos und der Katze geht es jetzt viel besser. Bei der besseren Seite steht die OP noch aus, wenn sie ihr Schmerzen bereiten sollte, oder ähnliches. Grundsätzlich würde ich die Hüft-OP wohl machen lassen...

So wie sich das liest müssen bei deiner Katze ja aber mehrere Sachewn gemacht werden. Also quasi beide Knie - und beide Hüften? Kann man irgendwas davon in einer OP machen um die Belastung eventuell niedriger zu halten und nur 2x zu Operieren? Grundsätzlich würde ich mir eine zweite Meinung einholen, einfach um abzuklären wie jemand anderes das einschätzt. Nicht alle Tierkliniken/Ärzte sind auf "immer operieren" aus, aber da muss man schauen. Wenn du dich dort nicht gut aufgehoben fühlst, würde ich vielleicht doch um Unterlagen bitten. Meinen Tierarzt habe ich damals um Unterlagen gebeten, weil ich sie einfach für mich haben wollte.
Ich glaube eigentlich nicht, dass sie dich noch mieser behandeln, wenn du nach einem anderen Tierarzt wieder zurückkommst. Immerhin lässt du eine Menge Geld da. Aber ich kann die Sorgen definitiv verstehen... so denke ich auch :(.

Grundsätzlich finde ich es vertretbar 4 Monate oder ggf auch mehr Boxenruhe einzuhalten (in ihrem ja mit Pech bis zu 6), denn sie ist ja noch nicht alt und kann danach hoffentlich noch viele, viele Jahre schmerzfrei und glücklich leben. Auch der Stress den die OPs und die ganzen transporte für sie bedeuten wären es wert, wenn es funktioniert. Aber genau dafür würde ich mir eine zweite Meinung einholen um abzuschätzen, was vielleicht doch noch mehr Probleme bereiten könnte, etc. Im Tierheim sind gelegentlich auch Katzen die aufgrund eines Unfalls komplizierte Brüche haben, die haben nach der OP 4-8 Wochen Boxenruhe und wenn das Implantat entfernt werden muss, teilweise nochmal 4 Wochen. Ja sie leiden drunter und einigen, grade jungen Katzen fällt das sehr schwer, aber am Ende haben sie es doch alle verkraftet und es hat sich gelohnt.

Liebe Grüße,
Shiria
Hey, danke für die liebe Antwort! :)
Genau, also: Kreuzband wurde operiert, beide Hüftgelenke haben eine Subluxion (früher oder später wird operiert werden müssen) und die Knie beidseitig eine Luxation, was die starken Schmerzen aktuell auslöst und der Grund dafür ist, dass sie nicht gehen kann. Die Knie müssen laut Klinik beide operiert werden und das geht angeblich nicht in einer OP, da sie danach "sehr arm", wäre - laut der Ärztin. Also hätte sie sozusagen 3 OPs in Folge, mit immer zirka fünf bis sechs Wochen Abstand dazwischen - Boxhaltung- und danach wäre durch die Hüften immer noch nicht garantiert, dass es ihr bessergeht, da die beide so schlecht sind. Angeblich hat sie ganz arge Rückenschmerzen, meinte die Ärztin. Zusätzlich kann die Ärztin nicht garantieren, dass sich mit den Knie-OPs die Beinprobleme erledigen, weil sie meint, das sind alles "Sammelprobleme".Das ist eben der Grund für meine schlaflosen Nächte, denn ich habe solche Angst, dass wir die Monate nun durchstehen - mehr oder weniger gut - und es ihr danach immer noch nicht gut geht, sie nicht schmerzfrei ist. Denn irgendwann erreicht denke ich jedes Tier/jeder Mensch seine Schmerzgrenze und kommt an einen Punkt, wo er nicht mehr will. Da meine Maus generell sehr empfindlich ist, habe ich die Angst, dass sie ganz apathisch oder sogar das Gegenteil, also feindselig wird. Sie ist jetzt schon mit Vorsicht zu genießen, reagiert aggressiv auf die anderen beiden Kater, versucht mich manchmal anzugreifen etc :( Natürlich auch, weil sie Schmerzen hat, aber ich glaube, der Aufenthalt in der Klinik und alles drumherum haben sie sehr mitgenommen. Das nun noch zwei Mal durchmachen (und dann eventuell wieder) wäre vielleicht zu viel für sie.

Du hast schon recht - sofern die OPs die gewünschte Wirkung erzielen finde ich es auch tragbar, sie solange in der Box zu halten. Da müssten wir dann beide durch, dafür ginge es ihr später für hoffentlich viele Jahre sehr gut. Ich habe mir jetzt für morgen einen Termin in einer anderen Klinik ausgemacht, wo die Dame sehr freundlich am Telefon war, und hole mir eine zweite Meinung ein. Eventuell lasse ich die Behandlung dort fortsetzen. Davor hole ich alle Befunde ab. Schade eigentlich, da die Ärztin grundsätzlich kompetent schien, aber sich gar keine Zeit für Patient und Halter zu nehmen, finde ich blöd. Ich kann sie nie erreichen, werde nicht zurückgerufen, weil es laut ihnen zu stressig war (vier Tage in Folge!), obwohl meine Katze plötzlich nicht mehr gehen kann und vor Schmerzen schreit. Das geht nicht, finde ich. Dann noch die schnelle Abfertigung des Termins wenn ich dort bin, ohne irgendetwas zu erklären … Das macht mir nur noch mehr Kummer, da ich dann mit all meinen offenen Fragen und Zweifeln alleine dastehe. Hoffentlich bekomme ich morgen ein paar Fragen beantwortet!

Wenn du magst, berichte ich dir, was rausgekommen ist! :) Liebe Grüße
 
Shiria

Shiria

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Hallo,

Da hat sie ja wirklich eine ganze Reihe an Baustellen... ich finde es gut, dass du eine weitere Klinik gefunden hast, um die eine zweite Meinung einzuholen. ich bin definitiv interessiert was dabei raus kommt.

Die Tierärztin deiner jetzigen Klinik kann auch ja durchaus kompetent sein. Vielleicht ist es bei ihnen grad wirklich sehr stressig, hoher Krankenstand und viele akute Fälle aufeinmal oder ähnliches, aber wenn du mit so einem aktuem Fall kommst, muss sich auch die Zeit dafür genommen werden und auf deine Fragen/Bedenken eingegangen werden. Wenn die Zeit dafür (jetzt grade) nicht da ist muss das von vorneherein kommuniziert werden. Und dich mit einer Katze mit starken Schmerzen so sitzen lassen, dann hätten sie sagen müssen, dass sie grade die Kapazitäten nicht haben und dich an eine andere Klinik verweisen sollen.
Das ist ja auch keine Schande.

Und jetzt wo du es sagst, ja beide Kreuzbänder aufeinmal zu operieren wäre schon sehr heftig, da danach ja beide Beine noch mehr ausfallen als so schon. Und Hüfte und Kreuzband am selben bein geht wahrscheinlich auch nicht, da dann ja das ganze Bein offen wäre... Aber ich glaube mit dem Abstand können sie die Narkosen schon verkraften. Es kommt ja auch auf die Narkoseart an. Aber eine Belastung bleibt es natürlich. Eventuell zwischendurch ein Blutbild machen lassen um zu schauen, was Leber/Niere machen.
Ich denke mit der Schmerzeinschätzung liegt deine Ärztin schon richtig. Beide Knie und Beide Hüften, klar das der untere Rücken mitleidet... Ich finde es auch gut das sie dich auf die Risiken hinweist. Klar Garantien gibt es keine und ich denke genau deshalb ist eine zweite Meinung sinnvoll. Einfach damit wer mit anderer Erfahrung mal eine Einschätzung abgeben kann.

Ich glaube auch dass du erkennen würdest wann sie wirklich nicht mehr will, oder ob sie nur die Situation so blöd findet. Schmerzmittel sind auf jeden Fall sehr wichtig, eventuell auch stärkere.

Ich hoffe du fühlst dich bei der nächsten Klinik besser aufgehoben udn ja bitte berichte, wie es weiter geht. Hier sind alle Daumen gedrückt!

Liebe Grüße
 
L

Lina_h

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Hallo,

Da hat sie ja wirklich eine ganze Reihe an Baustellen... ich finde es gut, dass du eine weitere Klinik gefunden hast, um die eine zweite Meinung einzuholen. ich bin definitiv interessiert was dabei raus kommt.

Die Tierärztin deiner jetzigen Klinik kann auch ja durchaus kompetent sein. Vielleicht ist es bei ihnen grad wirklich sehr stressig, hoher Krankenstand und viele akute Fälle aufeinmal oder ähnliches, aber wenn du mit so einem aktuem Fall kommst, muss sich auch die Zeit dafür genommen werden und auf deine Fragen/Bedenken eingegangen werden. Wenn die Zeit dafür (jetzt grade) nicht da ist muss das von vorneherein kommuniziert werden. Und dich mit einer Katze mit starken Schmerzen so sitzen lassen, dann hätten sie sagen müssen, dass sie grade die Kapazitäten nicht haben und dich an eine andere Klinik verweisen sollen.
Das ist ja auch keine Schande.

Und jetzt wo du es sagst, ja beide Kreuzbänder aufeinmal zu operieren wäre schon sehr heftig, da danach ja beide Beine noch mehr ausfallen als so schon. Und Hüfte und Kreuzband am selben bein geht wahrscheinlich auch nicht, da dann ja das ganze Bein offen wäre... Aber ich glaube mit dem Abstand können sie die Narkosen schon verkraften. Es kommt ja auch auf die Narkoseart an. Aber eine Belastung bleibt es natürlich. Eventuell zwischendurch ein Blutbild machen lassen um zu schauen, was Leber/Niere machen.
Ich denke mit der Schmerzeinschätzung liegt deine Ärztin schon richtig. Beide Knie und Beide Hüften, klar das der untere Rücken mitleidet... Ich finde es auch gut das sie dich auf die Risiken hinweist. Klar Garantien gibt es keine und ich denke genau deshalb ist eine zweite Meinung sinnvoll. Einfach damit wer mit anderer Erfahrung mal eine Einschätzung abgeben kann.

Ich glaube auch dass du erkennen würdest wann sie wirklich nicht mehr will, oder ob sie nur die Situation so blöd findet. Schmerzmittel sind auf jeden Fall sehr wichtig, eventuell auch stärkere.

Ich hoffe du fühlst dich bei der nächsten Klinik besser aufgehoben udn ja bitte berichte, wie es weiter geht. Hier sind alle Daumen gedrückt!

Liebe Grüße
Gut, dann bekommst du morgen sofort ein Update, sobald ich dort war! :) Danke auf jeden Fall!
Das mit dem "2 Sachen auf einmal operieren" leuchtet mir auch ein, dass es danach sehr schwierig für sie wäre. Ich sehe es ja jetzt an ihr - beide Beine machen Probleme, können nicht belastet werden, und sie ist fix und fertig. Klar. Sie schafft es grad mal die wenigen Schritte zum Klo in ihrer Box. Da humpelt und hinkt sie irgendwie hin, was kein schöner Anblick ist. Nach der OP wäre es ja nicht anders. Glaube, dass sie wenigstens mal ein Beinchen braucht, um richtig gehen zu können und sich wieder wohler zu fühlen.
Bin auf jeden Fall gespannt, was morgen rauskommt. Finde es eigentlich schade, dass ich nun in eine andere Klinik gehe (gehen muss), aber sehe es auch wie du. Ist ja klar, dass die mal Stress haben, und auch, dass sie sich nicht für jeden Patienten eine Stunde Zeit nehmen können, wenn OPs anstehen oder Notfälle reinkommen. Aber bei einem akuten oder plötzlichen Problem muss man sich schon drauf verlassen können, dass sie sich zwei Minuten nehmen, um abzuheben oder zurückzurufen oder eben auch, um mit mir alles persönlich zu besprechen. Mehr verlangt keiner. Und weder die Kosten noch die Nachsorge wurden mit mir besprochen. Auch nicht, wie es weitergehen soll, ob sie danach vielleicht eine Physiotherapie braucht, da sie dann monatelang eigentlich nicht richtig gehen wird können usw. Ich denke halt immer sehr vorausschauend und möchte auf alles vorbereitet sein, um eben auch abwägen zu können, ob ich ihr mit all dem etwas Gutes tue oder eher im Gegenteil … Jeder Tierhalter hängt an seinem Baby, will es nicht gehen lassen, und ich würde Berge verschieben, wenn es ihr dann besser gehen würde, aber ich versuche auch, das Ganze nüchtern zu betrachten, so hart das klingt. Ich will nicht, dass sie noch mehr leidet - auf keinen Fall, wenn es ihr nach all dem immer noch nicht 100% gut geht und sie schmerzfrei ist. Das wäre nur eine Tortur für sie. Habe sogar gleich nachdem ich vom ersten "Rückfall" mit dem Knie erfahren habe meinen Sommerurlaub storniert, weil ich wusste, ich kann sie da nicht in andere Hände geben. Da möchte ich schon selbst da sein und mich um sie kümmern, nachdem sie wieder operiert wurde. Und dann hieß es noch eine dritte OP usw … Ich saß nur da und dachte mir "oh, okay, irgendwann muss ich aber auch wieder arbeiten oder das Haus für länger als zwei Stunden verlassen …" Zurzeit kann ich mir viel Zeit für sie nehmen, aber das geht natürlich nicht immer. Irgendwoher muss ja auch das Geld kommen :O

Hast du schon mal davon gehört, dass sich Katzen nach Klinikaufenthalten/Operationen nicht mehr verstehen?? Bei mir ist es mit einem meiner beiden Kater und ihr grad ganz schlimm. Die haben sich immer nur "geduldet", und jetzt wo ich sie wieder zu Hause habe, ist sie total aggressiv, wenn er nur in die Nähe ihrer Box kommt, dabei will er nur gucken, was sie da macht. Er sitzt immer und späht zu ihr rein und sie bekommt gleich einen Anfall. Mit dem anderen Kater ist es gar nicht so. Der darf gucken, so viel er will. Habe schon die Angst, wie es sein wird, wenn sie mal aus der Box draußen ist. Die haben schon früher immer gekämpft, aber jetzt wäre das mit ihren Beinchen und kaputten Hüften ja eine Katastrophe. Würde mich gar nicht trauen, die beiden allein zu lassen, was auch voll blöd ist :( Hoffe das legt sich irgendwann wieder
 
Shiria

Shiria

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Hallo,

Kurz zu deinem letzten Abschnitt - ja leider habe ich das auch schon erlebt. Das es generelle unfreude nach Tierarztbesuchen gibt recht oft, die legt sich aber wieder. Aber einmal war es auch richtig schlimm. Katzer und Katze, die miteinander gelebt haben. Waren nicht beste Freunde, aber man konnte gut miteinander Leben.
Sie kam in sehr schlechtem Zustand und konnte lange nicht kastriert werden. Nach den "normalen" Tierarztbesuchen hat man sich vielleicht mal angefaucht, aber schnell weider vertragen. Als es dann soweit war und sie nach der OP wiederkam und am nächsten Tag wach war, haben wir sie wieder zusammen gelassen. Er hat sich auf sie gestürzt, das war nicht schön... WIr haben sie dann ein paar Tage getrennt, um sie in Ruhe ankommen zu lassen. Aber auch danach ging es so weiter, nur dass auch sie jetzt auf ihn gegangen ist. Aber beide so richtig, gekreische, es flog Fell etc.... Wir haben sie trennen müssen. Das Mädel ist seit dem komplett unverträglich, wenn sie eine andere Katze sieht, stürzt sie sich sofort drauf. Wenn eine Transportbox dazwischen ist, wird gemeckert und geschimpft. Er war weiterhin verträglich, nut nicht mehr mit ihr :(.

Ich hoffe aber, dass es sich bei dir wieder legt. Wenn die zwei sich vorher schon nicht grün waren, kann es sein, dass er natürlich jetzt merkt, dass sie nicht so kann. Und sie will sich keine Blöße geben. Vieleicht beruhigt es sich wieder, wenn die Situation ein bisschen mehr "Standard" wird (man klingt das blöd...). Ansonsten heisst es ja imemr, viel Geduld...
Wenn es natürlich so bleibt mus man sie beim ersten rauslassen wahrscheinlich trennen, bis sie wieder so fit ist, dass sie sich wehren kann.

Liebe Grüße,
Shiria
 
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Lina_h

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Kurz zu deinem letzten Abschnitt - ja leider habe ich das auch schon erlebt. Das es generelle unfreude nach Tierarztbesuchen gibt recht oft, die legt sich aber wieder. Aber einmal war es auch richtig schlimm. Katzer und Katze, die miteinander gelebt haben. Waren nicht beste Freunde, aber man konnte gut miteinander Leben.
Sie kam in sehr schlechtem Zustand und konnte lange nicht kastriert werden. Nach den "normalen" Tierarztbesuchen hat man sich vielleicht mal angefaucht, aber schnell weider vertragen. Als es dann soweit war und sie nach der OP wiederkam und am nächsten Tag wach war, haben wir sie wieder zusammen gelassen. Er hat sich auf sie gestürzt, das war nicht schön... WIr haben sie dann ein paar Tage getrennt, um sie in Ruhe ankommen zu lassen. Aber auch danach ging es so weiter, nur dass auch sie jetzt auf ihn gegangen ist. Aber beide so richtig, gekreische, es flog Fell etc.... Wir haben sie trennen müssen. Das Mädel ist seit dem komplett unverträglich, wenn sie eine andere Katze sieht, stürzt sie sich sofort drauf. Wenn eine Transportbox dazwischen ist, wird gemeckert und geschimpft. Er war weiterhin verträglich, nut nicht mehr mit ihr :(.

Ich hoffe aber, dass es sich bei dir wieder legt. Wenn die zwei sich vorher schon nicht grün waren, kann es sein, dass er natürlich jetzt merkt, dass sie nicht so kann. Und sie will sich keine Blöße geben. Vieleicht beruhigt es sich wieder, wenn die Situation ein bisschen mehr "Standard" wird (man klingt das blöd...). Ansonsten heisst es ja imemr, viel Geduld...
Wenn es natürlich so bleibt mus man sie beim ersten rauslassen wahrscheinlich trennen, bis sie wieder so fit ist, dass sie sich wehren kann.

Liebe Grüße,
Shiria
Hey!
Also, hier das ernüchternde Update von heute:
Erstmal: Die neue Tierklinik ist toll. Die Angestellten inkl. der Ärztin sind total nett, nehmen sich ausreichend Zeit, klären alle offenen Fragen etc. Außerdem sind sie ganz lieb und vorsichtig mit ihr gewesen, was mir wirklich gefallen hat. Habe mich dort wohl und sehr gut aufgehoben gefühlt! Genau das, was mir bei der alten Klinik gefehlt hat.
Erst einmal wurde die kleine Maus untersucht und angeschaut. Auch diese Ärztin hat festgestellt, dass sie starke Schmerzen hat - nicht bloß an den Problemstellen wie Knie und Hüfte etc, sondern auch am Rücken. Eventuell die Bandscheiben. Beide Knie sind wie erwartet kaputt, die Scheiben springen raus, zusätzlich ist das rechte nicht operierte Bein geschwollen und gefüllt. Außerdem hat sie bei beiden Beinen eine Fehlstellung, also sie steht total komisch und dreht das Bein merkwürdig ein, wofür sie keine richtige Ursache finden konnte. Sie meinte eben, das kommt von all den "Baustellen" an ihren Hinterläufen, weil sie Schmerzen hat und keins der Beine belasten kann. Wir haben die Röntgenbilder durchgesehen und die Ärztin war total geschockt - im Allgemeinen. Sie hat gesagt, dass sie selten Katzen sieht, die so "kaputt" sind, und das obwohl sie nur eine Wohnungskatze ist und nicht einmal sehr aktiv ist. Sie hatte ja auch keinen Unfall oder so. Vielleicht eine Erbkrankheit mit dem schlechten Bewegungsapparat. Laut ihr ist das schon eine ziemlich große Sache, all das zu richten, und ihre ehrliche Meinung war, dass es nach den OPs immer noch nicht gerichtet sein wird. Sie meinte im Gegensatz zu der alten Ärztin, dass die rechte Hüfte nun viel schlimmer ist als die linke. Die war ja eigl halbwegs okay, laut der früheren Ärztin. Aber dadurch, dass sie mit dem linken Bein erst solche Probleme hatte, hat sie nur noch das rechte belastet, und jetzt haben wir den Käse. Jetzt sind beide Beine richtig im Ar***.
Ganz rational gesehen hat sie gesagt, dass sie zwar versteht, dass man als Besitzer immer alles nur Mögliche machen will, um das Tier wieder fit zu bekommen, aber man müsste abwägen, ob es das wert ist, da die Katze sehr darunter leiden würde. Sie sagte, in ihrer Klinik gab es noch nie eine Katze, die an BEIDEN Beinen ALLE Probleme hat, die man eigl haben kann. Das ist so ziemlich das Blödeste, das passieren könnte, da sie ja noch so jung und eigl gesund ist. Sie hat auch bemerkt, dass die Maus schon ziemlich fertig ist, wodurch wir besprochen haben, in wie weit sie noch MINDESTENS 3 OPs verkraften könnte … :/
Sie sprach ganz vorsichtig an, ob ich es über mich bringen könnte, ihr Frieden zu schenken … Sie über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Mein Herz hat in diesem Moment so geblutet, aber ich war ihr so dankbar für ihre Ehrlichkeit. Genau das habe ich gebraucht.
Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich am Montag nochmal in die Klinik komme und dort eine Orthopädin treffe, die die chirurgischen Eingriffe vornimmt. Die wird im Vorhinein über alles aufgeklärt und bekommt alle Bilder und Befunde. Mit der werden wir nochmal alle Behandlungsmöglichkeiten durchgehen und sie wird uns darüber aufklären, wie hoch die Chancen sind, dass sie nach ein paar Eingriffen schmerzfrei gehen kann. Oder überhaupt wieder richtig gehen kann. Im Endeffekt müsste man laut der heutigen Ärztin auch beide Hüftköpfe entfernen, zusätzlich zu den beiden Knie-OPs. Die OP, die wir schon vornehmen haben lassen, hat leider gar nichts gebracht. Das Kreuzband stabilisiert nichts und die Goldimplantate haben nicht dazu geführt, dass die Schmerzen geringer werden und die Entzündung zurückgeht. Leider ist die Entzündung irgendwie sogar schlimmer geworden.
Jetzt geht es also am Montag um alles. Ich hoffe so sehr, dass die Orthopädin eine Behandlungsmethode findet, die für mich und die Kleine in Frage käme, ohne dass wir beide so sehr darunter leiden. Eventuell könnte man auch gar nichts operieren, sagte sie, wenn man nicht alle vier Eingriffe vornehmen will (was man vermutlich müsste, wenn man sich für diesen Weg entscheidet) und versuchen mit Therapien und Schmerzmittel ein Leben lang zu arbeiten, aber das halte ich für nicht angemessen, weil sie da bestimmt kein schönes Leben hätte.

Also im Endeffekt heißt es: alle Operationen und ein langer Leidensweg, sofern die Möglichkeit besteht, dass sie danach endlich geheilt ist, oder wir müssen sie einschläfern lassen. Hätte mir das jemand vor sechs Wochen gesagt, als alles losging, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Das ist eine Tragödie :( Ich will gar nicht daran denken, dass wir die Regenbogenbrücke wählen … Sonst würde ich wahrscheinlich nur noch weinen. Drück mir also bitte alle Daumen, dass wir doch noch eine Lösung finden, die uns alle glücklich macht!
 
Shiria

Shiria

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Hallo
Es tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt antworte. ichw ar nicht zu Hause...

Das hört sich jedenfalls nach einer tollen Klinik an. Schön dass sie sich Zeit nehmen und auch die Fragen beantworten. Auch wenn das Ergebnis zunächst nicht schön ist... Ich hoffe sehr, die Orthopädin findet eine Möglichkeit ihr zu helfen. Es hört sich zumindest so an, als würden sie mehrere Möglichkeiten durchgehen.
Ich denke nicht operative Therapien wäre als Überbrückung möglich, ggf um sie zwischen den OPs schmerzfrei zu halten um die Abstände zu vergrößern oder die OP Erfolge zu verbessern vielleicht. Man müsste halt schauen wie gut es ihr unter den Therapien ginge. GGf auch falls OPs keine Option mehr sind. Aber ich denke wenn OPs, dann alle, sonst kommt man Wahrscheinlich nicht viel weiter.

Scheint als hätte eure Kleine da wirklich die A-Karte gezogen mit ihren Beinen... Ich denke da wird dann auch einiges angeboren sein, das kommt ja nicht mal eben so. Gut das sie da bei euch geladet ist und ihr ihr zumindest ermöglicht was ihr könnt.

Ich kann jedenfalls sehr gut nachvollziehen, wie sehr der Gedanke sie gehen zu lassen wehgetan hat, schon beim lesen wird es mir schwer... Aber es ist eine tolle Ärztin wenn sie das Thema vorsichtig zur Sprache bringt. Ich drück jedenfalls alle Daumen und hoffe für euch so sehr, dass eine Möglichkeit gefunden wird ihr zu helfen. Es ist so frustrierend, wenn man machtlos daneben steht...

Ich würd sagen geb ihr heute alles was sie mag, sofern möglich...

Liebe Grüße,
Shiria
 
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