Offenstallhaltung, was gibt es da für gesetzliche Regelungen.

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Schweinemama

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Mein Papa hat sein Ferienhaus vermietet. Mieterin hat eigenes Pferd, dass sie auch dort unterstellen kann, gleichzeitig hat sie aber erklärt, dass sie auch Pensionspferde aufnehmen möchte.

Habe zwar erfshrungen mit Pferden, kenne mich aber in der Haltung nicht wirklich gut aus. Grund, eine Wiese hat sie dazugepachtet (gehört auch meinem Vater), grösse etwa 1 Hektar.

Die Dame selbst dürfte wenig Erfahrungen haben mit der Haltung von Pferden, es gibt auch einen Stall auf dem Grundstück, welchen sie aber komplett ablehnt, grösse wäre 20x10 m, ein ehemaliger Kuhstall, der jedoch ein komplettes Betonfundament hat, sie möchte in der
Scheune (kiesuntergrund) neu betonieren- da stand immer der Traktor darauf (Traktor braucht sie angeblich nicht), um die Pferde dort unterzustellen. Der ehemalige Stall hat eine Raumhöhe von 250 cm, Platz für 4 Kühe, damals noch im nebeneinander stehen im Stall, mit futtertrögen, steintränkrn, Wasseranschluss und kotrinne, welche bis zum betonieren Misthaufen im aussenbereich geht. Eine pferdebox ist drinnen, 2x3 Meter mit Schiebetüre, falls ein Pferd auf Tierarzt hufschmied wartet oder wegen Krankheit nicht in den aussenbereich darf, komplette fensterfront- kippbar- eigentlich toll möchte man meinen. das Stück des stalls das sie betonieren möchte hat nur die flügeltüren für die Einfahrt des Traktors Raumhöhe über 5 Meter, derzeit mit einem zwischenboden für heu im Giebel, den sie aber herausreißen will. Ob das die Statik aushält ist ungewiss, da gehen einige holzstämme von einer Seite zur nächsten.

Uns kommt das alles sehr suspekt vor mittlerweile, vor allem hat man ja Angst, dass die Pferdegerüche Urin und Kot, sich in den kiesboden hineinfressen, selber betonieren dort wäre zwar möglich, aber da müsste man erst einmal versuchen 40 cm Kies rausnehmen, verdichten, betonieren und das umgebene Holz im bodenbereich vor Feuchtigkeit schützen etc. In 2 Wochen will die Dame mit Pferd (en) bereits einziehen.

Nun hat mein Vater natürlich etwas sorge, dass die Wiese durch die Pferde zu einer Gatschkoppel gemacht wird. Kann man die pferdeanzahl beschränken-per Vertrag oder muss man das so hinnehmen. Die Wiese wurde die letzten Jahre von Bauern der Umgebung 1x jährlich gemäht, ist wunderschön eben- und gilt auch als Futterwiese. Mein Vater hätte nich weitere 2 Hektar um den an den Stall angrenzenden Bereich zu entlasten, aber irgendwie möchte er den gar nicht anbieten, sonst stehen hier 40 Pferde und das ohne Infrastruktur wie Misthaufen und Co.
 
Zuletzt bearbeitet:
15.07.2019
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cherry-lein

cherry-lein

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Da gibt es einige Vorschriften die man beachten muss. Erstmal muss geklärt werden ob Pferdehaltung überhaupt erlaubt ist, das muss bei der Gemeinde beantragt werden und die geben dann vor wie viele Pferde auf dem Grundstück gehalten werden dürfen. Diese Genehmigung reicht aber einmalig, sollte für das Grundstück schon eine Tierhaltegenehmigung bestehen muss die nicht nochmal neu gemacht werden.
Dann muss geklärt werden wo der Mist abgeladen wird. Es ist strengstens verboten Mist auf Wiese zu lagern, das liegt an der Grundwasserverordnung, hier muss eine feste Mistplatte geschaffen werden z.b. ein Container oder eine betonierte Fläche.
Wenn sie die Wiese ohne Befestigung nutzen möchte hattet ihr die längste Zeit mal eine Wiese, gerade im Herbst/Winter verwandelt sich eine einfache dauerhaft genutzte Wiese innerhalb kürzester Zeit in einen tiefen Matschpfuhl, die Grasnarbe wird völlig zertreten und kann nur "gerettet" werden wenn die Wiese nach der Pferdehaltung plan gemacht und neu eingesäht wird. Hier sollte eine anständige Befestigung mittels Paddockplatten und Drainageschicht her.
Den Zwischenboden von der Scheune würde ich nicht einfach rausreißen, zum einen muss ja irgendwo Heu und Einstreu gelagert werden und zum anderen wäre die Statik wahrscheinlich tatsächlich ein Problem, da müsste man einen Fachmann fragen. 2,5m ist tatsächlich nicht wirklich hoch wenn man Pferde hat, da stößt sich ein 1,8m großes Warmblut schon den Kopf von daher wäre das nicht ungewöhnlich lieber die Scheune als Unterstand zu nutzen.
Für mich klingt es eher danach das die Frau im aktuellen Stall Probleme hat und schnell weg muss/will und jetzt Hals über Kopf was übers Knie brechen muss. Wenn ihr Pech habt ruiniert sie euch die Anlage und zieht dann wieder aus weil sie was besseres findet. Nach deiner Beschreibung muss eine Pferdehaltung dort erstmal gut vorbereitet werden, das wird knapp wenn man nur zwei Wochen hat.
Ich persönlich würde ihr das Land nicht verpachten und es lieber jemandem mit vernünftigen Konzept geben.
 
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Schweinemama

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Sie möchte offenstallhaltung. Wäre ja alles kein Problem im Stall.. wobei ich ja eher glaube, dass sich die Pferde im Sommer und Winter kaum im Stall aufhalten. Es gibt dort auch ein kleines Wäldchen, was eigentlich mit zu den 1 Hektar dazugehört, über eine Fläche von 300-500 m2. Nur Waldboden und Pferde ist halt auch so eine Sache, wen die Wiese dauerhaft als gatschkoppel verkommt, da geht auch der Wald ein. Tierhaltung gab es in den 70-90 Jahren dort, 4 Kühe, 1-2 Pferde, aber da haben sich ja die Haltungsbedingungen geändert, teilweise mit Schafen, Ziegen in kompletter aussenhaltung. Pferdehaltung gab es, wobei das kaltblüter waren, Egger, heuschneider, heuwagen (ganz alt nur aus Holz, 2 achsig) , und Ein einspänniger Ärztewagen für Pferde stehen auch noch in der Scheune. Wäre ja toll wenn die verwendet werden, hoffentlich schmeißen die nicht alles raus ins Freie damit sie Platz haben. Die scheine selbst ist etwa 1930, 10 Meter giebelhöhe, 70 Meter breit, 20 lang, und dort wo der Traktor drinnen steht halt längslatten wo der Wind durchpfeift. Also so offenstall wäre mir für Tiere zu ungemütlich.
 
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cherry-lein

cherry-lein

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Offenstallhaltung ist ja gängig und artgerecht aber wie gesagt, wenn der Stall nur 2,5m hoch ist wäre mir das je nach Pferderasse auch zu knapp.
Die Scheune wäre da eine gute Möglichkeit, bei der Größe könnte man problemlos auch nur einen Teil Abteilen, das dort Luft durchzieht ist nicht schlimm sondern sogar gut für die Pferde, gerade im Sommer ist das ein schattiger luftiger Platz. Aber wie gesagt, sie wird ohne Befestigung die Wiese ruinieren, das würde ich mir sehr gut überlegen ob es mir das wert ist.
 
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Schweinemama

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Danke, ich habe mal gestern mit der meiterin und ihrer Freundin gesprochen. Ich denke, das wird nichts werden, habe auch mit meinem Vater darüber gesprochen. Die Freundin der Mieterin redet ihr ein, dass 1,5 Hektar für eine offenstallhaltung pro Pferd sein müssen, dh die brauchen noch unbedingt ein paar Hektar dazu. Die Mieterin selbst hat ein Pferd an die 20 Lenze. Wieviel Pferde es sein sollen, keine Ahnung, sie würde Pferde aufnehmen um etwas dazu zu verdienen. Dass sich die Pferde aber auch vertragen sollten, davon gehen sie grundsätzlich aus.

Mein Papa räumt nun mal die Scheune auf (das war dringend notwendig). Mit oder ohne pferdehaltung, hätte er das längst tun müssen, da wurde die letzten 20 Jahre nur reingestopft.
 
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Schweinemama

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Kurzes Update hier: die Mieterin ist am übersiedeln und es gibt schon Probleme, sie hält 6 Hunde ( gestern waren es noch 3) im Haus, zwei davon haben die Nacht hier im Wald verbracht, auf jeden Fall sind die Tiere bis jetzt nicht aufgetaucht. Tierhaltung wäre hier sogar gewünscht, aber tierpension hier im Wald ist verboten. Sie arbeitet als Krankenschwester, die hunde xx Stunden alleine im Haus. Ob das alles ihre hunde sind möchte sie nicht sagen, gleichzeitig erklärt sie das auch noch hatten und Pferde kommen. Hier wurden 10 Kilometer entfernt ein luchspärchen vor 8-9 Jahren und sie haben sich laut Lokalzeitung vermehrt. Unverantwortlich hier Katzen und Hunde draußen zu lassen.

Mein Vater und ich werden sie mal heute aufklären, dass 2 hunde und 2-3 Pferde ausgemacht waren. Dass sie ihr voriger Vermieter vor die Türe gesetzt hat, ist irgendwieverständlicher, mietervertag läuft ab 1.8.
 
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