Zahnschwein Marie

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Lady Lucie

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Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Meerschweinchen Krankheiten

Guten Tag,


normalerweise bin ich eher stille Mitleserin in diesem Forum, aber diesmal brauche ich eure Hilfe / Meinung.


Es geht um mein Meeri Mädel Marie. (sie lebt hier in Außenhaltung mit einem Kastraten und 2 weiteren Mädels).

Am 17.0.19 war ich mit ihr beim TA, da mir am Wochenende aufgefallen war, dass sie komisch kaut und manchmal würgt.

Dieser hat eine Kante aus ihrem Gebiss entfernt. Und es wurde mir gesagt, sie hätte eine leichte Schiefstellung der Hinteren Zähne, diese würden aber trotzdem passend auf den Unterkiefer treffen. Auch hatte sie bis jetzt nie Probleme. Sie ist ca. 3-4 Jahre alt.

Viel besser war es aber die darauf folgenden Tage noch nicht.

Also war ich am 24.06.2019 nochmal mit ihr beim TA. Diesmal war sein Kollege anwesend (also haben 2 TAs unabhängig von einander reingeschaut).

Dieser hat dann ein paar Zahnspitzen weg gemacht.

Doch leider wollte sie immer noch nicht fressen. Am 28.06.2019 wurde also ihr Kiefer geröngt. Man sieht, dass die Zahnwurzeln der Hinteren Zähne in den Kiefer wachsen. Und auf der linken Seite sah man einen Schatten, was evtl eine Entzündung sein kann. Sie bekommt Melosus und Traumeel.

Ich päppel sie schon von Anfang an aber sie nimmt trotzdem etwas ab. Teilweise reib ich auch nur Karotten und Gurken klein
und sie frisst es, wenn ich es ihr vor die Nase halte. Aber von alleine geht sie nicht dran. Das gleiche mit Salat, usw. Auch Gras bringt sie nicht rein. Wenn sie das gerieben Futter aus meiner Hand frisst, kaut sie aber ganz normal und will auch mehr. Sie geht zwar manchmal ans fressen aber bekommt zu wenig hinter. So ist sie fit. Man merkt ihr nichts an. Ihr Gewicht war bei 820 gr im Moment sind es 720gr. Sie war nie größer oder viel schwerer. Ihre Schwester ist auch eher klein.

Wird sie überhaupt nochmal ans fressen gehen? Wie lange kann man warten und hoffen, dass das Schmerzmittel hilft? Der TA meinte diese Woche sollte man eine Verbesserung merken. Ich soll mich morgen nochmal melden. Aber bisher merkt man nichts....

Was mir immer beim päppeln auffällt, das sie wie so Bauch gluckern hat. Direkt aufgebläht ist sie nicht. Kann es trotzdem sein das sie deshalb nicht frisst? Soll ich ihr dafür was geben? Denn wenn ich sie per Hand fütter, kann sie ja egt normal kauen..

UPDATE




Es gibt ein paar Neuigkeiten.. Nachdem sie kurz drauf noch immer nicht richtig gefressen hat und ihr Bauch wieder in Ordnung war (hatte Probleme mit der Verdauung), war ich nochmals beim Ta. Diesmal wurde eine Brücke entdeckt. Diese wurde dann auch entfernt unter Narkose. Als ich sie wieder abholen konnte sah ich zuhause, dass ihre Schneidezähne recht Lang aussahen.. sie konnte so in etwa fressen..aber hauptsächliche nur Haferflocken und etwas Salat ... aber bei langem nicht genug. Also bin ich wieder zum Ta weil die Schneidezähne zu lang waren.. sie sind beim kauen immer zusammen gestoßen...

Dort war der Kollege des TAs da,der sie operiert hatte.. dieser sah die hinteren Zähne nochmal an (ohne Maulspreizer) und sagte die wären in Ordnung. Die Schneidezähne meinte er seien viel zu lang. Also kürzte er diese...als ich sie zu Hause ansah bin ich richtig erschrocken.. Die waren total zu kurz.. wie kaninchenzähne... Seit dem ging selber gar nichts mehr mit fressen...


11 Tage später waren die Zähne zwar etwas Nachgewachsen aber noch immer eine Lücke...

Also war ich wieder mit ihr beim Ta. Aber bei einer anderen Praxis. Diese sah die Zähne ohne Spreizer an und sah hinten wieder Ansätze zu Brücken und Spitzen. Also wurde sie letzten Freitag wieder operiert..

Als ich sie abholte der Schock...die Zähne wurden gemacht und auch geröngt...Laut der neuen Ta ist der Kiefer ausgerenkt... sie hätte versucht ihn einzurenkrn.. aber ohne Erfolg... Mir würde nur einschläfern oder eine Tierklinik die sie raus gesucht hat (200 kmEntfernung) helfen..aber Prognose wäre schlecht..

Ich hab sie wieder mit genommen... aus folgenden Gründen:

*sie plappert und läuft rum

*wir haben das Gewicht mit päppeln gehalten

*sie nimmt ihre Freunde wahr und am Leben teil

*sie hat bis vorm Schneidezähne kürzen gefressen


Folgende Fragen:

Ich finde ihre Schneidezähne sind definitiv kürzer als die ihrer Freunde.. noch immer ist dort eine Lücke. Auch nach fast 14 Tagen. Kann das wirklich so lange dauern bis die wieder so weit gewachsen sind, dass sie wieder anständig Futter nehmen kann?


Sie kaut weitestgehend ihr Futter (Brei). Kann ein Meerschweinchen mit ausgerenkten Kiefer noch Kauen? Ich bin mir einfach nicht sicher ob dem echt so ist... auch der Futtereinzug funktioniert noch.


Kann auch der Kiefer durch die vielen Untersuchungen etc überdehnt sein?


Habe die heute beobachtet. Sie hat Heu aus der Raufe gezogen..aber nicht gefressen.. wenn ich sie am Finger kauen lasse spüre ich unten nur Lippe oder Zunge... eben weil noch die Lücke da ist.

Se bekommt was für die Verdauung bzw gegen Blähungen (seit op hat sie etwas Probleme gehabt) und Novalgin. Besteht nach 6 Wochen noch eine Chance? Wobei sie selber erst seit 2 Wochen überhaupt nichts mehr nimmt.. eben seit dem die Schneidezähne gekürzt wurden..

Vlt. könnt ihr mir noch weiter helfen.. der letzte Ta sagte auch nichts von einer Schiefstellung der Zähne..
 
18.08.2019
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Birgit zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Tompina

Tompina

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Hallo,

puh, da hast du ja eine Odyssee hinter dir und noch dazu mit einem solchen Ergebnis...

Also ich an deiner Stelle würde mir ganz in Ruhe einen Tierarzt oder eine Klinik suchen, die Erfahrung hat mit Meerschweinchen und Zähnen - denn es klingt nicht so, als wäre bei den TAs, die du besucht hast, bisher auch nur einer dabei gewesen, der wirklich Ahnung hatte. Traurig aber wahr, dass Meerschweinchen immer noch eines der Stiefkinder der Tiermedizin sind und viele TAs gar nicht erst versuchen sich da auf dem neusten Stand etc. zu halten - zumal es sich nicht wirklich rentiert.

Woran möchte denn die letzte TA erkannt haben, dass der Kiefer ausgerenkt ist? Gibt es Röntgenaufnahmen? Oder hängt der Kiefer so schief, dass gar nichts mehr aufeinander passt?

Grundsätzlich sind so viele Zahnbehandlungen - ohne Narkose nochmal um Welten mehr als mit Narkose - in so kurzer Zeit natürlich eine extreme Belastung für die ganze Kiefergegend. Oft stellen Meerschweinchen schon nach einer kurzen Zahnbehandlung das Fressen ein - nicht wegen der eigentlichen Zahnproblematik, sondern wegen der Schmerzen, die durch Kieferspreizer und mechanisches Hantieren im Mäulchen entstehen.

Dass sie Schmerzmittel bekommt ist schon mal sehr gut. Ich würde aber auf jeden Fall bei einem TA mit Ahnung klären lassen, ob man da nicht an der Dosis noch was machen kann oder noch ein Präparat dazu kombinieren - ich will mir gar nicht vorstellen wie sehr der armen Maus alles weh tut, wenn da X Leute innerhalb von wenigen Wochen im Mäulchen rumgefuhrwerkt haben.

Zudem würde ich genauestens abklären lassen, was denn jetzt das eigentliche Problem ist. Zahnspitzen, Brücken, Schiefstellung, eventuelle Entzündung - du hast ja so ziemlich jede Zahndiagnose bekommen, die es gibt. Frage ist halt nur, warum tritt das nun auf. Altersbedingt kann es durchaus zu Abnutzungsproblemen kommen und da kann es schon sein, dass man da immer mal wieder nachkorrigieren muss (ich habe hier momentan eine Dame sitzen, die hat keine unteren Schneidezähne mehr und so muss man oben natürlich regelmäßig kürzen), aber dass es binnen kurzer Zeit wieder so massiv ist, kann ich mir kaum vorstellen. Entweder haben die alle immer nur einen Zahn angeguckt oder sie hat vielleicht wirklich ein Entzündungsproblem im Kiefer durch das die Zähne komplett falsch wachsen. Da muss man dann aber die Ursache behandeln (=Entzündung) und nicht nur die Symptome (=schiefe Zähne).

Erst mal würde ich aber - sofern du mit Päppeln und Leckerli genug ins Schweinchen reinbekommst und sofern nirgendwo Eiter oder Blut rauskommt - dem Schweinchen Ruhe gönnen.

Gibst du das Schmerzmittel oral? Dann solltest du auf jeden Fall weiterhin was für die Verdauung geben. Gibt ja diverse Sachen wie Bene Bac, Rodipet akut etc., was man auch unter den Päppelbrei mischen kann.

Und biete ihr einfach immer wieder das Futter geraspelt oder ganz fein geschnitten an. Sie braucht die Schneidezähne ja "nur" zum Futter aufnehmen, das nach hinten wegmümmeln etc. geht auch ohne. Ich hatte auch schon ein Schweinchen ganz ohne Schneidezähne - die hat sich nach und nach Tricks angeeignet das irgendwie mit Lippen und Pfötchen zurecht zu schieben - war halt alles geraspelt oder ganz fein gestiftet oder eben Grünzeug von draußen. Zu kurze Schneidezähne sollten sie eigentlich nicht nachhaltig vom Fressen abhalten, wenn sie wirklich weiterhin gar nichts selber aufnimmt, dann ist definitiv irgendwas nicht in Ordnung (zu starke Schmerzen, Kiefer doch irgendwie in Mitleidenschaft gezogen o.Ä.)
 
S

Schweinemama

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Ich würde zum Tierarzt gehen und mir die Röntgenbilder holen. Und mit diesen Röntgenbilder eine zweitmeinung bei einem Tierarzt für Nagetiere holen.

Das Problem was ich sehe ist, ist das kiefer wirklich ausgehängt (was möglicherweise passieren kann, wenn ein Tierarzt etwas zu ruppig die Brücken abgeschliffen hat) - bildet sich dort der muskel zurück, es gibt Asymetrien im Kiefer - auch der Knochen verliert an Substanz und an festigkeit. Irgendwann löst sich der Knochen auf - und das Tier hat dauerhaft schmerzen.).

Wichtig wäre nun eine zweitmeinung, ob die Anomalie angeboren ist (nicht jedes meerli hat ein sehr symetrisches gebiss, wobei es auch fälle gibt, wo verletzungen / teilweise auch Alterserscheinungen dazu geführt haben, dass das Meerschweinchen von heute auf morgen nichts mehr frisst, dauerhaf die Zähne schief wachsen und ein behandlungsende erst im Hohen Alter möglich ist) . Sowas würde ich meinem Tier nicht zumuten, manche meerlis vertragen es zwar besser das Zähne abraspeln, aber es gibt meerlis die fressen dann schon mal 10 Tage nichts - was natürlich den Brückenbau der Zähne wiederum beschleunigt.

Also zweitmeinung von enem Tierarzt, möglicherweise unter vollnarkose inrenken lassen (das wird wahrscheinlich ein paar Tage krankenhaus bedeuten, da manchmal mit Muskelrelax-Mittel nachgeholfen wreden muss um den Knochen nicht zu beschädigen). Aber dann wäre dein Meerli wieder fit für die piste.
 
Lady Lucie

Lady Lucie

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Also bei den ersten beiden TAs (Gemeinschaftspraxis) hat das mit der Zahnfehlstellung (Zähne stehen schief) nur einer der Beiden Tas gesagt..der andere hat da gar nichts angedeutet... die letzt Ta auch nicht.
Ich war einen Tag vor der letzten OP bei der Ta zum anschauen.. da meinte sie es wäre wieder Brückenbildung und Zahnspitzen..
Den Tag drauf wo die OP war meinte sie die Zähne wären doch nicht so schlimm gewesen...
Sie hätte ihren Kopf geröngt. Sie wurde von oben geröngt... angeblich würde man da sehen das irgendwelche Stränge so weit weg wären.. deshalb wäre der Kiefer ausgerenkt... kann es leider nicht genauer erklären... und deshalb würden die Schneidezähne nicht näher zusammen kommen...
Da ist halt sie Lücke...ich finde aber das die da ist weil die Schneidezähne noch immer zu kurz sind... meine anderen Meeris haben alle längere als sie im Moment.
Sie kann ihr Maul aber Problemlos öffnen und schließen... auch kaut sie ihren Brei.. und der Kiefer hängt auch nicht irgendwo rum er steht da wo er soll...
 
Tompina

Tompina

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Sie kann ihr Maul aber Problemlos öffnen und schließen... auch kaut sie ihren Brei.. und der Kiefer hängt auch nicht irgendwo rum er steht da wo er soll...
Das klingt definitiv nicht nach einem komplett ausgerenkten Kiefer.

Wäre das Gelenk nicht mehr da wo es hingehört, dann könnte sie da nichts mehr forciert bewegen bzw. man würde auf jeden Fall sehen, dass da was nicht passt.

Such dir bitte - notfalls auch weiter weg - einen kompetenten TA und lass dir wie Schweinemama schrieb auf jeden Fall die Röntgenbilder geben, damit du eine Zweitmeinung bekommen kannst!

Hast du denn das Gefühl, dass sie den Päppelbrei nur mühsam runterbekommt und dass sie Schmerzen hat, wenn sie kaut? Oder geht sie nur einfach nicht an anderes Futter?
 
Lady Lucie

Lady Lucie

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Ich habe nicht den Eindruck das sie beim Kauen so mega starke Schmerzen hat..
Auch frisst sie den Brei egt ganz "normal".
Heute wollte sie Himmbeerblätter fressen..aber kommt einfach nicht zum Abbeisen. Aber das Interesse heute war schon größer..also an anderem Futter.. mal sehen was sie später macht wenn es noch anderes Futter gibt.
Ich weiß schon bald nicht mehr wo ich nach einem kompetenten Ta suchen soll..hab schon weit aus mehrere durch als sie zwei Praxen..
 
Lady Lucie

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Ach und die Schnippsel der Blätter die ich ihr ins Maul habe zieht sie ganz gut rein mit der Zunge..
 
S

Schweinemama

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Für mich als Laie stellt sich die Frage ob der schneidezähneschluss nicht doch mit dem ausgehenkten Kiefer zu tun hat, ist ja wie eine beisszange angeordnet, fehlt das Gelenk auf einer Seite, kann das vorne gar nicht zusammenpassen. Auch stellt sich die Frage ob das meerli irgendwann abbeissen kann, aber seitwärtsbewegungen - tum zermalen nicht mehr möglich sind *dafür wird man wahrscheinlich alle muskelarten brauchen.

Deshalb, Röntgen holen, möglicherweise nochmals Röntgen machen lassen (vielleicht ist das Gelenk nur instabil) und dann weitersehen. So lassen würde ich es dem meerli zuliebe nicht, den das Päppeln geht auf die Gesundheit von dir (Ruhe, Kino, Essen gehen in den 3-4 Stunden Zeitfenster dazwischen ist Horror) und die deines Schweinchens.
 
Tompina

Tompina

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@Schweinemama: Die TE schrieb doch, dass das Tier normal kaut und an sich außer die Lücke zwischen oben und unten bei den Schneidezähnen nichts schief steht o.Ä. - das spricht aus meiner Sicht gegen einen ausgerenkten Kiefer und eher für Schmerzen in der Muskulatur etc. wegen der vielen Behandlungen.

Natürlich kann ich das aus der Ferne und als Nicht-TA nicht beurteilen, aber ich habe schon Tiere mit ausgerenkten Kiefern gesehen - und da war klar und deutlich ersichtlich, dass da was nicht passt. Starkes Speicheln, Beulen/Dellen in der Kopfgegend wo keine hingehören, keine selbstständige Bewegung des Unterkiefers, extremes Schmerzverhalten (aufgeplustert, Schmerzmucken etc.).

Um einen weiteren TA-Besuch kommt man sicher nicht drum rum, aber wenn das Tier selbstständig kaut, den Päppelbrei gerne und mit Appetit frisst und sich nach und nach auch für anderes Futter zumindest interessiert - hier ist es halt nach wie vor wichtig, das Futter so anzubieten, dass es durch reines "aufsaugen" aufgenommen werden kann - würde ich jetzt nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, sondern dem Tier ein bisschen Zeit geben sich zu erholen - wie gesagt solange es ihr gut geht!
 
S

Schweinemama

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@Schweinemama: Die TE schrieb doch, dass das Tier normal kaut und an sich außer die Lücke zwischen oben und unten bei den Schneidezähnen nichts schief steht o.Ä. - das spricht aus meiner Sicht gegen einen ausgerenkten Kiefer und eher für Schmerzen in der Muskulatur etc. wegen der vielen Behandlungen.

Natürlich kann ich das aus der Ferne und als Nicht-TA nicht beurteilen, aber ich habe schon Tiere mit ausgerenkten Kiefern gesehen - und da war klar und deutlich ersichtlich, dass da was nicht passt. Starkes Speicheln, Beulen/Dellen in der Kopfgegend wo keine hingehören, keine selbstständige Bewegung des Unterkiefers, extremes Schmerzverhalten (aufgeplustert, Schmerzmucken etc.).

Um einen weiteren TA-Besuch kommt man sicher nicht drum rum, aber wenn das Tier selbstständig kaut, den Päppelbrei gerne und mit Appetit frisst und sich nach und nach auch für anderes Futter zumindest interessiert - hier ist es halt nach wie vor wichtig, das Futter so anzubieten, dass es durch reines "aufsaugen" aufgenommen werden kann - würde ich jetzt nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, sondern dem Tier ein bisschen Zeit geben sich zu erholen - wie gesagt solange es ihr gut geht!

Die Frage ist jedoch auch - solange es der Besitzerin gutgeht. Ich selbst habe es geschafft 8 Monate ein Tier durch päppelbrei künstlich am Leben zu erhalten. Zusätzlich beruftstätig, jedoch in der Nähe, ich bin zu Mittag heim, um 16:00 heim, der Arbeitgeber hat das erlaubt (ist nicht überall möglich). Solange man sich nicht selbst in eine Art "kritischen Zustand bringt", denn auch als Mensch braucht man mehr wie 4 Stunden schlaf am Stück. Irgendwann konnte ich nicht mehr, war körperlich ausgelaugt und dauerkrank. Dem Tier ging es nicht besser - es war letztendlich nicht mehr zu retten.
 
Tompina

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Es steht doch nirgends, dass sie das jetzt den Rest ihres bzw. des Schweinchens Leben so machen soll?

Es geht doch drum, das Tier jetzt aktuell mal zur Ruhe kommen zu lassen - die nächsten Tage (nicht Wochen, nicht Monate, nicht Jahre). Und wie die TE mehrfach schrieb besteht ja vermehrt Interesse am Selberfressen - das kann schon mal ein paar Tage oder auch mal 2-3 Wochen gehen, wenn das Selberfressen mal komplett eingestellt wurde - dass das voll wiederkommt. D.h. doch jetzt nicht, dass die TE für die nächsten fünf Jahre ein Päppelschwein hat und kein Leben mehr!?

Wenn du immer gleich mit derartigen Extrembeispielen kommst, ist keinem geholfen...
 
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Lady Lucie

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Die Kleine hatte heute morgen einen Heuhalm im Maul.. natürlich musste ich sie unterbrechen ...zum füttern bevor ich los musste...aber das heißt,dass sie sogar schon Versuche macht. Und das Gewicht geht langsam nach oben. Auch wehrt sie sich nicht beim Päppeln... und plappert meist vor sich hin..aber nicht Schmerzenplappern..sondern das normale meeri geplapper
 
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Tompina

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Das klingt doch super! Ich drücke weiter die Daumen!
 
Lady Lucie

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Danke :)
Heute ist auch gerade mal Tag 4 nach der letzten Zahn Op... ich werde ihr auf jedem Fall mal Zeit geben... und ich meine auch, dass die Lücke ein kleines wenig kleiner geworden ist.
Beim päppeln frisst sie brav und unterhält mich immer mit ihrem Geplapper.. auch geht sie immer mit den anderen ans Fressen..
Ihren Brei kaut sie weiterhin brav und der Unterkiefer ist immer noch an Ort und Stelle...
 
Lady Lucie

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Es gibt Neuigkeiten. Heute als sie wieder auf der Wiese im Freilauf waren hat sie vermehrt etwas gekaut. Und als ich sie raus holen wollte ist sie schnell zum Napf mit Haferflocken gegangen und hat endlich selber was genommen. Als ich sie in ihren Stall gesetzt habe (die anderen durften noch bissel draußen bleiben) hat sie etwas von dem gepflückten Gras gefressen..zumindest hoffe ich das. Sie hat auf jedem Fall darin rum gewühlt und gekaut. Und jetzt wollte ich ihr Medizin geben da hat sie Heu? gefressen.
Das kauen sieht recht gut aus.. nur sabbern tut sie immer noch. Aber vlt lässt das auch mit besser werdenden Fressverhalten nach..
Ich hoffe es geht weiter Bergauf. Sie ist weiterhin sehr aktiv. Das Gewicht ist ganz leicht gestiegen..
 
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Lady Lucie

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Ein Update:
Heute Morgen hat sie sich an Haferflocken versucht. Und heute Abend hat sie etwas Apfel gefressen. Sie hat selber abgebissen. Und die Kaubewegungen beim Brei fressen werden immer flüssiger... kleine Schritte in die richtige Richtung...
Da sie vom Apfel abgebissen hat, denk ich fast, dass der Kiefer nun wirklich nicht ausgerenkt sein kann???
 
Tompina

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Hallo,

sorry war im Urlaub und zuhause leider dank Telekom offline - bin gerade nur schnell bei der Arbeit ein bisschen nebenher online.

Ich hoffe, dass du weiterhin positiv berichten kannst!

Ich bin auch - weiterhin natürlich aus der Ferne und ohne das Tier gesehen zu haben - der Meinung, dass Abbeißen, Kauen etc. NICHT möglich wäre bei einem vollständig ausgerenkten Kiefer.

Sofern sie weiterhin immer mehr Interesse am Futter zeigt und du guten Gewissens sagen kannst, dass sie bei der Futteraufnahme nicht übermäßig speichelt, komische Verrenkungen macht, besonders lange braucht o.Ä. - ebenso wenn sie weiterhin Gewicht zunimmt - dann halte ich reines weiteres Beobachten für völlig ausreichend.

In den nächsten Tagen solltest du aber - ggf. nochmal bei einem anderen TA - einen Termin ausmachen. Im Zweifel nur um dir zu den Röntgenaufnahmen eine zweite Meinung zu holen und ohne großes Rumfuhrwerken am Schweinchen!

Ich sehe das Tier nicht vor mir, bin kein TA und kann mich bei der Einschätzung nur auf deine Beschreibungen verlassen - die klingen vernünftig und gut beobachtet - aber trotzdem sollte auf lange Sicht geklärt werden, was da nun wie kaputt oder nicht kaputt ist und vor allem, was genau mit den Zähnen ist, welche Kontrollabstände Sinn machen, damit das Schweinchen nicht wieder mit Brücken/Spitzen zu kämpfen hat etc.
 
Lady Lucie

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War heute ohne Schwein beim Ta , weil das Schmerzmittel zu Ende geht. War bei Ta Nummer eins.. also nicht bei der Ta die das mit dem ausgerenkten Kiefer diagnostizierte. Und im übrigen hatte weder dieser Tierarzt noch die 2. TA jemals ein Schmerzmittel verordnet... hatte noch eines Zuhause für die Tiere was ich ihr gegeben habe..
Habe ihn darauf angesprochen, was die andere Ta diagnostizierte..also mit dem Kiefer.. Er meinte, dann hätte sie sehr starke Schmerzen, wenn dem so wäre. Außerdem könnte sie nicht kauen und abbeisen... Beides kann sie ja.. also Stamd der Dinge.. wir sollen in der Tat mal abwarten... solange es ihr gut geht. Und müssen halt schauen wie und in welchen Abständen was gemacht werden muss...

Naja.. ich warte mal noch bis Ende der Woche. Die Dosis des Schmerzmittels wurde erhöht.. könnte sogar nochmal erhöhen.
Und ich überleg welcher Tierarzt besser wäre... habe auch durch andere Tiere schon einige ausgeschlossen..
 
Tompina

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Das klingt doch ganz gut. Und entspricht ja auch unserer gemeinsamen Einschätzung. Hier sind weiter Daumen und Pfoten gedrückt!
 
Lady Lucie

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Da ihr Bauchgrummeln wieder kam und sie nichts gefressen hat heute Nacht war ich mit ihr nochmal bei Ta Nummer 1.
Dieser hat ihren Kiefer mal abgetastet .. sich die Stellung angeschaut und Beweglichkeit. Er sagt der Kiefer ist nicht ausgerenkt. Er hat noch ohne Maulspreitzer die Zähne begutachtet. Die passen wohl soweit. Sie hat wieder Novalgin bekommen..zwecks Bauchschmerzen.. davor hatte sie Melosus.. hoffe das Novalgin hilft...
 
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Zahnschwein Marie

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